Kategorie-Archiv: Mode

3 Fashion Week Highlights // William Fan,
Perret Schaad & Dorothee Schumacher

04.07.2016 um 13.41 – Mode

highlights fashion week berlin ss 17 thisisjanewayne

Jetzt sind wir fast durch mit der Berichterstattung zur Fashion Week Berlin, dabei kommen wir vor lauter unerwarteter Highlights kaum mehr mit. Wer noch immer daran festhält, in unsere Hauptstadt gäbe es nichts zu holen und kaum etwas zum Verlieben, der ist spätestens seit dieser Saison ganz schön schief gewickelt. Berlin muss und will nicht Paris sein, das ist inzwischen hoffentlich auch dem letzten Schwarzmaler klar. Verstecken sollten sich unsere Designer aber auch nicht, das Gegenteil ist der Fall. Wir wünschen uns mehr Stolz, mehr Attitüde und Hoffnung. Und mehr Lob vonseiten der Presse. Denn wer diesmal genau hingeschaut hat, kommt im kommenden Sommer wohl nicht umher, in eine Handvoll Lieblingsstücke aus dem Berliner Modekosmos zu investieren. Es muss nicht immer Acne Studios sein, oder Theory oder J.Crew – wie wäre es stattdessen zum Beispiel mit William Fan, Perret Shaad oder Dorothee Schumacher? Na bitte: weiterlesen

Sale Shopping // Unsere Highlights
bei „The Outnet“

04.07.2016 um 11.46 – Mode Shopping

the outnet sale highlights thisisjanewayne

Vergangene Woche, als Hey Woman gemeinsam mit The Ounet, dem Net-a-Porter Sale-Himmel, zum Fashion Week Brunch lud, da verlor ich mein Herz an Dumbo, getragen von Veronika Heilbrunner. Die kleine Clutch von Olympia Le Tan schwebte bisweilen außerhalb jeglicher Kosten-Sphären umher, die ich bereit bin, für Schönes über die Theke wandern zu lassen, bei dem gerade herrschenden 50% Sale gerate ich aber durchaus ins Schwanken. Mal sehen, ist nämlich noch immer viel, viel Geld für so einen kleinen niedlichen Schabernack.

Auf der Suche nach der Buchtasche kam ich jedenfalls nicht umher, auch einen Blick auf den Rest des Angebots zu werfen und natürlich landete dabei noch der ein oder andere weitere Wunsch in meine Lesezeichen-Leiste. Welches Teil es am Ende tatsächlich werden wird, weiß ich noch nicht, vielleicht auch keins – mehr in Erlebnisse investieren. lautet derzeit schließlich mein Credo. Vielleicht ist ja aber für euch etwas dabei, ich finde zum Beispiel, so ein güldener Brokat-Rock kann niemals nie verkehrt sein: weiterlesen

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Fashion Week Berlin // EDITED Pre-Fall Collection 2016 „Laid Back Luxury“

04.07.2016 um 10.18 – Berlin Mode

edited pre fall

Von Null auf Hundert katapultierte sich der Hamburger Online Shop EDITED vor knapp zwei Jahren auf unsere Mattscheibe – und ist seither nicht mehr wegzudenken. Ein Sortiment, das gefühlt im Wochenturnus wächst, ein paar kleine Labels, die kräftig unterstützt werden und nicht zu vergessen EDITED the Label, die In-House Marke unter der Leitung von Designerin Clarissa Labin, die sich wunderbar am Hier und Jetzt orientiert und unsere Garderobe regelmäßig für den schmalen Taler um ein paar besondere Stücke ergänzt. Eine hübsche Kollektion allein sorgt aber natürlich längst nicht für den gewünschten Absatz und klingelnde Kassen. Dafür braucht’s mehr. Und an dieser Stelle schalten sich Franziska, Elena und ihr Team ein, die jedem Store Opening und jeder Präsentation so viel Herzblut einhauchen, jedes noch so kleine Detail mit ganz viel Liebe ins Gesamtkonzept einflechten und dafür sorgen, dass die Eigenmarke im perfekten Licht erstrahlt.

Und so organisierten die Beiden während der Fashion Week nicht bloß irgendeine Präsentation in irgendwelchen Räumlichkeiten, sondern luden zum entspannten Barbecue in die eigenen vier Wände ein – in den EDITED Store in Berlin: Zwischen Pre-Fall Collection (ausgewählt übrigens schon online), Kimchi-Wraps und Sorbeteis:  weiterlesen

Marina Hoermanseder S/S 17
– Schmetterlingskinder.

02.07.2016 um 3.31 – Mode

marina hoermanseder ss17 thisisjanewayne

Im Gegensatz zu Sarah habe ich Marina Hoermanseder bisher wie ein Stiefkind behandelt, zu sehr wichen ihre Visionen von meinem persönlichem Geschmack ab, zu geblendet war ich von der Opulenz ihrer Kleider in einem Berlin, das doch vor allem der Tragbarkeit frönt. Schämen sollte ich mich. Und das sage ich aus der Tiefe meines Herzens. Denn das, was uns jüngst im Garten des Kronprinzenpalais präsentiert wurde, gehörte mindestens nach Berlin, viel eher aber nach New York. International mithalten können – ein Traum vieler, der von Marina längst gelebt wird.

Es begann mit der Location und einem Laufsteg, der sich wie ein blütenweißes Labyrinth durch den Garten des Palais legte, vorbei an verspiegelten Wänden und saftig bewachsenen Linden, unter denen eine Frontrow wie aus dem Bilderbuch Platz genommen hatte. Dazu Stereo Totals „I love you ono“ und ausgelassene Noblesse bis ins Detail, getragen von pausbäckigen Models, die im Takt ihr Côte d’Azur-Haar wippen ließen. Marina Hoermannseder weiß um ihre Stärken: Handwerk, Dreidimensionalität und die Fragilität des Menschen überträgt die gebürtige Österreicherin auf Mode, die zu großen Teilen auch Kunst sein könnte, jederzeit bereit für das ganze große Rampenlicht. Lady Gaga ist übrigens längst Fan. Die junge Frau ist eine der wenigen jungen Talente, für die Wirtschaftlichkeit kein Fremdwort ist. Das Team wächst ebenso wie das kauffreudige Hoermanseder- Publikum, das ihre Heldin vor allem für die deutliche Handschrift und den damit einher gehenden Wiedererkennunsgwert einer jeden Kollektionen liebt. Auch diesmal tauchen Schnallen auf und lackiertes, handgeformtes Leder, ein weiteres Markenzeichen, fusioniert mit der gewohnt morbiden Inspirationsquelle der Designerin. Diesmal: Schmetterlingskinder, deren Haut so verletzlich ist wie der Flügel eines Schmetterlings, gepaart mit kindlich-leichtfüßigen Erinnerungen an Urlaubstage an der französischen Riviera. Was schwer zu greifen sein mag, macht beim Betrachten der Entwürfe plötzlich Sinn. Genau das ist Marina Hoermanseder: Schwer zu greifen, aber unübersehbar. weiterlesen

FASHION WEEK BERLIN //
Bauchkribbeln dank Odeeh

30.06.2016 um 17.11 – Mode

odeeh

Schon als die Einladung in mein Postfach trudelte, war klar, das dies die beste Show der Fashion Week werden könnte – und Otto Drögsler und Jörg Ehrlich haben uns nicht enttäuscht: Im Rohbau des Berliner Stadtschlosses zwischen Betonwänden, Bauzäunen und Absperrband in einer der großen, meterhohen Säle fand sie statt: Die Odeeh Perfektion, die wir uns hier in Berlin so sehr wünschten – und mit rund 40minütiger Verspätung kurz vor 22 Uhr endlich stattfand.

Odeeh ist pure Liebe, die so groß ist, dass ich beim Re-See im Berliner Mode Salon wirklich leicht feuchte Augen kriegen sollte, furchtbar aufgeregt über die Materialien Strich und fast wie versteinert vor den beiden Machern stand, um nichts als Lobeshymnen hervorzubringen. Wie ein kleines Kind sitze ich jetzt noch immer vor dem Bildschirm und begutachte dieses Odeeh-Wunderland, das zwischen Kindheitsträumen und Omas Schätzen liegt und dem immer schicker werdenden Berlin ein Hauch Gucci-Attitüde um die Nase bläst. weiterlesen

Malaikaraiss S/S 17 // Beaches!

30.06.2016 um 15.38 – Mode

malaikaraiss ss 17 thisisjanewayne

Rastafari fyah dance, sex, music, hip-hop – It’s bigger than religion – wenn Erykah Badus Track „The Healer“ den Kronprinzenpalais erfüllt, schon während das erste Model in das blendend helle Licht des Runways tritt, dann befinden wir uns gefühlt nicht nur in einer eklektischen Komposition aus pompösen Eitelkeiten und der reduzierten Schönheit karibischer Strände, sondern auch inmitten der Welt von Malaika, dort, wo zurückhaltende Eleganz stets auf subtile Rebellion trifft. Auf stille Freiheit, wenn man so will, die diesmal vor allem von den Verstecken der Musik-Bohéme auf Mustique, Aruba oder St.Barts inspiriert wurde. „Beaches“ nennt sich die Frühjahr/Sommer Kollektion von Malaikaraiss, die ebenso filigran wie selbstbewusst im Zeichen der Töchter des Rocksteady steht. Ganz so, als wären die Karibik-Amazonen in der Großstadt gestrandet, im feinsten Zwirn, stets eine Muschel aus der fernen Heimat in den Hosentaschen tragend – ein Sinnbild, das sich wie die kontrastierenden roten Streifen und Details durch die gesamte Kollektion zieht. Dazu poröse Texturen wie aus Sand gelegt, Muschel-Formen und transluzente Blüten und Malaika ist mit ihren Entwürfen endlich dort angekommen, wo wir sie uns immer gewünscht haben: Ganz bei sich selbst.

Besser hätte das erste Defilée im Rahmen des Berliner Mode Salons samt Unterstützung der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung wohl nicht ausfallen können – wir hoffen auf noch mehr Lorbeeren, Support und viele Jahre Malaikaraiss.

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FASHION WEEK BERLIN // Das Schönste vereint: Im Berliner Mode Salon

30.06.2016 um 9.59 – Berlin Mode

der berliner mode salon

Es ist kein Geheimnis, dass ich größter Fan des Berliner Mode Salons bin. Zwei Lobeshymnen habe ich seither verfasst und während ich gestern ziemlich davon überzeugt schien, dass es meine Erwartungen auch ein drittes Mal voll erfüllt werden, muss ich heute gestehen: Falsch, sie wurden übertroffen! Das sage ich an dieser Stelle keinesfalls bloß, um die Veranstalter zu bauchpinseln, das meine ich bierernst. Während Berlin eigentlich seit Beginn der Modewoche modetechnisch totgesagt wurde, und die ein oder andere Kritik durchaus berechtigt ist, sorgte auch der diesjährige Salon wieder für ein glühendes Birnchen: Die deutsche Mode ist gar nicht so langweilig, ein paar der Verrücktesten hielten sich bislang bloß einfach nicht in meinem Dunstkreis auf. An dieser Stelle ohrfeige ich mich also feste selbst und verspreche Besserung. Denn das, was uns da gestern im Berliner Mode Salon kredenzt wurde, war wahrhaftig fantastisch schön:

Rianna + Nina sorgten für die schönste Farbexplosion, Odeeh stellte sich als deutsches Gucci heraus, Fragment und Horror Vacui sind unumstritten die allerschönsten Neuentdeckungen, Escada hat sich selbst überrascht und die hübschesten Ohrringe kommen doch tatsächlich von Mister Michael Sontag. Nehmt euch ganz viel Zeit, denn wir haben unsere Crème de la Crème für euch im Gepäck: weiterlesen

MBFWB: Hien Le Spring/Summer 2017 // Teva Sandals & Stripes forever

29.06.2016 um 11.21 – Mode

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Für die Schauen des Berliner Designers Hien Le müsste es meiner Meinung nach interaktive Möglichkeiten der digitalen Begutachtung geben, einen 360° Betrachtungswinkel zum Beispiel, einen in den Bildschirm integrierten Ventilator, der lauen Sommerwind durch die Fotos bläst und einen Touchscreen, der Haptik fühlbar macht. Weil es all das (noch) nicht gibt, kann ich an dieser Stelle nur an eure Phantasie appellieren, das reine Anschauen der Bilder kommt dem Gefühl, dass da mit der Frühjahr/Sommer Kollektion 2017 am gestrigen Morgen mitschwang, nämlich nur sehr sporadisch nahe. Schön war es, das zum einen. Aber auch hoffnungsvoll, tragbar und unbeschwert, ganz so als stünde die gezeigte Mode für die Befreiung von der momentan herrschenden gesellschaftlichen Dunkelheit. Wolkenweiß und Glasblau, ein bisschen Puder und Mauve, mehr braucht es nicht, wenn bildhauerische Schaffensprozesse durch Überlagerungen, Aussparungen und changierende Transparenzen zu Kleidung geformt werden. Und dann ist da ja noch Teva.

Ihr erinnert euch vielleicht, vor zwei Jahren und auch vor einem noch, hagelte es für unsere neu entdeckte Leidenschaft für alteingesessene Alltags-Sandeln mehr Hohn als Lob. Wir gaben unserem Freund Hien in Gedanken also selbstredend mehr als hundert High Fives, als das erste Model in ebendiesen Objekten der ultimativen Geschmacks-Diskussion den Runway betrat. Kein Schuh hätte besser gepasst, nicht nur der Optik wegen, sondern vor allem aufgrund der Botschaft: Macht euch locker, macht euch frei, geht raus und entdeckt die Welt. weiterlesen

Fashion Week Berlin //
Über den Dächern mit lala Berlin

29.06.2016 um 10.31 – Mode

lalaberlin

Wer seit 16 Jahren im Geschäft ist, der lässt die Sache ein bisschen angehen, der weiß, was gut ist, wonach der Sinn steht und was wirklich nötig ist, um nach all den Saisons immer noch für die richtige Portion Würze zu sorgen. Dass Leyla Piedayesh einer dieser entspannten Profis ist, steht außer Frage – und genau deshalb lud sie auch nur einen kleinen Kreis in das private Penthouse über den Dächern Berlins ein, um mit 200 ihrer engsten Freunde, liebsten Sternchen und anderen Herzmenschen, auf die sie wirklich Lust hatte, anzustoßen und ihnen die kommende lala Berlin Kollektion zu zeigen. So gelassen wirkte sie längst nicht immer, aber die 46jährige ist ruhiger geworden und scheint mittlerweile aufs genaueste zu wissen, was sie will und was sie kann: Eine hervorragende Gastgeberin, die ihre Mode ganz subtil einfließen lässt

Und so fanden wir uns gestern Abend beim Sonnenuntergang urromantisch auf besagter Dachterrasse wieder, hatten endlich mal wieder ganz viel Zeit zu plaudern, Häppchen hinterher zu jagen und durch diese einmalige Location zu schlendern. Vier Kollektionen gibt’s ab sofort im Hause lala Berlin und gestern widmete Leyla sich den ersten Highlights der Spring Collection 2017 – oder auch: Hypnotic Nights.  weiterlesen

Fashion Week Berlin // Vor der Show mit…
Leyla Piedayesh von lala Berlin

27.06.2016 um 10.29 – Berlin Menschen Mode

lala berlin

16 Jahre ist es her, da entstand aus einer Laune heraus Berlins wohl bekanntestes Modelabel: lala Berlin. Leyla Piedayesh war gerade mit ihrem Studium fertig und wollte mehr, bloß in welche Richtung es gehen sollte, das wusste die Designerin mit den persischen Wurzeln am Anfang eigentlich noch gar nicht. Also strickte sie – und fand auf einem Berliner Flohmarkt den Schlüssel zu ihrem kleinen DiY-Projekt: Mit selbstgestrickten Pulswärmern legte sie los, mir Dreieckstüchern und Kufiya-inspirierten Prints machte sie weiter. Heute arbeiten 50 (!) Mitarbeiter*innen für ihre Designs, für die beste Vermarktung und den Schlüssel zum Ziel, den Vertrieb. Mit Köpfchen, Anspruch, Ehrgeiz und der perfekten Symbiose aus traditionellem Handwerk, großartigem Styling und schönsten Präsentationen hat sie das geschafft, wovon die meisten ihrer Kollegen nur träumen können. Nach Berlin steht Kopenhagen an – und ganz frisch jetzt auch Paris.

Bevor die große Fashion Week Tour diese Woche also startet, haben wir uns mit der ziemlich großartigen Leyla noch flott in ihren frisch bezogenen Büroräumen im Wedding zum kleinen Plausch getroffen. Wer allerdings denkt, so kurz vor der Modewoche würde es bei lala Berlin drunter und drüber gehen, der täuscht: Hier herrscht wunderbare Gelassenheit, Teampower sei dank. Wir hatten also ziemlich viel Zeit, um über Leylas Anfänge zu sprechen, über ihre Definition von Erfolg, über Selbstvertrauen und ihre Pläne für ihr persönliches Lebenswerk. weiterlesen

Welcome to Tokyo / Teil 2

visvim

Teil 2 (Teil 1 gibt es hier) unseres Tokyo Guides wird sich rund ums Einkaufen drehen. Wo waren wir einkaufen, was fanden wir merkwürdig und was sollte man beachten. Wir haben eine kleine Regel zum einkaufen in anderen Ländern: wir gehen nie in Geschäfte, die wir auch bei uns haben (die einzige Ausnahme in Japan waren Uniqlo und Muji – beides nicht in Amsterdam vertreten). In unserem Guide wird also keine Marke vorkommen, die ihr in Deutschland an jeder Ecke kaufen könnt.

Tokyo ist die Stadt, in der wir bisher die am besten angezogenen Menschen gesehen haben. Bereitet euch also auf einen Trip vor, bei dem der Gedanke des „Haben wollen“ oft vorkommt und packt daher den Koffer nur halb voll.
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Shop the Look // Bestickte Jumper & Shirts von Double Trouble Gang

22.06.2016 um 14.39 – Inspiration Mode Shopping

double trouble bestickte shirts pullover

Jaja, ich weiß schon, bestickte Pullover und Shirts sind keine Neuigkeit, viel eher sogar ein alter Hut, aber manchmal mag ich alte Hüte und vor allem kleine Erinnerungen an ebendiese. Vor ein paar Tagen huschte jedenfalls die wunderbare Bianca Miro über meinen Handy-Bildschirm, und was trug sie da? Einen kirschroten Pullover der Double Trouble Gang, der die modischste aller Beraterinnen als Mitglied des „Lovely Hearts Club“ outete. Prima.

Kurz mal wieder selbst bei den Macherinnen der „Jumper and Shirts for Heartbreakers“ vorbei geschneit, wanderte in einem Anflug von wilden Jugenderinnerungen erstmalig ein ähnliches Exemplar in meinen Warenkorb, wohlgemerkt aber als Geschenk für einen meiner Helden. Obwohl ich normalerweise nie großer Fan von Statements war, mache ich bei übergroßen Pullovern samt feiner Stickerei immer wieder gern eine Ausnahme. Ich mag jetzt auch. Vielleicht teilt der Held ja mit mir. weiterlesen

5 Piece Wardrobe //
Denim Frills, oder: Die Asos Rüschen-Jeans

21.06.2016 um 14.39 – Mode Shopping

five piece wardrobe shop the look this is jane wayne

Ich bin gigantischer Fan der allerersten Kollektionen von Marques Almeida, dieses ganze Denim-Gerüsche hatte mich damals mir nichts dir nichts um den Finger gewickelt. Dementsprechend wuschig wurde ich, als das ASOS Magazin mir vor ein paar Monaten das obige Hosenmodell in einem Editorial mit der fabelhaften Amandla Stenberg präsentierte, es erinnerte mich nämlich daran, dass kleine kesse Besonderheiten uns den modischen Alltag doch überaus versüßen können. Es braucht dann ja nicht mehr viel, vielleicht ein paar rote Ballerinas zum Beispiel (obwohl ich mir doch geschworen hatte, niemals zur Ballerina-Fraktion zu wechseln, egal, sowas passiert), ein schlichtes Satintop und ein Körbchen, dass ich übrigens mit Sicherheit sehr gut in einer nächtlichen DIY-Aktion nachempfinden lässt.

Haltet mich für verrückt und ja, die Jeans-Rüsche hätte man durchaus vorteilhafter in Szene setzen können, aber ich glaube fest daran, dass sie im echten Leben unschlagbar ist. Wird jedenfalls demnächst getestet – bin schwach geworden. Katsching. weiterlesen

Warum mein Kleiderschrank mich manchmal unglücklich macht + Detox-Tipps

16.06.2016 um 13.44 – Leben Mode Wir

kleiderschrank detox this is jane wayne Ich habe keinen Kleiderschrank, ich habe ein Gäste-WC. Einen begehbaren Toiletten-Schrank sozusagen, in dem alles außer Kleidung horten, raussuchen und wieder reinhängen, strengstens verboten ist. Dieser Ort ist so etwas wie ein Geheim-Ort, ein schwarzes gigantisches Loch, das Socken frisst, Refugium für meditative Outfit-Auswahl-Minuten und Austragungsort diverser Nervenzusammenbrüche ob des anhaltenden Chaos. Ich möchte das nicht mehr. Ich möchte meinen Gästen wieder nach Baumwollblüten riechende Duftstäbchen präsentieren, Häkel-Hüte für Papierrollen bei Oma klauen und exquisite Seife aufstellen, die mir für meine eigenen Hände zu schade ist. Ich möchte wieder einen Kleiderschrank haben. Einen einzigen, mittelgroßen, mehr nicht. Und ich möchte, dass all mein modisches Hab und Gut dort hinein passt, ohne Quetschen und Stopfen und Verlieren und Vergessen. Vor lauter T-Shirt-Stapel-Bäume habe ich den Wald schon seit Monaten nicht mehr gesehen und wenn es so weiter geht, droht mir womöglich die völlige Erblindung.

Ich ersaufe ja schon jetzt in meinem erste Welt Problem und klinge zuweilen wie eine dieser von den Medien propagierten Toastbrot-Frauen, deren Vakuum im Kopf zu nichts als wahnsinnig-verzweifeltem Kicher-Gejammere im Angesicht der kleidsamen Überforderung führt. Nur, dass ich nicht kichere, sondern fluche: Ich habe nichts zum anziehen. Jedenfalls nichts, was ich jetzt gerade wirklich anziehen will. Dabei hängen die Stangen voll. Das Problem liegt also nicht im Kleiderschrank, sondern in meiner Unzufriedenheit. Und in meinem Überfluss. weiterlesen

Bilder des Tages // Stine Goya &
das Comeback der Creole

15.06.2016 um 17.22 – Lookbook Mode

stine goya Kopie

Vor ziemlich genau zwei Jahren, war ich mir schon einmal bombensicher, dass wir hier von einem astreinen Comeback sprechen – von einem Revival der Creole, um konkret zu werden. Ich lag ganz offensichtlich daneben, obwohl Céline mir Rückendeckung ga. Die Zeit war offensichtlich zu früh, die Erinnerungen an die 90er zu frisch und so geriet der güldene Ohrring in Vergessenheit, bevor wir uns wieder richtig an ihn gewöhnen konnten. Warum das diesmal nicht passieren kann? Weil Carmen-Shirts längst zum sicheren Lieblingstop der Saison ausgerufen wurden, Ballonärmel ebenfalls ihren zweiten Frühling feiern und gleichzeitig alle Zeichen auf Großstadtnomadin stehen.

Und dass das funktioniert, zeigt uns heute Stine Goya in ihrer neuesten Kampagne für den Winter 2016: Übergroße Creolen zur langen Matte, Taubenprints für noch mehr Vogelfreiheit und Layering deluxe treffen aufeinander und kreieren den typisch, wenn auch weiterentwickelten Goya-Look. Comeback-Woche Teil 2: weiterlesen