Kategorie-Archiv: Musik

Track des Tages // „#MyClitoris“
– gegen weibliche Genitalverstümmelung

23.03.2017 um 14.39 – Feminismus Musik

Die britische Wohltätigkeitsorganisation Integrate UK hat vor einiger Zeit ein Video veröffentlicht, das weiblicher Genitalverstümmelung den Kampf ansagt. Und zwar weniger durch harsche Provokation als vielmehr durch einen klugen, offenen und zugänglichen Umgang mit der Thematik. Moment mal. Genitalverstümmelung, würde man vielleicht meinen, ist ein Problem, mit dem Europa und auch Deutschland nicht viel am Hut haben. Die Realität zeigt jedoch recht deutlich das Gegenteil auf: Knapp 50.000 Frauen und Mädchen sind auch in der Bundesrepublik von FGM (female genital mutilation) betroffen – anlässlich des Internationalen Tages gegen weibliche Genitalverstümmelung am 6. Februar hatte das Bundesfrauenministerium erstmals eine empirische Studie mit aktuellen Zahlen vorgestellt. Demzufolge habe mitunter die Zuwanderung von Frauen und Mädchen aus Ländern wie Eritrea, Irak, Somalia, Ägypten und Äthiopien, in denen Genitalverstümmelungen noch immer gängig ist, dazu beigetragen, dass die Zahl betroffener Frauen und Mädchen in Deutschland von Ende 2014 bis Mitte 2016 um 40% stieg. Kann denn die Regierung nicht helfen?  weiterlesen

Mixtape // Quaterlife Crisis I
– When We Were young

15.03.2017 um 18.00 – Musik

Mir ist vergangene Woche das gehässige Lachen über meine Midlife-Crisis-Eltern mitten im Hals stecken geblieben, plötzlich waren da nämlich drei Karma-Falten auf meiner Stirn zu sehen, während mein Sohn schokoladenverschmiert mit dem Finger auf mich zeigte und aussprach, was ich in diesem Moment dachte: Mama ist alt! Ich fing an zu heulen, weil ich gerade erst zum achtundfünfzigsten Mal von meiner 18-Jährigen Nachbarin gesiezt worden war, die ständig klingelt, um mich vor der Lautstärke ihrer nächsten Party zu warnen, auf der ich gefühlt gestern noch die erste gewesen wäre, die nach Gras gefragt hätte. Ich meine, zumindest vorgestern war das Pretty Vacant in Düsseldorf doch noch mein Wohnzimmer, in dem ich umsonst Schnaps bekam, den Barkeeper datete und den DJ (hi Eser!) beim Namen kannte. In dem ich mit meinen Mitbewohnerinnen trippelnderweise zu Indiekellersongs tanzte, bei Kettcars „Deiche“ beleidigte SMS an meine Fast-Beziehung verschickte und Geld für die Pizza danach einsammelte, um gleich nach dem Rausschmeißlied die Erste an der siffigen 3-Euro-Bude zu sein, obwohl wir schon am Nachmittag zwei Kilo Miracoli vorgekocht hatten. In zwei Wochen habe ich Geburtstag. 29. Und ich weigere mich. Weil ich gerade meine erste Qauterlife Crisis durchlebe. Den Soundtrack dazu hört ihr unten. Lebe wohl, mein Traum vom „We’re gonna live forever“ Tattoo auf dem linken Oberschenkel. Ich bin jetzt fast groß. Deshalb hänge ich mir lieber ein tröstendes, altes Poster übers Bett. weiterlesen

All Eyes On // Closed Heartbreaker Jeans
feat. Joy Denalane + Interview

15.02.2017 um 12.31 – Mode Musik

Wenn ich an Joy Denalane denke, klingt mir noch immer „Nur mit Dir“ aus dem Jahr 1999 in den Ohren und ich schwelge in wunderschönen Erinnerungen. So eine tolle Stimme ist so ganz und gar nicht leicht zu vergessen und machte die Sängerin mitunter zu einer deutschen Größe des Soul und R’n’B. Starke Stimme, große Gefühle – was für eine Freude, dass Joy uns ab dem 3. März mit ihrem neuen Album „Gleisdreieck“ einen wahren Ohrenschmaus liefert. Der Song „Alles Leuchtet“ ist nur eines der vielen wunderbaren Lieder, die auf uns warten, aber eine ganz besonderes News ereilt und schon jetzt: Zusammen mit Closed präsentiert sie die neue Heartbreaker Jeans, mit der das Hamburger Brand nicht nur Joy und ihre Stimme, sondern auch selbstbewusste Frauen und die Tatsache feiert, dass Mode sich vor allem gut anfühlen muss. Genau das schafft die lässige und gleichzeitig körpernahe Passform laut Joy jedenfalls ohne Weiteres.

Warum der neue Denim Liebling jede Frau zur Herzensbrecherin macht und welche Bedeutung Mode im Allgemeinen für die schöne Berlinerin hat, lest ihr jetzt im Short Chat, für das sich Joy Denalane trotz vollgepacktem Terminkalender ein wenig Zeit freigeschaufelt hat – das Lookbook plus Video gibts obendrauf: weiterlesen

Single-Premiere 💖//
Balbina – „Der gute Tag“

10.02.2017 um 11.26 – Musik


Als ich Balbina Jagielskas Musik zum ersten Mal hörte, da habe ich sie nicht verstanden. Weil alles so ungewohnt war, so anders. Die Stimme, die Texte, das Gefühl. Ein bisschen so, als würde jemand aus einer anderen Welt zu mir sprechen, eine Fabelfigur vielleicht. Ich drückte wieder auf „play“ und wieder und wieder. Wurde erst nachdenklich und dann ein bisschen süchtig nach der jungen Frau, die unsere Welt akribisch genau beobachtet und in Zeilen verpackt, die nicht weniger sind als Poesie. Pop-Poesie, wenn man so will. Und dann machte es klick. Meine Liebe zu Balbina ist jetzt schon fast sechs Jahre alt, aber inniger denn je. Am 17. Februar erscheint endlich ihr drittes Album: „Fragen über Fragen„. Wir dürfen euch aber schon heute die Premiere der dazugehörigen Single „Ein guter Tag“ präsentieren und feiern damit nicht nur eine der begabtesten, wundersamsten Sängerinnen des Landes, sondern auch eine Komponistin und Liedtexterin, die unsere Gehirne und Herzen gleich auf allen erdenklichen Ebenen berührt.

„Der Song handelt davon, dass man eigentlich überhaupt nicht geplant hat, gute Laune zu haben und dann doch plötzlich alles stimmt. Man übernimmt das Lächeln der Umwelt und wird selbst heiter. Das ist der kurze Moment, indem man sein eigenes Glück einfach mitentscheidet.“ ❤️ weiterlesen

Musik: „The German TLC!“ //
Ace Tee – Bist du down ? (feat. Kwam.e)

18.01.2017 um 12.58 – box3 Musik

ace tee baby bist du down

„The new TLC are German, pass it on“ – ein Tweet, der Anfang Januar als zarte Vorahnung und Bitte von der findigen Userin Yung Rachu abgefeuert wurde und dessen Message heute, nur etwas mehr als einen Monat später, gern als bare Münze gewertet werden darf. Denn wenn sich sogar die USA, die Mutter des R’n’b, erstmals in der Geschichte vor einer deutschen Hip Hop Künstlerin verneigt, wenn sämtliche Hoheiten des Musikjournalismus nichts als Superlative für eine 23-Jährige aus Hamburg übrig haben, dann sind wir gerade womöglich live bei der Geburt eines neuen Stars dabei. Mehr als 750.000 Mal wurde der Track „Bist du down?“ bisweilen aufgerufen. Die Vogue titelt: „Meet the Cool New German R&B Singer Channeling TLC and Aaliyah With Her Style„, „The Internet Is Losing It Over This German Jam“ titelt Highsnobiety und das Papermag schickt „Props für die Entdeckung dieses Juwels an Fader„. Wer jetzt noch immer nicht hinhört und -sieht, ist selbst Schuld.

Ace Tee, die eigentlich Tarin heißt, hat nämlich ganz offenbar alles. Talent, Stimme, Textgefühl und Stil. Mehr noch als das. Sie hat verstanden, woran es den meisten 90s-Verliebten mangelt: An der raren Gabe, keine Kopie von etwas längst Vergangenem zu sein. Sondern ein Zeitreisender, der das Gefühl und die Essenz von damals aufsammelt, um daraus im Jetzt etwas zu erschaffen, das endlich die angestaute Sehsucht stillt. „Future R&B“ nennt Ace Tee ihr Genre also ganz passend. Dem Spiegel erklärte die Musikerin jüngst: „It’s all about Money, Drugs, Girls – alles ist immer nur dasselbe. Wir machen das jetzt einfach anders und bringen Positivität rein.“ Mission geglückt.  weiterlesen

Die Anti Christmas Playlist //
Same Procedure As Every Year

19.12.2016 um 11.04 – Musik

anti christmas mixtape playlistIch mag Weihnachten wirklich sehr gern und auch die dazugehörige Musik, letzteres bloß nicht in Dauerschleife und wenn ich Mariah Carey noch einziges Mal trällern hören muss bevor das Christkind kommt, laufe ich durchaus Gefahr, Dinge zu tun, die selbst Knecht Ruprecht schockieren würden. Weil ich dank diverser privater Nachrichten jedoch weiß, dass ich mit meinem Aggressionspotenzial immerhin nicht gänzlich allein dastehe, habe ich in alter Jane Wayne Manier auch in diesem Jahr für einen kleinen musikalischen Ausgleich in Form einer kleiner Playlist gesorgt. Erwartet nicht zu viel, ich werde alt und weiß nicht, was man als moderner Mensch gerade hört. Das folgende Mixtape ist also mehr Archiv als Fundstätte neuer Schätze, aber ich finde, mit diesen 50 Stücken lässt sich das Warten auf die Sippe ganz gut aushalten: weiterlesen

„Sorry, Sie haben leider eine Scheide“ – Wie Giulia Becker Sexismus mit Satire bekämpft

07.12.2016 um 12.14 – box2 Feminismus Musik

eine scheide boehmermann

Jan Böhmermann mag vielleicht  Polizei haben, aber seine Mitarbeiterin Giulia Becker hat etwas viel phänomenaleres: eine waschechte Scheide. Die bringt ihr jedoch nicht nur Freude und Freunde, sondern vor allem Probleme. Das wissen wir spätestens, seit Böhmi das Musikperformance-Zepter im Neo Magazin Royale vor etwa einer Woche freiwillig aus der Hand gab, um die Bühne erstmals einem weiblichen Mitglied seines Autoren-Teams zu überlassen. Es liegt an meiner Scheide / Es ist egal wie viel ich leide / Schuld ist meine Scheide – Mit ihrem Song „Verdammte Schei*e“ hat die Komikerin, die auf Twitter als „Schwester Ewald“ für Furore und intelligente Unterhaltung sorgt, den Feminismus mit einer längst verdienten Portion Lässigkeit beglückt und obendrein ganz nonchalant eine neue Bewegung gegen Benachteiligung ins Leben gerufen:

„Wenn ihr mit mir seid, dann schwingt jetzt eure Scheide“, singt sie uns im dazugehörigen Video entgegen, mit der Unterstützung von Ina Müller, Hazel Brugger, Nora Tschirner, Olivia Jones und einem ganzen Protestmarsch im Rücken. Hunderte Frauen legen Daumen und Zeigefinger bestimmt aneinander, um der Welt zu zeigen: Wir haben eine Scheide. Es mag Zufall sein, dass das auserwählte Symbol unweigerlich an die Merkel-Raute erinnert. Herrlich pathetisch und zwar genau im richtigen Maße, ist es allemal. Denn was zunächst als typische Übertreibung im ehrwürdigen Stil glasklarer Satire anmutet, ist im Kern für viele von uns Alltag. Noch immer. weiterlesen

MUSIK // Dena „Freaking Out“

02.12.2016 um 9.06 – Musik

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It’s a great pairing for pop that wears its heart on its sleeve without sounding toothless. Mit „Freaking Out“ lädt uns Denitza Todorova ganz tief in ihr Innerstes ein, erzählt uns von ihrem Schmerz und ihrer persönlichen Einbahnstraße zwischen Kummer und Sprachlosigkeit. Freaking Out ist eine Momentaufnahme ihres Lebens, die wir so gut kennen aus unserem eigenen Kosmos kennen und genau darin fasst sie dieses uns so vertraute Gefühl von Verzweiflung, Weltschmerz und Unverständnis in ganz klaren Wort zusammen. Während Dena in ihrem neuesten Video zur zweiten Single-Auskopplung ihrer aktuellen EP „Trust“ in einer Selbsthilfegruppe sitzt und in einem Schwall all ihren Kummer über die Liebe und das Leben rauslässt, haben wir längst das Gefühl, mit im Kreis zu sitzen, um ununterbrochen zu nicken und ihr dabei liebevoll die Schulter zu streicheln oder wütend die Fäuste zu ballen.

Denn Dena singt von dem Moment, den wir alle kennen, von Bewegungslosigkeit, von WTF-Momenten und Orientierungslosigkeit, sie beschreibt ihren Liebeskummer und das Gefühl, wenn aus Zweisamkeit Feindseligkeit wird, während sie in gewohnter Manier dafür sorgt, dass unser Körper ab der Hüfte gar nicht anders kann, als mit dem Beat zu wippen. weiterlesen

„Hengstin“ – warum ein Song über Sexismus & Diskriminierung kein kalter Kaffee ist.

07.11.2016 um 12.24 – box3 Feminismus Musik

jennifer rostock hengstinDie Band Jennifer Rostock hat vergangene Woche das Video zum Song Hengstin veröffentlicht. Im Song selbst geht es um Sexismus, um Diskriminierung – und die Reaktionen einiger Medien zeigen beispielhaft, warum das Thema eben kein „kalter Kaffee“ ist.

Ich bin ehrlich gesagt kein großer Fan von Jennifer Rostock – irgendwie nicht meine Musik. Aber Hengstin, den neuen Song der Band, mag ich. Sehr sogar. Noch mehr mag ich das dazugehörige Video, das letzten Freitag veröffentlicht wurde. Darin bouncen Tänzer*innen auf verstörende Art ziemlich cool herum, verschiedene Frauen schauen herausfordernd in die Kamera und Sängerin Jennifer Weist ist manchmal nackt und am Ende eine Zentaurin, also eine Pferdefrau. Hengstin eben. Der eigentliche Knaller ist aber natürlich der Text: „Erzähl mir nicht, dass das Thema kalter Kaffee ist / man muss nicht alles schwarz anmalen, um zu erkennen was Sache ist. Wir leben in ’nem Herrenwitz, der nicht zum Lachen ist / doch wenn man ihn nur gut erzählt, merkt keine Sau, wie flach er ist“, rappt Weist an einer Stelle. weiterlesen

Musik //
Die neue EP von Dena – „Trust“

08.09.2016 um 11.28 – Musik

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Es ist wirklich schon unglaubliche vier Jahre her, da bescherte uns Dena die Hymne unseres Sommers mit Single „Cash, Diamond Rings, Swimming Pools„, ließ uns fortan beschwingt und mit Wurm im Ohr über Flohmärkte schlendern und uns lauthals aufquieken, wenn wir die Bulgarin während unseres Heimatbesuchs sogar auf unserem einst geliebten Radiosender 1Live hörten. Das war verrücktnochmal 2012 – und seitdem ist so unfassbar viel passiert: Wir sind erwachsener geworden, Dena natürlich auch – und das hört man natürlich: Statt zu bouncenden Beats, wippen wir heute zu sanfteren Melodien und hören Denitza Todorova noch aufmerksamer zu. „Damals wollte ich vor allem Good Vibes schaffen, jetzt will ich irgendwie was anderes erzählen“, verrät sie im Interview mit der i-D, mit der sie über ihre aktuelle EP Trust plaudern.

Trust ist ein kleiner Vorgeschmack auf ihr kommendes Album sozusagen, das sie noch in diesem Jahr fertigstellen will. So viel können wir schon ma verraten: Der Nachfolger ist weniger sorglos und leicht, getränkt mit eigenen Erfahrungen, Liebeskummer und Selbstschutz. Es geht’s um Selbstvertrauen und Selbstliebe, ums Durchhalten, Zwischenmenschlichkeiten und um die manchmal ziemlich schmerzlichen Veränderungen im Leben.  weiterlesen

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Tuesday Tunes //
Female Rappers ❤

10.05.2016 um 14.23 – box2 Feminismus Musik

female rappers 2016

Rassismus und Sexismus in der noch immer männerdominierten Musikbranche sind nicht erst mit dem viral gegangenen Tumblr-Eintrag von Grimes und etlichen öffentlichen Debatten darüber, wie Woman of Colour in der Medienwelt endlich sichtbarer werden können, zu wichtigen Inhalten etlicher Diskurse geworden. Seit Jahren schon kämpfen Musikerinnen für ihre Unabhängigkeit, dafür, ernst und endlich auf Augenhöhe wahr genommen zu werden. Zu lange dienten sie vor allem in der Hip Hop Szene fast ausschließlich der Objektivierung des weiblichen Seins und der Zierde. Karriere wurde weniger im Rampenlicht, als vielmehr knapp daneben gemacht: Als Background-Sängerin oder mit allen Körperteilen wackelndes Groupie. Heute wird noch immer gewackelt, aber keineswegs mehr nur für die männlichen Kollegen, sondern für den eigenen Erfolg. Als Ausdruck von Selbstbestimmtheit. Von Selbstbewusstsein. Und als Statement gegen Slut- und Body Shaming.

Rapperinnen sind derzeit so präsent wie selten zuvor, 2015 wurde gar zum „Year of the rising feminist female rappers“ gekürt. Na bitte, das wurde aber auch Zeit. Das hier sind unsere liebsten, auch für 2016: weiterlesen

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MUSIK & NEWS DES TAGES // Beyonce droppt Lemonade – ihr Visual Album

25.04.2016 um 9.02 – Musik

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Wir wussten, dass da was kommen würde und irgendwie ahnten wir, dass es was ganz Großes werden könnte. Selbst, dass Beyonce sich selbst nach ihrem 2013 erscheinenden Über-Nacht-Album samt passenden Videos noch einmal übertrumpfen sollte, war irgendwie klar. Samstagnacht ließ Queen B also ihre ganz persönliche Bombe platzen: Und kredenzte uns in Zusammenarbeit mit dem Sender HBO einen einstündigen Film, in dem sie 12 ihrer neuesten Songs lancierte, die seither wiederum exklusiv auf dem Streaming Dienst ihres Mannes Tidal verfügbar sind.

Lemonade ist persönlich und privat, politisch und mahnend, selbstbewusst und stark, ehrlich und rau, sensibel und anschmiegsam, mainstream ohne das Auge fürs Detail, die Botschaft und die sensiblen Wow-Effekte zu verlieren – ein visueller Augenschmaus zugleich – und Beyonces wohl größter Coup seit immer. Es ist nicht nur die Geschichte einer betrogenen Frau (ihr erinnert euch an die Jay-Z-Beyonce-Trennnungsgerüchteküche), die uns durch die verschiedenen Kapitel ihrer privaten Situation führt, sondern auch ein erhobener Zeigefinger, der die Rolle der Frau in der heutigen US-Gesellschaft, speziell der schwarzen, thematisiert: „The most disrespected person in America is the black woman. The most unprotected person in America is the black woman. The most neglected person in America is the black woman.“  weiterlesen

MUSIK //
GIRLS GIRLS GIRLS

31.03.2016 um 11.34 – box2 Musik

girls

Der 31. März ist mein ganz persönlicher GIRLSday, denn nicht nur Nike Jane feiert heute ihren Geburtstag, sondern auch meine große Schwester wird heute ein Jahr älter. Happy Birthday, mein Herziherz! Für mich also mindestens genau zwei Gründe, heute ausschließlich wippend, tanzend oder mit einer Performance im Gepäck den Tag zu meistern, im Geiste Kuchen zu essen und zwei meiner Lieblingsmenschen das ausschließlich Schönste der Welt zu wünschen.

Und wie geht das aus der Ferne am allerbesten? Klaro, mit einer waschechten GIRLS-Playlist. Passend zur Halbzeit der 5. Staffel unserer liebsten HBO Serie gibt’s für euch heute ein kleines Soundtrack-Best-of, das wir mit unseren persönlichen TV-Heldinninnen Hanna, Marni, Jessa und Shoshanna verbinden. Girls Girls Girls – eine Playlist mindestens genauso durcheinander wie die Serie selbst: weiterlesen

MIXTAPE //
Last Days of Winter

23.03.2016 um 12.28 – Musik

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Von waschechten Optimisten würde man jetzt eigentlich erwarten mit einer spritzigen Sommer-Playlist, die irgendeinen klangvollen Namen wie „Miami Beach BBQ“ trägt, um die Ecke zu kommen, der Stimmung zuliebe, denn die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Wir finden aber, dass man die Feste eher so feiern sollte wie sie kommen und wenn wir ganz ehrlich zu uns selbst sind, dann wissen wir sehr wohl, dass wir von kitzelndem Sonnenschein und blauem Bermuda-Shorts-Himmel leider noch ein paar Tage weit entfernt sind. Wir plädieren ab sofort also für mehr Jetzt-Liebe und schmeißen uns mit Anlauf ins kalte Suppengrau, suhlen uns in den letzten verklärten Gefühlen des Winters, räkeln uns in wohlig warmen Bettlaken und brühen noch ein wenig warmen Tee – bis die Sonne rauskommt. Wir werden sie nämlich schneller wieder vermissen, diese gemütlichen Stunden im Regenguss, als uns lieb ist, das wissen wir ebenfalls.

Das passende Mixtape für die letzten Tage des gefühlten Winters haben wir euch selbstredend längst zusammen gestellt – ein beruhigendes Potpourri aus alten Schmankerl und neuen Klängen, die gehört gehören: weiterlesen

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Interview // Aurora – „Können wir den Körper des anderen nicht in Ruhe lassen?“

10.02.2016 um 15.49 – box2 Feminismus Musik

interview aurora

Zugegeben, im Zusammenhang mit der Künstlerin Auroa dudelte mir bisher nur ein Lied im Kopf herum, welches nicht nur Freunden von Mobilfunkanbieterwerbung ein Begriff sein dürfte: „Running with the Wolves“ war dabei aber nur die Anlaufbahn für das, was die grade mal 18-jährige Norwegerin da gerade mit einer Familienpackung Melancholie in ihren Texten und leisen, starken Tönen in die Welt versprüht. Ihr Debutalbum ‚All My Demons Greeting Me As A Friend‚ ist noch nicht einmal richtig draußen, da wird sie schon als das nächste große Ding, the Nordlicht Wonderkind, auf Händen durch Europa getragen.

Ich traf die entspannte Nachwuchskünstlerin auf einen Plausch über Feminismus, Girlpower und der Liebe zu Faltern im Haar. weiterlesen

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