Kategorie-Archiv: Outfit

Outfits // 3 x Zwischendurch

21.03.2017 um 12.43 – Outfit Wir

Nach monatelanger Mode-Langeweile bin ich gerade dabei, meinen eigenen Kleiderschrank neu zu entdecken, und auch aus- und aufzuräumen, aber trotzdem kommt mir immer wieder der Alltag dazwischen. Manchmal trage ich tagelang die gleiche Jeans und wechsle bloß Socken und was man noch so austauschen muss, weil Leben, aber dann, dann packt es mich. Oder auch nicht. Auch das ist in Ordnung, aber manchmal reicht schon ein kleiner roter Ohrclip, um gegen die Tristesse anzukommen und wieder Freude am Spiel mit modischem Firlefanz zu schnuppern. Es geht jedenfalls bergauf, die Leidenschaft brodelt hier und da schon wieder. Und bald seht ihr auch wieder regelmäßig mehr von uns, versprochen. Den Anfang machen immerhin drei Outfits von Zwischendurch, wie damals, im Sommer, als man gar nicht richtig über die vermaledeite Garderobe nachdachte und sich trotzdem stets pudelwohl fühlte. Einfach darum: weiterlesen

OUTFIT // Gabrielle Chanel

20.03.2017 um 12.15 – Outfit Wir

Ich kann mich noch ganz genau an diesen einen Tag erinnern, als Sarah und ich uns nach fünf Jahren gemeinsamer Selbstständigkeit jeweils einen heimlichen Traum erfüllten, der uns insgeheim viel zu hochtrabend, oberflächlich und verschwenderisch vorkam. Eine Chanel-Tasche sollte es für jeden von uns ein. Es gibt zwar keine Entschuldigung für so viel Wahnsinn, aber auch keinen anderen Anflug von grenzenloser Unvernunft, den ich je so wenig bereut hätte. Kurz zuvor hatte ich noch mit zwei Beuteln Chipsfrisch im Bett gesessen und Audrey Tautou dabei zugesehen, wie sie die junge Coco Chanel im gleichnamigen Film spielte, wie eine Tänzerin zur Designerin wurde und eine ganze Branche umkrempelte, wie Coco, die eigentlich Gabrielle hieß, die Frauenmode revolutionierte und das Korsett abschaffte.

Man muss, glaube ich, ein bisschen verrückt sein und auch verliebt in das alles, um nachempfinden zu können, weshalb eine Marke derart viele Gefühle und Assoziationen und sogar einen kleinen Funken Stolz hervorrufen kann. In dem Moment zum Beispiel, als wir den Store verließen und wussten, dass wir es ganz allein bis hierher geschafft hatten, ohne Gönner, ohne Eltern, ohne Investoren. Nach einem Jahr Hartz IV, in dem wir Tag und Nacht tippten, zwei weiteren Jahren mit weniger Monatsgehalt als andere für ein paar Schuhe ausgeben, und ganz viel Durchhaltevermögen. Wir brauchten noch eine Weile um zu realisieren, dass wir langsam aber sicher immer unabhängiger und dass Existenzängste längst überflüssig geworden waren. Meine rote Chanel-Tasche ist damit quasi so etwas wie eine tägliche Erinnerung daran, dass man auch dann weitermachen sollte, wenn der Rest der Welt denkt, man hätte sich in brotlosen Träumen verstrickt. weiterlesen

Outfit // Mal wieder „Unvorteilhaft“

13.03.2017 um 8.36 – Outfit Wir

Es gab eine Zeit, da konnte Kleidung für mich gar nicht körperfern genug sein. Bollerig lautete die Lieblingsbezeichnung für meinen Stil, weit und eben urgemütlich. Auch meine Schwangerschaft änderte rein gar nichts daran: Nicht, weil ich sie auf Teufel komm raus verstecken wollte, mir war bloß einfach nicht nach quetscheng und figurbetont. Ganz einfach. Schon damals sagte man mir, ich könne mich vorteilhafter kleiden, denn so wirke ich dicker als in Wirklichkeit. Die Wirklichkeit aber sah so aus: Ich nahm 24 kg zu, hatte Wassereinlagerungen an allen erdenklichen Körperstellen und wollte einfach alles, außer mich mit „vorteilhaft“ beschäftigen – denn: Ich wollte mich bloß wohlfühlen. Irgendwann war Wilma endlich da, das Wasser sofort aus meinem Körper und es folgte die Zeit der knatschengen Jeans: Ich konnte es einfach nicht mehr abwarten, das alles Form hatte und Halt fand und so verliebte ich mich erneut in Skinnies, obwohl Flared Pants längst den Ton angaben.

Warum ich euch das alles erzähle? Weil Beurteilungen wie „unvorteilhaft“, „gedrungen“, „stampfig“ oder „unschmeichelhaft“ mir seit immer gehörig auf den Geist gehen. Ich bin jedenfalls mit meinem geliebten Bollerlook zurück, dank unserer eigenen Kreation für Kauf dich glücklich – und könnte damit nicht glücklicher sein. Ein „darin wirkst du ein bisschen gedrungen“ konnte ich auf Instagram längst einheimsen, ein Problem gibt’s deswegen trotzdem längst nicht mehr. Was bedeuten schon solche Beurteilungen, wenn man sich selbst so rundum pudelwohl fühlt, hmm? Eben. Gar nichts. weiterlesen

OUTFIT // „The Second Sex“

06.03.2017 um 11.22 – Mode Outfit Wir

Die letzten Wochen waren trubelig, was nicht heißt, dass ich sie nicht genossen hätte, aber verflucht eben auch. Genau wie die Tatsache, dass ich kein vielarmiger Tintenfisch bin, obwohl mir ja selbst dann noch die schwer benötigten Zusatz-Finger zum Umsetzen neuer Ideen fehlen würden. Was ich eigentlich sagen will: Selten habe ich mich im Angesicht eines Ist-Zustands so überfordert und gleichzeitig saufroh gefühlt. Am 1. März hat unsere erste eigene Kollektion das Licht der Welt erblickt, bis dahin gab es kaum einen Tag Pause. Denn das hier musste ja trotzdem laufen, genau wie alles Administrative hinter den Kulissen und pipapo. Jetzt jammere ich natürlich auf hohem Niveau, aber keineswegs über das Pensum, das brauche ich ja irgendwie auch fürs Seelenheil, sondern über die vielen Neuerungen und Rubriken und Ansprüche an Jane Wayne, die da derzeit in meinem Hirn schlummern. Eigentlich ja prima, bloß: Wann sollen die denn endlich raus da? Irgendetwas ist ja immer. Und ich weigere mich, noch mehr aus der Hand zu geben, wir wollen schließlich keine gesichtslose Nachrichtenseite werden. Ich rege mich jetzt also mal ganz schnell ab uns versuche an meinem eigenen Zeitmanagement zu arbeiten, das lässt seit der unverhofften Schmetterlinge im Bauch und noch dazu dem Frühlingsbeginn nämlich wirklich auch zu wünschen übrig.

Zurück zum Montags-Outfit also: Wenig selbstlos trage ich mein Lieblingshirt aus der „Bonjour Simone“ Kollektion (ihr wisst, Simone De Beauvoirs Buch „Das andere Geschlecht“) und auch die dazugehörige Hose. Wer letztere mag: Seid gewarnt, sie fällt riesig aus, ich trage hier eine XS. Das ist Absicht, weil ich persönlich die Jeans zuweilen ganz oben in der Taille, aber dann auch wieder etwas lockerer, so wie hier, kurz über dem Bauchnabel tragen mag: weiterlesen

Outfit // Mit Popeye-Gedächtnisbluse, Mom Jeans & roten Boots

27.02.2017 um 9.05 – Outfit Wir

Eigentlich wollte ich in diesem Februar gar nicht in Berlin sein. Ich wollte es meinem gefilterten Instagram-Stream gleich machen und Reißaus nehmen – mindestens zwei Wochen lang. Aber ihr kennt mich: Ich bin eine Urlaubsorga-Niete mit Sternchen und so saß mal wieder hier im grauen Berlin. Während mein Standard-Spruch bei all meinen Freunden mit Hängerchen derzeit an das trübselige Wetter da draußen erinnert und ich versuche, jedes Wehwehchen damit zu rechtfertigen, geht mir selbst so allmählich die Puste aus – ach, wäre ich doch nur in Guadeloupe. Die krönenden Highlights des Wochenendes: Ein fieberndes Kind an beiden Tagen und eine nicht enden wollende Schlange vor dem The XX Konzert, in der uns zarter Sprühregen noch mal daran erinnerte, dass man im Februar am besten gänzlich zuhause bleibt – oder ein Land mit Sonne auf der Karte wählt.

Na gut, genug Miesepeterstimmung: Immerhin sorgte das Trio am Ende noch für Entschädigung und zappelnde Körperteile. Als Schlechtwetter-Durchhalte-Belohnung gönnte ich mir außerdem ein paar orangerote Wildlederboots und kramte meine Popeye-Gedächtnis Bluse im Vichy-Muster heraus, um dem Grau da draußen zu trotzen und folgenden Spruch wirklich mal wieder wortwörtlich zu nehmen: Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur falsche Kleidung. Ha! weiterlesen

New In // Stripy Stine Goya Pants
– oder: Sommerhose trotz Winter

09.02.2017 um 16.45 – Outfit Wir

shop the look stine goyaSpätestens seit Gannis #Lovesociety habe ich einen Narren an roten Hosen gefressen und zwar nicht nur an der auf dem Laufsteg gezeigten Version aus Kord, sondern so ganz grundsätzlich. Noch dazu dachte ich gerade außerdem über die Anschaffung eines gut sitzenden Nadelstreifenmodels nach (dazu später mehr) und so kam es, dass ich im Angesicht der „Vinnie Pants“ von Stine Goya zur herzäugigen Karikatur meiner selbst mutierte. Blöd nur, dass dieses Geschenk des dänischen Himmels überhaupt nicht wintertauglich ist, ein Hauch aus Nichts sozusagen, aber umso hübscher geschnitten, beinahe perfekt. Es muss nämlich ausnahmsweise nichts gekrempelt werden; bei einer Größe von 1.73m ragt das gute Stück in etwa bis zu den Knöcheln. Und weil wir es hier in guter alter Stine Goya-Manier mit einem recht körperfernen Stück Stoff zu tun haben, fallen die darunter gemogelten Thermostrümpfe auch kaum aus. Wollblazer und Rolli drüber, fertig. Und auch warm! Ich finde sogar, mit einem Ledergürtel getragen bekämpft man sogar jeden Pyjamaparty-Vorwurf: weiterlesen

OUTFIT //
„Zieh dich doch mal wie ein Mädchen an“

06.02.2017 um 10.16 – Outfit Wir

hosenanzug

„Hallo, Herr van Dinther!“ lachte mein Lieblings-Späti-Verkäufer mir entgegen, als ich am Samstag Hosenanzug-tragend eine Packung Kaugummi bezahlten wollte. Es dauerte nicht lang, da fühlte ich mich auch schon wieder vier Jahre zurück versetzt, ich weiß nämlich noch ganz genau wie man damals mehrheitlich auf meinen ganzen Stolz, den braunen Zweiteiler von Wood Wood, reagierte. Mit Unverständnis nämlich. Ich glaube sogar, eine entfernte Kollegin wollte mir irgendwann einmal durch die Blume zu verstehen geben, dass in „solchen Fällen“ ein kleiner Stilbruch angebracht sei, hohe Hacken etwa oder roter Lippenstift, der Weiblichkeit zuliebe. Ich hingegen habe bis heute nicht verstanden, warum Kleidung überhaupt „vorteilhaft“, „sexy“ oder „feminin“ sein muss. Sie darf es sein, keine Frage, aber wichtiger ist doch, dass sie sich gut anfühlt und dem Gemüt entsprechend. Ich glaube zudem kaum, dass man mich aufgrund meiner Kleidung für einen Mann halten könnte und selbst wenn – wie furchtbar? Keineswegs. Damals kommentierte sogar jemand, ich hätte in diesem Aufzug etwas von einer „Lesbe“. Soso.

Ich tobte. Aber einzig und allein, weil nicht fassen könnte, dass es offenbar noch immer Menschen gibt, in deren kleiner Welt es wichtig scheint, von welchem Ufer das Gegenüber stammt, die glauben, man könne aufgrund von Kleidung oder der Nasenspitze per se auf die jeweilige sexuelle Orientierung schließen. Ich schrieb damals: „Wer weiß das schon“. In der Uni war ich schließlich mal kurz in ein Mädchen verguckt gewesen, bis ich schließlich feststellten musste, bis über beide Ohren heterosexuell zu sein. Ich dachte im Angesicht dieser Erkenntnis jedenfalls nur „aha“ und nicht „jippie“. Und lachte mir fortan ins Fäustchen, wann immer mir jemand aufgrund meiner Kleidung, Gestik oder Mimik eine Liaison mit einer meiner besten Freundinnen, die -Wahnsinn- lesbisch ist, nachsagte.  weiterlesen

OUTFIT //
Schnipp, Schnapp, Pony ab.

01.02.2017 um 8.50 – Outfit Wir

Asos Reclaimed vintageIch hab‘ noch gesagt „Sarah Jane, Freundinnen, Mama! Haltet mich davon ab, mir jemals wieder einen Pony zu schneiden!“ Und zwar in weiser Voraussicht. Denn jedes Mal, wenn sich mal wieder ein Mikropony über meine relativ kurz geratene Stirn legte oder Jane Birkins Antlitz mich dazu inspirierte ganz parisienne ein paar Fransen über den Augenbrauen baumeln zu lassen, ertrank ich früher oder später in der Erkenntnis, dass für mich persönlich bloß ein Mittelscheitel funktioniert – schon allein wegen der mir von Opa Edmung mitgegeben Superwirbel, die sich quer über den gesamten Kopf legen. Jetzt ist es trotzdem passiert. Die optische Langeweile hat mich gewohnt unerwartet und in einem plötzlichen Anflug von Veränderungswahn in die Hände meiner Küchenschere getrieben, etwa fünf Minuten bevor ich das Haus verlassen musste, um pünktlich „Lala Land“ zu sehen. Wenig später saß ich also samt Mütze im Kino und verstand weder mich noch den Hype um Ryan und Emma. Ein schrecklicher Abend.

Zum Glück sah die Welt am darauffolgenden Morgen schon wieder ganz anders aus. Meine neue Frisur half mir nämlich immerhin über die vor kurzem attestierte Modemüdigkeit hinweg und so machte ich den gestrigen Dienstag schließlich zu meinem persönlichen „endlich-wieder-Overdressed-im-Alltag“-Debüt 2017. Inklusive selbstbewusst getragenem Vorhang vor der Birne. Ich weiß zwar nicht, wie es jetzt weiter gehen soll, mit einem Besuch beim Profi etwa oder Monaten voller Klämmerchen und Spangen, aber ich werde das schaffen. Und frohen Mutes sein. Darüber, dass ich mit 28 Jahren immer noch in der Lage bin, mich wie 16 zu fühlen und auch genau so zu handeln. Macht ja auch irgendwie Spaß: weiterlesen

Outfit // Von Sonntagen.

30.01.2017 um 9.11 – Outfit Wir

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Das Wochenende ist uns, spätestens seit Wilma und Lio da sind, absolut heilig. Termine werden bewusst ignoriert und nur, wenn es wirklich unbedingt nötig ist, wird der Laptop am Abend noch mal ausgeklappt. Und so verbrachte ich meine freien Tage fast ausschließlich im Freien, spazierend durch Kreuzberg im Sonnenschein, mit einem späten Frühstücksbesuch im Halleschen Haus, einem Apfelstrudelstopp bei Nike und einem Pizzadate bei meinem liebsten Italiener, bevor es abends wieder gemütlich auf die Couch ging. Ich habe mich mit meinem Sommerurlaub beschäftigt, mich der Altersvorsorge aka Wohnungsimmobilien gewidmet, die eigene Bude auf Vordermann gebracht und zum ersten Mal mit Wilma bis halb 10 geschlafen. Kurzum: Ich hatte das langweiligste Wochenende seit langem und es ist mir so gut reingegangen, wie lange schon nicht mehr.

Und so passierte es gestern, dass ich euch bei Sonnenschein eigentlich auch mein liebstes, unaufgeregtes Outfit der vergangenen Tage zeigen wollte, aber so rumtrödelte, bis sich Berlin auch schon wieder von seiner grauesten Seite präsentierte. Huppala, wie Wilma sagen würde. Ich gelobe Outfit-Knipserei-Besserung und wünsche euch eine ganz wunderbare Woche. Die wird hier im JW Office übrigens ganz furchtbar aufregend, denn wir dürfen ab heute Abend auf Instagram in kleinen Appetithäppchen endlich die Katze aus dem Sack lassen, womit wir uns seit rund einem halben Jahr ganz nebenbei beschäftigen. AUFREGEND! weiterlesen

Outfit //
Die neue Levi’s® 501® Skinny ist da ❤️

24.01.2017 um 7.00 – Outfit Wir

levis 501 In meinem Kleiderschrank befinden sich derzeit ganze vier Jeansmarken: Kings Of Indigo, Weekday, Closed, und: Levi’s. Alle vier haben es geschafft, mich um den Finger zu wickeln. Kings of Indigo wegen des Apfelpo-Zaubers, Weekday wegen der bequemen Schnitte und schlichten Waschungen, Closed aufgrund der 80er-Jahre Gedächtnis-Silhouetten und dann noch Levi’s – am meisten wohl aufgrund von Nostalgie, Geschichte und Erinnerungen an Lieblingsbands, aber auch wegen der langjährigen Liebe, die irgendwo im Secondhand-Laden begann. Ihr kennt das bestimmt.

Noch bis vor Kurzem stand ich also regelmäßig da und versuchte die auf Leder-Embleme gedruckten Herren-Größen in meinen Taillenumfang umzurechnen, ich suchte ein schwarzes und ein weißes Modell, ein hellblaues sowieso und schleppte beinahe jedes einzelne zum Schneider. Die Beine fielen nunmal stets zu schlabberig aus, was in meinem Fall vor allem am Flunder-Hinter liegt, aber eben auch am irgendwann einmal allgegenwärtig gewesenen „Bootcut“, der einem wirklich ständig als fast einziger Haken der Hosen von früher in die Quere kam. Manch einer mag auch den damit zusammen hängenden Hose-frisst-Po-Look nicht. Ich schon. Und trotzdem stand mir der Sinn irgendwann nach einer knallengen Levi’s 501, die ohne großes Ausbessern sitzt. Und da war sie plötzlich, die 501 Skinny, die obendrein mein Graues-Jeans-Loch füllte. weiterlesen

FASHION WEEK BERLIN //
Outfit Tag 2. Vintage Rules 🍒

23.01.2017 um 9.23 – Outfit Wir

sarah

Man könnte uns Modemüdigkeit unterstellen – oder zumindest: Berliner Modemüdigkeit – doch dem ist keinesfalls so. Weil wir an dieser Stelle noch nicht alle Schauen rauf und runter besprochen haben, entstehe der Eindruck, flüsterte man mir. Vor allem dann, wenn man sich die Vorjahre im Vergleich dazu ansehe. Na, klar: Auf unserer allerersten Berliner Modewoche vergaßen wir fast zu atmen, weil wir nicht nur wirklich ausnahmslos ALLE Schauen besuchten und auch ALLE Runway-Bilder selbst schossen, wir schrieben auch zu ALLEN Präsentationen einen kleinen Bericht. Euch hat’s am Ende wahrscheinlich genauso wenig interessiert wie uns, bloß mussten wir uns schließlich erst einmal einfinden, in diesen ganzen Modewahnsinn. Und so wurden wir mit den Jahren selektiver und wollen heute auch nur die Designer besuchen, die uns am Herzen liegen und mit ihrer Schnittkunst wirklich überzeugen.

Bloß ist es so, dass die Berliner Modewoche auch nach 7 Jahren noch immer so plötzlich und so kurz nach Weihnachten kommt, dass wir planungstechnisch gern mal versagen, Elina und Scalamari Bali und LA dem Berliner Januar lieber vorziehen, Nike Jane ab Tag 2 auch noch mit einer Erkältung flach lag und, ach ja, da war ja was: Zwei Minis sowieso viel wichtiger sind, als jeder Modezirkus dieser Welt. Also entschuldigt in diesem Jahr die kleine Verzögerung. So viel sei versprochen: Wir sind noch lange nicht fertig mit Vladimir Karaleev, Perret Schaad und Co und haben selbstverständlich die ersten Trends für euch ausgemacht. Aber dazu später mehr.  weiterlesen

Outfit // Von Chloé aus zweiter Hand
& lookalike Boots

04.01.2017 um 10.43 – box1 Outfit Wir

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Ganze zweimal haben wir im vergangenen Jahren die virtuellen Türen zugeknallt und sorgten somit selbst für die mit Abstand schönste Freizeiteit: In Bella Italien tanzten wir auf der schönsten Hochzeit unserer Freundin Geli, während wir die Weihnachtszeit gemeinsam mit unseren Familien im Rheinland verbrachten. So richtig können wir zwei eben nur entspannen, wenn wir wissen, dass auch die jeweils andere nicht vor dem Laptop sitzen muss und gleich doppelt und dreifach Arbeit zu bewältigen ist. Weihnachten gehört uns und unseren Herzmenschen – und keine Email und keine News können da wichtiger sein.

Wer mir auf Instagram folgt, der weiß allerdings auch, dass ich nicht nur im Rheinland weilte, sondern dass es direkt nach Weihnachten mit dem Liebsten auch nach Antwerpen ging: Christmas Detox, sozusagen – oder auch: Mein Weihnachtsgeschenk an den Herzjungen, der sich nichts sehnlicher wünschte, als endlich mal wieder aus- und durchzuschlafen. Und weil Antwerpen quasi um die Ecke lag, meine Mama und Wilma mal wieder aufs Neue ein Herz und eine Seele waren, ging es ganz ohne schlechtes Gewissen in die wohl gemütlichste Stadt zur Weihnachtszeit, die ganz nebenbei bemerkt ein „Designer Second Hand“- und Vintage-Paradies ist. Und genau dort wurde ich natürlich auch ganz unverhofft schon zum zweiten Mal fündig:  weiterlesen

Outfit //
Ein Wochenende in Paris

09.12.2016 um 10.45 – Outfit Wir

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Ich mache es kurz: Tschau graues Berlin! Well hello, sonniges Paris! Weil eine Freundin aktuell in Paris lebt, um dort ihren Master in Mathematik zum Ende zu bringen, zieht es mich für dieses Wochenende kurzerhand zu ihr: Mädchenzeit, Sonne tanken, raus gehen oder ganz einfach in ihrer 14 m² Wohnung bis zum Mittag im Schlafanzug rumhängen – ich bin bereit! Spontane Trips sind noch immer die schönsten und so habe ich Anfang dieser Woche einfach mal wieder das getan, was ich viel zu oft aus Bequemlichkeit eben nicht mache: Reißaus nehmen und der grauen Wintersuppe Tschüssi sagen.

Während Wilma und der Herzbub es sich also schön muckelig daheim machen, werde ich für 48 Stunden au revoir sagen. Ich flattere also geradewegs geblümt nach Paris. In diesem Sinne: Habt ein zauberhaftes Wochenende <3 weiterlesen

OUTFIT // Hair Bow.

08.12.2016 um 11.36 – box3 Outfit Wir

norse projects coat

Vergangene Woche habe ich mein Badezimmer entrümpelt, das war streckenweise selbstverschuldet eklig, obwohl ich wirklich nicht hätte ahnen können, dass sich das Fußpuder vom Mann wegen eines losen Deckels binnen weniger Sekunden wie eine vorweihnachtliche Schneelawine über mein komplettes Bürsten-Sammelsurium ergießen würde. Mir war ein bisschen, als habe das Universum plötzlich so etwas wie Mitleid mit mir verspürt, denn noch während sich mein Gesicht der Schwerkraft ergab, fiel mein Blick auf eine verloren geglaubte Kiste. Die Kiste. In der sich über die Jahre offensichtlich sämtliche Haarspangen passend zu unterschiedlichsten Lebensabschnitten angesammelt haben. Ganz oben lag eine Ungetüm aus Samt und ich kann nur vermuten, dass sie aus einer Zeit stammt, in der ich heimlich Chuck Bass anhimmelte. Schande über mein Haupt, oder eher: Schleife an mein Haupt. Man wird ja wohl hin und wieder ein bisschen in Nostalgie versinken dürfen.

Passend dazu trage ich eine 15 Jahre alte Samthose von Closed, die ich, man mag es kaum glauben, irgendwann aus dem Schrank meiner Mutter fischte: weiterlesen

Outfit // Musterchaos.

28.11.2016 um 9.33 – Outfit Wir

_MG_2422Ich brauche mittlerweile nicht bloß nur Kontaktlinsen, um überhaupt noch Gesichter auf der Straße erkennen zu können, ich habe auch erst kürzlich festgestellt, dass eine weitere Sehschwäche unlängst ein kleines Spielchen mit mir spielt: Offenbar sehe ich nämlich meistens andere Farben, als alle anderen um mich herum: So besitze ich beispielsweise eine Tasche, die für mich ganz offensichtlich cremefarbend ist, für den Rest der Welt aber ganz eindeutig Gelb leuchtet. Ich habe einen Mantel, der in meinem Universum ganz eindeutig braun scheint, für alle anderen allerdings unrüttelbar Aubergine ist. Nach anfänglichen Witzeleien, stehe ich jetzt also permanent völlig verwirrt da und frage lieber fünfmal nach, ob dieses und jenes zueinander passt, ob die beschriebene Farbpalette überhaupt richtig benannt wurde oder ob ich mich ganz offensichtlich mal wieder vertan habe.

Im Grunde könnte mir all das natürlich völlig schnuppe sein, wenn’s in meiner eigenen Realität doch funktioniert, bloß bringen einen verwunderte Blicke schon mal ganz schön in aus dem Konzept. So einfach ist die neu gewonnene Erkenntnis allerdings nicht, sie sorgt für Chaos und betitelt offensichtlich falsche Tatsachen. Für das heutige Musterchaos schiebe ich die Verantwortung allerdings kurzerhand auf den Herzbub, der mich mit seinem „Klar, geht das“-Kommentar zu meinem Sonntagsoutfits zwischen warmen Rot (das ist doch Rot, oder?), Streifen und Karooffensive sogar bestärkt und das Ganze gestern kurzerhand zwischen Gemütlichkeit daheim und einem Plätzchenback-Date geknipst hat. weiterlesen