Kategorie-Archiv: Wir

Outfit // Zurück in Berlin.

08.08.2016 um 14.17 – Outfit Wir

hm celine lookalike dress thisisjanewayneKitaferien sind was feines, dachte ich. Da wird man schließlich einfach so zum Urlaub gezwungen, zum Eisenbahnschienen verlegen, Sandburgen bauen und Hasengeschichten lesen. In der Sonne natürlich, irgendwo auf dem Land – so in etwa jedenfalls sah meine romantische Vorstellungen vom gemeinsamen Nichtstun zwischen Traktoren und Johannisbeerfeldern aus. Hätte ich nur nicht den Fehler gemacht, meine eigene Heimat als Kurstädte missbrauchen zu wollen. Mein Korschenbroich-Karma ist nämlich zweifelsohne schon mies seit ich Berlin „Zuhause“ nenne und fragt mich jetzt nicht, weshalb ich diesen Umstand immer wieder gedanklich beiseite schiebe. Setze ich auch nur einen Fuß in dieses Dorf am Niederrhein, fängt es für gewöhnlich an zu regnen. Es wird kalt. Und auch nicht wieder warm. Ich werde krank. Dann wird Lio krank. Und andersherum. Meine Familie hat außerdem meist zu tun, das ganz normale Leben geht nunmal weiter und bleibt nicht stehen, nur weil die Ausreißerin aus der Ferne sich nach langer Zeit mal wieder dazu bequemt, vorbei zu schauen. Logisch. Aber wie gesagt, die Verdrängung. Jedenfalls bin ich seit gestern zurück und ich fühle mich ein bisschen wie Janoschs Bär. „Oh wie schön ist Panama“, haben Lio und ich unter Gewitterwolken gelesen und dabei schnell gemerkt: Es mag ja wunderbar sein dort im Grünen, aber Zuhause ist nunmal wo die Freunde sind und das eigene Bett. Der Lieblingsbäcker. Der Spielplatz mit dem Piratenschiff. Und das Herz. Ich meckere zwar viel über Berlin, aber selten war ich so froh, wieder zurück sein, wirklich wahr.

Wären bloß die Omas und Opas und meine Schwestern nicht so furchtbar weit weg. Und da haben wir schon wieder den Salat, da fängt sie bereits an, besagte Verdrängung und ich weiß schon jetzt, dass ich bald wieder 600 Kilometer gen Südwesten fahre werde, fluchend und schimpfen und liebend, weil das Landei in mir ein Leben lang mit meinem inneren Stadtkind zanken wird. weiterlesen

Outfit // Knöcheltief im Herbst

05.08.2016 um 14.13 – Outfit Wir

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Ein kurzer Anfall von „Ich hab‘ so Lust auf Herbst“ führte mich gestern schnurstracks in den Doc Martens Store. Das Wetter ist Schuld, logo. Aber natürlich auch die große Sehnsucht, sich mal wieder anders anzuziehen, Lagen übereinander zu werfen und dem floralen Girly-Gucci-Ding auch mal wieder mit etwas Kernigerem entgegen zu treten. Und so stand mir der Sinn nach derben Schuhen, die in Kombination mit schniekeren Stoffhosen für den perfekten Bruch sorgen. Mein letztes Paar trug ich tatsächlich mit 13, ein tannengrünes Modell, das vornehmlich zu Blumenkleidern ausgeführt wurde. Bei den darauffolgenden Doc-Martens-Trendwellen setzte ich aus, weil es sich irgendwie falsch anfühlte und unehrlich noch dazu. Warum die Barriere im Kopf diesmal abgebaut wurde, kann ich euch beim besten Willen nicht sagen, bloß eines weiß ich: Genau jetzt fühlen sich die bordeauxfarbenen Lederschuhe ganz genau richtig an (zum Herstellungsprozess geht’s übrigens hier lang). Einfach so.

Passend zum Wetter stecke ich jetzt also wirklich knöcheltief im Herbst, mit Barbour-Jacke im Gepäck und übrigen, gemütlichen „Thank God its’s Friday“-Stücken. Habt ein großartiges Wochenende, ihr Besten.  weiterlesen

Happy Heart // Von Rosenöl, Babouches & ein paar Wünschen

01.08.2016 um 14.42 – Wir

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In meinen eigenen vier Wänden ist schon wieder so viel passiert, dass ich kurzum auch einen Interior-Blog mit Content füllen könnte. Alles neu macht der August, sozusagen, und mich allmählich zur Schmunzelnummer meines Freundeskreises. „Hier sieht’s jedes Mal anders aus“, bekomme ich in regelmäßigen Abständen zu hören, gepaart mit leicht bemitleidenswerten Lachern. Mein Freund und ich stecken ganz offensichtlich im heimischen Optimierungswahn, im Umräumchaos und immer unzufrieden-sein-Modus, anders kann ich mir den Veränderungsdrang auch nicht ganz erklären. Ich weiß bloß so viel: Es macht mich glücklich. Wohlmöglich wird unsere Wohnung also niemals perfekt sein, niemals fertig, aber das ist schon ok. Was anderen Ruhe und Gelassenheit geben würde, macht mich unruhig – das war schon zu Uni-Zeiten so. Und so wird weiter umgestellt, umjustiert und neu geplant.

Und so räume ich um, ein Update folgt selbstverständlich, verkaufe alte Interior-Schätze und miste aus, um Neues zu planen und es mir daheim immer wieder neu gemütlich zu machen. Diesen Monat unter anderem mit diesen Stücken + kleinen Wünschen, die den „Schöner Wohnen“-Drang weiter antreiben. weiterlesen

Outfit im Test //
Das Samt-Comeback

01.08.2016 um 9.43 – Outfit Wir

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Natürlich bin ich mir im Klaren darüber, dass Samt nie wirklich weg war, streng genommen sogar jedes Jahr pünktlich zu Weihnachten (übrigens, nur noch 145 Tage, ganz nebenbei bemerkt) aufpoppt und für adrette Momente unterm Tannengrün sorgt. Schon klar. Aber Hand aufs Herz: Samt im Sommer? Ja, ja und nochmals ja! Wenn man sich einmal diesen Tick eingefangen hat, nur noch Augen für Saint Laurent Boots hat, die affiliate geschaltete Bannerwerbung für die volle Ladung Penetration sorgt und Dries van Notens Wide Leg Pants sogar in Tagträumen auftaucht, dann ist es wohl soweit. Flott den Kleiderschrank-Check walten lassen – und siehe da: Ich besitze ja doch Samt – und zwar in sattem Kirschrot, ganz schön knapp und bislang nicht einmal ausgeführt. Rodarte und & Other Stories zeichneten sich für dieses Knallbonbon verantwortlich und ich traute mich bislang nicht ran. Im Winter zur Strumpfhose vielleicht, höre ich mich vor ein paar Wochen noch sagen, aber nichts da, MSGM, Vetements und Isabel Marant gaben mir jetzt den richtigen Stupser:

Und so trage ich heute gleich noch mal den Sonntagslook von gestern, kombiniere dieses Samt-Stöffchen zu meinen knackig weißen Beinen und einem Farballerlei, bei dem so manch einer von euch höchstwahrscheinlich merkwürdige Zuckungen durchfahren. Ich bleib‘ jedenfalls dran, an diesem Samt-Dingen. Et voilà, ein erster Interpretationsversuch: weiterlesen

What keeps you running? //
Manche Dinge ändern sich… plötzlich.

31.07.2016 um 6.30 – Healthy Living Leben Wir

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Das hier ist kein Text über übertriebene Fitness, keine Ode an das Knechten des Körpers für ein makelloses Antlitz, keine Bauchpinselei der eigenen flinken Fähigkeiten, die besitze ich nämlich kaum. Um Bewegung geht es trotzdem, präzise gesagt um die bedeutungsschwangere Frage #WhatKeepsYouRunning? Nicht nur auf dem Laufband, sondern im Leben. Zunächst einmal: Warum renne ich überhaupt? Das ist logisch und leicht erklärt: Weil es nicht anders geht. Läppische drei Kilometer am Abend trennen mich seit Jahren vom totalen Wahnsinn. Obwohl ich noch nie ein besonders körperbewusster Mensch war, weder von innen noch von außen. Oder gerade deshalb.

Meine Leibspeise ist Pommes Schranke, von Salat werde ich nur satt, wenn entweder ein halbes Baguette oder ein ganzer Klotz Feta dazu gereicht wird und beim Sport funktioniere ich grundsätzlich nicht von allein, sondern eher wie ein faules Pony, dem man Zuckerstückchen als Entschädigung für Bewegung versprechen muss. Wann immer es anstrengend wird, schießt mich meine gebeutelte Lunge ohnehin schon seit Jahren auf den Mond. Was immer in Ordnung war, wilde Nächte tragen nunmal ihre verlebten Früchte, sagte ich mir dann, und wer wie ein Schornstein qualmt, sobald die Sonne verschwindet, der hat sich nunmal für eine friedliche ab und zu hustende Koexistenz mit den Jane Fondas dieser Welt entschieden. Wäre da inzwischen nicht dieses richtige scheiß Gefühl, die Gewissheit, sich da gerade selbst den physischen Bach runter gehen zu sehen. Besonders beim Laufen, das ich ja brauche, um nicht verrückt zu werden. Zum Durchlüften des komplett reizüberfluteten Gehirns.  weiterlesen

Outfit // Farbbonbon

29.07.2016 um 11.15 – Outfit Wir

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Ich hab’s prophezeit: So ein kleines Bonbon kann tatsächlich im Handumdrehen dafür sorgen, aus der Modemüdigkeit zu rutschen. Verrückt, was so ein Tupfer Farbe bewirken kann, um nicht nur äußerlich zu leuchten, sondern eben auch von innen heraus. Und so wackle ich pünktlich zum herannahenden Wochenende im leuchtenden Rot durch die Gegend und werde heute Abend zum Mädelsabend einfach die Turnschuhe gegen Pumps tauschen, vielleicht sogar noch knalligen Lippenstrift auftragen und abzappeln, pah!

Ein Kleid für alle Tageszeiten, für T-Shirt-und-Rolli-drunter-Tage, für morgens und abends, den Brunch, für Dates und vor allem: Um aus der wenig schlimmen, aber ziemlich hartnäckigen Modemuffelstimmung herauszukommen. Den Tipp hätte ich auch schon früher mal annehmen können, aber was soll’s. Habt ein grandioses Wochenende, ihr Herzen. Ich zappel jetzt mal zum Freitagsmeeting.  weiterlesen

OUTFIT // Flower Dress.

28.07.2016 um 15.48 – Outfit Wir

outfit nike van dintherIch behaupte ja immer, ich sei kein Turnschuh-Typ, dabei trage ich ständig welche. Allerdings verhält es sich mit Sneakern ähnlich wie mit fast allen anderen Schuhpaaren in meinem Schrank, ich habe mir da irgendwann einen Tick eingefangen, ein bisschen so, als müsse ich all meine seltsamen Geschmacksanwandlungen unterhalb der Wade ausleben. Und so kommt es, dass ich derzeit Schuhe trage, die eigentlich Socken sind, oder vielleicht auch anders herum. Sockenschuhe eben. Am liebsten zu Kleidern, die nüchtern betrachtet kein Stück zum Stil der sogenannten „Sock Darts“ passen. Aber sie sind so gemütlich. Und die Farbe, naja, ihr wisst wie es ist, wenn man sein Herz an hässliche Entlein verliert.

Es soll trotzdem noch immer Menschen geben, die bei einem solchen Anblick feste mit dem Kopf schütteln, so nach dem Motto „ja kann die sich denn keine Ballerinas um die Zehen schnallen“. Ja, nein. Steht mir nicht. Und Stilbrüche jeglicher Art sind ja nun wirklich inzwischen ein uralter Hut – wenig diskussionswürdig also. Es ist trotzdem nicht so, als könnte ich das Augenrollen nicht verstehen, ganz im Gegenteil. Aber was soll man denn tun, wenn man geschmacklich hin und wieder schief gewickelt ist. Einfach machen, genau. Man muss sich schließlich in erster Linie selbst ertragen. Und das fällt mir mit meinem Vakuum im Hirn am heutigen Donnerstag ohnehin schon schwer genug. Lasst mir doch also bitte zumindest die liebliche Freude an diesen zartgrünen Socken: weiterlesen

OUTFIT // 2 x Zwischendurch
bei Tag & bei Nacht

26.07.2016 um 9.30 – Outfit Wir

outfits nike van dinther thisisjanewayne

Man könnte in Anbetracht meiner Outfit-Chronik durchaus meinen, ich stecke in einer handfesten Identitätskrise fest. Kein roter Faden lässt sich da finden, überhaupt herrscht optisch seit Monaten oder vielleicht auch schon seit immer Kraut und Rüben. Ich weiß das. Auch, dass ich den guten Stil nicht mit Löffeln gefressen habe. Bloß macht mir das nichts, ganz im Gegenteil, ab und zu überkommt mich sogar das Gefühl, ich würde hin und wieder angenehme Narrenfreiheit genießen. Es erwartet ja niemand, dass ich stets die elegante Amazone abgebe oder dem eleganten Pariser Prototypen gerecht werde oder gar dem Luxus einer Chiara fröne. Das ist wunderbar. So kann ich nämlich hin und her probieren, daneben greifen und Schlabberhosen tragen, ohne dabei in Selbstzweifeln oder Hasstiraden zu ersaufen. Mir bereitet Mode und das Herumexperimentieren mit selbiger nämlich ganz ehrlich richtig große Freude. Sogar dann, wenn ich nicht danach aussehe.

Aber manchmal, wenn ich mich am Morgen vor meinem Kleiderschrank ein wenig zu doll gefreut habe, schauen die Menschen später komisch. Früher habe ich mich in solchen Situationen rasch verkriechen wollen, heut starre ich einfach etwas frech zurück. In der Hoffnung, mein Gegenüber möge doch bitte per Telekinese oder sowas ein paar meiner Gedanken empfangen. „Mach dich locker“ zum Beispiel. Oder „Gönn dir endlich mal selbst eine Portion Mut.“ Wenn wir uns selbst nicht so ernst nehmen und ab und zu mehr trauen würden, könnten wir andere und ihre Schrullen vielleicht auch leichter feiern oder mindestens akzeptieren und in Frieden lassen. Möglich wäre es jedenfalls. Ich jedenfalls wünsche mir, ich würde nie wieder Sätze hören wie „Boah Junge, die trägt echt Socken in Sandalen.“ Oder „Ist das ein Nachthemd oder ein Kleid?“ Ja, es gibt Menschen, die anders aussehen als der durchschnittsdeutsche Spießbürger. Und auch eine Spießbürgerin hat ein Recht auf ihre Longchamp-Tasche. Mehr Toleranz auf beiden Seiten, das wäre fast schöner als ein Sternenhimmel. Wie auch immer, das hier sind meine beiden Lieblings-Outfits der vergangenen Woche. Herzdame und Nachthemd-Schlawinchen: weiterlesen

Summer Holiday Q&A //
Auszeiten in Europa mit Julia Jane

26.07.2016 um 8.00 – box3 Inspiration Wir

This is Jane Wayne - Julia Jane- Holiday Q&A

Als dritte im Bunde werde ich euch nun mit meiner Geschichte über das nie-Urlaub-machen beglücken. Seit Jahren war ich nämlich nicht mehr ohne Auftrag oder Job unterwegs und habe einfach mal die Seele baumeln lassen. Und auch wenn ich mir das von Zeit zu Zeit damit schönrede, dass ich halt einfach sehr viel arbeite und beschäftigt bin, weiß ich im Herzen, dass immer nur weiterweiterweitermachen vor allem eins ist: nicht besonders schlau. Deshalb habe ich mir für dieses Jahr vorgenommen, dass sich meine Urlaubsmentalität dringend ändern muss. Nicht nur sind der Mann an meiner Seite und ich im September in Kroatien, um mit unseren Freunden ihre Hochzeit zu feiern. Wir haben uns sogar übermütig für noch eine Auszeit entschieden. Mitten im August werde ich nun also in den Urlaub fahren. Für ganze sieben Tage. Ich kann es selbst noch gar nicht glauben.  weiterlesen

OUTFIT //
Ein Montag am Mittwoch und ein Laster weniger.

20.07.2016 um 14.31 – Outfit Wir

Wäre heute Mittag nicht plötzlich der Sommer in Berlin ausgebrochen, ich hätte durchaus in Erwägung gezogen, das obige Outfit auch für den gesamten Rest der Woche zu tragen. Es fängt schon bei den Chucks an, über deren mysteriösen Erfolg wir erst vergangene Woche sinnierten. Selbige trage ich seit Neuestem nämlich in bunt (kann man sich mittlerweile endlich selbst zusammenstellen) und obwohl sich die gesamte Redaktion zunächst doch sehr über meine Farbwahl wunderte, werde ich nicht müde, die zwei Scheißerchen anzuhimmeln als gäbe es kein schöneres Paar Converse auf der Welt. Dann noch der „Partner in Crime“ Pullover zum drin Versinken von der Double Trouble Gang dazu und eine Levi’s, die seit nunmehr zehn Jahren an meiner Seite verweilt. Mehr brauch es manchmal nicht. Außer Durchhaltevermögen:

Freunde, es handelt sich hierbei ganz offiziell um meinen frisch gebackenen Nichtraucher-Look. Keine Party-Qualmerei mehr. Kein Glimmstengel mehr zum Wein. Aber dafür ein Laster weniger. Die erste Woche ist die härteste, deshalb muss ich mich Verkriechen können hinter meinem Haar und auch ein bisschen kuscheln mit dem Pullover, immer dann, wenn ich kurz davor bin, einzuknicken. Heute Abend gehe ich sogar Basketballspielen. Wie früher. Und ich höre „Changes“ von Tupac. weiterlesen

Fashion Tales // I go Bananas, oder:
In Freude investieren

15.07.2016 um 9.51 – Mode Outfit Wir

bags taschen farfetch this is jane wayne bananen tasche bananaEs war ein Morgen zum in der Pfeife rauchen, ein Montagmorgen, ihr kennt das. Einer, an dem man sich den dicken Zeh schon an der Badezimmertür staucht, kurz bevor man schmerzverzehrten Gesichtes nah dran ist, den Toilettendeckel nicht rechtzeitig hochzuklappen. Die Mundwinkel hängen dann, genau wie die Winkeärmchen, die einem doppelt aufs Gemüt schlagen, obwohl Haut am Arm ja nunmal sein muss. Ich stehe also irgendwann da, vor meinem Taschenregal, und habe die Qual der Wahl: Trauerschwarz, dem Anlass entsprechend oder eben das genaue Gegenteil, eine Banane, von deren lustigen Biegung sich meine Unterlippe gleich was abschauen könnte. Selbstverständlich greife ich am Bananentag zu ebendieser, der formvollendeten neuen Wildleder-Königin meiner bunten Sammlung. Danke, Farfetch, du Fundgrube der gehobenen Andersartigkeit. Eine weise Entscheidung jedenfalls, wie sich später heraus stellen wird. Dabei fängt es eher affig an.

Vor dem Späti meines Vetrauens hat sich bereits die coolste Gang der Mittelstufe versammelt, um sich ein gediegenes YumYum-Nudel-Frühstück einzufahren, was normalerweise Konfrontation bedeutet. Statt MILF zu rufen, fängt eine Herde wildgewordener Hormonschleudern plötzlich an, den Urwald zu mimen. Uh-uh-ah-ah-ah-ah, einer kratzt sich dabei unter beiden Achselhöhlen. Obwohl ich fest vorhabe, meinem persönlichen Bildungsauftrag gerecht zu werden, möchte ich mit den Augen rollen, was ich am Ende aber nicht tue. „Guten Morgen, ihr süßen Äffchen“ flöte ich, während ich zum ersten Mal seit ich mir das Gesicht vorhin mit Mandarinencreme einschmierte, lächeln muss. weiterlesen

Summer Holiday Q&A //
Urlaub im Herzen – mit Sarah Jane

12.07.2016 um 8.33 – box1 Travel Wir

sarah urlaub

Sommersaison ist Urlaubs-Saison, schon klar. Und trotzdem sind wir zwei wohl mit Abstand die allerschlechtesten Vorzeige-Beispiele überhaupt. Mal so richtig die Seele baumeln zu lassen, Südseeluft zu schnuppern oder drei Wochen am Stück rein gar nichts tun? Seit unserer Selbstständigkeit undenkbar, trotz so großer Vorhaben. Nike Jane hat vor knapp zwei Wochen trotzdem den Anfang gemacht und unser Holiday Q&A gestartet – und ich ziehe endlich, endlich nach:

Direkt nach meinem Heimaturlaub, der gefühlt irgendwie doch keiner wahr, mit ganz viel guten Vorsätzen im Gepäck, Träumen im Kopf, der ewigen Suche nach dem Auszeit-Schalter, Schuhen voller Blüten, Ohrwürmern und Schnappschüssen gespickt mit Erinnerungen: weiterlesen

Flashback // Unsere Fashion Week Schnappschüsse mit dem Huawei P9

11.07.2016 um 18.55 – Menschen Wir

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Vier Tage Fashion Week liegen seit vergangener Woche hinter uns – und was sollen wir sagen: Es war diesmal so furchtbar schön, dass wir bei dem Gedanken daran, dass jetzt schon wieder alles vorbei ist, fast ein kleines Tränchen verdrücken. Was haben wir in den vergangenen Jahren über Berlin geschimpft, was haben wir Berlin verteidigt. Was waren wir aus der Puste und völlig geschafft. In diesem Jahr war alles anders. Warum? Ein Erklärungsversuch: Weil ein Haufen Lieblingsmenschen der Branche vier Tage Trubel zur schönsten Veranstaltung des Jahres haben werden lassen. Weil die Mode so schön wie lang nicht mehr war. Weil es Momente gab, in denen wir im Berliner Mode Salon vor Stolz zum Lieblingsdesigner rannten und die Freude auf beiden Seiten so riesig war, dass man sich gegenseitig durch die Luft wirbelte. Weil Berlin endlich entspannt mit dem „nicht sein müssen wie die anderen Modemetropolen“ umgeht. Und weil wir eine richtige Mädels-Crew geworden sind, die sich morgens einsammelt, mittags Spätzle vertilgt und abends dafür sorgt, dass auch alle fein ins Taxi huschen. Berliner Modewoche bedeutet für uns vor allem: Herzmenschen und Freunde treffen, mitfiebern und mitfeiern und die Supportkeule schwingen. Und wir haben auch diesmal wieder alles gegeben, um euch in gewohnter Manier mit an die Hand zu nehmen:

Es gab sogar noch ein Bonbon obendrauf: Das Meckern über vollgepackte Taschen aufgrund zu schwerer Kameras hatte endlich ein lang ersehntes Ende. In Kooperation mit Huawei haben wir das neue Huawei P9 Smartphone mit integrierter Dual-Kamera von Leica auf Herz und Nieren testen dürfen und sind mit dieser „Zwei Fliegen mit einer Klappe“-Innovation ein ganzes Stück unbeschwerter und -bepackter von Event zu Event gerast. Wir wollten es ja selbst nicht wahr haben, aber dieses lieb gewonnene Multitalent geben wir vorerst wirklich nur sehr ungern wieder ab, vor allem Nike Jane ist aufrichtig erstaunt und entzückt ob all der Funktionen. Womöglich müssen demnächst sogar unsere alten Telefone dran glauben – ihr hingegen habt sowieso Glück, ein Gewinnspiel wird alsbald folgen, bei so einer Geschichte lassen wir euch natürlich nicht leer ausgehen. Aus unseren persönlichen Test-Tagen ist jedenfalls ein Diary entstanden, vollgepackt mit gestochen scharfen Bildern, mit Selfies, deren integrierter „Schönmachfilter“ uns erst einmal ganz baff gemacht hat, und Schnappschüssen von Früh bis Spät – ein Potpourri aus den schönsten Menschen, ganz viel Liebe und ein bisschen Realität zwischendurch, powered by Huawei, wenn man so will. Und zwar ganz Filter-los: weiterlesen

Brain Blah //
„Wann kommt denn bei euch das nächste Kind?“ – Vielleicht nie.

11.07.2016 um 13.59 – Leben Wir

kinderkriegen baby thisisjanewayne tinyjaneSeit ich Mutter bin, beschleicht mich das Gefühl, dass ein Kind allein nicht ausreicht. Egal, wen ich nach langer Zeit wieder treffe, die zweite Frage nach dem obligatorischen „Wie gehts, wie stehst“ lautet zunehmend: Und, wollt ihr noch ein Geschwisterchen? Ich muss dann erst einmal erklären, dass das „Wir“ inzwischen ein ganz anderes ist – Ups-Moment #1, die Leute scheinen noch immer wie automatisch davon auszugehen, Trennungen seien entgegen jeder Statistik eine Ausnahme in unserem scheinbar perfekten Lebensumfeld. Mit dem Mitleid, dass ich weder brauche noch möchte, komme ich inzwischen klar, man meint es ja nur gut mit mir. Wenn ich irgendwann aber zurück zum eigentlichen Thema gelange und meinen Standpunkt klar mache, nämlich den, dass ich nicht wissen kann, was in drei, vier oder zehn Jahren ist, ich derzeit aber ziemlich sicher bin, ein Einzelkind in die Welt gesetzt zu haben, werden die Augen groß und Mundwinkel fangen an zu hängen. Ganz ehrlich, kein Scherz. Ist auch nicht eingebildet das Ganze, das weiß ich, weil meist Augen- und Ohrenzeugen dabei sind. Die häufigsten Reaktionen lauten wie folgt: Eeeecht jetzt? Aber willst du kein Mädchen haben, wer soll denn all die Taschen erben, als Frau möchte man doch auch eine Tochter? Soll Lio wirklich allein aufwachsen? Träumst du nicht von einer richtig großen Rasselbande? Nein? Krass. Und so weiter und so fort.

Ich finde das, gelinde gesagt, sehr unmodern. Und unsensibel. Und unangebracht. Denn erstens ist mir schnurzpiepegal, welches Geschlecht mein Kind hat, zweitens leben wir in einer Gesellschaft, in der Freundeskreise längt zur selbstgewählten Familie geworden sind, kein Kind muss also einsam und allein mit Einzelkind-Schaufeln im Sand buddeln und drittens liebe ich Großfamilien, ich stamme nämlich aus einer, aber ich selbst sehe mich aus unterschiedlichsten Gründen nunmal nicht als Anführerin einer solchen. Das macht mich weder herzlos und überaus egoistisch, noch traurig. Beides wird einem aber seltsamerweise gern unterstellt. Meine Entscheidung liegt jedoch einer ganz simplen Erkenntnis zugrunde. weiterlesen

OUTFIT // Sommer-Nostalgie.

11.07.2016 um 12.01 – box2 Outfit Wir

chanel red bag thisisjanewayneIm Sommer tendiere ich dazu, in Nostalgie zu verfallen und die Vergangenheit bis ins Unermessliche zu romantisieren – was war das schön, damals mit 16, als es nichts wichtigeres als perfekt gedrehte Dreadlocks und eine Woche campen auf dem Summerjam Festival gab. Ganz tief drin in meinem Herzen, weiß ich noch immer, dass Besitz sich für mich immer irgendwie belastend anfühlt, allerdings kollidiert diese Erkenntnis mit zunehmenden Alter immer wieder mit meiner Liebe zu schöner Kleidung, so ist das nunmal. Wenn ich dann aber ein Stück finde, das das Damals zumindest ein Stück weit mit dem Heute verknüpft, dann freue ich mich jedes Mal wie ein Mops im Haferstroh. So geschehen im Vintage-Himmel „Sommerladen“, wo ich den obigen Seiden-Rock von Dies van Noten fand, der durchaus auch schon 12 Jahre zuvor in meinen Kleiderschrank hätte wandern dürfen. Versteht ihr, was ich meine? Und als ich da gestern so in meinem Jeep saß (Achtung, bevor hier jemand die Umwelt-Keule schwingt: Umgerüstet auf Auto-Gas), The Shins liefen und die Sonne schien, da hab ich mich wieder ein bisschen wie 18 gefühlt, vielleicht sogar noch ein bisschen freier, wegen all der neuen Möglichkeiten. Danke, du schöner Sonntag. weiterlesen