Kategorie-Archiv: Wir

Wish List // Happy me.

31.10.2016 um 13.13 – Shopping Wir

wish list

Jahrelang habe ich mich dagegen gewehrt, ständig mit dem Fahrrad durch Berlin zu fahren, weil man beim kleinsten Bürgersteig-Manöver fürchten muss, gleich vom Drahtesel geschubst zu werden, ein Sicherheitstraining absolvieren sollte, um aufreißenden Autotüren auszuweichen – und weil der Berliner Winter im Kopf 10 Monate lang dauert und ich bislang lieber die öffentlichen Verkehrsmittel mit all ihren verrückten Menschen nutzte, als im Regen über Kopfsteinpflaster zu pesen. Ihr merkt’s: Wenn’s ums Thema Radeln geht, wird’s düster bei mir. Mein geliebtes Rennrad ist deswegen schon lange eingemottet – auch, weil Fahrradfahren ohne Plus 1 eh kein Thema mehr ist.

Weil alle „Bähs“ im Kopf aber endlich überwunden gehören, meine Kolleginnen nicht länger auf mich warten sollen und Fahrradtouren im Trio ganz weit oben auf meiner Liste stehen, findet ihr auf Platz eins meines Geburtstagswunschzettels tatsächlich ein rosafarbenes Hollandrad, gemütlich für Zwei, ein klein wenig trutschig noch dazu und gern einfach aus zweiter Hand. weiterlesen

Outfit // Pinki 💘

31.10.2016 um 8.55 – Outfit Wir

Outfit Pinke HoseDie Zeitverschiebung ist ab sofort mein ganz persönlicher Endgegner. Schon immer fluchten die Menschen über den Sinn dieser gottverdammten einen Stunde, während ich augenrollend daneben saß und mich bloß wunderte: Warum veranstaltet man solch ein Tohuwabohu wegen dieser läppischen 60 Minuten? Seit dieser Nacht weiß ich es: Weil es den Rhythmus speziell ganz kleiner Menschen offensichtlich im Schleudergang durcheinander bringt. Zwischen halb eins und drei hatten wir also die erste Meinungsverschiedenheit mit Wilma. Während wir eindringlich der Meinung waren, dass schlafen jetzt die einzige Option sei, ließ sie sich bloß äußerst schwer davon überzeugen. Um 5.20 Uhr war dann schließlich komplett Schluss mit dieser eigentlich wunderbaren Nacht, man sprang lieber auf mir rum, schleuderte mir Fäuste ins Gesicht und zog mir an den Haaren. Ich sag‘ euch was: Die nächste Zeitumstellung wird boykottiert! Basta.

So sitze ich hier heute morgen also mit klitzekleinen Augen, meinem Turban auf dem Kopf und im Bademantel vor dem Rechner und hoffe, die Tasse Kaffee in meiner Hand kommt einem Zauberstab gleich. Ich werde heute also höchstwahrscheinlich für alles doppelt so lange brauchen und mich jetzt einfach schon mal dem Feierabend entgegen sehnen – und gelobe, die Sache mit dem Augenrollen einfach für immer sein zu lassen. Hallo, Karma!  weiterlesen

Outfit // Orange 🍊

25.10.2016 um 8.01 – Outfit Wir

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Im letzten Jahr war ich mir sicher, die Skinny Jeans würde schon ganz bald aussterben. Oder sagen wir es so: zumindest würden es ein paar andere Hosenmodelle schaffen können, sie von der 10jährigen Pole Position zu stoßen. Ich meine: Irgendwann löste die knatschenge Röhre doch auch die Boot Cut Schnitte ab, warum sollte es dem Stretch-Liebling nicht auch langsam so ergehen? Pustekuchen, bis heute tut sich nichts. Erst im vergangenen Jahr startete die Schlaghose den Angriff – und verschwand auch nach einer Saison wieder in der Versenkung. Ich tippe auf „Ausführungsschwierigkeiten“, denn die Flared Pants sind längst nicht so unkompliziert, wie ihr hautenger Konkurrent: Meist fehlt das richtige Schuhwerk und auch der Hosensaum macht gern Faxen, zerfleddert oder landet wieder in irgendeiner Pfütze. Anders kann ich mir den Grund ihres Verschwindens jedenfalls kaum erklären.

Starten wir heute also einen neuen Versuch der (zumindest teilweisen) Skinny-Jeans-Verdrängung: Mit Hochwasserschlag! Und der kommt direkt von dem nachhaltigen Denimlabel Kings of Indigo. Ihr kleines Geschenk schlich sich vergangene Woche ohne viele Bemühung direkt in mein Herz. Anprobiert – und zack: Seit vier Tagen laufe ich permanent im Modell „Jane“ herum und nur die Schlafanzugshose macht ihr derzeit Konkurrenz. weiterlesen

Outfit // Herbstblumen.

24.10.2016 um 10.14 – Outfit Wir

monki blumenkleidPermanent schwärme ich in allerhöchsten Tönen von Blumenkleidern und deren untrübbarem Durchhaltevermögen, davon, dass sie im Winter eine ebenso gute Figur abgeben wie im Sommer und wirklich nur sehr selten fehl am Platze scheinen. Getragen habe ich allerdings kein einziges seit die Temperaturen unter 18 Grad gesunken sind und Schuld daran war meist das ein oder andere Loch in all meinen Strumpfhosen aus dem Vorjahr. Am Sonntag erst fiel mir dieser Missstand nach einer Pizza plus Burrata, einer Waffel und Fenchelbrot mit Heublumenkäse auf, die Jeans ging nach dieser köstlichen Odyssee nicht mehr richtig zu, echt nicht, ihr kennt das: Im Angesicht der allgegenwärtigen Sonntagsvöllerei sind Konfektionsgrößen egal, da gehört der V-Ausschnitt am Hosenbund zum guten Ton dazu. Jedenfalls erfordere der Nachmittag einen schnellen Kleiderwechsel, im wahrsten Sinne des Wortes, und da war es also, mein diesjähriges Herbstblumen-Debüt. Inklusive Zwiebel-Look-Premiere: weiterlesen

OUTFIT // Une Crocodelle.

20.10.2016 um 11.00 – Outfit Wir

une corrodere lacosteWenn man wegen kalter Ohren im grauen Herbst permanent (Basken)Mütze trägt, dann hat man irgendwann das Gefühl, so ganz ohne Kopfbedeckung sei man oben herum hinsichtlich der Proportionen ein wenig zu kurz geraten. Jedenfalls ist das bei mir manchmal so, aber vermutlich läuft das ganze unter dem Oberbegriff Tick und Ticks sind meist ja großer Quatsch. Genau wie manche Trends.

Nehmen wir etwa das aktuell dank Louis Vuitton oder Isabel Marant omnipräsente Thema Vinyl. Da tippt sich auch so mancher an die Vogelstirn. Gestern etwa, als ich in obigem Outfit auf meinem Bürostuhl hin und her rutschte, da dachte Sarah Jane für einen kurzen Augenblick, ich würde eine Mülltüte auf meinem Schoß ausbreiten, wegen der seltsamen Knittergeräusche. Ich blieb allerdings stark und verteidigte meinen Rock ebenso wie den Matrix-Mantel, dessen Alltagstauglichkeit ich zunächst doch stark anzweifelte. Aber Pustekuchen, das klappt sogar ganz hervorragend, solange man das Schuhwerk eher dezent hält: weiterlesen

Happy Birthday, Jane Wayne 💘
Heute & Damals

18.10.2016 um 15.07 – Wir

happy

Hätte uns irgendjemand am Anfang unserer kleinen Reise verraten, dass wir das alles hier irgendwann einmal erreichen würden, ich hätte ziemlich ungläubig mit dem Kopf geschüttelt, zu Nike rüber geschielt und mir an die Stirn getippt. Ja, seid ihr denn alle des Wahnsinns? Vor rund 2190 Tagen, also vor genau 6 Jahren, gingen wir online, machten unseren Traum wahr, tippten uns fortan die Finger wund, verpassten kein Event, um darüber zu berichten und flogen zu den schönsten Zielen der Welt, um euch mitzunehmen. 6 Jahre Crazyness, 6 Jahre Schlafmangel, 6 Jahre pures Freundinnen-Glück, 6 Jahre Schweißperlen, 6 Jahre der schönste Job der Welt, 6 Jahre IHR, 6 Jahre und noch mehr.

Am 18. Oktober 2010 gingen wir live, bevor wir uns schon Monate zuvor mit dem Konzept beschäftigten, Interviews führten, Rubriken erarbeiteten, das Design vor und zurück warfen und einen Namen wählten, den bis heute keiner wirklich versteht. Wir im Übrigen auch nicht, aber das ist eine andere Geschichte. Nie in unserem Leben hätten wir gedacht, dass unser kleines Universum so schön, so smart, so konstruktiv, so ehrlich und so erfolgreich sein würde – und so sitzen wir auch heute noch völlig verblüfft vor unseren Schreibtischen und können all das kaum glauben.

6 JAHRE JANE WAYNE MADNESS 💘
1000 Dank, ihr schönsten Leser*innen!

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Outfit // Red Socks Thursday
(und happy Birthday Jane Wayne!)

18.10.2016 um 11.16 – Outfit Wir

leoparden mantel Ihr kennt ja sicher alle die ein oder andere (veraltete) Mode-Regel. Obwohl damit wohl eher Mode-Verbote gemeint sind, ich sehe da jedenfalls nur in den allerwenigsten Fällen Raum für Experimente. Dunkelblau etwa sollte man keinesfalls zu Schwarz kombinieren („Schwarz und Blau schmückt die Sau“) und auch die Liaison zwischen Rot und Rosa scheint lange Zeit einen ähnlich großen Faux Pas dargestellt zu haben. Ein Glück also, dass ich heute bloß Leoparden-Plüsch zur roten Socke trage – Obwohl genau das durchaus als eine der schlimmsten aller Sünden gelten könnte, man soll optisch schließlich nur punktuell klotzen und ansonsten lieber kleckern.

Hat nicht ganz so gut geklappt, der Sinn stand mir am Morgen nunmal nach beidem. Und da eine Leoparden-Jacke ja schon im Alleingang als tendenziell schwierig gilt, ist in den Augen vieler womöglich ohnehin bereits Hopfen und Malz verloren, viel verkehrt machen kann man da also sowieso nicht mehr. Finde ich. Außer, man fühlt sich selbst nicht wohl. Meine Laune ist heute allerdings unantastbar, Jane Wayne wird nämlich sechs (!!!) Jahre alt. Deshalb auch der Fummel. Und ein bisschen Wahnsinn. Aber vor allem: Freude! weiterlesen

Happy Heart // Von Schleifenschuhen & orangenen Elefanten

17.10.2016 um 11.33 – Wir

happy heart

Wir müssen uns dieser Tage schon arg anstrengen, um nicht über das Wetter zu reden, schlitterten wir hier in Berlin doch vom schönsten Spätsommer direkt ins diesige Novembergrau – und befinden uns noch immer in Schockstarre. Schal über die Nase, Mütze tief ins Gesicht und raus. Oder wir spulen das Kontrastprogramm ab: Kerzen an und zurück unter die Bettdecke. Eine weitere Option gibt’s natürlich noch: Das Haus nur dann Verlassen, um gleich wieder bei Freunden einzukehren oder ins nächste Kino zu huschen. Für alle Eventualitäten bin ich jedenfalls jetzt schon bestens vorbereitet: Die dicke Wollmütze inklusive aussagekräftigem Smiley ist besorgt und auch daheim duftet’s nach orangengefüllten Madeleines und nach süßer Feige.

Um auch heute schon wieder bereit für steigende Temperaturen zu sein, mussten allerdings auch die karierten Ballerinas samt dicker Schleife beim letzten Outlet Besuch in der Heimat mit. Ein erster Versuch mit Steghose und sogar mit Socken ging gehörig in die Hose, aber vielleicht könnten Nylonstrümpfe dafür sorgen, dass ich die spitzen Schätzchen, die meine Schwester übrigens an „unsere Oma erinnern“, schon ganz bald ausführen kann. Wovon ich zuletzt außerdem nicht die Finger lassen konnte? weiterlesen

OUTFIT // Pajama Pants!

14.10.2016 um 9.14 – Outfit Wir

lovestories intimatesEiner meiner Verflossenen, der bis heute ein lieber Freund und damit nunmal auch hemmungslos ehrlich ist, gestand mir einst, er hätte sich durchaus hin und wieder für mich geschämt, heimlich natürlich, und feste die Zähne aufeinander gebissen, wenn wir das Haus verließen, etwa damals, als ich den Pyjama als Tagesgarderobe für mich entdeckte und im karierten Zweiteiler seine Eltern begrüßte. Nur dass der vermeintliche Schlafanzug in Wahrheit ein waschechtes und ernst gemeintes Ensemble von Wood Wood war, aber das konnte ja niemand wissen. Gestern hätte ich deshalb beinahe ein Selfie von schräg oben verschickt, in Erinnerung an alte Zeiten, diesmal griff ich nämlich tatsächlich zur Pyjamahose, sogar voller Inbrunst. Dabei hatte ich mir eigentlich nur vorgenommen, daheim künftig nicht mehr ausschließlich wie Nachbars Lumpi durch die Zimmer zu fegen, ein ansehnlicher Begleiter für kalte Nächte sollte her, aber daraus wurde nichts. Das Oberteil führte ich schon am ersten zum Pizzaessen aus, die Hose in all ihrer bordeauxfarbenen mit Sternen verzierten Schönheit war kurze Zeit später dran. Schräg geschaut hat trotzdem niemand. Konnte ja wieder niemand wissen. Und wer weiß, vielleicht landen mein neuer Schlafanzug und ich nach dem nächsten Waschgang doch noch im Bett. Dann hätte sich die Investition immerhin ohne wenn und aber doppelt gelohnt: weiterlesen

Outfit // Zitronendonnerstag

13.10.2016 um 7.30 – Outfit Wir

outfit

Ich habe mir sehnlichst den Herbst herbei gewünscht – und jetzt habe ich den Salat: Vor die Türe gehen, ist ausschließlich mit einem Muss verbunden und überall schnieft und rotzt es. Urgh. Novemberwetter im Oktober? Herzlichen Dank auch. Um genau diesem grauen Einheitsbrei da draußen irgendwie entgegen zu wirken, die eigene Laune zu heben und schon gar nicht erst zu frösteln, entschied ich mich kurzerhand also für knalliges Zitronengelb, schließlich sah genau das an der schönen Hayett McCarthy so großartig aus, dass ich gleich zum Nachmachen aufgefordert wurde. Und streng genommen hatte ich bislang auch gar keine wattierte Übergangsjacke, die mich vor den ersten Erkältung schützt und on top auch noch quasi die Warnweste ersetzt, wenn ich Wilma demnächst noch vor Anbruch der Helligkeit durch Kreuzbergs Straßen schiebe und es schnurstracks zu ihrem Tagespapa geht.

Ganz so einfach ist das zitronengelbe Wattemonster dann allerdings doch nicht. Ihr könnt’s euch vorstellen: Der richtige Weg zwischen Ghetto-Braut und Helly Hansen Gedächtnis-Look ist ganz schön schmal. Muckelig ist sie trotzdem – und genau das ist mir im Moment eh das Allerwichtigste. weiterlesen

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So war’s // Im Planetarium mit mint&berry & dem kleinen Prinzen 💫

12.10.2016 um 10.59 – Berlin Event Janes Wir

mintberry

„Es ist viel schwerer, über sich selbst zu richten, als über andere zu urteilen. […] Wenn du es schaffst, selbst über dich gerecht zu werden, dann bist du ein wahrer Weiser.“ Kaum ein anderes Kinderbuch haben wir öfter verschlungen und häufiger in Poesiealben zitiert, als die Geschichte des kleinen Prinzen. Weil es auf solch unbedarfte Art und Weise und furchtbar liebevoll mahnt, uns ans Stehenbleiben erinnert und so viel Wahrheit zwischen den Zeilen geschrieben steht. „Alle großen Leute waren einmal Kinder, aber nur wenige erinnern sich daran.“ Es klingt schon ein wenig abgedroschen, wenn wir uns eingestehen, dass „Der kleine Prinz“ uns auch am Wochenende und zum xten Mal wieder auf seinen Planeten geholt hat, um über das ein oder andere noch mal genau Nachzudenken: Über die Liebe, die Freundschaft und auch über den Tod. Zwei Stunden lang kuschelten wir uns gemütlich in die blauen Klappsessel, träumten von der Welt, den Sternen und wurden fast schon ganz gefühlsduselig ob dieser magischen Atmosphäre. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal einfach so in einem dunklen Raum da saß, bloß lauschte, gedanklich abdriftete ohne den Kontext zu verlieren, wieder zuhörte und Küsse gen Himmel schickte. Durch Kinderaugen schauen, staunen und unbedarft auf Dinge eingehen, so furchtbar banal es klingt, so leerreich war die zweistündige Lesung im Planetarium doch, der wir am Samstag unter abertausenden Sternen unser Ohr schenkten.

Kaum etwas anderes mutet so mystisch an, steckt voller Rätsel und Geheimnisse und will seit Jahrzehnten unermüdlich ergründet werden: Über das Sternensystem wissen wir viel – und doch wieder so wenig, und gerade deshalb sind wir so fasziniert. Und so feierte ich mein persönliches Planetarium-Debüt am Wochenende mit mint&berry und bin seither furchtbar angesteckt, endlich eine Sternenwarte zu besuchen und wieder mehr über die verrückte Welt, über uns Menschen und über das Unerklärliche sowieso zu sinnieren. Danke mint&berry für diesen schönen Schubser, euch allen für’s Mitmachen und die Sternstunden mit unseren vier Gewinnerinnen: weiterlesen

JW Editorial // #Us2
I love u, cause you’re #Imperfect

11.10.2016 um 8.00 – Janes Wir
#imperfect #us2

Frauenfreundschaften seien kompliziert und mit Vorsicht zu genießen, wird gern behauptet. Sogar nahezu unmöglich. Wegen unserer Stutenbissigkeit und dem andauernden Vergleichen von eigenen Vorzügen und Makeln und wegen des vermeintlichen Unvermögens, geradeaus zu sagen, was uns am anderen stört, stattdessen würde es dann irgendwann heftig und irreversibel knallen bis schließlich nicht viel mehr übrig bliebe als ein falsches Lächeln, wann immer man zufällig aufeinander treffe. Es sei schwierig, weil wir ohnehin permanent beigebracht bekämen, nie zu genügen, am wenigsten uns selbst. Das sei Brennstoff für die ewige Flamme der heimlichen Konkurrenz. Noch schlimmer als im Privaten ginge es außerdem im Arbeitsumfeld zu, Männer würden nicht umsonst als geeigneter für Führungspositionen gelten, die beste Erklärung hierfür fand jüngst eine Dame mittleren Alters, die „We love Trump“ auf ihre Amerika-Flagge gekritzelt hatte: Die Hormone der Frau seien Schuld, zu viel Emotion und Bauchgefühl. Natürlich. Für wie absurd und geistlos ich all diese im Laufe der Zeit angehäuften Theorien skurriler Gestalten halte, bedarf wirklich keiner weiteren Erklärung.

Ich weiß natürlich trotzdem, dass es schwer sein kann, ohne Dramen durch die Pubertät zu kommen. Das ist nur menschlich. Nicht aber weiblich. Und je älter ich werde, desto sicherer bin ich, dass das Geschlecht in einer aufrichtigen Freundschaft nahezu nichtig ist. Mein bester Freund auf der Welt ist eine Frau. Seit 1998. Inzwischen sind Sarah und ich gleichzeitig Geschäftspartnerinnen, wir sehen uns jeden Tag, von früh bis bis spät und meist sogar am Wochenende. Das klappt vor allem, weil wir den anderen für all das lieben, was wir selbst nicht sind. Und weil wir keine Perfektion erwarten, nie, von keinem von uns, nicht in einem einzigen Bereich unseres gemeinsamen Lebens. Man könnte sogar soweit gehen, zu sagen: I love you, cause you’re #imperfect. #US2 ♥  weiterlesen

Outfit // Miuccia ❤️

06.10.2016 um 11.27 – Mode Outfit Wir

MIu Miu Jacket thisisjanewayneMiuccia Prada ist eine der wenigen wirklich Intellektuellen der Modebranche, sie studierte Politkwissenschaften bevor sie sich dem Beruf der Designerin verschrieb und war während der 1970er Jahre in der italienischen Frauenrechtsbewegung aktiv. All die unterschiedlichen Einflüsse, die nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch ihr kreatives Schaffen prägten und noch immer prägen, sind bis heute in den Kollektionen der mittlerweile 67-Jährigen wiederzuerkennen. Miuccia Prada bringt uns immer wieder zum nachdenken und lachen, gleichermaßen. Vielleicht, weil sie Mode zwar nicht ernst nimmt, aber für wichtig hält: „I EVEN HATED IT. I WAS A FEMINIST IN THE ’60S AND CAN YOU IMAGINE? THE WORST I COULD HAVE DONE WAS TO BE IN FASHION. IT WAS THE MOST UNCOMFORTABLE POSITION … AND I HAD PROBLEMS FOR SO MANY YEARS; ONLY RECENTLY I STOPPED. I REALIZED THAT SO MANY CLEVER PEOPLE RESPECT FASHION SO MUCH AND THROUGH MY JOB … I HAVE AN OPEN DOOR TO ANY KIND OF FIELD. IT’S A WAY OF INVESTIGATING ALL THE DIFFERENT UNIVERSES: ARCHITECTURE, ART, FILM.“ (Quelle) Ich könnte ihr die Füße küssen, für all das.

Auch dafür, dass sie 2014 einen ganzen Monat lang damit verbrachte, den perfekten Windbreaker zu kreieren, einen, der nicht „too puffy“ daher kommt, an den ich noch im gleichen Jahr mein Herz verlor. In diesem Sommer fand ich ihn in der Toskana wieder. Ein Grund mehr für mich, den Herbst zu lieben: weiterlesen

OUTFIT // Himbeerrosa.

04.10.2016 um 11.19 – box2 Outfit Wir

Processed with VSCO with m4 presetIch muss ja ehrlich sagen, dass ich mich nicht selten vertue. Diese rosafarbene Tasche zum Beispiel, über die lässt sich streiten und obwohl ich einen ganzen Monat lang über deren Anschaffung sinnierte, stand ihre Zukunft jüngst auf der Kippe. Als sie bei mir eintrudelte, im Spätsommer, war ich mir ganz sicher, eine neue Liebe gefunden zu haben, aber schnell fragte ich mich, ob ich mir vor lauter Euphorie nicht selbst etwas vorgeschwindelt hatte, denn seien wir mal ehrlich, das Schweinchen lässt sich nicht einfach so mir nichts dir nichts auf neutrale Alltagstauglichkeit herunter brechen. Muss ja auch gar nicht sein, schon klar, aber meine derzeitige Lieblingsjacke etwa ist ein Leopardentraum, den ich stets mit derbem Schuhwerk zu entschärfen versuche, nicht für andere, sondern für mich selbst. Beides zusammen genommen, das Schweinchen und die Raubkatze – Hallelujah. Ihr wisst schon.

Mir blieben am Ende also nur zwei Möglichkeiten: Kapitulation oder Umdenken. Ich wählte zweiteren Weg und stieg vom gefleckten Puschel-Kumpel auf Samt, Wolle und Beerentöne um. Hat seltsamerweise so gut funktioniert, dass ich eine schwarze Tasche mittlerweile kaum klassischer finden könnte. Aber wie gesagt: Ich vertue mich gern. Womöglich auch diesmal, dann ist es mir eben bloß noch nicht aufgefallen: weiterlesen

Outfits // 7 x zwischendurch

28.09.2016 um 12.45 – box2 Outfit Wir

outfits

Vor zwei Wochen noch steckten wir im absoluten Hochsommer, heute schon sind wir im Herbst angekommen – oder auch: Gestern waren wir in New York, heute hat der allerbeste Alltagswahnsinn uns auch schon wieder. Daheim ist’s und bleibt’s am schönsten! Manchmal braucht man für diese Erkenntnis zwar kleine Reminder aka Ausflüge in ein surreale Traumwelten, dafür grinsen wir im Hier und Jetzt gleich doppelt so breit, als noch wenige Tage zuvor. Und so finde ich mich im hübschesten Berliner Spätsommer wieder, zwischen Tagespapa-Eingewöhnung und Mama-Wilma-Zeit, zwischen klassischem Büroalltag, Meetings und einem Shooting für die i-D. Immer mit dabei: Partnerin in Crime Nike Jane, ohne die sowieso alles bloß halb so schön wäre.

Dass wir zwei absolute Glückskinder sind, muss ich euch eigentlich nicht erzählen, trotzdem erinnere ich mich immer wieder gern selbst daran, welch‘ großartige Idee es war, mich mit meiner besten Freundin selbstständig zu machen. Aber genug der Schwafelei. 7 Looks zwischen New York und Berlin: weiterlesen

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