Kategorie-Archiv: Wohnen

INTERIOR // Auf der Suche
nach dem perfekten Bett

24.11.2016 um 14.24 – Wohnen

bett

Ich bin ziemlich froh darüber, dass unser Office mittlerweile wieder zur tagtäglichen Pilgerstätte geworden ist, um raus zu kommen und um Arbeit Arbeit sein zu lassen, schieben sich doch die Wände stündlich näher zueinander, während man im Homeoffice auf dem Sofa weilt. Seit ein paar Monaten herrschen hier also wieder ganz geregelte Strukturen und die eigene Wohnung wird peu à peu vom vergangenen Wahnsinn entmüllt. Während ich tagein, tagaus also auf die üblichen Baustellen starrte und mich dem Chaos irgendwann ergab, wurde vor wenigen Wochen Raum für Raum in Angriff genommen und neu strukturiert. Eine kleine Baustelle allerdings gibt’s noch immer: Das Schlafzimmer. Zwar hat meine selbsternannte Pax-Hölle längst dafür gesorgt, dass Kleidung wohl verstaut im weißen Kubus schlummert, das Bett allerdings will sich einfach nicht richtig in den Raum einfügen: Zu groß, zu überladen, zu schwer wirkt der Raum.

Das selbstgezimmerte Schlummerland muss also wohl oder übel abgebaut und sorgfältig verstaut werden, um sich irgendwann in einem anderen Domizil besser entfalten zu können. Für den Übergang (oder doch vielleicht für länger, denn ein Umzug ist nicht in Sicht) darf’s also leichter werden, zarter und weniger Buff. Dass sich dieses Vorhaben allerdings als dermaßen unmöglich herausstellt, ist nicht bloß ernüchternd, sondern fast schon frustrierend. Ein dezenter Rattan-Vintage-Traum, das wär’s. Bloß scheint es die ausschließlich in Miniaturform für Babies oder als Daybed zu geben. Ich bleibe also auf der Suche nach dem perfekten Bett, um mich auf dem Weg dahin immer wieder an irgendwelchen Kreuzungen zu verirren.  weiterlesen

Interior // Weihnachtsdeko
(fast) minus Kitsch

22.11.2016 um 12.03 – Wohnen

weihnachtsdeko 2016 nicht kitschig

Jahrelang habe ich mich erfolgreich gegen jegliche Art von Weihachtsdeko in meinen eigenen vier Wänden gewehrt, mehr wegen der drohenden Wegräum-Faulheit im Nachgang als aus Überzeugung wohlgemerkt, und vor allem wohl als Protestbewegung gegen meine überdekorierende Mutter (entschuldige, Mama, aber diese Putten!), die ihre Leidenschaft wiederum meiner Oma zu verdanken hat. Nun hätte ich mir gleich denken können, dass das nicht ewig so weitergehen würde, ihr wisst schon, die nicht weit vom Stamm fallenden Äpfel zeigen einem schon mit noch nicht einmal Dreißig relativ regelmäßig, wie der Familien-Hase läuft. Und so kommt es, dass ich schon jetzt zum Weihnachtsbaumschlagen verabredet und außerdem unter die Plätzchenbäckerinnen gegangen bin. Im November. Und wisst ihr was? Es ist mir die reinste Wonne.

Um aber zumindest nicht komplett die weiße Flagge hissen zu müssen, versuche ich mir immerhin hinsichtlich der Deko ein kleines bisschen treu zu bleiben. Obs wirklich gelingen wird, weiß ich nicht, denn stellt euch vor, gestern noch blieb ich kurz vor dem Lamettagestrüpp im Supermarkt stehen. Am Ende sind es bloß Lichterketten geworden. Die da oben. Ein feiner Neuzugang, wenn man mich fragt: weiterlesen

INTERIOR //
Pink & Cosy Winter.

16.11.2016 um 18.05 – Wohnen

pink cosy winter interior

Ich habe nichts rosafarbenes in der Wohnung, mit Ausnahme eines Salzstreuers vielleicht und gut, womöglich liegt irgendwo auch noch ein kleines Tablett aus pastelligeren Zeiten in der Küche herum, aber ansonsten orientiere ich mich wirklich strikt an Mondrian und klaren Grundfarben, warum weiß ich nicht. Eine gute Frage, die ich mir immer wieder stelle, jüngst sogar im Angesicht der Sofaentscheidung, vornehmlich aber, wenn ich mal wieder bei einem meiner tendenziell skandinavisch eingerichteten Freunde zu Besuch war, wo ich mich zwischen Altrosa, Mausgrau und Taubengrau sauwohl fühlen durfte. Wieder daheim angekommen sitze ich dann zwischen Gelb, Rot und Blau und sehne mich nach der gerade noch gesichteten Leichtigkeit fürs Auge, zumindest temporär. Weil ich dennoch nicht vorhabe, Tabula Rasa mit meinem Interieur zu machen, werde ich mir demnächst wohl einen rosa Bademantel als Trostpflaster gönnen und mich ansonsten für andere freuen. Für euch zum Beispiel. Schickt mir bitte Fotos, solltet ihr schon oder bald in Besitz einer Samtcouch sein, das würde mir vorerst schon genügen. Wobei – so ein kleines Wandregal hat auch noch niemandem geschadet: weiterlesen

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Interior // Die schönsten
Plaids, Quilts & Kuscheldecken

09.11.2016 um 12.47 – Wohnen

tagesdecken

Ich mag Decken. Man kann Decken im Grunde ja auch gar nicht nicht mögen. Sie spenden Wärme und schenken Geborgenheit, das ist toll, nur wenn sie fusseln und die Fussel dann ins Nasenloch gesogen werden wie Staubmäuse in den Saugerschlauch, und wenn sie dort dann kleben bleiben, und auch an den öligen Chipsfingern, dann sind Decken nicht mehr toll, sondern ausgesprochen nervtötend. Ansonsten fallen mir nach gründlicher Überlegung aber wirklich nur Pluspunkte und vor allem gute Argumente für einen Deckenkauf ein. Bei mir persönlich drängt dieses Vorhaben sogar ein wenig, ich leide unter dem Netflix-Eisfuß-Syndrom. Nun starre ich seit etwa einem Jahr allerdings konstant zwischen zwei Modellen hin und her, beide haben es mir schwer angetan und ich bin kurz davor, jemand anderem, womöglich dem Mann, diese Entscheidung zu überlassen: Schwarzweiß plus Pompoms oder lieber die erdig-linke Alternative aus Übersee?

Ich weiß nur eins: Könnte ich nochmal von vorn anfangen, würde ich definitiv den Landhausstil siegen lassen und fortan im floral-royalen Blumen-Quilt Fruchtgummi verspeisen. weiterlesen

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FAIR FRIDAY // INTERIOR WISH LIST:
Gemütlich daheim mit Manufactum

04.11.2016 um 10.11 – Nachhaltigkeit Wohnen

manufactum

Eine ziemlich lange Zeit durfte alles bloß pastellig sein, nach Skandinavien duften und möglichst reduziert aussehen – und so fanden wir uns in dem perfekten Instagram-Arrangement wieder, ohne viel Wärme und Gemütlichkeit, ohne besonders viel Charme und der Prise Geschichte. Versteht mich nicht falsch, unfassbar gern betrete ich auch heute noch minimalistische vier Wände, die so aufgeräumt aussehen, dass ich beim Betreten fast fürchte, das Gesamtkonzept durch das Ablegen meines Mantels zu zerstören. Es ist schön anzusehen und ich hege noch immer große Bewunderung für all die Minimalisten unter euch, bloß funktioniert die Art zu Leben für mich persönlich nicht. Zu viel Krims Krams, zu viele Dinge, von denen ich mich nicht trennen mag und zu viel Weiß, Hellblau und Mintgrün, sind für mich einfach nichts.

Heute liebe ich es also sehr, die Kristallgläser meiner Oma auf den Tisch zu stellen, auf einem knarzenden Thonet zu sitzen, im selbstgebauten Bett zu schlummern und schon jetzt ein klein bisschen die Zeichen der Zeit in meiner kleinen Bude zu spüren, diesen Mix eben, aus all den vergangenen Stilen, die ich jemals mitmachen wollte (mit Ausnahme der aufblasbaren Plastiksessel, versteht sich). Irgendwann konnte ich mich nämlich erfolgreich gegen meinen Freund durchsetzen (oder zumindest ein bisschen) und einen Hauch Landhaus mit Minimalismus vermischen, folklore Schätze mit einst geleisteten dänischen Perlen vermählen, während ich mich längst wieder von den vertrockneten Kakteen getrennt habe und seither saftiges Grün sprießen lasse. Für den perfekten Wohntraum stehen aber natürlich immer mal wieder ein paar Lieblinge auf der hauseigenen Wunschliste – und genau die schreien alle nach Langlebigkeit. Und wo finden wir die? Genau das haben wir euch erst vor ein paar Wochen verraten: Bei Manufactum, natürlich. Grund genug, meine Wunschliste aus dem schönen Universum des nachhaltigen Designs und trendüberdauernden Klassiker heute mit euch zu teilen: Für immer, von damals und heute – und für morgen. weiterlesen

Interior // Neues von Hay

02.11.2016 um 12.19 – Wohnen

hay

Es muss ungefähr 2012 gewesen sein, da schielte längst nicht mehr bloß unsere Modeblubberblase nach Skandinavien, auch Freunde der moderner Einrichtungskonzepte spitzten ihre Öhrchen und richteten sie gen Dänemark. Ein Brand mit drei Buchstaben sorgte dafür, dass Interior-Geschichten, so reduziert, so pastellgetränkt, fortan jede Wohnung zieren wollten: Hay. Das Einrichtungskonzept aus dem kleinen, dänischen Städtchen Herning. Das Konzept? Designerstücke in Serienmöbel übersetzen, um sie erschwinglicher zu vertreiben. Kurzum: Das COS der Möbelbranche, so verglich der deutsche Designer Stefan Diez in einem Interview mit der brand eins Hay mit dem H&M-Ableger. Hay sorgte für Aufruhe unter den Herstellern, weil ihre simple Strategie aufging, die Marke wie durch einen Schneeball-Effekt bekannt wurde und das, obwohl Rolf und Mette Hay stets komplett auf Werbung verzichteten. Langsam aber sicher öffnen sie sich aber doch, arbeiten mittlerweile mit ihrem modischen Pendant COS zusammen und kollaborieren sogar mit IKEA im kommenden Jahr.

Und auch ihre pastellige Farbpalette ist längst passé: Bei Hay setzt man längst auf fernöstliche Fundstücke, Terrazzo und warme Töne, die sich hervorragend mit dem skandinavischen Design der Dänen verträgt. Außerdem holte man sich Design-Stars wie Ronan und Erwan Bouroullec mit ins Boot, lancierte jüngst eine Bettwäsche-Serie und setzt auf Gimmicks und Dinge für den täglichen Gebrauch. Aber seht selbst: Neue Fundstücke von Hay!  weiterlesen

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Interior //
Couch Potatoe Paradise.

31.10.2016 um 14.36 – Wohnen

wohnzimmer deko 2016Anfang Herbst mutiere ich meist zum temporären Couch Potatoe. Mein Sofa wird zum Lebensmittelpunkt des Geschehens, allein, in Zweisamkeit und auch mit Freunden, die stets eingeladen sind, sich ebenfalls in Decken zu wickeln um stundenlang Tee zu schlürfen, über das Wetter zu schimpfen oder das Grau gar als Legitimation zum Nichtstun zu nutzen. Außer, zu später Stunde funken die Gilmore Girls dazwischen, das Berieselnlassen gehört nämlich ebenso wie das Vertilgen von zu vielen Zimtsternen zu einer meiner liebsten Feierabendbeschäftigungen an anti-sozialen Tagen. Vielleicht wird die heimische Sofaecke gerade deshalb so häufig Opfer meines Umräumwahns, zu dem sich seit etwa drei Lebensjahren sogar noch ein Deko-Tick gesellt hat. ich hätte das ja selbst nie gedacht, aber Vasen zum Beispiel lassen nun also wirklich mein Herz hüpfen, genau wie hübsche Zeitungsständer. Und müsste ich just in diesem Augenblick die Lümmelecke meiner Träume skizzieren, sie sähe in etwa so aus wie die obige. weiterlesen

INTERIOR // Vorgemerkt:
Die schönsten Wandkalender 2017

17.10.2016 um 14.49 – Wohnen

interior

Es gab eine Zeit, da kam ich getrost ohne Kalender aus, weil mein Kopf zu einem Daten-Super-Brain mutierte, das rein gar nichts verpasste: Keinen Geburtstag, keine Klausur, keine Verabredungen und auch keine Deadlines. Wenn mich jemand fragte, wann welches Event anstand oder wann wir wo verabredet waren, hatte ich die Antwort parat.

Das änderte sich allerdings schlagartig in meiner Schwangerschaft: Mein Kopf-Kalender wurde lückenhaft und meine Behauptungen so fehlerhaft, sodass Nike und ich schon mal an Türen klopften, in der festen Annahme, fest verabredet zu sein, dabei hatten wir uns nicht nur beim Tag und bei der Uhrzeit vertan, sondern auch beim Ort. Und es wuchs auf meinen Mist. Wäre Nike also nicht irgendwann zu einem ordnungsliebenden Menschen mutierte, hätte die organisatorische Reißleine gezogen und auf einen gemeinsamen JW Kalendar bestanden, ich würde wahrscheinlich noch immer denken, heute sei Dienstag und unser Mädchenabend stünde gleich an.  weiterlesen

Interior Wish List // INVESTMENT PIECES ❤️
Mit Kunst von Conny Maier, Plexiglas & Gold

13.10.2016 um 8.15 – Kunst Wohnen

interior wishlist conny maierJahrelang blieb ich auf die Frage nach meiner Lieblingskünstlerin stumm, heutzutage droht man ja beinahe zu ersaufen in Neuentdeckungen, von denen am Ende nicht viel mehr bleibt als ein nervöses Kramen im digitalen Notizblock, weil man sich nicht einmal den dazugehörigen Namen merken konnte. Bei Conny Maier ist das anders. Ihre Ausstellung COKE FIRST blieb mir wie ein farbgewaltiger Dolch im Gedächtnis stecken und bohrte sich alsbald auch in mein Herz hinein. Seither steht fest: Sollte meine Sammlung wahrer Gemälde sich irgendwann einmal tatsächlich von einem einsamen Exemplar auf ganze zwei vergrößern, wird es ein waschechter Meier sein. Atelierbesuche sind übrigens erwünscht, vielleicht treffen wir uns ja dort.

Damit wäre die Sache mit der heiteren Wunscherfüllung zwar vorerst abgehakt, aber wenn ein wenig Träumen an dieser Stelle noch erlaubt sein darf, hätte ich da noch drei, vier, fünf weite Ideen für kleine bis mittelgroße Investitionen in die Ewigkeit. So ein Teppich etwa wäre keine schlechte Idee und auch das Plexiglas-Trio dort oben wirft mich derart in das elterliche Wohnzimmer meiner Kindergartenbestenfreundin Leonie zurück, dass mir jeder andere Beistelltisch derzeit getrost den Buckel herunter rutschen kann. Achso, und dann kam jüngst auch noch der dänische Leuchtenhersteller Louis Poulsen mit einer Miniausgabe der ikonischen Panthella Leuchte um die Ecke. Die hierfür gewählten Farben stammen noch aus Verner Pantons letztem Projekt vor seinem Tod im Jahr 1998, der Ausstellung ‚Licht und Farben‘. Du rote Neune. Aber bald ist ja schon Weihnachten: weiterlesen

Interior // Rund ums Bett

06.10.2016 um 9.59 – Shopping Wohnen

daheim

Ich besaß es längst, das Rattan-Bett meiner Träume, zog mit ihm aus meiner geliebten Studenten-WG in den Wedding und holte mir ein Stückchen Heimat mit nach Berlin. Dann kam der Mann – und 120cm Breite wurden einfach zu schmal. Einer von uns flog irgendwann in der Nacht immer im hohen Bogen auf den Boden und ziemlich schnell war klar: Mein Heimatbett sollte mein Heimatbett bleiben – und so steht es heute wieder in meinem alten Kinderzimmer und beherbergt uns, wenn die Rheinlandsehnsucht mich quält. Das klappt sogar mittlerweile zu dritt, beschränkt sich, wohl gemerkt, allerdings auch auf wenige Tage. Seither träume ich im selbstgezimmerten Himmelbett, aber auch das bringt ein paar Probleme mit sich: Es ist einfach zu wuchtig für den kleinen Raum, steht vor dem Fenster und lässt kaum Tageslicht herein. Und so schiele ich dann und wann rüber zur alten Liebe Rattan und stieß bei meiner jüngsten Recherche auf die Bambus-Modelle von Elsie Green, die mir völlig den Kopf verdreht haben, bloß ebenfalls viel zu klein sind.

Perfekt inszeniert und eingebettet in einen Bambus-Rattan-Jungle mit cremefarbenen Kissen und Decken, sorgen die Ladies von Honestly WTF jetzt natürlich dafür, dass ich nun von einem weiteren Zimmer für Daybed-Tage träume. Selbstverständlich bleibe ich realistisch: Für eine Vier-Raum-Wohnung müsste ich in Berlin derzeit eine Bank ausrauben. Hier bleibt also vorerst alles beim Alten. Während die Suche nach einem passenden 160er Modell trotzdem heimlich weiter geht, mache ich es mir in der Zwischenzeit einfach mit einem neu aufgelegten Ordnungsplan und Kleinigkeiten rund ums bestehende Bett herum Gedanken: Für verregnete Herbsttage und noch mehr Gemütlichkeit: weiterlesen

Fair Shopping // Ein virtueller Rundgang
durch die Welt von Manufactum

Manufactum

Seit neun Jahren wohne ich bereits in meinen eigenen vier Wänden, habe einst ziemlich spartanisch und Birke-Furnier-inspiriert gelebt und meine Küche mit meiner liebsten Heimatfreundin geteilt, bin nach Berlin gezogen und fand mich in einem über Wochen nahezu leeren WG-Zimmer wieder, zog wieder um und zwar in die DIY-Bude meines Freundes und stellte dort alles mit meinen Habseligkeiten auf den Kopf. Seither ist viel passiert, Möbel sind im hohen Bogen wieder aus der Wohnung geflogen, wurden weiterverkauft oder verschenkt, Neues und Gebrauchtes ist dazugekommen und so langsam kann ich behaupten: Wir sind angekommen – und haben eines gelernt: Auf Wertigkeit setzen, zahlt sich am allermeisten aus. So umgibt mich bei meinem Rundumblick durch die eigene Wohnung mittlerweile ein Haufen Lieblinge, (für mich) kostbare Sammlerstücke und langlebige Zeitgenossen, die ich noch mit in meine AltersWG schleppen werden.

Warum ich euch das alles erzähle? Weil streng genommen alles mit meiner ersten hochwertigen Berlin-Anschaffung angefangen hat: Nämlich mit meinem Kaffeehaus-inspirierten Garderobenständer, in den ich mich bei meinem allerersten Manufactum-Besuch vor sechs Jahren Hals über Kopf hereinverknallte. Mein Freund zeigte mir diese kleine Perle voller schöner Dinge und von jetzt auf gleich war klar: Hier gibt es einfach alles, wonach das Herz verlangt: Kupferfarbene Töpfe, die schönsten Seifen, hochwertige Möbel, nachhaltige Kleidung oder ausgewählte Lebensmittel. Hier trifft Tradition auf alle Bereiche des Lebens, während Designklassiker sich mit Neuentdeckungen vermählen. Und weil wir zwischen all den schnellen Komsumgütern, den kurzlebigen Liebschaften und einer schier unendlichen Auswahl an täglichen Neuerscheinungen gerne mal wieder für ein wenig Durchatmen sorgen wollen, haben wir uns mit dem „Warenhaus der guten Dinge“ oder wie wir es nennen würden: „Dem wohl schönsten und vielfältigsten Concept Store für Nachhaltigkeit und Designklassiker“ zusammen getan und zeigen euch in den kommenden Monaten, was Manufactum eigentlich genau zu bieten hat. Und mit einem kleinen Rundumschlag machen wir heute den Anfang:  weiterlesen

Wish List // Gemütlichkeit im Herbst

29.09.2016 um 14.38 – Wohnen

gemuetlichkeit zuhauseDas, was zwischen Hochsommer und buntem Herbst kommt, diese saisonale Zwischenform eben, ist, was mich alljährlich am allermeisten beglückt. Da kribbelt es richtig im Bauch. Abendessen bei Dunkelheit mit Kerzenschein und den Liebsten, Hörbücher hören, Bäder nehmen, Fotoalben sortieren, all dieser schmalzige Kram eben, den man im Sommer allzu durch ein kühles Radler am Ufer ersetzt. Seit etwa einer Woche kitzelt es mich wieder, das Gefühl von ultimativem Couch Potatoe-tum. Ich freue mich wie Bolle darauf, Frühlingskleider zu dicken Strick zu kombinieren, die Teekanne zu polieren und Sonntage im langen Pyjama zu verbringen. Hätte ich denn überhaupt einen. Und auch holzige Duftkerzen dürfen nun endlich wieder auf dem Couchtisch Platz nehmen, oder der Kork-Bank, meinem besten Ikea-Kauf aller Zeiten. Hätte ich noch dazu ein paar Kleider-Wünsche frei, ich würde mich in Karos baden und Wanderschuhe tragen, obwohl die Temperaturen eigentlich noch gar nicht so weit sind. Achja, und eine Kuscheldecke als Bett-Überwurf – auch keine schlechte Idee: weiterlesen

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Interior-Wishlist //
Wie aus der Sammelkiste

27.09.2016 um 7.51 – box3 Wohnen

sammelstuecke

Als ich vor 6 Jahren nach Berlin zog, nahm ich nichts außer eine Reisetasche und ein paar Bilder mit. Es folgten: Mein Bett und ein paar heimelige Accessoires und Habseligkeiten, die ich noch immer zu den liebsten Gegenständen in meiner Wohnung zähle. Auf die Schnelle: zwei silberne Kerzenständer, eine Vase, silberfarbene Teelichthalter, eine kleine Schmuckschatulle, rote Kissen und gelbes Porzelan. Ich besorgte mir im Anschluss Möbel für den schmalen Taler, die ich fast allesamt irgendwann ersetzte. Käufe, die mich heute fast allesamt fuchsteufelswild machen, weil sie so unüberlegt, wenig aus dem Herzen und mehr aus der Not heraus getroffen wurden. Seither versuche ich kontnuierlich, es besser zu machen und in Langlebigkeiten zu investieren, auf Wertigkeit (und sei sie Second Hand) zu setzen und statt praktisch zu denken, mehr mein Herz sprechen zu lassen. Denn eines habe ich festgestellt: Eine Wohnung muss nicht von Anfang an funktionieren, denn am schönsten wird sie, wenn man ihr Zeit gibt, mit ihr zu wachsen. Aber auch: Umso mehr Erinnerungen ich in ein vermeintlich läppisches Gut herein projiziere, desto mehr Bedeutung hat es für mich, desto unwahrscheinlich ist eine Trennung irgendwann.

Mein String Regal gehört dazu, ebenso wie der Eames Schaukelstuhl aus Fiberglas, der Thonet, meine IKEA Korkbank, der Apothekerschrank oder der Boucherouite im Kinderzimmer. Anschaffungen, die ich meist auf dem Flohmarkt fand und die mich immer noch überglücklich stimmen. Was noch fehlt? Rational betrachtet gar nichts mehr, ein paar Kleinigkeiten kann man für das eigene Sammelsurium aber trotzdem noch gebrauchen, weiter schenken und Freude bereiten oder ganz einfach anschmachten, bis sich die Kaufgelegenheit ergibt. Und so findet sich auf meiner Wunschliste Kunterbuntes wie aus der Sammelkiste – vollgeladen mit Erinnerungen.  weiterlesen

Interior // Golden Hours.

22.09.2016 um 12.36 – Wohnen

interior trend gold

Eine ganze Zeit lang war Kupfer farbtechnisch überaus hoch im Kurs. Fragt mich nicht wieso, zwischen uns wollte es einfach nicht funken. Stattdessen könnte ich seit jeher in Gold baden. Auch im wahrsten Sinne des Wortes, gegen eine derartige Badewanne hätte ich nichts, aber auch rein gar nichts einzuwenden. Ein Glück, dass es realistischere und womöglich sogar viel hübschere Alternativen zur übertriebenen Dekadenz gibt. Gold muss nämlich nicht protzen. Vielmehr vermag es die Coleur des womöglich schönsten Edelmetalls, einen perfekten Balance-Akt zwischen unbeschwerter, leichter Gemütlichkeit und klarer Eleganz zu vollziehen. Das klappt für Minimalisten gleichermaßen ebenso für Sammlerseelen, güldene Accessoires sind die reinsten Chamäleons. Ganz neu verguckt habe ich persönlich mich nun in einen Mesh Chair von Bloomingville. Der Couchtisch von Made.com hingegen durfte in leicht angewandelter Form bereits bei mir einziehen – ein Zauberstück, das sag ich euch. Mir fehlt jetzt also eigentlich nur noch das passende Besteck. Kommt auf die Wunschliste, genau wie diese Fundstücke: weiterlesen

Interior // Bon Voyage
Lieblingsstücke von Anthropologie

15.09.2016 um 4.31 – Wohnen

antropologir interior thisisjanewayneAus der Ferne beäuge ich das Einrichtungs-Treiben von Anthropologie schon seit einer halben Ewigkeit. Daran fühlen konnte ich aber noch nie. Und so kommt es, dass ich weder eine Wal-Schale für das Ansammeln von Badezimmer-Klimbim besitze, noch einen gesprenkelten Keramik-Kerzenhalter oder gar einen Boucheroite-Teppich wie er im Buche steht. Nichts dergleichen. Und obwohl ich gerade in New York quasi schräg gegenüber eines physischen Stores wohne, schon hereinspaziert bin und mich von der Qualität überzeugt habe, wird dem wohl vorerst trotzdem so bleiben. Denn eitel und dämlich wie ich manchmal zweifelsohne bin, ließ ich es mir auch diesmal nicht nehmen, der Welt und mir selbst zu beweisen, dass sich eine Fashion Week problemlos mit nichts als Handgepäck bestreiten lässt. Herzlichen Glückwunsch. In den Koffer passt jetzt nichtmal mehr ein TicTac rein. Geschweige denn ein Käsemesser.

Mama, Oma, Papa, beste Freundin, zukünftiger Ehemann: Sollte ich jemals wieder Geburtstag haben, dann brauche ich nichts außer Liebe. Aber wenn es sein muss, dann nehme ich auch gern etwas von da oben entgegen ♥ weiterlesen