Kategorie-Archiv: Outfit

Outfit // Für mehr Kontakt-Obst im Alltag

22.06.2017 um 9.28 – Outfit Wir

Ich habe das Gefühl, es ist Zeit für eine neue Runde Fashion Tales. Bald dann! Denn was man alles so erlebt, wenn man lustige, große, beträchtliche oder auch saukomische Ohr-Clips trägt, passt ja auf keine Kuhhaut. Im besten aller Sinne! Die Leute freuen sich, stupsen die Dinger an, finden endlich wieder den Spaß an der Mode wieder (auch man selbst, mit tellergroßen Strohblumen am Ohr kann man sich schließlich nicht allzu ernst nehmen). Aber das Beste ist: Man kommt ins Gespräch – aber mit Leuten, die man gar nicht kennt. Und ich finde ja, das fehlt den Deutschen irgendwie. Während ich bei meinen Besuchen in New York etwa kaum eine Subway-Fahrt ohne netten statt nervigen Smalltalk hinter mich bringe, starren die meisten Berliner Ubahn-Gäste bloß kollektiv auf ihre Smartphones. Vielleicht auch, um ganz bewusst jeden persönlichen Austausch zu vermeiden. Als würden Fremde beißen.

Ein Freund von mir hat mir einst von der sogenannten Kontakt-Zitrone erzählt. Die nahm er immer mit zum Feiern in den Club und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Mit einer Zitronen in der Hand bedarf es keiner schnöden Anmache oder mutiger Sprüche, um temporäre Tresen-Freundschaften zu schließen. Das passierte von ganz allein, es gab ja ohnehin einen gelben Grund zu quatschen. Clever finde ich das, bis heute. Und ich entdecke da durchaus parallelen zu meinen neuen Contact-Clips: weiterlesen

3 Ways to Wear // Erst Arbeit, dann Eis, dann Loco – mit Patchwork & Carmen Bluse

15.06.2017 um 13.25 – Mode Outfit Wir

Ich hätte meinen Allerwertesten darauf verwettet, dass ich diesem omnipräsenten Patchwork-Trend, der trotzdem kein richtiger Hype werden will, niemals auch nur den geringsten Reiz abgewinnen können würde und jetzt habe ich plötzlich den Salat. Dieser Tage überraschte mich das nachhaltige Denim Label Kings Of Indigo (der Name entstand doch tatsächlich bei einem Kings of Convenience Konzert), kurz K.O.I (der Fisch aus seinem Arm ist das Lieblingstattoo des Brand-Gründers), nämlich mit seinem zusammengeflickten Sade-Modell. Erst war ich skeptisch, fast schon entsetzt. Ich schlüpfte trotzdem hinein, zum Glück. Ein unerklärlicher Funke sprang da plötzlich über, ein bisschen wie jedes Mal, wenn ich einen Dackel sehe. Dann fange ich an zu quietschen und jauchzen vor lauter skurriler Niedlichkeit, die mir da entgegen wackelt. Diese Jeans ist jetzt also so etwas wie der Rauhaardackel meines Hosen-Potpourris, eine, die gute Laune macht. Und einen Knackpo sondergleichen (vergessen zu fotografieren, aber von ebenjener Superkraft hatte ich hier bereits geschwärmt).

Wie man mit Sade  aber überhaupt durch den Tag kommt, fragte ich mich kurz darauf, und zwar ohne dabei auszusehen wie ein Auto-Tuner mit Unterbodenbeleuchtung-Fetisch. Zum Beispiel so, wenn man mich fragt: weiterlesen

Outfit // So tun, als ob heut‘ Urlaub wär.

30.05.2017 um 9.40 – Outfit Wir

Noch während meines Heimatbesuches am langen Wochenende bin ich ein faules Loch gefallen und auch zurück in die Vergangenheit. Damals, dachte ich, da war der Sommer bloß vollgestopft mit Johannisbeeren aus Opas Garten, da hat sich niemand drum geschert, was ich nun mache oder nicht, womit ich mein Taschengeld verdiene und ob ich denn auch brav E-Roller statt Mercedes fahre. Also habe ich hier und da über dies und das und das Heute geflucht und schließlich, womöglich als Karma-Knüppel vom Universum, die erste tiefrote Seitenstrangangina meines Lebens mit nach Hause gebracht. Ich fluche jetzt nicht mehr, sondern freue mich über zwei Arme, zwei Beine, über einen wieder fast gesunden Hals und noch viel mehr.

Über die neue Elefantenhaut, die ich mir nun habe wachsen lassen, habe ich heute Morgen außerdem vor allem Leinen gestülpt: Eine Bluse aus dem vergangenen Jahr, um genau zu sein, und einen 2nd-Hand-Fund, der mich neulich ganze 4 Euronen gekostet hat. Noch immer macht mich kaum etwas (in materieller Hinsicht) so glücklich wie das Zusammenwürfeln alter und neuer Schätze. Es ist zwar leicht, auf einen Bestell-Knopf im Internet zu drücken, aber richtige Freude bereitet doch das Suchen und Finden von Stücken, deren Vergangenheit zwar reine Spekulation bleibt, deren Zukunft in unserem eigenen Kleiderschrank aber umso rosiger ausschauen könnte. Die gestreifte Hose jedenfalls habe ich „Karla“ getauft und es ist sehr wahrscheinlich, dass wir noch viele Abenteuer zusammen durchleben werden. Bis es tatsächlich so weit ist, hilft sie mir schonmal dabei, so zu tun, als ob heut‘ Urlaub und nicht Büro wär‘. Einfach so vong Gefühl her. weiterlesen

OUTFITS // Wie ich erneut herausfand, dass ich keinen Stil habe.

22.05.2017 um 12.37 – Outfit Wir

Ich poste in letzter Zeit nur noch sehr selten Einzeloutfits und zwar vornehmlich, weil ich mich frage, wann so ein Outfit überhaupt die Berechtigung hat, ganz allein im Fokus zu stehen, da müsste es ja eigentlich nahezu atemberaubend zugehen, aber das geht es derzeit nunmal nicht. Also habe ich mich für eine weitere Ausgabe „Outfits aus dem Alltag entschieden“ und erneut feststellen müssen: So einen richtigen Stil konnte ich mich auch mit 29 Jahren nicht aneignen. Vor ein paar Wochen versuchte ich mich bereits an einer Erklärung, weshalb das alles im Grunde gar kein Problem ist und plädierte noch dazu für die muntere Freiheit der Unentschlossenen. Jeder Tag ist für Leute wie uns ja ein gänzlich neuer! Wir können in Rollen schlüpfen oder auch nicht und sind vielleicht nicht immer „gut angezogen“, aber zumindest auch nicht festgefahren. Das ist ja schonmal was. Und am Ende, wenn man sich denn niemals so richtig findet, dann hat man sich ja doch irgendwie gefunden. Mir schwant jedenfalls, dass kein roter Faden auch ein roter Faden sein kann. Da oben etwa sehe ich sechs Mal mich selbst, was so viel bedeute soll wie: Wenn man sich wohl fühlt, ist das nicht nur die halbe, sondern eventuell bereits die ganze Miete, ganz egal, ob die stilistische Schublade stets dieselbe oder immer weniger eine andere ist: weiterlesen

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Outfit //
Die Wonne des Pyjamas, der kein Pyjama ist.

16.05.2017 um 11.12 – Mode Outfit Wir

Ich bin ein Schlafanzugfan oder – wie Olli Schulz sagen würde – ein Bettmensch, halb Bett und halb Mensch. Vielleicht steht meine kleine güldene Koje genau deshalb auch am Rande des Wohnzimmers, als zusätzlicher Lümmelort sozusagen, strikte Raumaufteilungen leuchten mit nämlich nur ganz langsam ein. Was ich außerdem mag: Ensembles, die immer ein wenig nach Morgengrauen ausschauen, in Wahrheit aber viel zu mondän sind für das nächtliche Versauern zwischen Federkerndecken – So wie das obige von Ganni etwa. Wobei ich mir überhaupt nicht sicher bin, ob man Kleid und Hose ursprünglich zusammen tragen sollte, womöglich nicht. Ich machs aber trotzdem und habe in dem mit Wildpferden bedruckten Schlabbertraum meinen neuesten Kompagnon für träge Tage gefunden.

Drei Fliegen werden hier außerdem mit ein und derselben Klappe geschlagen, ich bin nämlich der Meinung, dass die Marlene Hose sich ebenso gut als Teil eines Hochzeitsgast-Outfits machen würde wie das dazugehörige Volant-Kleid. Ich plädiere bloß für das Hinzutun von ein wenig warmer Farbe. Dafür habe ich heute morgen bei Sarah angeklopft und mir ein paar Ohrringe und eine Tasche in Orange-Tönen geliehen. Sharing ist schließlich caring und eröffnet ungeahnte Möglichkeiten. Sollten wir also viel häufiger tun. Die Rennwagen-Kulisse wurde übrigens aus der Not heraus geboren – nicht unserer, nein, nein.  weiterlesen

Outfits //
4 x Zwischendurch

15.05.2017 um 11.49 – Outfit Wir

Dem Regen entfliegen und eben dort hinfahren, wo die Sonne scheint: Am Wochenende wurde genau das gemacht. Familie einpacken und los. Unser Ziel: Wilma zeigen, wo Nick und der Wal wohnen aka die Ostsee ansteuern, durch das schöne Brandenburg tuckern, Spargel auf dem Weg kaufen und die kleinen Füße zum ersten Mal in Salzwasser tauchen. Ich kann es immer noch nicht ganz glauben, aber am vergangenen Wochenende lag so etwas wie Sommer in der Luft und ich würde am liebsten nur noch in Richtung Sonne ziehen, im luftigen Sommerkleid Seilbahn fahren und Vanilleeis im Becher und eine Kugel Zitrone in der Waffel ordern.

Vier mal zwischendurch: Mit Lieblingsoutfits im Gepäck, die garantiert ohne Winterjacke auskommen! weiterlesen

8 Ways to Wear //
Jane Wayne x The Chanel Gabrielle Bag

03.05.2017 um 11.59 – Mode Outfit Wir

Es gibt Marken, die kommen und gehen, die begeistern für einen kurzen Moment durch schillernde Oberflächen und viel Gerede, bis die binnen kurzer Zeit maximierte Begeisterung schließlich noch schneller wieder versiegt, als sie einst entfacht wurde. Chanel aber bleibt. Und das schon seit der 1910er Jahre. Für einen wahr gewordenen Mythos braucht es für gewöhnlich nunmal mehr als eine gute Idee und eine Handvoll Schwärmer: Nämlich Geschichte, Gefühl und vielleicht auch eine echte Gabrielle. Coco Chanel etwa, deren wahrer Vorname ebenso lautete, war eine jener Pionierinnen, deren Vision es war, die Frau endlich von unbequemen Modekonventionen zu befreien. Stattdessen sollten Freiheit und Rebellion unsere Garderobe dominieren. Ein mutiger Schritt in einer Zeit, in der Mademoiselle vor allem zum Accessoire des Mannes degradiert wurde. Nicht aber bei Chanel, die samt ihres Unternehmens mit aller Kraft für mehr Selbstbestimmung einstand. Hier bevorzugte man luftige Hosen statt Humpelrock, lose fallende Bretagne Shirts und dazu einen selbstbewussten Kurzhaarschnitt.

Genau diese Attitüde, das Umsetzen eigener Träume, das Unabhängigsein und Freidenken, war eine der grundlegenden Maximen beim Entwurf des neuen Taschenmodells aus der Feder von Karl Lagerfeld, der das Erbe Chanels bereits seit 1983 als Chefdesigner weiterführt: Die Gabrielle Bag soll weniger Zierde als vielmehr Kompagnon sein, der beide Hände frei lässt. Für das echte Leben, den Alltag, wenn so will. Und weil ich ohnehin dafür plädiere, sogar die kostbarste Errungenschaft  keineswegs als Vitrinen-Futter zu verschwenden, sondern sie zu nutzen bis die eigene Abenteuer längst Spuren hinterlassen haben, habe ich mich für Chanel gemeinsam mit Gabrielle 8 lange Tage lang treiben lassen. Einmal durch Neuköllns Riviera und wieder zurück: weiterlesen

3 Ways to Wear // Oder auch:
3 Brillen-Annäherungsversuche mit Viu

27.04.2017 um 12.24 – Outfit

Seit knapp 7 Jahren zähle ich mich zur Fraktion der kleinen Blindschleichen, die permanent ihre Augen zusammen kneift, um die Umwelt scharf zu stellen, die Bekannte erst ab fünf Metern Entfernung erkennt und nachts in fremden Bars fünf Mal nach dem Weg zur Frauentoilette fragt, aus Angst, doch fälschlicherweise ins Männer-Klo zu stolpern. Kurzum: Ich bin blind – und werde immer blinder. Wir könnten jetzt nach verschiedensten Gründen dafür suchen oder einfach direkt auf die Bildschirm-Arbeit tippen, denn die mache ich seit Anbeginn der Sehschwäche dafür verantwortlich. Irgendwann überzeugte mich allerdings eine Freundin, dass es so nicht mit mir weiter gehen könne und mit einem Schlag sorgten Kontaktlinsen dafür, dass aus grauen Tönen wieder leuchtende Farben und aus unscharfen Gesichtern wieder Konturen wurden. Hach, es kann so einfach sein, wenn man sich dem Thema mal annimmt. Wohlwissend, dass die Sache mit den transparenten Augendeckelchen auf Dauer aber auch keine Lösung sein kann, schob ich die Option „Brille“ allerdings bislang erfolgreich beiseite. Warum? Weil kein Modell dieser Welt es schaffte, meine Eitelkeit zu überwinden, auch wenn ich immer betone, wahnsinnig uneitel zu sein.

Dass es ausgerechnet irgendwann ein rosafarbenes Modell sein würde, das mittlerweile zu meinem ständigen Begleiter geworden ist, hätte ich selbst also als allerletzte gedacht. In Kooperation mit dem Schweizer Brillenlabel Viu habe ich mich jetzt also endlich getraut und sehe so gestochen scharf, dass ich mir pausenlos gegen die eigene Stirn tippen könnte, nicht vorher auf den Trichter mit dem Nasenfahrrad gekommen zu sein. „Diva“ heißt das Modell und wir scheinen offensichtlich beide ein klein wenig eigen zu sein – passen vielleicht gerade deswegen so gut zusammen. Jedenfalls nähern wir zwei uns gerade noch an, denn es ist vielleicht einfach, so ein Brillenmodell aufzusetzen, sich allerdings rundum wohl damit zu fühlen, scheint, wie so oft in der Liebe, einem langsamen Annähern gleichzukommen. Aber seht selbst: weiterlesen

10 Outfits aus dem vergangenen Sommer, die ich auch 2017 wieder trage

18.04.2017 um 9.24 – Outfit Wir

Feststellung des Tages Nummer 1: Ich will jetzt wirklich Sommer. Nummer 2: Kürzere Haare waren doch nicht so verkehrt. Und Nummer 3: Ich habe meinen Körper gar nicht mal so oft vor die Kamera geschleppt, um Outfits festzuhalten, was wiederum dazu führt, dass ich aus dem vergangenen Sommer gerade mal 10 Outfits zusammen kriege, die ich euch zeigen kann und genauso auf jeden Fall wieder anziehen will. Gefühlt sind es allerdings viel mehr und deutlich spannendere, aber was nicht geknipst wurde, kann hier selbstverständlich auch schlecht gezeigt werden.

Ein großer Liebling ist und bleibt in jedem Fall meine Dries van Noten Hose, die wir von der Grundidee zur Inspiration herangezogen haben und in abgewandelter Form (dunkler, höher sitzend, schmaler und mit verkürztem Bein) auch für unsere eigene Kollektion aufgelegt haben. Ein weiterer Schatz bleibt das uralte Lacoste Hemd meiner Oma ebenso wie der wiederentdeckte Louis Vuitton Beutel in sonnengeküsstem Gelb. Was diesen Sommer außerdem erneut rausgekramt wird? weiterlesen

13 Outfits aus den letzten Sommern, die ich 2017 wieder tragen werde

12.04.2017 um 11.45 – Mode Outfit Wir

Die Mode präsentiert sich heute rasant denn je, Trends kommen und gehen, überdauern selten mehr als ein volles Jahr und überhaupt überschlagen sich die Neuankünfte in den Fast Fashion Stores geradezu. Wer da noch mitkommt, ist im schlimmsten Fall nicht nur aus der Puste, sondern auch bankrott. Man sollte den Zirkus im allerbesten Fall also weder blindlings mitmachen, noch traurig sein ob verpasster Stilregeln, sondern vielmehr ganz genau überlegen, was überhaupt (noch) in den eigenen Kleiderschrank passt. Das sagt ja genau die Richtige, meint ihr jetzt, zu recht, aber ich werde nicht müde zu betonen, dass Modeblogger*innen niemals ein Maßstab sein sollten und alles Gezeigte in erster Linie als Option oder Inspiration betrachten werden sollte, niemals aber als Muss. Auch ich komme nicht umher, mich immer wieder daran zu erinnern. Denn es kommt natürlich vor, dass ich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehe.

Am Wochenende habe ich also damit begonnen, dem Spuk ein Ende zu bereiten und meine Garderobe ein weiteres Mal um die Hälfte reduziert. Übrig geblieben sind zwei Kleiderstangen voll mit Lieblingsstücken und ein Regal, in dem sich Pullover, Shirts und Hosen tummeln. Es stimmt wirklich: Weniger fühlt sich in diesem Fall nach viel, viel mehr an. Im Zuge des Ausmist-Wahns, habe ich mich außerdem durch Outfits aus den vergangenen zwei Jahren gestöbert und festgestellt: Beinahe jedes einzelne davon würde ich im Sommer 2017 wieder (fast) ganz genau so tragen. Auch keine Meisterleistung. Aber eine weitere Erinnerung daran, dass das Glück häufig nicht in der Ferne, längst irgendwo vor unseren Füßen liegt: weiterlesen

3 Ways To Wear //
Wie genau geht Frühling nochmal?

10.04.2017 um 15.47 – Inspiration Mode Outfit

Nach der Winterdepression folgt für gewöhnlich Sonne, von innen und außen, aber auch das ein oder andere Fragezeichen hinsichtlich der passenden Garderobe lässt mit dem Eintrudeln des Frühlings oft nicht lange auf sich warten. Jedenfalls ist das bei mir meist so. Geistig noch erschlagen von all den dicken Pullovern und Wolljacken, fällt es mir zu Beginn oft schwer zu schnallen, dass es jetzt wirklich, wirklich an der Zeit für ein wenig mehr Leichtigkeit ist. Dass Farbe nie verkehrt sein kann und weiße Jeans ruhig getragen und auch ein wenig dreckig gemacht werden dürfen. Nur wie? Gute Frage. Was auch erklären könnte, weshalb ich heute Morgen einzig und allein ob der Blusenwahl ganz sicher war, hinsichtlich des Rests aber volle Möhre auf dem Schlauch stand. Aus der Planlosigkeit ist am Ende aber immerhin ein zaghafter Versuch geworden, unserer etwas eingerosteten Kategorie „Ways to Wear“ wieder etwas Leben einzuhauchen. 1,2 oder 3 – für jedes Ei ist was dabei. Hoffentlich. Nicht selten flöte ich mir selbst nämlich schon am Folgetag meiner Mini-Experimente in alter Helge Schneider-Manier „Ich habe mich vertan“ entgegen. Bloß bei Outfit Nummer Drei bin ich mir relativ sicher: So in etwa wird mein persönlicher Frühling aussehen: weiterlesen

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Outfit // Fernweh.

04.04.2017 um 9.18 – Outfit Wir

Eine meiner besten Freundinnen schrieb mir vor ein paar Tagen in einem Brief, sie sei noch nie so verloren und gleichzeitig so glücklich gewesen. Und ich weiß ganz genau, was sie meint. Wenn man innerlich sprudelt vor vollkommenem Glück, dann ist die Abenteuerlust oft nicht weit. Vielleicht geht es mir gerade sogar ganz ähnlich. Am liebsten würde ich meine kleine wunderbare Familie an die Hand nehmen und ihr die ganze Welt zeigen, die Ferne erkunden, um immer wieder zurückzukommen, mit tausenden von wilden Geschichten. Zwei Flüge sind für dieses Jahr schon gebucht, aber der Sinn steht mir nach noch weiter entfernten Zielen, vielleicht, weil ich das Reisen in den vergangenen Jahren so sehr vernachlässigt habe und mit jedem Besuch in einem anderen Land stets auch Arbeit verbunden war. Ich will das nicht mehr. Nie wieder Hashtags unter der Sonne, vorerst. Stattdessen Nacktbaden im Meer und Rucksäcke vollgepackt mit Müsliriegeln. Ob wir in diesem Jahr noch zu Freunden nach Kanada, in den Oman oder nach La Réunion schaffen, weiß ich nicht. Aber ich weiß, dass ich mein Erspartes künftig nicht mehr für ein Eigenheim beiseite legen werde, sondern für ein Segelboot. Unser Kind darf uns dann während seines Studiums gern überall auf der Welt besuchen kommen. Jaja, ich weiß. Aber wer überhaupt keine Träume hat, der hat doch irgendwie nichts. weiterlesen

Outfit // Gegen das Gehenlassen

29.03.2017 um 10.31 – Outfit Wir

raffia bag mangoIn Hollywoodstreifen ist es ja oft so: Da wachen die Damen des Hauses stets in zusammenpassender feinster Unterwäsche auf, das Frühstückseiweiß wird im seidenen Morgenrock verspeist und wenn man genau hinschaut, dann lugt außerdem noch irgendwo ein vornehmes Spitzenhemdchen aus dem Revers heraus. Das ist dann meist der Moment, in dem mir die ein oder andere Feierabend-Pommes vor lauter Lachen aus dem Nasenloch schießt. Abends, mit dem Laptop auf den Knien, sehe ich nämlich aus wie morgens, ich trage stets ein Feinripp-Unterhemd, das ich rechts und links an beiden Beinen des ausgewaschenen Schlüpfers, der bestimmt nicht zum BH passt, wie Flügelchen herausziehe, und einen Frottee-Bademantel, in dem ich schon diverse Vorlesungen verschlief.

Wenn ich es mir recht überlege, spiegelt dieser Anblick sogar am ehesten wider, wie ich mich Ende des Winters auch sonst so hinsichtlich meines modischen Feingefühls gesehen habe. Gar nicht speziell. Nur pragmatisch. Ich begrüße dieses vogelfreie Laissez-Faire sehr, bloß schlug es mir so langsam aufs Gemüt, hin und wieder dachte ich sogar darüber nach, mich einem Selbstversuch zu widmen: Ein Jahr, eine Jeans, zwei Pullis – oder so ähnlich. In letzter Sekunde packte mich der Frühlingseinbruch allerdings am Schlafittchen, sodass der Sinn mir mit einem Mal und ganz unverhofft wieder nach ein bisschen Firlefanz stand. Gegen das Gehenlassen sozusagen. Zumindest obendrüber: weiterlesen

Outfit //
Mit Statement-Ohrringen, Samtblazer & Cowboy Boots

28.03.2017 um 8.18 – Outfit Wir

Ich kann es selbst kaum glauben, aber ich habe mir gestern tatsächlich den ersten Sonnenbrand des Jahres um die Nase eingefangen: Das Montagsmeeting wurde nämlich kurzerhand auf Nikes Dachterrasse verlagert und eine volle Stunde reichte bereits aus, um meine weißen Wangen in zartes Rot zu tunken. Nach einem halben Jahr voller Grau, wusste meine Haut also gestern offenbar gar nicht, was los ist – und dass, trotz Lichtschutzfaktor in der Tagescreme. Beschweren will ich mich natürlich trotzdem keineswegs: So viel Sonnenpower wie gestern, darf unsere ergrauten Gemüter ab sofort gern die ganze Zeit erfüllen und schenkt man dem guten, alten Wetterbericht vertrauen, geht’s die gesamte Woche auch noch so weiter. Bereits das ganze Wochenende wurde auf Dachterrassen, im Park, auf dem Spielplatz und in diversen Eisdielen verbracht und ich will genau diesen Zustand ganz akut unter keinen Umständen missen.

Endlich darf die Winterjacke also zu Hause bleiben und wird gegen Jeansjacke eingetauscht, ohne fröstelnd durch selbst schattige Plätze zu ziehen. Und so ging’s am Wochenende im geliebten Samtblazer und Klimperohrringen vor die Türe, mit den liebsten Schuhen, der gemütlichsten Jeans und ganz viel Motivation im Gepäck. weiterlesen

Outfits //
3 x Zwischendurch

21.03.2017 um 12.43 – Outfit Wir

Nach monatelanger Mode-Langeweile bin ich gerade dabei, meinen eigenen Kleiderschrank neu zu entdecken, und auch aus- und aufzuräumen, aber trotzdem kommt mir immer wieder der Alltag dazwischen. Manchmal trage ich tagelang die gleiche Jeans und wechsle bloß Socken und was man noch so austauschen muss, weil Leben, aber dann, dann packt es mich. Oder auch nicht. Auch das ist in Ordnung, aber manchmal reicht schon ein kleiner roter Ohrclip, um gegen die Tristesse anzukommen und wieder Freude am Spiel mit modischem Firlefanz zu schnuppern. Es geht jedenfalls bergauf, die Leidenschaft brodelt hier und da schon wieder. Und bald seht ihr auch wieder regelmäßig mehr von uns, versprochen. Den Anfang machen immerhin drei Outfits von Zwischendurch, wie damals, im Sommer, als man gar nicht richtig über die vermaledeite Garderobe nachdachte und sich trotzdem stets pudelwohl fühlte. Einfach darum: weiterlesen