Schlagwort-Archiv: Bangladesch

Heute // Fashion Revolution Day
– “Who made your clothes?”

– 24.04.2014 um 14.13 – Allgemein Event Gesellschaft Mode

fashion revolution day Heute // Fashion Revolution Day <br/>   Who made your clothes?

Vor genau einem Jahr starben 1.138 Menschen bei einem Fabrikeinsturz in Dhaka, Bangladesch. 25000 Menschen wurden verletzt. Die Angestellten der achtstöckigen Textilfabrik arbeiteten dort unter anderem für Mango, Primark, Walmart und auch Inditex, den Mutterkonzern von Mode-Riesen wie Zara und Forever 21. Wie immer, wenn irgendwo eine Katastrophe geschieht und am heilen Weltbild des gut verdienenden Europäers gerüttelt wird, ging auch am 24. April 2013 ein Aufschrei durch die Medien, alle waren sie bestürzt und beschämt, Fast-Fashion-Konsumenten schworen, ihren Shopping-Pegel zu drosseln und Verfechter der 5-Euro-Shirts gerieten ins Wanken. Seltsam eigentlich, denn im Grunde sollte jeder denkende Mensch schon vorher auf den Trichter gekommen sein, dass sich vor allem Billigprodukte nur schwer mit fairen Arbeitsbedingungen vereinbaren lassen. Aber Verdrängung bleibt wohl eines der größten Talente des Menschen. 

Genau deshalb soll der internationale “Fashion Revolution Day” ab sofort weiter wachrütteln und uns immer wieder daran erinnern, dass es NICHT egal ist, wer unsere Kleidung herstellt. In diesem Jahr lautet das Motto deshalb “Who made your clothes?”. weiterlesen

Entdeckt: Guerilla-Plakate in Berlin
gegen Billig-Mode

– 23.07.2013 um 16.26 – Allgemein Leben Mode

berlin kurfuerstendamm Entdeckt: Guerilla Plakate in Berlin <br/> gegen Billig Mode
“I had two children before I was widowed when my husband died in a fire at the factory we both worked. I got no maternity leave during my pregnancy, and no compensation for the death of my husband.”

Soeben entdeckt, weil ich gedankenversunken ein paar Bahnstationen zu weit gefahren bin: Plakate an der Ubahnstation Kurfürstenstraße, die auf ziemlich gute Art und Weise Kritik an den herrschenden Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie üben. An den viel zu niedrigen Verkaufs-Preisen und uns, den Konsumenten, die noch immer meinen, man könne ein Shirt für 15 Cent produzieren, ohne dabei über Leichen zu gehen. 

Zur Erinnerung: Ende April war in Bangladesch ein acht-stöckiges Fabrikgebäude zusammen gestürzt. Mehr als 1000 Menschen, hauptsächlich Näherinnen, starben. Knapp 2,5 Tausend überlebten schwer verletzt oder mit Behinderungen, die es ihnen unmöglich machen werden, jemals wieder zu arbeiten. Unter anderem wurde Kleidung von Kik und Benetton in den Trümmern gefunden. Kurz darauf starben weitere Arbeiter bei einem Fabrik-Brand nahe des ersten Unglücksorts. Zeit, aufzuwachen. weiterlesen

Lese-Tipp: “Der Kaiser der neuen Kleider – Mohammed Abdul Jabbar sogt dafür, dass ein T-Shirt bei uns nur 8 Euro kostet”

– 16.04.2013 um 17.07 – Allgemein Kultur Leben Mode

8e11c560a69b11e28a6422000a9e08ee 7 Lese Tipp: Der Kaiser der neuen Kleider   Mohammed Abdul Jabbar sogt dafür, dass ein T Shirt bei uns nur 8 Euro kostet

Wir wissen ganz genau, dass wir gern allen Dreck beiseite schieben, was nicht direkt vor unserer Haustür liegt, dass die meisten von uns lieber wegschauen als hinzusehen und die Verdrängung der Konfrontation vorziehen. Wir wissen außerdem, dass ein T-Shirt mehr als acht Euro wert sein muss und dass wir beinahe immer auf Kosten anderer Menschen sparen. Billige Kleidung tut einzig und allein dem eigenen Geldbeutel gut – für den Großteil der Konsumenten Grund genug weiterhin fröhlich in der europäischen Blubberblase zu planschen, massenhaft zu spachteln und getreu dem Motto “da muss sich wer anderes drum kümmern” zu leben.

Was soll man auch ändern als kleiner Mann, wenn die ganz großen Bosse, zum Beispiel Mohammed Abdul Jabbar, die Maschine so oder am Laufen halten. weiterlesen

Feature: Nachgehakt – Wie produziert ihr eigentlich, H&M?

– 27.03.2012 um 18.16 – Allgemein Mode

hm news Feature: Nachgehakt   Wie produziert ihr eigentlich, H&M?

Ja, wie produzieren eigentlich unsere liebsten Modeketten? Wirklich so daneben oder doch nach vorbildlichen Vorschriften? Wir wollten’s genauer wissen und haben bei dem wohl bekanntesten schwedischen Modehaus H&M nachgehorcht:

Wie kann ein H&M-Shirt eigentlich so günstig sein? Wieso sind viele Fabrikarbeiter so jung? Warum stehen die Produktionsbedingungen ständig unter Beschuss? Und wie schaut’s eigentlich mit nachhaltigen Materialien im „Hennes & Mauritz“-Wunderland aus?

Das H&M-Team hat uns Rede und Antwort gestanden und bringt in unserem recht ausführlichen Interview vielleicht ein bisschen mehr Licht ins Dunkle.

Wir wollen an dieser Stelle auch in keinster Weise Stellung beziehen, sondern euch und uns die Gelegenheit einräumen, auch einmal die Gegenseite anzuhören. Damit wir uns eine eigene Meinung bilden können. Ein Interview also zum Nachdenken, Verstehen, Reflektieren und Diskutieren – Viel Spaß!

Mehr gibt’s hier in unserem Interview!