Manchmal zweifle ich ja ein bisschen an meiner geistigen Zurechnungsfähigkeit. So zum Beispiel auch gerade eben, als ich eigentlich auf der Suche nach ganz anderer Musik für euch war, meine Url-Leiste aber plötzlich von ganz alleine den Link zum obigen Lied der Band “Friends” anzeigte. Heißt: Irgendwann muss ich das Lied “Friends Crush” der jungen Damen und Herren aus Buschwick schonmal angehört haben. Ich kann mich bloß beim besten Willen nicht dran erinnern.
Jedenfalls führte das Verwirrspiel zu einer positiven Überraschung, denn nicht nur das glitzrige Video zum Track der Band um Samantha Urbani und Lesley Hann gefällt auf Anhieb, auch die dazugehörigen Töne könnten durchaus schlechter sein. Denn wenn fünf dicke Freunde sich treffen, um sich eine kleine Auszeit zu nehmen und endlich mal wieder Zeit für einander zu haben, dann aber entscheiden, das Ganze in eine 6-tägige Spontan-Jam-Session zu verwandeln, obwohl eigentlich keiner der Beteiligten professioneller Musiker ist, dann schließlich ihr erstes Konzert vor 30 weiteren Freunden spielen und als absoluten Höhepunkt nach schlappen zwei Wochen später ihre erste Singe veröffentlichen, dann ist das alles nicht bloß verrückt, sondern irgendwie auch genial. Der Bandname wäre hiermit auch schonmal erklärt. Das Ergebnis der Freundefreunde hört sich ein bisschen nach Lykke Li an, zelebriert den frühen 80er Post-Disco Sound, bastelt ein bisschen mehr Schrammel dazu und hat irgendwie was von neumodischer Musik auf irgendwelchen psychedelischen Drogen gepaart mit Räucherstäbchen. Weiterlesen »
Alice Dellal kennen die meisten von uns nur als schnodderiges Anarcho-Model mit abrasierten Haar, jeder Menge Tattoos und Nasering. 1, 67m ist die 23-Jährige gerade einmal groß und trotzdem gilt sie als Liebling der großen Modeschöpfer.
Es mag ja sein, dass ihre glücklichen Familienverhältnisse (Eltern wohlhabend, die Jugend in der High Society verbracht und Mario Testino und Mick Jagger als berühmte Taufpaten) jede Menge zu Dellas Erfolg beigesteuert haben, aber eines ist gewiss: Madame lässt sich in keine Töchterchen-Schublade stecken und bewegt ihren hübschen Hintern für durchaus mehr als nur das Beiwohnen hipper Jet-Set-Parties. Während sie nebenbei noch für Valentino lief und für cK one Werbefilme drehte, plante sie bereits ihr neuestes Projekt: Eine “Thrush Metal” Tour steht an. Ja, Alice würde gern mit “The Spice Girls’ evil twins”, wie sie selbst ihre “Mädchen-Band” in Worte fasst, durch die Kellerclubs Großbritanien ziehen. Ob das eine gute Idee ist? Weiterlesen »
Fleet Foxes, die grandiosen Fünf aus Seattle, stimmen uns heute mit einer visuellen Interpetation ihrer Single “Grown Ocean” glücklich. Das Video liefert so ganz nebenbei auch Dokumentar-Material über die Musiker und lässt mich ob der bäritigen Burschen ein wenig ins Schwärmen geraten. 2008 erschien ihr erstes Album, am 3. Mai erscheint das neueste Meisterwerk der“baroque harmonic pop jams” – machenden Amerikaner: Helplessness Blues – ich bin schon ganz wibbelig.
Eigentlich haben wir’s grad gar nicht so mit der lieben Melancholie. Im Prinzip könnt ich gerade auch den ganzen Tag lang Marvin Gayes Platte “I heard it through the grapevine” hören, ohne mit dabei seltsam vor zu kommen. Für The National muss ich allerdings eine kleine Ausnahme machen. Gerne sogar. Mit ihrem visuellen Meisterwerk zum Track “Conversation 17” haben sie uns ihre Genialität bereits erfolgreich in Erinnerung rufen könnnen, nun tischen die Amerikaner uns den Titelsong zum Film “Win Win” auf. Zum musikalischen Teil von “Think You Can Wait” fällt mir nichts passenderes ein, als der Vergleich mit einem Barfußgang durch einen weiten, tiefen Wald, kurz bevor die Sonne hinter allerlei Gestrüpp verschwindet. Klingt nach Freisein und Abschied, nach dunklen Wegen und warmen Orten. Weiterlesen »
“Im Traume schlafe ich und erwache nicht.
Mein Schlaf raubt Stunden, auf grauen Händen ruhend.
Ich erwache, schlafe noch, ergebe mich dem Traume.”
Keine Informationen, keine Gesichter. Bloß ein Gedicht von Friedrich März. Das ist alles, was die Künstler hinter “Vienna” von sich preisgeben. Und ihre Musik, die Bände spricht.
Als ich “Tourist” zum ersten Mal hörte, kam ich um einen Vergleich mitThe XX nicht umher. Es wäre allerdings vermessen, den geisterhaften Musikern einen fremden Stil unterschieben zu wollen, schließlich sind sie selbst ein audiovisuelles Wunderwerk. Ein bisschen elektronisch, vielleicht auch melancholisch, aber vor allem eins: mysteriös. Wer die drei Gesichter hinter den starken Stimmen und den ruhigen Beats sind, bleibt ein Geheimnis. Vielleicht muss es so sein. Vielleicht ist das ihre Antwort auf die Übersättigung des Musikmarktes, vielleicht ist das das Erbe der Zurückhalltung, der Besinnung auf das Wesentliche – denn so halten die drei Schattenkinder es auch mit ihrer Musik: Schnörkellos ist das, was wir hören. Aber es fehlt uns an nichts. Weiterlesen »
Eigentlich wollte die engelsgleiche Nanna Øland Fabricius Ballerina werden. Ihr Leben verlief in geregelten Bahnen, gerade so wie es ihrer Opern-Sängerinnen-Mama recht war. Im Kopf der hübschen Dänin bahnte sich allerdings etwas ganz anderes an: 2008 veröffentlichte sie unter dem Namen Oh Land schließlich ihr Debütalbum “Fauna” – damit dürfte ihr Entschluss wohl gefasst gewesen sein: Das Tutu wurde in die Ecke geschmissen, stattdessen konzentriert das grazile Wesen mit dem langen blonden Haar sich auf das Besingen und Erzeugen von futuristischem Elektro-Pop.
„Ich möchte klingen, als wäre ich aus dem Jahr 2050“, sagt sie einmal. Naja, fast. Zumindest ist Oh Land aber endlich mal eine nette Alternative zu Lykke Li und Konsorten. Merci, liebe Nanna. Weiterlesen »
Großartige Musik, grandioses Video. Heute mal ohne viel Worte, aber gespickt mit recht viel Sonnensehnsucht. Mag mich vielleicht jemand in den Urlaub fliegen?
Alter Falter, ich werd verrückt. Erstens: Bands, die ich mag haben meist ein Tier im Namen, aber das stellte ich bereits fest, obwohl ich mich noch kürzlich über dieses Hipster-Phänomen brüskierte. Zweitens: Es ist wie ein Fluch, aber gefühlte 80% der Musiker, dessen Klänge meine Ohren bezirzen stammen zudem aus Portland. Anscheinend ein wahres Künstler-Nest, diese Stadt im amerikanischen Oregon. Heute mag ich euch die Jungs von “Horse Feathers” wärmstens ans Herz legen. Was sie da fabrizieren ist überaus beruhigend, ohne auf die Stimmung zu drücken. Ein bisschen wie ein warmes Bad an regnerischen Arschlochtagen.
This is Jane Wayne ist ein Herzprojekt. Ein Projekt aus Berlin für die Janes allerorts, das News, Features, Blogs, Interviews und Streetstyles zu einer umfangreichen Präsenz vereint. This is Jane Wayne sind Nike & Sarah. Zwei Autorinnen, die sinnieren und informieren über Mode, Musik und Menschen, Kunst und Kultur und im Eigenversuch Getestetes. Mehr
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Shopping-Guides, Jungdesigner-Portraits, Outfits und Event-Berichte - wenn Katharina Charpian nicht gerade die Seiten von bekannten Modemagazinen wie COUCH, BLONDE oder Material Girl füllt, postet die 26-jährige Modejournalistin auf ihrem Blog I♥PONYS Magazine fast täglich aus ihrem persönlichen, oft skandinavischen, Modekosmos. Mehr
TEA&TWIGS ist das virtuelle Zuhause von Isabella und Jasmin und beherbergt unter anderem die Dokumentation des persönlichen Stils der Damen, Beauty-Videos und einfache DIY Ideen: von den pinken Haarspitzen bis zur selbstgemachten Marmelade. Mehr