Diese Nachricht darf heute auf keinem Online Medium fehlen: Nicola Formichettiist neuer “Artistic Director” bei DIESEL! Und das heißt so viel wie: Formichetti ergreift den Posten des Commander-In-Chief und gibt ab sofort den Ton im etwas eingenickten Modehaus an.
Ob sich Renzo Rosso, Schirmherr und Gründer von Diesel, großartig in die Designunterlagen schauen lassen wird, bleibt abzuwarten. Formichettis Gebiet sind vorrangig: Produkt, Kommunikation und Interior Design. Der Neue und alter Mugler-Creative-Chef könnte allerdings für die nötige Portion Tohuwabohu sorgen, fortan jede Aktion mit lautem Trommelwirbel ankündigen und dem etwas in die Jahre gekommenen Label wieder die nötige Portion Frische einhauchen – so wie er es eben einst bei Mugler tat. Weiterlesen »
Zugegeben, wir fanden’s schon ein bisschen unüberlegt, Alexa Chung als Superga Vorzeige-Lady abzusägen und stattdessen Sängerin Rita Ora für die Kampagne zu gewinnen. Surfend auf der Retro-Welle waren wir vor rund zwei Jahren mehr als überzeugt, als die wahrlich niedliche Alexa uns erneut auf Superga aufmerksam machte und dem italienischen Canvas Turnschuh-Brand wieder Leben einhauchte.
Verständlich also, dass wir der Kampagne mit Mme Ora bereits vor dem Launch etwas skeptisch gegenüber traten und dem Ergebnis nicht unbedingt entgegenfiebert. Wie das aber nun mal so ist: Wir lassen uns äußerst gern vom Gegenteil überzeugen. Und siehe da: Rita Ora für Superga könnte das Brand in die dritte, erfolgreiche Sommersaison manövrieren! Weiterlesen »
Nike Air Max. Beanies. Bomberjacken. Jutebeutel. Wasauchimmer. “Oah, das ist so hipster.” – Wirklich und wahrhaftig: Ich ertrage diese Diskussion nicht mehr. Der Grund dafür ist einfach: Wer um alles in Welt entscheidet denn gerade, was ein Hipster ist? Und wer ein Hipster ist? Und überhaupt? Ich weiß schon grob, was damit gemeint ist, so groß ist der Nagel in meinem Kopf schließlich auch nicht. Damals, Mitte des 20. Jahrhunderts war das Hipstertum eine in den USA verbreitete Subkultur, quasi die amerikanische Antwort auf die Boheme, ausgelebt von der Beat Generation und Bebop-Anhängern, also vornehmlich schwarzen Musikern, sowie Künstler-Gruppen. Aber der “moderne Hipster” von heute ist ein seltsames Gespenst, das heute kaum mehr definierbar ist. Da hilft auch der 100. ZEIT-Artikel nicht. Langsam könnten wir also vielleicht alle mal mit der Scheiße aufhören. Es wird anstrengend. Und inzwischen weiß ich auch wirklich nicht mehr, ob Hipster oder Hipster-Hasser nun die nervigeren Zeitgenossen sind. Weiterlesen »
Der Online Store Net-A-Porter ist unlängst zur Allround-Unterhaltungsplattform avanciert ist und vertreibt nicht nur die neuesten und mitunter teuersten Designer-Stücke, er schafft es auch gekonnt, Trendforecasts auszuarbeiten und in regelmäßige Abständen, inspirierende sowie bekannte Persönlichkeiten der Lifestyle-Branche zu portraitieren. Pünktlich zur französischen Modewoche gibt’s im hauseigenen Web-Magazin natürlich eine komplette, digitale Ausgabe rund um Paris, die Modemenschen und die Macher.
Und wer kommt für diese Titel-Story der Ausgabe und das Cover am ehesten in Frage? Selbstvertsändlich Carine Roitfeld. Und die ehemalige Vogue-Chefredakteurin, Busenfreundin von Karl und Tom, Mutter und Großmama und Allroundtalent der Branche zeigt uns mit ihren 58 Jahren spielend einfach, wie wir in dem Alter durchaus aussehen können! Weiterlesen »
Im Grunde kann es mir schnurzpiepegal, was Rihanna so treibt. Spätestens seit ich bei ihrem Konzert in Berlin einen verfrühten Abgang hinlegte, weiß ich nun auch ganz sicher, dass ihre Musik und ich niemals Freunde sein werden. Reine Geschmacksache und nicht weiter tragisch. Auch ihre öffentlich zur Schau gestellte Faszination für Dope im Sinne von Gras im Sinne von Rauschgift juckt mich nicht die Bohne. Soll sie kiffen bis sie irgendwann selbst zum Pflänzchen wird, ist mir lieber als endlose Sauferei.
Was ich aber als keineswegs unterstützenswert erachte, ist die Tatsache, dass Riccardo Tisci aka Chefdesigner von Givenchy ihr jüngst das obige Geschenk machte – mit dem Ergebnis, dass Fans allerorts nun auf ein Statement zum eventuelles Eintrudeln des Shirts samt Riri-Print in die Shops warten. Leute, das kann doch nicht euer Ernst sein. Oder eher: Herr Tisci, ich glaube, es hackt.Weiterlesen »
Um ehrlich zu sein, kriege ich nicht genug von dieser Frau: Anna Wintour – die mächtigste und gefürchteteste Lady der Fashion Branche, die Dame mit der immer gleichen Frisur und dem so undurchschaubaren Gesichtsausdruck. Seit dem Kassenschlager “Der Teufel trägt Prada” ist sie auch weit über ihre Branche bekannt und wird geächtet, geliebt, vergöttert, gehasst, ernst genommen und belächelt. Es gibt zahlreiche Dokumentationen und Biografien über die Chefredakteurin der amerikanischen Vogue, über ihren Karriere-Weg und sogar vereinzelt über liefert sie uns persönliche Eindrücke – doch kriege ich einfach nicht genug.
Auf den Spuren nach dieser Figur Wintour, nach dem wiesowannwie? können wir Stunden damit verbringen, sie kennenzulernen, und eine Doku war uns doch tatsächlich bislang unbekannt: Boss Woman: Anna Wintour. Weiterlesen »
Wie soll man sich einen Menschen vorstellen, der alles kann und trotzdem hungrig bleibt, der durch Kinderaugen sieht, obwohl er einer der Größten ist, jemanden, der Visionen zu neuen Welten formt, um sie in audiovisuelle Poesie zu hüllen?
Die Antwort liegt irgendwo zwischen schwarzweißen Traum-Sequenzen und musischen Rauschanfällen vergraben, da, wo Yoann Lemoines eigene Geschichte zu Woodkid wird. Worum es in dieser Geschichte überhaupt geht, was Yoann gegen den Wahnsinn tut und ob er an Geister glaubt, fand ich für News for Original Girls heraus. Das komplette Interview könnt ihr hier nachlesen. Ich bin übrigens immer noch ein bisschen high von dieser Woodkid-Aura. Weiterlesen »
“Hochschwanger”, bereit für den heutigen Tag und somit mehr als bereit für ihr erstes Album-Release: Leslie Clios Baby heißt Gladys und verspricht, sich in unseren Ohrmuscheln zu verkrümeln, nicht mehr rauskommen zu wollen und mit uns in den Sommer zu starten. Wir kannten sie bislang nur aus dem Radio, erinnerten uns an die unbekümmerten Soul-Popmelodien und ihre Inhalte über Herzschmerz und das Starksein. Eine O-Saft-Verabredung sollte das ändern und wurde zur unkomplizierten Plauderei über die vergangenheitsverliebte Leslie, eigene Lebensweisheiten, ihre Wahlheimat Berlin und die Frage “Was derzeit überhaupt ihre Aufmerksamkeit kriegt?”.
Sie ist frech, forsch, lustig und ganz viel Mädchen und macht sich so erfrischend geheimnisvoll, dass wir noch immer hunderte Fragen zum WiesoWarumAhaWirklich? im Kopf haben und sie damit löchern könnten. Liebe Leslie, wir drücken dir ganz fest die Daumen, dass Gladys nicht nur von 5 Leuten gekauft wird, auch wenn du sagst, dass das für dich nicht so schlimm wäre.
Aber wer bereits jetzt schon als deutsche Adele gehandelt und mit der verstorbenen Amy verglichen wird, der hat’s verdient, dass man sich die Musik der gebürtigen Hamburgerin irgendwo zwischen Retroverliebtheit, einer starken Stimme, rauen Nuancen und Unbändigkeit und Facettenreichtum etwas genauer anhört. Die Musik von Leslie Clio ist nicht nur großartigst geeignet für eigene Performances unter der Dusche, sondern dürfte zum sympathischen Gegenentwurf ihrer deutschen Kolleginnen avancieren – ohne durch Eigenarten irgendwann wahnsinnig zu nerven oder durch Kantenlosigkeit durchs Raster zu fallen. Und dafür wäre wohl jeder mehr als dankbar!
Aber hört und seht selbst: Eine Plauderei mit Leslie Clio, O-Saft und Lebensweisheiten!Weiterlesen »
Manchmal überkommt mich das Gefühl, dass selbst denkenden Menschen nicht mehr zu helfen ist. In vielen Bereichen des Lebens ist das so, es scheint, als würden wir immer und immer wieder selbst predigen, was richtig ist, und am Ende doch das Falsche tun. Coca Cola ist scheiße, der morgendliche Nespresso aber nicht besser. Ich weiß auch, dass Fleischkonsum den CO2 Ausstoß fördert und verzichte trotzdem nicht auf Kurzstreckenflüge. Und: Ich glaube, Schönheit hat nichts mit Kilozahlen zu tun, ich weiß auch, dass man nicht dünn sein muss und dennoch bin ich ständig kurz davor, Schokolade zu verbrennen und Käsenachos an die Katzen zu verfüttern.
Weil ich ich Teil bin von einer gestörten Gesellschaft, verblendet von der medialen Propaganda, von Unterwäschenwerbung und Laufstegminuten. Weil sich Bilder von Schlüsselbeinknochen und spitzen Knien in mein Hirn gebrannt haben, jahrelang. Nur, dass ich den Fernseher zum Zwecke der visuellen Selbstgeisselung längst nicht mehr benötige. Ich treffe mich einfach mit Freundinnen, die meisten gertenschlank und wunderschön, oder verlasse das Haus, um mit Modemenschen über Projekte, Ideen und die Welt zu reden. Alle hübsch und mit Sicherheit nicht pummelig. Ich weiß nicht, ob jeder von ihnen so nahezu makellos geboren wurde, oder ob das an Berlin liegt oder diesem seltsamen Tagesrhythmus, der aus viel Arbeit und gesunder Nahrung besteht. Denn selbst viele, die mal aussahen wir Normalsterbliche, kommen mir plötzlich körperlich geschrumpft und neiderfüllend fit vor. Jedenfalls im Vergleich zu mir selbst. Weiterlesen »
Schon vor ein paar Tagen zeigte Karl Lagerfeld das obige Abschlussbild seiner Haute-Couture-Schau im Pariser Grand Palais: Zwei Kleider, zwei Frauen, ein Kind – ein politisches Statement, das uns nach der in Frankreich frisch entfachten Debatte über die gleichgeschlechtliche Ehe gerade recht kommt. Die Zeit kommentiert ein bisschen frech, aber sehr passend: “Das dürfte doch eine Sprache sein, die man in Frankreich versteht“. Auch Meltem hat sich bereits ganz öffentlich über das Homo-Paar auf dem Catwalk gefreut. Und wir? Wir applaudieren natürlich auch, wollen aber dennoch nicht so recht fassen, dass zwei Haute-Couture-Kleider in diesem Kontext für so viel Aufruhr sorgen.
Wir sind hin und her gerissen zwischen glückseligem Jauchzen und der großen Frage: “Wann hören die Menschen endlich auf, Homosexualität auf diese Art und Weise zum Thema zu machen?“. Denn leider zeigen uns Artikel und Debatten wie die zuvor genannten trotz all des Gutwillens, dass wir immer noch nicht in einer Gesellschaft leben, die auf Schubladen verzichtet. Ich meine: Dann stehen da eben zwei Bräute. Schön ist das. Aber wieso bloß immer mit dem Finger drauf zeigen, wieso kommt uns das noch immer so besonders vor? Weiterlesen »
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