Kategorie-Archiv: Wohnen

WOHNEN //
Die ersten Stunden auf Balkonien

16.03.2017 um 9.55 – Wohnen

Mein vergangenes Wochenende verbrachte ich unter anderem damit, meine heimlichen Hausfrauenqualitäten auszupacken: Beflügelt vom sonnigen Wetter, machte ich mich nicht nur an die Bepflanzung meines winzigen Balkons, ich backte auch einen Rhabarberkuchen nach Lauras Rezept und lud meine liebsten Freunde zum Brunch ein. Ein Wochenende aus dem Bilderbuch quasi und das perfekte Kontrastprogramm zur turbulenten Woche. Und seither habe ich es schwarz auf weiß: Ich kriege einfach nicht genug von Hornveilchen und Rattan. Die Retrowelle ist in vollem Gange, es gibt bloß einen Haken: Platzmangel.

Tatendrang dank erster Frühlingsknospen, könnte man auch behaupten und so würde ich am liebsten jetzt gleich ohne Umwege zu IKEA stiefeln und alles aus ihrer neuen JASSA Kollektion mit nach Hause nehmen – wäre da nicht das allgegenwärtige Platzproblem. Keine Bank, kein Stuhl, nicht mal ein Höckerchen hätte Platz. Aber: Das Windspiel aus Bambus darf demnächst eingesackt werden und gegen die Supermarkt-Belieferung vor meiner Haustür anklingeln. Seid ihr auch bereit für die ersten Stunden (oder sagen wir: Minuten) auf eurem Balkon? Dann raus mit euch! weiterlesen

Interior //
Die schönsten Samtsofas

06.03.2017 um 12.03 – Wohnen

Als ich mich 2012 auf die Suche nach einem dunkelblauen Samtsofa machte (das ZEITmagazin weckte mit seinem damaligen Cover damals große Sehnsüchte), fand ich im Netz nichts, rein gar nichts. Offensichtlich wollte damals niemand außer mit ein muckeliges Samtträumchen zum Einsinken, anders kann ich mir das nicht vorhandene Angebot einfach nicht erklären. Fünf Jahre später sieht alles anders aus: Die Interior-Shops kredenzen uns Samtsofas nicht bloß in jeglicher Coleur, sondern auch in allen erdenklichen Formen: Von minimalistisch bis geschwungen, von urgemütlich bis quadratisch, praktisch gut ist alles dabei. Und weil ich es damals natürlich nicht abwarten konnte und mein erspartes Geld in ein dunkelblaues Filz-Ungetüm steckte, blutet mir bei all der Auswahl heute natürlich das Herz.

Ein rosafarbenes Model von Sigurd Larsen, das wär’s. Oder ein ebenfalls rosanes 2-er Sofa von Made.com. Wäre noch Platz in der Küche oder im Flur, dann dürfte dort ebenfalls ein moosgrünes Exemplar Platz nehmen. Ach, es ist verhext: Samt und ich, es soll einfach nicht sein. Solltet ihr damals allerdings nicht so ungeduldig gewesen sein, heute noch Platz in euren vier Wänden herrschen und die Samtlust ins Unermessliche steigen, dann haben wir hier 18 Sofas für euch, die nicht länger unbeachtet bleiben dürfen: weiterlesen

INTERIOR // Träumt schön!
Die schönsten Bettwäsche-Sets

06.02.2017 um 12.00 – Wohnen

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Es gab eine Zeit, da konnte Bettwäsche für mich nicht weiß und nicht clean genug sein. In weißen Leinen aufwachen, seinen Morgenkaffee schlürfen und die Ruhe vor dem Tag noch einmal so richtig aufsaugen: Hach! Es liegt nicht an den unzähligen Kaffeeflecken, die sich längst auf meinen weißen Textilien tummeln, auch nicht an den mittlerweile leicht gräulichen Stoffbahnen, aber ich brauche einen neuen Anstrich im Schlafzimmer – einen Farbigen. Und genau den zaubert man sich im Handumdrehen mit Tagesdecken in Bett: Einfach rüber über die Koffeinbleibsel und fertig. Einen Haken gibt’s bloß: Ich gehöre nämlich leider nicht zu den Menschen, die jeden Morgen sorgsam ihr Bett zurecht zupfen. Bei mir soll es schnell gehen und trotzdem gut ausschauen.

Das Thema mit der hübschen Tagesdecke ist zwar noch nicht ganz vom Tisch, deutlich einfacher gestaltet sich die ganze Sache allerdings gleich mit akzentuierter bis farbiger Bettwäsche. Von leuchtend Pink bis gelb getupft (Favorit!) über einheitlich gemustert, gerafft oder üppig bestickt: Wir haben uns für euch mal durch die Online Shops geklickt und sind durch die schönsten Betten gehüpft. weiterlesen

Interior //
Lieblingsvasen & grüne Pläne.

02.02.2017 um 10.03 – Wohnen

vasen pflanzen interieurEs gelüstet mir derzeit so sehr nach Frühling, dass ich sogar gewillt bin, meinem verwelkt-braungrünen Daumen eine weitere Chance auf Besserung zu gewähren. Weil ich außerdem ausnahmsweise wirklich zufrieden bin mit meinen eigenen vier Wänden und kaum wüsste, welcher Klimbim darin überhaupt noch Platz finden könnte, aber eben trotzdem ein kleine optische Frühjahrs-Auffrischung gebrauchen könnte, werde ich mir womöglich ganz einfach ein Beispiel an meinen Freundinnen nehmen. Die schaffen es nämlich immer wieder, durch Grünzeug und ein paar Wenige Handgriffe frischen Wind in ihre Buden zu bringen. Diese Tisch-Planter dort oben links besitze ich sogar schon, fehlt nur noch eine kleine Sukkulente. Der Korb könnte zudem als neues Zuhause für eine Topfpflanze dienen und außerdem wäre eine besondere Vase keine schlechte Idee, für den Ess- oder den Nachttisch. I go Bananas, oder so. Ihr merkt, es brennt mir unter den Fingern. Denn da ist ja auch noch dieser Baumwoll-Print damt Dschungel, der sich an meiner Wohnzimmerwand recht gut machen könnte: weiterlesen

INTERIOR // Die limitierte Trendkollektion von IKEA: Jassa!

23.01.2017 um 11.15 – box1 Wohnen

jassa_ikea

Keramikporzelan, bunte Wandteppiche, die an orientalische Mosaikfliesen erinnern und Rattan, ach Rattan, soweit das Auge reicht: Wenn IKEA mit seiner neuesten Limited Edition nach Asien reist, dann ist’s besiegelt: Das Fernweh nach warmen Ländern verdrängt skandinavischen Minimalismus nun komplett. Ab März zieht JASSA in den großen, gelben Würfel aus Schweden ein und sorgt mit einem Fingerschnips für einen Saisonwechsel in unseren vier Wänden. Ein klein bisschen Zeit bleibt uns also, um hin und her zu überlegen, was Jassa denn nun ersetzen darf, denn eigentlich ist in der Wohnung gar kein Platz mehr übrig: Nicht mal für einen einzigen Rattanstuhl. Aussetzen ist in diesem Moment trotzdem keine Option, zumindest für einen handgefertigten Mülleimer aus Rattan findet sich schon irgendein Eckchen. Apropos handgemacht:

Inspiriert von traditionellen Designs aus Indonesien und Südostasien bestehen alle Hand made Produkte der JASSA Kollektion aus natürlichen Roh­materialien. Und so finden wir neben Möbelstücken aus Rattan, auch Lampen, Keramikware und Textilien. Und diese Stücke gibt’s für euch ab März bei IKEA.  weiterlesen

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Interior //
Frischer Wind für 2017

10.01.2017 um 12.02 – Wohnen

interior

Mein Interior-Vorsatz für 2016? Ich will mich noch mehr von Ballast befreien, durchatmen und die Leichtigkeit in meiner Wohnung spüren. Im vergangenen Jahr habe ich mich von so viel Krimskrams getrennt, habe in regelmäßigen Abständen ausgemistet und mir für das restliche Chaos Schränke besorgt, die Durcheinander einfach hinter Türen verstecken. Und genau das will ich auch für 2017 weiter fokussieren: Schöne Regale sollen für Ordnung sorgen, das gute alte Side Board wird wieder Einzug in meinen Flur halten und unnötiger Schnickschnack wird verbannt. Zumindest ebenjener, der Unordnung bringt, nicht ins Farbkonzept passt und belastet. Es soll ruhiger werden, wenngleich Akzente nicht fehlen dürfen: Wie zum Beispiel meine neue Pantella Mini, die für eine weitere Lichtquelle sorgt und im knalligen Orange daher kommt. Gold darf 2017 auch nicht fehlen, ebenso wenig wie Kristalle, die es auf eine ganz eigene Art verstehen, Lichtspiele an die Wand zu projizieren.

Auch der Trend, sich noch mehr und mehr an Omis Einrichtung zu orientieren, die Kristallgläser weiter zu polieren, ihr den güldenen Servierwagen endlich abzuschwatzen oder sich den Themen „Jugendstil“ und „Rokoko“ mehr zu widmen, geht nicht spurlos an mir vorbei. Bevor ich mich allerdings wieder vollends ins nächste Interior-Ding stürze, wird vorerst abgewägt, wie viel davon wirklich zu mir passt. Fangen wir also an, uns ganz zaghaft anzunähern: Vielleicht mit kugelrunden Vasen, güldenen Äpfeln und bemalten Weingläsern? weiterlesen

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Interview mit Diptyque CEO Fabienne Mauny //
Woher kommt der Duftkerzen-Hype & wie entstehen die Preise?

14.12.2016 um 13.26 – Beauty Wohnen

interiew dyptiqueUnsere Scalamari Jane hat bereits ein sehr intensive Begegnung mit der aktuell wohl gehyptesten Duftkerze der Welt zu verzeichnen und wurde somit im Handumdrehen vom Anti-Mädchen zum Feigenbaum-Fan – trotz Hipsterprodukt-Stempel. Ich spreche hier also natürlich nicht von der Apfelzimt-Version aus dem Drogeriemarkt gegenüber, obwohl ebenjene sicher auch ihre Reize hat, nein, die Rede ist von Diptyque. Den meisten von euch ist das ikonische Gläschen mit den tanzenden Buchstaben bestimmt längt bekannt. Vergangene Woche jedenfalls feierte die Marke ein olfaktorisches Opening in Berlin. Selbstverständlich habe ich an diesem Abend Mäuschen gespielt, um herauszufinden: Warumwiesoweshalb der Hype? Und der mitunter mächtige Preis? Und noch viel mehr.

Mir war ja gar nicht klar, was mich eigentlich erwartet, als ich mich auf den Weg durch die nassen Straßen Friedrichhains in den Westen aufmachte. Aber einmal angekommen, verschlangen mich verlassene Gärten voller wild sprießender Rosen, miteinander verschmolzene saftige Beeren, Blüten, trockene Hölzer und die im Wind tanzende Arme der Berliner Linden. Aber jetzt mache ich es einfach kurz: Alsbald schon traf ich nämlich auf die Diptyque-Mutter, die zugleich CEO ihres Unternehmens ist, und konnte um ehrlich zu sein überhaupt nicht mehr aufhören, ihren Geschichten über die Welt der Düfte zu lauschen. Wir plauderten also über Gott und die Welt aber auch darüber, ob sogar Kerzen gewissen Trends folgen müssen, wie man diese Schätze am besten pflegt und stellten am Ende außerdem fest: Eigentlich sollte wirklich jeder Kerzen in seinem persönlichen Palast aufstellen. weiterlesen

Interieur // Kunst für die Wand
von IXXI

13.12.2016 um 15.57 – Wohnen

ixxi poster bilder

Wir liefen gerade durch Amsterdam, als Sarah und ich vor einem Schaufenster abgelenkt wurden, an dem kein Name stand, bloß ließ uns das, was durch die milchige Scheibe zu erkennen war, beinahe vergessen, dass wir schleunigst zurück zum Flughafen mussten: Laute bunte Blumen prangten da an Wand, auf vielen kleinen Quadraten, die gemeinsam ein Gemälde formten. Für ein schnelles Foto des Herstellers reichte unsere Zeit glücklicherweise noch ganz knapp. Heute dann, beim Durchsehen alter Bilder, fand ich den Schnappschuss und mich mir nichts dir nichts im dazugehörigen Online Shop wieder.

IXXI ist ganz offensichtlich auf Kunstdrucke und Fotos spezialisiert, die je nach Wunsch auf mehr oder weniger viele Einzelpappen und -Papiere gedruckt werden können. Sogar eigene Werke dürfen hochgeladen werden. Was dabei heraus kommt, ist Wandschmuck in Übergröße, wenn man so etwas überhaupt mag, denn auch kleinformatige Wünsche werden selbstredend berücksichtigt. Meine Favoriten seht ihr dort oben, wie etwa Van Os‘ „Fruit & flowers in a terracotta vase“, das eigentlich in der National Gallery London zuhause ist (hier lang gehts zur kompletten Kollektion). Obwohl so das hier auch nicht von schlechten Eltern ist: weiterlesen

INTERIOR // Auf der Suche
nach dem perfekten Bett

24.11.2016 um 14.24 – box2 box3 Wohnen

bett

Ich bin ziemlich froh darüber, dass unser Office mittlerweile wieder zur tagtäglichen Pilgerstätte geworden ist, um raus zu kommen und um Arbeit Arbeit sein zu lassen, schieben sich doch die Wände stündlich näher zueinander, während man im Homeoffice auf dem Sofa weilt. Seit ein paar Monaten herrschen hier also wieder ganz geregelte Strukturen und die eigene Wohnung wird peu à peu vom vergangenen Wahnsinn entmüllt. Während ich tagein, tagaus also auf die üblichen Baustellen starrte und mich dem Chaos irgendwann ergab, wurde vor wenigen Wochen Raum für Raum in Angriff genommen und neu strukturiert. Eine kleine Baustelle allerdings gibt’s noch immer: Das Schlafzimmer. Zwar hat meine selbsternannte Pax-Hölle längst dafür gesorgt, dass Kleidung wohl verstaut im weißen Kubus schlummert, das Bett allerdings will sich einfach nicht richtig in den Raum einfügen: Zu groß, zu überladen, zu schwer wirkt der Raum.

Das selbstgezimmerte Schlummerland muss also wohl oder übel abgebaut und sorgfältig verstaut werden, um sich irgendwann in einem anderen Domizil besser entfalten zu können. Für den Übergang (oder doch vielleicht für länger, denn ein Umzug ist nicht in Sicht) darf’s also leichter werden, zarter und weniger Buff. Dass sich dieses Vorhaben allerdings als dermaßen unmöglich herausstellt, ist nicht bloß ernüchternd, sondern fast schon frustrierend. Ein dezenter Rattan-Vintage-Traum, das wär’s. Bloß scheint es die ausschließlich in Miniaturform für Babies oder als Daybed zu geben. Ich bleibe also auf der Suche nach dem perfekten Bett, um mich auf dem Weg dahin immer wieder an irgendwelchen Kreuzungen zu verirren.  weiterlesen

Interior // Weihnachtsdeko
(fast) minus Kitsch

22.11.2016 um 12.03 – Wohnen

weihnachtsdeko 2016 nicht kitschig

Jahrelang habe ich mich erfolgreich gegen jegliche Art von Weihachtsdeko in meinen eigenen vier Wänden gewehrt, mehr wegen der drohenden Wegräum-Faulheit im Nachgang als aus Überzeugung wohlgemerkt, und vor allem wohl als Protestbewegung gegen meine überdekorierende Mutter (entschuldige, Mama, aber diese Putten!), die ihre Leidenschaft wiederum meiner Oma zu verdanken hat. Nun hätte ich mir gleich denken können, dass das nicht ewig so weitergehen würde, ihr wisst schon, die nicht weit vom Stamm fallenden Äpfel zeigen einem schon mit noch nicht einmal Dreißig relativ regelmäßig, wie der Familien-Hase läuft. Und so kommt es, dass ich schon jetzt zum Weihnachtsbaumschlagen verabredet und außerdem unter die Plätzchenbäckerinnen gegangen bin. Im November. Und wisst ihr was? Es ist mir die reinste Wonne.

Um aber zumindest nicht komplett die weiße Flagge hissen zu müssen, versuche ich mir immerhin hinsichtlich der Deko ein kleines bisschen treu zu bleiben. Obs wirklich gelingen wird, weiß ich nicht, denn stellt euch vor, gestern noch blieb ich kurz vor dem Lamettagestrüpp im Supermarkt stehen. Am Ende sind es bloß Lichterketten geworden. Die da oben. Ein feiner Neuzugang, wenn man mich fragt: weiterlesen

INTERIOR //
Pink & Cosy Winter.

16.11.2016 um 18.05 – box2 Wohnen

pink cosy winter interior

Ich habe nichts rosafarbenes in der Wohnung, mit Ausnahme eines Salzstreuers vielleicht und gut, womöglich liegt irgendwo auch noch ein kleines Tablett aus pastelligeren Zeiten in der Küche herum, aber ansonsten orientiere ich mich wirklich strikt an Mondrian und klaren Grundfarben, warum weiß ich nicht. Eine gute Frage, die ich mir immer wieder stelle, jüngst sogar im Angesicht der Sofaentscheidung, vornehmlich aber, wenn ich mal wieder bei einem meiner tendenziell skandinavisch eingerichteten Freunde zu Besuch war, wo ich mich zwischen Altrosa, Mausgrau und Taubengrau sauwohl fühlen durfte. Wieder daheim angekommen sitze ich dann zwischen Gelb, Rot und Blau und sehne mich nach der gerade noch gesichteten Leichtigkeit fürs Auge, zumindest temporär. Weil ich dennoch nicht vorhabe, Tabula Rasa mit meinem Interieur zu machen, werde ich mir demnächst wohl einen rosa Bademantel als Trostpflaster gönnen und mich ansonsten für andere freuen. Für euch zum Beispiel. Schickt mir bitte Fotos, solltet ihr schon oder bald in Besitz einer Samtcouch sein, das würde mir vorerst schon genügen. Wobei – so ein kleines Wandregal hat auch noch niemandem geschadet: weiterlesen

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Interior // Die schönsten
Plaids, Quilts & Kuscheldecken

09.11.2016 um 12.47 – Wohnen

tagesdecken

Ich mag Decken. Man kann Decken im Grunde ja auch gar nicht nicht mögen. Sie spenden Wärme und schenken Geborgenheit, das ist toll, nur wenn sie fusseln und die Fussel dann ins Nasenloch gesogen werden wie Staubmäuse in den Saugerschlauch, und wenn sie dort dann kleben bleiben, und auch an den öligen Chipsfingern, dann sind Decken nicht mehr toll, sondern ausgesprochen nervtötend. Ansonsten fallen mir nach gründlicher Überlegung aber wirklich nur Pluspunkte und vor allem gute Argumente für einen Deckenkauf ein. Bei mir persönlich drängt dieses Vorhaben sogar ein wenig, ich leide unter dem Netflix-Eisfuß-Syndrom. Nun starre ich seit etwa einem Jahr allerdings konstant zwischen zwei Modellen hin und her, beide haben es mir schwer angetan und ich bin kurz davor, jemand anderem, womöglich dem Mann, diese Entscheidung zu überlassen: Schwarzweiß plus Pompoms oder lieber die erdig-linke Alternative aus Übersee?

Ich weiß nur eins: Könnte ich nochmal von vorn anfangen, würde ich definitiv den Landhausstil siegen lassen und fortan im floral-royalen Blumen-Quilt Fruchtgummi verspeisen. weiterlesen

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FAIR FRIDAY // INTERIOR WISH LIST:
Gemütlich daheim mit Manufactum

04.11.2016 um 10.11 – Nachhaltigkeit Wohnen

manufactum

Eine ziemlich lange Zeit durfte alles bloß pastellig sein, nach Skandinavien duften und möglichst reduziert aussehen – und so fanden wir uns in dem perfekten Instagram-Arrangement wieder, ohne viel Wärme und Gemütlichkeit, ohne besonders viel Charme und der Prise Geschichte. Versteht mich nicht falsch, unfassbar gern betrete ich auch heute noch minimalistische vier Wände, die so aufgeräumt aussehen, dass ich beim Betreten fast fürchte, das Gesamtkonzept durch das Ablegen meines Mantels zu zerstören. Es ist schön anzusehen und ich hege noch immer große Bewunderung für all die Minimalisten unter euch, bloß funktioniert die Art zu Leben für mich persönlich nicht. Zu viel Krims Krams, zu viele Dinge, von denen ich mich nicht trennen mag und zu viel Weiß, Hellblau und Mintgrün, sind für mich einfach nichts.

Heute liebe ich es also sehr, die Kristallgläser meiner Oma auf den Tisch zu stellen, auf einem knarzenden Thonet zu sitzen, im selbstgebauten Bett zu schlummern und schon jetzt ein klein bisschen die Zeichen der Zeit in meiner kleinen Bude zu spüren, diesen Mix eben, aus all den vergangenen Stilen, die ich jemals mitmachen wollte (mit Ausnahme der aufblasbaren Plastiksessel, versteht sich). Irgendwann konnte ich mich nämlich erfolgreich gegen meinen Freund durchsetzen (oder zumindest ein bisschen) und einen Hauch Landhaus mit Minimalismus vermischen, folklore Schätze mit einst geleisteten dänischen Perlen vermählen, während ich mich längst wieder von den vertrockneten Kakteen getrennt habe und seither saftiges Grün sprießen lasse. Für den perfekten Wohntraum stehen aber natürlich immer mal wieder ein paar Lieblinge auf der hauseigenen Wunschliste – und genau die schreien alle nach Langlebigkeit. Und wo finden wir die? Genau das haben wir euch erst vor ein paar Wochen verraten: Bei Manufactum, natürlich. Grund genug, meine Wunschliste aus dem schönen Universum des nachhaltigen Designs und trendüberdauernden Klassiker heute mit euch zu teilen: Für immer, von damals und heute – und für morgen. weiterlesen

Interior // Neues von Hay

02.11.2016 um 12.19 – box2 Wohnen

hay

Es muss ungefähr 2012 gewesen sein, da schielte längst nicht mehr bloß unsere Modeblubberblase nach Skandinavien, auch Freunde der moderner Einrichtungskonzepte spitzten ihre Öhrchen und richteten sie gen Dänemark. Ein Brand mit drei Buchstaben sorgte dafür, dass Interior-Geschichten, so reduziert, so pastellgetränkt, fortan jede Wohnung zieren wollten: Hay. Das Einrichtungskonzept aus dem kleinen, dänischen Städtchen Herning. Das Konzept? Designerstücke in Serienmöbel übersetzen, um sie erschwinglicher zu vertreiben. Kurzum: Das COS der Möbelbranche, so verglich der deutsche Designer Stefan Diez in einem Interview mit der brand eins Hay mit dem H&M-Ableger. Hay sorgte für Aufruhe unter den Herstellern, weil ihre simple Strategie aufging, die Marke wie durch einen Schneeball-Effekt bekannt wurde und das, obwohl Rolf und Mette Hay stets komplett auf Werbung verzichteten. Langsam aber sicher öffnen sie sich aber doch, arbeiten mittlerweile mit ihrem modischen Pendant COS zusammen und kollaborieren sogar mit IKEA im kommenden Jahr.

Und auch ihre pastellige Farbpalette ist längst passé: Bei Hay setzt man längst auf fernöstliche Fundstücke, Terrazzo und warme Töne, die sich hervorragend mit dem skandinavischen Design der Dänen verträgt. Außerdem holte man sich Design-Stars wie Ronan und Erwan Bouroullec mit ins Boot, lancierte jüngst eine Bettwäsche-Serie und setzt auf Gimmicks und Dinge für den täglichen Gebrauch. Aber seht selbst: Neue Fundstücke von Hay!  weiterlesen

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Interior //
Couch Potatoe Paradise.

31.10.2016 um 14.36 – box3 Wohnen

wohnzimmer deko 2016Anfang Herbst mutiere ich meist zum temporären Couch Potatoe. Mein Sofa wird zum Lebensmittelpunkt des Geschehens, allein, in Zweisamkeit und auch mit Freunden, die stets eingeladen sind, sich ebenfalls in Decken zu wickeln um stundenlang Tee zu schlürfen, über das Wetter zu schimpfen oder das Grau gar als Legitimation zum Nichtstun zu nutzen. Außer, zu später Stunde funken die Gilmore Girls dazwischen, das Berieselnlassen gehört nämlich ebenso wie das Vertilgen von zu vielen Zimtsternen zu einer meiner liebsten Feierabendbeschäftigungen an anti-sozialen Tagen. Vielleicht wird die heimische Sofaecke gerade deshalb so häufig Opfer meines Umräumwahns, zu dem sich seit etwa drei Lebensjahren sogar noch ein Deko-Tick gesellt hat. ich hätte das ja selbst nie gedacht, aber Vasen zum Beispiel lassen nun also wirklich mein Herz hüpfen, genau wie hübsche Zeitungsständer. Und müsste ich just in diesem Augenblick die Lümmelecke meiner Träume skizzieren, sie sähe in etwa so aus wie die obige. weiterlesen