Kategorie-Archiv: Musik

Track des Tages //
The Pains of Being Pure at heart – “EURYDICE”

– 16.04.2014 um 13.04 – Allgemein Musik

the pains of being pure at heart days of abandon1 Track des Tages // <br/> The Pains of Being Pure at heart   EURYDICE

The Pains of being pure at heart” ist vermutlich der schönste Bandname, der je existierte, jedenfalls fällt mir ad hoc nicht die geringste Konkurrenz ein. Was die vier (und manchmal auch mehr) Menschen und Musiker da aber musikalisch treiben, begreife ich bis heute nicht. Von Twee-Pop und Noise-Rock Spekulationen will die Band selbst nämlich nichts wissen. Ich jedenfalls dachte damals, 2009, als das Pretty Vacant in Düsseldorf noch der schönste Kellerclub der Stadt war und ich  eines Nachts “Heart in your heartbreak” mitten auf der Tanzfläche kennenlernen durfte, ich hätte es hier mit waschechtem Indie Rock zu tun. Aber das war wohl ein ähnlich lachhafter Gedanke. Scheiß auf Schubladen, Hauptsache schön. 

Zwei Alben hat die Band aus New York, dessen wahnwitziger Name übrigens auf dem gleichnamigen Buch von Charles Augustus Steen III basiert, veröffentlicht. Am 22. April erscheint endlich “Days of Abandon”. Bis dahin gibt’s aber noch die ersten beiden Singles der neuen LP auf’s Ohr: “Eurydice” & “Simple & Sure“: weiterlesen

Save the Date // Berlin Festival 2014 – 3 Tage Nacht

– 14.04.2014 um 11.24 – Kultur Kunst Musik

berlin Festival Save the Date // Berlin Festival 2014   3 Tage Nacht

Ein altes Flughafen-Gelände, kein Matsch, ein paar Hanger, ganz viel Essen und noch mehr drum rum. Wer schon mal auf dem Berlin Festival war, der weiß, dass sich längst nicht alles nur um Musik dreht – auch der Kunst wird jedes Jahr ein ganz schön großes Fleckchen eingeräumt. Kunst und Musik? – Ein Liebespaar. Dürfen wir vorstellen? Das Art Village. Clubmusik trifft auf Urban Art, Installationen, feinen Künsten, Poetry Slam – und sogar Kinoprogramm soll’s geben. Aber auch das ist längst nicht alles: 3 Tage Nacht lautet das Motto – und das bedeutet: ab diesem Jahr wird das Festival einen Tag länger gehen und euch von Freitagnacht bis Sonntagnacht mit ganz viel Gutem für Ohr und Geist versorgen.

Und wer spielt nun? Das Line up ist noch nicht offiziell bestätigt, dafür macht sich der Veranstalter gerade allerdings einen Riesenspaß daraus, die Stadt mit kleinen Teasern und Verwirrungen zu plakatieren. Na, wer errät das kleine Rätsel? weiterlesen

Interview // Luca Vasta – über Girl Power, Musik & das Leben

– 08.04.2014 um 11.30 – box2 Menschen Musik

ionterview luca vasta Interview // Luca Vasta   über Girl Power, Musik & das Leben
Ab heute bin ich verliebt, sich in Mädchen zu verlieben ist so oder so viel schöner und in Luca Vasta sowieso. Ihr neuer Song „Black Tears White Lies“ schallt durch meine Kopfhörer, auf Dauerschleife, und alle dürfen mithören. Dass Lucas Musik nicht nur mir, sondern auch vielen anderen Mädchen aus der Seele spricht, wissen wir allerdings nicht erst seit gestern. 

Das neue Powergirl der deutschen Musikwelt veröffentlichte bereits im vergangenen Jahr ihre erste Single „Cut My Hair“ – damals schienen schon alle hin und weg. Nach meinem Gespräch mit ihr bin ich es jetzt auch und zwar komplett. Merci du Liebe & und immer schön weiter powern! Hier lang geht’s zum Interview: weiterlesen

5 Glücklichmacher im April // Mit Lika Mimika, Sandro & Elizabeth Arden

– 07.04.2014 um 9.13 – Allgemein Mode Musik Shopping

lika mimika  5 Glücklichmacher im April // Mit Lika Mimika, Sandro & Elizabeth Arden Am letzten Wochenende habe ich mir zum ersten Mal etwas in einem Flugzeug hoch über den Alpen gekauft und es war furchtbar. Ganz unauffällig wollte ich mir bei der freundlichen Stewardess eine dieser 8 Hour Cremes von Elizabeth Arden bestellen, denn einen Tag später sollte ich 26 Jahre alt werden und Sarah Jane hatte mir schon zwei Stunden zuvor über die Wirksamkeit des Hautschmeichlers das Ohr abgekaut. Mitten in die “Duty-Free-Falle” getappt also und jeder bekam’s mit. “Wo haben wir sie denn, wie viel kostet sie denn, ein Momentchen bitte, haben sie das bar, bitteschön, dankeschön, viel Spaß.” 

Ich hatte Spaß. Inklusive köstlichem Fettfilm auf den Lippen und schielenden Blicken vom Physik-Studenten neben uns. weiterlesen

Track des Tages // Courtney Barnett –
“Bein’ Around”

– 04.04.2014 um 11.14 – Allgemein Musik

courtney barnett Track des Tages // Courtney Barnett   <br/> Bein Around “If I was the fridge would you open the door? 
If I was the grass would you mow your lawn? 
If I was your body would you still wear clothes? 
If I was a booger would you blow your nose? 

Courtney Barnett ist Gitarristin, Sängerin, laut New York Times ein “stand out performer”, 25 Jahre jungt, Melbourne-born und seit Oktober 2013 in aller Musikfreundes Munde. Vielleicht war die Titelwahl ihrer zweiten EP Zutat Nummer Eins zum Erfolg, denn genialer als “How To Carve A Carrot Into A Rose” geht’s ja wirklich kaum. weiterlesen

Track des Tages // Cloud Nothings
– “I’m not part of me”

– 03.04.2014 um 14.10 – Allgemein Musik

cloud nothungs im not part of me  Track des Tages // Cloud Nothings  <br/>   Im not part of me Über das Video zu “I’m not part of me” halte ich mich an dieser Stelle bedeckt, ist nämlich offensichtlich reine Geschmacksache. Was man allerdings zugeben muss: Diese rosafarbene Millenium-Ästhetik samt Zombie-Augen und Trash-Katzen-Emoticons passt außerordentlich gut zum dargebotenen Sound –  der klingt nämlich auch ein bisschen nach früher und damals und Fun Punk und Fahrradfahren mit nackten Füßen. 

Ich schätze, textlich gesehen geht’s hier um irre pubertäre Gefühle, die bis in die Menopause hinein wiederkehren können, ergo: Um uns und unser Innenleben. Die Cloud Nothings veröffentlichten gerade übrigens ihr viertes Studioalbum, “Here and Nowhere Else“, und das, obwohl die Band um Frontmann Dylan Baldi gerade einmal seit 2010 existiert. Wir sind entzückt, denn die Burschen aus Ohio gehören zu den wenigen Indie Rockern, die tatsächlich noch ähnlich wie die waschechten Indie-Rocker unserer Studentenkellerzeit klingen. Und damit meine ich nicht Maximo Park. weiterlesen

Track des Tages // Mapei – “Don’t Wait” (Video)

– 02.04.2014 um 10.11 – Allgemein Musik

mapei dont wait  Track des Tages // Mapei   Dont Wait (Video)Versucht man heraus zu finden, wer sich hinter “Mapei” verbirgt, dann stolpert man über Zeilen wie “A spaghetti-and-meatballs rapper with a killer flow and lyrical punch to boot“, oder “I’ve been trying to reach Mapei but she has no phone for the moment. Will try my best to sort it out for you. I know she’s in the city, and she knows I’m looking for her.” Mapei scheint weniger für den Fame zu leben, als für die Sache an sich, für ihre Leidenschaft, für die Musik. Interviews? Na gut – falls eben nichts dazwischen kommt.

Mit dieser kleinen Portion Ungehorsam hatte sie uns dann eigentlich auch schon um den Finger gewickelt. Wären da nicht auch noch eine Stimme, die nach rotgelber Wüste klingt, Urlaubs-Beats und Lyrics zum Auf-die-Oberschenkel-tättowieren – poom, da war es plötzlich Liebe. weiterlesen

Track des Tages // The Kooks – “Down”

– 27.03.2014 um 15.53 – box2 Musik

the kooks down  Track des Tages // The Kooks   Down

Ich weiß, ich bin spät dran mit diesem sogenannten Comeback der Kooks, schließlich liegt die Soundcloud-Veröffentlichung von “Down” jetzt schon ein paar Tage zurück. Allerdings pendelte mein Hirn nach dem ersten Anhören vom “Down Down Diggi Di Down Down”-Gesang irgendwo zwischen schockiert und perplex hin und her. Wir früher klingt das nämlich nicht. Nach Sex aber schon. Ich bin mir bloß nicht sicher, ob das reicht.

Das Ding ist ja: Man konnte so ungefähr nichts, was die vier Burschen aus Großbritannien jemals von sich gaben, beschissen finden. Viel zu eingängig und melodisch waren Tracks wie “Naiv” oder “Ohhh La”, zu denen wir Bier tranken, Lederjacken trugen und auf den Boden schauend mit den Füßen trippelten. “Down” hingegen klingt dank Hip Hop-Produzent Inflo, als hätten all die Indie Kids von früher ihre Chucks inzwischen gegen Sneaker eingetauscht. Ist ja irgendwie auch so. Die Alben “Konk” und “Inside In / Inside Out” können uns jedenfalls nicht mehr genommen werden, auf “Junk of the hearts” ging’s dann teilweise ja auch schon elektronischer daher – vielleicht ist die Zeit also wirklich Reif für was komplett Neues, ganz im Sinne einer audiovisuellen Fusion Cuisine.  weiterlesen

Track des Tages: Banks covert Aaliyah – “Are you that somebody”

– 20.03.2014 um 10.30 – Allgemein Musik

banks aaliyah are you that somebody1 Track des Tages: Banks covert Aaliyah   Are you that somebody Eternal love, mehr fällt mir zu der Kombination Banks x Aaliyah gerade auch nicht ein. Aber noch mal von vorne: Halb-Newcomerin Banks, die uns im vergangenen Jahr mit “Warm Water” Pipi in die Augen trieb, hat beim BBC Radio 1 ein eins A Akustik-Cover von Aaliyahs Hymne “Are you that somebody” rausgehauen, wenn ich das mal so salopp sagen darf.

Die New Yorker R&B Sängerin wiederum vertonte quasi die ersten Jahre unserer Pubertät, war auf dem Schulhof mit dabei, im Urlaub und beim Lavalampen-Starren. Bis sie 2001 bei einem Flugzeugabsturz tödlich verunglückte. “R.I.P Aaliyah” stand fortan auf unseren Ledermäppchen geschrieben, aber so richtig glauben konnten wir’s erst als das Video zu “Miss you” veröffentlich wurde. weiterlesen

Musik // Beatrice Eli – “GIRLS”

– 19.03.2014 um 10.00 – Allgemein Musik

beatrce eli girls Musik // Beatrice Eli   GIRLS Beatrice Eli ist Schwedin und wird gern als “pop-punktress” bezeichnet, was vermutlich so viel bedeuten soll wie “Achtung, leicht zu konsumieren, aber keineswegs Bravo-tauglich”. Lange wusste ich nicht recht, was ich von dieser jungen Dame halten soll, oder eher: Von ihrer Musik. Mit “GIRLS” hat die kesse Beatrice mir allerdings den schweinigsten Ohrwurm der letzten Wochen ins Ohr gepflanzt. 

Es geht um offensichtliche sexuelle Gelüste, Lehrerinnen und Köpfe, die zwischen Beinen verschwinden. Ein bisschen Gefühl ist auch dabei, genau wie heiße, wellenartige Beats, für die Haben Berhe verantwortlich zeichnet. Kann man sich sehr gut anhören, diese audiovisuelle Mischung aus pubertären Glücksgefühlen und Ü20 Kellerparty mit Schaum oben drauf. weiterlesen

Track des Tages // Luna Luna – “Epiphany””

– 12.03.2014 um 16.22 – Allgemein Musik

Bildschirmfoto 2014 03 12 um 16.18.45 Track des Tages // Luna Luna   Epiphany”

Hinsichtlich Luna Luna geht es mir ähnlich wie den Mädchen von PonyDanceClyde. Schockverknallt und blitzverliebt, etwas anderes kann beim Anhören der New Yorker Musikerin auch kaum passieren. Zwar frage ich mich, aus welchem Grund man sich bloß “Luna Luna” nennt (ich muss da aufgrund vergangener Chart-Stürmer eher an weniger wohltuende Töne denken) und was dieses pitschnasse Facebook-Profilbild da soll, aber das soll bloß eine lächerlich unwichtige Nebensächlichkeit bleiben.

Viel interessanter ist schließlich die Tatsache, dass wir es hier mit einer waschechten Newcomerin zu tun haben, in Sinne von “der Youtube Clip hat bloß 23 Aufrufe” – und das, obwohl das Debütalbum schon am 20. April erscheinen soll. Hä? Wie dem auch sei: Die Musik ist so einfach wie brillant und gehört genau deshalb gehört: weiterlesen

Track des Tages// Temples – “Mesmerise”

– 07.03.2014 um 12.41 – Allgemein Musik

band des tages temples Track des Tages// Temples   Mesmerise

Wäre ich im Zeitraum der Entdeckung der TEMPLES, nämlich irgendwann zwischen 2012 und 2013, süße 16 Jahre alt gewesen, dann hätte James Bagshaw dort oben vermutlich das Weite suchen müssen. Ersoffen wäre er, der singende Gitarrist aus Northamptonshire, in einer Flut hormongetränkter Liebesbriefe. Vermutlich wissen 90% der hier Anwesenden längst, wovon ich spreche, die übrigen zehn Prozent sollten sich vor Drücken das Play-Buttons eventuell ein Paar dezente Spuckschüsselchen besorgen – es könnte nämlich zu vermehrtem Speichelfluss ob der wahnsinnig hinreißenden Bandmitglieder und der noch phänomenaleren Musik kommen.

Aber erstmal zu den Fakten: weiterlesen

Track des Tages // Lykke Li – Love Me Like I’m Not Made Of Stone

– 04.03.2014 um 19.46 – Allgemein Musik

Lykke Li Love Me Like Im Not Made Of Stone Track des Tages // Lykke Li   Love Me Like Im Not Made Of StoneAbgesehen von Damien Rice und Conor Oberst gibt es wirklich nur sehr wenige Menschen auf diesem Erdball, denen ich ihr nicht enden wollendes musikalisches Geheule verzeihen kann, ja denen ich sogar recht vergnügt beim öffentlichen Leiden zuhören mag. Neuerdings gesellt sich auch die Schwedin Lykke Li dazu, die in ihrer ersten Single zum im Mai erscheinenden Album “I never learn” in etwa so klingt wie eine junge Frau, deren Herz man kürzlich an den Galgen gehangen hat. Genau so war’s offensichtlich auch: 

“Every song on the album is a power ballad. Like one of those old radio stations. This is a slow dance; a slow burner. I wrote [»No Rest for the Wicked«] in Sweden when I was packing up my shit, and I’d just gotten out of a relationship and it was a horrible time. I just had the hurt, shame, sadness, guilt, longing. In the verse, I’m referring to myself pleading guilty but I’m referring to all of us.” (Pitchfork) weiterlesen