Kategorie-Archiv: Wir

Outfit // Mit Popeye-Gedächtnisbluse, Mom Jeans & roten Boots

27.02.2017 um 9.05 – Outfit Wir

Eigentlich wollte ich in diesem Februar gar nicht in Berlin sein. Ich wollte es meinem gefilterten Instagram-Stream gleich machen und Reißaus nehmen – mindestens zwei Wochen lang. Aber ihr kennt mich: Ich bin eine Urlaubsorga-Niete mit Sternchen und so saß mal wieder hier im grauen Berlin. Während mein Standard-Spruch bei all meinen Freunden mit Hängerchen derzeit an das trübselige Wetter da draußen erinnert und ich versuche, jedes Wehwehchen damit zu rechtfertigen, geht mir selbst so allmählich die Puste aus – ach, wäre ich doch nur in Guadeloupe. Die krönenden Highlights des Wochenendes: Ein fieberndes Kind an beiden Tagen und eine nicht enden wollende Schlange vor dem The XX Konzert, in der uns zarter Sprühregen noch mal daran erinnerte, dass man im Februar am besten gänzlich zuhause bleibt – oder ein Land mit Sonne auf der Karte wählt.

Na gut, genug Miesepeterstimmung: Immerhin sorgte das Trio am Ende noch für Entschädigung und zappelnde Körperteile. Als Schlechtwetter-Durchhalte-Belohnung gönnte ich mir außerdem ein paar orangerote Wildlederboots und kramte meine Popeye-Gedächtnis Bluse im Vichy-Muster heraus, um dem Grau da draußen zu trotzen und folgenden Spruch wirklich mal wieder wortwörtlich zu nehmen: Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur falsche Kleidung. Ha! weiterlesen

It’s official //
Unsere KDG x JANE WAYNE Capsule Kollektion

21.02.2017 um 10.48 – Feminismus Lookbook Mode Wir

Was entsteht, wenn aus einem kleinen Traum plötzlich etwas Greifbares und Großes wird? Eine 13-teilige Kollektion zum Beispiel, die, wenn man so will, die Essenz unseres persönlichen Stils wiederspiegelt, gleichzeitig aber auch die Design-Handschrift von Kauf Dich Glücklich trägt. Eine modische Fusion mit Message quasi, auf die wir kaum stolzer sein könnten. Denn mit Andrea, Christoph und ihrem Team fanden wir im vergangenen Sommer mehr unverhofft als von langer Hand geplant die besten Partner, die wir uns je hätten für unsere erste eigene Capsule Collection wünschen können. Obwohl wir noch nicht einmal gesucht hatten.

Vielleicht war es der unbedingte und geteilte Wille, alles einfach ein bisschen anders zu machen, eigensinnig zu bleiben und noch dazu ein Statement zu setzen, der uns fast wie von selbst zusammengeführt hat. Ich weiß jedenfalls noch ganz genau, wie das erste Meeting vor knapp einem Dreivierteljahr aussah. Ganz unspektakulär nämlich. Zu viert saßen wir damals auf einem gemütlichen Sofa irgendwo im Wedding, im Atelier von Kauf Dich Glücklich, wir tranken Kaffee mit zu viel Milch, aßen Kekse, die größer waren als mein Kopf, verschluckten uns vor lauter Lachen an der Limo und stellten schließlich einstimmig fest, dass jede*r einzelne von uns wohl sehr viel Freude daran hätte, gemeinsam etwas auszuhecken. Nur was? Es dauerte noch ein paar Minuten, da fiel der Groschen, der ab sofort viele Monate lang unseren Arbeitsalltag begleiten würde: „Bonjour, Simone!“ – Die #KDGxJaneWayne Kollektion, die ab dem 1. März online und in allen Kauf Dich Glücklich-Filialen erhältlich sein wird. Made in Europe natürlich. 

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JW Lookbook // Weekday x Jane Wayne:
Der Shop-in-Shop

20.02.2017 um 11.41 – Mode Wir

Wenn es um Denim-Stücke geht, dann können wir uns gut und gern als ziemlich treue Seelen bezeichnen: Nicht mal eine Handvoll Jeansspezialisten zählen seit Jahren zu unseren Favoriten und schaffen es mühelos, sich auch nach vielen Jahren noch immer zu beweisen. Und WEEKDAY gehört ohne Zweifel dazu. Als einer der ersten sorgt der Schwede in verlässlichen Abständen für neugedachte Schnitte oder besinnt sich auf die guten alten Zeiten zurück, verzichtet auf unnötigen Firlefanz und konzentriert sich stattdessen auf das Baumwollgewebe in seiner Ursprungsform. Und wenn uns doch mal der Sinn nach Tüdelüts steht, nach Stretch oder neuen Formen, dann gibt’s auch hier überhaupt kein Problem: Denn bei WEEKDAY ist ganz sicher was für jeden unserer Gemütszustände dabei: Mal 5 Pocket, wieder straight, lieber Kick-Flare oder doch eher überlang, gar unisex und komplett gerade geschnitten, hoch geschlossen oder doch wieder wieder astrein hüftig. Natürlich gibt’s die verschiedensten Modelle obendrein in nahezu allen Blau-, Schwarz- und Creme-Tönen und seit neuestem sogar bestehend aus recycelter und biologisch angebauter Baumwolle.

Nach der limitierten Linie Heroes, der aus recycelten Materialien entstandenen Remains-Kollektion und ihrer Back to Real-Kampagne, legt der Schwede in der neuen Frühjahrs-Saison nun wieder den Fokus auf pures Denim, das ohne Layering auskommt, auf Basics, die verlässlich sind und auf unisex-Modelle, die mit wenigen Handgriffen alles können. Um euch genau diese Vielfalt nun auf dem Silbertablett zu kredenzen, haben wir unsere persönlichen Lieblinge in einem JW Lookbook bei Minusgraden für euch festgehalten und präsentieren euch unseren eigenen kleinen Jane Wayne Shop mit allen Stücken ab heute auf der Weekday-Website. weiterlesen

#Berlinale2017 // So war’s:
Auf der ARD Blue Hour mit Mint&Berry

14.02.2017 um 12.59 – Berlin Event Film Wir

Vielleicht haben wir keine Golden Globes und auch keine Oscars und höchstwahrscheinlich sind wir auch längst noch kein Cannes – und trotzdem mausert sich diese wunderbare Berlinale, die sich seit mehreren Jahren immer geschickter aus dem Schatten der Großen schleicht und die ganz großen Filmpremieren der Welt an Land zieht, zu einer der bedeutendsten Filmveranstaltungen überhaupt: Mit insgesamt 400 Filmen, mehr als 335000 verkauften Eintrittskarten und etwa 500000 Kinobesuchen sind die internationalen Filmfestspiele in Berlin das größte Publikumsfestival der Welt. Pah, wer hätte das gedacht! Nun gut, vielleicht haben wir dafür keine international glitzernden Schauspieler*innen, die für großes Raunen auf roten Teppichen sorgen, aber was viel wichtiger ist: Wir haben eine ganze Menge kluger Köpfe und talentierter Menschen, die es mit so manch einem Hollywood-Sternchen auf der Leinwand ziemlich selbstbewusst aufnehmen könnte – internationale Durchbrüche gibt es schließlich zu genüge. Normalerweise halten wir uns ganz bewusst aus dem Filmbusiness raus, auch wenn wir hin und wieder visuelle Perlen mit euch teilen wollen, wenn einer unserer langjährigen Partner allerdings zu der Veranstaltung überhaupt einlädt, können wir allerdings nicht anders, als die Einladung vom Fleck weg annehmen!

Ob wir nicht Lust hätten, mit mint&berry zur ARD Blue Hour zu gehen, mit Luca Vasta tagsüber durch die Zauberkugel von Jacks Beauty Department zu springen und abends ganz entspannt zu dinieren, bevor es über den blauen Teppich zu einer der wichtigsten Veranstaltungen der Berlinale geht? Na logo, an dieser Stelle lassen wir uns doch kein zweites Mal bitten! Gesagt getan: Um 15 Uhr ging’s los und während wir anfangs noch dachten, kein Mensch würde so lange vor dem Schminkspiegel brauchen, um pünktlich ab 20 Uhr auf der ARD Blue Hour aufzukreuzen, wurden wir an dem Abend gleich eines Besseren belehrt. Nun gut, vielleicht haben wir auch ein bisschen getrödelt und zu lange rumgeflachst – jedenfalls kamen wir auf die Minute pünktlich an und das ist schließlich die Hauptsache. Wer uns auf Instagram folgt, der konnte unseren Tag bereits verfolgen, für alle anderen gibt’s unseren Tag noch mal alles der Reihe nach: weiterlesen

New In // Stripy Stine Goya Pants
– oder: Sommerhose trotz Winter

09.02.2017 um 16.45 – Outfit Wir

shop the look stine goyaSpätestens seit Gannis #Lovesociety habe ich einen Narren an roten Hosen gefressen und zwar nicht nur an der auf dem Laufsteg gezeigten Version aus Kord, sondern so ganz grundsätzlich. Noch dazu dachte ich gerade außerdem über die Anschaffung eines gut sitzenden Nadelstreifenmodels nach (dazu später mehr) und so kam es, dass ich im Angesicht der „Vinnie Pants“ von Stine Goya zur herzäugigen Karikatur meiner selbst mutierte. Blöd nur, dass dieses Geschenk des dänischen Himmels überhaupt nicht wintertauglich ist, ein Hauch aus Nichts sozusagen, aber umso hübscher geschnitten, beinahe perfekt. Es muss nämlich ausnahmsweise nichts gekrempelt werden; bei einer Größe von 1.73m ragt das gute Stück in etwa bis zu den Knöcheln. Und weil wir es hier in guter alter Stine Goya-Manier mit einem recht körperfernen Stück Stoff zu tun haben, fallen die darunter gemogelten Thermostrümpfe auch kaum aus. Wollblazer und Rolli drüber, fertig. Und auch warm! Ich finde sogar, mit einem Ledergürtel getragen bekämpft man sogar jeden Pyjamaparty-Vorwurf: weiterlesen

Inside Jane Wayne //
Der Februar mit Sarah Jane

07.02.2017 um 12.51 – Wir

inside jane wayne

In regelmäßigen Abständen wollten wir euch an dieser Stelle eigentlich öfter in unsere Welt lassen und starteten irgendwann die Rubrik „INSIDE JANE WAYNE„. Neue Flausen und andere Ideen kamen dazu und irgendwann rutschte die Serie einfach ins Off. Damit ist jetzt Schluss: Rausgekramt und wiederbelebt. Und im Februar mache ich einfach mal den Anfang und zeige euch, was diesen Monat außerdem so in meinem Kopf los war.

Was mich alles beschäftigt hat, welchen Traum ich ständig wieder träume, was ich nie wieder hergeben will und worüber ich erst kürzlich fuchsteufelswild wurde, lest ihr hier: weiterlesen

OUTFIT //
„Zieh dich doch mal wie ein Mädchen an“

06.02.2017 um 10.16 – Outfit Wir

hosenanzug

„Hallo, Herr van Dinther!“ lachte mein Lieblings-Späti-Verkäufer mir entgegen, als ich am Samstag Hosenanzug-tragend eine Packung Kaugummi bezahlten wollte. Es dauerte nicht lang, da fühlte ich mich auch schon wieder vier Jahre zurück versetzt, ich weiß nämlich noch ganz genau wie man damals mehrheitlich auf meinen ganzen Stolz, den braunen Zweiteiler von Wood Wood, reagierte. Mit Unverständnis nämlich. Ich glaube sogar, eine entfernte Kollegin wollte mir irgendwann einmal durch die Blume zu verstehen geben, dass in „solchen Fällen“ ein kleiner Stilbruch angebracht sei, hohe Hacken etwa oder roter Lippenstift, der Weiblichkeit zuliebe. Ich hingegen habe bis heute nicht verstanden, warum Kleidung überhaupt „vorteilhaft“, „sexy“ oder „feminin“ sein muss. Sie darf es sein, keine Frage, aber wichtiger ist doch, dass sie sich gut anfühlt und dem Gemüt entsprechend. Ich glaube zudem kaum, dass man mich aufgrund meiner Kleidung für einen Mann halten könnte und selbst wenn – wie furchtbar? Keineswegs. Damals kommentierte sogar jemand, ich hätte in diesem Aufzug etwas von einer „Lesbe“. Soso.

Ich tobte. Aber einzig und allein, weil nicht fassen könnte, dass es offenbar noch immer Menschen gibt, in deren kleiner Welt es wichtig scheint, von welchem Ufer das Gegenüber stammt, die glauben, man könne aufgrund von Kleidung oder der Nasenspitze per se auf die jeweilige sexuelle Orientierung schließen. Ich schrieb damals: „Wer weiß das schon“. In der Uni war ich schließlich mal kurz in ein Mädchen verguckt gewesen, bis ich schließlich feststellten musste, bis über beide Ohren heterosexuell zu sein. Ich dachte im Angesicht dieser Erkenntnis jedenfalls nur „aha“ und nicht „jippie“. Und lachte mir fortan ins Fäustchen, wann immer mir jemand aufgrund meiner Kleidung, Gestik oder Mimik eine Liaison mit einer meiner besten Freundinnen, die -Wahnsinn- lesbisch ist, nachsagte.  weiterlesen

OUTFIT //
Schnipp, Schnapp, Pony ab.

01.02.2017 um 8.50 – Outfit Wir

Asos Reclaimed vintageIch hab‘ noch gesagt „Sarah Jane, Freundinnen, Mama! Haltet mich davon ab, mir jemals wieder einen Pony zu schneiden!“ Und zwar in weiser Voraussicht. Denn jedes Mal, wenn sich mal wieder ein Mikropony über meine relativ kurz geratene Stirn legte oder Jane Birkins Antlitz mich dazu inspirierte ganz parisienne ein paar Fransen über den Augenbrauen baumeln zu lassen, ertrank ich früher oder später in der Erkenntnis, dass für mich persönlich bloß ein Mittelscheitel funktioniert – schon allein wegen der mir von Opa Edmung mitgegeben Superwirbel, die sich quer über den gesamten Kopf legen. Jetzt ist es trotzdem passiert. Die optische Langeweile hat mich gewohnt unerwartet und in einem plötzlichen Anflug von Veränderungswahn in die Hände meiner Küchenschere getrieben, etwa fünf Minuten bevor ich das Haus verlassen musste, um pünktlich „Lala Land“ zu sehen. Wenig später saß ich also samt Mütze im Kino und verstand weder mich noch den Hype um Ryan und Emma. Ein schrecklicher Abend.

Zum Glück sah die Welt am darauffolgenden Morgen schon wieder ganz anders aus. Meine neue Frisur half mir nämlich immerhin über die vor kurzem attestierte Modemüdigkeit hinweg und so machte ich den gestrigen Dienstag schließlich zu meinem persönlichen „endlich-wieder-Overdressed-im-Alltag“-Debüt 2017. Inklusive selbstbewusst getragenem Vorhang vor der Birne. Ich weiß zwar nicht, wie es jetzt weiter gehen soll, mit einem Besuch beim Profi etwa oder Monaten voller Klämmerchen und Spangen, aber ich werde das schaffen. Und frohen Mutes sein. Darüber, dass ich mit 28 Jahren immer noch in der Lage bin, mich wie 16 zu fühlen und auch genau so zu handeln. Macht ja auch irgendwie Spaß: weiterlesen

Outfit // Von Sonntagen.

30.01.2017 um 9.11 – Outfit Wir

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Das Wochenende ist uns, spätestens seit Wilma und Lio da sind, absolut heilig. Termine werden bewusst ignoriert und nur, wenn es wirklich unbedingt nötig ist, wird der Laptop am Abend noch mal ausgeklappt. Und so verbrachte ich meine freien Tage fast ausschließlich im Freien, spazierend durch Kreuzberg im Sonnenschein, mit einem späten Frühstücksbesuch im Halleschen Haus, einem Apfelstrudelstopp bei Nike und einem Pizzadate bei meinem liebsten Italiener, bevor es abends wieder gemütlich auf die Couch ging. Ich habe mich mit meinem Sommerurlaub beschäftigt, mich der Altersvorsorge aka Wohnungsimmobilien gewidmet, die eigene Bude auf Vordermann gebracht und zum ersten Mal mit Wilma bis halb 10 geschlafen. Kurzum: Ich hatte das langweiligste Wochenende seit langem und es ist mir so gut reingegangen, wie lange schon nicht mehr.

Und so passierte es gestern, dass ich euch bei Sonnenschein eigentlich auch mein liebstes, unaufgeregtes Outfit der vergangenen Tage zeigen wollte, aber so rumtrödelte, bis sich Berlin auch schon wieder von seiner grauesten Seite präsentierte. Huppala, wie Wilma sagen würde. Ich gelobe Outfit-Knipserei-Besserung und wünsche euch eine ganz wunderbare Woche. Die wird hier im JW Office übrigens ganz furchtbar aufregend, denn wir dürfen ab heute Abend auf Instagram in kleinen Appetithäppchen endlich die Katze aus dem Sack lassen, womit wir uns seit rund einem halben Jahr ganz nebenbei beschäftigen. AUFREGEND! weiterlesen

Leserbriefe // Rebecca fragt:
„Sind Frauen, die Mode mögen, dumm?“

25.01.2017 um 14.37 – Feminismus Leben Mode Wir

giphyLiebe Nike,

ich weiß gar nicht, wie ich das jetzt richtig erklären soll, ohne irgendwem krumm zu kommen. Aber ich mag Mode so richtig doll, seit ich klein bin. Klein war ich aber in einem noch kleineren Dorf und da bin ich nach dem Studium auch wieder hingegangen, aus tausend Gründen. Meine Freunde hier treiben vor allem Sport in ihrer Freizeit. Du warst ja auch gerade in den Bergen, deshalb weißt du vielleicht, was ich meine. Wir quatschen über dies und das, aber wenn es um Ästhetik geht, bin ich ein einsamer Wolf. Wenn ich rote funkelnde Schuhe trage (meist 2ndHand), denken die alle, ich spinne. Frauen, die sich für Mode und Einrichtung interessieren, sind für die meisten hier schlichtweg oberflächliche Idioten. Eigentlich weiß ich ja, dass Interessen verschieden sind, aber manchmal fühle ich mich so unter Druck gesetzt und falsch, dass ich selbst denke, dass ich irgendwie ein bisschen dämlich sein muss. Aber Schönes habe ich gern um mich. Auf eine relativ gesunde und nicht konsumwahnsinnige Weise, wie ich finde. Alle paar Monate etwas Neues, mehr muss es gar nicht sein. Verstellen will ich mich deshalb nicht. Da musste ich an euch Janes denken. Ihr mögt ja auch Mode, aber ich glaube, ihr seid überhaupt nicht dumm. Was sage ich denen also demnächst, um mich zu verteidigen?

Eine Antwort wäre toll.
Eure Rebecca. 
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Outfit //
Die neue Levi’s® 501® Skinny ist da ❤️

24.01.2017 um 7.00 – Outfit Wir

levis 501 In meinem Kleiderschrank befinden sich derzeit ganze vier Jeansmarken: Kings Of Indigo, Weekday, Closed, und: Levi’s. Alle vier haben es geschafft, mich um den Finger zu wickeln. Kings of Indigo wegen des Apfelpo-Zaubers, Weekday wegen der bequemen Schnitte und schlichten Waschungen, Closed aufgrund der 80er-Jahre Gedächtnis-Silhouetten und dann noch Levi’s – am meisten wohl aufgrund von Nostalgie, Geschichte und Erinnerungen an Lieblingsbands, aber auch wegen der langjährigen Liebe, die irgendwo im Secondhand-Laden begann. Ihr kennt das bestimmt.

Noch bis vor Kurzem stand ich also regelmäßig da und versuchte die auf Leder-Embleme gedruckten Herren-Größen in meinen Taillenumfang umzurechnen, ich suchte ein schwarzes und ein weißes Modell, ein hellblaues sowieso und schleppte beinahe jedes einzelne zum Schneider. Die Beine fielen nunmal stets zu schlabberig aus, was in meinem Fall vor allem am Flunder-Hinter liegt, aber eben auch am irgendwann einmal allgegenwärtig gewesenen „Bootcut“, der einem wirklich ständig als fast einziger Haken der Hosen von früher in die Quere kam. Manch einer mag auch den damit zusammen hängenden Hose-frisst-Po-Look nicht. Ich schon. Und trotzdem stand mir der Sinn irgendwann nach einer knallengen Levi’s 501, die ohne großes Ausbessern sitzt. Und da war sie plötzlich, die 501 Skinny, die obendrein mein Graues-Jeans-Loch füllte. weiterlesen

FASHION WEEK BERLIN //
Outfit Tag 2. Vintage Rules 🍒

23.01.2017 um 9.23 – Outfit Wir

sarah

Man könnte uns Modemüdigkeit unterstellen – oder zumindest: Berliner Modemüdigkeit – doch dem ist keinesfalls so. Weil wir an dieser Stelle noch nicht alle Schauen rauf und runter besprochen haben, entstehe der Eindruck, flüsterte man mir. Vor allem dann, wenn man sich die Vorjahre im Vergleich dazu ansehe. Na, klar: Auf unserer allerersten Berliner Modewoche vergaßen wir fast zu atmen, weil wir nicht nur wirklich ausnahmslos ALLE Schauen besuchten und auch ALLE Runway-Bilder selbst schossen, wir schrieben auch zu ALLEN Präsentationen einen kleinen Bericht. Euch hat’s am Ende wahrscheinlich genauso wenig interessiert wie uns, bloß mussten wir uns schließlich erst einmal einfinden, in diesen ganzen Modewahnsinn. Und so wurden wir mit den Jahren selektiver und wollen heute auch nur die Designer besuchen, die uns am Herzen liegen und mit ihrer Schnittkunst wirklich überzeugen.

Bloß ist es so, dass die Berliner Modewoche auch nach 7 Jahren noch immer so plötzlich und so kurz nach Weihnachten kommt, dass wir planungstechnisch gern mal versagen, Elina und Scalamari Bali und LA dem Berliner Januar lieber vorziehen, Nike Jane ab Tag 2 auch noch mit einer Erkältung flach lag und, ach ja, da war ja was: Zwei Minis sowieso viel wichtiger sind, als jeder Modezirkus dieser Welt. Also entschuldigt in diesem Jahr die kleine Verzögerung. So viel sei versprochen: Wir sind noch lange nicht fertig mit Vladimir Karaleev, Perret Schaad und Co und haben selbstverständlich die ersten Trends für euch ausgemacht. Aber dazu später mehr.  weiterlesen

Dear Diary // 16.01.2017
Von Neuanfängen, Leichtigkeit & Schmuckstücken

16.01.2017 um 11.58 – Wir

dear diary sarah

Jahresanfänge liegen mir nicht, das kann man so kurz und knapp ehrlicherweise stehen lassen. Während alle Welt neue Pläne schmiedet oder hochmotiviert loslegen will, befinde ich mich geistig bei meinen Liebsten in der Heimat. Der kleine Weihnachtsurlaub über die Feiertage macht mich bewegungslos, faul und ungelenk. Während ich also nicht mal weiß, ob ich die freien Tage auch optimal genutzt habe, geht’s auch schon wieder weiter. Was wird kommen, was wird passieren – und will ich das alles überhaupt? 2016 hat mich an vielen Tagen schwer getroffen, mein Leben auf den Kopf gestellt und hinterlässt immer noch ein sehr trauriges Gefühl. Wird sich das 2017 etwa wiederholen? Ich kann solche Ängste nicht ganz abstellen, aber ich geb‘ mein Bestes, diese Sorgen nicht voll an mich heranzulassen. Denn 2016 ist natürlich auch viel Schönes passiert: Wilma hat so viel gelernt und ist ein ganz großartiges Mädchen geworden, quatscht in Geheimsprache, die nur wir verstehen, und sorgt täglich dafür, dass mein Herz täglich vor Stolz platzt. Außerdem hatten wir vier wunderschöne Tage in Italien, wir reisten nach New York und Paris, besuchten die Girls in Hamburg oder ließen unsere Seele in Belgien am Meer baumeln.

So langsam habe ich mich ins neue Jahr eingegroovt und spüre so allmählichen den positiven Vibe, von dem alle anderen außer mir direkt an Neujahr sprechen. 2017, ich freu mich auf dich. Wirklich wahr. Und ich hab‘ im Gefühl, dass du ein ganz großartiges Jahr wirst! weiterlesen

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Kolumne // Jubiläen aus der Hölle oder
– 30, was tun?

13.01.2017 um 10.57 – Kolumne Wir

30 jahre1

Hatte ich mir die letzten Monate noch aus lauter Altersparanoia die Rübe darüber zerbrochen, ob der 30. Geburtstag in andächtiger Trauer verbracht, demütig ignoriert oder unverhältnismäßig üppig zelebriert werden sollte, bin ich nun zu einem Entschluss gekommen:

Jubiläen aus der Hölle

Im Gespräch, anlässlich des nahenden Tages X mit einem Freund der anderen Seite, der grau melierten Seite, jenseits der Drei vor der Null, kristallisiere sich in Anbetracht der „Kosten-Nutzen“ Rechnung, vorerst die Bedeutungslosigkeit dieser Jubiläumsfeier heraus. Die Zahl, das Datum, als kalendarischer Schwachsinn, quasi. Der „Feierakt zum Runden“, so die Quintessenz, sei wie der Silvesterabend aller Jahre. Ist die am 29. Dezember in den Raum geworfene Frage „Und, was hast du so vor?“. Antwort: Niemand weiß es, keiner hat Bock drauf. Feierfreudige Partyraketen ausgeklammert.  weiterlesen