Schlagwort-Archiv: Album

Track des Tages:
D E N A – “Flash” (prod. by Erlend øye)
& Album- Pre Order

– 28.02.2014 um 13.00 – Allgemein Musik

dena flash  Track des Tages: <br/>  D E N A   Flash (prod. by Erlend øye) <br/> & Album  Pre Order Bild in Collage: Obi Blanche

Liebe Leser, wenn ihr eine anständige Rezension über das sehr bald erscheinende Album “Flash” lesen wollt, dann wechselt doch bitte kurz rüber zu den Jungs von Pitchfork, die wissen nämlich wo der Hammer hängt und erklären euch in lauter schönen Sätzen, weshalb man quasi gar nicht umher kommt, D E N A s Baby schon jetzt vorzubestellen oder gleich bei itunes abzufeiern. 10 Tracks, einer besser als der andere und textlich so richtig fies wahr. Ich bin verliebt und vernebelt, seit Ewigkeiten schon, deshalb bin ich auch für kein objektives Urteil zu gebrauchen. Glauben könnt ihr mir aber trotzdem: DENA ist nicht nur einer der von innen und außen schönsten Menschen, die ich kenne, sondern noch dazu ein unerhörtes Genie. 

Alles wird selbst gemacht, ein ganzer Kosmos erdacht und realisiert, mir einem Mini-Team aus Freunden und Freaks, die noch mehr fühl- und hörbare Liebe in das Projekt DENA pumpen. Bloß den Vertrieb ließ sich Denitza Todorova inzwischen vom sagenumwobenen Label K7 abnehmen, bei dem sich zum Beispiel Bloc Party, Foals, Gold Panda oder Digitalism die Klinke in die Hand geben. Am 10. März landet “FLASH” offiziell auf dem Markt, den dazugehörigen Track gibt’s aber schon jetzt: weiterlesen

Reunion: Destiny’s Child sind zurück! | Neue Single noch im Januar

– 11.01.2013 um 13.57 – Allgemein Musik

543456 10152446457445601 525287508 n 800x795 Reunion: Destinys Child sind zurück! | Neue Single noch im Januar

Es gibt nicht viele Girlbands, die mich wirklich glücklich machen. Heutzutage schafft das im Grunde nur noch LCMDF (wenn man denn hier überhaupt von Girlband sprechen kann, aber zumindest der neue Sound des finnischen Duos hat diese wunderbare Ästhetik der späten 90er Jahre inne). Als es hieß, dass die Spice Girls sich für einen kurzen Moment wiedervereinen würde, bekam ich es mit Herzrasen zu tun. Wenn TLC wieder gemeinsam Musik machen würden, wär’s ein Herzinfarkt. Besser ginge es einfach nicht. Gleich an zweiter Stelle kommt bei mir allerdings Destiny’s Child.

Gestern war demnach einer der glücklichsten Tage des bisherigen Jahres. Breaking News: Reunion nach acht langen Jahren. Beyoncé Knowles, Kelly Rowland und Michelle Williams bringen ein Album raus und zwar noch diesen Monat. “Lovesongs“. weiterlesen

Musik: Album-Pre-Listening – Band of Horses “Mirage Rock”

– 11.09.2012 um 12.03 – Allgemein Musik

Eigentlich ist’s erst am 14. September so weit, dank Tape.tv kommen wir allerdings schon jetzt in den Genuss des neuesten und damit 4. Studioalbums von “Band of Horses“, dem Folkrock-Kollektiv aus Seattle rund um Ben Bridwell. “Mirage Rock” ist in meinen Augen zwar kein sonderlich gelungener LP-Titel, dafür erscheint mir der darin verpackte Klang umso besser.

Mit dem Opener-Track “Knock Knock” bekamen wir vor einiger Zeit schon einen kleinen Appettitmacher geliefert, beim ersten Durchhören der insgesamt elf neuen Werke bestätigt sich die Hoffnung auf gute neue Töne dann tatsächlich. Fernweh und Melancholie, Euphorie und Gegenwind. So klingt das nämlich. Ob ” The Funeral” Ohrwurm- und Dramatechnisch jemals übertroffen wird, bleibt zwar fraglich, aber das sollte uns nicht weiter kümmern. In erster Linie geht es den Pferdejungens nämlich um Qualität und ein Gesamtwerk, das im besten Fall so gut ist, dass wir es anfassen wollen, statt uns bloß digital daran zu erfreuen. weiterlesen

Recap: Tyron Ricketts – Weltenreiter Buchlaunch & Mini-Konzert im F95 Store

– 31.08.2012 um 16.02 – Allgemein Berlin Buch Musik

Tyron Ricketts Recap: Tyron Ricketts   Weltenreiter Buchlaunch & Mini Konzert im F95 Store

Es ist ziemlich selten, dass jemand, den man kaum kennt, uns so von seinen Abenteuern begeistert wie gestern Abend: Tyron Ricketts, Schauspieler, Musiker und einstiger VIVA-Moderator, hat das allerdings gestern im Rahmen seiner kleinen Buchvorstellung geschafft und wir hatten tatsächlich das Gefühl, mit auf seiner halbjährigen Weltreise dabei gewesen zu sein – völlig nachvollziehbar plauderte der smarte Kerl von seiner dringend benötigten Auszeit nach unzähligen Projekten vor rund drei Jahren und ziemlich unterhaltsam sind seine kleine Geschichten, zum Beispiel die, bei der er stundenlang mit einem Baum redete. Das “Wiesoweshalbwarum?” erfahrt ihr ziemlich großartig bebildert und mit witzigen Anekdoten gespickt natürlich in seinem Coffee Table Book “Weltenreiter” – wir werden den Teufel tun, und euch jetzt schon mehr verraten.

Es muss jedenfalls eine wahrlich inspirierende Reise für den Österreicher gewesen sein, mit Erlebnissen, die er nicht länger für sich behalten konnte – und das Resultat ist wirklich ganz schön groß: Nicht nur das Buch ist Ergebnis seines wundervollen Trips, auch sein dazugehöriges Album schmettert der gute Tyron uns nun um die Ohren. Und das findet sich nicht nur irgendwo zwischen intelligenten Texten und der Liebe zum deutschen Hip Hop wieder, sondern macht auch ganz schön Lust aufs Ausreißen und in die Ferne ziehen. Heute erscheint sowohl das Buch als auch das Album und wenn ihr noch ganz schnell seid, könnt ihr gleich mit einer Klappe zwei Fliegen schlagen: weiterlesen

Angehört: Soap & Skin – “Wonder”

– 03.02.2012 um 17.36 – Allgemein Musik

soap Skin  Angehört: Soap & Skin   Wonder

Warum ist es bloß so, dass die Besten Dinge häufig dann entstehen, wenn deren Macher alles andere als glücklich sind? Wenn ihnen schwere Steine im Magen liegen oder das Herz droht zu zerreißen? Vielleicht weil Kunst, egal ob Malerei, Musik oder die Poesie, Beilsam ist für die Seele und gut für die Genesung. Weil sie wie die Zeit ist, die Wunden heilt. Vielleicht liegt genau darin der Sinn aller Trauer. Wir überwinden sie, indem wir etwas erschaffen – Damit die große Scheiße einen Sinn bekommt, damit nicht alles umsonst war.

Anja Plaschg, die viele nur als “Soap & Skin” kennen hat genau das getan: Als ihr Vater starb, entstand “Narrow“, ein Minialbum oder  Songzyklus, der intensiver und echter nicht hätte werden können. Der dich beim Anhören in die Knie zwingt, deren Melodien dir auf die Brust drücken und genau da treffen, wo das Herz liegt. Mit diesem ersten Lebenszeichen nach ihrem Debüt ”Lovetune For Vacuum”, schafft es Anja, sich ganz tief in unsere Seele zu bohren. Ohne dabei auf die Tränendrüse zu drücken, kreiert sie einen ganz eigenen Ausdruck, ein eigenes träumerisches Genre, das nicht nur uns ein bisschen sprachlos macht. “Wonder” läuft seit einigen Tagen in Dauerschleife, seit gestern dürften sich eigentlich aber noch weitere Songs von “Soap & Skin” dazu gesellen – denn seitdem ist das “Zwischenalbum” in vollem Umfang erhältlich. via hurricanebar.

Angehört: Full Album Stream “Gotye – Making Mirrors”

– 14.11.2011 um 16.48 – Allgemein Musik

Gotye 610x342 Angehört: Full Album Stream Gotye   Making Mirrors

Gotye – Making Mirrors by Gotye

Es gibt Tage, an denen will der Kopf einfach nicht so recht funktionieren. Da sind die Gedanken überall, bloß nicht da, wo sie sein sollten und Konzentration ist ein Fremdwort im eigenen Vokabular. Wenn dann auch noch die Augen zufallen, weil so oder so ein blöder Montag ist, dann hilft wirklich nur noch eins: Eine kleine Verschnaufpause samt Musik für die Ohren und die Seele.

Zu diesem Zwecke haben wir heute Gotyes Album “Making Mirrors” rausgekramt, das zwar nicht brandneu ist, dafür aber wohl zu den derzeit heiß diskutiertesten Scheiben der Netzwelt zählt und deshalb nicht verpasst werden sollte. Gotye heißt eigentlich Wouter DeBacker, wurde 1980 in Brügge geboren und siedelte schließlich im Alter von zwei Jahren im Gepäck seiner Eltern nach Australien über. weiterlesen

Musik: Full Album Stream David Lynch – “Crazy Clown Time”

– 31.10.2011 um 17.10 – Allgemein Musik

david lynch wide Musik: Full Album Stream David Lynch   Crazy Clown Time

David Lynch macht hervorragende Filme, die von Cineasten gern als Aushängeschild ihrer Kinoliebe genutzt, von Kritikern aber gerne auch als überbewertet angesehen werden. Als Anhänger der transzendentalen Mediation rückt David selbst sich immer wieder in ein seltsames Licht, philosophiert man doch zurecht darüber, ob Monsieur Multitalent nunmehr besessen sei, von dem Gedanken Weltfrieden mithilfe seiner “Stiftung für bewusstseins-basiertes Lernen und Weltfrieden” herbeizuführen.

Zuletzt feierte er seinen Geburtstag und eröffnete einen Nachtclub im Herzen Paris: “Ich bin 65 Jahre alt. Ich habe Filme gemacht, Musik komponiert, alle möglichen Objekte gestaltet – alles Arbeiten mit einem Anfang und einem Ende. Jetzt wollte ich etwas Solides machen.” Der Club “Silencio” also, benannt nach einem ähnlichen Etablissement im Film “Mulholland Drive“, repräsentiert nun folglich das “Solide-Werden” des David Lynch. Seine Liebe zur Musik darf trotzdem nicht zu kurz kommen und somit haut man am 8. November gleich ein ganzes Werk auf den Markt: Mit “Crazy Clown Time” bewegt der Hörer sich auf lynchiesken Ambient-Pfaden, ob das gut oder schlecht ist, kann ich noch nicht genau sagen. Neugierig auf Karen Os Einfluss (Yeah Yeah Yeahs) bin ich aber allemal und somit wird nun fleißig reingehört in das gute Stück. Was haltet denn ihr von dieser “Sensations-LP”? Hier lang, bitte!

Video Premiere: BOY – “Waitress”

– 26.10.2011 um 15.14 – Allgemein Musik

Wir müssen sicher nicht zum wiederholten Male betonen, dass wir ganz kopflos auf den Hype-Zug Richtung BOY aufgesprungen sind. Das deutsch-schweizerische Duo bestehend aus Valeska Steiner und Sonja Glass hat sich nämlich spätestens mit “Little Numbers” vom aktuellen Album Mutual Friends durch unser Trommelfell geknabbert und ist inzwischen mitten im Herzen angelangt.Von Null auf Hundert also – nein, die beiden hübschen Damen sind kaum mehr wegzudenken aus unserem Musikminikosmos. Sympathisch klingen sie, natürlich, ungezwungen und mädchenhaft, aber mit der nötigen Portion Reife. Langeweile ist trotz seichter Töne fehl am Platz, denn wir hangeln uns beim Durchhören der Scheibe vom Akustikhimmel rüber zum beschwingenden Pop und landen zwischendurch auf kurzen Indiequerstraßen – Drums und ab und an ein Banjo, gerne getrommelt von Phoenix-Mitglied Thomas Hedlund, setzen diesem musikalischen Mahl die obligatorische Kirsche auf.

Nun sollte nach “Little Numbers” endlich auch Boys “Waitress” visualisiert werden, und zwar in gewohnt naturalistischer Bildsprache. Dank Tape.tv dürfen wir offiziell einen allerersten Blick auf das brandneue Prachtstück werfen und uns ein Loch in den Bauch freuen. Wir wollen euch natürlich Teil haben lassen: Diesmal geht’s um das romantische Schicksal einer Kellnerin – gut, dem Bandnamen zum Trotz darf ja ruhig auch mal das Mädchen in den beiden zum Vorschein kommen. weiterlesen

Musik: Das komplette Album “Ceremonials” von Florence & The Machine anhören!

– 24.10.2011 um 19.57 – Allgemein Musik

FLORENCE AND THE MACHINE CEREMONIALS Musik: Das komplette Album Ceremonials von Florence & The Machine anhören!

Vergangene Woche hatten wir dank Tape.tv die Chance, die gute Florence live auf dem Dach vom Kater Holzig performen zu sehen. An dieser Stelle schwöre ich hoch und heilig, dass ich noch niemals im Leben so ein konstantes Gänsehautkribbeln am gesamten Körper verspürt habe. Diese monsterkrasse Traumstimme gepaart mit ein paar Berliner Sonnenstrahlen und ein bisschen Wind im Haar, hat mir und meinem Herz schlichtweg den Garaus gemacht. Den Hype um die rothaarige Dame konnte ich bis dato wirklich nicht nachvollziehen – nun hisse ich jedoch demütigst die weiße Flagge und freue mich wie ein Schneekönig über den kompletten Album Stream ihres neuesten Werks “Ceremonials” (VÖ: 28.10.2011). “What The Water Gave Me” kennen wir bereits, ist aber noch immer mein Favorit.

Ich weiß nicht, ob ich weinen oder lachen soll, aber eins ist sicher: Kopfhörer auf die Ohren, Augen zu, Welt aus. Macht ihr mit? weiterlesen

Musik: Morgen erscheint “Hurry Up, We’re Dreaming” von M83!

– 13.10.2011 um 14.23 – Allgemein Musik

m83 hurry up were dreaming Musik: Morgen erscheint Hurry Up, We’re Dreaming von M83!

Es dauerte eine Weile, bis ich mich an all die elektronischen Töne der Jetztzeit gewöhnt hatte. Geschmäcker ändern sich, du änderst dich. Höchstwahrscheinlich ist das ganz in Ordnung so, denn sonst hätte ich M83 wohl niemals lieben gelernt.

Anthony Gonzales, der Frontmann-Franzose hinter dieser Dreampop-Kombo ist einer dieser Helden, die uns mit perfekt aneinander gereihten Kopositionen taumeln lassen und vernebeln – ganz ohne Drogen und sonderlich viel Klimbim. Das sechste Werk und Doppelalbum der auf “Shoegaze-Pfaden” wandelnden Fünf, Hurry Up, We’re Dreaming, gleicht laut Spex einer “Traumerfahrung“. Auch wir denken an eine seichte Schiffsreise über das gleichmäßige Meer aus Synthesizern und Streichern, aus orchestralen Wellenhügeln und Chören und Saxophon-Einlagen. Anregungen holte sich Gonzales offenbar bei den ganz Großen: Im Rolling Stone nennt er das “White Album” der Beatles, “Ummagumma” von Pink Floyd oder Smashing Pumpkins’ “Mellon Collie and the Infinite Sadness” als Inspirationsquelle. Ja, das Erstellen eines Doppelalbums ist keine Leichtigkeit, auf diese drei Urgestein-Platten wurde allerdings alles richtig gemacht. Ob M83 aber mit ihnen konkurrieren kann? Das, was im Stream zu hören ist, lässt auf’s erste Hören jedenfalls darauf schließen. weiterlesen

Musik: Florence + The Machine – Shake it out.

– 14.09.2011 um 17.31 – Allgemein Musik

florence machine shake out Musik: Florence + The Machine   Shake it out.
Florence + The Machine – Shake it Out by Artur Cunha

Meine Güte, sie leidet so, diese Frau Welch. Beim Anhören ihrer Lieder kann ich mir förmlich vorstellen, wie sich beim Singen ihr Gesicht ganz schmerzverzerrt. Ich frage mich deshalb allen ernstes, weshalb sie es vermag, auf diese Art und Weise eine ganze Generation zu fesseln. Ich meine, Brigth Eyes oder Damien Rice, über die wurde geschimpft, weil sie so todtraurig klingen, aber sie tun’s zumindest mit enormer Konsequenz und bis am Ende wirklich einer weint.

Bei Florence und der Maschine stößt man aber immer wieder auf so viel Lebenslust und Energie, dass man vor lauter emotionalem Hin- und Her – Gewerfe in gar keine klar defnierbare Stimmung kommt. Vielleicht liegt genau hier ihr kleines Gehemnis, vielleicht fühlt man sich genau deshalb so verwirbelt und umgepustet, nachdem der Track vorrüber ist. Wie auch immer, in meinem Zimmer ertrage ich sie trotzdem nicht, die neuen Töne vom kommenden Album “Ceremonials“, das Ende Oktober erscheinen wird. Ich mag euch sehr, aber ihr werdet für mich immer ausschließlich eine Live-Band bleiben. (via soundcloud)

Musik: Neues von Coldplay “Paradise” und wir wissen nicht, wie wirs finden.

– 13.09.2011 um 16.42 – Allgemein Musik

Ich wollte mir das Herz aus der Brust reißen, um es ganz fest in den Arm zu nehmen. Ich wollte, dass mein Kopf platzt, damit die Tränen nicht so sehr gegen meinen Augen drücken und dann wollte ich umfallen, einfach so, und liegen bleiben. Erschlagen von zu viel Gefühl und nervenzerrend-schönen Melodien. So ging es mir, als ich zum allerersten Mal “Fix You” von Coldplay hörte.

Lange Zeit ist kein richtiger Funke mehr übergesprungen, und die fünf Briten werden bloß noch hervorgekramt, wenn nicht mal mehr Eiscreme hilft. Neues Spiel, neues Glück, heißt es doch und so gab ich der neuen Single von Chris Martin und Konsorten heute Mittag eine weitere Chance mich emotional vom Erdball zu schießen. “Paradise” heißt der Track stibitzt vom kommenden und 5. Studioalbum “Mylo Xylotound ich stehe auch nach dem Hören noch mit beiden Beinen auf dem Boden. Nach 4.38 Minutem kam erst einmal die Ernüchterung, dann wieder “play“. Und nochmal und nochmal. Und ganz langsam verliere ich den Halt unter den Füßen und schwebe zumindest ein paar Zentimeter weit über unserem Bürosteinboden. Im Coldplay-Paradies bin ich leider nicht angekommen, aber ich kann zumindest erahnen, wie es sich anfühlen könnte – wenn alles ein klein wenig mehr Tiefgang hätte. Das hier ist schöner Pop. Nicht mehr und nicht weniger, finde ich. (Mylo Xyloto erscheint am 24.10.2011) weiterlesen

Kompletter Album-Stream: Bon Iver – “Bon Iver”

– 10.06.2011 um 16.05 – Allgemein Musik

Schon beim ersten Track stellen sich meine Armhaare gegen den Wind, in meinem Bauch sammelt sich ein Gefühlsknoten aus Glück, Wehmut und Sehnsucht. Bon Iver, oder eher Justin Vernon, hat sich mit seinem Mischmasch aus extrem emotionaler Kopf- und hoher Bauchstimme bereits 2007 mit der LP “For Emma, Forever Ago” in unsere Ohren und Herzen katapultiert, 2009 folgte die nicht minder gute Platte “Blood Bank“.

Am 21. Januar erschien der lang ersehnte und zugleich neueste Meisterstreich der bärtigen Amerikaner und wir dürfen das gute Stück nun auch online hören. Alles, komplett, in voller Länge. Ich möchte fortan auf einem Floß treiben und den Dingen ihre Zeit geben. Gedanken Wellen schlagen lassen. Ach ja, und knutschen. Ganz viel kutschen. weiterlesen

Video: Alex Winston “Sister Wife”

– 13.05.2011 um 11.46 – Allgemein Musik

Alex Winston – “Sister Wife” from stereogum on Vimeo.

Schon im März hatten wir von ihr berichtet, von unserer ganz persönlichen Neuentdeckung des Jahres: Alex Winston. Ihr Minialbum erschien bereits im Februar, inzwischen wird sie von der gesamten Blogosphäre gefeiert – zurecht wie wir finden. Denn nur äußerst selten passiert es, dass sich beim Anhören neuer Popmelodien ein angenehmer Schauer auf meiner Haut ausbreitet, dass mein Bauch kribbelt als hätte ich gerade diesen einen Song gehört, bei dem mein erster Zungenkuss Premiere feierte. weiterlesen

Angehört: Cate Le Bon – Shoeing the Bones

– 07.03.2011 um 18.14 – Allgemein Musik

Meine Güte, Montage sind in meinem Leben häufig wahrhaft bescheidene Tage. Woran das liegt, wer weiß es schon, die Matsche in meinem Hirn spricht jedenfalls Wochenends-Bände. Die Gelegenheit ist demnach günstig: ich plädiere heut für sperrlich instrumentierte Musik und Rumdös-Melodien. Cate Le Bon kommt mir da gerade recht. Wie sie im Video zu “Shoeing the Bones” ihr Pferdchen umsorgt, ist gänzlich rührend, ebenso wie beruhigend.

Ihr Debüt “Me Oh My” von 2009, erscheint mir wie eine Art Therapie – “Bekämpfe Schwermütigkeit mit Schwermütigkeit”, könnte das dazugehörige Credo lauten. Beim Lauschen ihrer Stücke befindet man sich in einem herrlichen Zustand der Selbsironie, wünscht sich hie und da einen Whiskey herbei oder auch einen Schaukelstuhl. Dass die Waliserin all ihre Texte in der Dunkelheit schreibt, mag ich ihr demnach sogar glauben. Lagerfeuer-Klim-Blim ist trotzdem nicht ihr Ding, wär ja auch viel zu gewöhnlich. Madame Le Bon schmiert sich lieber Glitzer aufs Näschen und buddelt Schinken-belegte Totemsmaskens aus. weiterlesen