Das hier geht raus an die Girls, na klar. Und mir schwant dabei irgendwie nichts Gutes. Ich sehe bereits beide Seiten verbal auf mich einprügeln, die klar feministische und die, die dagegen ist. Wer sich öffentlich auf diese Thematik einlässt, der muss sich warm anziehen. So scheint es zumindest. Ein typischer Fall von “wie man’s macht, macht man’s falsch.” Vielleicht ging bis zu diesem Eintrag deshalb so viel Zeit ins Land. Entweder man ist den Feministinnen nicht feministisch genug (in diesem Fall stößt man sich zum Beispiel am nicht-vorhandenen Gender-Gap oder fehlenden, weiblichen Endungen), oder aber man wird von einer Gruppe schubladendenkender Anti-Feministinnen angefeindet, die es sich in einer vermeintlich gerechten Gegenwart gemütlich gemacht haben und lieber auf die Taten ihrer Urgroßmütter verweisen, als sich selbt das Hirn über den heutigen Ist-Zustand zu verknoten.
Der wiederum ist bei genauerem Hinsehen nämlich nicht so knusper wie man stets zu vermuten tendiert. Es ist bloß so: Viele von uns bekommen das noch immer existierende Ungleichgewicht zwischen Männlein und Weiblein gar nicht erst mit, meist, weil der eigene Lebensstil ein geschicktes Vorbeischlängeln an etwaigen Missständen ermöglicht. An dieser Stelle möchte ich mich nicht in Fakten verrennen oder euch mit “Beweisen” vollballern, um am Ende vom Sinn und Zweck des Feminismus überzeugen zu können – Viel wichtiger erscheint mir zunächst die bloße Erinnerung an eine ziemlich große Sache. An etwas, das im Grunde für jeden von uns von Interesse sein sollte. Nennen wir es meinetwegen GIRL POWER.Weiterlesen »
Wie einge von euch eventuell bemerkt haben könnten, bin ich in letzter Zeit ein klein wenig auf Krawall gebürstet. Seit diesem Augenblick, in dem ich merken musste, wie verblendet ich selbst plötzlich war. Von romantischen Gefühlen für Materielles.
Natürlich fällt mir das ein bisschen schwer und auf Lieblings-Stücke werde ich trotzdem nicht verzichten. Es geht mir bloß um diese unersättliche Masse an Neuzugängen im Kleiderschrank, an das nicht eintreten wollende Sättigungsgefühl. Und eine erschreckende Verschiebung von Prioritäten. All diese Gedanken führen manchmal sogar so weit, dass mir ein paar (oder recht viele) Personen der Blogosphäre beinahe leid zu tun und zwar aufrichtig. Weil man beobachten kann, wie sich das Kaufverhalten im eigenen Minikosmos langsam wandelt, oder schlimmer: Wie sehr manch einer sich durch Statussymbole definiert und die eigene Persönlichkeit beinahe gänzlich hinter gigantischen Taschen oder teuren Mänteln verschwinden lässt. Weiterlesen »
“Also ich persönlich finde die Ironie entzückend, dass gerade ihr “Dinge”-Menschen (“wie seh ich aus? was zieh ich an? was hat der andere an?”) Erich Fromm zitiert. Just sayin´.”
Im Prinzip war es dieser nette Kommentar auf unserer Facebookseite, der mein persönliches Fass voller Skepsis gegenüber dem, was wir hier tun, zum Überlaufen gebracht hat. Und jetzt frage ich mich ernsthaft: Fühle ich mich gerade bloß so sehr zwischen den Stühlen gefangen, weil mein Inneres nach einem Wandel verlangt, oder bin ich vielleicht fremd bestimmt? Denn gäbe es all dieses Schubladendenken bezüglich jener Menschen, die “irgendwas mit Mode” machen, nicht, würde ich das Privileg, dass mich während der Arbeit bloß schöne Dinge umgeben, eventuell sogar genießen können. L’enfer c’est les autres, sage ich mir in solchen Momenten immer und immer wieder (und entschuldige mich zeitgleich bei der gewitzen Verfasserin des Kommentars dort oben für die gnadenlose Dreistigkeit, als hohle Modefrucht Sartre zu zitieren).
Ich könnte jetzt natürlich weinerliche Hassparolen auf die verkorkste Modewelt verfassen, denn natürlich krallen sich auch in meiner Kehle nicht selten Kotzbröckchen in der Größe von Tennisbällen fest. Manchmal finde ich das alles rundum scheiße. Ich rufe dann meine Freunde an, die wider erwarten nicht allesamt der Bloggerfraktion zuzuordnen sind und fluche die komplette Bude zusammen. Ein bisschen neidisch bin ich währenddessen auch, auf von der Gesellschaft akzeptierte und angesehene Berufe und ein Leben ohne Acne, Wood Wood und Stilfindungsprobleme. Und dann weigere ich mich wieder dagegen, mir die Wahl meines Berufes von Zweiten, Dritten, aber vor allem Fremden, versauen zu lassen. Wer denkt, wir Modemädchen läsen bloß Modemagazine und hätten auch sonst nichts anderes im Sinn, der ist vielleicht selbst ein klein wenig auf den Kopf gefallen, um es gelinde auszudrücken. Weiterlesen »
Letztens am Küchentisch, eine dieser typischen Szenen. Wein und selbstgemachte Pasta, plötzlich Melancholie. “Glaubst du, wir provozieren die Dramen in unserem Leben, weil wir Angst haben, sonst zu vertrocknen, weil wir das brauchen, um inspiriert zu sein?” -”Ja.”
Die Antwort fiel mir nicht leicht. Weil das alles so nach Geltungsdrang klingt und Freaktum. Aber ja, verdammt. Nach drei Joints sieht man die Dinge manchmal klarer und plötzlich macht es Boom im Kopf. Die Retrospektive gibt mir recht: Die glücklichsten Momente in meinem Leben waren die einfallslosesten.
Versteht mich nicht falsch, ich rede nicht von Glück im klassischen Sinne, ich meine, was ist das, Glück? Ich bin eigentlich immer glücklich, irgendwie, außer die monatlichen PMS-induzierten Hormonschwankungen verknoten mein Gehirn auf absurde Art und Weise. Scheiße fühlt sich das an. So scheiße, dass ich manchmal geneigt bin, mich wieder an der Uni einzuschreiben. Einfach so, bloß, damit ich drei ganze Tage der Woche einfach so verschlafen könnte und Semester schieben, Vorlesungen online streamen und dabei leiden, flach im Bett liegend, wegen der irren PMS. Die Realität sieht anders aus, aber jeder hat schließlich Träume, das ist wichtig. Meiner Logik zufolge müssten das demnach die produktivsten Tage des Monats sein. Aber auch das ist falsch. Diese Art von Traurigeit bringt uns kein Stück weiter. Wir müssen von innen heraus bluten. Worum sich alles dreht, ist doch die Liebe. Was wir brauchen, ist Drama. Und richtig mieser Herzschmerz. Weiterlesen »
Mit dem Gesicht in die Matratze gedrückt liegst du auf dem Bett, die Arme und Beine weit ausgestreckt. Fünf Minuten lang, zehn, dann 15. Nichts passiert. Kein wirkliches Gefühl, nur dieser beschissene Druck auf der Brust, der dich bald zum Platzen bringt. Und Lethargie. Dir dämmert, wie sie sich fühlen müssen, die Irren. Jetzt schweben können und abheben, damit alles ganz leicht wird. Aussichtslos, denn dein Hirn ist tausend Tonnen schwer. Wie eine Bleiente kriechst du ins Bad, um der Realität ins zerknautschte Gesicht zu blicken. Hallo, du. Alles wird gut, irgendwann.
Seit ein paar Tagen fühlst du dich wie dein eigener Geist, der irgendwo an der Decke hängt, um dreckig lachend mit dem Finger auf dich zu zeigen. Jeder deiner Fehler brennt sich langsam ins Bewusstsein, vertreibt den Nebel, der so lange jedes Gefühl betäubt und dir die Sicht auf das versperrt hat, was man Wirklichkeit nennt. Aufwachen aus dem Schockzustand, begreifen, was passiert ist. Die Einsicht kommt immer, aber meistens zu spät.
Mach kaputt, was dich kaputt macht, heißt es. Und daran hast du dich gehalten. Aber Regeln sind zum Brechen da, weißt du noch? Statt zu kämpfen, bist du fort gerannt, statt zu Lieben hast du kapituliert. Vor der Herausforderung und der Versuchung. Der einfache Weg ist nie der bessere, bloß der schnellste. Und du schaust nach vorne statt zurück. Die Zukunft beschwören, nicht in Erinnerungen ertrinken – Vorsätze, die an kläglichen Versuchen scheitern, immer, wenn das Denken einsetzt. Denn jede Mauer stürzt irgendwann ein unter zu viel Last. Das was übrig bleibt, ist das rohe Fundament, das Fangbecken, in dem Gefühle wie tote Fische an der Oberfläche schwimmen. Reanimation. Und plötzlich regnet es Heftzwecken aus verdrängten Gefühlen, die sich kribbelnd in deinen Körper bohren und dich zusammen zucken lassen, bei jedem Schritt.
Wenn man Mitte Zwanzig ist, gleicht das Leben einer Achterbahnfahrt. Rauf und runter, auf und ab, im Sekundentakt. Hauptsache Gefühl und viel davon. Heute füttern sie dich mit Zuckerwatte, morgen stopfen sie dich mit sauren Gurken voll. Schlucken musst du alles, ob du willst oder nicht. Manches ist schnell verdaut, anderes hängt dir noch monatelang im Magen fest. Wenn man Mitte Zwanzig ist, gibt es keinen Kompriss. Schwarz oder Weiß, der Raum dazwischen ist leer. Denn mit langweiligem Einheitsgrau gibt sich keiner von uns zufrieden. Himmelhochjauchzend oder zutodebetrübt. Wenn man Mitte Zwanzig ist, leidet man lieber als Stillstand zu riskieren, man ist auf der Jagd nach guten Momenten und nimmt jeden Schlag auf die Brust in Kauf, solange am Ende nur ein kleiner blauer Fleck übrig bleibt. Ein Stigma, das bei jeder Berührung schreit “du bist am Leben”.
Wenn man Mite Zwanzig ist, gibt es kein Falsch, denn alles ist richtig. Jeder Satz, jeder Rausch, jede Emotion, jede Tat. Leben und lernen, jeden Tag, egal wie. Das, was am Ende dabei rauskommt, bist du. Und bis dahin ist nur wichtig, dass du dich lebendig fühlst.
Gedankenfäden, die im Dreisekundentakt reißen. Ein Donnerwetter im Kopf und Massaker im Herzen. Zu viele Möglichkeiten, zu wenig Meinung. Das Leben kommt dir vor wie einer dieser Kekse aus dem Wunderland. Ein einziger unüberlegter Biss reicht aus und es geht bergab. Im freien Fall verknoten sich Erinnerungen mit Visionen und all die Steine im Magen schütteln dir die Seele aus der Brust. Das Gute daran ist, dass du irgendwann an all dem wachsen wirst. Aber bis es so weit ist, musst du bluten.
Du weißt nicht, was passiert ist und noch nicht einmal wann, geschweige denn warum. Zeiten ändern sich und dich. Wie ein Puzzelteil, das beim wilden Kinderspiel im falschen Karton gelandet ist, suchst du nach Anschluss, nach deinem Platz. Und plötzlich ist da nichts mehr, was dich hält. Bitte gebt mir meinen Verstand zurück, denkst du. Und danke.Tocotronic. Orientierungslos geisterst du durch das Labyrinth, das du dir selbst gebaut hast. Vergiss nur nicht, dass es einen Ausgang gibt, immer. Bloß das Finden fällt manchmal schwer. Do more of what makes you happy, sagen sie. Aber was ist das, dieses happy? Wenn du nicht einmal weißt, was dich in diesem Moment so unglücklich macht. Wir sind zu jung zum Verzweifeln und zu alt für immer-dieselben-Fehler. Trotzdem passiert es schon wieder – Wir verlieren uns, auf der Suche nach dem ultimativen Glück. Mission Impossible, zum Scheitern verurteilt. Wir können nicht alles haben, nicht immer nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Häufig sind wir schlichtweg zur falschen Zeit am richtigen Ort. Wo bleibt der Pause-Knopf, wenn man ihn am meisten braucht? Kassettenrekorder vs. Mensch: 1:0. Weiterlesen »
Manchmal, mitten am Tag, lässt du alles fallen, auch dich. Auf den Boden, in die Kissen, damit du keine Kraft mehr brauchst zum Stehen. Dein Kopf saugt dir in diesen Momenten alle Energie aus den Gliedern und statt zu denken, träumst du bloß. Von früher. Von dem, was hätte sein können. Wärest du nicht zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen. Oder zur richtigen Zeit genau dort, wo ihr euch zum ersten Mal gesehen habt.
Neue Stadt, neues Glück und mehr Möglichkeiten als Lichter im Club. Hier ein Kuss, da ein Drink und mittendrin dein Herz. Erinnerungen, die im Weltraum kreisen, die das Vergangene fangen, um es dir immer wieder vor die Füße zu schmeißen. Wie ein unsichtbarer Geist lenkt Mister Never Ending Story deine Gedanken. Und egal, was jetzt kommt, du fällst immer wieder zurück. Entfernungen verschwimmen, es ist egal, wo du dich versteckst. Das Gefühl findet dich, ungeachtet dessen wie sehr du dich dagegen wehrst. Der Grund dafür ist einfach, aber wirksam: Was man nicht kriegen kann, das will man haben. Jahrelang das gleiche, ziemlich vorhersehbare Spiel: Verlieben, entlieben, nie wieder lieben. Um am Ende doch betrunkene SMS tippen, an Haustüren klingeln, den Kopf verlieren. Nächtelange Abenteuer, niemals Alltag. Spannung, Spaß und Spiel – nur dass sich diesmal echtes Fleisch unter der glitzernden Verpackung verbirgt, ein schlagendes Herz, das nur darauf wartet, verletzt zu werden. Es sein lassen könnt ihr trotzdem nicht. Ihr seid süchtig nach eurer Story, nach der Never Ending Story, die vielleicht niemals sterben wird.Weiterlesen »
Seit gestern erst, um’s genau zu sagen. Denn auf Facebook verbreitete sich der Kampagnenfilm “Kony 2012” wie ein Lauffeuer. Worum es geht: um Joseph Kony, der Mann, der auf der internationalen Fahndungsliste auf Platz 1 steht. Der Anführer der LRA (Lord’s Resistance Army), der bislang über 66000 Kinder entführt hat, sie zu Waffen macht und sie unter Nötigung ihre Eltern erschießen lässt und sie gegen die Zivilbevölkerung sowie die Regierung Ugandas zum Krieg zwingt.
Der Internationale Strafgerichtshof ermittelt seit 2004 gegen ihn – bisher jedoch ohne Erfolg. Das soll sich ab sofort ändern, denn bislang kannte kaum jemand Kony, zumindest bis gestern. Die Organisation “Invisible Children” hat sich dieser Aufgabe angenommen und startet eine beispiellose Aufklärungskampagne, um Joseph Kony endlich bekannt werden zu lassen und ihn so “sichtbar” zu machen - damit dieser Mann endlich ausfindig gemacht wird und vor Gericht kommt.
Manchmal hast du Angst davor, dass irgendwann alles zusammen bricht. Dass alles, was du liebst, irgendwann einfach nicht mehr da sein könnte. Deine Freunde, deine Gedanken, das Talent und dein Leben. Deine Gliedmaßen kribbeln als würden tausend Maden auf deinem Körper im Takt des Herzschlags tanzen. Die Stirn heiß, der Nacken feucht. Panik. Weil du weißt, dass du niemanden retten kannst. Sie nicht und dich selbst nicht.
Manchmal zittert deine Stimme und die Knie werden weich. Wie ein krankes Lamm versuchst du dich auf den Beinen zu halten, aber du wirst fallen, egal wie sehr du dich bemühst. Immer dann, wenn das schlechte Gewissen dir mitten ins Gesicht schlägt, wenn dir klar wird, dass nichts vollkommen ist. Weil du nicht da sein kannst, wo man dich braucht, nicht überall zu selben Zeit. Deine Geschwister vermissen dich, während du dich fragst, ob sie dich irgendwann vergessen. Der letzte Besuch in der Heimat ist schon Monate her. Was, wenn jetzt irgendwas passiert, wenn das Schicksal schneller zuschlägt als gedacht oder der Zufall falsche Entscheidungen trifft? Dann schaust du aus der Ferne zu und kannst nichts dagegen tun. In solchen Momenten wünschst du dir, du wärest irgendwann die Erste, die geht; damit du den Schmerz nicht miterleben musst, kein einziges Mal. Wie egoistisch von dir. Weiterlesen »
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TEA&TWIGS ist das virtuelle Zuhause von Isabella und Jasmin und beherbergt unter anderem die Dokumentation des persönlichen Stils der Damen, Beauty-Videos und einfache DIY Ideen: von den pinken Haarspitzen bis zur selbstgemachten Marmelade. Mehr