Kategorie-Archiv: Musik

Track des Tages //
The Pains Of Being Pure At Heart – “Kelly”

– 24.10.2014 um 11.22 – Musik

Bildschirmfoto 2014 10 24 um 10.45.20 Track des Tages // <br/> The Pains Of Being Pure At Heart   Kelly

Ich kann es nur immer wieder sagen: “The Pains Of Being Pure Heart” ist womöglich der schönste Bandname überhaupt und die Musik, die sich hinter dem Bisschen Pathetik verbirgt, lieferte noch dazu den Soundtrack zu meiner Indie-Keller-Studentenzeit, zu wilden Nächten mit meinen Mitbewohnerinnen Accy und Ricci Rock, zu einer Ära, die leider spätestens mit dem Tod des Pretty Vacants in Düsseldorf endete. Große Trauer. Aber immerhin hat genau jene Band überlebt, die uns mit “Heart in your Heartbreak” regelmäßig zum Tanzen, Weinen und Knutschen brachte. 

Zwei Alben hatten die New Yorker, dessen wahnwitziger Name übrigens auf dem gleichnamigen Buch von Charles Augustus Steen III basiert, bisher veröffentlicht, am 22. April erschien dann endlich Nummer Drei: “Days of Abandon”. Zum Song “Kelly” gibt’s neuerdings ein Musikvideo, in dem Jen Goma fordert: be someone’s baby, or nobody at all: weiterlesen

Track des Tages // BØRNS
– “10,000 EMERALD POOLS”

– 21.10.2014 um 16.21 – Musik

bornsborns22 Track des Tages // BØRNS <br/> – “10,000 EMERALD POOLS”

Mit Musik halte ich es ein bisschen wie mit der Nahrungsaufnahme. Finde ich in einem x-beliebigen Restaurant nämlich ein schmackhaftes Gericht, dann komme ich für die nächsten Wochen oder Monate erst gar nicht auf die Idee, etwas anderes auszuprobieren – bis mir der Gaumenschmaus irgendwann bis oben hin steht und ich zwangsläufig doch noch kulinarisch umsatteln muss. Finde ich ein Lied, das meinen Ohren und der Seele gut tut, mache ich’s in etwa genau so. Demnach kann ich heute auf eine stolze Zahl von 23 Plays des Tracks “10,000 Emerald Pools” zurückblicken, es ist also ein Wunder, dass mir der Ohrwurm des Künstlers BØRNS, der gerade sämtliche Musikblogs für sich beansprucht, noch nicht zum Halse heraus hängt. 

Fragt mich jetzt aber nicht, wer dieser verruchte musizierende Model-Typ aus L.A. überhaupt ist, der anfangs doch tatsächlich ein bisschen wie ein Mädchen klingt. Das weiß nämlich irgendwie noch niemand so genau. Aber er ist gut, wenn nicht sogar verdammt gut: weiterlesen

Musik-Crush //
ADNA – “Night”

– 15.10.2014 um 14.15 – Musik New Talent

Bildschirmfoto 2014 10 15 um 12.21.49 Musik Crush // <br/> ADNA   Night

“There’s so much with the night that is inspiring, because it is the silence that will bring out new sounds.”

Die Schwedin Adna ist erst 19 Jahre alt, sagt aber gern Dinge, die klingen, als hätte sie mindestens doppelt so viel Lebenserfahrung. Sie ist Nerd, Multiinstrumentalistin und auch ein bisschen wahnsinnig, mag die Nächte und Dunkelheit, weil dort mehr Platz für eigene Gedanken bleibt und beginnt jeden Songtext als Gedicht, den es später in eine Meldodie aus Gitarren, Klaviertönen und Percussions zu betten gilt. In nur fünf Nächten schrieb sie ihr Debütalbum “Night”, danach zog sie nach Berlin. Ihre Musik ist ein Mischmasch aus Romantik, Melancholie und einem Gesang, der streckenweise auch aus einem isländischen Wald voller Feenwesen stammen könnte. Große Musikliebe, vor allem “Dreamer” hat mir das Herz verknotet.

Am 13. November spielt Adna im Fluxbau. Hin da! weiterlesen

Track des Tages //
Erlend Øye – “Rainman”

– 02.10.2014 um 13.48 – box2 Musik

Bildschirmfoto 2014 10 02 um 13.06.34 Track des Tages // <br/> Erlend Øye   Rainman Loving you is like waiting for the rain to come” – ach, Erlend, du alter Wortakrobat. Es wird mir auf Ewig ein Rätsel bleiben, wie der musikalischste aller Sizilien-Auswanderer es immer wieder schafft, derart kafkaeske Texte zu schreiben: So einfach, so eloquent. Passend zu den bittersüßen Worten kombiniert der Kings of Convenience-Sänger gewohnt tänzelnde Töne, die für “Rainman” mit instrumentellen Kinkerlitzchen wie frisch von der Insel komplettiert werden. Wir hatten so etwas schon geahnt, denn bereits die erste Single-Auskopplung vom kommenden und vierten Øye-Solo-Werk “Legao” klang nach Mittelmeer-Luft und Songschreiben im Zitronengarten nebenan. 

Verantwortlich für das illustrierte Video ist die zauberhafte London College of Communication-Absolventin Clara Cebrian - anschauen und auf einen kleinen Ohrwurm gefasst machen:
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Mode + Musik // Der Mann der Fashion Week:
James Bay live bei Burberry Prorsum

– 18.09.2014 um 10.15 – Mode Musik

burberry Mode + Musik // Der Mann der Fashion Week: <br/> James Bay live bei Burberry Prorsum

Mein Instagram-Feed dreht durch und Schuld daran ist ein Mann: James Bay - ein Brite wie man ihn sich vorstellt, der zart nach nach Georg Ezra und James Morrison klingt und mit langem Zottelhaar, schlacksig dünnem Körperbau, markantem Gesicht, schwarzer Lederjacke und passendem Hut jedes Klischee erfüllt. Schuld für die volle Ladung Aufmerksamkeit ist Burberry Prorsum – oder besser gesagt Chefdesigner Christopher Bailey, der die Musik des Sänger bereits im vergangenen Februar für seine Herbst/Winter Show wählte und ihn dieses Mal sogar live auf den Runway holte.

Zwar feiert Mister Bay schon seit längerem größere Erfolge, der absolute Durchbruch dürfte ihm seit der großen Show wohl sicher sein. Letztere darf bei uns natürlich ebenso wenig unerwähnt bleiben. Et voilà: “The Birds and the Bees“ Die gesamte Spring/Summer 2014 Regenbogen Show inklusive James Bay Live-Einlage, versteht sich <3: weiterlesen

Track des Tages // Max Jury – “Black Metal”

– 09.09.2014 um 12.57 – Allgemein Musik

max jury black metal Track des Tages // Max Jury   Black Metal

Um Gottes Willen, manchmal möchte ich in einem monströsen Erdloch versinken, denn ich werde alt, oder zumindest älter als all die hübschen Burschen, die mir mit ihren Gitarren immer noch regelmäßig den Kopf verdrehen. Der Amerikaner Max Jury zum Beispiel ist gerade einmal 21 Jahre jung. Mit seinem Track “Black Metal” manövriert er sich aber geradewegs auf unsere Dienstags-Playlist, die vor allem von unangestrengten Tönen lebt, schließlich wurde ja gerade erst der Montags-Blues überlebt. 

Was wir hier hören, ist feinster Singer-Songwriter-Stoff, der nicht nur klangtechnisch, sondern auch textlich an Bob Dylan oder Paul Simon erinnert. Alles ein bisschen schnulzig, alles aber trotzdem wow: weiterlesen

Track des Tages // In Hope – “Blonde”

– 28.08.2014 um 8.33 – Allgemein Musik

bbdf2275 b5c5 4108 8312 70eecb7ff435 Track des Tages // In Hope   Blonde Heute Morgen saß ich erst einmal 20 Minuten teeschlürfend am Fenster, während das Duo “IN HOPE” mir den Soundtrack zum sanften Wachwerden kredenzte und noch dazu eine große Portion Glückseligkeit ins Herz jagte, so marode das auch klingen mag. Es sind Zeilen wie “Take me by your hand, cause I want to be boring with you“, die mich labil lächeln lassen und nicken und fühlen und jubeln. “It may sound a little bit naive, but that’s how love works sometimes. And let’s be in hope, that this won’t change so fast.

“IH HOPE” sind Piotr und Nicolonius, zwei Freunde aus -Achtung- Wiesbaden, die alles zusammen machen, auch Musik, und mittlerweile als die “Wes Andersons” des Indie gelten, jedenfalls dort, wo man sich auskennt. Klingt nach Bright Eyes, bloß ohne erhöhten Leid- und Heul-Faktor. Hallo ihr, ich bin jetzt mindestens euer zweitgrößter Fan. weiterlesen

Track & Video des Tages //
The Black Keys – “Weight of Love”

– 21.08.2014 um 14.21 – Allgemein Musik

black keys the weight of love lara stone video Track & Video des Tages // <br/>  The Black Keys   Weight of Love

Ich weiß, ich bin reichlich spät dran mit der Erkenntnis, dass “Weight of Love” vermutlich das schönste Lied der Woche, wenn nicht sogar des Monats oder Quartals ist. Ganz egal, was “The Black Keys” auch treiben, meist möchte ich schon nach den ersten Takten nichts anderes mehr tun als platt wie eine Flunder auf dem Sofa zu liegen, während mich Dan und Patrick in Trance musizieren. Diesmal sind aber nicht nur die einfachen wie eindringlichen Zeilen und Töne Schuld an meiner Verzückung, sondern auch dazugehörige Video, das beinahe so intensiv wie ein Kurzfilm über den Bildschirm flackert.

Topmodel Lara Stone wird unter der Regie von Rolling-Stone-Erbe und Fotograf Theo Wenner zur schönen aber wenig sympathischen Anführerin einer Sekte, die nur aus elfengleichen jungen Frauen und Mädchen zu bestehen scheint: weiterlesen

Track des Tages //
CELESTE WAITE – “BORN AGAIN”

– 05.08.2014 um 8.48 – Allgemein box3 Musik

celeste waite born again Track des Tages // <br/> CELESTE WAITE – “BORN AGAIN”Even in overpopulated ecosystems, there is always room for another intriguing voice“, schreibt Pigeon & Planes über Celeste Waite, die mit ihren gerade einmal 19 Jahren eine Stimme performt, wie wir sie für gewöhnlich nur in Whisky-getränkten Soul-Kellern vermuten. Noch dazu tauchte die Debüt-Single “Born Again” vollkommen aus dem Nichts auf, genau wie die Sängerin selbst. Alles, was wir wissen: Das werte Fräulein stammt aus Kalifornien und lebt inzwischen in London. Ein bisschen Beat-Nachhilfe gab’s außerdem von R&B Producer Tev’n

“Born again” klingt ein bisschen so, als hätte es sich Celeste Waite zur Aufgabe gemacht, sämtliche Vorzüge des aktuellen Pop-Geschehens in ihre eigene Form zu pressen, um den sowieso schon grandiosen Hit-Törtchen von Jessie Ware, Laura Mvula, Banks & Co noch ein paar Kirschen aufzusetzen: weiterlesen

Tracks des Tages // “Banks” vs. “Shura”

– 23.07.2014 um 14.00 – Allgemein Musik

tracks des tages Tracks des Tages // Banks vs. Shura

Eigentlich wollte ich euch heute nur ganz fix Fräulein Banks neuesten Track “Beggin’ for Thread” vom kommenden Album “Goddess” vorstellen, bloß war ich plötzlich gar nicht mehr so sicher, wie ich diesen Herzschmerz-Song überhaupt finden sollte, im Internet spricht man nämlich schon vom “bisher stärksten Werk” der 26-jährigen Musikerin aus L.A., ich hingegen habe Angst, er könne im Pop-Sumpf ersaufen.

Schwer begeistert bin ich allerdings von “Shura“, der britischen Newcomerin, die uns in diesem Jahr bereits mit “Touch” den Kopf verdrehte. Mit “Just Once” verhält es sich sehr ähnlich, was nicht zuletzt weisen Zeilen wie “If you get my name wrong I won’t get pissed off cause I wish I was somebody else” zu verdanken ist. Es ist, als hätte man Soko in den 80ern ausgesetzt und auf dem Fusion Festival wiedergefunden: weiterlesen

Track (+Video) des Tages //
Erlend Øye – “Garota”

– 21.07.2014 um 12.00 – box1 Musik

klein ErlendOye Garota singlecover itunes Track (+Video) des Tages // <br/> Erlend Øye   Garota

Wenn ein Norweger, durch dessen Körper reinste Pop-Zellen schwimmen, ein paar Jahre lang in Berlin lebt, um schließlich doch Richtung Sizilien und Sonne auszuwandern, dann sollte man vielleicht erst gar nicht versuchen, dessen Musik noch zu verstehen – egal, wie lange man selbiger schon lauscht. Irgendwo hört der Verstand sowieso auf. Und zwar genau da, wo das Fühlen anfängt, wo für minimalistische Instrumentalisierungen ausnahmsweise kein Platz mehr ist. 

„Garota“ klingt anders als alles, was wir von Erlend Øye kennen, pompöser und voller. Bläser, Percussion und Orgeln tänzeln um einen Text, der es sich wagt, von Obst zu sprechen, obwohl das Leben gemeint ist. Und dann: „Choose the life you want to live, give the love you want to give.“ Es ist wie immer bei Erlend – So einfach und trotzdem verdammt schwer.

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Track (+Video) des Tages // D E N A
– “Summer doesn’t mean a thing”

– 18.07.2014 um 11.48 – Allgemein Musik

Eigentlich hätten wir uns DENAs allerneustes Video zum Track “Summer doesn’t mean a thing” schon gestern ansehen können, bloß hatten sich die listigen Musikfüchse drüben bei DAZED Digital die Premiere bereits unter die Finger gerissen. Blöd für uns, phänomenal für Denitza, deren letzte Single bereits bei der VOGUE debütierte. Das klappt ja wie am Schnürchen.

Eigentlich immer wenn wir mit unserer Freundin Deni Muffins oder Schafskäse-Burger mampfen, vergessen wir, wie laut es um das Mädchen mit dem schönsten bulgarischen Vibe in der Stimme mittlerweile geworden ist, dass die Welt größer ist als Berlin und dass das Musikmachen längst nicht mehr nur in ihrem Kreuzberger Studio passiert, sondern sehr oft tausende von Kilometern entfernt. Als ich also zum ersten Mal das Video, um das es heute geht, zu Gesicht bekam, musste ich kurz schlucken und gleichzeitig jauchzen vor lauter Stolz: Das ist doch FUCKIN’ LOS ANGELES und WANN BITTE IST DAS PASSIERT, DU WARST DOCH NOCH NUR GANZ KURZ WEG. weiterlesen

Track des Tages //
Teesy – “Generation Maybe”

– 17.07.2014 um 9.00 – Allgemein box2 Musik

teesy Track des Tages // <br/> Teesy   Generation Maybe Was meinen Musikgeschmack betrifft, stecke ich regelmäßig in tiefen Tälern der Orientierungslosigkeit fest. Früher, da war das alles einfacher, da hat man halt Rap gehört oder nicht, Rage against the Machine oder Sun Ra, man war Pop-Muschi oder halbwegs hart drauf. Heute ist alles anders. Wer sich auf ein einziges Genre beschränkt, gilt ab spätestens 25 als beschränkt; es wäre auch viel zu schade, sich weiterhin in musikalischer Engstirnigkeit zu suhlen.

Dass ich aber irgendwann einmal heimlicher Teesy-Fan sein würde, damit konnte wirklich niemand rechnen, am wenigsten ich selbst. Ist jetzt aber so und zwar trotz des wahnwitzigen Titels seiner neuen Single feat. Megaloh: “Generation Maybe“. Irgendetwas klebt da nämlicher an in dieser Jungs-Stimme fest, etwas, das mich ganz verliebt macht und ziemlich arg an früher erinnert, an Zeiten, in denen Wiesen noch nach Gras rochen und nichts glückseliger machte als Freibad-Pommes mit Majo: weiterlesen

MBFWB // MALAIKARAISS für den Sommer 2015 – von Puderträumen, Polka Dots & Tukan-Prints

– 14.07.2014 um 15.53 – Mode Musik

malaikaraiss MBFWB // MALAIKARAISS für den Sommer 2015   von Puderträumen, Polka Dots & Tukan Prints

Ein perlenbestickter Blousons, der Tukan-Print im Allover Look, Menswear-inspirierte Silhouetten und eine bonbonfarbene Farbpalette, die wir eh am liebsten mögen. MALAIKARAISS setzte vergangenen Donnerstag wohldosierte Highlights, lieferte uns die nötige Portion Überraschungen und macht’s ganz einfach wie Chanel: Die Shorts gehört ab sofort unters Kleid.

Aber das ist längst nicht alles: Fräulein Raiss wird erwachsener, setzt auf mehr und mehr auf Details und beeindruckt durch aufwendige und durchdachte Stylings: Geschlitzte Capes können ab sofort easypeasy über die Schultern geworfen werden, Bettelarmbänder aus Gold binden wir von nun an um unsere Fesseln und Bustiers und schnieke Zweiteiler sind das neue Traumpaar. Getreu dem Motto: Wild at Heart – also traut euch was.  weiterlesen

Mixtape // Surviving Fashion Week

– 10.07.2014 um 9.44 – Allgemein box2 Musik

mixtape fashion week  Mixtape // Surviving Fashion Week

Ich sagte es bereits: Früh aufstehen ist banane, noch früher aufstehen macht banane. Das Einzige, was uns also dabei hilft, morgens weniger zu fluchen, ist Musik. Während des Aufwachens, Schminkens, Anziehens, Frühstückens, Bahnfahrens und manchmal auch zwischendurch. 

An Tagen wie diesen hören wir immer wieder die gleichen alten Schinken, zum Beispiel Started from the bottom, no we’re here. Weil Träume nicht immer Schäume sein müssen, man sich gelegentlich auch mal selbst auf die Schulter klopfen, aber trotzdem niemals zu ernst nehmen sollte. Happy Fashion Week! weiterlesen