Kategorie-Archiv: Wir

Outfit // Von Pink und Rot und Farb-Eitelkeiten.

24.08.2016 um 19.37 – Outfit Wir

nike van dinther thisisjanewayne pink gucci wallet on chainSpätestens als Miley Cyrus irgendwann in einem Interview behauptete, Pink sei ja überhaupt gar keine Farbe, sondern viel eher eine Frage der Attitüde, schwor ich mir, weiterhin und bis in alle Ewigkeit quasi attitüdenlos durchs Leben zu kommen. Wie so viele Versprechen an mich selbst, wurde selbstredend auch ebendieses gebrochen, was zu großen Teilen mit Trotz zutun hatte, aber auch mit der Erkenntnis: Farben kennen kein Pardon. Ganz im Gegenteil sogar, manchmal schleichen sie sich aus dem Blauen heraus einfach in unser Leben, so wie dieses satte Rosa dort oben zum Beispiel. Ich hätte es ja auch nicht für möglich gehalten, echt nicht. Aber zurück zum Trotz, denn ich die Einteilung in schlaue und beschränkte Nuancen wirklich leid und darüber hinaus wurde ich erst neulich richtig fuchsteufelswild, als jemand in meinem entfernten Bekanntenkreis über eine andere Bekanntin herzog: Die Sonne hätte ja wohl ohnehin das Hirn dieser jungen Dame zerbrutzelt, das sähe man ja schon an all dem Pink in ihrer Kleidung, so eine verdammte Tussi. Was für ein beschissenes Klischee, dachte ich noch, als die Hälfte der Versammlung eifrig nickte, vor allem die anwesenden Frauen, die sich plötzlich so wahnsinnig richtig vorkamen in ihrem gedeckten Einheitsblau. Dabei waren sie nichts weiter als fies. Und viel oberflächlicher als jede Rosa-Trägerin, die ich kenne. Was ich mit alldem eigentlich sagen will, ist:

Meine neues „Wallet on chains“ von Gucci ist überhaupt nicht die tussigste Obertussen-Tasche aller Zeiten, der Begriff „Tussi“ allein ist ja schon großer Quatsch, oder zumindest gehört die damit einhergehende Negativ-Assoziation verbannt. Wie auch immer, diese Tasche ist bloß sowas wie die warm-rosa Kirsche auf der Torte des Alltagsgraus, zum Anbeißen schön und endlich meins. Zwei Mal im Jahr darf nämlich ein lang angeschmachtetes Schätzchen in meinen Kleiderschrank wandern, wenngleich dafür viele, viele alte Stücke von dannen ziehen müssen (Tictail wird gerade wieder vollgepackt). Nach diesem Prinzip fällt der Abschied immerhin gar nicht mehr so schwer: weiterlesen

OUTFIT // Bergfest in Orange

17.08.2016 um 10.57 – Outfit Wir

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Ich weiß selbst manchmal gar nicht, wie wir alles unter einen Hut kriegen: Kinder glücklich machen, sich nicht vergessen und unseren Laden am Laufen halten, unser erstes Baby sozusagen, das nicht minder viel Aufmerksamkeit verlangt. Was von Außen betrachtet wie ein kinderleichtes Spiel wirkt, zerrt dann und wann ganz schön an unseren Kräften. Ich will an dieser Stelle gar nicht in Jammerstimmung verfallen, zwischendurch bloß mal aufräumen mit dem ganzen Glitzi-Schein. Unsere Tage sind momentan durchgetaktet bis zum Geht-nicht-mehr, starten derweil schon um 5 Uhr und enden gegen Mitternacht. Diese Woche ist’s noch dazu besonders wild: Kita-frei, Meetings en masse (für wirklich außerordentlich schöne Projekte in der Zukunft, aber psst) und ein Trip nach München stehen auf dem Plan und sorgen hier mal wieder für Chaos deluxe. Durchhhalten ist an dieser Stelle angesagt und schielen bis zum Umfallen, geht euch ja sicher auch manchmal kein Stückchen anders so.

Immerhin ist heute bereits Mittwoch, Bergfest sozusagen, und das zelebrieren auch wir hier trotz persönlichem Traumjob hin und wieder. Zeit, um stehen zu bleiben, sich mal wieder auf die Schulter zu klopfen und zu wissen, dass ganz viel Besserung in Sicht ist. Zum Beispiel zwei Hochzeiten an den kommenden Wochenende, Toskana-Urlaub für beide von uns und hoffentlich ein minibisschen Entspannung dazwischen. Ach, was red‘ ich: Selbstverständlich! Schließlich gibt’s einen Pool an unserem kleinen, italienischen Häuschen.  weiterlesen

Outfits // Manchmal ist man die Taube und manchmal das Denkmal.

16.08.2016 um 7.00 – Outfit Wir

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Seit zwei Wochen bin ich das Denkmal, nicht die Taube, bloß nicht im eindrucksvollen Sinne, sondern im angeschissenen. Seit zwei Wochen werde ich meine Erkältung nicht los, nach der Nase sind nun auch die Ohren zu, ich höre alles wie durch eine Glasglocke und irgendwie ist kein Ende in Sicht. Das ist erstaunlich. Ich pflege nämlich zu behaupten, dass ich niemals nie krank werde, aber nun gut, das habe ich jetzt nun von meiner Überheblichkeit. Und dann ist da ja noch der Leichtsinn, der mich außerdem Teil eines großen digitalen Fragezeichens hat werden lassen. Ganz unverblümt habe ich nämlich jüngst zugestimmt, dieser Jury beizuwohnen, im Briefing schien die geplante Veranstaltung nämlich guter Absicht zu sein, aber dann kam die Grazia und baute schriftbildliche Scheiße, sodass das Ganze nun nach DSDS klingt. Kein Wunder, dass man sich echauffiert, aber ich bleibe dabei: Ja, ich mache mit! Weil ich noch immer an eine gute Wendung glaube und sollte selbige nicht eintreten, werde ich schimpfen wie ein Rohrspatz, für ein besseres oder eben gar kein nächstes Mal. Gut auch, dass ich keine Energie habe, mich länger aufzuregen. Aus untenstehenden Gründen zum Beispiel und weil es wirklich Wichtigeres gibt.

Das Wochenende zuvor war nämlich schön und schlimm zugleich, zusammen mit dem #TeamYonnBerlin und der DKMS konnten wir dank Hanne und Nina und Philipp rund 333 neue potentielle Knochenmarkspender für den 7-Jährigen Yonn und alle anderen, die dringend Hilfe benötigen, in die Datenbank schicken. Falls ihr noch nicht registriert seid, hier entlang, bittebitte. Auch Geldspenden bringen wirklich etwas, denn jede Neuaufnahme kostet etwa 40 Euronen. weiterlesen

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Shopping // Weekday launcht „Back To Real“ Kollektion & wir schenken euch 15 %

11.08.2016 um 11.19 – Outfit Wir

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Bei all den modischen Exkursionen, die wir hier auf Jane Wayne in regelmäßigsten Abständen antreten, überkommt auch uns immer wieder die Sehnsucht nach echten Stücken zum Rumlümmeln, zum Sein, zum Nicht-Auffallen. Eben so wie graue Kapuzenjacken und Sweatshirts, die mindestens seit der 5. Klasse zu unseren treuen Begleitern gehören, zu den textilen Verbündeten, die uns erst durch die Pubertät bugsierten, uns auf dem Schulhof zur Einheit zusammen schweißten und noch heute für die nötige Dosis „Slow down“ im verrückten Modekosmos sorgen. Oder auch: „Back to Real„, um es mit den Worten von Weekday zu sagen.

Der Schwede launcht heute nämlich seine allerneueste Capsule Collection seiner „Class of 2016“ und erinnert an unsere Jugend, an die 90er und an eine Zeit, die modisch gesehen oft als Vollkatstrophe betitelt wurde, sich aus den 80ern bediente, Prinz von Bell Air Charme mit Dr Alban kombinierte und dabei so lässig sein wollte, wie kaum ein anderes Jahrzehnt zuvor. Herrgott, was waren wir verknallt in diese Zeit, was haben wir uns vom Schabernack treiben lassen, was waren wir jung. Weekday hat das Ganze für uns nun noch einmal konserviert, mit einer Prise Heute vermengt und eine feinen futuristischen Puderzucker oben drüber rieseln lassen – und zelebriert mit uns „Back to Real“: Konzentriere dich auf das Wesentliche, sei öfter mal wieder unbeeindruckt und scher dich nicht. Und weil uns der Sinn heute genau nach dieser Attitüde steht, haben wir natürlich auch an euch gedacht und einen kleinen Rabattcode-Deal von 15 Prozent off bei eurem nächsten Besuch im Online Shop ausgehandelt. Katsching! weiterlesen

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Interior Update Teil II // Das Wohnzimmer mit Tisch und Licht und Platz zum Schreiben

09.08.2016 um 15.26 – Wir Wohnen

made dot com interior update thisisjanewayneLio und ich, wir wohnen jetzt schon seit ziemlich vielen Monaten zu zweit in unserem sonnigen Dachgeschoss und weil das vorerst auch so bleiben soll, machen wir es uns langsam aber sicher muckelig – ein gar nicht so leichtes Unterfangen, wenn plötzlich nicht nur einer, sondern auch Einiges im Haushalt fehlt. Schritt Nummer eins hin zum neuen alten Zuhause war deshalb dicht gefolgt vom Entrümpeln das komplette Umstellen aller Räume und Nicht-Räume, überhaupt nichts sollte nämlich so bleiben wie zuvor, es musste sozusagen ein frischer (zartgrauer) Anstrich auf allen Ebenen her. Das Schlafzimmer wurde schließlich zum Spielhimmel, die Sofaecke zum Essbereich und der Schreibtisch rutschte anlässlich des Sommers geradewegs unters Fenster. Bis wir uns aber wirklich gefunden haben, wird es noch ein Weilchen dauern. Aber ich glaube und hoffe ganz fest, dass wir inzwischen nur noch ein paar Flohmarktfunde vom richtig heimelig werden entfernt sind.

Erst neulich habe ich euch das güldene Bett präsentiert, heute folgt das Wohnzimmer im neuen Gewandt. Lio und ich, wir lümmeln jetzt jedenfalls die allermeiste Zeit zusammen am ausziehbaren Super-Esstisch rum, auf dem sich außerdem gut basteln, backen und Bimmelbahn spielen lässt. Fehlen demnach nur noch: Lios Zimmer, die Küche und der Balkon. Klingt mehr als schaffbar. Jetzt freuen wir uns aber erstmal über das, was längst geschafft ist: weiterlesen

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Outfit // Zurück in Berlin.

08.08.2016 um 14.17 – Outfit Wir

hm celine lookalike dress thisisjanewayneKitaferien sind was feines, dachte ich. Da wird man schließlich einfach so zum Urlaub gezwungen, zum Eisenbahnschienen verlegen, Sandburgen bauen und Hasengeschichten lesen. In der Sonne natürlich, irgendwo auf dem Land – so in etwa jedenfalls sah meine romantische Vorstellungen vom gemeinsamen Nichtstun zwischen Traktoren und Johannisbeerfeldern aus. Hätte ich nur nicht den Fehler gemacht, meine eigene Heimat als Kurstädte missbrauchen zu wollen. Mein Korschenbroich-Karma ist nämlich zweifelsohne schon mies seit ich Berlin „Zuhause“ nenne und fragt mich jetzt nicht, weshalb ich diesen Umstand immer wieder gedanklich beiseite schiebe. Setze ich auch nur einen Fuß in dieses Dorf am Niederrhein, fängt es für gewöhnlich an zu regnen. Es wird kalt. Und auch nicht wieder warm. Ich werde krank. Dann wird Lio krank. Und andersherum. Meine Familie hat außerdem meist zu tun, das ganz normale Leben geht nunmal weiter und bleibt nicht stehen, nur weil die Ausreißerin aus der Ferne sich nach langer Zeit mal wieder dazu bequemt, vorbei zu schauen. Logisch. Aber wie gesagt, die Verdrängung. Jedenfalls bin ich seit gestern zurück und ich fühle mich ein bisschen wie Janoschs Bär. „Oh wie schön ist Panama“, haben Lio und ich unter Gewitterwolken gelesen und dabei schnell gemerkt: Es mag ja wunderbar sein dort im Grünen, aber Zuhause ist nunmal wo die Freunde sind und das eigene Bett. Der Lieblingsbäcker. Der Spielplatz mit dem Piratenschiff. Und das Herz. Ich meckere zwar viel über Berlin, aber selten war ich so froh, wieder zurück sein, wirklich wahr.

Wären bloß die Omas und Opas und meine Schwestern nicht so furchtbar weit weg. Und da haben wir schon wieder den Salat, da fängt sie bereits an, besagte Verdrängung und ich weiß schon jetzt, dass ich bald wieder 600 Kilometer gen Südwesten fahre werde, fluchend und schimpfen und liebend, weil das Landei in mir ein Leben lang mit meinem inneren Stadtkind zanken wird. weiterlesen

Outfit // Knöcheltief im Herbst

05.08.2016 um 14.13 – Outfit Wir

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Ein kurzer Anfall von „Ich hab‘ so Lust auf Herbst“ führte mich gestern schnurstracks in den Doc Martens Store. Das Wetter ist Schuld, logo. Aber natürlich auch die große Sehnsucht, sich mal wieder anders anzuziehen, Lagen übereinander zu werfen und dem floralen Girly-Gucci-Ding auch mal wieder mit etwas Kernigerem entgegen zu treten. Und so stand mir der Sinn nach derben Schuhen, die in Kombination mit schniekeren Stoffhosen für den perfekten Bruch sorgen. Mein letztes Paar trug ich tatsächlich mit 13, ein tannengrünes Modell, das vornehmlich zu Blumenkleidern ausgeführt wurde. Bei den darauffolgenden Doc-Martens-Trendwellen setzte ich aus, weil es sich irgendwie falsch anfühlte und unehrlich noch dazu. Warum die Barriere im Kopf diesmal abgebaut wurde, kann ich euch beim besten Willen nicht sagen, bloß eines weiß ich: Genau jetzt fühlen sich die bordeauxfarbenen Lederschuhe ganz genau richtig an (zum Herstellungsprozess geht’s übrigens hier lang). Einfach so.

Passend zum Wetter stecke ich jetzt also wirklich knöcheltief im Herbst, mit Barbour-Jacke im Gepäck und übrigen, gemütlichen „Thank God its’s Friday“-Stücken. Habt ein großartiges Wochenende, ihr Besten.  weiterlesen

Happy Heart // Von Rosenöl, Babouches & ein paar Wünschen

01.08.2016 um 14.42 – Wir

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In meinen eigenen vier Wänden ist schon wieder so viel passiert, dass ich kurzum auch einen Interior-Blog mit Content füllen könnte. Alles neu macht der August, sozusagen, und mich allmählich zur Schmunzelnummer meines Freundeskreises. „Hier sieht’s jedes Mal anders aus“, bekomme ich in regelmäßigen Abständen zu hören, gepaart mit leicht bemitleidenswerten Lachern. Mein Freund und ich stecken ganz offensichtlich im heimischen Optimierungswahn, im Umräumchaos und immer unzufrieden-sein-Modus, anders kann ich mir den Veränderungsdrang auch nicht ganz erklären. Ich weiß bloß so viel: Es macht mich glücklich. Wohlmöglich wird unsere Wohnung also niemals perfekt sein, niemals fertig, aber das ist schon ok. Was anderen Ruhe und Gelassenheit geben würde, macht mich unruhig – das war schon zu Uni-Zeiten so. Und so wird weiter umgestellt, umjustiert und neu geplant.

Und so räume ich um, ein Update folgt selbstverständlich, verkaufe alte Interior-Schätze und miste aus, um Neues zu planen und es mir daheim immer wieder neu gemütlich zu machen. Diesen Monat unter anderem mit diesen Stücken + kleinen Wünschen, die den „Schöner Wohnen“-Drang weiter antreiben. weiterlesen

Outfit im Test //
Das Samt-Comeback

01.08.2016 um 9.43 – Outfit Wir

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Natürlich bin ich mir im Klaren darüber, dass Samt nie wirklich weg war, streng genommen sogar jedes Jahr pünktlich zu Weihnachten (übrigens, nur noch 145 Tage, ganz nebenbei bemerkt) aufpoppt und für adrette Momente unterm Tannengrün sorgt. Schon klar. Aber Hand aufs Herz: Samt im Sommer? Ja, ja und nochmals ja! Wenn man sich einmal diesen Tick eingefangen hat, nur noch Augen für Saint Laurent Boots hat, die affiliate geschaltete Bannerwerbung für die volle Ladung Penetration sorgt und Dries van Notens Wide Leg Pants sogar in Tagträumen auftaucht, dann ist es wohl soweit. Flott den Kleiderschrank-Check walten lassen – und siehe da: Ich besitze ja doch Samt – und zwar in sattem Kirschrot, ganz schön knapp und bislang nicht einmal ausgeführt. Rodarte und & Other Stories zeichneten sich für dieses Knallbonbon verantwortlich und ich traute mich bislang nicht ran. Im Winter zur Strumpfhose vielleicht, höre ich mich vor ein paar Wochen noch sagen, aber nichts da, MSGM, Vetements und Isabel Marant gaben mir jetzt den richtigen Stupser:

Und so trage ich heute gleich noch mal den Sonntagslook von gestern, kombiniere dieses Samt-Stöffchen zu meinen knackig weißen Beinen und einem Farballerlei, bei dem so manch einer von euch höchstwahrscheinlich merkwürdige Zuckungen durchfahren. Ich bleib‘ jedenfalls dran, an diesem Samt-Dingen. Et voilà, ein erster Interpretationsversuch: weiterlesen

What keeps you running? //
Manche Dinge ändern sich… plötzlich.

31.07.2016 um 6.30 – Healthy Living Leben Wir

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Das hier ist kein Text über übertriebene Fitness, keine Ode an das Knechten des Körpers für ein makelloses Antlitz, keine Bauchpinselei der eigenen flinken Fähigkeiten, die besitze ich nämlich kaum. Um Bewegung geht es trotzdem, präzise gesagt um die bedeutungsschwangere Frage #WhatKeepsYouRunning? Nicht nur auf dem Laufband, sondern im Leben. Zunächst einmal: Warum renne ich überhaupt? Das ist logisch und leicht erklärt: Weil es nicht anders geht. Läppische drei Kilometer am Abend trennen mich seit Jahren vom totalen Wahnsinn. Obwohl ich noch nie ein besonders körperbewusster Mensch war, weder von innen noch von außen. Oder gerade deshalb.

Meine Leibspeise ist Pommes Schranke, von Salat werde ich nur satt, wenn entweder ein halbes Baguette oder ein ganzer Klotz Feta dazu gereicht wird und beim Sport funktioniere ich grundsätzlich nicht von allein, sondern eher wie ein faules Pony, dem man Zuckerstückchen als Entschädigung für Bewegung versprechen muss. Wann immer es anstrengend wird, schießt mich meine gebeutelte Lunge ohnehin schon seit Jahren auf den Mond. Was immer in Ordnung war, wilde Nächte tragen nunmal ihre verlebten Früchte, sagte ich mir dann, und wer wie ein Schornstein qualmt, sobald die Sonne verschwindet, der hat sich nunmal für eine friedliche ab und zu hustende Koexistenz mit den Jane Fondas dieser Welt entschieden. Wäre da inzwischen nicht dieses richtige scheiß Gefühl, die Gewissheit, sich da gerade selbst den physischen Bach runter gehen zu sehen. Besonders beim Laufen, das ich ja brauche, um nicht verrückt zu werden. Zum Durchlüften des komplett reizüberfluteten Gehirns.  weiterlesen

Outfit // Farbbonbon

29.07.2016 um 11.15 – Outfit Wir

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Ich hab’s prophezeit: So ein kleines Bonbon kann tatsächlich im Handumdrehen dafür sorgen, aus der Modemüdigkeit zu rutschen. Verrückt, was so ein Tupfer Farbe bewirken kann, um nicht nur äußerlich zu leuchten, sondern eben auch von innen heraus. Und so wackle ich pünktlich zum herannahenden Wochenende im leuchtenden Rot durch die Gegend und werde heute Abend zum Mädelsabend einfach die Turnschuhe gegen Pumps tauschen, vielleicht sogar noch knalligen Lippenstrift auftragen und abzappeln, pah!

Ein Kleid für alle Tageszeiten, für T-Shirt-und-Rolli-drunter-Tage, für morgens und abends, den Brunch, für Dates und vor allem: Um aus der wenig schlimmen, aber ziemlich hartnäckigen Modemuffelstimmung herauszukommen. Den Tipp hätte ich auch schon früher mal annehmen können, aber was soll’s. Habt ein grandioses Wochenende, ihr Herzen. Ich zappel jetzt mal zum Freitagsmeeting.  weiterlesen

OUTFIT // Flower Dress.

28.07.2016 um 15.48 – Outfit Wir

outfit nike van dintherIch behaupte ja immer, ich sei kein Turnschuh-Typ, dabei trage ich ständig welche. Allerdings verhält es sich mit Sneakern ähnlich wie mit fast allen anderen Schuhpaaren in meinem Schrank, ich habe mir da irgendwann einen Tick eingefangen, ein bisschen so, als müsse ich all meine seltsamen Geschmacksanwandlungen unterhalb der Wade ausleben. Und so kommt es, dass ich derzeit Schuhe trage, die eigentlich Socken sind, oder vielleicht auch anders herum. Sockenschuhe eben. Am liebsten zu Kleidern, die nüchtern betrachtet kein Stück zum Stil der sogenannten „Sock Darts“ passen. Aber sie sind so gemütlich. Und die Farbe, naja, ihr wisst wie es ist, wenn man sein Herz an hässliche Entlein verliert.

Es soll trotzdem noch immer Menschen geben, die bei einem solchen Anblick feste mit dem Kopf schütteln, so nach dem Motto „ja kann die sich denn keine Ballerinas um die Zehen schnallen“. Ja, nein. Steht mir nicht. Und Stilbrüche jeglicher Art sind ja nun wirklich inzwischen ein uralter Hut – wenig diskussionswürdig also. Es ist trotzdem nicht so, als könnte ich das Augenrollen nicht verstehen, ganz im Gegenteil. Aber was soll man denn tun, wenn man geschmacklich hin und wieder schief gewickelt ist. Einfach machen, genau. Man muss sich schließlich in erster Linie selbst ertragen. Und das fällt mir mit meinem Vakuum im Hirn am heutigen Donnerstag ohnehin schon schwer genug. Lasst mir doch also bitte zumindest die liebliche Freude an diesen zartgrünen Socken: weiterlesen

OUTFIT // 2 x Zwischendurch
bei Tag & bei Nacht

26.07.2016 um 9.30 – Outfit Wir

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Man könnte in Anbetracht meiner Outfit-Chronik durchaus meinen, ich stecke in einer handfesten Identitätskrise fest. Kein roter Faden lässt sich da finden, überhaupt herrscht optisch seit Monaten oder vielleicht auch schon seit immer Kraut und Rüben. Ich weiß das. Auch, dass ich den guten Stil nicht mit Löffeln gefressen habe. Bloß macht mir das nichts, ganz im Gegenteil, ab und zu überkommt mich sogar das Gefühl, ich würde hin und wieder angenehme Narrenfreiheit genießen. Es erwartet ja niemand, dass ich stets die elegante Amazone abgebe oder dem eleganten Pariser Prototypen gerecht werde oder gar dem Luxus einer Chiara fröne. Das ist wunderbar. So kann ich nämlich hin und her probieren, daneben greifen und Schlabberhosen tragen, ohne dabei in Selbstzweifeln oder Hasstiraden zu ersaufen. Mir bereitet Mode und das Herumexperimentieren mit selbiger nämlich ganz ehrlich richtig große Freude. Sogar dann, wenn ich nicht danach aussehe.

Aber manchmal, wenn ich mich am Morgen vor meinem Kleiderschrank ein wenig zu doll gefreut habe, schauen die Menschen später komisch. Früher habe ich mich in solchen Situationen rasch verkriechen wollen, heut starre ich einfach etwas frech zurück. In der Hoffnung, mein Gegenüber möge doch bitte per Telekinese oder sowas ein paar meiner Gedanken empfangen. „Mach dich locker“ zum Beispiel. Oder „Gönn dir endlich mal selbst eine Portion Mut.“ Wenn wir uns selbst nicht so ernst nehmen und ab und zu mehr trauen würden, könnten wir andere und ihre Schrullen vielleicht auch leichter feiern oder mindestens akzeptieren und in Frieden lassen. Möglich wäre es jedenfalls. Ich jedenfalls wünsche mir, ich würde nie wieder Sätze hören wie „Boah Junge, die trägt echt Socken in Sandalen.“ Oder „Ist das ein Nachthemd oder ein Kleid?“ Ja, es gibt Menschen, die anders aussehen als der durchschnittsdeutsche Spießbürger. Und auch eine Spießbürgerin hat ein Recht auf ihre Longchamp-Tasche. Mehr Toleranz auf beiden Seiten, das wäre fast schöner als ein Sternenhimmel. Wie auch immer, das hier sind meine beiden Lieblings-Outfits der vergangenen Woche. Herzdame und Nachthemd-Schlawinchen: weiterlesen

Summer Holiday Q&A //
Auszeiten in Europa mit Julia Jane

26.07.2016 um 8.00 – Inspiration Wir

This is Jane Wayne - Julia Jane- Holiday Q&A

Als dritte im Bunde werde ich euch nun mit meiner Geschichte über das nie-Urlaub-machen beglücken. Seit Jahren war ich nämlich nicht mehr ohne Auftrag oder Job unterwegs und habe einfach mal die Seele baumeln lassen. Und auch wenn ich mir das von Zeit zu Zeit damit schönrede, dass ich halt einfach sehr viel arbeite und beschäftigt bin, weiß ich im Herzen, dass immer nur weiterweiterweitermachen vor allem eins ist: nicht besonders schlau. Deshalb habe ich mir für dieses Jahr vorgenommen, dass sich meine Urlaubsmentalität dringend ändern muss. Nicht nur sind der Mann an meiner Seite und ich im September in Kroatien, um mit unseren Freunden ihre Hochzeit zu feiern. Wir haben uns sogar übermütig für noch eine Auszeit entschieden. Mitten im August werde ich nun also in den Urlaub fahren. Für ganze sieben Tage. Ich kann es selbst noch gar nicht glauben.  weiterlesen

OUTFIT //
Ein Montag am Mittwoch und ein Laster weniger.

20.07.2016 um 14.31 – Outfit Wir

Wäre heute Mittag nicht plötzlich der Sommer in Berlin ausgebrochen, ich hätte durchaus in Erwägung gezogen, das obige Outfit auch für den gesamten Rest der Woche zu tragen. Es fängt schon bei den Chucks an, über deren mysteriösen Erfolg wir erst vergangene Woche sinnierten. Selbige trage ich seit Neuestem nämlich in bunt (kann man sich mittlerweile endlich selbst zusammenstellen) und obwohl sich die gesamte Redaktion zunächst doch sehr über meine Farbwahl wunderte, werde ich nicht müde, die zwei Scheißerchen anzuhimmeln als gäbe es kein schöneres Paar Converse auf der Welt. Dann noch der „Partner in Crime“ Pullover zum drin Versinken von der Double Trouble Gang dazu und eine Levi’s, die seit nunmehr zehn Jahren an meiner Seite verweilt. Mehr brauch es manchmal nicht. Außer Durchhaltevermögen:

Freunde, es handelt sich hierbei ganz offiziell um meinen frisch gebackenen Nichtraucher-Look. Keine Party-Qualmerei mehr. Kein Glimmstengel mehr zum Wein. Aber dafür ein Laster weniger. Die erste Woche ist die härteste, deshalb muss ich mich Verkriechen können hinter meinem Haar und auch ein bisschen kuscheln mit dem Pullover, immer dann, wenn ich kurz davor bin, einzuknicken. Heute Abend gehe ich sogar Basketballspielen. Wie früher. Und ich höre „Changes“ von Tupac. weiterlesen