Schlagwort-Archiv: 3 Ways to wear

3 Ways to Wear // Erst Arbeit, dann Eis, dann Loco – mit Patchwork & Carmen Bluse

15.06.2017 um 13.25 – Mode Outfit Wir

Ich hätte meinen Allerwertesten darauf verwettet, dass ich diesem omnipräsenten Patchwork-Trend, der trotzdem kein richtiger Hype werden will, niemals auch nur den geringsten Reiz abgewinnen können würde und jetzt habe ich plötzlich den Salat. Dieser Tage überraschte mich das nachhaltige Denim Label Kings Of Indigo (der Name entstand doch tatsächlich bei einem Kings of Convenience Konzert), kurz K.O.I (der Fisch aus seinem Arm ist das Lieblingstattoo des Brand-Gründers), nämlich mit seinem zusammengeflickten Sade-Modell. Erst war ich skeptisch, fast schon entsetzt. Ich schlüpfte trotzdem hinein, zum Glück. Ein unerklärlicher Funke sprang da plötzlich über, ein bisschen wie jedes Mal, wenn ich einen Dackel sehe. Dann fange ich an zu quietschen und jauchzen vor lauter skurriler Niedlichkeit, die mir da entgegen wackelt. Diese Jeans ist jetzt also so etwas wie der Rauhaardackel meines Hosen-Potpourris, eine, die gute Laune macht. Und einen Knackpo sondergleichen (vergessen zu fotografieren, aber von ebenjener Superkraft hatte ich hier bereits geschwärmt).

Wie man mit Sade  aber überhaupt durch den Tag kommt, fragte ich mich kurz darauf, und zwar ohne dabei auszusehen wie ein Auto-Tuner mit Unterbodenbeleuchtung-Fetisch. Zum Beispiel so, wenn man mich fragt: weiterlesen

Shopping // 4 Ways to Wear
„AlexaChung“

01.06.2017 um 15.13 – Shopping

Alexa Chung, du schlaues Köpfchen, du! Nach unzähligen Kollaborationen in der Vergangenheit launcht die smarte Britin jetzt also auch ihre erste, eigene Kollektion ALEXACHUNG. Um also nicht unnötig für Verwirrung zu sorgen und mögliche Verwechslungs-, gar Verwässerungsgefahr zu befürchten, heißt das Label eben genau wie sie. Macht durchaus Sinn. Warum auch nicht: Everybody’s Darling, Ulknudel und Stil-Ikone in einem, können eben wahrlich nur die allerwenigsten. Ein eigener Online Shop, eine See-now-buy-now-Strategie und gleich mehrere Online Shop Partner (matchesfashion.com, net-a-porter.com, style.com) im Gepäck – es könnte gar nicht besser laufen. Ja, nicht mal obwohl Alexa Chung eine exklusive Vermarktungs-Kooperation mit MyTheresa eingetütet, ist auch nur ein einziger, anderer Online Store piesepampelig deswegen. Das muss man tatsächlich erstmal hinkriegen.

Es ist ganz einfach: Alle wollen Alexa! Und bevor ihr noch mit dem erhobenen Finger zeigt, wir hätten euch die Kollektion nicht in ausreichender Form vorgestellt (bevor alles ausverkauft ist) gibt’s ganz genau an dieser Stelle ein kleines „4 Ways to Wear“-Special mit vier ihrer neuen Kollektionsstücke. weiterlesen

The Edit //4 Outfit Optionen für
Tuch-Trägerinnen, die eigentlich keine Tücher mögen

10.05.2017 um 8.59 – Inspiration Mode Shopping

Tücher sind so eine Sache. Wunderschön zweifelsohne, aber manchmal drückt dann doch der Schuh. Während die einen tagtäglich zum Carré greifen, zweifeln andere an deren Tragbarkeit. Steht mir nicht gibts aber nicht. Deshalb folgen hier vier Outfit-Optionen für euch: weiterlesen

8 Ways to Wear //
Jane Wayne x The Chanel Gabrielle Bag

03.05.2017 um 11.59 – Mode Outfit Wir

Es gibt Marken, die kommen und gehen, die begeistern für einen kurzen Moment durch schillernde Oberflächen und viel Gerede, bis die binnen kurzer Zeit maximierte Begeisterung schließlich noch schneller wieder versiegt, als sie einst entfacht wurde. Chanel aber bleibt. Und das schon seit der 1910er Jahre. Für einen wahr gewordenen Mythos braucht es für gewöhnlich nunmal mehr als eine gute Idee und eine Handvoll Schwärmer: Nämlich Geschichte, Gefühl und vielleicht auch eine echte Gabrielle. Coco Chanel etwa, deren wahrer Vorname ebenso lautete, war eine jener Pionierinnen, deren Vision es war, die Frau endlich von unbequemen Modekonventionen zu befreien. Stattdessen sollten Freiheit und Rebellion unsere Garderobe dominieren. Ein mutiger Schritt in einer Zeit, in der Mademoiselle vor allem zum Accessoire des Mannes degradiert wurde. Nicht aber bei Chanel, die samt ihres Unternehmens mit aller Kraft für mehr Selbstbestimmung einstand. Hier bevorzugte man luftige Hosen statt Humpelrock, lose fallende Bretagne Shirts und dazu einen selbstbewussten Kurzhaarschnitt.

Genau diese Attitüde, das Umsetzen eigener Träume, das Unabhängigsein und Freidenken, war eine der grundlegenden Maximen beim Entwurf des neuen Taschenmodells aus der Feder von Karl Lagerfeld, der das Erbe Chanels bereits seit 1983 als Chefdesigner weiterführt: Die Gabrielle Bag soll weniger Zierde als vielmehr Kompagnon sein, der beide Hände frei lässt. Für das echte Leben, den Alltag, wenn so will. Und weil ich ohnehin dafür plädiere, sogar die kostbarste Errungenschaft  keineswegs als Vitrinen-Futter zu verschwenden, sondern sie zu nutzen bis die eigene Abenteuer längst Spuren hinterlassen haben, habe ich mich für Chanel gemeinsam mit Gabrielle 8 lange Tage lang treiben lassen. Einmal durch Neuköllns Riviera und wieder zurück: weiterlesen

3 Ways to Wear // Oder auch:
3 Brillen-Annäherungsversuche mit Viu

27.04.2017 um 12.24 – Outfit

Seit knapp 7 Jahren zähle ich mich zur Fraktion der kleinen Blindschleichen, die permanent ihre Augen zusammen kneift, um die Umwelt scharf zu stellen, die Bekannte erst ab fünf Metern Entfernung erkennt und nachts in fremden Bars fünf Mal nach dem Weg zur Frauentoilette fragt, aus Angst, doch fälschlicherweise ins Männer-Klo zu stolpern. Kurzum: Ich bin blind – und werde immer blinder. Wir könnten jetzt nach verschiedensten Gründen dafür suchen oder einfach direkt auf die Bildschirm-Arbeit tippen, denn die mache ich seit Anbeginn der Sehschwäche dafür verantwortlich. Irgendwann überzeugte mich allerdings eine Freundin, dass es so nicht mit mir weiter gehen könne und mit einem Schlag sorgten Kontaktlinsen dafür, dass aus grauen Tönen wieder leuchtende Farben und aus unscharfen Gesichtern wieder Konturen wurden. Hach, es kann so einfach sein, wenn man sich dem Thema mal annimmt. Wohlwissend, dass die Sache mit den transparenten Augendeckelchen auf Dauer aber auch keine Lösung sein kann, schob ich die Option „Brille“ allerdings bislang erfolgreich beiseite. Warum? Weil kein Modell dieser Welt es schaffte, meine Eitelkeit zu überwinden, auch wenn ich immer betone, wahnsinnig uneitel zu sein.

Dass es ausgerechnet irgendwann ein rosafarbenes Modell sein würde, das mittlerweile zu meinem ständigen Begleiter geworden ist, hätte ich selbst also als allerletzte gedacht. In Kooperation mit dem Schweizer Brillenlabel Viu habe ich mich jetzt also endlich getraut und sehe so gestochen scharf, dass ich mir pausenlos gegen die eigene Stirn tippen könnte, nicht vorher auf den Trichter mit dem Nasenfahrrad gekommen zu sein. „Diva“ heißt das Modell und wir scheinen offensichtlich beide ein klein wenig eigen zu sein – passen vielleicht gerade deswegen so gut zusammen. Jedenfalls nähern wir zwei uns gerade noch an, denn es ist vielleicht einfach, so ein Brillenmodell aufzusetzen, sich allerdings rundum wohl damit zu fühlen, scheint, wie so oft in der Liebe, einem langsamen Annähern gleichzukommen. Aber seht selbst: weiterlesen

3 Ways To Wear //
Wie genau geht Frühling nochmal?

10.04.2017 um 15.47 – Inspiration Mode Outfit

Nach der Winterdepression folgt für gewöhnlich Sonne, von innen und außen, aber auch das ein oder andere Fragezeichen hinsichtlich der passenden Garderobe lässt mit dem Eintrudeln des Frühlings oft nicht lange auf sich warten. Jedenfalls ist das bei mir meist so. Geistig noch erschlagen von all den dicken Pullovern und Wolljacken, fällt es mir zu Beginn oft schwer zu schnallen, dass es jetzt wirklich, wirklich an der Zeit für ein wenig mehr Leichtigkeit ist. Dass Farbe nie verkehrt sein kann und weiße Jeans ruhig getragen und auch ein wenig dreckig gemacht werden dürfen. Nur wie? Gute Frage. Was auch erklären könnte, weshalb ich heute Morgen einzig und allein ob der Blusenwahl ganz sicher war, hinsichtlich des Rests aber volle Möhre auf dem Schlauch stand. Aus der Planlosigkeit ist am Ende aber immerhin ein zaghafter Versuch geworden, unserer etwas eingerosteten Kategorie „Ways to Wear“ wieder etwas Leben einzuhauchen. 1,2 oder 3 – für jedes Ei ist was dabei. Hoffentlich. Nicht selten flöte ich mir selbst nämlich schon am Folgetag meiner Mini-Experimente in alter Helge Schneider-Manier „Ich habe mich vertan“ entgegen. Bloß bei Outfit Nummer Drei bin ich mir relativ sicher: So in etwa wird mein persönlicher Frühling aussehen: weiterlesen

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3 Ways to wear // Moon Boots von Black Velvet Circus

24.10.2016 um 11.36 – Inspiration Schuhe Shopping

moon boots 1

Zuweilen stecken wir hier in Berlin in unserer kleinen Blubberblase fest, in der wir es uns aus Bequemlichkeit gern mal gemütlich machen, statt die eigene Comfort Zone zu verlassen. Ziemlich schade eigentlich, haben gerade die Hamburger Designer doch so viel zu bieten. Bloß sind sie so viel leiser als die Hiesigen und muckeln sich wiederum lieber in ihrer Blase ein, statt in unsere Welt zu ziehen und über sich zu reden. Schade eigentlich, brauchen wir manchmal doch den ein oder anderen Anstupser, um im Wust der Neuerscheinungen auch auf das ein oder andere aufmerksam gemacht zu werden und wiederum mit euch zu teilen.

Glücklicherweise gibt’s es aber Melodie Michelberger, die blonde Powerfrau mit dem gerade geschnittensten Pony weit und breit, die mit ihrer Hamburger Modekarawane vergangene Woche endlich mal wieder nach Berlin zog und uns hanseatische Modeluft um die Ohren pustete. Zwar lag ich während der zwei Tage Press Days krank im Bett, dank Instagram ist mir hier dennoch nichts durch die Lappen gegangen. Zig Screenshots später stand fest: Himmelherrgott, ich brauche Sternen-Schuhe von Black Velvet Circus, dem Label von Tanja Glissmann, die einst ihren eigenen Vintage Shop eröffnete, um sich im Jahr 2013 mit eigenem Brand neu zu erfinden. Für ihre ersten Moon Stars Boots hat sie sich jetzt mit Nine to Five zusammen getan und ihr Credo „Love the past – wear the future“ in Schuhform gepresst. Galaktisch schön, um es furchtbar cheesy auszudrücken, aber auf den Punkt zu bringen. Grund genug, dem blau-silbernen Boot ein „3 Ways to wear“ zu widmen! weiterlesen

3 Ways to wear //
Acne Studios „MOUNTAIN SHOES“

19.09.2016 um 13.09 – Schuhe Shopping

3 ways to wear acne boots

Ihr wisst, dass meine Füße zuweilen in seltsamen Schuhen stecken und ich mein Herz in regelmäßigen Abständen an Treter verliere, deren Optik andere zum Vogelzeigen treibt. Das ist mein ganz persönlicher Tick, seit immer, Taschen und Gürtel und sämtliche Accessoires der Welt könnten mir getrost den Buckel herunter rutschen, solange ich denn nur meine heiß geliebten Latschen behalten dürfte. Solche mit Seele etwa, oder all diese hässliche Entein, deren wahre Schönheit sich erst beim Tragen und Leben entfaltet. Ich könnte mir jedenfalls gut vorstellen, dass es mich im nahenden Herbst wieder packt, dass irgendwo da draußen ein völlig überteuertes Paar Boots auf mich wartet, für das drei alte Modelle weichen müssen und mir schwant, es könnten möglicherweise rosafarbene sein. Denn Rosa und Rot zusammen gematscht, ist ohnehin meine Lieblings-Kombination der Stunde. Ohoh.

Um die Entscheidung noch etwas in die Länge zu ziehen und wohl zu überlegen, habe ich diese Nacht damit angefangen, Outfits zusammen zu stellen, die potentiell zu Fräulein „Teide“ von Acne Studios passen könnten. 1, 2, 3 – vielleicht ist ja wirklich was dabei: weiterlesen

3 Ways To Wear //
Der Alberta Ferretti Kragen von Farfetch

16.11.2015 um 10.59 – Accessoire Outfit

Three Ways To Wear CollageIch bin kein Mensch der vielen Basics, was furchtbar ist, denn was nützen zehn extraordinäre Hingucker-Sperenzchen, wenn man am Ende doch keine Kombinationsmöglichkeiten in petto hat. Was ich ebenfalls nicht sonderlich gut beherrsche, ist die Kunst der wohl portionierten Accessoires; an meinen Fingern baumeln immer die gleichen Ringe mit Geschichte, Ketten trage ich nur in Ausnahmefällen und alles andere kommt mir häufig fehl am Platz vor, jedenfalls an mir. Bloß mit Seidentüchern und Kragenkreationen konnte ich mich irgendwann anfreunden, was mich dazu animierte, auf die Suche nach einem spitzen (!) Allroundtalent zu gehen. Fündig wurde ich recht schnell bei Alberta Ferretti, oder besser Farfetch, dort schlummerte das obige zugebener Weise nicht extrapreiswerte Schätzchen selig vor sich hin, bis ich Glückspilz schließlich dem „3-Ways-To-Wear“ Aufruf des Online-Sammelsoriums sämtlicher weltbester Stores folgen durfte. Zugeschnappt habe ich da natürlich und seither suhle ich mich im Experimentierwahn unterschiedlichster Tragemöglichkeiten. Drei leicht unterschiedliche habe ich heute fix für euch abgeknipst, ich finde nämlich durchaus, dass so ein romantischer Wegbegleiter zu so gut wie allem passt.

Vorhang auf also für ein kleines Drei-Mal-Eins der Kragenlehre: weiterlesen