Kategorie-Archiv: Musik

MIXTAPE // Surviving the Heat

– 07.07.2015 um 13.02 – Musik

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Freunde, in letzter Zeit haben wir die JANE WAYNE MIXTAPES aus zeittechnischen Gründen ein bisschen vernachlässigt. So geht das nicht weiter und weil wir vor lauter Sonne ganz geistlos sind, ist heute wohl der perfekte Tag für ein Musik-Comeback. 

Bevor die Fashion Week für uns los geht, schaffen wir es heute hoffentlich noch auf eine schnelle Freibad-Pommes. Falls nicht: Esst bitte ein, zwei, drei Portiönchen für uns mit und lauscht, was der Sommer uns zu sagen hat: weiterlesen

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#BOYCRUSH & Musik // Yelawolf

– 26.06.2015 um 10.22 – Musik

yelawolf #BOYCRUSH & Musik // YelawolfWenn man mit fünf Frauen zum Abendessen verabredet ist und das Prickelwasser irgendwann das Hirn erreicht hat, dann kann es durchaus vorkommen, dass die bis dato recht kultivierte Themenwahl irgendwann ins Schwärmerische abrutscht. Dass sich ein paar Minuten lang alles um böse Jungs mit Bärten und alte Musikschinken dreht, von denen man nicht einmal mit Sicherheit sagen kann, ob sie zur Kategorie brilliant oder banane gehören. Kennt ihr Yelawolf? Wie auch nicht. Der Südstaaten-Country-Rapper hat Anfang des Jahres sein hochgelobtes drittes Studioalbum “Love Story” veröffentlicht und ist bei Eminems Label “Shady Records” gesignt. Seine Musik ist, wenn man so will, phänomenal daneben, ein bisschen so wie Barbecue-Chips, die man eigentlich nicht ertragen kann und trotzdem bis zur leeren Tüte in sich rein stopft. Die schlimmste aller Assoziationen: Kid Rock. Die Beste: Johnny Cash gepaart mit ein bisschen Wu Tang Clan aus besseren Tagen. Zum Verrücktwerden. Vielleicht haben wir deshalb so lange gebraucht, auf den Boycrush-Zug aufzuspringen. 

Mit dem Antlitz des über die Maßen tätowierten Sohnes eines Cherokee-Indianders, der sich seinerseits gleich nach der Geburt vom Acker machte, verhält es sich ähnlich. Michael “Yelawolf” Wayne Atha ist sozusagen ein rattenscharfer Proll: weiterlesen

Kann man mal machen //
TAKE THAT Konzert-Übertragung im Kino

– 19.06.2015 um 11.28 – Musik

b5a2db20 447c 11e4 ab35 339b12fc8c46 5os 2 Kann man mal machen // <br/> TAKE THAT Konzert Übertragung im Kino How deep is your love? Die Frage musste ich mir heute morgen stellen, als eine Pressemitteilung in meinem Mailfach landete, die “ein außergewöhnliches Erlebnis” ankündigte: Take That werden heute Abend in der Londoner O2-Arena “mit einer spektakulären Show” ihre Tournee einläuten, und – Achtung – selbstredend wird selbige live übertragen. Im Kino, damit wir bei Popcorn und Käsetortillas in unserer jugendlichen Vergangenheit schwelgen können und nochmal richtig Appetit auf die (mittlerweile nur noch) drei Jünglinge, die einst unsere Zimmerwände schmückten, bekommen.

An sich eine gewitzte Idee. Könnte Spaß machen, durchaus und eigentlich will ich sogar sehr daran glauben. Tränen der Trauer sind aber auch drin, man sollte also wirklich genau überlegen, ob man der Gefahr der Entzauberung gewachsen ist. Beim Blick auf das Tour-Plakat, versteht ihr sicher, was ich meine: weiterlesen

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Track des Tages // Dena ft. TammyKruelz
“Girls like Drake (more than their boyfriends)”

– 29.05.2015 um 9.28 – box2 Musik

dena girls like drake Track des Tages // Dena ft. TammyKruelz  <br/>Girls like Drake (more than their boyfriends)Wenn DENA nach L.A. fliegt, um an ihrem neuen Album zu arbeiten, dann kommt sie ganz bestimmt nicht einfach nur mit einem neuen Album zurück, sondern vor allem mit Geschichten und zwar mit solchen, wie der Zufall sie so gerne schreibt. Man muss sich beim Lesen der folgenden Zeilen jetzt also vorstellen, dass Denitza Todorova es tatsächlich geschafft hat, mir im Wohnzimmer ihrer Kreuzberger Wohnung mit bierernster Miene gegenüber zu sitzen, um mir “the thing” mit Drake zu erklären. Ihr wisst schon, Drake Shake und so. Drizzy. Frauenheld. Hoffnungsloser Romantiker. Und dann das:

“I was in LA last month doing some writing and work for my new album. TammyKruelz (aka AKUA) and I met through our mutual friend Jazmin Garcia, who is a rad video director I knew from Berlin. We all hung out in Echo Park and spent a whole day vibing and reflecting on music, the process of creating, writing, producing, the challenges of the music industry, and finally, a general affinity for Drake. Next thing we knew we met up to jam out at Akua’s home studio where we ended up writing and producing “Girls Like Drake”. Within the same week we shot the video for it, a fun drive-through Los Angeles in a 90′s jeep, which Jazmin directed and edited. We shot it on the first Coachella Sunday, so this is basically us while Drake was playing in the desert.” Ein kurzer Moment der Stille, dann hat es pling gemacht. Got it! Meta-Ebenen sind übrigens Denas Ding, genau wie krasse geistige Übergänge von trockener Ernsthaftigkeit hin zu plötzlichen Lachgaszuständen inklusive giggelnder Geräusche. Aber so viel nur am Rande. Viel wichtiger ist: Hier kommt euer neuer Ohrwurm: weiterlesen

Track des Tages // Nicki Minaj feat. Beyoncé
“Feeling Myself” – ein Statement gegen Slut Shaming

– 19.05.2015 um 21.00 – Musik

nickibeyonce 700x380 Track des Tages // Nicki Minaj feat. Beyoncé <br/>Feeling Myself   ein Statement gegen Slut ShamingKaum hat das gemeinsame Video von Nicki Minaj und Beyoncé seinen Weg quer durch das Netz gefunden, befinden wir uns auch schon wieder mittendrin im verbalen Schlachtfeld hitziger Konservativer, empörter Oldschool-Feministinnen und Beifall pfeifender Slut-Shaming-Gegner_innen. Ganz abgesehen davon, dass wir uns erhobenen Hauptes zu letzterer Riege zählen und uns bittesehr endlich eine Welt wünschen, in der Frau ohne wenn und aber und Giftpfeilspritzen selbst entscheiden darf, wie viel Haut zu welchen Zwecken gezeigt wird, täte manch einer darüber hinaus wirklich gut daran, den positiven Einfluss vom sogenannten Fame-inismus zu respektieren, statt ständig die Vertrauens-Frage zu stellen, oder besser, die “Wie echt ist der Pseudo-Scheiß denn”-Leier abzuspulen. Wirklich, wir sind es leid. Mehr Stärke, mehr Emanzipation, mehr virale Power geht fast nicht, jedenfalls nicht dort, wo die Medien permanent unterwegs sind. Medien, die es (leider) vermögen, ebenso wahre wie miese Parolen in die Welt hinaus zu posaunen. Es könnte also durchaus schlimmer sein als “I stopped the world / Male or female / it makes no difference.”

Nicki zwingt die männlich dominierte Musikszene mit ihren Raps seit jeher in die bisweilen übermächtigen Knie und hilft damit, ein ganzes Business hin zur Gleichberechtigung umzukrempeln, Queen B propagiert Selbstrespekt, Gleichheit zwischen den Menschen und die Schönheit aller Körper (siehe: “What is pretty”), beide zusammen stehen für gegenseitigen Support, der tragischer Weise noch immer nicht ausgeprägt genug gelebt wird. “Aber das hat doch nichts mit Wissenschaft, mit tiefer Beschäftigung mit dem Thema zu tun”, kontern Kritiker. Muss es manchmal aber auch gar nicht. Wenn ein Track samt seiner Protagonistinnen dazu in der Lage ist, Millionen von Zuhörer_innen ein schepperndes Gefühl von Female Power und pazifistischem Kampfgeist für die eigenen Rechte in Herz und Ohren zu katapultieren, dann ist das allein schon Grund genug, anerkennend in die Hände zu klatschen und dabei ob all der hier anwesenden Sexyness heftig mit der Zunge zu schnalzen – “Sexy” zu sein ist nämlich ein ähnlich geiles Verbrechen wie “Feministin” zu sein. Ob berühmt oder nicht:  weiterlesen

Video des Tages //
“Bad Blood” von Taylor Swift mit Lena Dunham, Cara Delevingne, Cindy Crawford, etc

– 18.05.2015 um 21.41 – Musik

bad blood taylor swift kendrik lamar1 Video des Tages // <br/> Bad Blood von Taylor Swift mit Lena Dunham, Cara Delevingne, Cindy Crawford, etc

Taylor Swift musste in der Vergangenheit ziemlich viel einstecken – zahlreiche Dating-Eskapaden etwa, aber das nur am Rande, die gelbe Presse weiß ohnehin besser Bescheid als wir. Spitzöhrig wurden wir allerdings spätestens als Lena Dunham, die alte Menschenfreundin, ihre BFF ganz öffentlich als Knallerfrau und Superfeministin betitelte, als irgendwann klar wurde: So stulle wie manch ein Troll es gerne hätte, ist “Blondie” überhaupt nicht. Und weil wir ohnehin seit jeher bekennende Fame-inistinnen-Fans sind, die ihrerseits den halben Planeten mit oftmals nicht wenig klugen Aussagen erreichen, befinden wir uns sowieso längst auf Miss Swifts Seite. Wer es dann auch noch schafft, Kendrick Lamar für einen gemeinsamen Track zu umgarnen, der kann so verkehrt nicht sein.

Spätestens mit dem Track “Bad Blood”, für das Taylor jede Menge prominente Busenfreundinnen mit ins Musikvideo-Boot setzte, reiht sie sich vollends in die Riege der von uns bisweilen maßlos unterschätzten Celebrities ein (siehe auch: Kendall Jenner). Girlpower hoch, moment – Zwölf. weiterlesen

Track des Tages // Pins – “Young Girls”

– 12.05.2015 um 12.14 – Musik

jacksonxjoshua4 pins Track des Tages // Pins   Young Girls

Ich mag es, das gesamte Leben in Phasen einzuteilen und damit meine ich gar nicht gute oder schlechte Phasen, sondern ganz einfach unterschiedliche Phasen, in denen unterschiedliche Dinge wichtig sein können, verrückt sind oder außer Rand und Band geraten. Derzeit befinde ich mich also in der “Bin ich jetzt wirklich erwachsen?”-Frage-Phase und ich kann nur sagen: Jein. In jeder Frau schlägt im besten Fall ja doch auf ewig ein Mädchenherz, alles andere würde keinen Sinn und erst recht viel weniger Spaß machen. Wieder 19 im Kopf sein, das ist ab und an eine ganz gute Idee. Und ich finde, “Pins” aus Manchester helfen erste Sahne dabei. 

Seit 2011 gibt es die Band von Sängerin Faith Holgate, Gitarristin Lois McDonald, Bassistin Anna Donigan und Drummerin Sophie Galpin jetzt schon, ich durfte sie aber leider erst im Jahr 2015 kennenlernen – als sie mich als Vorband von Sleater Kinney spätestens mit “Young Girls” mir nichts dir nichts um den Finger wickelten: weiterlesen

Mixtape //
Mit den Super-Zwillingen
Maria und Sophia Giesecke

– 30.04.2015 um 9.58 – box2 Musik

mittwochs mixtape maria sophia giesecke Mixtape // <br/>Mit den Super Zwillingen <br/>Maria und Sophia Giesecke

Maria und Sophia Giesecke machen den Berliner Bären im Grunde überflüssig und ich bin schwer dafür, die beiden Superzwillinge demnächst mal in Stein zu meißeln, als kleine Anerkennung für das unersättliche Wirbelwinddasein. Ich war sogar einst kurz davor, die beiden außerdem für das Amt der zukünftigen Bügermeisterinnen unseres Kiezes vorzuschlagen, die Straßen hier bestünden dann womöglich nämlich nur noch aus feisten Festen, gutem Essen, Dackel-Fütterstationen und viel Liebe. Leider haben die zweieiigen Schwestern, die trotzdem immer aussehen wie aus einem einzigen Ei gepellt, aber genug um die Ohren. Als Erdenkerinnen und ausführende Masterminds hinter 40 days of eating drüben bei den zauberhaften Mit Vergnügen Jungs, sorgen sie nicht nur immer wieder für amüsanten Lesespaß, sondern auch für Restaurant-Tipps aus dem Himmel, auf This is Jane Wayne tippen sie sich unter anderem Burgerhymnen aus den Fingern, I hate unicorns gibt’s obendrein und hauptberuflich geht’s sogar in Silicon Valley rund: Maria ist Brand Managerin bei der superjungen Firma iCracked, was erst einmal unsexy klingt, aber furchtbar raketenscharf ist. Sophia hingegen ist dem kulinarischen Genuss treu geblieben und arbeitet im Bereich Marketing Communications bei Deliveroo, dem Über-Lieferservice der Stunde. 

Was bleibt mir da noch zu sagen, außer: Es ist mir ein inneres Blumenpflücken, euch zu kennen. Und: Danke für so viel feinste Musik: weiterlesen

MIttwochs-Mixtape //
Mit Annika Hintz, Festival-Bookerin

– 15.04.2015 um 11.29 – box3 Musik

mixtape 11 MIttwochs Mixtape //<br/> Mit Annika Hintz, Festival Bookerin

Annika Hintz kann mit gerade einmal 23 Jahren im Grunde schon behaupten, sich einen wahrhaftigen Traumjob geangelt zu haben, obwohl sie viel eher geangelt wurde, dank MySpace. Dort hinterließ sie der Dockville-Truppe halbfrech einen freundlichen Kommentar mit bombastischen Musikwünschen, die wiederum auch der Geschäftsführer von KuS (Kopf und Steine Kosmos) las. Vor lauter Begeisterung ließ er kurz darauf Annikas Telefon heiß klingeln, um sie geradewegs vom Fleck weg zu engagieren. Heute, ein paar Jahre später, ist die Hamburgerin nicht nur zuständig für das Booking vom Dockville Festvial, nein, sie verhilft außerdem dem Spektrum und sämtlichen Musikveranstaltungen des MS Artville (Vogelball, Butterland, Sonnenfeste, Symfotronik, MS Artville Richtfest und Manifest) zu feisten Künstlern und audiovisuellen Schmankerln. 

Studiert hat Annika übrigens Kulturwissenschaften mit dem Schwerpunkt „Kunst und visuelle Kultur“ und zwar in Lüneburg. Selten haben wir uns so sehr über ein Mixtape gefreut, du Fräulein von und zu Schlitzohr-Wunderbar. Bis hoffentlich bald, im echten Leben: weiterlesen

Video & Track des Tages //
Florence and the machine – “Ship to Wreck”

– 13.04.2015 um 16.41 – box2 Musik

florence and the machine ship to wreck Video & Track des Tages // <br/> Florence and the machine   Ship to Wreck“Ich habe über meine selbstzerstörerische Seite nachgedacht und wie man seinen inneren Dämonen entgegen wirken kann. Oft lässt man Menschen fallen und merkt erst im Nachhinein, was sie einem bedeutet haben.” (Rolling Stone) Die gute Florence war ja schon immer ein bisschen Emo, nicht im Sinne von “schwarzer Scheitel mit viel Kajalstift”, sondern im Sinne von Bright Eyes, bloß nicht ganz so leidend, eher befreiend poetisch mit Biss. “Ship to Wreck”, der inzwischen vierte Single-Vorgeschmack auf das am 2. Juni erscheinende Studioalbum How Big How Blue How Beautiful, haut natürlich auch wieder mit voller Wucht in eine Kerbe, die wir nur allzu kennen. Manchmal weiß man ja selbst nicht, weshalb es so verdammt schwer ist, das Beziehungs-Schiff in regelmäßigen Abständen ordentlich zu ölen, statt es langsam, wohlwissend und auch ein Stückweit hilflos in Richtung fetter zerstörerischer Felsen zu steuern. Erschafft man manches am Ende vielleicht nur der anschließenden Zerstörung zuliebe, wegen des Dramas, das zumindest gegen Stillstand hilft? 

Hoffentlich nicht und sollte dem womöglich doch so sein, hilft eventuell ein kurzer Blick auf das dazugehörige Video zum Track des Tages, in dem Florence uns stellenweise durchaus etwas Angst einjagt. Ansonsten erinnert ihr Look an Patti Smith – es könnte also schlimmer sein: weiterlesen

Mittwochs-Mixtape // Mit Christoph Amend
– ZEITmagazin Chefredakteur -

– 08.04.2015 um 15.53 – box1 Musik

mixtape christoph amend Mittwochs Mixtape // Mit Christoph Amend <br/>   ZEITmagazin Chefredakteur  Wer Christoph Amend (seines Zeichens Chefredakteur beim ZEITmagazin) kennt, der weiß, dass wir es hier mit einem blitzgescheiten Burschen zu tun haben, mit einem – pardon – saulieben Menschen, der für Tee-Gespräche schonmal am Terminkalender dreht, mit einem Fels in der Brandung, der aus unerfindlichen Gründen niemals aufgeregt, sondern komplett in sich zu ruhen scheint, mit einem Elefantenhirn samt fluffigem Scheitel, Streberbrille und Herz aus Gold, das in etwa zwischen 31 und 41 Jahren jung sein müsste, mit einem Konzert-Raudi, Rebell und Revoluzzer der angenehmsten aller Sorten, mit einem, der auszog, die ZEIT’sche Printlandschaft ein bisschen tiefer, einen Hauch neckischer, aber vor allem auch allumfassend-schön zu machen. Christoph, du bist richtig dufte.

Genau wie die neueste aller internationalen ZEITmagazin-Ausgaben namens “The Berlin State of Mind“, welche ihr euch natürlich umgehen beim Zeitschriften-Dealer eures Vertrauens unter den Nagel reißen solltet, denn Gutes ist stets rar und fürchterlich begehrt, also rennt Leute, rennt. Bevor ihr jetzt aber überstürzt die Beine in die Hand nehmt, plant doch gern noch ein gutes Stündchen Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im hektischen Groß- und Kleinstadtleben ein: Musik und Seelenbalsam, straight from Christophs heart to your (soon very happy) hearts: weiterlesen

Mittwochs-Mixtape //
Birthday-Special mit Nike Jane

– 01.04.2015 um 17.45 – box1 Musik

mixtape nike van dinther Mittwochs Mixtape // <br/> Birthday Special mit Nike Jane Weil ein ganz besonders liebenswerter Schlingel sein Mittwochs-Mixtape aus Gründen nicht rechtzeitig einreichen konnte und ich, Fuchs wie ich bin, vor lauter Geburtstag keine Alternative in petto habe, bin ich kurzer Hand der Bitte einiger Leser_innen gefolgt, doch endlich auch mal selbst eine Playlist als Medley meines bisherigen Lebens zusammen zu stellen. Natürlich hätte diese Liste endlos werden können, mir wird also erst jetzt bewusst, was ich meinen Vorgängern da überhaupt aufgehalst habe. Aber keine Panik, es wird natürlich trotzdem weiter gehen – sofern ich mir den Begriff “Vorproduzieren” denn dann mit meinen 27 Jahren auch wirklich mal hinter die Ohren schreibe. 

Dort oben seht ihr übrigens mich, vor Steinen stehend. Steine mag ich nämlich fast so gern wie Musik:
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Mittwochs-Mixtape //
mit Sara McLear & Esther Silex

– 25.03.2015 um 9.06 – box2 Musik

mittwochs mixtape esther silex sara mclear Mittwochs Mixtape // <br/> mit Sara McLear & Esther Silex

Manchmal sitze ich mitten in Berlin in meiner Dachgeschosswohnung mit dem schönsten Blick über die Stadt und vermisse dabei eine ganz andere: Köln und alles, was da an Dörfern im Umkreis von einer halben Stunde noch mit dran hängt. Einmal Rheinländer, immer Rheinländer, sagen die Jungs aus meiner Heimat gern, selbst jene, die mittlerweile in Toronto oder Österreich ein quietschfideles Leben fernab vom platten Land führen. Ich glaube, wir alle warten Jahr ein, Jahr aus heimlich auf Ostern und Weihnachten und zählen die Tage bis zur Reunion. Nicht wegen netter Nichtigkeiten, sondern wegen der Menschen dort, die wärmer sind als heiße Kirschen auf der Zuckerwaffel bei Tante Emma um’s Eck. Zwei davon sind Esther Silex und Sara McClear – Wir lernten uns 2013 kennen, als mir vom Techno noch ganz schwindelig war. 

Schon nach etwa zehn Minuten des “Hallo, ach schön, ist ja verrückt, die Welt ist so klein”-Kennenlernens, saß ich vor lauter Fassungslosigkeit mit herabhängendem Unterkiefer auf einem kleinen Sofa vor den beiden im Club und fragte mich, woher diese Raketen ihr Strahlen nehmen und die Energie, nicht nur auf einem einzigen sicheren Fest zu tanzen, sondern gleich auf allen, die irgendwie ins Konzept passen – auch beruflich. Esther hat schon immer gemacht, was sich im Moment irgendwie richtig anfühlte, den Mädchenflohmarkt zum Beispiel, genau wie Sara, die es nebenbei sogar noch schaffte, ihr Psychologie-Studium in London abzuschließen. Zusammen sind sie das ultimative Duo Infernale. Am Ende des Abends hatte ich übrigens kurzzeitig ein neues Idol: Die Djane Esther Silex – Einmal zwischen all den harten Kerlen so furchtbar beiläufig-lässig-anbetungswürdig mit der Mähne wedeln und dabei das beste Set von allen abliefern. “Mach doch einfach – und zwar nicht erst im nächsten Leben”. Da haben wir’s wieder. weiterlesen

Track des Tages //
Laura Carbone – “Heavy Heavy”

– 24.03.2015 um 12.08 – Musik

LauraCarbone5 Track des Tages // <br/> Laura Carbone   Heavy Heavy Laura Carbone glänzte längst in unserer Girlcrush-Interview-Serie und wir können keineswegs behaupten, dass sich irgendetwas an unserer Bewunderung für die Mannheimer Sängerin, die inzwischen solo durchgebrannt ist, geändert hätte. Jedes Mal, wenn Laura auf meinem Bildschirm auftaucht, schlägt mein inzwischen in die Jahre gekommenes Riot Grrrl-Herz ein kleines bisschen höher und ich beäuge heimlich und womöglich auch etwas liebevoll-neidisch, wie sie an ihrem Traum, dem deutschen Pop endlich ein bisschen Dark Wave einzuhauchen, und der donnernden Gitarre festhält. Ab und zu klingen die Songs ihres Albums “Sirens” ganz so, als hätte David Lynch irgendwann die Branche gewechselt, um sich mit PJ Harvey und Chris Isaak zusammen zu tun, kurz bevor es aber zu düster wird, setzt das Glücksgefühl ein. 

Die neue Single “Heavy Heavy” ist so etwas wie der Gegenentwurf zu Lena Meyer Landruts Versuch, endlich cool genug fürs Melt! Festival zu werden (pardon, das hat sie wirklich selbst so gesagt). Laura versucht’s nämlich nicht, sie macht’s einfach. Und zwar ganz ohne größe Anstrengungen. Wer echt ist, gewinnt sowieso (auch du, Lena). weiterlesen

Track des Tages // Konzert-euphorisiert:
Sleater Kinney – “Modern Girl”

– 19.03.2015 um 10.10 – Musik

11032861 364983817026043 1111026979 n Track des Tages // Konzert euphorisiert: <br/> Sleater Kinney   Modern GirlMir ist noch immer ganz schwindelig vom Konzert. SLEATER KINNEY sind für mich, seit meine Superfreundin Betty mir deren fauchende Ergüsse einst in unserem eigenen Proberaum (ja, wirklich, wir waren jung, trugen Netzstrumpfhosen und rauchten Kette) vorspielte, Göttinnen. Im Grunde wollte ich Gitarristin Carrie Brownstein (die inzwischen auch für die Kracher-Serie “Portlandia” verantwortlich zeichnet) sein, oder zumindest mit ihr und Corin Tucker durch die Welt touren, um feministische Parolen und politischen Rock durch Konzertsäle zu schreien, was natürlich eine schlaufuchsdämliche Idee war, ich beherrschte damals ja noch nicht einmal einen gekonnten Barré-Griff und meine Finger verknoteten sich eher als dass sie auch nur ansatzweise so etwas großartiges wie “Dig me out” zustande gebracht hätten. 

“Dig me out”, die dritte Platte der Band, die mit Vorliebe in die “Rot Grrrll” Schublade gequetscht wird, obwohl damit nur die halbe Wahrheit gesagt ist, machte das Trio aus Portland 1997 zur Mädchen-Sensation, zu gewaltigen Stimmen der dritten Welle des Feminismus, zum nächsten großen Ding nach Bikini Kill oder L7. Vielleicht auch, weil die Gitarristinnen Carrie und Corin damals noch zusammen mit Drummerin Lora Macfarlane, die später durch Janet Weiss ersetzt wurde, den Funken Pop, den es zum Großwerden braucht, geschickt einzusetzen wussten – ohne auch nur im Geringsten an knurrender Attitüde einzubüßen. Mit dem Wechsel zum sagenumwobenen Label “Kill Rock Stars” nahmen die Dinge seinen Lauf, die Alben ”The Hot Rock”, “All Hands On The Bad One” und “The Woods” folgten, 2006 war dann vorerst Schluss – bis in diesem Jahr “No Cities To Love” den Geist von damals zu neuem Leben erweckte. Und so standen wir also gestern da, mit Dr. Martens an den Füßen, die wir schon mit 15 trugen, um den Heldinnen unserer Jugend zum ersten Mal in unserem Leben live dabei zuzusehen, wie sie dem Rock in kurzen Kleidern den Sexismus austreiben. weiterlesen