Kategorie-Archiv: Wir

Fashion Tales // I go Bananas, oder:
In Freude investieren

15.07.2016 um 9.51 – Mode Outfit Wir

bags taschen farfetch this is jane wayne bananen tasche bananaEs war ein Morgen zum in der Pfeife rauchen, ein Montagmorgen, ihr kennt das. Einer, an dem man sich den dicken Zeh schon an der Badezimmertür staucht, kurz bevor man schmerzverzehrten Gesichtes nah dran ist, den Toilettendeckel nicht rechtzeitig hochzuklappen. Die Mundwinkel hängen dann, genau wie die Winkeärmchen, die einem doppelt aufs Gemüt schlagen, obwohl Haut am Arm ja nunmal sein muss. Ich stehe also irgendwann da, vor meinem Taschenregal, und habe die Qual der Wahl: Trauerschwarz, dem Anlass entsprechend oder eben das genaue Gegenteil, eine Banane, von deren lustigen Biegung sich meine Unterlippe gleich was abschauen könnte. Selbstverständlich greife ich am Bananentag zu ebendieser, der formvollendeten neuen Wildleder-Königin meiner bunten Sammlung. Danke, Farfetch, du Fundgrube der gehobenen Andersartigkeit. Eine weise Entscheidung jedenfalls, wie sich später heraus stellen wird. Dabei fängt es eher affig an.

Vor dem Späti meines Vetrauens hat sich bereits die coolste Gang der Mittelstufe versammelt, um sich ein gediegenes YumYum-Nudel-Frühstück einzufahren, was normalerweise Konfrontation bedeutet. Statt MILF zu rufen, fängt eine Herde wildgewordener Hormonschleudern plötzlich an, den Urwald zu mimen. Uh-uh-ah-ah-ah-ah, einer kratzt sich dabei unter beiden Achselhöhlen. Obwohl ich fest vorhabe, meinem persönlichen Bildungsauftrag gerecht zu werden, möchte ich mit den Augen rollen, was ich am Ende aber nicht tue. „Guten Morgen, ihr süßen Äffchen“ flöte ich, während ich zum ersten Mal seit ich mir das Gesicht vorhin mit Mandarinencreme einschmierte, lächeln muss. weiterlesen

Summer Holiday Q&A //
Urlaub im Herzen – mit Sarah Jane

12.07.2016 um 8.33 – Travel Wir

sarah urlaub

Sommersaison ist Urlaubs-Saison, schon klar. Und trotzdem sind wir zwei wohl mit Abstand die allerschlechtesten Vorzeige-Beispiele überhaupt. Mal so richtig die Seele baumeln zu lassen, Südseeluft zu schnuppern oder drei Wochen am Stück rein gar nichts tun? Seit unserer Selbstständigkeit undenkbar, trotz so großer Vorhaben. Nike Jane hat vor knapp zwei Wochen trotzdem den Anfang gemacht und unser Holiday Q&A gestartet – und ich ziehe endlich, endlich nach:

Direkt nach meinem Heimaturlaub, der gefühlt irgendwie doch keiner wahr, mit ganz viel guten Vorsätzen im Gepäck, Träumen im Kopf, der ewigen Suche nach dem Auszeit-Schalter, Schuhen voller Blüten, Ohrwürmern und Schnappschüssen gespickt mit Erinnerungen: weiterlesen

Flashback // Unsere Fashion Week Schnappschüsse mit dem Huawei P9

11.07.2016 um 18.55 – Menschen Wir

huawei p9 thisisjanewayne

Vier Tage Fashion Week liegen seit vergangener Woche hinter uns – und was sollen wir sagen: Es war diesmal so furchtbar schön, dass wir bei dem Gedanken daran, dass jetzt schon wieder alles vorbei ist, fast ein kleines Tränchen verdrücken. Was haben wir in den vergangenen Jahren über Berlin geschimpft, was haben wir Berlin verteidigt. Was waren wir aus der Puste und völlig geschafft. In diesem Jahr war alles anders. Warum? Ein Erklärungsversuch: Weil ein Haufen Lieblingsmenschen der Branche vier Tage Trubel zur schönsten Veranstaltung des Jahres haben werden lassen. Weil die Mode so schön wie lang nicht mehr war. Weil es Momente gab, in denen wir im Berliner Mode Salon vor Stolz zum Lieblingsdesigner rannten und die Freude auf beiden Seiten so riesig war, dass man sich gegenseitig durch die Luft wirbelte. Weil Berlin endlich entspannt mit dem „nicht sein müssen wie die anderen Modemetropolen“ umgeht. Und weil wir eine richtige Mädels-Crew geworden sind, die sich morgens einsammelt, mittags Spätzle vertilgt und abends dafür sorgt, dass auch alle fein ins Taxi huschen. Berliner Modewoche bedeutet für uns vor allem: Herzmenschen und Freunde treffen, mitfiebern und mitfeiern und die Supportkeule schwingen. Und wir haben auch diesmal wieder alles gegeben, um euch in gewohnter Manier mit an die Hand zu nehmen:

Es gab sogar noch ein Bonbon obendrauf: Das Meckern über vollgepackte Taschen aufgrund zu schwerer Kameras hatte endlich ein lang ersehntes Ende. In Kooperation mit Huawei haben wir das neue Huawei P9 Smartphone mit integrierter Dual-Kamera von Leica auf Herz und Nieren testen dürfen und sind mit dieser „Zwei Fliegen mit einer Klappe“-Innovation ein ganzes Stück unbeschwerter und -bepackter von Event zu Event gerast. Wir wollten es ja selbst nicht wahr haben, aber dieses lieb gewonnene Multitalent geben wir vorerst wirklich nur sehr ungern wieder ab, vor allem Nike Jane ist aufrichtig erstaunt und entzückt ob all der Funktionen. Womöglich müssen demnächst sogar unsere alten Telefone dran glauben – ihr hingegen habt sowieso Glück, ein Gewinnspiel wird alsbald folgen, bei so einer Geschichte lassen wir euch natürlich nicht leer ausgehen. Aus unseren persönlichen Test-Tagen ist jedenfalls ein Diary entstanden, vollgepackt mit gestochen scharfen Bildern, mit Selfies, deren integrierter „Schönmachfilter“ uns erst einmal ganz baff gemacht hat, und Schnappschüssen von Früh bis Spät – ein Potpourri aus den schönsten Menschen, ganz viel Liebe und ein bisschen Realität zwischendurch, powered by Huawei, wenn man so will. Und zwar ganz Filter-los: weiterlesen

Brain Blah // „Wann kommt denn bei euch das nächste Kind?“ – Vielleicht nie.

11.07.2016 um 13.59 – Leben Wir

kinderkriegen baby thisisjanewayne tinyjaneSeit ich Mutter bin, beschleicht mich das Gefühl, dass ein Kind allein nicht ausreicht. Egal, wen ich nach langer Zeit wieder treffe, die zweite Frage nach dem obligatorischen „Wie gehts, wie stehst“ lautet zunehmend: Und, wollt ihr noch ein Geschwisterchen? Ich muss dann erst einmal erklären, dass das „Wir“ inzwischen ein ganz anderes ist – Ups-Moment #1, die Leute scheinen noch immer wie automatisch davon auszugehen, Trennungen seien entgegen jeder Statistik eine Ausnahme in unserem scheinbar perfekten Lebensumfeld. Mit dem Mitleid, dass ich weder brauche noch möchte, komme ich inzwischen klar, man meint es ja nur gut mit mir. Wenn ich irgendwann aber zurück zum eigentlichen Thema gelange und meinen Standpunkt klar mache, nämlich den, dass ich nicht wissen kann, was in drei, vier oder zehn Jahren ist, ich derzeit aber ziemlich sicher bin, ein Einzelkind in die Welt gesetzt zu haben, werden die Augen groß und Mundwinkel fangen an zu hängen. Ganz ehrlich, kein Scherz. Ist auch nicht eingebildet das Ganze, das weiß ich, weil meist Augen- und Ohrenzeugen dabei sind. Die häufigsten Reaktionen lauten wie folgt: Eeeecht jetzt? Aber willst du kein Mädchen haben, wer soll denn all die Taschen erben, als Frau möchte man doch auch eine Tochter? Soll Lio wirklich allein aufwachsen? Träumst du nicht von einer richtig großen Rasselbande? Nein? Krass. Und so weiter und so fort.

Ich finde das, gelinde gesagt, sehr unmodern. Und unsensibel. Und unangebracht. Denn erstens ist mir schnurzpiepegal, welches Geschlecht mein Kind hat, zweitens leben wir in einer Gesellschaft, in der Freundeskreise längt zur selbstgewählten Familie geworden sind, kein Kind muss also einsam und allein mit Einzelkind-Schaufeln im Sand buddeln und drittens liebe ich Großfamilien, ich stamme nämlich aus einer, aber ich selbst sehe mich aus unterschiedlichsten Gründen nunmal nicht als Anführerin einer solchen. Das macht mich weder herzlos und überaus egoistisch, noch traurig. Beides wird einem aber seltsamerweise gern unterstellt. Meine Entscheidung liegt jedoch einer ganz simplen Erkenntnis zugrunde. weiterlesen

OUTFIT // Sommer-Nostalgie.

11.07.2016 um 12.01 – Outfit Wir

chanel red bag thisisjanewayneIm Sommer tendiere ich dazu, in Nostalgie zu verfallen und die Vergangenheit bis ins Unermessliche zu romantisieren – was war das schön, damals mit 16, als es nichts wichtigeres als perfekt gedrehte Dreadlocks und eine Woche campen auf dem Summerjam Festival gab. Ganz tief drin in meinem Herzen, weiß ich noch immer, dass Besitz sich für mich immer irgendwie belastend anfühlt, allerdings kollidiert diese Erkenntnis mit zunehmenden Alter immer wieder mit meiner Liebe zu schöner Kleidung, so ist das nunmal. Wenn ich dann aber ein Stück finde, das das Damals zumindest ein Stück weit mit dem Heute verknüpft, dann freue ich mich jedes Mal wie ein Mops im Haferstroh. So geschehen im Vintage-Himmel „Sommerladen“, wo ich den obigen Seiden-Rock von Dies van Noten fand, der durchaus auch schon 12 Jahre zuvor in meinen Kleiderschrank hätte wandern dürfen. Versteht ihr, was ich meine? Und als ich da gestern so in meinem Jeep saß (Achtung, bevor hier jemand die Umwelt-Keule schwingt: Umgerüstet auf Auto-Gas), The Shins liefen und die Sonne schien, da hab ich mich wieder ein bisschen wie 18 gefühlt, vielleicht sogar noch ein bisschen freier, wegen all der neuen Möglichkeiten. Danke, du schöner Sonntag. weiterlesen

OUTFIT //
Blumen für die Füße von AGL Shoes

07.07.2016 um 12.23 – Outfit Wir

outfit agl shoes thisisjanewayne
Bevor hier jetzt jemand in Schockstarre ob des reichlich kurzen Rocks gerät – ist beim Rumturnen vor dem Garagentor hoch gerutscht und niemand hats beim schnellen Schnappschuss vor der Mittagspause gemerkt. Im echten Leben ist der Minirock zwar trotzdem noch mini, aber durchaus tragbar. Jedenfalls erfreue ich mich heute so oder so viel mehr an meinen neuen Schuhen, der Fußkleid-Tick hält ganz offensichtlich also weiter an und auch von meinem „Mehr-ist-mehr“-Credo komme ich nicht los, jedenfalls sofern wir über Boots reden. Ich bin fast im Dreieck getanzt als das Paar von AGL Shoes plötzlich in meinem Vestiaire Collective Feed aufloppte, seit dieser geblümten Winter-Stiefel, die ich mir im letzten Jahr dank eines Sales zulegte, schaue ich nämlich immer mal wieder nach, was das italienische Label und so kredenzt. Die Herbstsaison wird jedenfalls schön, sehr schön sogar, offline kann das Ganze zum Beispiel schon in den Galeries LaFayette in Berlin bestaunt werden.

Ansonsten habe ich mich heute ein wenig mit dm Wetter vertan, bevor ich Lio von der Kita abhole, muss ich mich aber ohnehin noch in gemütliche Jeans schmeißen, heute wird nämlich getobt. Bis dahin weichen die obigen Boots allerdings nicht mehr von meiner Seite, das ist ganz große Liebe! weiterlesen

Happy Heart // Tischtennis, Wald-Duft & eine bessere Verbindung zum Universum

05.07.2016 um 13.26 – Wir

happy heart thisisjanewayne

Das Universum haut mich schon immer von den Socken, mein liebster Instagram-Account wird von der NASA gefüllt und auch auf spiritueller Ebene spüre ich da seit jeher Schwingungen. Weil Sarah um mein Parkplatz-Karma weiß und deshalb natürlich auch nicht ganz eigennützig daran interessiert ist, meine Verbindung zum großen Ganzen aufrecht zu erhalten, machte sie mir ein ganz wunderbares Geschenk: Den „Illustrated Guide To Becoming One With The Universe“ – für alle, die nicht alles bierernst nehmen, aber rein prophylaktisch, also für den Fall der Fälle, trotzdem auf Nummer Sicher gehen wollen. Ganz erste Sahne, diese illustrierte, humorvolle Anleitung zum Einswerden mit dem Staub des Seins.

Mein zweitliebstes Geschenk kommt im Juli von meinem Herzjungen (oho, nicht Lio!), der Mann, mit dem ich schon meine Jugend verbrachte, erinnerte doch tatsächlich an meine heimliche Passion, das Tischtennisspielen. Am liebsten Sonntags, nach dem Brunch, irgendwo in der Stadt, wo fast kein Windchen weht, aber die Sonne brennt. „The Woods“, das beste Parfum der Brooklyn Soap Company ist eigentlich ein Herrenduft, ich kann mich aber nicht satt daran riechen und lege es manchmal selbst heimlich auf. Ansonsten: Noch ein Geschenk-Tipp meinerseits. Riecht nach Mandarine, Black Pepper, Fresh Ginger, Bergamotte und Thymian. Die Schuhe stammen ehrlich gesagt auch noch von meinem Paris-Trip für Faule, und das Top landete gestern ganz spontan in meiner Einkaufstüte: weiterlesen

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OUTFIT //
Der Maje-Rock & Sushi Rolls <3

05.07.2016 um 7.49 – Outfit Wir

maje jamais skirt thisisjanewayne

Ich weiß nicht, ob ihr euch an mein Wochenende in Paris erinnerte, jedenfalls hatte ich mir fest genommen, mit leeren Tüten zurück zu kommen, entgegen aller Vorurteile bin ich nämlich gar kein riesengroßer Fan von unentwegtem Shopping, erst recht nicht im Urlaub, ganz gleich wie prädestiniert die jeweilige Stadt dafür auch sein mag. Paris jedenfalls zwang mich am Ende doch in die Knie, während eines schnellen Eiskaffees irgendwo in Marais saß ich nämlich quasi schräg gegenüber des Maje-Schaufenstern und nunja, was soll ich sagen, dort baumelte dann eben der obige Rock. Wenn ich nicht in der Heimatstadt des Labels zuschlage, wo denn dann, rechtfertigte ich meinen kurzen geistigen Aussetzer, zum Glück. Denn auf einen Maxi-Rock, der ausnahmsweise mal nicht hippiesk und flatterig-floral daher kommt, hatte ich es bisweilen ziemlich erfolglos abgesehen.

Da ist er nun, der eigentlich ziemlich damenhafte schwarz-weiße Halunke, den man je nach Fasson so unterschiedlich kombinieren kann, dass alles von Tussi bis Rentnerin möglich ist. Was genau ich da während der Fashion Week fabriziert habe, weiß ich auch nicht, aber ich mag das gelbe Sushi-Roll-Shirt plus Top aus Samt aus unerfindlichen Gründen sehr dazu:
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Outfit // MBFW Tag I
Mit Rüschen Jeans & DIY Halsschmuck

29.06.2016 um 9.45 – Outfit Wir

gucci

Kurz vor der Fashion Week sitze ich immer da und denke still und heimlich „Och nö“ in mich hinein, geht es dann aber wirklich los, versinke ich glücklicherweise ganz rasch in gegenteiligen Gedanken. Ich bin sogar meist ein bisschen beschwipst vor Vorfreude auf all meine Kollegen und Kolleginnen, wegen der Freunde und Bekannten aus verschiedensten Städten, die man womöglich endlich wiedertrifft, gespannt auf das, was unsere Berliner Lieblingsdesigner zeigen werden, und auch irgendwie mitfiebernd, euphorisch und in einem seltsam-schönen Arbeitsmodus, der mich zwischen all der Hektik unversehrt und mit viel Energie durch die Tage fliegen lässt. Bloß würde ich bei alldem am liebsten Pyjama tragen.

Macht man aber nicht, so eine Modewoche ist nämlich, wenn man so will, mit einer Hochzeit vergleichbar – da brezeln wir uns auch nicht unbedingt unser selbst willen auf, sondern weil wir den Gastgebern Respekt zollen wollen und sollten. So ist das auch hier, die Menschen hinter den Kulissen haben für den Zirkus schließlich Schweiß und Blut geschwitzt. Wie man sich allerdings wirklich adäquat und der Berliner Fashion Week entsprechend kleidet, habe ich noch immer nicht herausgefunden, gestern hatte ich aber sehr wohl den Eindruck, so könne es funktionieren: Mit selbstgemachtem Halsschmuck, schief gewickelter Bluse und Rüschen an der Jeans. weiterlesen

Summer Holiday Q&A //
Balkonien & Kurz-Trips mit Nike Jane

27.06.2016 um 17.29 – box2 Travel Wir

urlaubs fragebogen this is jane wayne

Die Urlaubs-Saison ist in vollem Gange, deshalb starten wir endlich mit unserer Urlaubs-Reihe und zwar mit dem schlechtesten Vorzeige-Beispiel von allen: Mir selbst. Ich weiß nämlich noch gar nicht, ob ich es in den Urlaub schaffe. In meinen kühnsten Träumen bestaune ich allerdings schon Wasserfälle und lese „Eine Dame von Welt“. Was sonst noch in meinen potentiellen Koffer gepackt wird, lest ihr hier: weiterlesen

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Outfit // Mal eben so.

22.06.2016 um 10.53 – Outfit Wir

Levis 501 thisisjanewayneIch bin heute mal eben so vor Wecker-Schreck aus dem Bett gefallen, hab mir mal eben so was übergeworden und mir mal eben so nicht das Haar gemacht, es aber genau deshalb mal eben so rechtzeitig mit Lio zur Kita geschafft. Heute ist ein mal-eben-so-Tag. Und ich finde, es sollte viel mehr davon geben.

Man kommt sich ja fast ein bisschen herrlich beschwipst vor, wenn man der Müdigkeit mit ein bisschen Laissez Faire und Unbekümmertheit ein Schnippchen schlägt, wenn man in Jeans und Carmen-Bluse eiskalte Cola statt Kaffee im Späti besorgt, wenn man die Schlaf-Frisur als stolzen Turm auf dem Kopf und ein zuversichtliches Lächeln anstelle von Wimperntusche trägt. So sieht hier der Alltag aus, jedenfalls jetzt gerade. Das hier ist also im Grunde so etwas wie ein kleines nebensächliches Outfit-Lebenszeichen, bald geht es aber wieder los mit ein bisschen mehr als „mal eben so“, versprochen. weiterlesen

Warum mein Kleiderschrank mich manchmal unglücklich macht + Detox-Tipps

16.06.2016 um 13.44 – box1 Leben Mode Wir

kleiderschrank detox this is jane wayne Ich habe keinen Kleiderschrank, ich habe ein Gäste-WC. Einen begehbaren Toiletten-Schrank sozusagen, in dem alles außer Kleidung horten, raussuchen und wieder reinhängen, strengstens verboten ist. Dieser Ort ist so etwas wie ein Geheim-Ort, ein schwarzes gigantisches Loch, das Socken frisst, Refugium für meditative Outfit-Auswahl-Minuten und Austragungsort diverser Nervenzusammenbrüche ob des anhaltenden Chaos. Ich möchte das nicht mehr. Ich möchte meinen Gästen wieder nach Baumwollblüten riechende Duftstäbchen präsentieren, Häkel-Hüte für Papierrollen bei Oma klauen und exquisite Seife aufstellen, die mir für meine eigenen Hände zu schade ist. Ich möchte wieder einen Kleiderschrank haben. Einen einzigen, mittelgroßen, mehr nicht. Und ich möchte, dass all mein modisches Hab und Gut dort hinein passt, ohne Quetschen und Stopfen und Verlieren und Vergessen. Vor lauter T-Shirt-Stapel-Bäume habe ich den Wald schon seit Monaten nicht mehr gesehen und wenn es so weiter geht, droht mir womöglich die völlige Erblindung.

Ich ersaufe ja schon jetzt in meinem erste Welt Problem und klinge zuweilen wie eine dieser von den Medien propagierten Toastbrot-Frauen, deren Vakuum im Kopf zu nichts als wahnsinnig-verzweifeltem Kicher-Gejammere im Angesicht der kleidsamen Überforderung führt. Nur, dass ich nicht kichere, sondern fluche: Ich habe nichts zum anziehen. Jedenfalls nichts, was ich jetzt gerade wirklich anziehen will. Dabei hängen die Stangen voll. Das Problem liegt also nicht im Kleiderschrank, sondern in meiner Unzufriedenheit. Und in meinem Überfluss. weiterlesen

Brain Blah //
Warum es stark ist, schwach zu sein.

14.06.2016 um 12.30 – Leben Wir

brain blah thisisjanewayne nike van dintherEs ist mir egal, ob mir eine männliche Schulter Trost schenkt, eine weibliche, irgendwas dazwischen oder ob ich selbst eine große Kanne Tee für den stärksten meiner Jungsfreunde brühe. Jeder braucht irgendwann einmal jemanden, der Händchen hält und zuhört und Schlaues sagt. Ich frage mich bloß, weshalb wir so selten danach fragen.

Die meisten von uns schreien lieber das Kopfkissen an als sich vor den Augen anderer einen Moment lang zu verlieren. Wir schlucken Trauer lieber runter und füttern verfressene Magengeschwüre als anderen mit unseren Gedanken auf die Nerven zu gehen, man will ja niemanden belasten. Das Wetteifern um Mitgefühl hört offenbar genau dort auf, wo ein mittelstressiger Job nichtig wird und echte Traurigkeit anfängt. Womöglich, weil es in einer maroden Welt schick geworden ist, innerlich wie äußerlich heile zu sein, beinhart und optimistisch und unkaputtbar. weiterlesen

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Kolumne //
Carrie Bradshaw in Bullerbü.

09.06.2016 um 0.19 – Leben Wir

brain blah thisisjanewayne wie wollen wir leben

Meine Freunde bezeichnen mich liebend gern als pedantischen Interieur-Hammel, ständig muss alles aufgeräumt und umgeräumt werden, Unordnung macht mich unausgeglichen und traurig. Seit ein paar Tagen verläuft allerdings eine hölzerne Eisenbahnstrecke aus rund 95 Elementen quer durch das gesamte Wohnzimmer und eine güldene Saint-Laurent-Sandale, bis hin zur Küche, wo eine rote Lokomotive im Minuten-Takt halt macht, um immer wieder neue Trauben einzuladen. Irgendetwas ist also ganz offensichtlich anders als zuvor. Meine Wohnung jedenfalls mausert sich in großen Schritten zur Villa Kunterbunt, inklusive formschöner Wachsmalstift-Gemälde an den Wänden, einem Indianer-Tipi neben dem Sofa und Duplo-Stein-Bergen am Schlafzimmer-Horizont. Macht aber nichts. Und gestern erst, ich saß zwischen drei Kindern auf dem Boden einer Veranda im Grünen, eines naschte Erdbeeren und wischte sich die Finger an meinem Lieblingskleid sauber, die beiden anderen bauten einen Turm aus gesammelten Steinen, da übermannte mich zum ersten Mal seit Wochen so etwas wie geistige Tiefenentspannung gepaart mit schönster Gleichgültigkeit, noch nicht einmal die siebzehn Holzsplitter in meinem Fuß raubten mir mein neues Rentner-Lächeln. Zur Erklärung: Lios Kita hat sich in die Ferien verabschiedet, ich sitze also ganz tief drin im 24/7-Mama-Boot. Eine, man mag es kaum glauben, komplett neue Erfahrung für mich. weiterlesen

OUTFITS // 6 Looks aus dem letzten Sommer, die ich heute noch genau so trage.

08.06.2016 um 7.00 – Outfit Wir

Nike van Dinther Outfit thisisjanewayneVor ein paar Tagen übermannte mich tatsächlich eines der größten Klischee, die uns Frauen allzu gern an die Fersen geheftet werden: ich war der festen Überzeugung, nichts im Kleiderschrank liegen zu haben, jedenfalls nichts Schönes. Auch, wenn ich ganz gewiss viel weniger Kleidung besitze, als manch einer vermuten würde, sah ich wohl wirklich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr, was mich dazu brachte tief durchzuatmen und mich an den vergangenen Sommer zu erinnern. Ich war mir nämlich sicher, ein Jahr zuvor noch überaus zufrieden mit meiner Garderobe gewesen zu sein und warme Temperaturen bleiben nunmal warme Temperaturen, wieso sollte der Zwirn von gestern also nicht auch heute eine gute Figur abgeben. Eben.

Und siehe da, binnen weniger Minuten ward mein Hirngespinst geheilt.Und obendrein das Gewissen beruhigt: Die allermeisten Investitionen lohnen sich nämlich sehr. Man muss beim Kauf bloß auf den Bauch hören statt auf Trends, auch wenn das Herz manchmal für genau das schlägt, was gerade ohnehin die Runde macht. Ist ja nicht schlimm. Hauptsache man gibt bloß Geld für Kleidung aus, die einem auch ganz ohne mediales Brainwashing furchtbar arg am Herzen liegen. Deshalb mache ich es stets wie meine Mama. Eine Woche drüber schlafen, dann erst entscheiden. weiterlesen

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