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FUTTER DEN HYPE: POKÉ-BOWLS SELBERMACHEN

22.07.2016 um 16.05 – allyoucaneat

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Neulich, im Internet, als wir nicht schlafen konnten, beim Scrollen, auf Instagram, da war so ganz viel leckeres Essen. Und dann, dann war da plötzlich immer mehr so leckere Fischbowls, welche irgendwie an Sushi-Don erinnerten, aber dann irgendwie noch besser waren. Sushireis wurde ansprechend mit dickgewürfeltem, mariniertem, rohen Lachs oder Tunfisch, Avocado + alle Toppings deiner Wahl + Wasabimayonnaise in Schalen äußert delikat angerichtet und danach in die Social-Media-Kanäle dieser Welt katapultiert. Da wurden wir neugierig. Was ist das?

Die sogenannten Poké-Bowls kommen eigentlich aus Hawaii, erleben in New York und L.A. aber seit einiger Zeit einen echten Megahype und die Poké-Shops erkennt man meist durch hysterische Schlangenbildung vor der Eingangstür. Leider gibt es hier noch keinen Poké-Shop, also mussten wir notgedrungen selbst kreativ werden. Das Team war exzellent und die Zutaten massig vorhanden, also haben wir einfach einmal losgelegt. #Pokébowlstattpokemon weiterlesen

Brain Blah //
„Wann kommt denn bei euch das nächste Kind?“ – Vielleicht nie.

11.07.2016 um 13.59 – Leben Wir

kinderkriegen baby thisisjanewayne tinyjaneSeit ich Mutter bin, beschleicht mich das Gefühl, dass ein Kind allein nicht ausreicht. Egal, wen ich nach langer Zeit wieder treffe, die zweite Frage nach dem obligatorischen „Wie gehts, wie stehst“ lautet zunehmend: Und, wollt ihr noch ein Geschwisterchen? Ich muss dann erst einmal erklären, dass das „Wir“ inzwischen ein ganz anderes ist – Ups-Moment #1, die Leute scheinen noch immer wie automatisch davon auszugehen, Trennungen seien entgegen jeder Statistik eine Ausnahme in unserem scheinbar perfekten Lebensumfeld. Mit dem Mitleid, dass ich weder brauche noch möchte, komme ich inzwischen klar, man meint es ja nur gut mit mir. Wenn ich irgendwann aber zurück zum eigentlichen Thema gelange und meinen Standpunkt klar mache, nämlich den, dass ich nicht wissen kann, was in drei, vier oder zehn Jahren ist, ich derzeit aber ziemlich sicher bin, ein Einzelkind in die Welt gesetzt zu haben, werden die Augen groß und Mundwinkel fangen an zu hängen. Ganz ehrlich, kein Scherz. Ist auch nicht eingebildet das Ganze, das weiß ich, weil meist Augen- und Ohrenzeugen dabei sind. Die häufigsten Reaktionen lauten wie folgt: Eeeecht jetzt? Aber willst du kein Mädchen haben, wer soll denn all die Taschen erben, als Frau möchte man doch auch eine Tochter? Soll Lio wirklich allein aufwachsen? Träumst du nicht von einer richtig großen Rasselbande? Nein? Krass. Und so weiter und so fort.

Ich finde das, gelinde gesagt, sehr unmodern. Und unsensibel. Und unangebracht. Denn erstens ist mir schnurzpiepegal, welches Geschlecht mein Kind hat, zweitens leben wir in einer Gesellschaft, in der Freundeskreise längt zur selbstgewählten Familie geworden sind, kein Kind muss also einsam und allein mit Einzelkind-Schaufeln im Sand buddeln und drittens liebe ich Großfamilien, ich stamme nämlich aus einer, aber ich selbst sehe mich aus unterschiedlichsten Gründen nunmal nicht als Anführerin einer solchen. Das macht mich weder herzlos und überaus egoistisch, noch traurig. Beides wird einem aber seltsamerweise gern unterstellt. Meine Entscheidung liegt jedoch einer ganz simplen Erkenntnis zugrunde. weiterlesen

Baby Jane //
Die ersten Wochen als Mama

18.11.2014 um 16.15 – Baby Jane Wir

nike van dintherEin Baby zu haben ist schön und nervig, überwältigend, strapaziös und total krass, krass toll, krass einschränkend, krasser Wahnsinn, pures Glück. Fragen, die man gestellt bekommt, wenn man ein Baby hat: Merkst du schon den Schlafentzug, wie ist das so, wie machst du das alles, wann wurde er noch gleich geboren und wie ist er denn so drauf? Weil ich meist wenig Lust habe, bis ins letzte Detail über Babykotze und Babykacka zu reden, antworte ich meist nur: Zwischen sechs und sieben Wochen alt, es ist nicht so schlimm wie alle sagen, das mit der Müdigkeit regeln auch irgendwie die Hormone und keine Ahnung was für ein Typ er ist, wir kennen uns noch nicht so lange und es lag auch keine Gebrauchsanweisung dabei.“ Meist kommt dann nur noch ein „hihihi, ok“ hinterher.

Das ist angenehm, denn viele viele Menschen, die einst einmal ganz locker unterwegs waren, mutieren angesichts eines Milchmäuschens zu unangenehmen Ratgebern, die in Wahrheit niemandem einen Rat geben sollten. Neulich zum Beispiel, als ich in der Feinkostabteilung des KaDeWes an der Kasse stand, um meinen Karamellkäse zu bezahlen, da knurrte mir meine Warteschlangennachbarin so etwas wie „Ja, erstickt das Kind denn nicht da drin?!“ entgegen. Ich konnte nicht anders als „Doch, doch, ich höre es schon schnappatmen“ zu erwidern, während „das Kind“ in seinem Tragesack wohlig angelehnt an meine Doppel-D-Still-Brust schlummerte und bester Dinge war. weiterlesen