Kategorie-Archiv: Musik

Track des Tages //
K.Flay – „Can’t Sleep“

– 24.08.2015 um 11.51 – Musik

kflay cant sleepEs kommt zuweilen vor, dass ich eine Schwäche für Musik hege, die meine ganz besonders findigen Freunde gern als Autoscooter-Tracks abtun, womöglich sogar zu Recht, für die Amerikanerin K.Flay springe ich heute allerdings nur allzu gern in die Bresche, wenn auch beinahe ein ganzes Jahr zu spät. 2014 veröffentlichte Kristine Meredith Flaherty, die eigentlich Psychologie und Soziologie studiert hat, bereits ihren ersten autonomen Longplayer nach der Trennung von ihrem Major Plattenlabel, vor ein paar Tagen ist „Life as a dog“ dann aber endlich auch in Deutschland auf den Markt gekommen. Mein Ohrwurm der Stunde: ‚Can’t sleep‘ (.. I hope I stay awake / cause I’ve been running running running all day).

Mit Vorliebe rappt die 30-Jährige über ihr Liebesleben und lange Nächte, wobei sie es mühelos schafft, am Flow-Level einer Angel Haze zu kratzen und Rap mit Indie Pop zu vermählen, was ich persönlich ganz groß und unbedingt in Dauerschleife hörbar finde: weiterlesen

Track des Tages //
Beirut – „Gibraltar“

– 20.08.2015 um 8.24 – Musik

beirut gibraltar2006, als man zum allerersten Mal so richtig Wind von Beirut alias Zach Condon und seinem Polka-Pop bekam, den er in seiner Heimat New Mexiko nach einer langen Reise durch Europa und vor allem den Ostblock genialisch zusammen gewürfelt hatte, da konnte man kaum anders als „Gulag Orkestar“ rauf und runter zu hören, endlich mal was anderes, etwas, das wirklich neu klang. Mit dem Nachfolgeralbum „The Cup Club“ nimmt er uns schließlich mit nach Frankreich, bis im Jahr 2008 wegen eines Burn Outs die dazugehörige Tour abgebrochen werden muss, es wird mucksmäuschenstill um Condon. 2011 steht er wieder auf und vor allem längst nicht mehr allein auf der Bühne, „The Rip Tide“ wird die schönste Platte des Jahres und „Santa Fe“ ganz groß. Lieblingsmusik, die einzige, die es für mich mit „Baths“ aufnehmen konnte. Ihr könnt euch also in etwa ausmalen, was mit meinem Herz und Hirn passierte, als jüngst verkündet wurde, die nächste LP „No No No“ würde im September erscheinen, genauer am 11. September – im Herbst kommen Beirut sogar für ein Konzert nach Berlin in die Columbiahalle.

„Gibraltar“ jedenfalls ist die zweite Singleauskopplung aus dem Album, das sich wie seine Vorgänger zwischen Trauer und Lebensfreude bewegen soll, eine Gratwanderung, die sich zwar viele Musiker zu eigen machen, aber nur die allerwenigsten wirklich beherrschen. Tauchen gehen. So nennt man das wohl, wenn man stundenlang in Tönen versinkt, die den Kopf zwischen dem Früher und dem, was noch kommt, hin und her träumen lässt: weiterlesen

Musik // Mixtapes by „Chances with wolves“ gegen das Sommerloch

– 11.08.2015 um 8.00 – Musik

chances with wolvesWer Musik wirklich und aufrichtig liebt, will niemals aufhören zu suchen und staunen. Wäre da nicht die Sache mit der fehlenden Zeit, die manchmal, in furchtbar schwachen Momenten, dazu führt, dass wir unserer eigenen Plattensammlung überdrüssig werden, dass wir nur noch vorbei hören, statt hinzuhören und am Ende bei seltsamen Radiosender landen, die uns das Denken und Entscheiden mal mehr mal weniger gut abnehmen. Glücklich ist allerdings der, der beim Faulsein irgendwann auf das East Village Radio und die kleine feine Sendung „Chances with Wolves“ stieß. Leider musste man hierfür in Brooklyn, oder zumindest den USA leben. Ein Hoch an dieser Stelle auf Soundcloud, denn trotz kilometerweiter Entfernung und längst eingestampftem Sender, können wir und ihr die Mixtapes der beiden Freunde Kenan und Kray, die zusammen womöglich das beste Dj-Team der Welt abgeben, bis heute hören. Immer wieder kredenzen die beiden uns eineinhalb stündige audiovisuelle Reisen in andere Welten und Zeiten, vollgestopft mit wahnsinnigen Melodien und intensiven Gefühlen des Davonschweifens, kein einziger Track wird jemals wiederholt, Genres sind Nebensache. “It’s just old records that we find that are beautiful or something, and then we mix them up and put wolf howls over it. (Quelle: Alldayeveryday)”

Freunde, das hier ist das Beste, was ich aus New York mitgebracht habe. Danke, Bryn McKay. weiterlesen

MIXTAPE // Surviving the Heat

– 07.07.2015 um 13.02 – box1 Musik

SUMMER MIXTAPE

Freunde, in letzter Zeit haben wir die JANE WAYNE MIXTAPES aus zeittechnischen Gründen ein bisschen vernachlässigt. So geht das nicht weiter und weil wir vor lauter Sonne ganz geistlos sind, ist heute wohl der perfekte Tag für ein Musik-Comeback.

Bevor die Fashion Week für uns los geht, schaffen wir es heute hoffentlich noch auf eine schnelle Freibad-Pommes. Falls nicht: Esst bitte ein, zwei, drei Portiönchen für uns mit und lauscht, was der Sommer uns zu sagen hat: weiterlesen

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#BOYCRUSH & Musik // Yelawolf

– 26.06.2015 um 10.22 – box2 Musik

yelawolfWenn man mit fünf Frauen zum Abendessen verabredet ist und das Prickelwasser irgendwann das Hirn erreicht hat, dann kann es durchaus vorkommen, dass die bis dato recht kultivierte Themenwahl irgendwann ins Schwärmerische abrutscht. Dass sich ein paar Minuten lang alles um böse Jungs mit Bärten und alte Musikschinken dreht, von denen man nicht einmal mit Sicherheit sagen kann, ob sie zur Kategorie brilliant oder banane gehören. Kennt ihr Yelawolf? Wie auch nicht. Der Südstaaten-Country-Rapper hat Anfang des Jahres sein hochgelobtes drittes Studioalbum „Love Story“ veröffentlicht und ist bei Eminems Label „Shady Records“ gesignt. Seine Musik ist, wenn man so will, phänomenal daneben, ein bisschen so wie Barbecue-Chips, die man eigentlich nicht ertragen kann und trotzdem bis zur leeren Tüte in sich rein stopft. Die schlimmste aller Assoziationen: Kid Rock. Die Beste: Johnny Cash gepaart mit ein bisschen Wu Tang Clan aus besseren Tagen. Zum Verrücktwerden. Vielleicht haben wir deshalb so lange gebraucht, auf den Boycrush-Zug aufzuspringen.

Mit dem Antlitz des über die Maßen tätowierten Sohnes eines Cherokee-Indianders, der sich seinerseits gleich nach der Geburt vom Acker machte, verhält es sich ähnlich. Michael „Yelawolf“ Wayne Atha ist sozusagen ein rattenscharfer Proll: weiterlesen

Kann man mal machen //
TAKE THAT Konzert-Übertragung im Kino

– 19.06.2015 um 11.28 – Musik

b5a2db20-447c-11e4-ab35-339b12fc8c46_5os-2How deep is your love? Die Frage musste ich mir heute morgen stellen, als eine Pressemitteilung in meinem Mailfach landete, die „ein außergewöhnliches Erlebnis“ ankündigte: Take That werden heute Abend in der Londoner O2-Arena „mit einer spektakulären Show“ ihre Tournee einläuten, und – Achtung – selbstredend wird selbige live übertragen. Im Kino, damit wir bei Popcorn und Käsetortillas in unserer jugendlichen Vergangenheit schwelgen können und nochmal richtig Appetit auf die (mittlerweile nur noch) drei Jünglinge, die einst unsere Zimmerwände schmückten, bekommen.

An sich eine gewitzte Idee. Könnte Spaß machen, durchaus und eigentlich will ich sogar sehr daran glauben. Tränen der Trauer sind aber auch drin, man sollte also wirklich genau überlegen, ob man der Gefahr der Entzauberung gewachsen ist. Beim Blick auf das Tour-Plakat, versteht ihr sicher, was ich meine: weiterlesen

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Track des Tages // Dena ft. TammyKruelz
„Girls like Drake (more than their boyfriends)“

– 29.05.2015 um 9.28 – box2 Musik

dena girls like drakeWenn DENA nach L.A. fliegt, um an ihrem neuen Album zu arbeiten, dann kommt sie ganz bestimmt nicht einfach nur mit einem neuen Album zurück, sondern vor allem mit Geschichten und zwar mit solchen, wie der Zufall sie so gerne schreibt. Man muss sich beim Lesen der folgenden Zeilen jetzt also vorstellen, dass Denitza Todorova es tatsächlich geschafft hat, mir im Wohnzimmer ihrer Kreuzberger Wohnung mit bierernster Miene gegenüber zu sitzen, um mir „the thing“ mit Drake zu erklären. Ihr wisst schon, Drake Shake und so. Drizzy. Frauenheld. Hoffnungsloser Romantiker. Und dann das:

„I was in LA last month doing some writing and work for my new album. TammyKruelz (aka AKUA) and I met through our mutual friend Jazmin Garcia, who is a rad video director I knew from Berlin. We all hung out in Echo Park and spent a whole day vibing and reflecting on music, the process of creating, writing, producing, the challenges of the music industry, and finally, a general affinity for Drake. Next thing we knew we met up to jam out at Akua’s home studio where we ended up writing and producing „Girls Like Drake“. Within the same week we shot the video for it, a fun drive-through Los Angeles in a 90’s jeep, which Jazmin directed and edited. We shot it on the first Coachella Sunday, so this is basically us while Drake was playing in the desert.“ Ein kurzer Moment der Stille, dann hat es pling gemacht. Got it! Meta-Ebenen sind übrigens Denas Ding, genau wie krasse geistige Übergänge von trockener Ernsthaftigkeit hin zu plötzlichen Lachgaszuständen inklusive giggelnder Geräusche. Aber so viel nur am Rande. Viel wichtiger ist: Hier kommt euer neuer Ohrwurm: weiterlesen

Track des Tages // Nicki Minaj feat. Beyoncé
„Feeling Myself“ – ein Statement gegen Slut Shaming

– 19.05.2015 um 21.00 – Musik

nicki minaj beyonce feeling myselfKaum hat das gemeinsame Video von Nicki Minaj und Beyoncé seinen Weg quer durch das Netz gefunden, befinden wir uns auch schon wieder mittendrin im verbalen Schlachtfeld hitziger Konservativer, empörter Oldschool-Feministinnen und Beifall pfeifender Slut-Shaming-Gegner_innen. Ganz abgesehen davon, dass wir uns erhobenen Hauptes zu letzterer Riege zählen und uns bittesehr endlich eine Welt wünschen, in der Frau ohne wenn und aber und Giftpfeilspritzen selbst entscheiden darf, wie viel Haut zu welchen Zwecken gezeigt wird, täte manch einer darüber hinaus wirklich gut daran, den positiven Einfluss vom sogenannten Fame-inismus zu respektieren, statt ständig die Vertrauens-Frage zu stellen, oder besser, die „Wie echt ist der Pseudo-Scheiß denn“-Leier abzuspulen. Wirklich, wir sind es leid. Mehr Stärke, mehr Emanzipation, mehr virale Power geht fast nicht, jedenfalls nicht dort, wo die Medien permanent unterwegs sind. Medien, die es (leider) vermögen, ebenso wahre wie miese Parolen in die Welt hinaus zu posaunen. Es könnte also durchaus schlimmer sein als “I stopped the world / Male or female / it makes no difference.”

Nicki zwingt die männlich dominierte Musikszene mit ihren Raps seit jeher in die bisweilen übermächtigen Knie und hilft damit, ein ganzes Business hin zur Gleichberechtigung umzukrempeln, Queen B propagiert Selbstrespekt, Gleichheit zwischen den Menschen und die Schönheit aller Körper (siehe: „What is pretty“), beide zusammen stehen für gegenseitigen Support, der tragischer Weise noch immer nicht ausgeprägt genug gelebt wird. „Aber das hat doch nichts mit Wissenschaft, mit tiefer Beschäftigung mit dem Thema zu tun“, kontern Kritiker. Muss es manchmal aber auch gar nicht. Wenn ein Track samt seiner Protagonistinnen dazu in der Lage ist, Millionen von Zuhörer_innen ein schepperndes Gefühl von Female Power und pazifistischem Kampfgeist für die eigenen Rechte in Herz und Ohren zu katapultieren, dann ist das allein schon Grund genug, anerkennend in die Hände zu klatschen und dabei ob all der hier anwesenden Sexyness heftig mit der Zunge zu schnalzen – „Sexy“ zu sein ist nämlich ein ähnlich geiles Verbrechen wie „Feministin“ zu sein. Ob berühmt oder nicht:  weiterlesen

Video des Tages //
„Bad Blood“ von Taylor Swift mit Lena Dunham, Cara Delevingne, Cindy Crawford, etc

– 18.05.2015 um 21.41 – Musik

bad blood taylor swift kendrik lamar

Taylor Swift musste in der Vergangenheit ziemlich viel einstecken – zahlreiche Dating-Eskapaden etwa, aber das nur am Rande, die gelbe Presse weiß ohnehin besser Bescheid als wir. Spitzöhrig wurden wir allerdings spätestens als Lena Dunham, die alte Menschenfreundin, ihre BFF ganz öffentlich als Knallerfrau und Superfeministin betitelte, als irgendwann klar wurde: So stulle wie manch ein Troll es gerne hätte, ist „Blondie“ überhaupt nicht. Und weil wir ohnehin seit jeher bekennende Fame-inistinnen-Fans sind, die ihrerseits den halben Planeten mit oftmals nicht wenig klugen Aussagen erreichen, befinden wir uns sowieso längst auf Miss Swifts Seite. Wer es dann auch noch schafft, Kendrick Lamar für einen gemeinsamen Track zu umgarnen, der kann so verkehrt nicht sein.

Spätestens mit dem Track „Bad Blood“, für das Taylor jede Menge prominente Busenfreundinnen mit ins Musikvideo-Boot setzte, reiht sie sich vollends in die Riege der von uns bisweilen maßlos unterschätzten Celebrities ein (siehe auch: Kendall Jenner). Girlpower hoch, moment – Zwölf. weiterlesen

Track des Tages // Pins – „Young Girls“

– 12.05.2015 um 12.14 – Musik

pins young girls

Ich mag es, das gesamte Leben in Phasen einzuteilen und damit meine ich gar nicht gute oder schlechte Phasen, sondern ganz einfach unterschiedliche Phasen, in denen unterschiedliche Dinge wichtig sein können, verrückt sind oder außer Rand und Band geraten. Derzeit befinde ich mich also in der „Bin ich jetzt wirklich erwachsen?“-Frage-Phase und ich kann nur sagen: Jein. In jeder Frau schlägt im besten Fall ja doch auf ewig ein Mädchenherz, alles andere würde keinen Sinn und erst recht viel weniger Spaß machen. Wieder 19 im Kopf sein, das ist ab und an eine ganz gute Idee. Und ich finde, „Pins“ aus Manchester helfen erste Sahne dabei. 

Seit 2011 gibt es die Band von Sängerin Faith Holgate, Gitarristin Lois McDonald, Bassistin Anna Donigan und Drummerin Sophie Galpin jetzt schon, ich durfte sie aber leider erst im Jahr 2015 kennenlernen – als sie mich als Vorband von Sleater Kinney spätestens mit „Young Girls“ mir nichts dir nichts um den Finger wickelten: weiterlesen

Mixtape //
Mit den Super-Zwillingen
Maria und Sophia Giesecke

– 30.04.2015 um 9.58 – box2 Musik

mittwochs mixtape maria sophia giesecke

Maria und Sophia Giesecke machen den Berliner Bären im Grunde überflüssig und ich bin schwer dafür, die beiden Superzwillinge demnächst mal in Stein zu meißeln, als kleine Anerkennung für das unersättliche Wirbelwinddasein. Ich war sogar einst kurz davor, die beiden außerdem für das Amt der zukünftigen Bügermeisterinnen unseres Kiezes vorzuschlagen, die Straßen hier bestünden dann womöglich nämlich nur noch aus feisten Festen, gutem Essen, Dackel-Fütterstationen und viel Liebe. Leider haben die zweieiigen Schwestern, die trotzdem immer aussehen wie aus einem einzigen Ei gepellt, aber genug um die Ohren. Als Erdenkerinnen und ausführende Masterminds hinter 40 days of eating drüben bei den zauberhaften Mit Vergnügen Jungs, sorgen sie nicht nur immer wieder für amüsanten Lesespaß, sondern auch für Restaurant-Tipps aus dem Himmel, auf This is Jane Wayne tippen sie sich unter anderem Burgerhymnen aus den Fingern, I hate unicorns gibt’s obendrein und hauptberuflich geht’s sogar in Silicon Valley rund: Maria ist Brand Managerin bei der superjungen Firma iCracked, was erst einmal unsexy klingt, aber furchtbar raketenscharf ist. Sophia hingegen ist dem kulinarischen Genuss treu geblieben und arbeitet im Bereich Marketing Communications bei Deliveroo, dem Über-Lieferservice der Stunde. 

Was bleibt mir da noch zu sagen, außer: Es ist mir ein inneres Blumenpflücken, euch zu kennen. Und: Danke für so viel feinste Musik: weiterlesen

MIttwochs-Mixtape //
Mit Annika Hintz, Festival-Bookerin

– 15.04.2015 um 11.29 – box3 Musik

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Annika Hintz kann mit gerade einmal 23 Jahren im Grunde schon behaupten, sich einen wahrhaftigen Traumjob geangelt zu haben, obwohl sie viel eher geangelt wurde, dank MySpace. Dort hinterließ sie der Dockville-Truppe halbfrech einen freundlichen Kommentar mit bombastischen Musikwünschen, die wiederum auch der Geschäftsführer von KuS (Kopf und Steine Kosmos) las. Vor lauter Begeisterung ließ er kurz darauf Annikas Telefon heiß klingeln, um sie geradewegs vom Fleck weg zu engagieren. Heute, ein paar Jahre später, ist die Hamburgerin nicht nur zuständig für das Booking vom Dockville Festvial, nein, sie verhilft außerdem dem Spektrum und sämtlichen Musikveranstaltungen des MS Artville (Vogelball, Butterland, Sonnenfeste, Symfotronik, MS Artville Richtfest und Manifest) zu feisten Künstlern und audiovisuellen Schmankerln. 

Studiert hat Annika übrigens Kulturwissenschaften mit dem Schwerpunkt „Kunst und visuelle Kultur“ und zwar in Lüneburg. Selten haben wir uns so sehr über ein Mixtape gefreut, du Fräulein von und zu Schlitzohr-Wunderbar. Bis hoffentlich bald, im echten Leben: weiterlesen

Video & Track des Tages //
Florence and the machine – „Ship to Wreck“

– 13.04.2015 um 16.41 – box2 Musik

florence and the machine ship to wreck„Ich habe über meine selbstzerstörerische Seite nachgedacht und wie man seinen inneren Dämonen entgegen wirken kann. Oft lässt man Menschen fallen und merkt erst im Nachhinein, was sie einem bedeutet haben.“ (Rolling Stone) Die gute Florence war ja schon immer ein bisschen Emo, nicht im Sinne von „schwarzer Scheitel mit viel Kajalstift“, sondern im Sinne von Bright Eyes, bloß nicht ganz so leidend, eher befreiend poetisch mit Biss. „Ship to Wreck“, der inzwischen vierte Single-Vorgeschmack auf das am 2. Juni erscheinende Studioalbum How Big How Blue How Beautiful, haut natürlich auch wieder mit voller Wucht in eine Kerbe, die wir nur allzu kennen. Manchmal weiß man ja selbst nicht, weshalb es so verdammt schwer ist, das Beziehungs-Schiff in regelmäßigen Abständen ordentlich zu ölen, statt es langsam, wohlwissend und auch ein Stückweit hilflos in Richtung fetter zerstörerischer Felsen zu steuern. Erschafft man manches am Ende vielleicht nur der anschließenden Zerstörung zuliebe, wegen des Dramas, das zumindest gegen Stillstand hilft? 

Hoffentlich nicht und sollte dem womöglich doch so sein, hilft eventuell ein kurzer Blick auf das dazugehörige Video zum Track des Tages, in dem Florence uns stellenweise durchaus etwas Angst einjagt. Ansonsten erinnert ihr Look an Patti Smith – es könnte also schlimmer sein: weiterlesen

Mittwochs-Mixtape // Mit Christoph Amend
– ZEITmagazin Chefredakteur –

– 08.04.2015 um 15.53 – box1 Musik

mixtape-christoph-amendWer Christoph Amend (seines Zeichens Chefredakteur beim ZEITmagazin) kennt, der weiß, dass wir es hier mit einem blitzgescheiten Burschen zu tun haben, mit einem – pardon – saulieben Menschen, der für Tee-Gespräche schonmal am Terminkalender dreht, mit einem Fels in der Brandung, der aus unerfindlichen Gründen niemals aufgeregt, sondern komplett in sich zu ruhen scheint, mit einem Elefantenhirn samt fluffigem Scheitel, Streberbrille und Herz aus Gold, das in etwa zwischen 31 und 41 Jahren jung sein müsste, mit einem Konzert-Raudi, Rebell und Revoluzzer der angenehmsten aller Sorten, mit einem, der auszog, die ZEIT’sche Printlandschaft ein bisschen tiefer, einen Hauch neckischer, aber vor allem auch allumfassend-schön zu machen. Christoph, du bist richtig dufte.

Genau wie die neueste aller internationalen ZEITmagazin-Ausgaben namens „The Berlin State of Mind„, welche ihr euch natürlich umgehen beim Zeitschriften-Dealer eures Vertrauens unter den Nagel reißen solltet, denn Gutes ist stets rar und fürchterlich begehrt, also rennt Leute, rennt. Bevor ihr jetzt aber überstürzt die Beine in die Hand nehmt, plant doch gern noch ein gutes Stündchen Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im hektischen Groß- und Kleinstadtleben ein: Musik und Seelenbalsam, straight from Christophs heart to your (soon very happy) hearts: weiterlesen

Mittwochs-Mixtape //
Birthday-Special mit Nike Jane

– 01.04.2015 um 17.45 – box1 Musik

mixtape nike van dintherWeil ein ganz besonders liebenswerter Schlingel sein Mittwochs-Mixtape aus Gründen nicht rechtzeitig einreichen konnte und ich, Fuchs wie ich bin, vor lauter Geburtstag keine Alternative in petto habe, bin ich kurzer Hand der Bitte einiger Leser_innen gefolgt, doch endlich auch mal selbst eine Playlist als Medley meines bisherigen Lebens zusammen zu stellen. Natürlich hätte diese Liste endlos werden können, mir wird also erst jetzt bewusst, was ich meinen Vorgängern da überhaupt aufgehalst habe. Aber keine Panik, es wird natürlich trotzdem weiter gehen – sofern ich mir den Begriff „Vorproduzieren“ denn dann mit meinen 27 Jahren auch wirklich mal hinter die Ohren schreibe. 

Dort oben seht ihr übrigens mich, vor Steinen stehend. Steine mag ich nämlich fast so gern wie Musik:
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