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This Is Jane Wayne – Cooking #5 //
Und alle so: Osterlamm!

03.04.2015 um 11.47 – Rezept

ostern

Ihr Lieben, Ostern steht vor der Tür – daran hat mich nicht nur mein werter Herr Vater diese Woche schon das gefühlte zwanzigste Mal daran erinnert, sondern gleich gefragt, wann ich denn jetzt genau den Zug nach Hause gebucht habe. Er müsse doch planen – kurzum: „Anni, nimm‘ den erstmöglichen Zug, um an Ostern Berlin zu verlassen und schnellstmöglich nach Hause zu fahren.“ Die Frage nach dem „ob“ kommt hier also erst gar nicht auf, „dass“ ich fahre ist nämlich klar wie Kloßbrühe und steht für meinen liebsten Papi felsenfest. Punkt. Woran das liegt? Wahrscheinlich daran, dass solche Feste für unsere Eltern gefühlt die einzige Möglichkeit sind, ihre Kiddies mal wieder zu sehen. Schließlich ist es ja schon eine Ewigkeit her (nehmen wir es ganz genau: eigentlich sind es bloß 3 Wochen.) Sie haben uns ja bloß lieb – jajaja. Was mir also nach einem kurzem genervten Aufschrei bleibt? Der Gedanke daran, dass ich ganz schnell zeigen sollte, dass ich mich natürlich auch freue (und na klar, im Grunde tue ich das aus vollstem Herzen). Und natürlich will ich ihnen meine neu gewonnene Übermotivation auch präsentieren. Jetzt wo Zug & Co. gebucht sind und es kein Zurück mehr gibt. 

Wie? Ich backe ein traditionelles Osterlamm ohne großes Tamtam und Getöse, aber vor allem mit viel Herz und Geschmack. Noch kein Geschenk in petto? Selbstgebacken und glücklich verspeist. HAPPY EASTER, IHR LIEBEN! weiterlesen

Life’s a bread // a really good bread.

09.09.2014 um 14.06 – London

 IMG_4101Zeit ist eigentlich eine physikalische Größe. In Theorie beschrieben als die Abfolge von Ereignissen, umunkehrbar und kontinuierlich. 24 Stunden an jedem einzelnen Tag, abseits der Schaltjahre 365 Tage per annum. Manchmal dauern Sekunden eine kleine Ewigkeit, Stunden ziehen sich wie Leim zwischen Holzleisten, doch meistens rennen uns die Tage einfach so davon. Ganze Wochen verschwinden im Kontinuum der Zeit, vor allem wenn wir glücklich sind, vor allem wenn wir unsere Tage mit Lachen füllen und das Leben genießen, vor allem im Sommer. Gerade pigmentierten sich noch gleichzeitig Rundhals-, V-Neck- und Bandeauabdrücke auf meiner Haut, eben war der nächtliche Sommerregen und der dunstige, warme Film, den er auf nackten Armen und Gesicht hinterließ, eine erfrischende Abwechslung, vorhin noch barfuß durch die Marshes gelaufen und Brombeeren gepflückt, beschwipst in der Sonne im Hyde Park Arcade Fire und Future Islands gelauscht, gestern bis nachts um zwei im Garten bei Kerzenschein gesessen. Vorhin, gestern, eben noch. Präteritum und Perfekt. Vergangenheit. Denn plötzlich haben uns Temperaturen unter 20 Grad wieder fest im Griff und lassen uns Sommerkleider mit Strumpfhosen auftragen. 

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