Kategorie-Archiv: Wir

Dear Diary // 16.01.2017
Von Neuanfängen, Leichtigkeit & Schmuckstücken

16.01.2017 um 11.58 – Wir

dear diary sarah

Jahresanfänge liegen mir nicht, das kann man so kurz und knapp ehrlicherweise stehen lassen. Während alle Welt neue Pläne schmiedet oder hochmotiviert loslegen will, befinde ich mich geistig bei meinen Liebsten in der Heimat. Der kleine Weihnachtsurlaub über die Feiertage macht mich bewegungslos, faul und ungelenk. Während ich also nicht mal weiß, ob ich die freien Tage auch optimal genutzt habe, geht’s auch schon wieder weiter. Was wird kommen, was wird passieren – und will ich das alles überhaupt? 2016 hat mich an vielen Tagen schwer getroffen, mein Leben auf den Kopf gestellt und hinterlässt immer noch ein sehr trauriges Gefühl. Wird sich das 2017 etwa wiederholen? Ich kann solche Ängste nicht ganz abstellen, aber ich geb‘ mein Bestes, diese Sorgen nicht voll an mich heranzulassen. Denn 2016 ist natürlich auch viel Schönes passiert: Wilma hat so viel gelernt und ist ein ganz großartiges Mädchen geworden, quatscht in Geheimsprache, die nur wir verstehen, und sorgt täglich dafür, dass mein Herz täglich vor Stolz platzt. Außerdem hatten wir vier wunderschöne Tage in Italien, wir reisten nach New York und Paris, besuchten die Girls in Hamburg oder ließen unsere Seele in Belgien am Meer baumeln.

So langsam habe ich mich ins neue Jahr eingegroovt und spüre so allmählichen den positiven Vibe, von dem alle anderen außer mir direkt an Neujahr sprechen. 2017, ich freu mich auf dich. Wirklich wahr. Und ich hab‘ im Gefühl, dass du ein ganz großartiges Jahr wirst! weiterlesen

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Kolumne // Jubiläen aus der Hölle oder
– 30, was tun?

13.01.2017 um 10.57 – Kolumne Wir

30 jahre1

Hatte ich mir die letzten Monate noch aus lauter Altersparanoia die Rübe darüber zerbrochen, ob der 30. Geburtstag in andächtiger Trauer verbracht, demütig ignoriert oder unverhältnismäßig üppig zelebriert werden sollte, bin ich nun zu einem Entschluss gekommen:

Jubiläen aus der Hölle

Im Gespräch, anlässlich des nahenden Tages X mit einem Freund der anderen Seite, der grau melierten Seite, jenseits der Drei vor der Null, kristallisiere sich in Anbetracht der „Kosten-Nutzen“ Rechnung, vorerst die Bedeutungslosigkeit dieser Jubiläumsfeier heraus. Die Zahl, das Datum, als kalendarischer Schwachsinn, quasi. Der „Feierakt zum Runden“, so die Quintessenz, sei wie der Silvesterabend aller Jahre. Ist die am 29. Dezember in den Raum geworfene Frage „Und, was hast du so vor?“. Antwort: Niemand weiß es, keiner hat Bock drauf. Feierfreudige Partyraketen ausgeklammert.  weiterlesen

Brain Blah // Selbst Simone de Beauvoir war manchmal eifersüchtig.

11.01.2017 um 7.30 – Kolumne Leben Wir

collageIch muss mir diesmal feste an die eigene pseudo-selbstbewusst-feministische-Girlpower-Nase fassen und das mache ich nicht gern, und noch viel ungerner, weil der Grund für meine heutigen Stirnfalten im Angesicht kleiner Ungereimtheiten unter Frauen doch tatsächlich Männer sind. Als hätten wir nicht ausreichend eigene Päckchen mit uns herumzutragen und außerdem lang genug für Unabhängigkeit plädiert, fiel mir während eines Telefonats mit einer guten Freundin in der Ferne irgendwann doch tatsächlich auf, dass jede der circa drei weiblichen Personen, über die wir uns binnen zwanzig Minuten tendenziell neutral bis angepisst äußerten, in irgendeiner Verbindung zu unseren Partnern standen und stehen. Was offenbar vornehmlich in unserer subjektiven Annahme begründet liegt, beinahe jede Dame dieser Welt würde sich nach selbigen die Finger lecken. Finde den Fehler. Das darf doch wirklich nicht wahr sein, dass ausgerechnet ich eine permanente Skepsis gegenüber ein, zwei, drölf Frauen hege, die es auf irgendeine Art und Weise auf meine Beziehung abgesehen haben (könnten). Dabei haben sie das womöglich noch nicht einmal. Wobei. Weiß der Kuckuck. Es sollte mich natürlich ohnehin nicht interessieren. Meine ferne Freundin verstand mich trotzdem und sinnierte im gleichen Atemzug über eigene kleine Geschichten.

Da schicken ähnliche Instanzen nicht selten ungefragt Selfies, aus dem Urlaub zum Beispiel, immer dann, wenn sie selbst einem guten Kumpel schlicht und ergreifend das Bild einer Palme statt eines breites Bikinigrinsen rüber gesimst hätte, genau wie ich. Gut möglich, dass man sich jetzt darüber streiten kann, ob es der aktuellen Liebe in diesem Fall an Selbstwertgefühl oder der Reisenden an Respekt mangelt. Was nichts daran ändert, dass meine Freundin und ich hin und wieder eifersüchtig werden und damit als gewöhnlicher Durchschnittsmenschen höchstwahrscheinlich nicht gänzlich allein dastehen, sogar Simone De Beauvoir hatte sich in ihren Briefen an Jean-Paul Sartre nicht lückenlos im Griff. Entgegen meines eigentlich stark manifestierten Credos der Nächstenliebe tendiere ich ebenfalls dazu, gewissen Kandidatinnen schlangenartige Charakterzüge zu unterstellen. Das ist furchtbar. Und vielleicht überhaupt nicht berechtigt. Gut möglich also, dass ich an mir arbeiten muss. Wobei mir schwant, dass das viele von uns müssen, trotz Empowernment-Parolen. weiterlesen

Dear Diary // 09.01.2017
Von #Teamliebe, T-Shirts und Teetassen

09.01.2017 um 17.45 – Wir

dear diary Selten war ich so glücklich über einen Neuanfang. 2016 war so wild und bunt und furchtbar zugleich wie kein Zweites, wobei letzteres womöglich noch nie zuvor so sehr überwog. Ich selbst musste mein Leben neu sortieren, eine neue Liebe zulassen, hin und wieder bangen, mich im Spagat zwischen Mama- und jung- und Chefin sein üben, immer wieder hart an mir arbeiten und vieles lernen. Zum Beispiel, dass alles, was wir haben, ganz schnell vorbei sein kann. Eine Freundin hat den Kampf gegen Gebärmutterkrebs verloren und ich die Fassung, für einen Moment lang sogar den Boden unter den Füßen, irgendwann aus allerlei Gründen. Aber ich bin auch stärker geworden und freier im Kopf und offener und mutiger. Mit jedem Tag wird mir nun klarer, was ich will und was nicht. Was mich glücklich macht. Und dass ich auf eine ganze Handvoll Dinge, von denen ich stets annahm, sie müssten zum Alltag dazu gehören, getrost verzichten kann. Ich wünsche mir wieder mehr Müßiggang, mehr Abenteuer und Leben. Mehr von mir, wenn man so will. Ich möchte mehr malen, reisen,schreiben, diskutieren. Und endlich die Berge sehen, mit denen ich mir meine große Liebe teilen muss. Vor sieben Jahr schon und jetzt wieder. Nur dass ich diesmal nicht wieder mit der Ferne konkurrieren, sondern endlich Freundschaft mit ihr schließen mag. 2017, ich freue mich auf dich. Sei lieb, zu uns allen. Woche #1 lief schonmal ganz gut: weiterlesen

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Outfit // Von Chloé aus zweiter Hand
& lookalike Boots

04.01.2017 um 10.43 – Outfit Wir

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Ganze zweimal haben wir im vergangenen Jahren die virtuellen Türen zugeknallt und sorgten somit selbst für die mit Abstand schönste Freizeiteit: In Bella Italien tanzten wir auf der schönsten Hochzeit unserer Freundin Geli, während wir die Weihnachtszeit gemeinsam mit unseren Familien im Rheinland verbrachten. So richtig können wir zwei eben nur entspannen, wenn wir wissen, dass auch die jeweils andere nicht vor dem Laptop sitzen muss und gleich doppelt und dreifach Arbeit zu bewältigen ist. Weihnachten gehört uns und unseren Herzmenschen – und keine Email und keine News können da wichtiger sein.

Wer mir auf Instagram folgt, der weiß allerdings auch, dass ich nicht nur im Rheinland weilte, sondern dass es direkt nach Weihnachten mit dem Liebsten auch nach Antwerpen ging: Christmas Detox, sozusagen – oder auch: Mein Weihnachtsgeschenk an den Herzjungen, der sich nichts sehnlicher wünschte, als endlich mal wieder aus- und durchzuschlafen. Und weil Antwerpen quasi um die Ecke lag, meine Mama und Wilma mal wieder aufs Neue ein Herz und eine Seele waren, ging es ganz ohne schlechtes Gewissen in die wohl gemütlichste Stadt zur Weihnachtszeit, die ganz nebenbei bemerkt ein „Designer Second Hand“- und Vintage-Paradies ist. Und genau dort wurde ich natürlich auch ganz unverhofft schon zum zweiten Mal fündig:  weiterlesen

Happy 2017 // 10 Tipps,
um in Schwung zu kommen

04.01.2017 um 8.49 – Wir

2017

knapp 1,5 Wochen haben wir in guter alter Jane Wayne Manier um die Feiertage und den Jahrewechseln hier die Schotten dicht gemacht, um nach einer kleinen Auszeit wieder mit voller Power ins neue Jahr zu starten. Happy new Year, ihr Liebsten! Wir hoffen, ihr seid gut reingestolpert, in dieses verrückte, neue Jahr 2017 und wünschen euch an dieser Stelle vor allem eines: Gesundheit und ein Jahr voller Sonnenscheintage mit Liebe im Herzen.

2016 war für uns persönlich nicht immer ganz leicht und hinterlässt auch nachträglich riesige Lücken, umso mehr setzen wir also auf das neue Jahr. Und trotzdem bin ich ehrlich: Gerade der Jahresanfang fällt mir persönlich immer am schwersten und Fragen rund um „Was will ich eigentlich?“ sind allgegenwärtig. Aus meiner kleinen Weihnachtsschläfrigkeit heraus soll ich Pläne schmieden und Vorsätze formulieren? Puh. Damit ich allerdings meinen Allerwertesten JETZT hoch kriege, statt träge durch den Januar zu dümpeln, habe ich mir eine kleine Liste mit to Do’s zusammen gestellt, die dafür sorgen sollen, dass 2017 gegen die Tradition am besten sofort hochmotiviert startet. Also: Frische Blumen auf den Tisch, ordentlich durchlüften und los! weiterlesen

Perlen aus knappen Kisten //
Scalamari’s Woche: Der Weihnachtscountdown

22.12.2016 um 10.58 – Kopfchaos Wir

scalamari

Zwei gute Nachrichten vorab: Ein Mal schlafen noch, dann werden die Tage schon wieder länger. Danke Sommersonnenwende. Dann noch zwei Mal schlafen, bis das Christkind anklopft und dann, ja dann ist dieses rätselhafte 2016 auch endlich bald mal durch. Fakt: Ich habe in der letzten Woche wirklich niemanden mehr getroffen, der von sich ausnahmslos behaupten würde: „Boah, mir geht’s so gut wie nie – Bäume, könnt ich ausreißen“. Im Gegenteil, jeder „krocht nurnoch ufn Zahnflesch“, würde mein Papa sagen. Das hat verschiedenste Gründe und auch meine Jahresendspurte, haben schon bessere Abgänge gesehen. Kiste auf, Lokbuch raus, alles zusammenkneifen was geht – und so siehts aus:  weiterlesen

Meet the Jane Wayne Team //
17 Fragen an Julia Korbik

19.12.2016 um 7.30 – Feminismus Menschen Wir

julia korbikSeit über einem Jahr ist Julia Korbik jetzt schon fester Bestandteil des Jane Wayne Teams und weil wir so langsam aber sicher Gefahr laufen, vor Dankbarkeit und Begeisterung ob all der starken Texte, die Woche um Woche aus der flinken Feder der freien Journalistin und Autorin in unser Feminismus-Ressort fließen, zu platzen, ist es wohl dringend an der Zeit, auch euch noch viel mehr über @fraukorbik zu verraten.

Born and raised im schönen Ruhrgebiet machte sie sich gleich nach dem Abitur nach Frankreich davon, um am Institut d’Études Politiques in Lille mit einem deutsch-französischen Doppeldiplom in Politikwissenschaften (Schwerpunkt European Studies) anzufangen. Dafür pendelte sie jedes Jahr zwischen Lille und dem westfälischen Münster hin und her, wählte als Nebenfach Kommunikationswissenschaften und machte einen französischen Master in Journalismus (wie aus all dem letztendlich ein Doppeldiplom wurde – man weiß es nicht). Aus Lille ging es dann 2012 direkt für ein Praktikum nach Berlin. Bleiben wollte Julia hier nie, fünf Jahre später ist sie immer noch da. 2014 ist schließlich ihr Buch Stand up. Feminismus für Anfänger und Fortgeschrittene erschienen. Am liebsten schreibt sie über Pop und Politik aus feministischer Sicht, u.a. in ihrer Kolumne für Tagesspiegel Causa. Zu ihren Herzensprojekten gehört das sechssprachige Europa-Online-Magazin cafébabel – dort ist sie für die Rubrik Mind the Gap zuständig, in der sich alles um Feminismus und Gleichberechtigung dreht. Und Julia noch dazu gerne viele Sachen auf einmal macht, bloggt sie auf Oh, Simone außerdem zu Simone de Beauvoir. Wovon Julia träumt, was sie wütend macht und welches das Lied ihrer Jugend ist, verrät sie uns im Interview: weiterlesen

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Outfit // Ein Wochenende in Paris

09.12.2016 um 10.45 – Outfit Wir

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Ich mache es kurz: Tschau graues Berlin! Well hello, sonniges Paris! Weil eine Freundin aktuell in Paris lebt, um dort ihren Master in Mathematik zum Ende zu bringen, zieht es mich für dieses Wochenende kurzerhand zu ihr: Mädchenzeit, Sonne tanken, raus gehen oder ganz einfach in ihrer 14 m² Wohnung bis zum Mittag im Schlafanzug rumhängen – ich bin bereit! Spontane Trips sind noch immer die schönsten und so habe ich Anfang dieser Woche einfach mal wieder das getan, was ich viel zu oft aus Bequemlichkeit eben nicht mache: Reißaus nehmen und der grauen Wintersuppe Tschüssi sagen.

Während Wilma und der Herzbub es sich also schön muckelig daheim machen, werde ich für 48 Stunden au revoir sagen. Ich flattere also geradewegs geblümt nach Paris. In diesem Sinne: Habt ein zauberhaftes Wochenende <3 weiterlesen

OUTFIT // Hair Bow.

08.12.2016 um 11.36 – Outfit Wir

norse projects coat

Vergangene Woche habe ich mein Badezimmer entrümpelt, das war streckenweise selbstverschuldet eklig, obwohl ich wirklich nicht hätte ahnen können, dass sich das Fußpuder vom Mann wegen eines losen Deckels binnen weniger Sekunden wie eine vorweihnachtliche Schneelawine über mein komplettes Bürsten-Sammelsurium ergießen würde. Mir war ein bisschen, als habe das Universum plötzlich so etwas wie Mitleid mit mir verspürt, denn noch während sich mein Gesicht der Schwerkraft ergab, fiel mein Blick auf eine verloren geglaubte Kiste. Die Kiste. In der sich über die Jahre offensichtlich sämtliche Haarspangen passend zu unterschiedlichsten Lebensabschnitten angesammelt haben. Ganz oben lag eine Ungetüm aus Samt und ich kann nur vermuten, dass sie aus einer Zeit stammt, in der ich heimlich Chuck Bass anhimmelte. Schande über mein Haupt, oder eher: Schleife an mein Haupt. Man wird ja wohl hin und wieder ein bisschen in Nostalgie versinken dürfen.

Passend dazu trage ich eine 15 Jahre alte Samthose von Closed, die ich, man mag es kaum glauben, irgendwann aus dem Schrank meiner Mutter fischte: weiterlesen

Meet the Team:
Elina Neumann | Beauty & Healthy Living

05.12.2016 um 15.26 – Beauty Healthy Living Wir

elina neumann

Wer auf dem Team-Foto unserer Weihnachtsfeier vergangene Woche genau hingesehen hat, der wird bereits entdeckt haben, dass unsere kleine, feine Redaktion neben Nike und mir mittlerweile auf unglaubliche sechs feste Autorinnen angewachsen ist: Sarah, Julia (Koch), Laura und Julia (Korbik) kennt ihr bereits – und jetzt stehen zwei weitere Ladies in den Startlöchern. Eine von ihnen möchten wir euch schon heute vorstellen: Elina Neumann wird sich nämlich gemeinsam mit unser Scalamari Jane ab sofort dem Thema Beauty und Healthy Living widmen und für euch ausprobieren, was das Zeug hält, Nachforschungen anstellen und Beauty-Brands genauer unter die Lupe nehmen, damit hier kein Tiegelchen mehr zu kurz kommt. Beauty interessiert euch nämlich offensichtlich gleich doppelt – und genau dafür gibt’s jetzt eine Doppelspitze. So einfach!

Aber das war’s längst nicht mit den Neuerungen: Ihr dürft unsere zwei Blondis nämlich ab sofort auch den ein oder anderen Auftrag erteilen und die zwei mit euren Fragen löchern, damit sie sich auf die Suche nach Antworten begeben können: Von Selbstversuchen, Produkttests, Geschichten hinter den Marken oder absurden Trends von Übersee darf alles rund ums Thema Beauty & Healty Living dabei sein. Nun, was brennt euch auf eurem Herzchen? Jetzt aber erst einmal der Reihe nach, denn wir fangen heute ganz zart an und stellen Elina erst einmal ausführlich vor oder lassen sie besser gesagt, gleich selbst zu Wort kommen:  weiterlesen

Kolumne // Kaufe X und Y – löse:
Scalamari is back

01.12.2016 um 15.12 – Janes Leben Wir

sarah

Was war zuerst da, die kaputten Tasten X und Y auf meinem Laptop – oder der fehlende Wille weiterzutippen? Diese und alle anderen Fragen spielten keine Rolle mehr, als ich vor knapp vier Monaten einfach zuklappte – den Computer – und mich gleich mit. weiterlesen

Outfit // Musterchaos.

28.11.2016 um 9.33 – Outfit Wir

_MG_2422Ich brauche mittlerweile nicht bloß nur Kontaktlinsen, um überhaupt noch Gesichter auf der Straße erkennen zu können, ich habe auch erst kürzlich festgestellt, dass eine weitere Sehschwäche unlängst ein kleines Spielchen mit mir spielt: Offenbar sehe ich nämlich meistens andere Farben, als alle anderen um mich herum: So besitze ich beispielsweise eine Tasche, die für mich ganz offensichtlich cremefarbend ist, für den Rest der Welt aber ganz eindeutig Gelb leuchtet. Ich habe einen Mantel, der in meinem Universum ganz eindeutig braun scheint, für alle anderen allerdings unrüttelbar Aubergine ist. Nach anfänglichen Witzeleien, stehe ich jetzt also permanent völlig verwirrt da und frage lieber fünfmal nach, ob dieses und jenes zueinander passt, ob die beschriebene Farbpalette überhaupt richtig benannt wurde oder ob ich mich ganz offensichtlich mal wieder vertan habe.

Im Grunde könnte mir all das natürlich völlig schnuppe sein, wenn’s in meiner eigenen Realität doch funktioniert, bloß bringen einen verwunderte Blicke schon mal ganz schön in aus dem Konzept. So einfach ist die neu gewonnene Erkenntnis allerdings nicht, sie sorgt für Chaos und betitelt offensichtlich falsche Tatsachen. Für das heutige Musterchaos schiebe ich die Verantwortung allerdings kurzerhand auf den Herzbub, der mich mit seinem „Klar, geht das“-Kommentar zu meinem Sonntagsoutfits zwischen warmen Rot (das ist doch Rot, oder?), Streifen und Karooffensive sogar bestärkt und das Ganze gestern kurzerhand zwischen Gemütlichkeit daheim und einem Plätzchenback-Date geknipst hat. weiterlesen

OUTFIT // L’AMOUR FOU

24.11.2016 um 11.02 – Outfit Wir

G.KeroDie belgische Künstlerin Marguerite Bartherotte hatte eigentlich überhaupt nicht vor, in der Modebranche zu landen, bis sie sich nach einem Studium der Kunst glücklicherweise doch noch dazu entschloss, ihre wilden Illustrationen vom Papier zu befreien und ein eigenes Label zu gründen: G. Kero. Faire Produktion inklusive. Seither können wir ihr ganz persönliches Kamasutra, etliche Papageien und sogar Pharrell-Aquarelle nicht nur anschauen, sondern auch anziehen. Herrlich ist das, wenn man mich fragt. Denn an ganz besonders spießigen Outfit-Tagen mausert sich die Nackedei-Bluse gerade zu einer Art stillem Kumpanen meines heimlichen Schalks im Nacken. Das Ausführen kann nämlich durchaus zu Verwirrungen in feinen Gesellschaften führen, und auch an Supermarktkassen, aber macht furchtbar viel Spaß. Es ist schon verwunderlich, dass ein paar schelmische Figuren es vermögen, den Leuten in einer übersexualisierten Welt wie der unseren tatsächlich noch rote Bäckchen zu bescheren. Aber auch große Freude.

Dazu trage ich einen 2nd-Hand Fund aus Amsterdam und zwar einen unverhofft wertvollen. Ich wunderte mich im Laden sogar noch über den verhältnismäßig frechen 90-Euro-Preis, entschied mich wegen der perfekten Farben aber trotzdem zum Kauf und wurde ein paar Meter weiter beinahe etwas Bleich und Baff vor Freude. Als ich den Blazer nämlich irgendwann aus der Einkaufstüte zog und überwarf, schielte ich plötzlich auf ein gut verstecktes Christian Dior Logo, was mich besonders aufgrund des aktuellen Debüts von Maria Grazia Chiuri als Chefdesignerin zum Jauchzen brachte. Ich sags mal so: Damit ist mein mein Vintage-Glück für die kommenden zehn Jahre wohl aufgebraucht: weiterlesen