Kategorie-Archiv: Outfit

Outfit // Red Socks Thursday
(und happy Birthday Jane Wayne!)

18.10.2016 um 11.16 – box2 Outfit Wir

leoparden mantel Ihr kennt ja sicher alle die ein oder andere (veraltete) Mode-Regel. Obwohl damit wohl eher Mode-Verbote gemeint sind, ich sehe da jedenfalls nur in den allerwenigsten Fällen Raum für Experimente. Dunkelblau etwa sollte man keinesfalls zu Schwarz kombinieren („Schwarz und Blau schmückt die Sau“) und auch die Liaison zwischen Rot und Rosa scheint lange Zeit einen ähnlich großen Faux Pas dargestellt zu haben. Ein Glück also, dass ich heute bloß Leoparden-Plüsch zur roten Socke trage – Obwohl genau das durchaus als eine der schlimmsten aller Sünden gelten könnte, man soll optisch schließlich nur punktuell klotzen und ansonsten lieber kleckern.

Hat nicht ganz so gut geklappt, der Sinn stand mir am Morgen nunmal nach beidem. Und da eine Leoparden-Jacke ja schon im Alleingang als tendenziell schwierig gilt, ist in den Augen vieler womöglich ohnehin bereits Hopfen und Malz verloren, viel verkehrt machen kann man da also sowieso nicht mehr. Finde ich. Außer, man fühlt sich selbst nicht wohl. Meine Laune ist heute allerdings unantastbar, Jane Wayne wird nämlich sechs (!!!) Jahre alt. Deshalb auch der Fummel. Und ein bisschen Wahnsinn. Aber vor allem: Freude! weiterlesen

OUTFIT // Pajama Pants!

14.10.2016 um 9.14 – Outfit Wir

lovestories intimatesEiner meiner Verflossenen, der bis heute ein lieber Freund und damit nunmal auch hemmungslos ehrlich ist, gestand mir einst, er hätte sich durchaus hin und wieder für mich geschämt, heimlich natürlich, und feste die Zähne aufeinander gebissen, wenn wir das Haus verließen, etwa damals, als ich den Pyjama als Tagesgarderobe für mich entdeckte und im karierten Zweiteiler seine Eltern begrüßte. Nur dass der vermeintliche Schlafanzug in Wahrheit ein waschechtes und ernst gemeintes Ensemble von Wood Wood war, aber das konnte ja niemand wissen. Gestern hätte ich deshalb beinahe ein Selfie von schräg oben verschickt, in Erinnerung an alte Zeiten, diesmal griff ich nämlich tatsächlich zur Pyjamahose, sogar voller Inbrunst. Dabei hatte ich mir eigentlich nur vorgenommen, daheim künftig nicht mehr ausschließlich wie Nachbars Lumpi durch die Zimmer zu fegen, ein ansehnlicher Begleiter für kalte Nächte sollte her, aber daraus wurde nichts. Das Oberteil führte ich schon am ersten zum Pizzaessen aus, die Hose in all ihrer bordeauxfarbenen mit Sternen verzierten Schönheit war kurze Zeit später dran. Schräg geschaut hat trotzdem niemand. Konnte ja wieder niemand wissen. Und wer weiß, vielleicht landen mein neuer Schlafanzug und ich nach dem nächsten Waschgang doch noch im Bett. Dann hätte sich die Investition immerhin ohne wenn und aber doppelt gelohnt: weiterlesen

Outfit // Zitronendonnerstag

13.10.2016 um 7.30 – box1 Outfit Wir

outfit

Ich habe mir sehnlichst den Herbst herbei gewünscht – und jetzt habe ich den Salat: Vor die Türe gehen, ist ausschließlich mit einem Muss verbunden und überall schnieft und rotzt es. Urgh. Novemberwetter im Oktober? Herzlichen Dank auch. Um genau diesem grauen Einheitsbrei da draußen irgendwie entgegen zu wirken, die eigene Laune zu heben und schon gar nicht erst zu frösteln, entschied ich mich kurzerhand also für knalliges Zitronengelb, schließlich sah genau das an der schönen Hayett McCarthy so großartig aus, dass ich gleich zum Nachmachen aufgefordert wurde. Und streng genommen hatte ich bislang auch gar keine wattierte Übergangsjacke, die mich vor den ersten Erkältung schützt und on top auch noch quasi die Warnweste ersetzt, wenn ich Wilma demnächst noch vor Anbruch der Helligkeit durch Kreuzbergs Straßen schiebe und es schnurstracks zu ihrem Tagespapa geht.

Ganz so einfach ist das zitronengelbe Wattemonster dann allerdings doch nicht. Ihr könnt’s euch vorstellen: Der richtige Weg zwischen Ghetto-Braut und Helly Hansen Gedächtnis-Look ist ganz schön schmal. Muckelig ist sie trotzdem – und genau das ist mir im Moment eh das Allerwichtigste. weiterlesen

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OUTFIT // „I’ll stop wearing black when they invent a darker colour.“
– Wednesday Addams

10.10.2016 um 11.54 – box1 Outfit Wir

weekday denimMan könnte beinahe meinen, ich hätte irgendwann einmal aufgehört, Schwarz zu tragen, dabei ist das Gegenteil der Fall, Schwarz funktioniert bei mir sozusagen als modischer Fels in der Brandung stürmischer Arbeitstage. In Zeiten großer Modemüdigkeit oder fehlender Zeit. Und immer wieder auch am Wochenende, wenn ungefähr alles wichtiger ist, als das, was in meinem Kleiderschrank liegt. Am liebsten übrigens in Kombination mit Roll- oder Stehkragen, da schlägt mein Sartre-Herz jedes Mal ein bisschen höher.

Dabei denken Pessimisten im Angesicht der Abwesenheit von Licht und lauten Knalltönen noch immer an hauptsächlich an großeTrauer, Queen Victoria hatte es schließlich früh vorgemacht und nach dem Tod ihres geliebten Gatten bis an ihr eigenes Lebensende ausschließlich Schwarz ausgeführt. Dank Coco Chanel und der Erfindung des immer adäquaten „kleinen Schwarzens“ aber ist das Trübsalblasen längst passé. Ich halte es deshalb auch künftig wie Wednesday Addams: „“I’ll stop wearing black when they invent a darker colour.“ weiterlesen

Outfit // Miuccia ❤️

06.10.2016 um 11.27 – box3 Mode Outfit Wir

MIu Miu Jacket thisisjanewayneMiuccia Prada ist eine der wenigen wirklich Intellektuellen der Modebranche, sie studierte Politkwissenschaften bevor sie sich dem Beruf der Designerin verschrieb und war während der 1970er Jahre in der italienischen Frauenrechtsbewegung aktiv. All die unterschiedlichen Einflüsse, die nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch ihr kreatives Schaffen prägten und noch immer prägen, sind bis heute in den Kollektionen der mittlerweile 67-Jährigen wiederzuerkennen. Miuccia Prada bringt uns immer wieder zum nachdenken und lachen, gleichermaßen. Vielleicht, weil sie Mode zwar nicht ernst nimmt, aber für wichtig hält: „I EVEN HATED IT. I WAS A FEMINIST IN THE ’60S AND CAN YOU IMAGINE? THE WORST I COULD HAVE DONE WAS TO BE IN FASHION. IT WAS THE MOST UNCOMFORTABLE POSITION … AND I HAD PROBLEMS FOR SO MANY YEARS; ONLY RECENTLY I STOPPED. I REALIZED THAT SO MANY CLEVER PEOPLE RESPECT FASHION SO MUCH AND THROUGH MY JOB … I HAVE AN OPEN DOOR TO ANY KIND OF FIELD. IT’S A WAY OF INVESTIGATING ALL THE DIFFERENT UNIVERSES: ARCHITECTURE, ART, FILM.“ (Quelle) Ich könnte ihr die Füße küssen, für all das.

Auch dafür, dass sie 2014 einen ganzen Monat lang damit verbrachte, den perfekten Windbreaker zu kreieren, einen, der nicht „too puffy“ daher kommt, an den ich noch im gleichen Jahr mein Herz verlor. In diesem Sommer fand ich ihn in der Toskana wieder. Ein Grund mehr für mich, den Herbst zu lieben: weiterlesen

OUTFIT // Himbeerrosa.

04.10.2016 um 11.19 – box2 Outfit Wir

Processed with VSCO with m4 presetIch muss ja ehrlich sagen, dass ich mich nicht selten vertue. Diese rosafarbene Tasche zum Beispiel, über die lässt sich streiten und obwohl ich einen ganzen Monat lang über deren Anschaffung sinnierte, stand ihre Zukunft jüngst auf der Kippe. Als sie bei mir eintrudelte, im Spätsommer, war ich mir ganz sicher, eine neue Liebe gefunden zu haben, aber schnell fragte ich mich, ob ich mir vor lauter Euphorie nicht selbst etwas vorgeschwindelt hatte, denn seien wir mal ehrlich, das Schweinchen lässt sich nicht einfach so mir nichts dir nichts auf neutrale Alltagstauglichkeit herunter brechen. Muss ja auch gar nicht sein, schon klar, aber meine derzeitige Lieblingsjacke etwa ist ein Leopardentraum, den ich stets mit derbem Schuhwerk zu entschärfen versuche, nicht für andere, sondern für mich selbst. Beides zusammen genommen, das Schweinchen und die Raubkatze – Hallelujah. Ihr wisst schon.

Mir blieben am Ende also nur zwei Möglichkeiten: Kapitulation oder Umdenken. Ich wählte zweiteren Weg und stieg vom gefleckten Puschel-Kumpel auf Samt, Wolle und Beerentöne um. Hat seltsamerweise so gut funktioniert, dass ich eine schwarze Tasche mittlerweile kaum klassischer finden könnte. Aber wie gesagt: Ich vertue mich gern. Womöglich auch diesmal, dann ist es mir eben bloß noch nicht aufgefallen: weiterlesen

Outfits // 7 x zwischendurch

28.09.2016 um 12.45 – box2 Outfit Wir

outfits

Vor zwei Wochen noch steckten wir im absoluten Hochsommer, heute schon sind wir im Herbst angekommen – oder auch: Gestern waren wir in New York, heute hat der allerbeste Alltagswahnsinn uns auch schon wieder. Daheim ist’s und bleibt’s am schönsten! Manchmal braucht man für diese Erkenntnis zwar kleine Reminder aka Ausflüge in ein surreale Traumwelten, dafür grinsen wir im Hier und Jetzt gleich doppelt so breit, als noch wenige Tage zuvor. Und so finde ich mich im hübschesten Berliner Spätsommer wieder, zwischen Tagespapa-Eingewöhnung und Mama-Wilma-Zeit, zwischen klassischem Büroalltag, Meetings und einem Shooting für die i-D. Immer mit dabei: Partnerin in Crime Nike Jane, ohne die sowieso alles bloß halb so schön wäre.

Dass wir zwei absolute Glückskinder sind, muss ich euch eigentlich nicht erzählen, trotzdem erinnere ich mich immer wieder gern selbst daran, welch‘ großartige Idee es war, mich mit meiner besten Freundin selbstständig zu machen. Aber genug der Schwafelei. 7 Looks zwischen New York und Berlin: weiterlesen

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OUTFIT // Leo.

27.09.2016 um 10.59 – Outfit Wir

leoparden jacke thisisjanewayne

Ich glaube, wir sind gerade schnurstracks in meiner Lieblingsjahreszeit gelandet, denn bei aller Freude am kollektiven See-Schwitzen und Eiscreme, gefällt mir Eiscreme mit heißen Kirschen zum kollektiven Draußensitzen in dicken Jacken bei kristallklarer Luft dann sogar doch noch ein großes Bisschen besser. Und dann ist da ja auch noch die Leopardenjacke, die mir längst beleidigt von der Garderobe aus entgegen fauchte und nun, genauer gesagt heute, endlich zum (beinahe) ersten Mal ausgeführt werden konnte. Ich finde ja überhaupt nicht, dass so eine Raubkatze bloß abends getragen werden sollte oder zu extravaganten Einladungen, ganz im Gegenteil. So ein Flausch ist selbst auf dem Spielplatz der Renner, aber nur, wenn man dazu auch Brüllen kann wie ein Großer. Findet jedenfalls Lio.

Trotzdem kombiniere ich heute erstmal ganz bodenständig und brav Ringel und große Schnürsenkelschleifen zur Mustergewalt. Dann noch meine neue Bonnie Bag von Sandro Paris dazu, fertig. Fühlt sich heute alles übrigens ein wenig nach neuer Freiheit und Jugend an, das Ganze. Nach zwei Monaten ohne Kinderbetreuung schafft mein übrigens mittlerweile 2-jähriger Löwenjunge es jetzt immerhin schon bis halb eins großen Spaß in der Kita zu haben. Es wird. Langsam zwar, aber immerhin. So langsam stapelt sich die Arbeit auf meinem Schreibtisch nämlich ins Unüberschaubare. Und morgen dann bielleicht bis eins, ja? weiterlesen

OUTFIT // Dazwischen.

26.09.2016 um 11.55 – Outfit Wir

marni rockEs gab für mich bisweilen kaum eine schöner anzusehende Kombination als die nackter Beine und molliger Pullover, aber eben auch keine unlogischere, weshalb ich selbige nur äußerst selten selbst praktizierte. Macht ja eigentlich auch überhaupt kein Sinn, sich obenrum warm zu verpacken, wenn untenrum zumindest wettertechnisch noch eine gewisse Freizügigkeit funktioniert. Es gibt sie aber tatsächlich, die drei, vier, fünf Tage kurz nach Einbruch des Herbstes, an denen ein Rock aus Wolle zu nichts als dicken Strümpfen durchaus tragbar ist, zumindest solange man nicht vorhat, von Neukölln nach Mitte zu spazieren. So eine Chance bietet sich etwa genau heute. Morgens 15, Mittags 22 Grad, na wer sagts denn. Ein Temperatur-Träumchen.

Zum ersten Termine fegte ich also im neuen Rock samt altem Pullover. „Freedom“ steht darauf geschrieben und obwohl ich weiß Gott das Gegenteil eines Statement-Print-Fans bin, war das Thema Freiheit gerade so dermaßen oft Mittelpunkt allabendlicher Diskussionen, dass sich der Pullover aus dem vergangenen Jahr möglicherweise zum Lieblingspullover des aktuell herrschenden Jahres mausern könnte. Für mich übrigens schon wieder ein Beweis dafür, dass wir, statt automatisch nach Neuem zu lechzen, viel häufiger den eigenen Kleiderschrank auf den Kopf stellen sollten. Da tun sich nämlich nicht selten wahre Super-Funde auf. weiterlesen

OUTFIT // Heute so: Alltagsunfähig.

21.09.2016 um 12.50 – box3 Outfit Wir

Processed with VSCO with a6 preset

Eigentlich wollte ich längst zum Schneider mit meiner neuen, plötzlich reinverknallten BOSS Hose, die beim Fitting-Termin für die Show in New York als kleines Extrabonbon unbedingt mit musste. Aber wie das im Moment so ist, komme ich zu nichts. Nicht mal die Brotkrümmel werden dieser Tage vom Tisch gewischt, der Papierkorb quirlt über und sogar der Kinderarzttermin wurde fast verpasst. Alltagsunfähig nennt man das wohl – und die Liste der To-Dos ist unaufhörlich lang. Ich weiß nicht einmal, woran es genau liegt, aber ich bin im Moment so langsam im Kopf, dass jede noch so langsame Schnecke mich wohl überholen würde. Es sind diese Wochen voller Versprechen, die man anderen macht und die einem manchmal das Genick brechen wollen. Wilmas erster Geburtstag steht an, Meetings und Konzeptabgaben sitzen uns im Nacken, eine Abschiedsparty hätte eigentlich organisiert werden müssen und der tägliche Wahnsinn kommt noch dazu. Die Eingewöhnung der Kleinsten ist bereits geschafft, es kann also nur bergauf gehen. Und heute ist schon Mittwoch – fast Wochenende also. Es wird, ich bin mir da ganz sicher.

Und so laufe ich heute mit viel zu langem Hosenbein durch die Gegend, wähle meine Schritte mit Bedacht, damit das adrette Modell nicht gleich am Saum zerfetzt und mache mich auf die Suche nach einem Schneider, damit ich die Anzugshose demnächst auch mal mit flacherem Schuhwerk kombinieren kann. Wenn nicht, wird’s ein Schrankhüter – und das will hier keiner. Also Beine in die Hand und völlig banale Dinge des Alltags regeln. weiterlesen

OUTFIT //
Schief gewickelt.

19.09.2016 um 11.01 – Outfit Wir

weekday press collection

Wer schief gewickelt ist, der befindet sich normalerweise auf dem falschen Dampfer, der liegt daneben und täuscht oder irrt sich gewaltig. Auf mich trifft diesmal allerdings bloß ersteres zu und zwar im haptischen Sinne, jedenfalls wenn es nach mir und meinem persönlichen Geschmack geht, der natürlich durchaus streitbar ist. Ich frage mich im Gegensatz zu vielen anderen zum Beispiel immer wieder, wann und wieso Wickelröcke eigentlich aus der Mode geraten sind, es gibt schließlich kaum ein anderes Kleidungsstück, das so schön-subtil mit zufälligen Bein-Blitzern umgeht. Deshalb liebe ich meinen Vintage-Fund von Dries van Noten womöglich so bedingungslos, nur Radlerhosen sollte man bei mäßigem Wind vorsichtshalber drunter tragen. Auch obenrum könnte es im halbwarmen Spätsommer offenbar kaum gewitzter zugehen, man nannte mich bereits Kermes, der Speerwerfer. Was gefühlt gar nicht so falsch ist, mein rechter Arm ist durch das Einseite Tragen meines geh-faulen Sohnes tatsächlich zum Pfunds-Kerl angewachsen. Ein bisschen Asymmetrie hat ja aber glücklicherweise noch niemandem geschadet. Genau so wenig wie ein Hauch Wickel-Volumen. Achja, und: Tschüssi, New York. Das war schön mit dir. weiterlesen

OUTFIT // Schlafwandeln.

15.09.2016 um 6.00 – Outfit Wir

gvyn thisisjanewayneImmer wenn ich nach New York komme, und wenn ich immer sage, dann meine ich in Wirklichkeit bloß fünf Reisen, komme ich mir erst einmal wie ein Murmeltier vor, das an Hitzestress leidet; wegen der Zeitverschiebung und der Müdigkeit, die sich gleichzeitig nach durchgemachter Nacht, geistiger Kapitulation und irrem Lebendigsein anfühlt. Kurz darauf folgen etwa 12 Stunden des eingebildeten Schlafwandelns, alles hier ist so groß und viel und laut und surreal, ein eklektisches Konstrukt aus allerhand Filmen, die man zwar gesehen hat, aber noch immer nicht richtig begreifen kann. Menschen, die mit ihren Handys reden an jeder Ampel, heulende Sirenen, das beständige Summen alter Klimaanlagen, Gerüche von Taco Trucks und dann plötzlich wieder Seitenstraßenoasen der Ruhe. Es ist ein bisschen, also würde man aus dem Bett geradewegs in Alice‘ superurbanen Kaninchenbau rollen, Verrückte gibt es auch. Zum Beispiel solche, die Kleider lieben, mit denen sich auch im Dunkeln gut munkeln ließe. Ich gehöre dazu, bloß schlage ich der schlüpfrigen Assoziation mit weißem Shirt und Chucks ein Schnippchen – Immerhin schlafwandle ich ja bei schönstem Sonnenschein: weiterlesen

OUTFIT //
Unterwegs in New York

14.09.2016 um 14.53 – Outfit Wir

Zwei Jahre ist es her, da durfte ich mich schon einmal für ein paar wenige Stunden durch diese wuselige Stadt treiben lassen, mit weit aufgerissenen Augen staunen und mich verlieben: In diese verrückte Welt mitsamt ihrer noch verrückteren Menschen. Es ist bloß ein minikleiner Ausschnitt, schon klar, dafür allerdings gleicht er einer Achterbahn voller Wows oh Ohs. 60 Stunden New York bedeuten: So viel wie möglich sehen, hören und erleben – und dafür standen wir zwei heute Morgen auch schon um 5 Uhr (New Yorker Zeit) kerzengerade in unserem Bett. Zugegeben, nicht ganz freiwillig, denn der Jet Leg hatte uns voll erwischt, dafür aber furchtbar glücklich, den Sonnenaufgang über dem Hudson River zu sehen und die Pancakes mit Extraportion Sirup noch vor allen anderen aufzufuttern. New York, was soll ich sagen: Ich bin einfach ernsthaft verzaubert von dieser merkwürdig interessanten Magie, mit der du uns jedes Mal gleich beim Anflug umhüllst. Ich muss mir also dringend mal wieder mehr Zeit für dich nehmen und dich besser kennen lernen.

Während ihr also geradewegs aus eurer Mittagspause rausschlendert, geht’s für uns hier gleich erst richtig los: Nämlich mit der BOSS Womenswear Show by Jason Wu. Wie ihr wisst, sind wir der Einladung des deutschen Brands nach New York gefolgt, um gleich live dabei zu sein, wenn die Spring/Summer 2017 Kollektion in einer noch geheimen Location gezeigt wird. Wir nehmen euch selbstverständlich virtuell mit – aber dazu später mehr. weiterlesen

Outfit // Hochzeitsgast in der Sonne & knapp den eigenen Geschmack verfehlt 🌴

31.08.2016 um 13.44 – Outfit Wir

the kooples flower solk dress thisisjanewayneFür mein nächstes Mal als Hochzeitsgast schreibe ich mir bezüglich der Kleiderwahl etwas hinter die Ohren, nämlich: Kaufe nichts oder nur etwas, das du auch anderorts durch die Sonne tragen würdest. Vor lauter geteiltem Lampenfieber und Aufregung ob diverser Freundinnen-Aufgaben ist mir die Sache mit der Outfit-Planung diesmal tatsächlich ein wenig durch die Lappen gegangen und was am Ende dabei heraus kam, machte zwar die Braut glücklich, und komischerweise auch Sarah Jane, mich selbst aber wirklich nur in Maßen. In sehr kleinen Maßen wohlgemerkt.

Es ist ja nicht so, als hätte mir das Kleid-Blusen-Ensemble beim hektischen Einkauf nicht gefallen, ganz im Gegenteil, nur fühlte ich mich beim aktiven Tragen zum ersten Mal seit meiner streitbaren Abiballkleid-Entscheidung ganz und gar nicht wie ich selbst, trotz Sonne. Schaut mal, ihr wisst schon. Und dann auch noch der Pool im Hintergrund, gewiss teilt ihr meine Assoziationen, die ich an dieser Stelle nicht laut aussprechen werde. Kann ja mal passieren. Und ist glücklicherweise ohnehin ganz wurscht gewesen, selbst nackend hätte ich den schönsten Tag des Jahres mit rosa Herzchen in meinem Kalender markiert. Davon abgesehen hat selbstredend sowieso niemand so recht auf die anwesenden Hochzeitsgastkleider geachtet, zu schön war das Brautkleid unserer Freundin Geli, das alle zu Pipi in den Augen rührte. Auf Nachfrage zeige ich euch trotzdem, was ich selbst am 27.August 2016 trug: weiterlesen

Insta-Diary //
Vom Liegenlernen in der Toskana.

30.08.2016 um 15.28 – Allgemein Outfit Travel Wir

urlaub in der toskana thisisjanewayne

Wir sind die womöglich schlechtesten Urlauberinnen der Welt, selbst Freunde rieten uns inzwischen schon schweren Herzens dazu, es doch vielleicht einfach sein zu lassen, das mit der Auszeit, aus Sorge. Die meisten unserer Entspannungs-Versuche während der vergangenen vier Jahre scheiterten nämlich (beinahe) ausnahmslos kläglich, aufgrund von fehlender Zeit etwa, aber selbst wenn wir uns mal trauten, waren da am Ende bloß Dauerregen, Frust und Stolpersteine. So kommt es auch, dass wir es jeweils auf ingesamt 14 freie Tage geschafft haben – zusammengerechnet auf mehrere Jahre, exklusive je zwei Wochen Mutterschutz pro Kopf. Das kommt uns ganz schön läppisch vor. Unsere leeren Hirne pflichteten uns mittlerweile ebenfalls heftig bei, weshalb wir die schönste Hochzeit unserer schönsten Freunde spontan zum Anlass nahmen, selbst ein paar Tage abzutauchen. Ganz ohne Presse-Einladung, Jacuzzi oder Verpflichtungen. Dafür aber mit den Liebsten. Ich kann nicht glauben, dass wir nicht viel früher darauf gekommen sind, dass Entspannung die beste Medizin ist.

Zu großen Teilen haben wir die unverhoffte Erholung übrigens unseren beiden famosen Gastgebern Luzia und Alessandro zu verdanken, die mitten in der Toskana, genauer gesagt in Larciano, ein kleines Apartment Paradies namens Podere Marchiano betreiben. Wir waren uns erst nicht ganz sicher, ob wir diesen Geheim-Tipp überhaupt ausplaudern sollten, aber die beiden guten Seelen freuen sich immer über neue Gäste. Über solche, die Ruhe tanken wollen am Pool oder Bücher schreiben auf der Terrasse, über Familien mit Kindern und Hunden, über euch und uns und all jene, die ganz plötzlich die Stadtflucht packt. Bloß versorgen muss man sich selbst und ohne Mietwagen geht es nicht. Wer aber wirklich nichts braucht, außer die Atmosphäre der Toskana, Italiens Herzenswärme, wohliges Pool-Wasser, frische Feigen und Sonne, der wird hier rundum glücklich, so wie wir. Bis zum nächsten Jahr, Luzia und Alessandro, wir haben unser alljährliches Familien-Domizil hiermit gefunden. weiterlesen

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