Kategorie-Archiv: Outfit

OUTFIT // Mondays.

– 08.02.2016 um 12.39 – Outfit Wir

norse projects woman

Mein lieber Scholli, für Gewöhnlich halte ich nicht viel von dieser altbekannten Jammerei über trübselige Montage, heute bin ich aber wirklich ganz vorne mit dabei. Als sei der Alltag gerade nicht sowieso schon stürmisch genug (sogar im wahrsten Sinne des Wortes, in meiner Heimat mussten die allermeisten Karnevalsumzüge aufgrund von Tiefdruckgebiet Ruzica abgesagt werden), hat jetzt auch noch mein geliebter Laptop den Geist aufgegeben, kurz vor einer Deadline – des Teufels Küche bekomme ich heute also womöglich von Innen zu sehen.

Jedenfalls habe ich am Morgen dementsprechend beschlossen, mir vorerst keine weiteren Gedanken über mein Antlitz zu machen, weshalb ich mich erneut in meine Sonntagsausflug-Garderobe von gestern schmiss. Alles gut für die Seele, die Hose leiert nämlich nicht aus, die Winter-Vans halten dank Futter warm und die Eierschalen-weiße Regenjacke trocken. Und morgen kommt dann hoffentlich wieder ein bisschen Sonne durch. weiterlesen

OUTFIT // Cord-Days aren’t over

– 22.01.2016 um 9.49 – Outfit Wir

gucciNach einem Tag ganz im Zeichen der bunt beschuhten Schlichtheit, habe ich schließlich in der Motten-Kiste gekramt, einen geblümten Pullover gefunden, der selbst meiner Oma hervorragend stehen würde und noch ein bisschen Kord hinzu gefügt, alles mit ein bisschen Alessandro Michele im Kopf. Um die Kälte-Panik der letzten Tage kurz zurecht zu rücken: Auch während der anderen Fashion Week Tage trug ich einen Mantel sowie Ski-Unterwäsche und Thermo-Strumpfhose, bloß ging es obenrum ausschließlich schwarz zu, deshalb ließ ich das Jacken-Ungetüm auf den Bildern einfach weg, also wirklich Freunde, ich bin doch nicht verrückt. Könnte man spätestens beim Anblick der obigen Zusammenstellung aber durchaus vermuten, schon klar. Gucci ist Schuld, ihr wisst es längst. Dort drüben in Italien sind die Zeiten der skandinavischen Geradlinigkeit nämlich endeutig gezählt, stattdessen wird es wild und wunderbar.

Das Prinzip ist im Grunde ganz einfach: Mische zusammen, was nicht zusammen gehört. Das große Ganze macht am Ende nämlich irgendwie doch wieder Sinn. In meinem Kopf war es jedenfalls so, aber über (meinen) Geschmack lässt sich bekanntlich streiten: weiterlesen

OUTFIT //
Adieu, Minimalismus.

– 20.01.2016 um 8.30 – Outfit

sarah 3

Ich sag euch was: Alessandro Michele verdreht uns hier noch vollends den Kopf. Statt puren Minimalismus steht Kombinationsfreiheit auf dem Plan, Regeln werden auf den Kopf gestellt und Farbgesetzte außer Kraft gesetzt. Mode soll Spaß machen, darf unsere verspielte Seite wieder vollends zum Vorschein bringen und funktioniert derzeit als ziemlich aufmunternder Kontrast zum aktuellen Weltgeschehen. Mach ich’s oder lass ich’s bleiben? war gestern Morgen also die Frage der Fragen.

Während ich Nike Jane noch ein Bild von meinem Outfit schickte, allerdings vergebens auf eine Antwort wartete, weil genau die bereits in aller Herrgottsfrühe zu einem Shooting düste, beschloss ich also mutig zu sein und das neue, flatterige Gucci-Lookalike mit meinem karierten Vintage-Fund aus dem vergangenen Jahr zu vermählen. Machen oder sein lassen? Am Ende entschied die Zeit – und der Freund, der doch tatsächlich für mutig sein plädierte. Und so zog ich los – und fühlte mich im Gewusel der Fashion Week am Ende ganz schön wohl.  weiterlesen

OUTFIT //
Hello, hello Fashion Week

– 19.01.2016 um 7.30 – Outfit

chanel shirt vestiaire collective

Man kann mich mit nur sehr wenigen alltäglichen Angewohnheiten jagen, normalerweise bin ich wirklich für jeden Schabernack zu haben, aber wenn ich eines hasse, dann ist es das Telefonieren und wahrscheinlich wird sich daran vorerst nichts ändern – außer, jemand schafft es, mir dieses Hexenwerk ausnahmsweise mal wirklich anschaulich und verständlich zu erklären. Nicht das Verstehen an sich macht mich in dieser Angelegenheit nämlich irre, sondern das Begreifen. Es ist mir schlicht nicht möglich.

Sarah Jane nahm heute Morgen jedenfalls keine Rücksicht auf meine kleine Aversion und knipste trotz kurzer Handy-Unterbrechung, während selbiger ich wie ein trauriger Tiger auf und ab lief, munter drauf los. Ein Wunder, dass ausgerechnet das Bild dort oben zu meinem Favoriten wurde, vermutlich, weil mir bei all der unterbewussten Foto-Bambi-Blick-Schielerei ein Hauch Ernsthaftigkeit ganz gelegen kam. Was ich dabei trug, macht, dass ich vor Freude und Erfurcht ins Stabbern ( Stottern trifft Sabbern) gerate. weiterlesen

OUTFIT // Into the woods

– 13.01.2016 um 10.29 – Outfit Wir

and other stories kart kleid Alles in meinem Leben ist gerade das, was man unter normalen Umständen wohl als stürmisch bezeichnen würde, viele Dinge, die jahrelang wie selbstverständlich zu meinem Alltag gehörten, sind plötzlich nicht mehr da, Gewohnheiten mussten über Bord geworfen werden, die Routine hat sich verändert. „Things that don’t change die“, sagt man und womöglich ist was Wahres dran. Die Vorstellung des Loslassens vom liebgewonnenen Stillstand und des unbekannten Neuen haben mir eine Scheißangst eingejagt – bis ich plötzlich mittendrin stand im wilden Leben, das mich wider aller Erwartungen nicht umzubringen, sondern entspannter zu machen scheint. Und mutiger. Vor ein paar Monaten war es Henry David Thoreau, der mir mir seinem Buch „Walden“ einen ersten Schubs verpasste. Die unaufhörliche Aufregung und Sorge vieler Menschen ist eine fast unheilbare Krankheitsform. Wir übertreiben die Wichtigkeit von allem, was wir tun, und wie vieles geschieht doch ohne uns.“ Ich habe mir nach über 300 Seiten in den Wäldern mehr als diesen Satz hinter die Ohren geschrieben. Aber dazu später mehr.

Ulkig ist jedenfalls die Tatsache, dass sich meine Kleidung  häufig meinen Gedanken anpasst, aber das kennen wahrscheinlich die meisten von euch. Heute also Holzfällerin – vielleicht schaffen Sarah Jane und ich es 2016 sogar endlich, auf Pilzjagd zu gehen. weiterlesen

OUTFIT // Frosty Summer

– 12.01.2016 um 8.40 – Outfit Wir

mes demoisellesIch dachte eigentlich, das Jahr 2016 würde mir den Boden unter den Füßen wegziehen, zumindest der Anfang, denn Anfänge sind zwar schön, aber auch so aufregend, dass es manchmal kaum auszuhalten ist. Seltsamer Weise kam alles anders als erwartet, draußen ist es kalt, aber aus meinem Allerwertesten scheint die Sonne. Seit ein paar Tagen könnte ich Bäume ausreißen, weshalb ich am Wochenende aus gegebenem Anlass das passende Schuhwerk wählte. Auch den Rock warf ich mir ganz bewusst und dem Winter zum Trotz über – gar nicht mal so dumm, der Erfindung der Thermostrumpfhose sei Dank. Die Erkenntnis der Woche lautet jedenfalls: Gelegentlich behält sogar das Floskel-Schwein Recht. Was dich nicht umbringt, macht dich stärker. Und mutiger! Und vielleicht auch ein bisschen Banane.

Ich genieße jetzt also noch ein bisschen den Chiquita-Matsch in meinem Kopf und räume meinen Kleiderschrank um. Frühlingsgarderobe nach vorn – ich habe nämlich wirklich die Nase voll von Eiszeiten und Tristesse. weiterlesen

Rückblick 2015 // Outfit Round Up

– 07.01.2016 um 12.33 – Outfit Wir

best of outfits 2015Beim Durchforsten meiner liebsten (und auch seltsamsten) Outfits des vergangenen Jahres sind wir hier im Office nicht nur ein Mal in Tränen ausgebrochen; Rotz und Wasser haben wir gelacht ob meiner Posing-Performance. Ein Highlight ist jedenfalls der ständig wiederkehrende Ausfall-Schritt, obwohl auch der verträumte Blick nach links aufgrund einer vermeintlichen Schokoladen-Seite nicht zu verachten ist, ebenso wenig wie der Boden-Glotzer. Was sich in zwölf Monaten außerdem alles an meinen Füßen abgespielt hat, ist durchaus Geschmacksache,  ich würde es allerdings immer wieder genau so machen. Nicht ganz so selbstbewusst bin ich bezüglich der ersten Monate vom ziemlich bunt gemischten Jahr 2015 unterwegs, meine Güte. Was ich mir bei diesem Wurstpellen-Rock aus Leder gegen Ende des Sommers gedacht habe, weiß ich auch nicht mehr.

Und bitte halte mich davon ab, mir jemals wieder einen Micro-Pony schneiden zu lassen. Denn auch, wenn ich nicht gerade behaupten würde, kleidungstechnisch plötzlich in einen eins A Stil-Topf gefallen zu sein (ich bin vielmehr häufig verwirrt und ständig auf der Suche), habe ich zumindest zu meinem persönlichen Haar-Glücl gefunden und das heißt „lang“. Ist zwar ein bisschen langweilig, aber mit Mittelscheitel lässt sich ganz unkompliziert leben. Und im nächsten Jahr schaffe ich es dann vielleicht, mehr Schmuck-Mut zu beweisen, der ist bei mir nämlich offensichtlich ziemlich rar gesät. So, und nun los, hier das Schlimmste und Schönste aus dem Jahr 2015: weiterlesen

Rückblick 2015 //
Sarah Janes Outfit-Round-Up

– 06.01.2016 um 9.01 – box2 Outfit

sarah teaser

2015 wird wohl auf ewig zu einem der aufregendsten Jahre in meinem Leben gehören: Sowohl beruflich als auch privat. Wir gründeten nicht bloß unsere eigene Consulting und wurden Mit-Gründerinnen eines weiteren Groß-Projekts (von dem wir euch schon ganz bald mehr erzählen dürfen), pünktlich zum Jahresanfang wurde ich bekannterweise auch noch schwanger – und sorgte für absolutes Chaos. Himmel, könnt ihr euch das noch vorstellen? Für mich ist das mittlerweile wirklich kaum noch vorstellbar, gar eine Ewigkeit her. Bis SSW 25 konnte ich meinen Bauch vor euch geheim halten und kurz darauf schwenkte ich auch schon in Jammerstimmung um, führte am Ende bloß nur noch zwei Paar Schuhe aus und kapitulierte irgendwann ganz. Im Nachhinein kann ich darüber nur noch laut lachen, aber ich sag’s euch: Zu der Zeit war vor allem die Outfitsuche in meinem Kopf wirklich ein tagtägliches Kopfzerbrechen. Aber was red‘ ich: Ihr erinnert euch sicher.

Was sonst 2015 outfittechnisch noch so los war? Zum zweiten und vorerst letzten Mal sollte ein Pixie Cut her, die Kleid-über-Hose-Kombination sorgte für Kopfschütteln und das Revival der 70er bescherte mir große Schlaghosen-Liebe. Aber seht selbst: Outfit-Round-Up 2015. Schön, dass ihr so oft dabei wart, ermutigt und mitgelitten habt <3 weiterlesen

Outfit // MINUSGRADE

– 05.01.2016 um 11.29 – Outfit Wir

chanelEigentlich hatte ich vor, den ersten Arbeitstag in Jogginghose und Ski-Unterwäsche zu verbringen, wenn die Temperaturen nämlich ins Minus rutschen, dann kann mich der gute Geschmack meist kreuzweise. Es ist nicht so, als wäre es diesmal anders gewesen, bloß ist es am Ende nicht das komplette Gammel-Outfit geworden, sondern ein seltsam zusammen geworfenes Potpourri sämtlicher Lieblingsstücke, die halbwegs wetterfest sind. Das mag ein bisschen komisch aussehen und auch nach Autoscooter-Chic gepaart mit Peter-Lustig-Schuhwerk, aber so sieht sie nunmal aus, die Wahrheit, die ich im Laufe der Mittagspausen-Käsebrot-Pause dann doch irgendwann lieb gewann. Für die Hunter Boots erntete ich von der einen Hälfte unserer Büro-Nachbarn neckisch-belustigte Blicke, die andere Hälfte jedoch sprang für mich und die Gummischuhe in die Bresche und erzählte von jüngst eingefangenen New-York-Eindrücken – dort trügen sie sie alle, diese Stadt-tauglichen Entenschuhe, die ja doch ein bisschen witzig seien.

Wie auch immer, ich stehe zu meinen Weihnachts-Schappern und mit schwänzle fortan mit WOll-Sohle und selbstbestrickten Socken durch sämtliche Pfützen. Die Parra-Jacke allein würde der Eiszeit übrigens nicht standhalten, deshalb: Immer eine Daunen-Weste drunter stopfen. Zum Beispiel von Uniqlo. Ahoi. weiterlesen

Outfit // Gemütlich zurück –
in Lieblingsstücken

– 04.01.2016 um 10.39 – Outfit

Processed with VSCOcam with a6 preset

Zwei Wochen haben wir in guter, alter Tradition den Laden dicht gemacht, sind in die Weihnachstferien gesegelt, zu unseren Familien in die Heimat getingelt und haben rein gar nichts gemacht, außer uns mit den Liebsten zu treffen und offline einen Gang runter zu schalten. In guter, alter Tradition bin ich während dieser Mission natürlich wieder krank geworden, liege seit Silvester mal mehr, mal weniger diszipliniert im Bett und schmiede mit Schnupfnase schon jetzt den nächsten Auszeit-Plan, um diesmal wirklich alle Viere von mir zu strecken: Weihnachten und entspannte Tage in einem Satz auszusprechen, ist eben doch meist bloß ein Wunschgedanke, der nur äußerst selten so richtig der Realität entspricht. Bevor ich hier aber noch sentimental werde, heißt’s also ins furchtbar aufregende Jahr 2016 zu schauen und sich an die großartigen Neuerungen für 2016 zu machen (dazu später mehr). Ein Vorhaben wird dabei gleich heute in die Tag umgesetzt: Noch mehr in Klassiker investieren und euch in Alltagslooks präsentieren.

Selbstverständlich folgt auch hier in den nächsten Tag unsere persönliche Rückblick-Serie aus dem unfassbar aufregenden Jahr 2015: Mit den liebsten Artikeln und den persönlichen Meilensteinen der kleinen JW Welt. Wir machen uns allerdings erst einmal an die liegengebliebenen Kleinigkeiten hier im Office – und melden uns so flott wie möglich wieder bei euch <3 weiterlesen

OUTFIT //
Rainbow Pussy Bow

– 18.12.2015 um 11.44 – Outfit

edited the label 11
Das derzeitige Lieblingsbuch meines Sohnes heißt „Der Dachs hat heute schlechte Laune“ und könnte er seinen Beobachtungen schon mithilfe von mehr als vier gegurgelten Wörtern Ausdruck verleihen, heute hätte er mich „Mama Dachs“ genannt. Dachstage treten besonders häufig Freitags auf, wenn das Hirn schon auf Energiesparmodus läuft, die Zeit bis zum Wochenende sich trotzdem zieht wie ein Hubba Bubba und der Stapel an Unerledigtem sich bis zur Decke türmt. Man könnte jetzt meinen, ein grauer Schlabberlook wäre dem Anlass entsprechend eine gute Wahl gewesen, zum Verschwinden, und normalerweise halte ich es auch genau so. Heute wäre aber alles nur noch schlimmer geworden, ich muss nämlich spätestens zum frühen Abend guter Dinge sein, da wartet die erste Kita-Weihnachtsfeier auf mich.

Also: Regenbogen-Schluppenbluse aka „Pussy Bow“ an, Kirschkleid von EDITED the Label darüber geworfen, fertig. Haltet mich für übergeschnappt, aber so ein bisschen Farbe hilft schonmal ein bisschen – Zum Drin-Verstecken taugt ja immerhin schon der Monstermantel: weiterlesen

OUTFIT //
NikeLab x Sacai

– 16.12.2015 um 12.21 – Outfit

nike sacaiVor ein paar Wochen war ich einen ganzen kurzen Tag lang zu Besuch in Hamburg. Dort gibt es bekannter Weise den Concept Store U2 und weil das Universum mir eine kleine Mittagspause gönnte, fand ich mich irgendwann leicht lethargisch an Kleidern fühlend im Erdgeschoss wieder – Schuld war das japanische Brand Sacai, das zwar schon 1999 von einer gewissen Legende und ehemaligen Comme des Garçons-Mitarbeiterin namens Chitose Abe gegründet wurde, allerings erst wieder durch die fortlaufende Kollaboration mit NikeLab auf meinem geistigen Bildschirm landete. Seither möchte ich baden in ihren flatternden Designs, die nicht selten als feministisches Statement gedeutet werden. Baby und Business sollten sich nach der Geburt von Abes Tochter nicht weiter ausschließen, mit einengenden (modischen) Regeln und Erwartungen an die moderne Mutter gebrochen werden – ein Grund mehr für die Designerin ihr eigenes, unabhängiges Label zu gründen (mit dem sie der Branche als alleinige Besitzerin übrigens ein weiteres Schnippchen schlägt). Klingt alles ganz nach unserem Geschmack, aber jetzt wo NikeLab auch noch mit im Spiel ist, steht wohl im wahrsten Sinne des Wortes mein Name drauf.

Meine beiden Favoriten aus dem neusten Drop der Kollektion trage ich heute vor lauter Euphorie einfach gleichzeitig: Eine Destroyer Jacke samt Faltenwurf am Rücken plus Woll-Rock mit elastischem Bund. Ihr wisst schon: Bewegungsfreiheit für Schreibtsich-Akrobatik und anschließende Indianerspiele im Tipi.  weiterlesen

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Traum erfüllt.

– 15.12.2015 um 12.10 – Outfit

Processed with VSCOcam with c1 presetDann und wann und eigentlich furchtbar selten, da gönne ich auch mir eine Anschaffung, die mit einer rationalen Betrachtungsweise nicht mehr zu verargumentieren ist. Da macht’s peng im Kopf und die Entscheidung wird getroffen, ganz tief aus dem Bauch heraus. Untermalt wird sie natürlich trotzdem mit betonfesten Argumenten wie: Das habe ich mir jetzt einfach verdient. Das wollte ich schon immer haben und Diese Anschaffung wird mich ein Leben lang begleiten. Weil ich kein Auto habe, keine multifunktionale Thermo-Küchenmaschine brauche, ziemlich wenig Geld für Urlaub ausgebe, Nächte durcharbeite und weil „sich gönnen können“ eben auch mal sein muss, haben wir’s gestern getan: Wir waren bei Chanel. Und. Waren. Unvernünftig. Himmelherrgott ja.

Seitdem ich denken kann, steht eine Chaneltasche auf meiner Wunschliste: Irgendwann einmal die Klassik, dann die 2.55 und schließlich die Woc – die Wallet on Chain, ein schwarzes, zeitloses Mini-Täschchen mit zartem Logo, güldener Kette und Platz für bloß das Nötigste. Gestern habe ich doch tatsächlich zugeschlagen – und laufe seither ganz furchtbar stolz mit meiner kleinen Woc durch die Gegend. Kneift mich einer, denn ich hab’s getan! weiterlesen

OUTFIT // Elevator

– 10.12.2015 um 9.40 – Outfit

jil sander mantelGestern Abend habe ich mich verliebt. In einen Aufzug, ein geflügeltürtes Esszimmer und Charlottenburg – vielleicht die nächste Wohnungs-Anlaufstelle? Gut möglich, allerdings graut es mir vor der Einsamkeit in weiter Ferne meiner Freunde, die es sich allesamt in Neukölln oder Kreuzberg heimelig gemacht haben. Vielleicht muss aber auch nur irgendwer den ersten Schritt machen, wer weiß. Ganz sicher hingegen bin ich mir, dass mein wiedergefundener Mantel mich begleiten wird, wohin ich auch gehe. Das Jil Sander-Woll-Monstrum ist meines Erachtens eine ziemlich gelungene Fusion aus Wüstenplanet Tatooine-Charme, Safari-Farbe und Bademantel, da kann man nicht viel falsch machen. Ganz anders sieht es mit der bunten Bluse aus, die ich zum Abendessen trug, ich schätze nämlich es handelt sich hier um einen Meinungs-Spalter der Extraklasse. Während das 2nd-Hand-Fundstück in mir selbst geschleifte Gucci-Gelüste auslöst, finden andere: Motto-Party-Kitsch. Und der Aigner-Gürtel? Stieselig, meint mein Büro-Nachbar. Herrje, man kann es nicht allen Recht machen. Das Gute ist bloß: Muss man ja auch gar nicht.

Mehr Mut zum eigenen Geschmack ist die viel bessere Lösung: weiterlesen

OUTFIT // MSGM BOOTS

– 08.12.2015 um 12.24 – Outfit Wir

msgm bootsIch bog gerade mit meinem Fahrrad um die Ecke, da bemerkte ich, wie meiner Freundin Jule das Gesicht entgleiste, sie sah in etwa so aus wie das Emoji mit den weit aufgerissen Kulleraugen. Meine Schuhe jedenfalls mauserten sich binnen weniger Sekunden zum neuen Dekolletee, als ich eine Cowboy-mäßige Vollbremsung vor ihr hinlegte, sagte sie nämlich nicht mir hallo, sondern den Primärfarben-Boots an meinen Füßen. Dann ein schallendes Lachen, aber eines der herzliche-verwirrten Art: „Junge, Junge, Junge – ich schnall ab, sind die granatenmäßig.“ Ein paar Stunden später fand ich mich an der Supermarktkasse wieder, alle Blicke der Wartenden vor und hinter mir klebten auch diesmal unterhalb des Knöchels, manch einer konnte augenscheinlich nicht fassen, worin ich da gen Einkaufsbong schlurfte, andere zwinkern mir mit erhobenen Daumen und durchaus aufmunternd zu. So ist das immer wenn ich Schuhe wie diese trage, eines Tages legte ich für einen kurzen Augenblick lang sogar den Secruity-Check-In lahm, die Herrschaften vom Flughafen mussten nämlich erst einmal genau nachschauen, was da so funkelt. Ich mag das. Weil ich mir ziemlich sicher bin, dass die Geschmacksverirrungen hin und wieder für kurzfristige gute Laune bei meinen Mitmenschen sorgen, und sei es nur, weil sie meinen, es mit einer Verrückten zu tun zu haben. Ist ja durchaus möglich.

Ich mache jedenfalls meine jetzt über ein Jahr zurück liegende Schwangerschaft für diese neue Passion verantwortlich, irgendwo auf dem Weg zur Brut müssen mir wirklich ein paar Hormone durchgebrannt sein. Aber seis drum, mein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk an mich selbst, das mir übrigens der Mörder-Sale im KaDeWe bescherte, könnte kaum unvernünftiger und gleichzeitig erquickender sein: weiterlesen