Kategorie-Archiv: Wir

Recap //Girl Power,
die neue Levi’s Wedgie & 501CT-Liebe

– 09.02.2016 um 13.56 – Wir

levis 501ct

Es gab eine Zeit, da fluchte ich wie ein Rohrspatz über Levi’s, wieso die Damen und Herren denn nicht endlich auf unser aller Wunsch nach einer neuen alten 501 eingehen würden: Jahrelang schleppten wir Second-Hand-Fundstücke zum Schneider, um die schlackernden Beine enger nähen zu lassen und außerdem etwas gegen den seltsamen Faltenwurf im Schritt zu tun. Irgendwann machte es dann aber offenbar Klick da drüben bei den Designern und Designerinnen des amerikanischen Brands: Die Levi’s 501CT, ein endlich gut sitzender Nachfolger der Ur-501 ward geboren. Ein paar Saisons später durften wir uns auch schon in sieben weiteren Schnitten, die unter anderem von den besten Jahrzehnten und Marlene Dietrich inspiriert sind, suhlen – meine Favoritin: Die 721.

Aber dingdong, jetzt kommt obendrein die Wedgie angeflogen – der neueste Zögling aus der Reihe „wie mache ich Frauen glücklich, die es obenrum High Waist mögen und untenrum gern zu Schere greifen, dem heiß geliebten Hochwasser zuliebe“: weiterlesen

OUTFIT // Mondays.

– 08.02.2016 um 12.39 – Outfit Wir

norse projects woman

Mein lieber Scholli, für Gewöhnlich halte ich nicht viel von dieser altbekannten Jammerei über trübselige Montage, heute bin ich aber wirklich ganz vorne mit dabei. Als sei der Alltag gerade nicht sowieso schon stürmisch genug (sogar im wahrsten Sinne des Wortes, in meiner Heimat mussten die allermeisten Karnevalsumzüge aufgrund von Tiefdruckgebiet Ruzica abgesagt werden), hat jetzt auch noch mein geliebter Laptop den Geist aufgegeben, kurz vor einer Deadline – des Teufels Küche bekomme ich heute also womöglich von Innen zu sehen.

Jedenfalls habe ich am Morgen dementsprechend beschlossen, mir vorerst keine weiteren Gedanken über mein Antlitz zu machen, weshalb ich mich erneut in meine Sonntagsausflug-Garderobe von gestern schmiss. Alles gut für die Seele, die Hose leiert nämlich nicht aus, die Winter-Vans halten dank Futter warm und die Eierschalen-weiße Regenjacke trocken. Und morgen kommt dann hoffentlich wieder ein bisschen Sonne durch. weiterlesen

Fashion Tales //
#breastpeace vs. #breastinpeace

– 28.01.2016 um 11.52 – Mode Wir

breast peaceIch war gerade in Begriff, genüsslich eine 20% Extra-Packung Pomm Bären zu verschlingen und nicht zu duschen, als mein Telefon unerwartet und vibrierend von jenem Sofatisch hopste, auf dem nicht nur meine Füße, sondern auch Josef Kirschners Lebensratgeber „Die Kunst ein Egoist zu sein“ herum lagen. Es geht darin unter anderem um das Erlernen und praktische Anwenden des Wortes „Nein“; das beigefügte Lesezeichen klebt seit Wochen auf Seite sieben fest. Jedenfalls hatten meine Freunde in einem Anfall von gut gemeinter Eskapaden-Gier offensichtlich längst andere Pläne für mich geschmiedet, daran wurde ich jetzt per SMS mit einem aussagekräftigen Zwei-Wort-Satz erinnert: HEUTE STEIL. Ich antwortete „JA“ und konnte Kirschner weinen hören.

Dabei blieb mir gar nichts anderes übrig. An Abenden wie diesen verschenkt man entweder kostbare Lebenszeit an Netflix, fordert das langsam ansetzende Fett auf der Kopfhaut mit einer weiteren Ladung Trocken-Shampoo heraus und erstickt an Erinnerungen daran, wie man einst tänzelnden Schrittes den Lebensdurst jagte – oder aber man holt tief Luft und schlägt der von Faulheit umgarnten Wehmut ein Schnäppchen, indem man sich selbst in einen heißen Fummel und sämtliche Hemmungen in irgendeine Fuck-Off-Ecke schmeißt. In jener eiskalten Nacht entschied ich mich für letzteres. Und für ein Outfit, das unbeabsichtigter Weise einer Art natürlichem Verhütungsmittel glich. weiterlesen

OUTFIT // Cord-Days aren’t over

– 22.01.2016 um 9.49 – Outfit Wir

gucciNach einem Tag ganz im Zeichen der bunt beschuhten Schlichtheit, habe ich schließlich in der Motten-Kiste gekramt, einen geblümten Pullover gefunden, der selbst meiner Oma hervorragend stehen würde und noch ein bisschen Kord hinzu gefügt, alles mit ein bisschen Alessandro Michele im Kopf. Um die Kälte-Panik der letzten Tage kurz zurecht zu rücken: Auch während der anderen Fashion Week Tage trug ich einen Mantel sowie Ski-Unterwäsche und Thermo-Strumpfhose, bloß ging es obenrum ausschließlich schwarz zu, deshalb ließ ich das Jacken-Ungetüm auf den Bildern einfach weg, also wirklich Freunde, ich bin doch nicht verrückt. Könnte man spätestens beim Anblick der obigen Zusammenstellung aber durchaus vermuten, schon klar. Gucci ist Schuld, ihr wisst es längst. Dort drüben in Italien sind die Zeiten der skandinavischen Geradlinigkeit nämlich endeutig gezählt, stattdessen wird es wild und wunderbar.

Das Prinzip ist im Grunde ganz einfach: Mische zusammen, was nicht zusammen gehört. Das große Ganze macht am Ende nämlich irgendwie doch wieder Sinn. In meinem Kopf war es jedenfalls so, aber über (meinen) Geschmack lässt sich bekanntlich streiten: weiterlesen

OUTFIT // Into the woods

– 13.01.2016 um 10.29 – Outfit Wir

and other stories kart kleid Alles in meinem Leben ist gerade das, was man unter normalen Umständen wohl als stürmisch bezeichnen würde, viele Dinge, die jahrelang wie selbstverständlich zu meinem Alltag gehörten, sind plötzlich nicht mehr da, Gewohnheiten mussten über Bord geworfen werden, die Routine hat sich verändert. „Things that don’t change die“, sagt man und womöglich ist was Wahres dran. Die Vorstellung des Loslassens vom liebgewonnenen Stillstand und des unbekannten Neuen haben mir eine Scheißangst eingejagt – bis ich plötzlich mittendrin stand im wilden Leben, das mich wider aller Erwartungen nicht umzubringen, sondern entspannter zu machen scheint. Und mutiger. Vor ein paar Monaten war es Henry David Thoreau, der mir mir seinem Buch „Walden“ einen ersten Schubs verpasste. Die unaufhörliche Aufregung und Sorge vieler Menschen ist eine fast unheilbare Krankheitsform. Wir übertreiben die Wichtigkeit von allem, was wir tun, und wie vieles geschieht doch ohne uns.“ Ich habe mir nach über 300 Seiten in den Wäldern mehr als diesen Satz hinter die Ohren geschrieben. Aber dazu später mehr.

Ulkig ist jedenfalls die Tatsache, dass sich meine Kleidung  häufig meinen Gedanken anpasst, aber das kennen wahrscheinlich die meisten von euch. Heute also Holzfällerin – vielleicht schaffen Sarah Jane und ich es 2016 sogar endlich, auf Pilzjagd zu gehen. weiterlesen

OUTFIT // Frosty Summer

– 12.01.2016 um 8.40 – Outfit Wir

mes demoisellesIch dachte eigentlich, das Jahr 2016 würde mir den Boden unter den Füßen wegziehen, zumindest der Anfang, denn Anfänge sind zwar schön, aber auch so aufregend, dass es manchmal kaum auszuhalten ist. Seltsamer Weise kam alles anders als erwartet, draußen ist es kalt, aber aus meinem Allerwertesten scheint die Sonne. Seit ein paar Tagen könnte ich Bäume ausreißen, weshalb ich am Wochenende aus gegebenem Anlass das passende Schuhwerk wählte. Auch den Rock warf ich mir ganz bewusst und dem Winter zum Trotz über – gar nicht mal so dumm, der Erfindung der Thermostrumpfhose sei Dank. Die Erkenntnis der Woche lautet jedenfalls: Gelegentlich behält sogar das Floskel-Schwein Recht. Was dich nicht umbringt, macht dich stärker. Und mutiger! Und vielleicht auch ein bisschen Banane.

Ich genieße jetzt also noch ein bisschen den Chiquita-Matsch in meinem Kopf und räume meinen Kleiderschrank um. Frühlingsgarderobe nach vorn – ich habe nämlich wirklich die Nase voll von Eiszeiten und Tristesse. weiterlesen

JW LOOKBOOK //
Das italienische Label ottod‘ Ame

– 08.01.2016 um 15.01 – box2 Mode Wir

jane wayne lookbook„Listen to your heart“ steht auf dem Pullover geschrieben, der jüngst eine italienische Liebe in mir entfachte. Normalerweise kann man mich mit gestickten Statements der romantischen Art bis ans Ende der Welt jagen, ich halte es da eher wie Piet Parra und sehe im Angesicht solch behämmerter Plattitüden nur „Bla Bla Bla Love“-Sprechblasen über meinem Kopf aufplatzen. Die acht jungen Frauen, de hinter dem Label ottod‘ Ame stehen, machen aber viel zu viel richtig, als dass ich mich diesmal hätte wehren können. Überhaupt frage ich mich, weshalb wir nicht viel häufiger auf die Suche nach kleinen bis mittelgroßen Labels gehen, die noch nicht überhypt, aber trotzdem erste Capuccino-Sahne sind, so wie dieses hier. Als uns vor ein paar Wochen nämlich die Anfrage über eine Zusammenarbeit mit selbigem erreichte, standen wir erst einmal auf dem Schlauch und versanken daraufhin beinahe in eine „bestimmt schon wieder etwas, das die Welt nicht braucht“-Stimmung, um kurz darauf, beim ersten Blick auf die Website, beschämt die Hände vors Gesicht zu schlagen, weil uns vor lauter Rost im Hirn fast ein ziemlich schimmernder Fisch durchs Netz gegangen wäre – im übertragenen Sinne versteht sich.

Ottod’Ame hat uns positiv überrascht, ja sogar um den Finger gewickelt, nicht nur mit besagtem Rollkragenpullover, sondern auch mit ziemlich vorteilhaft geschnittenen Culottes – ein ganz und gar nicht einfaches Unterfangen, wenn man mich und mein Becken-Bein-Verhältnis fragt. Sarahs Wahl hingegen fiel auf ein Latzkleid, das gut und gerne aus der aktuellen Kollektion von Comme des Garçons Girl stammen könnte, plus Bubikragen-Bluse. Ich bin ehrlich gesagt ein klitzekleines bisschen neidisch, es war nämlich gar nicht einfach, sich beim Durchstöbern des Online Shops zu entscheiden. Und das, obwohl die Designs der Italienerinnen nie laut sind, sondern irgendwie anschmiegsam, alltagstauglich und angenehm anzuschauen, also gehörten sie schon längst zur eigenen Garderobe. Nichts tut in den Augen weh, alles ist am Puls der Zeit – Es kommt bloß auf die richtige Kombination an. Deshalb hat Sarah sich gegen den japanischen Look entschieden und sich stattdessen eine Schleife umgebunden – Gucci ist Schuld, na klar: weiterlesen

Rückblick 2015 // Outfit Round Up

– 07.01.2016 um 12.33 – Outfit Wir

best of outfits 2015Beim Durchforsten meiner liebsten (und auch seltsamsten) Outfits des vergangenen Jahres sind wir hier im Office nicht nur ein Mal in Tränen ausgebrochen; Rotz und Wasser haben wir gelacht ob meiner Posing-Performance. Ein Highlight ist jedenfalls der ständig wiederkehrende Ausfall-Schritt, obwohl auch der verträumte Blick nach links aufgrund einer vermeintlichen Schokoladen-Seite nicht zu verachten ist, ebenso wenig wie der Boden-Glotzer. Was sich in zwölf Monaten außerdem alles an meinen Füßen abgespielt hat, ist durchaus Geschmacksache,  ich würde es allerdings immer wieder genau so machen. Nicht ganz so selbstbewusst bin ich bezüglich der ersten Monate vom ziemlich bunt gemischten Jahr 2015 unterwegs, meine Güte. Was ich mir bei diesem Wurstpellen-Rock aus Leder gegen Ende des Sommers gedacht habe, weiß ich auch nicht mehr.

Und bitte halte mich davon ab, mir jemals wieder einen Micro-Pony schneiden zu lassen. Denn auch, wenn ich nicht gerade behaupten würde, kleidungstechnisch plötzlich in einen eins A Stil-Topf gefallen zu sein (ich bin vielmehr häufig verwirrt und ständig auf der Suche), habe ich zumindest zu meinem persönlichen Haar-Glücl gefunden und das heißt „lang“. Ist zwar ein bisschen langweilig, aber mit Mittelscheitel lässt sich ganz unkompliziert leben. Und im nächsten Jahr schaffe ich es dann vielleicht, mehr Schmuck-Mut zu beweisen, der ist bei mir nämlich offensichtlich ziemlich rar gesät. So, und nun los, hier das Schlimmste und Schönste aus dem Jahr 2015: weiterlesen

Outfit // MINUSGRADE

– 05.01.2016 um 11.29 – Outfit Wir

chanelEigentlich hatte ich vor, den ersten Arbeitstag in Jogginghose und Ski-Unterwäsche zu verbringen, wenn die Temperaturen nämlich ins Minus rutschen, dann kann mich der gute Geschmack meist kreuzweise. Es ist nicht so, als wäre es diesmal anders gewesen, bloß ist es am Ende nicht das komplette Gammel-Outfit geworden, sondern ein seltsam zusammen geworfenes Potpourri sämtlicher Lieblingsstücke, die halbwegs wetterfest sind. Das mag ein bisschen komisch aussehen und auch nach Autoscooter-Chic gepaart mit Peter-Lustig-Schuhwerk, aber so sieht sie nunmal aus, die Wahrheit, die ich im Laufe der Mittagspausen-Käsebrot-Pause dann doch irgendwann lieb gewann. Für die Hunter Boots erntete ich von der einen Hälfte unserer Büro-Nachbarn neckisch-belustigte Blicke, die andere Hälfte jedoch sprang für mich und die Gummischuhe in die Bresche und erzählte von jüngst eingefangenen New-York-Eindrücken – dort trügen sie sie alle, diese Stadt-tauglichen Entenschuhe, die ja doch ein bisschen witzig seien.

Wie auch immer, ich stehe zu meinen Weihnachts-Schappern und mit schwänzle fortan mit WOll-Sohle und selbstbestrickten Socken durch sämtliche Pfützen. Die Parra-Jacke allein würde der Eiszeit übrigens nicht standhalten, deshalb: Immer eine Daunen-Weste drunter stopfen. Zum Beispiel von Uniqlo. Ahoi. weiterlesen

Happy new Year <3

– 04.01.2016 um 9.39 – Wir

neeew

Happy New Year, ihr Granaten! Wir hoffen, ihr hattet einen fulminanten Start ins Jahr 2016, habt euch nicht zu viele Vorsätze auf die Schultern geladen und habt den heutigen Start in die Realität so gut wie möglich gemeistert. So allmählich trudeln auch wir Janes aus unseren kleinen Winterlöchern zurück ins Hier und Jetzt, sagen den ungelesenen E-Mails gleich den Kampf an und starten ganz gemütlich, dafür aber mit einer ordentlichen Portion Power ins neue Jahr. Unsere kleine, 2-wöchige Auszeit war bitter nötig und hätte gut und gern auch noch ein paar länger dauern können, aber Hand aufs Herz: Irgendwann muss man seine Beine schließlich wieder in die Hände nehmen und losziehen, um sich Wunderbarem zu widmen.

2015 war ein solch verrücktes Jahr, dass wir es keinesfalls einfach so hinter uns lassen wollen, stattdessen unsere persönlichen Highlights furchtbar gern noch mit euch teilen möchten. In den kommenden Tagen gibt’s an dieser Stelle also ein Potpourri aus Vergangenem und Neuen, aus kleinen Flashbacks und Zukunftsträumen. Wir freuen uns jedenfalls riesig auf ein neues Kapitel mit den wundertollsten Leserinnen und Lesern der Welt und können es kaum erwarten, mit euch auch in 2016 wieder die ein oder anderen Schönigkeiten, das Leben und all die furchtbar wichtigen Kleinigkeiten dieser Welt gemeinsam zu entdecken, zu hinterfragen, darüber zu diskutieren und zu staunen. In diesem Sinne: 366 new days, 366 new chances. Let’s do this together <3

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Weihnachts-Post von den Janes

– 24.12.2015 um 13.05 – Wir

merry christmasIhr Lieben, wir wünschen euch von Herzen das schönste Weihnachtsfest des Jahrhunderts und ein artiges Christkind. Während Sarah Jane und ich endlich in unserem kleinen Dörfchen in der Nähe von Köln und Düsseldorf angekommen sind und es uns mit unseren Schwestern, Mamis und vielen Keksen gut gehen lassen, herrscht bei Scalamari Pack-Chaos, die alte Rakete verabschiedet sich übermorgen nämlich in den wohlverdienten Thailand Urlaub. Franziska, unsere Sales-Fee, tut es ihr gleich, Anni steckt daheim in Frankfurt, Jule feiert mit ihrer Knalltüten-Familie und Julia zaubert derweil vegane Festmähler. Um uns wird es in den kommenden Tagen also ein wenig stiller, was aber keinesfalls heißt, dass nicht der ein oder andere Artikel für Zwischendurch auf euch warten wird. Wir hätten da beispielsweise noch einen Friseurbesuch in London(!) in petto, ein Brain-Blah über die Sinnhaftigkeit unseres Seins, Sale-Tipps und, natürlich, Weihnachtsoutfits, jawohl. Mit mehr Hirn und neuen Ideen starten wir allerdings erst im neuen Jahr, ein wenig Auszeit sei unseren und euren Köpfen an dieser Stelle also durchaus gegönnt.

Man kann es nämlich wirklich nicht anders sagen – 2015 war ein reinster Wahnsinn, auf jede erdenkliche Art und Weise. Wir sind ein ganzes Stück weiter gekommen und gewachsen, mussten aber auch lernen zu scheitern, vor allem an unserem eigenen Anspruch. „Mann kann nicht alles sein“, schrieben wir hier bereits und da ist wohl wirklich etwas dran. Wenn man nicht nur Partnerin, Gründerin einer Online Plattform und einer Consulting Agentur, Frau, Freundin und Partygranate sein muss und möchte, sondern auch Mama, dann geht es zuweilen drunter und drüber. Trotzdem gibt es nichts Schöneres als das, was wir haben, und das liegt zu ziemlich großen Teilen an euch. Wir danken euch von Herzen dafür, dass ihr da seid, dass ihr uns begleitet, bestärkt und manchmal auch kritisiert, dafür, dass es euch gibt. Ohne euch, wären wir nicht hier. Wir überhäufen euch mit digitalen Küssen und Umarmungen und hoffen, dass ihr noch lange, lange bleibt. So wie wir.

Insta Diary // Unsere Woche in Bildern

– 21.12.2015 um 14.58 – Wir

insta diary

Ich finde ja, so kurz vor Weihnachten sieht das eigene Gehirn in etwa so aus wie der Wohnzimmerboden kurz nachdem man drei Millionen Geschenke verpackt hat. Alles ist zerpflückt, verknotet und das reinste Chaos. Seit zwei Tagen sitze ich jetzt gefühlt an meinem Schreibtisch und überlege mir, wie euch noch halbwegs geistig stimuliert in die Ferien verabschieden kann, zehn Themen stehen schon auf meiner Liste, bloß lahmt der Kopf wie ein eingeschlafenes Bein, weshalb ich die ganze Sache mit dem Köpfchen schweren Herzens auf das nächste Jahr verschiebe. Es folgt stattdessen noch ein wenig leichte Kost, sowie ein paar Adventskalender Käppchen, zur Ablenkung und zum Überbrücken des großen Wartens auf das Christkind (meine Autokorrektur schlug mir gerade übrigens „Überbacken“ vor, wir scheinen also auf dem gleichen Level zu sein).

Tja was soll ich sagen, der Dezember war einer der verrücktesten Monate, es gab kaum Freizeit, dafür umso mehr Arbeit, was nicht schlimm ist, da freut man sich doppelt und dreifach auf Lametta und Mamas Festschmaus. Zwei Mal London, ein Mal Heimat waren auch dabei, Sarah verlängerte ihren H&M Design Award- Aufenthalt in Notting Hill dank Airbnb und ich schaffte es zwischen Meetings irgendwo an der Oxford Street noch auf einen kleinen Selfridges-Bummel mit Scalamari Jane. Was noch geschah: weiterlesen

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WARDROBE TALES TEIL II

– 16.12.2015 um 14.17 – Film Wir


In Teil I der Wardrobe Tales für eBay Fashion habe ich mit euch ein bisschen in meinem umgebauten Kleiderschrank-Badezimmer gewühlt, von Lakritz und Filterkaffee geschwärmt, bestickte Kleider ausgeführt und hier und da ein bisschen Unfug über fehlenden Mut geredet. Ähnlich geht es in der zweiten Folge weiter, bloß dass diesmal alles um meine liebste Zeit des Jahres kreist, in der wir ganz genau jetzt Bauchnabel-tief drin stecken. Meine mittlerweile nicht mehr ganz so heimliche Liebe zu Lurex ist in Video #2 zum Beispiel ein großes (Socken-)Thema, ebenso der schmale Grad zwischen unerträglichem Kitsch und festlichen-bananigen Gimmicks, ab und zu fliegt mir auch das Kinn vor Freude weg und nicht nur ein Mal regnet es Konfetti. Es ist wirklich immer wieder die gleiche Leier, kurz vor dem ersten Advent schwöre ich mir, nicht in Lichterketten zu ersaufen und auch beim nächsten Dinnerabend auf dem Teppich und ganz schlicht zu bleiben, sobald es dann aber wirklich so weit, landen doch wieder Tröten und Goldsterne auf dem Tisch. Mehr ist manchmal mehr. Aber nur in der Weihnachtszeit.

Am Körper trage ich derweil zwei heiße Anwärter auf den Tannenbaum-Look, nämlich ein fedriges Kleid von Valentino Red, das ich bereit hier zeigen durfte, und ein Lala-Berlin-Fundstück, das mich schon vor etlichen Saisons zum Jauchzen brachte: weiterlesen

OUTFIT // MSGM BOOTS

– 08.12.2015 um 12.24 – Outfit Wir

msgm bootsIch bog gerade mit meinem Fahrrad um die Ecke, da bemerkte ich, wie meiner Freundin Jule das Gesicht entgleiste, sie sah in etwa so aus wie das Emoji mit den weit aufgerissen Kulleraugen. Meine Schuhe jedenfalls mauserten sich binnen weniger Sekunden zum neuen Dekolletee, als ich eine Cowboy-mäßige Vollbremsung vor ihr hinlegte, sagte sie nämlich nicht mir hallo, sondern den Primärfarben-Boots an meinen Füßen. Dann ein schallendes Lachen, aber eines der herzliche-verwirrten Art: „Junge, Junge, Junge – ich schnall ab, sind die granatenmäßig.“ Ein paar Stunden später fand ich mich an der Supermarktkasse wieder, alle Blicke der Wartenden vor und hinter mir klebten auch diesmal unterhalb des Knöchels, manch einer konnte augenscheinlich nicht fassen, worin ich da gen Einkaufsbong schlurfte, andere zwinkern mir mit erhobenen Daumen und durchaus aufmunternd zu. So ist das immer wenn ich Schuhe wie diese trage, eines Tages legte ich für einen kurzen Augenblick lang sogar den Secruity-Check-In lahm, die Herrschaften vom Flughafen mussten nämlich erst einmal genau nachschauen, was da so funkelt. Ich mag das. Weil ich mir ziemlich sicher bin, dass die Geschmacksverirrungen hin und wieder für kurzfristige gute Laune bei meinen Mitmenschen sorgen, und sei es nur, weil sie meinen, es mit einer Verrückten zu tun zu haben. Ist ja durchaus möglich.

Ich mache jedenfalls meine jetzt über ein Jahr zurück liegende Schwangerschaft für diese neue Passion verantwortlich, irgendwo auf dem Weg zur Brut müssen mir wirklich ein paar Hormone durchgebrannt sein. Aber seis drum, mein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk an mich selbst, das mir übrigens der Mörder-Sale im KaDeWe bescherte, könnte kaum unvernünftiger und gleichzeitig erquickender sein: weiterlesen

OUTFIT // Chanel Vintage

– 07.12.2015 um 8.57 – Outfit Wir

chanel vintage 6Vor ein paar Wochen habe ich mir noch geschworen, mehr Wert auf Details zu legen, auf kleine Accessoires, die das große Ganze ausmachen, am Wochenende war der gute Vorsatz dann aber wieder wie weg geblasen – Ketten, Armreifen und Ohrringe sind schlichtweg nicht meine beste Freunde, bloß mit Tüchern ist bei mir im Kleiderschrank gut Kirschenessen. Vielleicht braucht es manchmal aber auch gar nicht mehr als einen Schildkrötenkragen und eine Handvoll mit Glitzergarn durchzogene Ringel, zumindest nicht, wenn die Füße schon ein bisschen was hermachen. Statt Handtaschen horte ich nämlich Schuhe und wegen diesen hier habe ich mich zwei Monate lang auf die Jagd begeben. Chanel sollte es sein, aber bitte Vintage, am besten für einen mords guten Preis. Ich fand ein besonders schönes Exemplar bei Vestiaire Collective, freute mir ein Loch in den Bauch und gluckste am Ende fast vor Trauer, als ich nach einem kurzen Trage-Tag feststellen musste: Zu wenig Wackel-Freiheit für die Zehen! Gottverdammter Mist. Bald ist also wieder Tictail-Zeit (Größe 38/38,5).

Das Schicksal hat es schließlich aber doch gut mit mir gemeint, eine Woche später stolperte ich nämlich über ein weiteres Paar, diesmal eine halbe Nummer größer, für mehr Platz für dicke Socken.  Unvernünftiger Weise habe ich zugeschlagen, obwohl das andere Paar noch gar nicht verkauft ist, aber manchmal muss ein Fuchs tun, was ein Fuchs tun muss. Klingt alles ziemlich Banane, aber ginge es manchmal nicht ein bisschen schräg in meinem Kopf zu, ich wäre wohl falsch in meinem Beruf – mehr habe ich zu meiner Verteidigung nicht anzubringen. Der Rest des Outfits stammt von H&M und Konsorten – Dekadenz in Maßen ist mir lieber als überall nur Blingbling: weiterlesen