Kategorie-Archiv: Wir

3 Ways to Wear //
Durch den Tag in Rot

10.07.2017 um 11.23 – Outfit Wir

Ich musste erst im Sommer 2017 ankommen, um zu begreifen, dass Rot einer der schönsten Farbtöne für einfach alles ist: Rot für die Lippen, für die Füße und schlussendlich eben auch für komplette Outfits. Während Schwarz zum Verstecken einlädt, sorgen Knalltöne eben für mehr Sichtbarkeit – und Austausch. Denn ähnlich wie bei Nikes Kontakt-Ohrringen, ist man auch bei leuchtenden Farben schneller im Gespräch mit anderen, als ohne. So wurde ich erst in der Bahn von meinem Gegenüber auf mein „Sieht aus wie bei bei Gwen Stefanie nur in rot“-Kleid (Soso?) angesprochen, um gleich am nächsten Tag Luftküsse für meine roten Schleifen-Schlappen zu ernten – von einem Herren, wohlgemerkt!

Ich bin jedenfalls ganz beschwingt von so viel Feedback und kann selbst nicht glauben, dass ich eine gefühlte Ewigkeit dafür gebraucht habe, um mich wieder dem Signalton zu widmen. Mein Plädoyer für mehr Rot im Leben – in Bildern:  weiterlesen

Tiny Jane //
Wer freiwillig kinderlos bleibt, ist ebenso herzlos?

06.07.2017 um 12.16 – Kolumne Tiny Jane Wir

Vor zwei Wochen etwa verfasste ich einen Text, indem ich eine sehr häufig gestellte Frage zu beantworten versuchte: Wird wirklich alles anders, wenn man ein Kinder hat? Irgendwie schon, schrieb ich da, aber irgendwie nunmal auch nichts, und dennoch: Ja. Das kapiert ohnehin nur, wer selbst Mutter ist, lautete bald darauf das Fazit einer Mitleserin. Muss man denn überhaupt alles verstehen?, konterte schließlich eine Gegenstimme. Und vor allem: Muss man das überhaupt wollen? Dieses Elternsein? Ich behaupte: Nein. Kinderkriegen sollte keineswegs als ein von Konventionen umgarntes Lebensziel gelten, als Prämisse für Zufriedenheit oder gar als Sinn der erdlichen Existenz.

Eher so etwas wie eine freiwillige Kirsche auf dem Sahnehäubchen des eigenen Glücks vielleicht – sofern man denn gewillt ist, zurückzustecken, in vielen Lebensbereichen. Elternsein ist nämlich wunderbar, aber noch lange kein seichtes Wunschkonzert. Eher laut und aufregend eben. Das muss man schon wollen. Und man muss es sich auch trauen! Außerdem, das scheint noch immer wichtig zu betonen: Nicht jede*r mag nunmal Kirschen auf dem eigenen Teller liegen haben, und seien sie noch so süß. weiterlesen

Outfit //
Fashion Week Tag 1

05.07.2017 um 15.36 – Outfit Wir

High Heels vs. bequeme Schuhe? Körpernahes Outfit vs. gemütliches Dazwischen? Es sind jedes Jahr aufs Neue die gleichen Fragen, die mich umtreiben, auf die andere Gäste der Fashion Week scheinbar ganz selbstverständlich eine ziemlich einfache Antwort haben: Rausputzen bis zum Umfallen. Was bei anderen so mühelos ausschaut, klappt bei uns dann meistens aber doch einfach nicht: Weil keine Zeit bleibt, sich jedes Mal umzuziehen, weil die nächste Show schon wartet und im Anschluss auf Papier gebracht werden will und weil Berliner Wege einfach zu steinig sind, um auf ihnen in High Heels einen Marathon zu bestreiten. Genau darum fällt unsere Entscheidung eben meist zu Gunsten der Bequemlichkeit aus:

Unser heutiger Tag 1 der Fashion Week wurde bislang also in Chucks und einer gemütlicher Leinenhose in knalligem Rot bestritten und vielleicht, aber nur ganz vielleicht, wird gleich für einen Cocktail im Kronprinzenpalais doch noch das liebste High Heels Paar herausgekramt und die Hose durch einen Rock ersetzt.  weiterlesen

Podcast #2 // Über die Ehe für alle, Verlobungen & das 2. Kind

04.07.2017 um 14.25 – Leben Podcast Wir

Unser Podcast #2 ist da! Zwischen Morgen-Meeting und Fashion Week Startschuss haben wir uns heute Morgen zusammengesetzt, um ein wenig mehr „Brain“ ins „Blah“ zu bringen – hat ehrlich gesagt nur bedingt geklappt. Eigentlich hatten wir uns vorgenommen, das Thema „Ehe für alle“ gekonnt auseinander zu rupfen, bis uns schließlich ein paar Gedankensprünge in die Quere kamen. Wollen wir eigentlich ein 2. Kind? Warum gratuliert man Paaren zur Verlobung? Und wieso denkt die Gans sie sei ein Bock? Nächstes Mal spinnen wir dann vielleicht endlich einen roten Faden. Vielleicht aber auch nicht. Ihr kennt uns ja: weiterlesen

Wedding Bells //
Unsere Hochzeitsgast-Kleider

03.07.2017 um 12.31 – Outfit Wir

Am Samstag waren Sarah und ich auf einer Hochzeit eingeladen, die uns Pipi in die Augen getrieben hat, so schön war das. Zwei unserer gemeinsamen Schulfreunde haben sich nach unglaublichen zehn Jahren das Ja-Wort gegeben, hurra! Da sollten unsere Kleider natürlich dem Anlass entsprechend festlich ausfallen und auch der Braut gefallen. Gar nicht leicht war das, ihr wisst ja vielleicht, wie schwer es sein kann, das passende Hochzeitsgast-Outfit zu finden, es gibt ja so viele Möglichkeiten! Am Ende stand erst mein eigenes Outfit fest, weil das italienische Label MMissoni mich ein paar Monate zuvor mit einem Regenbogen-Lurex-Traum ausgestattet hatte, für das sich bis dato einfach kein passender Anlass finden wollte (jetzt trifft es den Nerv allerdings umso mehr: Die Ehe für alle ist schließlich endlich da!). Da war er dann also plötzlich, der Tag der Tage, und mit ihm die Unsicherheit: Ist das zu viel? Nix da, meinte Sarah streng. Ich ergab mich demnach ganz fix und dankbar ihrer Meinung, entschied mich in allerletzter Sekunde dazu, den Tag außerdem in einfachen Espadrilles statt schicken hohen Hacken und noch dazu gelben Ohrringen aus einem Shop, der eigentlich nur Duftstäbchen verkauft, zu verbringen. Zur Erdung. Und um nicht komplett wie ein Cupcake anzumuten. Über Sarahs Outfitwahl hingegen braucht man in meinen Augen gar nicht groß diskutieren, ihr Kleid von der fabelhaften Stine Goya ist ja wohl die reinste Wonne. Ich hatte sogar Gänsehaut, als sie als erste Brautjungfer da vorne in der Kirche stand und für ihre Freundin leuchtete. Meine Sarah. Ein Goldstück, und zwar von außen, aber noch mehr von innen: weiterlesen

Inside Jane Wayne // Der Juni mit Nike Jane

30.06.2017 um 11.25 – Wir

Ein paar mal im Monat wollen wir euch mit unserer Rubrik INSIDE JANE WAYNE ein wenig mehr an unserem Alltag teilhaben lassen. Mal plaudert das Team ein klein bisschen aus dem Nähkästchen, wieder teilen wir mit euch unsere vergangenen Tage, unsere Flausen im Kopf und unsere persönliche Gedanken. Eben Momente, die uns aufgeregt oder glücklich gestimmt haben. Quasi ein kleiner Querschnitt von all dem, was gerade durch unsere Köpfe flitzt.

Was mich Ende Juni beschäftigt hat und worauf ich mich gerade freue, lest ihr hier:  weiterlesen

Jane Wayne Podcast // Jane knows Wayne #1
Wie hat alles angefangen?

28.06.2017 um 8.55 – Podcast Wir

Ich hätte niemals gedacht, dass es so weit kommen würde, aber hier ist er nun, unser erster offizieller Podcast. Warum, wieso, weshalb? In erster Linie, so viel Ehrlichkeit muss sein, liegt der Ursprung unserer Idee wohl in unserer Panik, irgendwann den Anschluss (auch an euch) zu verpassen, vergraben. Ihr wisst ja, dass wir bereits Snapchat verschmähten und auch keine Königinnen der InstagramStories sind. Deshalb überlegten wir schließlich, welcher neue Kanal wohl am besten zu Jane Wayne passen würde. Wie es uns gelingen könnte, euch noch viel direkter und ausführlicher antworten zu können und noch dazu tiefere Einblicke in unsere Gedankenwelt zu ermöglichen. Und Heidenei, da kam der Podcast ins Rollen. Weil wir gefühlt ohnehin den lieben langen Tag verschnattern können, aber nunmal auch ein bisschen was zu erzählen und erklären haben, weil wir hin und wieder schimpfen und auch schwärmen wollen.

Jane knows Wayne ist demnach als Ergänzung unseres Blogs zu sehen, als Kit-Mittel für Leerstellen, die nun endlich gefüllt werden sollen und vielleicht auch ein Stückweit als persönliches Sprachrohr. Themen-Vorschläge sind natürlich jederzeit willkommen. Hier ist er also nun, unser Podcast #1, der (bevor es ans Eingemachte geht) ganz seicht mit der Frage beginnt: Wie hat eigentlich alles angefangen? weiterlesen

BLACK GIRL CONFESSIONS // VON DER KUNST, EIN WÜTENDES LEBEN ZU FÜHREN

27.06.2017 um 14.03 – Kolumne Leben Wir

Zurzeit versuche ich meine Emotionen besser in den Griff zu bekommen und rationaler zu werden. Erwachsener für mein Verständnis. Ich will nicht mehr so herausschreien, was in meinen Kopf schießt und vor allem vorher noch einmal kurz bedenken, was ich eigentlich sagen will. Ob das überhaupt ok ist, dieses und jenes so zu formulieren oder ob mich die Materie überhaupt etwas angeht. Auf meiner eigenen Baustelle bleiben. Selfreflection is key. Aber was ist mit den Momenten, in denen man sich so absolut nicht mehr zu beherrschen weiß und vor Empörung und Wut spuckt und sich die Wörter vor lauter Hektik überschlagen?

„Du bist aber aggro“. Wenn man etwas zu oft über sich hört, springt man selbst mit dem halben Bein auf den fahrenden Zug. Schon wieder so ein Balanceakt. Von der Kunst, ein wütendes Leben zuführen. weiterlesen

3 Ways to Wear // Wie man Vintage Pajama Pants im Alltag trägt

27.06.2017 um 13.28 – Outfit Wir

Es gab mal eine Zeit, da hatte ich einen Fimmelfaible für bunte Hosen, für Firlefanz-Modelle und Pluster-Schnitte. Weil ich gerade ohnehin dabei zu sein scheine, mich weniger dem Erwachsenwerden als vielmehr meinen Wurzeln zu widmen, ist es wohl nur logisch, dass mich dieser alte Tick neulich wieder packte, und zwar als ich gerade dabei war, in einem 2nd Laden nach einer praktischen Sommerhose mit Gummizug zu kramen. Da fiel mir nämlich plötzlich dieses güldene oder vielleicht auch rostgelbe Unikat in die Hände. Ein bisschen Dries van Noten, dachte ich noch, während ich liebestrunken gen Kasse taumelte. „Ach herrlich, das ist eine wunderbare Schlafanzughose, nicht?“ stellte auch die Verkäuferin fest. Aha! Ein Pyjama-Unterteil also. Es wundert mich im Grunde ja kein Stück, dass es so kam, schließlich wurde mir schon des Öfteren vorgeworfen, ich bestreite Tage gern in Nacht-Garnitur. Da ist sie also wieder, die seltsame Leidenschaft. Hallöchen! Aber echt jetzt, Freunde. Es gibt kaum freudigeres als 15-Euro-Funde, die nicht nur bequem, sondern auch (wie ich finde!) famos anzuschauen sind. Vielleicht steckt etwas ähnliches sogar in euren Schränken. Falls ja, folgen hier schonmal drei Straßentauglichkeits-Tipps: weiterlesen

Inside Jane Wayne //
Der Juni mit Sarah Jane

27.06.2017 um 8.18 – Wir

Ein paar mal im Monat wollen wir euch mit unserer Rubrik INSIDE JANE WAYNE ein wenig mehr an unserem Alltag teilhaben lassen. Mal plaudert das Team ein klein bisschen aus dem Nähkästchen, wieder teilen wir mit euch unsere vergangenen Tage, unsere Flausen im Kopf und unsere persönliche Gedanken. Eben Momente, die uns aufgeregt oder glücklich gestimmt haben. Quasi ein kleiner Querschnitt von all dem, was gerade durch unsere Köpfe flitzt.

Was mich Ende Juni so beschäftigt und unheimlich beeindruckt hat und worauf ich mich schon jetzt wie ein kleines Kind freue, lest ihr hier: weiterlesen

Outfit // Für mehr Kontakt-Obst im Alltag

22.06.2017 um 9.28 – Outfit Wir

Ich habe das Gefühl, es ist Zeit für eine neue Runde Fashion Tales. Bald dann! Denn was man alles so erlebt, wenn man lustige, große, beträchtliche oder auch saukomische Ohr-Clips trägt, passt ja auf keine Kuhhaut. Im besten aller Sinne! Die Leute freuen sich, stupsen die Dinger an, finden endlich wieder den Spaß an der Mode wieder (auch man selbst, mit tellergroßen Strohblumen am Ohr kann man sich schließlich nicht allzu ernst nehmen). Aber das Beste ist: Man kommt ins Gespräch – aber mit Leuten, die man gar nicht kennt. Und ich finde ja, das fehlt den Deutschen irgendwie. Während ich bei meinen Besuchen in New York etwa kaum eine Subway-Fahrt ohne netten statt nervigen Smalltalk hinter mich bringe, starren die meisten Berliner Ubahn-Gäste bloß kollektiv auf ihre Smartphones. Vielleicht auch, um ganz bewusst jeden persönlichen Austausch zu vermeiden. Als würden Fremde beißen.

Ein Freund von mir hat mir einst von der sogenannten Kontakt-Zitrone erzählt. Die nahm er immer mit zum Feiern in den Club und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Mit einer Zitronen in der Hand bedarf es keiner schnöden Anmache oder mutiger Sprüche, um temporäre Tresen-Freundschaften zu schließen. Das passierte von ganz allein, es gab ja ohnehin einen gelben Grund zu quatschen. Clever finde ich das, bis heute. Und ich entdecke da durchaus parallelen zu meinen neuen Contact-Clips: weiterlesen

JW x Swatch // Habt ihr eigentlich genug Zeit für das wilde Leben, Janes?

21.06.2017 um 10.35 – Janes Wir

Mit seiner SKIN Collection bringt das Schweizer Unternehmen SWATCH elf federleichte neue Uhrenmodelle auf den Markt, die nicht belasten, sondern erinnern wollen: Auch daran, wie wichtig es ist, Vertrauen in sich selbst zu haben. In das eigene Bauchgefühl, verrückte Ideen, einmalige Chancen und wilde Träume. Das dazugehörige Credo #YOURMOVE steht also womöglich vor allem für den Mut, Entscheidungen anzunehmen, die nicht der Kopf allein, sondern vielmehr das Gefühl trifft. Weil Zeit nunmal vergänglich ist und die Sehnsucht nach echten Momenten oft mehr wiegt als jede Vernunft.

Dieser Ansatz gefällt uns natürlich sehr – was auch unser langjähriger Partner SWATCH ahnte und deshalb im Rahmen der SKIN Kampagne von uns wissen wollte, wie es denn eigentlich um Sarahs und meine Stunden, Minuten und Sekunden bestellt sei. Überraschenderweise recht gut. Aber ein einfacher Weg war das keineswegs und angekommen sind wir womöglich auch nur, um bald schon wieder aufzubrechen: weiterlesen

Können Männer und Frauen wirklich keine Freunde sein?

20.06.2017 um 14.32 – Gesellschaft Kolumne Leben Wir

Der effekthascherische Titel dieses Textes, nämlich „Können Männer und Frauen wirklich keine Freunde sein?“ kann an sich ja schon nicht ernst gemeint sein. Eine Quatschfrage ist das, und Heidenei, was soll überhaupt diese plötzliche Herumreiterei auf normierender Geschlechterordnung? Nicht sehr 2017, ganz genau. Und dennoch, so schwant mir, haben wir es bis heute nicht gänzlich geschafft, uns von zu großen Teilen relativ offensichtlich reinsozialisierten Befangenheiten zu emanzipieren. Mädchen gegen Jungs, Rosa gegen Blau, Hollywood, Pipapo. Das weiß ich allerspätestens seit ich mit dem besten Freund einer Freundin zum Tennisspielen verabredet bin.

Aber ich fange zunächst ganz vorn an: Grob geschätzt saßen in meiner Grundschulklasse etwa 15 Jungen und vier Mädchen. Nur Annemarie wurde meine Vertraute, mit der ich in den Pausen Zahnspangen aus Alufolie bastelte. Zu meinem Geburtstag lud ich demensprechend fast ausschließlich männliche Klassenkameraden ein. „Ach Gottchen“, kommentierte diesen Umstand damals die brüskierte Bekannte meiner Mutter, während sie ebenso mitleidig wie energisch ein paar Schlücke Mineralwasser hinterher kippte, um das Glas alsbald wie eine Kampfansage auf den Tisch zu knallen. Als müsse da dringend interveniert werden. Dabei macht man, wenn man klein ist und es nicht anders kennt, für Gewöhnlich gar keinen Unterschied zwischen Pipimann und Mumufrau. Nichtsdestotrotz gehörte ein homosoziales Umfeld bis zur Ehe und sogar darüber hinaus Jahrhunderte lang zum guten Ton. Erst mit Anfang des 20. Jahrhunderts verschwammen innerhalb von Freundschaften die Geschlechtergrenzen. Ist es also möglich, dass wir noch immer dabei sind herauszufinden, wie das überhaupt funktioniert? weiterlesen

Travel Diary // Palermo ist wie Neukölln – bloß mit Lemon Soda & Cantuccini

15.06.2017 um 15.01 – Travel Wir

Mein gesamtes Umfeld scheint immerzu von Trips in die Tropen, nach Kroatien, Südafrika oder Portugal zu schwärmen. Oh, und vor allem von Indonesien! Bali! Ich denke dann nur „Whoa“. Und schweige etwas verlegen darüber, was ich selbst so während der letzten Wochen getrieben, oder eher nicht getrieben haben. Ihr kennt das.

Aber jetzt bitte nicht falsch verstehen: Ich meine das gar nicht böse. Jedem von uns und euch sei bitte ein unvergesslicher Urlaub gegönnt, sehr sogar. Ein bisschen Jammern muss in Zeiten des akuten Sommer-Social-Media-Fiebers aber doch erlaubt sein. Hundert fremde Urlaubsfotos können nunmal etwas pieksen, wenn man es selbst viel zu lange nicht mehr geschafft hat, die Koffer zu packen. Irgendwann dann habe ich aber gemerkt, dass es gar nicht so schwer ist, sich loszueisen: Einfach buchen und los, es muss ja nicht immer gleich das andere Ende der Welt sein. Wohin verschlug es mich also verschlug? Nach Sizilien – seit neustem mein liebstes Urlaubsziel, echt wahr. Es folgt die dazugehörige Erklärungen, sowie Schnappschüsse von Lemon Soda und Cantuccini: weiterlesen

3 Ways to Wear // Erst Arbeit, dann Eis, dann Loco – mit Patchwork & Carmen Bluse

15.06.2017 um 13.25 – Mode Outfit Wir

Ich hätte meinen Allerwertesten darauf verwettet, dass ich diesem omnipräsenten Patchwork-Trend, der trotzdem kein richtiger Hype werden will, niemals auch nur den geringsten Reiz abgewinnen können würde und jetzt habe ich plötzlich den Salat. Dieser Tage überraschte mich das nachhaltige Denim Label Kings Of Indigo (der Name entstand doch tatsächlich bei einem Kings of Convenience Konzert), kurz K.O.I (der Fisch aus seinem Arm ist das Lieblingstattoo des Brand-Gründers), nämlich mit seinem zusammengeflickten Sade-Modell. Erst war ich skeptisch, fast schon entsetzt. Ich schlüpfte trotzdem hinein, zum Glück. Ein unerklärlicher Funke sprang da plötzlich über, ein bisschen wie jedes Mal, wenn ich einen Dackel sehe. Dann fange ich an zu quietschen und jauchzen vor lauter skurriler Niedlichkeit, die mir da entgegen wackelt. Diese Jeans ist jetzt also so etwas wie der Rauhaardackel meines Hosen-Potpourris, eine, die gute Laune macht. Und einen Knackpo sondergleichen (vergessen zu fotografieren, aber von ebenjener Superkraft hatte ich hier bereits geschwärmt).

Wie man mit Sade  aber überhaupt durch den Tag kommt, fragte ich mich kurz darauf, und zwar ohne dabei auszusehen wie ein Auto-Tuner mit Unterbodenbeleuchtung-Fetisch. Zum Beispiel so, wenn man mich fragt: weiterlesen