Kategorie-Archiv: Outfit

Outfit // Mit Popeye-Gedächtnisbluse,
Mom Jeans & roten Boots

27.02.2017 um 9.05 – box1 Outfit Wir

Eigentlich wollte ich in diesem Februar gar nicht in Berlin sein. Ich wollte es meinem gefilterten Instagram-Stream gleich machen und Reißaus nehmen – mindestens zwei Wochen lang. Aber ihr kennt mich: Ich bin eine Urlaubsorga-Niete mit Sternchen und so saß mal wieder hier im grauen Berlin. Während mein Standard-Spruch bei all meinen Freunden mit Hängerchen derzeit an das trübselige Wetter da draußen erinnert und ich versuche, jedes Wehwehchen damit zu rechtfertigen, geht mir selbst so allmählich die Puste aus – ach, wäre ich doch nur in Guadeloupe. Die krönenden Highlights des Wochenendes: Ein fieberndes Kind an beiden Tagen und eine nicht enden wollende Schlange vor dem The XX Konzert, in der uns zarter Sprühregen noch mal daran erinnerte, dass man im Februar am besten gänzlich zuhause bleibt – oder ein Land mit Sonne auf der Karte wählt.

Na gut, genug Miesepeterstimmung: Immerhin sorgte das Trio am Ende noch für Entschädigung und zappelnde Körperteile. Als Schlechtwetter-Durchhalte-Belohnung gönnte ich mir außerdem ein paar orangerote Wildlederboots und kramte meine Popeye-Gedächtnis Bluse im Vichy-Muster heraus, um dem Grau da draußen zu trotzen und folgenden Spruch wirklich mal wieder wortwörtlich zu nehmen: Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur falsche Kleidung. Ha! weiterlesen

New In // Stripy Stine Goya Pants
– oder: Sommerhose trotz Winter

09.02.2017 um 16.45 – Outfit Wir

shop the look stine goyaSpätestens seit Gannis #Lovesociety habe ich einen Narren an roten Hosen gefressen und zwar nicht nur an der auf dem Laufsteg gezeigten Version aus Kord, sondern so ganz grundsätzlich. Noch dazu dachte ich gerade außerdem über die Anschaffung eines gut sitzenden Nadelstreifenmodels nach (dazu später mehr) und so kam es, dass ich im Angesicht der „Vinnie Pants“ von Stine Goya zur herzäugigen Karikatur meiner selbst mutierte. Blöd nur, dass dieses Geschenk des dänischen Himmels überhaupt nicht wintertauglich ist, ein Hauch aus Nichts sozusagen, aber umso hübscher geschnitten, beinahe perfekt. Es muss nämlich ausnahmsweise nichts gekrempelt werden; bei einer Größe von 1.73m ragt das gute Stück in etwa bis zu den Knöcheln. Und weil wir es hier in guter alter Stine Goya-Manier mit einem recht körperfernen Stück Stoff zu tun haben, fallen die darunter gemogelten Thermostrümpfe auch kaum aus. Wollblazer und Rolli drüber, fertig. Und auch warm! Ich finde sogar, mit einem Ledergürtel getragen bekämpft man sogar jeden Pyjamaparty-Vorwurf: weiterlesen

OUTFIT //
„Zieh dich doch mal wie ein Mädchen an“

06.02.2017 um 10.16 – Outfit Wir

hosenanzug

„Hallo, Herr van Dinther!“ lachte mein Lieblings-Späti-Verkäufer mir entgegen, als ich am Samstag Hosenanzug-tragend eine Packung Kaugummi bezahlten wollte. Es dauerte nicht lang, da fühlte ich mich auch schon wieder vier Jahre zurück versetzt, ich weiß nämlich noch ganz genau wie man damals mehrheitlich auf meinen ganzen Stolz, den braunen Zweiteiler von Wood Wood, reagierte. Mit Unverständnis nämlich. Ich glaube sogar, eine entfernte Kollegin wollte mir irgendwann einmal durch die Blume zu verstehen geben, dass in „solchen Fällen“ ein kleiner Stilbruch angebracht sei, hohe Hacken etwa oder roter Lippenstift, der Weiblichkeit zuliebe. Ich hingegen habe bis heute nicht verstanden, warum Kleidung überhaupt „vorteilhaft“, „sexy“ oder „feminin“ sein muss. Sie darf es sein, keine Frage, aber wichtiger ist doch, dass sie sich gut anfühlt und dem Gemüt entsprechend. Ich glaube zudem kaum, dass man mich aufgrund meiner Kleidung für einen Mann halten könnte und selbst wenn – wie furchtbar? Keineswegs. Damals kommentierte sogar jemand, ich hätte in diesem Aufzug etwas von einer „Lesbe“. Soso.

Ich tobte. Aber einzig und allein, weil nicht fassen könnte, dass es offenbar noch immer Menschen gibt, in deren kleiner Welt es wichtig scheint, von welchem Ufer das Gegenüber stammt, die glauben, man könne aufgrund von Kleidung oder der Nasenspitze per se auf die jeweilige sexuelle Orientierung schließen. Ich schrieb damals: „Wer weiß das schon“. In der Uni war ich schließlich mal kurz in ein Mädchen verguckt gewesen, bis ich schließlich feststellten musste, bis über beide Ohren heterosexuell zu sein. Ich dachte im Angesicht dieser Erkenntnis jedenfalls nur „aha“ und nicht „jippie“. Und lachte mir fortan ins Fäustchen, wann immer mir jemand aufgrund meiner Kleidung, Gestik oder Mimik eine Liaison mit einer meiner besten Freundinnen, die -Wahnsinn- lesbisch ist, nachsagte.  weiterlesen

OUTFIT //
Schnipp, Schnapp, Pony ab.

01.02.2017 um 8.50 – Outfit Wir

Asos Reclaimed vintageIch hab‘ noch gesagt „Sarah Jane, Freundinnen, Mama! Haltet mich davon ab, mir jemals wieder einen Pony zu schneiden!“ Und zwar in weiser Voraussicht. Denn jedes Mal, wenn sich mal wieder ein Mikropony über meine relativ kurz geratene Stirn legte oder Jane Birkins Antlitz mich dazu inspirierte ganz parisienne ein paar Fransen über den Augenbrauen baumeln zu lassen, ertrank ich früher oder später in der Erkenntnis, dass für mich persönlich bloß ein Mittelscheitel funktioniert – schon allein wegen der mir von Opa Edmung mitgegeben Superwirbel, die sich quer über den gesamten Kopf legen. Jetzt ist es trotzdem passiert. Die optische Langeweile hat mich gewohnt unerwartet und in einem plötzlichen Anflug von Veränderungswahn in die Hände meiner Küchenschere getrieben, etwa fünf Minuten bevor ich das Haus verlassen musste, um pünktlich „Lala Land“ zu sehen. Wenig später saß ich also samt Mütze im Kino und verstand weder mich noch den Hype um Ryan und Emma. Ein schrecklicher Abend.

Zum Glück sah die Welt am darauffolgenden Morgen schon wieder ganz anders aus. Meine neue Frisur half mir nämlich immerhin über die vor kurzem attestierte Modemüdigkeit hinweg und so machte ich den gestrigen Dienstag schließlich zu meinem persönlichen „endlich-wieder-Overdressed-im-Alltag“-Debüt 2017. Inklusive selbstbewusst getragenem Vorhang vor der Birne. Ich weiß zwar nicht, wie es jetzt weiter gehen soll, mit einem Besuch beim Profi etwa oder Monaten voller Klämmerchen und Spangen, aber ich werde das schaffen. Und frohen Mutes sein. Darüber, dass ich mit 28 Jahren immer noch in der Lage bin, mich wie 16 zu fühlen und auch genau so zu handeln. Macht ja auch irgendwie Spaß: weiterlesen

Outfit // Von Sonntagen.

30.01.2017 um 9.11 – box1 Outfit Wir

Processed with VSCO with a9 preset

Das Wochenende ist uns, spätestens seit Wilma und Lio da sind, absolut heilig. Termine werden bewusst ignoriert und nur, wenn es wirklich unbedingt nötig ist, wird der Laptop am Abend noch mal ausgeklappt. Und so verbrachte ich meine freien Tage fast ausschließlich im Freien, spazierend durch Kreuzberg im Sonnenschein, mit einem späten Frühstücksbesuch im Halleschen Haus, einem Apfelstrudelstopp bei Nike und einem Pizzadate bei meinem liebsten Italiener, bevor es abends wieder gemütlich auf die Couch ging. Ich habe mich mit meinem Sommerurlaub beschäftigt, mich der Altersvorsorge aka Wohnungsimmobilien gewidmet, die eigene Bude auf Vordermann gebracht und zum ersten Mal mit Wilma bis halb 10 geschlafen. Kurzum: Ich hatte das langweiligste Wochenende seit langem und es ist mir so gut reingegangen, wie lange schon nicht mehr.

Und so passierte es gestern, dass ich euch bei Sonnenschein eigentlich auch mein liebstes, unaufgeregtes Outfit der vergangenen Tage zeigen wollte, aber so rumtrödelte, bis sich Berlin auch schon wieder von seiner grauesten Seite präsentierte. Huppala, wie Wilma sagen würde. Ich gelobe Outfit-Knipserei-Besserung und wünsche euch eine ganz wunderbare Woche. Die wird hier im JW Office übrigens ganz furchtbar aufregend, denn wir dürfen ab heute Abend auf Instagram in kleinen Appetithäppchen endlich die Katze aus dem Sack lassen, womit wir uns seit rund einem halben Jahr ganz nebenbei beschäftigen. AUFREGEND! weiterlesen

Outfit //
Die neue Levi’s® 501® Skinny ist da ❤️

24.01.2017 um 7.00 – Outfit Wir

levis 501 In meinem Kleiderschrank befinden sich derzeit ganze vier Jeansmarken: Kings Of Indigo, Weekday, Closed, und: Levi’s. Alle vier haben es geschafft, mich um den Finger zu wickeln. Kings of Indigo wegen des Apfelpo-Zaubers, Weekday wegen der bequemen Schnitte und schlichten Waschungen, Closed aufgrund der 80er-Jahre Gedächtnis-Silhouetten und dann noch Levi’s – am meisten wohl aufgrund von Nostalgie, Geschichte und Erinnerungen an Lieblingsbands, aber auch wegen der langjährigen Liebe, die irgendwo im Secondhand-Laden begann. Ihr kennt das bestimmt.

Noch bis vor Kurzem stand ich also regelmäßig da und versuchte die auf Leder-Embleme gedruckten Herren-Größen in meinen Taillenumfang umzurechnen, ich suchte ein schwarzes und ein weißes Modell, ein hellblaues sowieso und schleppte beinahe jedes einzelne zum Schneider. Die Beine fielen nunmal stets zu schlabberig aus, was in meinem Fall vor allem am Flunder-Hinter liegt, aber eben auch am irgendwann einmal allgegenwärtig gewesenen „Bootcut“, der einem wirklich ständig als fast einziger Haken der Hosen von früher in die Quere kam. Manch einer mag auch den damit zusammen hängenden Hose-frisst-Po-Look nicht. Ich schon. Und trotzdem stand mir der Sinn irgendwann nach einer knallengen Levi’s 501, die ohne großes Ausbessern sitzt. Und da war sie plötzlich, die 501 Skinny, die obendrein mein Graues-Jeans-Loch füllte. weiterlesen

FASHION WEEK BERLIN //
Outfit Tag 2. Vintage Rules 🍒

23.01.2017 um 9.23 – Outfit Wir

sarah

Man könnte uns Modemüdigkeit unterstellen – oder zumindest: Berliner Modemüdigkeit – doch dem ist keinesfalls so. Weil wir an dieser Stelle noch nicht alle Schauen rauf und runter besprochen haben, entstehe der Eindruck, flüsterte man mir. Vor allem dann, wenn man sich die Vorjahre im Vergleich dazu ansehe. Na, klar: Auf unserer allerersten Berliner Modewoche vergaßen wir fast zu atmen, weil wir nicht nur wirklich ausnahmslos ALLE Schauen besuchten und auch ALLE Runway-Bilder selbst schossen, wir schrieben auch zu ALLEN Präsentationen einen kleinen Bericht. Euch hat’s am Ende wahrscheinlich genauso wenig interessiert wie uns, bloß mussten wir uns schließlich erst einmal einfinden, in diesen ganzen Modewahnsinn. Und so wurden wir mit den Jahren selektiver und wollen heute auch nur die Designer besuchen, die uns am Herzen liegen und mit ihrer Schnittkunst wirklich überzeugen.

Bloß ist es so, dass die Berliner Modewoche auch nach 7 Jahren noch immer so plötzlich und so kurz nach Weihnachten kommt, dass wir planungstechnisch gern mal versagen, Elina und Scalamari Bali und LA dem Berliner Januar lieber vorziehen, Nike Jane ab Tag 2 auch noch mit einer Erkältung flach lag und, ach ja, da war ja was: Zwei Minis sowieso viel wichtiger sind, als jeder Modezirkus dieser Welt. Also entschuldigt in diesem Jahr die kleine Verzögerung. So viel sei versprochen: Wir sind noch lange nicht fertig mit Vladimir Karaleev, Perret Schaad und Co und haben selbstverständlich die ersten Trends für euch ausgemacht. Aber dazu später mehr.  weiterlesen

Outfit // Von Chloé aus zweiter Hand
& lookalike Boots

04.01.2017 um 10.43 – box1 Outfit Wir

Processed with VSCO with a9 preset

Ganze zweimal haben wir im vergangenen Jahren die virtuellen Türen zugeknallt und sorgten somit selbst für die mit Abstand schönste Freizeiteit: In Bella Italien tanzten wir auf der schönsten Hochzeit unserer Freundin Geli, während wir die Weihnachtszeit gemeinsam mit unseren Familien im Rheinland verbrachten. So richtig können wir zwei eben nur entspannen, wenn wir wissen, dass auch die jeweils andere nicht vor dem Laptop sitzen muss und gleich doppelt und dreifach Arbeit zu bewältigen ist. Weihnachten gehört uns und unseren Herzmenschen – und keine Email und keine News können da wichtiger sein.

Wer mir auf Instagram folgt, der weiß allerdings auch, dass ich nicht nur im Rheinland weilte, sondern dass es direkt nach Weihnachten mit dem Liebsten auch nach Antwerpen ging: Christmas Detox, sozusagen – oder auch: Mein Weihnachtsgeschenk an den Herzjungen, der sich nichts sehnlicher wünschte, als endlich mal wieder aus- und durchzuschlafen. Und weil Antwerpen quasi um die Ecke lag, meine Mama und Wilma mal wieder aufs Neue ein Herz und eine Seele waren, ging es ganz ohne schlechtes Gewissen in die wohl gemütlichste Stadt zur Weihnachtszeit, die ganz nebenbei bemerkt ein „Designer Second Hand“- und Vintage-Paradies ist. Und genau dort wurde ich natürlich auch ganz unverhofft schon zum zweiten Mal fündig:  weiterlesen

Outfit //
Ein Wochenende in Paris

09.12.2016 um 10.45 – Outfit Wir

Processed with VSCO with a6 preset

Ich mache es kurz: Tschau graues Berlin! Well hello, sonniges Paris! Weil eine Freundin aktuell in Paris lebt, um dort ihren Master in Mathematik zum Ende zu bringen, zieht es mich für dieses Wochenende kurzerhand zu ihr: Mädchenzeit, Sonne tanken, raus gehen oder ganz einfach in ihrer 14 m² Wohnung bis zum Mittag im Schlafanzug rumhängen – ich bin bereit! Spontane Trips sind noch immer die schönsten und so habe ich Anfang dieser Woche einfach mal wieder das getan, was ich viel zu oft aus Bequemlichkeit eben nicht mache: Reißaus nehmen und der grauen Wintersuppe Tschüssi sagen.

Während Wilma und der Herzbub es sich also schön muckelig daheim machen, werde ich für 48 Stunden au revoir sagen. Ich flattere also geradewegs geblümt nach Paris. In diesem Sinne: Habt ein zauberhaftes Wochenende <3 weiterlesen

OUTFIT // Hair Bow.

08.12.2016 um 11.36 – box3 Outfit Wir

norse projects coat

Vergangene Woche habe ich mein Badezimmer entrümpelt, das war streckenweise selbstverschuldet eklig, obwohl ich wirklich nicht hätte ahnen können, dass sich das Fußpuder vom Mann wegen eines losen Deckels binnen weniger Sekunden wie eine vorweihnachtliche Schneelawine über mein komplettes Bürsten-Sammelsurium ergießen würde. Mir war ein bisschen, als habe das Universum plötzlich so etwas wie Mitleid mit mir verspürt, denn noch während sich mein Gesicht der Schwerkraft ergab, fiel mein Blick auf eine verloren geglaubte Kiste. Die Kiste. In der sich über die Jahre offensichtlich sämtliche Haarspangen passend zu unterschiedlichsten Lebensabschnitten angesammelt haben. Ganz oben lag eine Ungetüm aus Samt und ich kann nur vermuten, dass sie aus einer Zeit stammt, in der ich heimlich Chuck Bass anhimmelte. Schande über mein Haupt, oder eher: Schleife an mein Haupt. Man wird ja wohl hin und wieder ein bisschen in Nostalgie versinken dürfen.

Passend dazu trage ich eine 15 Jahre alte Samthose von Closed, die ich, man mag es kaum glauben, irgendwann aus dem Schrank meiner Mutter fischte: weiterlesen

Outfit // Musterchaos.

28.11.2016 um 9.33 – Outfit Wir

_MG_2422Ich brauche mittlerweile nicht bloß nur Kontaktlinsen, um überhaupt noch Gesichter auf der Straße erkennen zu können, ich habe auch erst kürzlich festgestellt, dass eine weitere Sehschwäche unlängst ein kleines Spielchen mit mir spielt: Offenbar sehe ich nämlich meistens andere Farben, als alle anderen um mich herum: So besitze ich beispielsweise eine Tasche, die für mich ganz offensichtlich cremefarbend ist, für den Rest der Welt aber ganz eindeutig Gelb leuchtet. Ich habe einen Mantel, der in meinem Universum ganz eindeutig braun scheint, für alle anderen allerdings unrüttelbar Aubergine ist. Nach anfänglichen Witzeleien, stehe ich jetzt also permanent völlig verwirrt da und frage lieber fünfmal nach, ob dieses und jenes zueinander passt, ob die beschriebene Farbpalette überhaupt richtig benannt wurde oder ob ich mich ganz offensichtlich mal wieder vertan habe.

Im Grunde könnte mir all das natürlich völlig schnuppe sein, wenn’s in meiner eigenen Realität doch funktioniert, bloß bringen einen verwunderte Blicke schon mal ganz schön in aus dem Konzept. So einfach ist die neu gewonnene Erkenntnis allerdings nicht, sie sorgt für Chaos und betitelt offensichtlich falsche Tatsachen. Für das heutige Musterchaos schiebe ich die Verantwortung allerdings kurzerhand auf den Herzbub, der mich mit seinem „Klar, geht das“-Kommentar zu meinem Sonntagsoutfits zwischen warmen Rot (das ist doch Rot, oder?), Streifen und Karooffensive sogar bestärkt und das Ganze gestern kurzerhand zwischen Gemütlichkeit daheim und einem Plätzchenback-Date geknipst hat. weiterlesen

OUTFIT // L’AMOUR FOU

24.11.2016 um 11.02 – Outfit Wir

G.KeroDie belgische Künstlerin Marguerite Bartherotte hatte eigentlich überhaupt nicht vor, in der Modebranche zu landen, bis sie sich nach einem Studium der Kunst glücklicherweise doch noch dazu entschloss, ihre wilden Illustrationen vom Papier zu befreien und ein eigenes Label zu gründen: G. Kero. Faire Produktion inklusive. Seither können wir ihr ganz persönliches Kamasutra, etliche Papageien und sogar Pharrell-Aquarelle nicht nur anschauen, sondern auch anziehen. Herrlich ist das, wenn man mich fragt. Denn an ganz besonders spießigen Outfit-Tagen mausert sich die Nackedei-Bluse gerade zu einer Art stillem Kumpanen meines heimlichen Schalks im Nacken. Das Ausführen kann nämlich durchaus zu Verwirrungen in feinen Gesellschaften führen, und auch an Supermarktkassen, aber macht furchtbar viel Spaß. Es ist schon verwunderlich, dass ein paar schelmische Figuren es vermögen, den Leuten in einer übersexualisierten Welt wie der unseren tatsächlich noch rote Bäckchen zu bescheren. Aber auch große Freude.

Dazu trage ich einen 2nd-Hand Fund aus Amsterdam und zwar einen unverhofft wertvollen. Ich wunderte mich im Laden sogar noch über den verhältnismäßig frechen 90-Euro-Preis, entschied mich wegen der perfekten Farben aber trotzdem zum Kauf und wurde ein paar Meter weiter beinahe etwas Bleich und Baff vor Freude. Als ich den Blazer nämlich irgendwann aus der Einkaufstüte zog und überwarf, schielte ich plötzlich auf ein gut verstecktes Christian Dior Logo, was mich besonders aufgrund des aktuellen Debüts von Maria Grazia Chiuri als Chefdesignerin zum Jauchzen brachte. Ich sags mal so: Damit ist mein mein Vintage-Glück für die kommenden zehn Jahre wohl aufgebraucht: weiterlesen

OUTFIT //
Immer wieder Montags.

21.11.2016 um 10.10 – Outfit Wir

closed this is jane wayne nike van dintherIch hasse Montage überhaupt nicht, ich finde sie bloß sehr seltsam. Vielleicht, weil es zum guten Ton gehört, an Montagen etwas mürrisch zu sein, selbst wenn man sich eigentlich sogar über die neue Woche freut und auch über den Montagsstress, der irgendwie macht, dass man sich lebendig fühlt. Manchmal sitzt man also da und ist im Grunde ganz selig gestimmt, wegen der Erholung am Wochenende zum Beispiel, aber dann kommt der Knackpunkt ins Spiel, nämlich das Hirn. Meines jedenfalls funktioniert Montags nur bedingt und ab und zu auch gar nicht, weshalb ich trotz allem Optimismus am Ende doch wieder der Montags-Nörgerlei erliege. Ein Teufelskreis.

In weiser Voraussicht achte ich deshalb zumindest darauf, dass nicht viel Luft für noch mehr negative Schwingungen bleibt, auch hinsichtlich der Arbeitsgarderobe. Die muss am Tag nach dem Tatort gemütlich sein und warm und schlicht, aber trotzdem nicht für die Katz, wegen der Stimmung und einer Handvoll kleiner großer Meetings (wir hatten hier bereits ein wenig geplaudert – Freunde, es wird fabelhaft!). Ich muss jetzt zusammen mit Sarah Jane los und bin gleich zurück – hoffentlich mit den verspäteten Weekend Reads im Gepäck ♥ weiterlesen

OUTFIT //
Kaffeeklatsch heißt das Zauberwort.

10.11.2016 um 17.14 – Outfit Wir

nike van dinther

Gestern Abend habe ich mit einer meiner beiden überaus charakterstarken Omas telefoniert und forsch wie ebenjene, die bereits nach dem zweiten Klingeln unerwartet laut in den Apparat brüllte, nunmal ist, entlud sie binnen weniger als fünf Minuten sämtlichen Hass auf die politische Gesamtsituation der Welt in einem hundsgemeinen Monolog, der sich gewaschen hatte. Ich glaube, sie benutzte sogar das Wort „scheiße“, ganz sicher bin mir da aber nicht, auf mein Nachfragen hin, ob ich das jetzt wirklich richtig verstanden hätte, murmelte sie nur irgendetwas von wegen „Ja haben die Leute denn das Diskutieren verlernt.“ Ich sagte Oma, dass das gut sein könne, ich würde nämlich immer wieder die traurige Erfahrung machen, dass Streitgespräche mit Betoung auf „Gespräche“ meist schon im Keim erstickt würden, weil eben niemand niemandem auf den Schlips treten will oder weil der, dem auf den Schlips getreten wurde gleich die beleidigte Leberwurst spiele.

Was man dagegen tun könne, fragte ich irgendwann und Oma sagte nur: Kind, ein ausgedehnter Kaffeeklatsch hat noch niemandem geschadet. Das mag banal klingeln, aber womöglich ist was dran. Man sollte sich Sonntags statt zum Tatort in großer Runde zum Umtrunk koffeeinhalter Heißgetränke treffen und plappern was das Zeug hält und zwar ohne Angst vor Unanehmlichkeiten. Vielleicht müssen auf regelmäßiger Basis ganz gediegen die Fetzen fliegen dürfen, damit wir konstant von anderen lernen können. Und den eigenen Horizont erweitern. Und am besten fangen wir sofort damit an, gleich heute. Das passende Outfit zum Tee hätte ich schonmal, fehlt nur noch ein frisches Hirn nach der gestrigen Zermürbtheit: weiterlesen

OUTFIT //
Business Banana.

09.11.2016 um 10.07 – box2 Mode Outfit Wir

Farfetch Find

Die graue Wolkensuppe Berlins macht mir manchmal schlechte Laune, nicht immer natürlich und schon gar nicht so sehr wie die abscheulichen Wahlergebnisse der USA (dazu später mehr), aber ihr kennt das ja, ab und zu würde man lieber Kakao schlürfend auf dem heimischen Sofa sitzen, vor allem abends, kurz bevor es dunkel wird und auch danach noch. Nun ist es aber so, dass viele meiner Termine sich weder vom Büro aus noch aus dem einsamen, wenn auch bequemen Homeoffice erledigen lassen und wie jeder andere Mensch auch, kann ich an solchen Tagen nicht kneifen, sondern muss noch dazu frohen Mutes und voller Elan sein. Aber auch relativ schick, je nach Anlass eben.

Weil ich mir in weißen Blusen und Bleistiftrock aber stets wie eine Außerirdische statt wie ich selbst vorkomme, kommt genau hier die Kunst des Tricksens ins Spiel, die noch dazu als wahrer Tür-Öffner funktionieren kann. Ich sage nur: Business Banane. Mein Farfetch Find aus dem Sommer erweist mir auch noch im tiefsten Herbst treue Dienste. Um nicht zu sagen: Sie ist noch immer #TheOne an Bananentagen. weiterlesen