Kategorie-Archiv: Outfit

Outfits // Saisonwechsel:
4 x Von Sommer bis Herbst

21.08.2017 um 11.25 – Outfit

Ich weiß noch genau wie die Stadt duftete, als ich vor knapp sieben Jahren nach Berlin kam. Es war Ende September, die Luft schmeckte frisch. Eine Portion Unbehagen mischte sich mit Vorfreude, der Sommer war vorbei, der Herbst kam und so schlug ich auch persönlich ein neues Kapitel auf. Nicht, dass ich alles zurückließ, aber ein bisschen eben schon. Meine Familie und meine liebsten Freunde blieben daheim und ich schmiss mich mit Nike Jane in ein Abenteuer, von dem ich nicht wusste, wohin es gehen könnte.

Ich kann dieses Gefühl noch heute abrufen, selbst so viele Jahre später. Immer dann, wenn der Sommer sich verabschiedet und sich der Jahrestag meines Umzugs nähert. Heute weiß ich, dass Berlin eine meiner besten Entscheidungen war, dass an dieser Stadt so viel mehr hängt, als nur ein Wohnortwechsel: Eine kleine, eigene Familie, eine Freundin, die zur Schwester wurde und eigenes Business, das mir viel mehr ermöglicht hat, als ich mir jemals hätte vorstellen können. Glückskinder sind wir, das kann man bloß immer wieder betonen.  weiterlesen

Outfits // 4 x Sommer statt Schreibtisch

17.08.2017 um 12.54 – Mode Outfit Wir

Mensch Meier, wenn ich es nicht besser wüsste, überkäme mich gerade wahrscheinlich die Angst davor, mein Hirn auf Ewig verloren zu haben. Irgendwo auf Sardinien, im einwöchigen Urlaub hat es sich plötzlich abgeseilt und ward seither nur selten gesichtet. Statt mir die Abende derzeit in alter Manier am Schreibtisch um die Ohren zu hauen, linse ich ab spätestens 16 Uhr schon gen Feierabend, um im allerbesten Fall noch fix raus zu kommen aus dieser Stadt. Weil auf mich nichts auf der Welt so beruhigend wirkt wie ein grüner struppiger Wald oder ein See samt Sand, der entfernt an die französische Küste erinnert. Weil gerade ohnehin ein kleines Sommerloch zu spüren ist, habe ich es mir diese Woche mal so richtig gegönnt. Montag gab es ein spätes Picknick im Wald, Dienstag ultimatives Rumlungern im Bikini aus alten Fischernetzen und am Mitttwochabend habe ich sogar blau gemacht und bin im Kleidchen einfach schon wieder Richtung See abgebogen. Und nein, ich bereue gar nichts. Jetzt habe ich natürlich den Arbeits-Salat und vielleicht auch kein richtiges Wochenende, aber wer weiß schon, wann der Sommer uns wieder verlässt. Man sollte die Feste vielleicht viel wirklich viel häufiger feiern wie sie kommen. Zumindest manchmal. Tut nämlich manchmal richtig gut! weiterlesen

Outfits // 6 x Ferien

15.08.2017 um 12.53 – Mode Outfit Wir

Dieser Sommer ist ein träg-schöner Sommer, einer, der im Grunde vollgestopft ist mit To Dos, sich aber durch nichts und niemanden davon abhalten lässt, dem Müßiggang zu frönen. Wir kommen gerade aus dem Urlaub, davon hatten wir euch an dieser Stelle bereits erzählt, haben ein neues Büro gefunden, das nun nur noch darauf wartet, eingerichtet zu werden, und arbeiten an unserem Relaunch, der uns schon jetzt Pipi in die Augen treibt vor lauter Vorfreude. Eine ganze Handvoll spannender Kollaborationen warten außerdem auf ihre Umsetzung und so ganz nebenbei versuchen wir aus den letzten Sommer- und Kitaferientagen noch das Allerbeste für uns selbst und unsere kleinen Familien herauszuholen. Ein Balanceakt ist das zuweilen, aber überraschender Weise kein Ding der Unmöglichkeit. Vor allem dank neuer Prioritäten. Wir hatten uns während der vergangenen Monate nämlich vor allem vorgenommen, ein wenig vom Gas zu gehen – komme, was wolle. Und siehe da, es funktioniert. Zumindest jetzt gerade, im August, der für die Allermeisten ohnehin von ein wenig mehr Ruhe als gewohnt geprägt ist. Meinem Kleiderschrank geht es übrigens ganz ähnlich. Der gibt sich zwar weiterhin bunt und irgendwie wenig erwachsen, dafür aber doppelt Freizeit-kompatibel und Kita-Ferien-tauglich. Wirklich, sogar all die bildschönen Wickelblusen in den Geschäften erscheinen mir derzeit zu kompliziert. Stattdessen erfreue ich mich an kurzen Tops zu weiten Hosen, an meiner neuen Liebe zum nachhaltigen Label Ace&Jig und sogar an Bootsschuhen, die auf Sardinien ein kleines Revival feierten. Nicht unbedingt wegen der Optik, aber Himmel, wie bequem diese Perlenpauladinger sind – fast hätte ichs vor lauter Eitelkeit vergessen: weiterlesen

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Outfit // Urlaub im Kopf
& Italien an den Füßen

31.07.2017 um 8.44 – Outfit Wir

Ich soll wohl wirklich einfach keinen Urlaub machen, dachte ich Samstag noch, als das Fiebermesser bei 39,8 endlich stoppte und somit nicht mal Tag 2 Besserung versprach. Es ist wie es ist: Irgendjemand wird einfach immer krank und diesmal traf es eben uns – oder vielmehr: Wilma. Und ich sag‘ euch was: Wäre es gestern nicht schon ein kleines bisschen besser geworden, ich hätte meinen Kopf tatsächlich komplett in den Sand gesteckt. So viel Urlaubspech kann ein Mensch gar nicht haben, oder? Immerhin sprechen wir hier von 8 Tagen frei für uns beide – und das zum allerersten Mal in 7 Jahren Jane Wayne.

Während ich heute ganz besonders feste meinen eigenen Daumen gegen die Faust drücke und gleich zum Kinderarzt schlappe, habe ich gestern zumindest noch fix die Zeit vor meiner Tür genutzt, um ein bisschen Sommer in mein Herz zu lassen. Denn während ganz Berlin am See weilte, sorgten wir für Entspannung pur daheim und für ganz viele Gute-Besserungs-Vibes, ist doch klar. Ein paar Meter konnte ich mich trotzdem kurz entfernen: Für Wallnusseis, einen Eiskaffee mit Nike Jane und einer flotten Outfit-Knipserei: Mit Urlaub im Kopf und Italien an den Füßen: weiterlesen

Alltags-Outfits //
5 Tage, 5 x Wohlfühlen

24.07.2017 um 13.01 – Mode Outfit Wir

Was war das für eine schöne, wilde, anstrengende, aufregende, tolle Woche! Vollgestopft mit Terminen starteten wir voller Sorgenfalten in den Montag, um am Ende beruhigt festzustellen: Anders würden wir es gar nicht wollen – erst wenn wir nämlich in Aufgaben ersaufen, laufen wir zu Hochleistungen aus. Andernfalls winkt schon mal die Trägheit. Und so kämpfen wir uns durch Meetings, nahmen Podcast #4 in der Mittagspause auf, shooteten ein Lookbook, filmten für die Bread&Butter, launchten unsere erste eigene Sonnenbrille, flogen für Net-a-Porter nach München, übernahmen den Instagram-Account für Aeyde und segelten schließlich dankbar und beseelt in ein waschechtes Wochenende samt Eis, Schwimmbad und Picknick im Park. Freunde, wir sind so aufgeregt. denn was ich gar nicht erwähnt habe: Die Arbeit an unserem Relaunch. Erwartetet keinen allzu großen Knall, aber dafür ein paar Neuerungen, die selbst unsere eigenen Herzen hüpfen lassen. Nur so viel: Wir bekommen Verstärkungen und zwingen Scalamari zu einem festen Büro-Tag pro Woche. Hurra! Aber dazu bald mehr: Jetzt erstmal 5 Tage und 5 Outfits, in denen ich mich pudelwohl gefühlt habe: weiterlesen

Outfit // 3 x Zwischendurch

17.07.2017 um 11.41 – Outfit Wir

Mir hat neulich jemand (per Direktnachricht auf einem Sozialen Netzwerk) gesagt, ich ginge den Leuten mit meiner roten Chanel Tasche allmählich auf den Senkel. Und ich hätte ja doch ein paar mehr Handtaschen in petto, wieso es denn immerzu ausgerechnet diese eine sein müsse, seit zwei Jahren schon! Und dann gestern, da saß ich bei Freunden im Garten, während einer von uns über das Dilemma funktionierender Hirne philosophierte, die entgegen aller Vernunft doch hin und wieder nach Statusobjekten lechzen, obwohl eine solche Anschaffung am Ende ja eigentlich nichts weiter als ein trauriger Zeitzeuge des eigenen Geltungsdranges sei.

Wir fühlten uns alle ein bisschen viel schuldig und ersoffen schließlich in der Erkenntnis, dass man sich, wenn man ohnehin schon verloren ist, zumindest volle Möhre über besagte Kinkerlitzchen freuen sollte. weiterlesen

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Outfit // „I think I got left behind somewhere, because, you know, I’m still a romantic.“

12.07.2017 um 13.22 – Outfit Wir

„Was hast du denn heute noch feines vor?“, fragte mich heute Morgen meine Lieblingsbarista, als ich im beinahe bodenlangen Kleid auf meinen Eiskaffee wartete und schlaftrunken nach Kleingeld kramte. Da musste ich erstmal das Hirn anschmeißen und kurz nachdenken. „Ich bin spät dran, aber auf dem Weg zum Büro“, gab ich als Antwort, aber das reichte nicht. „Nee! Ich meine das Kleid! – Date?“, schnatterte es neugierig zurück. Beinahe hätte ich vergessen, dass ein üppiges Kleid ja tatsächlich noch immer ein Indikator für pompöse Pläne zu sein scheint, meistens jedenfalls, aber nichts da, ich habe mich einzig für meine eigene gute Laune da rein geschmissen. Ich finde nämlich, es kann durchaus hilfreich sein, so zu tun als hätte man wirklich etwas ganz spezielles vor, obwohl dem nunmal gar nicht so ist –  das erleuchtet den Alltag zuweilen ungemein. Und macht, trotz aller Trägheit, Lust auf mehr.

Als ich nach der Tasse Koffein nämlich irgendwann die Treppen gen UBahn herunter hüpfte, hatte ich längst eine SMS mit fünfzehn Emoji-Pizza-Stückchen, einer Uhrzeit und einem roten Fragezeichen verschickt. „Gebongt“ kam rasch zurück. Da hatte ich plötzlich wieder dieses Kribbeln im Bauch, was mich an Grace Coddington denken ließ, die da einst schrieb: „I think I got left behind somewhere, because, you know, I’m still a romantic.“ Romantikerin sein, dachte ich stets, das stünde mir nicht. Stimmt aber womöglich nicht im Geringsten. Und deshalb lasse ich mir zur Feier dieses stinknormalen Tages auch noch eine Kleinigkeit einfallen. Das sollten wir ohnehin viel häufiger tun: Danke sagen, einfach so. Nicht nur für die Romantik. weiterlesen

3 Ways to Wear //
Durch den Tag in Rot

10.07.2017 um 11.23 – Outfit Wir

Ich musste erst im Sommer 2017 ankommen, um zu begreifen, dass Rot einer der schönsten Farbtöne für einfach alles ist: Rot für die Lippen, für die Füße und schlussendlich eben auch für komplette Outfits. Während Schwarz zum Verstecken einlädt, sorgen Knalltöne eben für mehr Sichtbarkeit – und Austausch. Denn ähnlich wie bei Nikes Kontakt-Ohrringen, ist man auch bei leuchtenden Farben schneller im Gespräch mit anderen, als ohne. So wurde ich erst in der Bahn von meinem Gegenüber auf mein „Sieht aus wie bei bei Gwen Stefanie nur in rot“-Kleid (Soso?) angesprochen, um gleich am nächsten Tag Luftküsse für meine roten Schleifen-Schlappen zu ernten – von einem Herren, wohlgemerkt!

Ich bin jedenfalls ganz beschwingt von so viel Feedback und kann selbst nicht glauben, dass ich eine gefühlte Ewigkeit dafür gebraucht habe, um mich wieder dem Signalton zu widmen. Mein Plädoyer für mehr Rot im Leben – in Bildern:  weiterlesen

Outfit //
Fashion Week Tag 1

05.07.2017 um 15.36 – Outfit Wir

High Heels vs. bequeme Schuhe? Körpernahes Outfit vs. gemütliches Dazwischen? Es sind jedes Jahr aufs Neue die gleichen Fragen, die mich umtreiben, auf die andere Gäste der Fashion Week scheinbar ganz selbstverständlich eine ziemlich einfache Antwort haben: Rausputzen bis zum Umfallen. Was bei anderen so mühelos ausschaut, klappt bei uns dann meistens aber doch einfach nicht: Weil keine Zeit bleibt, sich jedes Mal umzuziehen, weil die nächste Show schon wartet und im Anschluss auf Papier gebracht werden will und weil Berliner Wege einfach zu steinig sind, um auf ihnen in High Heels einen Marathon zu bestreiten. Genau darum fällt unsere Entscheidung eben meist zu Gunsten der Bequemlichkeit aus:

Unser heutiger Tag 1 der Fashion Week wurde bislang also in Chucks und einer gemütlicher Leinenhose in knalligem Rot bestritten und vielleicht, aber nur ganz vielleicht, wird gleich für einen Cocktail im Kronprinzenpalais doch noch das liebste High Heels Paar herausgekramt und die Hose durch einen Rock ersetzt.  weiterlesen

Wedding Bells //
Unsere Hochzeitsgast-Kleider

03.07.2017 um 12.31 – Outfit Wir

Am Samstag waren Sarah und ich auf einer Hochzeit eingeladen, die uns Pipi in die Augen getrieben hat, so schön war das. Zwei unserer gemeinsamen Schulfreunde haben sich nach unglaublichen zehn Jahren das Ja-Wort gegeben, hurra! Da sollten unsere Kleider natürlich dem Anlass entsprechend festlich ausfallen und auch der Braut gefallen. Gar nicht leicht war das, ihr wisst ja vielleicht, wie schwer es sein kann, das passende Hochzeitsgast-Outfit zu finden, es gibt ja so viele Möglichkeiten! Am Ende stand erst mein eigenes Outfit fest, weil das italienische Label MMissoni mich ein paar Monate zuvor mit einem Regenbogen-Lurex-Traum ausgestattet hatte, für das sich bis dato einfach kein passender Anlass finden wollte (jetzt trifft es den Nerv allerdings umso mehr: Die Ehe für alle ist schließlich endlich da!). Da war er dann also plötzlich, der Tag der Tage, und mit ihm die Unsicherheit: Ist das zu viel? Nix da, meinte Sarah streng. Ich ergab mich demnach ganz fix und dankbar ihrer Meinung, entschied mich in allerletzter Sekunde dazu, den Tag außerdem in einfachen Espadrilles statt schicken hohen Hacken und noch dazu gelben Ohrringen aus einem Shop, der eigentlich nur Duftstäbchen verkauft, zu verbringen. Zur Erdung. Und um nicht komplett wie ein Cupcake anzumuten. Über Sarahs Outfitwahl hingegen braucht man in meinen Augen gar nicht groß diskutieren, ihr Kleid von der fabelhaften Stine Goya ist ja wohl die reinste Wonne. Ich hatte sogar Gänsehaut, als sie als erste Brautjungfer da vorne in der Kirche stand und für ihre Freundin leuchtete. Meine Sarah. Ein Goldstück, und zwar von außen, aber noch mehr von innen: weiterlesen

3 Ways to Wear // Wie man Vintage Pajama Pants im Alltag trägt

27.06.2017 um 13.28 – Outfit Wir

Es gab mal eine Zeit, da hatte ich einen Fimmelfaible für bunte Hosen, für Firlefanz-Modelle und Pluster-Schnitte. Weil ich gerade ohnehin dabei zu sein scheine, mich weniger dem Erwachsenwerden als vielmehr meinen Wurzeln zu widmen, ist es wohl nur logisch, dass mich dieser alte Tick neulich wieder packte, und zwar als ich gerade dabei war, in einem 2nd Laden nach einer praktischen Sommerhose mit Gummizug zu kramen. Da fiel mir nämlich plötzlich dieses güldene oder vielleicht auch rostgelbe Unikat in die Hände. Ein bisschen Dries van Noten, dachte ich noch, während ich liebestrunken gen Kasse taumelte. „Ach herrlich, das ist eine wunderbare Schlafanzughose, nicht?“ stellte auch die Verkäuferin fest. Aha! Ein Pyjama-Unterteil also. Es wundert mich im Grunde ja kein Stück, dass es so kam, schließlich wurde mir schon des Öfteren vorgeworfen, ich bestreite Tage gern in Nacht-Garnitur. Da ist sie also wieder, die seltsame Leidenschaft. Hallöchen! Aber echt jetzt, Freunde. Es gibt kaum freudigeres als 15-Euro-Funde, die nicht nur bequem, sondern auch (wie ich finde!) famos anzuschauen sind. Vielleicht steckt etwas ähnliches sogar in euren Schränken. Falls ja, folgen hier schonmal drei Straßentauglichkeits-Tipps: weiterlesen

Outfit // Für mehr Kontakt-Obst im Alltag

22.06.2017 um 9.28 – box1 Outfit Wir

Ich habe das Gefühl, es ist Zeit für eine neue Runde Fashion Tales. Bald dann! Denn was man alles so erlebt, wenn man lustige, große, beträchtliche oder auch saukomische Ohr-Clips trägt, passt ja auf keine Kuhhaut. Im besten aller Sinne! Die Leute freuen sich, stupsen die Dinger an, finden endlich wieder den Spaß an der Mode wieder (auch man selbst, mit tellergroßen Strohblumen am Ohr kann man sich schließlich nicht allzu ernst nehmen). Aber das Beste ist: Man kommt ins Gespräch – aber mit Leuten, die man gar nicht kennt. Und ich finde ja, das fehlt den Deutschen irgendwie. Während ich bei meinen Besuchen in New York etwa kaum eine Subway-Fahrt ohne netten statt nervigen Smalltalk hinter mich bringe, starren die meisten Berliner Ubahn-Gäste bloß kollektiv auf ihre Smartphones. Vielleicht auch, um ganz bewusst jeden persönlichen Austausch zu vermeiden. Als würden Fremde beißen.

Ein Freund von mir hat mir einst von der sogenannten Kontakt-Zitrone erzählt. Die nahm er immer mit zum Feiern in den Club und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Mit einer Zitronen in der Hand bedarf es keiner schnöden Anmache oder mutiger Sprüche, um temporäre Tresen-Freundschaften zu schließen. Das passierte von ganz allein, es gab ja ohnehin einen gelben Grund zu quatschen. Clever finde ich das, bis heute. Und ich entdecke da durchaus parallelen zu meinen neuen Contact-Clips: weiterlesen

3 Ways to Wear // Erst Arbeit, dann Eis, dann Loco – mit Patchwork & Carmen Bluse

15.06.2017 um 13.25 – Mode Outfit Wir

Ich hätte meinen Allerwertesten darauf verwettet, dass ich diesem omnipräsenten Patchwork-Trend, der trotzdem kein richtiger Hype werden will, niemals auch nur den geringsten Reiz abgewinnen können würde und jetzt habe ich plötzlich den Salat. Dieser Tage überraschte mich das nachhaltige Denim Label Kings Of Indigo (der Name entstand doch tatsächlich bei einem Kings of Convenience Konzert), kurz K.O.I (der Fisch aus seinem Arm ist das Lieblingstattoo des Brand-Gründers), nämlich mit seinem zusammengeflickten Sade-Modell. Erst war ich skeptisch, fast schon entsetzt. Ich schlüpfte trotzdem hinein, zum Glück. Ein unerklärlicher Funke sprang da plötzlich über, ein bisschen wie jedes Mal, wenn ich einen Dackel sehe. Dann fange ich an zu quietschen und jauchzen vor lauter skurriler Niedlichkeit, die mir da entgegen wackelt. Diese Jeans ist jetzt also so etwas wie der Rauhaardackel meines Hosen-Potpourris, eine, die gute Laune macht. Und einen Knackpo sondergleichen (vergessen zu fotografieren, aber von ebenjener Superkraft hatte ich hier bereits geschwärmt).

Wie man mit Sade  aber überhaupt durch den Tag kommt, fragte ich mich kurz darauf, und zwar ohne dabei auszusehen wie ein Auto-Tuner mit Unterbodenbeleuchtung-Fetisch. Zum Beispiel so, wenn man mich fragt: weiterlesen

Outfit // So tun, als ob heut‘ Urlaub wär.

30.05.2017 um 9.40 – Outfit Wir

Noch während meines Heimatbesuches am langen Wochenende bin ich ein faules Loch gefallen und auch zurück in die Vergangenheit. Damals, dachte ich, da war der Sommer bloß vollgestopft mit Johannisbeeren aus Opas Garten, da hat sich niemand drum geschert, was ich nun mache oder nicht, womit ich mein Taschengeld verdiene und ob ich denn auch brav E-Roller statt Mercedes fahre. Also habe ich hier und da über dies und das und das Heute geflucht und schließlich, womöglich als Karma-Knüppel vom Universum, die erste tiefrote Seitenstrangangina meines Lebens mit nach Hause gebracht. Ich fluche jetzt nicht mehr, sondern freue mich über zwei Arme, zwei Beine, über einen wieder fast gesunden Hals und noch viel mehr.

Über die neue Elefantenhaut, die ich mir nun habe wachsen lassen, habe ich heute Morgen außerdem vor allem Leinen gestülpt: Eine Bluse aus dem vergangenen Jahr, um genau zu sein, und einen 2nd-Hand-Fund, der mich neulich ganze 4 Euronen gekostet hat. Noch immer macht mich kaum etwas (in materieller Hinsicht) so glücklich wie das Zusammenwürfeln alter und neuer Schätze. Es ist zwar leicht, auf einen Bestell-Knopf im Internet zu drücken, aber richtige Freude bereitet doch das Suchen und Finden von Stücken, deren Vergangenheit zwar reine Spekulation bleibt, deren Zukunft in unserem eigenen Kleiderschrank aber umso rosiger ausschauen könnte. Die gestreifte Hose jedenfalls habe ich „Karla“ getauft und es ist sehr wahrscheinlich, dass wir noch viele Abenteuer zusammen durchleben werden. Bis es tatsächlich so weit ist, hilft sie mir schonmal dabei, so zu tun, als ob heut‘ Urlaub und nicht Büro wär‘. Einfach so vong Gefühl her. weiterlesen

OUTFITS // Wie ich erneut herausfand, dass ich keinen Stil habe.

22.05.2017 um 12.37 – Outfit Wir

Ich poste in letzter Zeit nur noch sehr selten Einzeloutfits und zwar vornehmlich, weil ich mich frage, wann so ein Outfit überhaupt die Berechtigung hat, ganz allein im Fokus zu stehen, da müsste es ja eigentlich nahezu atemberaubend zugehen, aber das geht es derzeit nunmal nicht. Also habe ich mich für eine weitere Ausgabe „Outfits aus dem Alltag entschieden“ und erneut feststellen müssen: So einen richtigen Stil konnte ich mich auch mit 29 Jahren nicht aneignen. Vor ein paar Wochen versuchte ich mich bereits an einer Erklärung, weshalb das alles im Grunde gar kein Problem ist und plädierte noch dazu für die muntere Freiheit der Unentschlossenen. Jeder Tag ist für Leute wie uns ja ein gänzlich neuer! Wir können in Rollen schlüpfen oder auch nicht und sind vielleicht nicht immer „gut angezogen“, aber zumindest auch nicht festgefahren. Das ist ja schonmal was. Und am Ende, wenn man sich denn niemals so richtig findet, dann hat man sich ja doch irgendwie gefunden. Mir schwant jedenfalls, dass kein roter Faden auch ein roter Faden sein kann. Da oben etwa sehe ich sechs Mal mich selbst, was so viel bedeute soll wie: Wenn man sich wohl fühlt, ist das nicht nur die halbe, sondern eventuell bereits die ganze Miete, ganz egal, ob die stilistische Schublade stets dieselbe oder immer weniger eine andere ist: weiterlesen

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