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Musik: Drei Tage New York – Ein Mixtape.

13.05.2013, 17.48 von

mixtape Musik: Drei Tage New York   Ein Mixtape.

Auf dem Rückflug nach Berlin musste ich ziemlich lange darüber nachdenken, ob New York City (und ich meine nicht Brooklyn oder Queens) wirklich so etwas wie eine große Liebe ist, ob dieser Ort all sein Lob verdient hat und ob man dort wirklich glücklich werden kann, wenn man nicht Investment Banker oder Beyoncé ist. Kann man. Das gilt für viele, aber nicht für mich.

Man könnte jetzt einen Essay verfassen, Pro und Contra-Listen führen, aber mir reicht dieses Gefühl, dass ich untergehen würde in der Masse, dass mich all die Menschen in den Wahnsinn treiben würden und Geld hier ziemlich viel mehr bedeutet als bei uns. Viel, viel mehr. In Berlin kann man selbst als Harz 4ler noch am Leben teilnehmen, wer mittelloser Student ist, hat trotzdem Zutritt zu den schönsten Bars der Stadt. In NYC hingegen überkam uns dieses fiese Gefühl der Isolation. Wer nicht dazu gehört, darf nicht mitspielen, und selbst wenn man wollte, man könnte es nicht. Utopische Mieten, utopische Preise, massenhaft Konsum. Kein soziales Auffangnetz und diese offensichtliche Klassengesellschaft. Man darf bestimmt darüber streiten und ich als einfacher Tourist habe im Grunde ja auch keine Ahnung. Für mich steht trotzdem fest: New York, ich liebe dich. Aber nur auf Zeit. Weiterlesen »


Musik: Angel Haze – “Element”

03.05.2013, 12.44 von

angel haze element Musik: Angel Haze   Element

Man kann sich natürlich darüber streiten, ob der mittelgroße Cat Fight zwischen den beiden Rapperinnen Angel Haze und Azealia Banks nun eher lächerlich oder ganz amüsant ist. Jedenfalls konnte man das hasserfüllte Feuer zwischen den beiden Konkurrentinnen zuweilen in Echtzeit via Twitter auflodern sehen. Wer technisch gesehen die besseren Skills hat, diese Beurteilung überlasse ich zwar anderen, trotzdem bleibt Angel wohl auf ewig mein heimlicher Favorit. Spätestens seit “Werkin Girls” in einer Nacht voll Deadlines und leerer Seiten zu meinem persönlichen Power-Track avancierte und mich vor der Kapitulation bewahrte.

Mit ihrer neuesten Veröffentlichung “Element” verabschiedet sich die 1991 in Detroit geborene Ex-Neurologie-Studentin kurzzeitig vom Posertum und verarbeitet ziemlich offensichtlich eine ganze Menge Dreck, den sie als Teenager erleben musste. Ganz groß. Weiterlesen »


Musik: Baths – “Ironworks”

30.04.2013, 18.26 von

baths Musik: Baths   Ironworks

Will Wiesenfeld aka Baths kommt aus Los Angeles, ist mittlerweile aber glücklicherweise auf dem ganzen Erdball unterwegs, um seine sphärischen Klangbotschaften in der Welt zu verbreiten. Weil ich eine deutliche Schwäche für Männer mit gutem Musikgeschmack hege, fand ich mich vor etwa zweieinhalb Jahren also auf einem Konzert-Date wieder, von dem ich noch heute zehre – weil jede Erinnerung an diese Nacht mein Herz bis in die butterweichen Knie rutschen lässt  - der Musik wegen jedenfalls, oder genauer: Wegen BATHS. Liebe auf den ersten Track. Und das obwohl ich normalerweise an diesen Übertalenten, die noch dazu weniger Jahre auf dem Buckel haben als ich, verzweifle.

Jedenfalls verhält es sich mit Baths Musik in etwa so: Die Grundvoraussetzung für den vollen Genuss ist natürlich ein aufmerksames Gehör, bloß reicht das in diesem Fall nicht aus. Wer nicht fühlen kann, verliert. “Lovely Bloodflow” heißt einer von Baths stärksten Tracks, und irgendwie steckt in diesem Titel auch schon die hier benötigte Weisheit. Denn auch das neueste Arrangement “Ironworks” fließt irgendwann durch deinen gesamten Körper – wenn man die Liebe nur zulässt und es ehrt, dieses zarte Stück Populärkultur. Hat man den Zugang gefunden und im besten Fall die Augen geschlossen, dann hebt man irgendwann ab. Weiterlesen »


Daughter covert Daft Punk – “Get Lucky”

29.04.2013, 13.18 von

daughter get lucky Daughter covert Daft Punk   Get Lucky

Spätestens mit ihrem Track “Youth” hat sich Elena Tonra aka Daughter in mein Herz katapultiert und es im klassischsten Sinne zum Schmelzen gebracht. Kaum eine Zweite schafft es, sich metertief unter unsere Haut zu singen und jedes Haar zum stehen zu bringen, ohne dabei aber allzu sehr auf die Tränendrüse zu drücken und in weinerlichem Mädchenblabla zu versinken. Sentimentalität ohne Leid und Melancholie ohne Schmerz. Bloß streckenweise ziept’s ein wenig im Magen.

Während man zum Über-Comeback von Daft Punk mit Pharrell und Nile Rodgers im Schlepptau mit dem Hintern wackeln und im Endorphinrausch Funken schlagen will, vermag es Daughters Version von “Get Lucky” uns zum Schweigen zu bringen. Fahrradfahren, vorbei an einem Kornfeld, der Himmel ist in dieses vorabendliche Blau getaucht, und dann einfach fallen lassen – während der Text des einstigen Dance-Tracks plötzlich zum Soundtrack der inneren Besinnung auf’s Kopfchaos und ewig währende Erinnerungen wird. Stark ist das, was die Londonerin den Daft Punk Jungs mit ihrem sparsamen Arrangement entgegensetzt. Und ein weiterer Beweis dafür, dass auch sooft verkannte Coverversionen ihre vollste Berechtigung haben und nicht selten zu unserem audiovisuellen Glück beitragen. Weiterlesen »


Musik: LCMDF – “Douche Bag” + Free Download

24.04.2013, 14.00 von

lcmdf douche bag Musik: LCMDF   Douche Bag + Free Download

“You’re a douche bag, baby. I don’t wanna see your face anymore”. Das darf ruhig auch mal gesagt werden, jedenfalls wenn es nach Emma und Mia Kemppainen aka LCMDF geht, die mit “Douche Bag” den ersten Track des zweiten Teils ihrer EP-Trilogie “Mental Health” veröffentlichen. Ein ganzes Album soll aus den drei Platten vielleicht irgendwann einmal entstehen, bis dahin krempeln die beiden finnischen Schwestern die Musikindustrie lieber nach ihrem eigenen Belieben um – damit mehr Zeit für das Wesentliche bleibt, nämlich die Erleuchtung. Bis es so weit ist, nimmt das Elektropop-Duo uns mit auf eine audiovisuelle Reise, die unsere Gehirne voll auf den halb nostalgischen, halb futuristischen Millenium-Modus switcht. Weiterlesen »


Musik: Daft Punk feat. Pharrell Williams & Nile Rodgers – “Get Lucky” + Video

19.04.2013, 13.52 von

daft punk get lucky Musik: Daft Punk feat. Pharrell Williams & Nile Rodgers    Get Lucky + Video

Das neue Album des Duos hinter Daft Punk, nämlich “RANDOM ACCESS MEMORIES” kommt erst am 17. Mai, jetzt beglückten uns die beiden Auslöser des French-House-Hypes Ende der 90er Jahre dem Himmel sei Dank aber schon mit einem gigantischen Appetitmacher: “Get Lucky” heißt die neue Single von  Guy-Manuel de Homem-Christo und Thomas Bangalter - diesmal gesellen sich allerdings zwei weitere Größen des Musikkosmos hinzu: Pharrell Willimans liefert die Vocals, Nile Rodgers, an dessen audiovisuellen Ergüssen und Producer-Skills sich schon Grace Jones, David Bowie oder  Queen bedienten, zückt hingegen die Gitarre. Ich würde sagen, nach acht Jahren Funkstille (wenn man vom “Tron:Legacy” Soundtrack absieht) fällt das Comeback extrem gelungen aus.

Ich bin also großer Fan, obwohl ich gegen Assoziationen mit Jamiroquai weiterhin machtlos bleibe. Ich möchte zu “Get Lucky” eiskalten Likör 43 mit Milch schlürfen und mich Hintern-wackelnd im Kreis drehen, während eine dieser wasserspeihenden Plastikblumen mich mit Glückseligkeit bestäubt. Weiterlesen »


Musik: Phoenix & R.Kelly – “Ignition” beim Coachella Festival

16.04.2013, 15.03 von

Ich fühle gerade in etwa so viel Neid wie damals im Kindergarten als meine beste Freundin Leonie das Playmobil Landhaus geschenkt bekam und kurz darauf auch noch mit dem Barbie-Traumschiff samt güldenem Champagner-Kühler aufwartete. Das darf dann wohl zweifelsohne als rein-schwarze Form von Eifersucht bezeichnet wurden. Ich hab’ mich damals nämlich nur sehr zaghaft für Leonie freuen können, obwohl mir das sehr leid tat.

Heute ist es erstmals wieder in mir empor gebrodelt, dieses fiese Gefühl – mir fällt es  schwer, den ganzen fröhlichen Fuckern, die beim Coachella Festival live beim Zusammentreffen von Phoenix und R.Kelly dabei waren, ihr Glück zu gönnen. Jedenfalls ein minibisschen. Weiterlesen »


Musik: Kein Montag ohne “ROOSEVELT”

08.04.2013, 15.08 von

Roosevelt – Sea (Official Video) from Greco-Roman on Vimeo.

Als ich am Freitag aus Barcelona kam, wollte ich meine Wohnung eigentlich unter keinen Umständen mehr verlassen und bloß noch schlafen. Ihr wisst ja, die vorangegangenen zwei Tage standen unter dem Motto “rennen statt rauchen“.

Um kurz nach 12 in der Nacht klingelte mein Wecker aber doch noch. Und alles nur wegen Marius Lauber aka ROOSEVELT. Der Schlagzeuger von Beat!Beat!Beat! steht seit 2012 allein auf der Bühne und bekommt für sein Soloprojekt ordentlich die Füße geküsst. Als eine Mischung aus Chill Wave, Italo Disco und Synthie-Pop beschreibt man das, was er da treibt, aber irgendwie genügt mir das nicht. Seit seinem Konzert im Festsaal Kreuzberg am Freitag frage ich mich, ob der 22-Jährige vielleicht Autist ist, ob er eine Inselbegabung hat oder einfach zu viel Wahnsinn im Blut. Weiterlesen »


Musik: Yeah Yeah Yeahs – “Sacrilege” mit Topmodel Lily Cole im Video

28.03.2013, 15.41 von

Karen Lee Orzolek, Frontsängerin der Yeah Yeah Yeahs, hat bei mir so oder so ein Stein im Brett und kann grundsätzlich wenig falsch machen. Spätestens seit “Gold Lion” liegt den drei Wahl-New Yorkern aber höchstwahrscheinlich die halbe Musikwelt zu Füßen. 2000 war das Jahr, in dem Karen O. sich dazu entschloss, nicht mehr nur für die Back Vocals diverser “Flaming Lips”- Tracks zuständig zu sein, sondern sich von eigenen Fans auf den Olymp der Populärmusik tragen zu lassen. Hat dann auch geklappt, würde ich sagen.

Am 15. April veröffentlichen die Yeah Yeah Yeah ihr inzwischen viertes Studioalbum “MOSQUITO“, das eine etwas ander Richtung einschlagen wird als dessen Vorgänger. Mehr Lo-Fi, alles ist ein bisschen roher und sogar Referenzen zum Roots Reggae meint man bisher raushören zu können. “Sacrilege” geht jedenfalls runter wie Butter, scheint anfangs eher düsterer Natur zu sein, entpuppt sich nach dem dritten Mal hören dann aber doch als einer dieser Seelenpinsler, zu denen wir uns gern das Zopfgummi aus dem Haar ziehen, in die Knie gehen und dabei unter freiem Himmel wie irre beide Arme und den Kopf im Takt hin und her werfen. Weiterlesen »


Musik: Nach 10 Jahren 2 neue Tracks von The Postal Service – “Turn around” & “A Tattered Line of String”

22.03.2013, 17.12 von

the postal servive Musik: Nach 10 Jahren 2 neue Tracks von The Postal Service   Turn around & A Tattered Line of String

Wenn mich jemand nach meiner Lieblingsband fragt, fange ich manchmal aus Versehen an, mit den Augen zu rollen. Wie soll man sich bei so vielen Stimmungen, die täglich an Herz- und Magenwände klopfen auch für eine einzige Platte entscheiden, oder einen einzigen Stil. Ich kann das nicht. Eine Top-10 habe ich trotzdem und “The Postal Service” gehören seit genau zehn Jahren dazu. Mit Ausnahme des Über-Hits “Such Great Highs” kann man sich aber auch nur schwer am ersten und einzigen Album der Two-Men-Show um “Death Cab For Cutie”-Sänger Ben Gibbard und Jimmy Tamborello (Dntl) satt hören. Die ganze Tracklist von “Give Up” ist ein einziges audiovisuelles Fest, wenn man mich fragt.

Sprachlos war ich deshalb, als die zwei Jungs aus den USA ihre Reunion verkündeten und noch dazu von Tour-Plänen sprachen. Herz-Boomboom. Im April erscheint außerdem die “Deluxe 10th Anniversary Edition” von “Give Up” als Doppel-CD und Triple-LP – und zwar inklusive ein paar neuer (oder eher: halb-neuer) Tracks (mindestens einer von ihnen wurde nämlich schon vor zehn Jahren geschrieben). “Turn around” & “A Tattered Line Of String” geistern schon jetzt im Netz herum: Weiterlesen »


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