Kategorie-Archiv: Outfit

OUTFIT // In Knallfarbe unterwegs

01.07.2016 um 8.24 – Outfit

Sich in der Schwangerschaft Kleidung für die Zeit danach zu kaufen, macht eigentlich ziemlich wenig Sinn. Wenn der Kopf aber mal wieder aus geht, und nur noch der Bauch spricht, dann kann es allerdings doch mal passieren, dass man unvernünftig wird. Als ich im vergangenen Jahr auf Pressereise mit Veja durch das Centre Commercial Wunderland stolperte, war ziemlich schnell klar, dass ich den Einteiler von Margaux Lonnberg nicht einfach zurück lassen konnte. Er passte so grade noch und da meine Kugel so mini war, hatte ich keinen Zweifel daran, dass ich die kommenden Wochen darin auch noch durch den Kiez ziehen würde.

Leider falsch, denn kurz nachdem ich wieder in Berlin war, machte es auch schon plopp und ich spazierte als kleines Walross durch die Gegend. Margaux musste also warten, sollte bereits mehrfach verkauft werden und versank irgendwann in meiner Schublade. Von den Nervenzusammenbrüchen während der Fashion Week habe ich bereits gestern geklagt, bis mir auch an Tag zwei ein längst vergessenes Schätzchen wieder vor die Füße viel. Dich geb‘ ich nie wieder her, du hübsche Sonne. weiterlesen

OUTFIT // MBFWB
Mit Blumen & Oldies unterwegs

30.06.2016 um 8.03 – Outfit

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Die Fashion Week löst auch nach 5 1/2 Jahren noch immer leichte Panik in mir aus: Nicht, weil der Terminkalender auch in diesem Jahr wieder unrealistisch vollgepackt wurde, sondern weil die Outfit-Wahl mich regelmäßig an meine Grenzen bringt. Völlig bekloppt auf der einen, völlig normal auf der anderen Seite. Sich „schick“ zu machen, statt verlottert von Event zu Event zu schluffen, versteht sich da mittlerweile von selber. Das war nicht immer so, aber wenn man schräg auf die 30 zugeht, dann darf man sich an dieser Stelle eigentlich auch mal ein paar mehr Gedanken machen, schon klar.

Bloß waren die vergangenen Wochen hier so turbulent, die Zeit so knapp, dass das First World Problem „Was ziehe ich an?“ galant vor mir her geschoben wurde. Und so zog ich am Montag noch flott zwei Stunden Wilma-frei los, um auf die schnelle doch noch was Hübsches zu kaufen – und fand nichts. Nada. Niente. Ich schob das Problem also eine weitere Nacht vor mir her, um an Tag 1 der Fashion Week morgens um 6 Uhr noch einmal einen Blick in den Schrank zu werfen. Und so fand ich auf die allerletzte Minute doch noch was: Ein rosagrünes Irgendwas, ein grünes Crop Top, einen Blumenmantel, der eigentlich mal ein Kleid war und liebste Schuhe für liebste Anlässe. Weniger Nachdenken, einfach machen. Check! weiterlesen

Outfit // MBFW Tag I
Mit Rüschen Jeans & DIY Halsschmuck

29.06.2016 um 9.45 – Outfit Wir

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Kurz vor der Fashion Week sitze ich immer da und denke still und heimlich „Och nö“ in mich hinein, geht es dann aber wirklich los, versinke ich glücklicherweise ganz rasch in gegenteiligen Gedanken. Ich bin sogar meist ein bisschen beschwipst vor Vorfreude auf all meine Kollegen und Kolleginnen, wegen der Freunde und Bekannten aus verschiedensten Städten, die man womöglich endlich wiedertrifft, gespannt auf das, was unsere Berliner Lieblingsdesigner zeigen werden, und auch irgendwie mitfiebernd, euphorisch und in einem seltsam-schönen Arbeitsmodus, der mich zwischen all der Hektik unversehrt und mit viel Energie durch die Tage fliegen lässt. Bloß würde ich bei alldem am liebsten Pyjama tragen.

Macht man aber nicht, so eine Modewoche ist nämlich, wenn man so will, mit einer Hochzeit vergleichbar – da brezeln wir uns auch nicht unbedingt unser selbst willen auf, sondern weil wir den Gastgebern Respekt zollen wollen und sollten. So ist das auch hier, die Menschen hinter den Kulissen haben für den Zirkus schließlich Schweiß und Blut geschwitzt. Wie man sich allerdings wirklich adäquat und der Berliner Fashion Week entsprechend kleidet, habe ich noch immer nicht herausgefunden, gestern hatte ich aber sehr wohl den Eindruck, so könne es funktionieren: Mit selbstgemachtem Halsschmuck, schief gewickelter Bluse und Rüschen an der Jeans. weiterlesen

Outfit // Mal eben so.

22.06.2016 um 10.53 – Outfit Wir

Levis 501 thisisjanewayneIch bin heute mal eben so vor Wecker-Schreck aus dem Bett gefallen, hab mir mal eben so was übergeworden und mir mal eben so nicht das Haar gemacht, es aber genau deshalb mal eben so rechtzeitig mit Lio zur Kita geschafft. Heute ist ein mal-eben-so-Tag. Und ich finde, es sollte viel mehr davon geben.

Man kommt sich ja fast ein bisschen herrlich beschwipst vor, wenn man der Müdigkeit mit ein bisschen Laissez Faire und Unbekümmertheit ein Schnippchen schlägt, wenn man in Jeans und Carmen-Bluse eiskalte Cola statt Kaffee im Späti besorgt, wenn man die Schlaf-Frisur als stolzen Turm auf dem Kopf und ein zuversichtliches Lächeln anstelle von Wimperntusche trägt. So sieht hier der Alltag aus, jedenfalls jetzt gerade. Das hier ist also im Grunde so etwas wie ein kleines nebensächliches Outfit-Lebenszeichen, bald geht es aber wieder los mit ein bisschen mehr als „mal eben so“, versprochen. weiterlesen

Outfit // Mit Carmen, Twiggy,
Céline & Chuck

09.06.2016 um 8.36 – Outfit

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Immer wieder werden wir im Interview gefragt, ob sich unser Kleidungsstil seit dem Mamasein verändert habe. Ob wir fortan auf Praktisches setzen, uns ausschließlich in Gemütlichkeit wälzen und High Heels längst an den Nagel hängen würden. Ein kurzes „Nö“ folgt auf diese Fragen, ein merkwürdig enttäuschter Blick unterstreicht das Ganze. Es ist vielmehr so, dass wir uns wie gewohnt für uns anziehen und erst im Laufe des Tages feststelle, voller Flecken herumzulaufen. Aber daran gewöhnt man sich. Die praktischen Teile werden schließlich auch dreckig und wandern in die Waschmaschine, der Seide geht’s dagegen an die Handwäsche und der Filzpulli lebt mit seinen neuen Details. Es sind also nicht die Kleidungsstücke, die sich durch das Prädikat „praktisch“ auszeichnen, es ist vielmehr der Umgang mit dem neu gewonnenen Fleckenteufel auf dem Arm. Und der denkt praktisch, praktisch gelassen.

Und so trägt mein Wildlederrock mittlerweile auch ein paar Spuren des Lebens mehr mit sich herum und ist trotzdem nicht weniger schön, sondern wird vielleicht gerade deshalb noch häufiger ausgeführt. Mit Wilma auf dem Arm, Carmen im Gepäck und Chucks an den Füßen.  weiterlesen

OUTFITS // 6 Looks aus dem letzten Sommer, die ich heute noch genau so trage.

08.06.2016 um 7.00 – Outfit Wir

Nike van Dinther Outfit thisisjanewayneVor ein paar Tagen übermannte mich tatsächlich eines der größten Klischee, die uns Frauen allzu gern an die Fersen geheftet werden: ich war der festen Überzeugung, nichts im Kleiderschrank liegen zu haben, jedenfalls nichts Schönes. Auch, wenn ich ganz gewiss viel weniger Kleidung besitze, als manch einer vermuten würde, sah ich wohl wirklich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr, was mich dazu brachte tief durchzuatmen und mich an den vergangenen Sommer zu erinnern. Ich war mir nämlich sicher, ein Jahr zuvor noch überaus zufrieden mit meiner Garderobe gewesen zu sein und warme Temperaturen bleiben nunmal warme Temperaturen, wieso sollte der Zwirn von gestern also nicht auch heute eine gute Figur abgeben. Eben.

Und siehe da, binnen weniger Minuten ward mein Hirngespinst geheilt.Und obendrein das Gewissen beruhigt: Die allermeisten Investitionen lohnen sich nämlich sehr. Man muss beim Kauf bloß auf den Bauch hören statt auf Trends, auch wenn das Herz manchmal für genau das schlägt, was gerade ohnehin die Runde macht. Ist ja nicht schlimm. Hauptsache man gibt bloß Geld für Kleidung aus, die einem auch ganz ohne mediales Brainwashing furchtbar arg am Herzen liegen. Deshalb mache ich es stets wie meine Mama. Eine Woche drüber schlafen, dann erst entscheiden. weiterlesen

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Outfit // Das schwarze Slip Dress

07.06.2016 um 9.01 – Outfit Wir

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Wenn mir ein Trend dieser Tage in die Karten spielt, dann ist es ganz unweigerlich die Spaghettiträger-über-Shirt-Kombi. Noch bis vor kurzem funktionierte die Sache mit den hauchzarten Trägerchen nämlich so gar nicht in meinem Kopf. Und das lag nicht daran, dass ich nicht eigentlich liebend gern barbusig durch die Stadt ziehen würde, ich mag schlicht und ergreifend das unkontrollierte Gebaumel meiner zwei Freunde an mir nicht. Was bei anderen so großartig ausschaut, ist für mich schlicht und ergreifend einfach ein Wohlfühlproblem, aber davon kann die ein oder andere von euch sicher ein kleines Liedchen singen. Während ich also noch immer leicht neidisch nach links und nach rechts schaue, mach ich ab sofort trotzdem halb konsequent mit – bei dieser zarten Angelegenheit, die trotz Shirt unten drunter rein gar nichts an ihrer Leichtigkeit verliert.

Und so funktioniert das kleine Schwarze, das längst nicht mehr bloß im Bett ausgepackt werden darf, nun auch im Alltag mit Chucks, am Abend in der Bar oder sonstwannauchimmer mit Ballerina Pumps im Gepäck. Ein neuer Begleiter also, der immer ausgeführt werden darf: Mit Shirt oder ohne, mit BH oder ganz Nackedei-mäßig. Ein Kleid für alle sozusagen – und für jede Gelegenheit. Katsching! weiterlesen

Outfit // The Shirt-Skirt.

06.06.2016 um 7.30 – Outfit Wir

Shirt Skirt Thisisjanewayne

Ich behaupte ja gern, (Mode)mädchen-Klischees und ich, wir hätten im Grunde nur ein paar weniger Überschneidungs-Punkte, ganz harmlose natürlich, und dass ich trotz all des schönen Zwirns, der mir täglich begegnet, zumindest noch über eine Hirnhälfte verfügen würde, die klar zu denken in der Lage ist. Manchmal liege ich mit dieser optimistischen Überzeugung aber leider arg daneben. Wenn es plötzlich so heiß draußen wird, dass ich am liebsten als Nackedei das Haus verlassen würde und von gestern auf heute eine gefühlt ganz andere Jahreszeit das Ruder übernimmt. Dann habe ich nichts mehr zum Anziehen und frage mich beim Blick in meinen leer-vollen Kleiderschrank, wie ich überhaupt durch den letzten Sommer gekommen bin. Wahrscheinlich im Badeanzug.

Weil jedenfalls auch gestern kein Rock luftig genug erschien, oder schmeichelnd, oder schön, habe ich mich am Ende für die gute alte Shirt-Skirt-Alternative entschieden, für die man nichts weiter tun muss, als ein wenig zu knoten. Das spart nicht nur Geld für viele Eisrunden, sondern auch Nerven. Statt eines engen Träger-Tops wählte ich außerdem ein schlabbriges, gegen das Kleben. Fertig. weiterlesen

Jane Wayne Outfit //
3 x Alltag zwischendurch

01.06.2016 um 8.32 – Outfit Wir

outfit_thisisjanewayne

Eine merkwürdige Woche ist das. Eine, die unfassbar unstrukturiert abläuft, uns vergessen lässt, wo oben und unten ist, unseren Terminkalender völlig zerreißt und vor lauter Fragezeichen nur so strotzt. Ist heute Mittwoch oder erst Dienstag? Gibt’s diese Woche einen Feiertag – und wenn nicht: Wieso nicht? Und wo sollten wir eigentlich noch mal genau heute Nachmittag sein? Wir Zwei gehören ja sonst schon nicht zu den geplantesten Geschöpfen dieses Planeten, aber KW 22 sorgt für völlige Orientierungslosigkeit. Ich schieb’s auf gar nichts, Freunde, einfach auf uns. Vielleicht braucht’s nämlich einfach mal wieder eine Nacht Schlaf ohne Winzling in der Mitte, einen Urlaub, der geradewegs immer weiter in die Ferne rückt oder einfach eine Portion Gelassenheit auf alles.

Während ich also weiter nach Gründen und Lösungen suche, gibt’s für euch 3 x praktisch gemütlichen Alltag zwischendurch: Vom Lieblingshemd über sonnengelbe Schläppchen bis hin zum Kornblumen-Sonntagslook – zwischen gemütlich, praktisch und gut:  weiterlesen

Jane Wayne OUTFIT //
Doppelt gestreift mit Marni und Lika Mimika.

31.05.2016 um 7.30 – Outfit Wir

thisisjanewayne chanelViele Jahre meines Lebens konnte ich den ganzen Wind, der um weiße Blusen gemacht wird, weder verstehen, noch spüren, nicht einmal ein bisschen. Eine weiße Bluse ist eine weiße Bluse ist eine weiße Bluse und mehr nicht – Dachte ich. Ist auch so. Aber inzwischen weiß ich, dass es kaum etwas Praktischeres gibt oder Schmeichelnderes oder Schlichtschöneres.Vor allem an Tagen, an denen man den Pragmatismus am liebsten an oberste Prioritäten-Stelle setzen würde, aus unterschiedlichste Gründen aber nicht dazu in der Lage ist, genau so wenig wie zum Kopfzerbrechen vor dem Kleiderschrank. Noch besser, wenn man obendrein eine Freundin hat, die ihrerseits eine der schönsten aller Hosen satt hat, jedenfalls wenn es nach meinem Geschmack geht. Ein Hoch auf diese straßentaugliche Pyjama-Seidenhose samt Farbstreifen-Pracht und außerdem ein riesengroßes Danke an Duweißtschonwen. An den Füßen trage ich übrigens ebenfalls gestreift – mehr ist manchmal vielleicht ja wirklich mehr: weiterlesen

Outfit //
Très romantique!

30.05.2016 um 10.43 – Outfit Wir

ganni kleid rosen outfit thisisjanewayne

Ich war schon ziemlich oft in Paris, aber leider handelte es sich bisweilen jedes Mal nur um ein kurzes Tête-à-tête, ein, Pardon, schnelles Rein-Raus sozusagen. Der Arbeit wegen, diese ganzen Reisen wirken auf Instagram nämlich durch die Bank viel glamouröser als die Wirklichkeit, in der man quasi schnurstracks zur Location gefahren wird, viel redet und fotografiert und Notizen macht, dann einen Happen zu pappen und anschließend wieder auf dem Hotelzimmer verschwindet, um mit dem Laptop zu flirten. Nur einmal, mit Oma und Opa, da verbrachte ich meine Zeit in allen auch nur erdenklichen Museen – weshalb ich von der Stadt selbst schon wieder nicht allzu viel mitbekam. Das sollte sich am vergangenen Wochenende endlich ändern.

Ohne Plan, aber mit viel Hunger und Vorfreude auf das Nils Frahm x Olafur Arnalds Konzert im Louvre, ließ ich mich in allerbester Begleitung durch die Straßen treiben. Danke auch nochmal für eure Tipps, jeder einzelne hat uns diesen Kurzurlaub versüßen können, wirklich wahr. Und weil ich meine Freizeit ausnahmsweise mal nicht wie Nachbars Lumpi verbringen wollte, kramte ich am ersten Tag sogar tatsächlich noch in der Romantik-Kiste und führte in der Stadt der Liebe meinen neuen Rosentraum von Ganni aus. Kann man ja mal machen: weiterlesen

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OUTFIT // Von der Unmöglichkeit, ein rotes Kleid zu tragen.

25.05.2016 um 7.01 – Outfit Wir

gucci slipper

Es ist gar nicht so einfach, als Frau in einem roten Kleid durch die Stadt zu flanieren, ohne dabei angestarrt zu werden. Oder angepfiffen. Als sei man ein Stier oder so etwas, allzeit bereit jedenfalls und überaus willig ungefragt Kommentare unterschiedlichster Art zu empfangen. Das war mir bis gestern nicht klar, ich besaß nämlich noch nie zuvor ein solches Exemplar in Erdbeerfarben. Und Lust auf Ringelpiez hatte ich in Wahrheit wirklich überhaupt nicht, an meiner Aura kann es also nicht gelegen haben, ganz im Gegenteil, ich war ja noch nicht einmal zu kommunizieren in der Lage, als man mir schon Frivolitäten aus einem fahrenden Auto heraus hinterher rief. Dabei hatten Lio und ich gerade erst um ein Haar die Tagesmutter verpasst und zwar nachdem sein Müsli auf dem Boden, die Zahnpasta auf den Füßen und meine Nerven im Keller gelandet waren. Das ist übrigens noch so eine wahre Wonne: Eine Frau im roten Kleid, die einen Kinderwagen schiebt – die Legitimation für quasi alles.

Jetzt kann man natürlich argumentieren, dass man durchaus auch hätte ein graues Kleid wählen können, wenn man doch ohnehin viel lieber unsichtbar geblieben wäre. Ja, aber nein. Es muss doch möglich sein, einen Springbrunnen der guten Laune gegen den vermasselten Start in den Tag ausführen zu können, ohne dabei Unhöflichkeiten zu erfahren. Es ist ja nicht so, als würde ich mich nicht über ein ernst gemeintes Kompliment oder gar ein Lächeln freuen. Auch Kritik vertrage ich, aber was bitteschön soll ich denn auf „Böh, darf ich deine Beine lecken? „antworten. „Klar, macht dann ein Eis am Stiel, bitte.“? Ja, nun. Ihr würdet es ja eh nicht tun. Dann lasst doch einfach die dumme Quatscherei und schenkt Kleidern, die ihr mögt, ein nettes Lächeln. Danke. weiterlesen

Outfit // Dries van Noten <3

23.05.2016 um 8.50 – Outfit Wir

sarah 6Ich habe eine Schwäche für übergroße Hosen und am Wochenende belohnte ich mich ganz persönlich mit der Kirsche unter den Wide Leg Pants: Mit Dries van Noten. Der Grund? Ein Spontanbesuch bei „The Corner“ und das letzte, übrig gebliebene Modell, das ich seit März und dank dieses Streetstyle Bilds anhimmelte. Liebe auf den allerersten Blick sozusagen: Erst ganz stark geblieben und dann doch soeben eingeknickt. Und so tingelte ich am Wochenende stolz wie Bolle durch Berlin, packte nach langer Winterpause endlich meinen gelben Second Hand Beutel aus (der kurze Henkel ist einfach nicht winterjackengeeignet), garnierte das Ganze mit meiner Clownsbluse und braunem Lippenstift und wusste gleich:

Dieses Denim-Ungetüm wird mich noch ganz lange glücklich machen, zu High Heels eine großartige Figur abgeben und mit Sandalen ein Traumpaar werden. Ich merkt’s: Aus mir purzelt’s nur so vor überschäumender Freude. Ganz große Dries-van-Noten-Liebe, meine Lieben. Und allerliebstes Lieblingsoutfitpotential.  weiterlesen

Outfit // Mittagspause.

19.05.2016 um 13.48 – Outfit Wir

levis outfot thisisjanewayne

Weil viele von euch meine Alltags-Outfits viel lieber mögen als manch ein modisches Experiment, hat sich Sarah in unserer Kaffee-langen Mittagspause ganz fix die Kamera geschnappt, um die obige Büro-Uniform zu dokumentieren. Etwas öde fühle ich mich an solchen Tagen, aber dafür auch schluffig-gemütlich verpackt, mehr muss zum Festkleben auf meinem geliebten Bürostuhl manchmal aber auch wirklich nicht sein. Ausnahmsweise mache ich diesmal übrigens drei Kreuze, wenn die Woche endlich geschafft ist. Mein Hirn ist so gut wie leer gefegt und ich habe nichts, aber auch wirklich absolut gar nichts zu meiner Verteidigung vorzubringen. Ab und zu frage ich mich, was wohl passieren würde, wenn das Brett vorm Kopf einfach bliebe. Mehrere Wochen lang oder gar für immer. Grande catastrophe.

Damit dieser Fall hoffentlich niemals eintritt, werde ich mich am Wochenende zusammen mit Lio bei Oma auf dem Land verstecken, einen ganzen Erdbeerkuchen allein vertilgen und mindestens zwei leere Blätter mit neuen Text-Ideen füllen. Vielleicht klappt ja dann auch wieder mit dem Einhalten von Deadlines. Dem beantworten von Emails. Und Planen von noch mehr Schabernack. weiterlesen

OUTFIT //
Aus dem Wochenende gefallen.

17.05.2016 um 11.57 – Mode Outfit Wir

closed jeans thisisjanewayneWenn Dienstage sich wie Montage anfühlen, ist man in den allermeisten Fällen wohl selbst Schuld. Ein bisschen Faulenzen hätte mir an diesem verlängerten Wochenende nämlich im Prinzip ganz wunderbar in die Karten gespielt, bloß hätte sich mit hoher Wahrscheinlichkeit sowieso irgendwann ein kleiner eineinhalb-jähriger Löwenjunge ob all des Däumchendrehens beschwert. Deshalb habe ich meinem Feind, dem stundenlangen Fahrradfahren bei wohlig kühlem Nieselregen, gleich von Anfang an die Stirn geboten und zwar samt Butterbroten und Frisennerzen für alle im Gepäck. Ich habe im Berliner Zoo Pelikane bestaunt, immer wieder, und zwischendurch Flamingos. Weil Lio gerade nur Augen für Flügel und Reifen hat. Ich habe im Wind über Berlins Dächern gesessen und der schönsten Live-Musik gelauscht, während über allem der Duft von knusprigen Bratwürstchen hing. Ich habe das Internet Internet sein lassen und stattdessen nur Augen für meinen Sohn gehabt. Für deftiges Essen. Kerzen gegen die Kälte. Und Funktionskleidung.

Ob das nicht komisch sei, ständig zwischen Mamasein und Berliner Bloggertum hin und her zu hüpfen, zwischen zwei so verschiedenen Welten, fragte mich neulich eine Freundin. Überhaupt nicht, sage ich dann immer. Ich glaube sogar, ich kann mir gerade kaum etwas Schöneres vorstellen.  Man darf es ja kaum laut aussprechen, aber: Wenn ich nach einem langen Familienwochenende fluchend aus dem Bett falle, weil ich nicht will, dass es vorbei geht, stelle ich mir kurz vor, jeder einzelne Tag meines Lebens wäre vollgestopft mit Tupperdosen. Das ist dann der Moment, in dem ich mich plötzlich wieder ehrlich und aufrichtig auf meine Emails freue. Auf das Büro. Und ein bisschen Ruhe. Bis ich spätestens am Nachmittag wieder voller Sehnsucht bin und es kaum erwarten kann, die längste Eisenbahnstrecke Neuköllns durchs Wohnzimmer zu bauen, in alten Pantoffeln, statt in roten Stöckelschuhen. Das Outfit von heute steckt allerdings irgendwo zwischen beiden Welten fest: weiterlesen