Kategorie-Archiv: Musik

Mittwochs-Mixtape //
mit Sara McLear & Esther Silex

– 25.03.2015 um 9.06 – box2 Musik

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Manchmal sitze ich mitten in Berlin in meiner Dachgeschosswohnung mit dem schönsten Blick über die Stadt und vermisse dabei eine ganz andere: Köln und alles, was da an Dörfern im Umkreis von einer halben Stunde noch mit dran hängt. Einmal Rheinländer, immer Rheinländer, sagen die Jungs aus meiner Heimat gern, selbst jene, die mittlerweile in Toronto oder Österreich ein quietschfideles Leben fernab vom platten Land führen. Ich glaube, wir alle warten Jahr ein, Jahr aus heimlich auf Ostern und Weihnachten und zählen die Tage bis zur Reunion. Nicht wegen netter Nichtigkeiten, sondern wegen der Menschen dort, die wärmer sind als heiße Kirschen auf der Zuckerwaffel bei Tante Emma um’s Eck. Zwei davon sind Esther Silex und Sara McClear – Wir lernten uns 2013 kennen, als mir vom Techno noch ganz schwindelig war. 

Schon nach etwa zehn Minuten des „Hallo, ach schön, ist ja verrückt, die Welt ist so klein“-Kennenlernens, saß ich vor lauter Fassungslosigkeit mit herabhängendem Unterkiefer auf einem kleinen Sofa vor den beiden im Club und fragte mich, woher diese Raketen ihr Strahlen nehmen und die Energie, nicht nur auf einem einzigen sicheren Fest zu tanzen, sondern gleich auf allen, die irgendwie ins Konzept passen – auch beruflich. Esther hat schon immer gemacht, was sich im Moment irgendwie richtig anfühlte, den Mädchenflohmarkt zum Beispiel, genau wie Sara, die es nebenbei sogar noch schaffte, ihr Psychologie-Studium in London abzuschließen. Zusammen sind sie das ultimative Duo Infernale. Am Ende des Abends hatte ich übrigens kurzzeitig ein neues Idol: Die Djane Esther Silex – Einmal zwischen all den harten Kerlen so furchtbar beiläufig-lässig-anbetungswürdig mit der Mähne wedeln und dabei das beste Set von allen abliefern. „Mach doch einfach – und zwar nicht erst im nächsten Leben“. Da haben wir’s wieder. weiterlesen

Track des Tages //
Laura Carbone – „Heavy Heavy“

– 24.03.2015 um 12.08 – Musik

LauraCarbone5Laura Carbone glänzte längst in unserer Girlcrush-Interview-Serie und wir können keineswegs behaupten, dass sich irgendetwas an unserer Bewunderung für die Mannheimer Sängerin, die inzwischen solo durchgebrannt ist, geändert hätte. Jedes Mal, wenn Laura auf meinem Bildschirm auftaucht, schlägt mein inzwischen in die Jahre gekommenes Riot Grrrl-Herz ein kleines bisschen höher und ich beäuge heimlich und womöglich auch etwas liebevoll-neidisch, wie sie an ihrem Traum, dem deutschen Pop endlich ein bisschen Dark Wave einzuhauchen, und der donnernden Gitarre festhält. Ab und zu klingen die Songs ihres Albums „Sirens“ ganz so, als hätte David Lynch irgendwann die Branche gewechselt, um sich mit PJ Harvey und Chris Isaak zusammen zu tun, kurz bevor es aber zu düster wird, setzt das Glücksgefühl ein. 

Die neue Single „Heavy Heavy“ ist so etwas wie der Gegenentwurf zu Lena Meyer Landruts Versuch, endlich cool genug fürs Melt! Festival zu werden (pardon, das hat sie wirklich selbst so gesagt). Laura versucht’s nämlich nicht, sie macht’s einfach. Und zwar ganz ohne größe Anstrengungen. Wer echt ist, gewinnt sowieso (auch du, Lena). weiterlesen

Track des Tages // Konzert-euphorisiert:
Sleater Kinney – „Modern Girl“

– 19.03.2015 um 10.10 – Musik

slater kinney konzert berlinMir ist noch immer ganz schwindelig vom Konzert. SLEATER KINNEY sind für mich, seit meine Superfreundin Betty mir deren fauchende Ergüsse einst in unserem eigenen Proberaum (ja, wirklich, wir waren jung, trugen Netzstrumpfhosen und rauchten Kette) vorspielte, Göttinnen. Im Grunde wollte ich Gitarristin Carrie Brownstein (die inzwischen auch für die Kracher-Serie „Portlandia“ verantwortlich zeichnet) sein, oder zumindest mit ihr und Corin Tucker durch die Welt touren, um feministische Parolen und politischen Rock durch Konzertsäle zu schreien, was natürlich eine schlaufuchsdämliche Idee war, ich beherrschte damals ja noch nicht einmal einen gekonnten Barré-Griff und meine Finger verknoteten sich eher als dass sie auch nur ansatzweise so etwas großartiges wie „Dig me out“ zustande gebracht hätten. 

„Dig me out“, die dritte Platte der Band, die mit Vorliebe in die „Rot Grrrll“ Schublade gequetscht wird, obwohl damit nur die halbe Wahrheit gesagt ist, machte das Trio aus Portland 1997 zur Mädchen-Sensation, zu gewaltigen Stimmen der dritten Welle des Feminismus, zum nächsten großen Ding nach Bikini Kill oder L7. Vielleicht auch, weil die Gitarristinnen Carrie und Corin damals noch zusammen mit Drummerin Lora Macfarlane, die später durch Janet Weiss ersetzt wurde, den Funken Pop, den es zum Großwerden braucht, geschickt einzusetzen wussten – ohne auch nur im Geringsten an knurrender Attitüde einzubüßen. Mit dem Wechsel zum sagenumwobenen Label „Kill Rock Stars“ nahmen die Dinge seinen Lauf, die Alben „The Hot Rock“, „All Hands On The Bad One“ und „The Woods“ folgten, 2006 war dann vorerst Schluss – bis in diesem Jahr „No Cities To Love“ den Geist von damals zu neuem Leben erweckte. Und so standen wir also gestern da, mit Dr. Martens an den Füßen, die wir schon mit 15 trugen, um den Heldinnen unserer Jugend zum ersten Mal in unserem Leben live dabei zuzusehen, wie sie dem Rock in kurzen Kleidern den Sexismus austreiben. weiterlesen

GIRLCRUSH-INTERVIEW //
Musikerin Balbina „über das Grübeln“

– 12.03.2015 um 9.45 – box2 Menschen Musik

balbina girlcrush

Hallo Balbina, hallo Wunder, hallo Welt! Heute haben wir es (mal wieder) mit einem ganz besonderen Girlcrush zu tun. Oft begegnen uns Dinge im Leben, die wir durchaus seltsam finden. Warum? Weil sie eben nicht dem entsprechenden, was wir täglich sehen, fühlen und hören. Genau so etwas brauchen wir im Alltagsgrau und genau dafür brauchen womöglich auch Balbina.

Balbina schafft, was ich sonst sooft vermisse – sie ist mein neues Hörbuch, meine neue Version der Drei ???, sie ist irgendwie anders, zeitgemäß und so wundervoll, dass ich mich beim Reinhören in das neue Album „Balbina über das Grübeln“ dabei ertappt habe, dass ich immer noch wie festgenagelt in meinem Auto sitze, die Einkäufe auf dem Beifahrersitz selig wartend. Und eigentlich wollte ich auch gar nicht mehr aufstehen. Sondern einfach nur noch zuhören. Ganz bedingungslos. Ganz wunderbar. weiterlesen

Mittwochs-Mixtape //
Mit Mode-Redakteurin Katja Schweitzberger

– 11.03.2015 um 9.18 – box2 Musik

mittwochs mixtape katja schweizberger

Katja Schweitzberger hat irgendwann einmal Germanistik mit Schwerpunkt Sprachwissenschaft studiert, als Nebenfächer belegte sie Psychologie und Anglistik, dann folgten Praktika, unter anderem bei der ELLE. Ihr eigenes Blog „Bees & Ballons“ bereicherte unseren Kosmos darüber hinaus jahrelang mit überaus geistreichen Texten über die wunderbare Welt der Mode, was auch Herrn Hubert Burda schwer beeindruckt haben muss, denn seit 2011 hält die gebürtige Arnstädterin jetzt schon das Zepter bei Les Mads in der Hand. Im gleichen Jahr lernten wir uns übrigens kennen – dem Universum sei Dank, denn eine bessere Festival-Begleitung gibt’s wohl kaum.

Katja ist so ein Mensch, der jeden einzelnen Laufsteg-Look auswendig kennt, und trotzdem noch viel mehr im Kopf hat als Fummel und alles, was da noch mit dran hängt. Musik zum Beispiel. Viel Musik. Insgeheim vermute ich also schon lange, dass Frau Schweitzberger mindestens so gut über Tracks & Töne schreiben könnte wie manch ein chauvinistischer Spex-Redakteur, der meint, er hätte den guten Geschmack mit Löffeln gefressen, pardon. Wenn’s richtig laut wird, dann sieht man Katja manchmal mit geschlossenen Augen zum Beat wippen, ganz so, als würde sie im nächsten Moment zu schweben beginnen. Das nennt man dann echte, wahre Liebe. „Willst du noch ‚ne Cola?“ – Keine Chance. Denn wer mit der Musik in andere Sphären fliegt, der braucht kein Zucker um high zu werden.  weiterlesen

MITTWOCHS-MIXTAPE //
mit Art Direktorin & Beauty-Fee Hanna Schumi

– 04.03.2015 um 10.37 – box2 Musik

mittwochs mixtape hanna schumi„Häh? Wieso kennt ihr euch nicht? Was ist da los? Ihr seid doch quasi Kolleginnen und überhaupt! Hanna Schumi ist voll die Rakete, ihr würdet euch ganz wunderprächtig verstehen, das kann doch echt nicht wahr sein!“. So in etwa ging es zu, als eine gemeinsame Bekannte eines Tages bestürzt feststellten musste, dass Raketenhanna und ich uns noch niemals live und in Farbe gesehen hatten.  Tatsächlich hätten sich unsere Wege längst kreuzen können, denn die gebürtige Österreicherin ist nicht nur Art Direktorin und freie Autorin, sondern außerdem oberste Beauty-Beauftragte im Hause Journelles und das Mastermind hinter dem Blog Foxy Cheeks. Deshalb kam es irgendwann also doch noch wie es kommen musste; wir krachten während eines schnöden Events quasi aus Versehen ineinander und dann war’s auch schon passiert. #Gilrcrush-Funken flogen durch die Backstage-Lüfte und seither komme ich aus dem virtuellen Herzchen-Verteilen via Instagram (@foxycheeks) kaum mehr raus. 

Und das, obwohl ich, wann immer es um die Themen „Beauty“ und „Schminke“ geht, da stehe wie der Ochs im Wald. Neben unserer fulminanten Scalamari Jane ist Hanna also womöglich der einzige Mensch auf Erden, der mich verzückt auf Augenbrauen-Pasten und Produkte, die Namen tragen wie „Egofacto – Poopoo Pidoo“ stieren lässt. Umso neugieriger war ich ehrlich gesagt auf den Musikgeschmack, der sich hinter den vielleicht rosigsten Wängchen Hamburgs verbirgt. Zarter Pipimädchen-Pop? Denkste. Mademoiselle Hanna „The Foxy Fox“ Schumi ist entgegen aller Vorurteile ein ganz schön hartes Eisen: weiterlesen

Track des Tages //
Aurora – „Runaway“

– 02.03.2015 um 11.10 – Musik

aurora runaway

Die Norwegerin „AURORA“ ist gerade einmal 18 Jahre jung und steckt trotzdem schon bis zum Hals im Sog der düsteren Poparrangements, der sie sich verschrieben hat. Das ist, aufgrund ihrer eiswasserklaren Stimme, auch genau richtig so, denn trotz aller textlicher Schwere gelingt es der jungen Dame, die dort aufwuchs, wo sich gewiss auch der ein oder andere Hobbit wohl gefühlt hätte, die Balance zwischen klangtechnischer Mystik und dem Funken Optimismus, der die Spreu vom Emo trennt, zu halten. Sagen wir es so: Wäre J.R. R. Tolkien nicht durch und durch Schriftsteller gewesen, seine musischen Werke hätten womöglich ähnlich geklungen.

So in etwa sehen das auch sämtliche Feuilletons, die sich aufgrund der in Bergen geborenen Dompteuse erstklassiger Synthie-Elemente, pulsierender Beats und hypnotisierender Vocals seit Monaten überschlagen. „Runaway“ ist nach „Under Stars“ ein neuer Track, den man ewig weiter hören könnte: weiterlesen

MITTWOCHS-MIXTAPE //
Mit Regisseur & Producer Marcus Werner

– 25.02.2015 um 11.04 – box2 Musik

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Marcus Werner kann eigentlich alles. Geschichten erzählen aus aller Herren Länder, Kleinigkeiten auf dem Weg zum Bäcker entdecken, an denen die meisten anderen Menschen in gewohnt ignoranter Manier vorbei dackeln, Philosophieren, am liebsten über uns und die Gesellschaft, in der wir uns bewegen, er kann selbst den emotionslosesten Tänzer mit seinen DJ-Sets zu absurd-euphorischen Verrenkungen motivieren (demnächst holt er sogar den Paartanz zurück in unseren Kosmos!), Turban tragen ohne dabei auszusehen als käme er von einem anderen Planeten, er kann mindestens so engagiert über Ungerechtigkeiten schimpfen wie er Pasta kocht, er kann Stimmungen auf Fotopapier festhalten, als sie nie eine Linse zwischen ihm und dem Moment gewesen. Marcus ist so einer, der das Beste aus den Leuten, die er trifft und vor allem seinen Freunden rausholt, einer der liebenswertesten Berliner der Stadt, einer, der sich selbst ganz bescheiden als Regisseur und Producer bezeichnet, obwohl man die Liste passender Berufsbezeichnungen noch ewig weiter führen könnte. 

Und weil ich selbst Marcus aka DT64 aka einfach „Maggi“ nicht nur eine ganze Menge, sondern auch lange Nächte mit feinsten Tracks aus dem A’MILLION Potpourri verdanke, kam ich nicht umher, seinen wahnsinnigen Musikgeschmack für eines unserer Mittwochs-Mixtapes bündeln zu lassen. Es ist uns eine Ehre, du alter Romantiker. weiterlesen

Mittwochs-Mixtape //
Mit Katharina Zimmermann von Nike

– 18.02.2015 um 12.00 – box2 Mixtapes Musik

mittwochs mixtape kathi zimmermannKatharina Zimmermann macht einen ziemlich wichtigen Job bei Nike und zwar einen, der so komplex ist, dass ich auch nach mehreren Erklärungsversuchen („Energy Marketing Manager, alles rund um limitierte Produkte und Kollaborationen“) noch immer nicht verstanden hab, weshalb sie nicht einfach Chefin von allem dort drüben im Berliner Büro ist. Oder bist du das sogar, Kathi? Herrgott, ich weiß es nicht, dabei kennen wir uns jetzt schon seit, Moment, fünf Jahren. Ich saß damals noch als Praktikantin bei den Jungs von ArtSchoolVets als Katharina irgendwann auf den Innenhof geschlendert kam und mir ganz beiläufig vorgestellt wurde – ganz klein war ich vor Anerkennung, sogar ohne Hut. Schon allein wegen der mordsmäßigen Aura, die da an der fremden Schönheit mit der Traummähne noch mit dran hing. Und Freunde, ich sage euch eins: Ich bin so schrecklich Aura-fühlig, dass ich mich in der Supermarktschlange manchmal sogar umpositionieren muss (schlimme Schwingungen), auf mein Gefühl ist also Verlass und nein, ich bin nicht übergeschnappt und wenn, dann nur ein minibisschen. 

Kathi ist inzwischen glücklicherweise Teil meines Sonntagsbrunch-Lebens geworden, ein echtes Goldstück sozusagen. Eines mit einem hervorragenden Musikgeschmack noch dazu, weshalb ich euch ein paar Schmankerl aus der Serie „Frau Zimmermanns Gespür für schöne Töne“ keinesfalls vorenthalten möchte. Mit großen Worten hat meine Lieblings-Königin der verdrehten Redewendungen ( Pi Mal Daumen, nicht Prima Daumen, wirklich wahr) es allerdings nicht so, weshalb sie an dieser Stelle lieber Taten (und Tracks) für sich sprechen lässt: weiterlesen

Track des Tages //
Florence and the machine
– „What Kind of Man“

– 13.02.2015 um 12.28 – box1 Musik

what kind of man florence and the machine

Endlich, endlich, endlich. Nach „Lungs“, „Ceremonials“ und einer dreijährigen Studio-Pause schicken Florence and the Machine endlich ein neues Album in die Umlaufbahn. ‚How Big, How Blue, How Beautiful‘ erscheint im Juni, ein erster Vorgeschmack erreichte uns bereits mit dem gleichnamigen Titelsong, jetzt folgt die Single „What Kind of Man“ inklusive Video. 

Ich bin noch nicht ganz sicher, ob ich es hier mit einem künftigen Lieblingstrack zu tun habe, gewaltig ist er aber allemal, ganz zu schweigen vom dazugehörigen Text plus Stimmkraft. What kind of man loves like this / You holy fool, all colored blue / For a feet up on the floor / You do so much damage / How do you manage to keep crawling back for me? Dabei dreht sich die neue Platte weniger um das ewige Herzschmerz-Thema, als vielmehr um den zuweilen etwas anstrengenden Akt des Lebenlernens. weiterlesen

Mittwochs-Mixtape
mit Marieke Fischer von MTV Style

– 11.02.2015 um 8.00 – box3 Musik

mittwochs mixtape marieke fischerMarieke Fischer ist nicht nur Managing Editor bei MTV Style, inzwischen ist die überaus talentierte 23-Jährige auch für die beiden Magazine der Super-Kira, nämlich INDIE und MATERIAL GIRL verpflichtet worden. Mich wundert’s nicht die Bohne, irgendwer musste sich die textsichere Hamburgerin schließlich unter den Nagel reißen – blöd, wer’s bisher nicht getan hat. Ich spreche da sogar aus Erfahrung, denn die wahrlich wunderbare (!!!) Marieke und ich, wir lernten uns kennen, als sie mir (anfangs noch) als Praktikantin den Allerwertesten im Redaktionsalltag rettete. Schließlich übernahm sie selbst das Zepter bei MTV Style, während ich mich langsam vom Acker machte, Jane Wayne und dem Kugelbauch zuliebe.

Heute vermisse ich Madame ehrlich gesagt fast täglich, denn ein Leben ohne Mariekes Mixtapes und Büro-Playlists ist möglich, aber sinnlos. Ganz zu schwiegen von all den wilden Worten, urkomischen Geschichten und gemeinsamen Pizzamittagspausen mit Therapie-Effekt. Eh Supergirl, du hast ein Stein bei mir im Brett. Sagt man doch so, oder? weiterlesen

Track des Tages //
Soko – „Ocean Of Tears“

– 09.02.2015 um 10.00 – box1 Musik

Soko my dreams my realityEins vorweg: Der 28. Februar ist der Release-Tag von Sokos neuem Album „My Dreams Dictate My Reality“ und ich bin außer mir vor Freude, komme was wolle. „Ocean of Tears“ erschien jüngst als erster Vorgeschmack auf die LP und was soll ich sagen, vorbei ist es mit dem Indie-Mauerblümchen-Pop und unschuldig gesäuselten Morddrohungen („I’ll kill her“). Aus braunem Haar wurde in den vergangene drei Jahren Platin Bond, mädchenhafte Vintage-Kleider mussten für Goth-angehauchte Grunge-Klamotten weichen. Im übertragenen Sinne ging es Sokos Musik in ähnlicher Art und Weise an den Kragen, die Französin hat ihr musisches Konzept sozusagen komplett auf links gestülpt. 

Der Emo-Titel „Ocean of Tears“ verwundert in Anbetracht diverser Vorgänger-Songs zwar nicht wirklich, das, was sich beim Abspielen offenbart allerdings schon. Sarah Jane muss sich noch immer vom Schock erholen, ich hingegen habe als bekennende Soko-Instagram-Stalkerin schon eine kleine Vorahnung gehegt, denn wer mit Ariel Pink rumhängt und durch L.A. schlawänzelt, der kann irgendwie nur große gute Flausen im Kopf haben. Um es in den Worten von Dazed Digital zu sagen: „Party the pain away with the fuzzed-out singer in a sea of bunny heads and donuts„: weiterlesen

Track des Tages // Rihanna feat. Kanye West & Paul McCartney – Four Five Seconds

– 05.02.2015 um 18.05 – box3 Musik

d089b5cb08798b4281306ddeb6ca0379.1000x1000x1Unseren heutigen Track des Tages teile ich gewiss nicht, um euch etwas Neues zu zeigen, ganz im Gegenteil, vermutlich war ich gestern eine der letzten Menschen überhaupt, die feststellten, wie großartig „Four Five Seconds“ ist. Ich bin jetzt also ganz offiziell Rihanna-Fan, das wollte ich bloß noch schnell in den Feierabend hinaus rufen. 

Seit 9 Stunden laufen die selben Zeilen jetzt schon rauf und runter und ich finde, Kanye West, Ex-Beatle Paul McCartney und Riri machen ihre (gemeinsame) Sache ganz schön gut – und die Performance im Video, Mr West! Da ist aber einer ziemlich aus sich raus gekommen. Nein, ganz im Ernst: Pop hin oder her, „Cause all of my kindness, is taken for weakness“ und all das, beschert mir Gänsehaut vor Entzückung. Merci. weiterlesen

Mittwochs-Mixtape //
Von PR-Profi Selina Bauer

– 04.02.2015 um 12.54 – Musik

mittochs mixtape selina bauerMusik ist mir beinahe das Schönste und Wichtigste auf der Welt, aber es kam so, wie es mir prophezeit wurde. Die schwindende Freizeit frisst meine Seele auf, nur noch ganz sporadisch komme ich dazu, nach tollen Tönen Ausschau zu halten; eine Schande ist das. Die lange vernachlässigten Mittochs-Mixtapes werden fortan also von Lieblingsmenschen, spannenden Persönlichkeiten und Helden der audovisuellen Szene zusammen gestellt. Ein bisschen Abwechslung ist für unsere und auch eure musikalischen Geschmacksknospen schließlich auch eine Wohltat.

Den Anfang macht heute Selina Bauer, PR Managerin bei der wunderbaren Agentur Arne Eberle press+sales, die unter anderem eines unserer liebsten deutschen Brands, nämlich Reality Studio, betreut. Knackige 24 Jahre ist die Schönheit jung, ihr Musikgeschmack schwimmt irgendwo in anderen Sphären und auf Lela & Hype tumblert sich „Selina Lela“ außerdem den guten Geschmack aus der Seele. weiterlesen

Track des Tages //
Tove Styrke – ‘Ego’

– 03.02.2015 um 9.05 – Musik

tovetove

Ich finde, manchmal muss es Pop sein. Nämlich dann, wenn es draußen grau ist, am frühen Abend kurz bevor der Akku leer geht oder während man sich zwischen rostrotem und quietschpinkem Lippenstift entscheiden muss. Gleichzeitig macht Pop aber auch, dass ich mich in etwa so alt fühle, wie mein großer Cousin gewesen sein muss, als ich dachte „Scheiße, was ist mit dem los, wieso kennt der die Charts nicht mehr?“. Unser heutiger Track des Tages stammt nämlich von der Schwedin Tove Stryke, die 1992 geboren wurde und irgendwann einmal den dritten Platz der skandinavischen Castingshow „Idol“ belegte. Obwohl die New York Post Styrke schon 2011 „als eine von zehn Artists To Know In 2011″ listete, habe ich noch nie, aber wirklich nienienie etwas von dem jungen Hüpfer gehört. Es ist also so weit, ihr wisst schon.

Ob ich „Ego“ wirklich mag oder nicht, kann ich kaum sagen, denn eigentlich ist dieses, sagen wir, „Geplänkel“ gar nicht mein Ding. Die Zeilen „I wanna hold you but you’re untouchable / You’re too caught up in your ego / I wanna love you but you’re making it impossible“ erinnern mich dann aber doch so sehr an früher und diesen einen Typen, der mich einst in den Wahnsinn trieb, dass ich heute Morgen beim Sockensuchen in Gedenken an meine Jugend doch ein bisschen durch die Wohnung hüpften musste: weiterlesen