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Fotografie: Eine Zeitreise mit Jacques-Henri Lartigue | Ausstellung

15.09.2011 um 11.55 – Allgemein Fotografie Kunst
Fotos: Jacques-Henri Lartigue via art magazin.

Anfang des 20. Jahrhunderts, da gab es sie noch, die sogenannten elitären Kreise, in denen die Schönen, Reichen und Schlauen verkehrten, ohne dabei von heute so verhassten Paparazzi auf Schritt und Tritt verfolgt zu werden. Die Bourgeoisie blieb unter sich und das, was der Pöbel von ihr erhaschte, war gestelzt und gestellt, keineswegs echt, sondern perfekt posiert. Monsieur Jaques-Henri Lartigue gehörte zu eben jenem Zirkel der Vertrauten, genoss viele schöne Tage an der die Côte d’Azur, begeisterte sich für das Fliegen, war aber durchaus mehr als nur der Sohn eines wohlhabenden Vaters, der seinen Kindern ein nahezu unbeschwertes Leben ermöglichen wollte.

Im zarten Alter von 8 Jahren, so schreibt es Petra Bosetti im Art Magazin, bekam der kleinen Henri vom Herrn Papa seine allererste Kamera geschenkt. Später, als sich ihm endlich spannende Motive der Erwachsenenwelt boten, hatte er also schon genug Erfahrung in der Kunst des Fotografierens gesammelt, um immer genau im richtigen Moment und mit einem durchaus kecken und zuweilen auch schadenfrohen Blick für prachtvolle Schnappschüsse, den Auslöser zu drücken. Erst 1963, als er selbst schon 69 war, huldigte man ihm mit einer Einzelausstellung im MoMA, NYC, obwohl er schon zuvor durch Veröffentlichungen seiner Werke im „Life Magazine“ populär geworden war. Heute gelten Lartigues Aufnahmen vor allem wegen ihrer Authentizität als überaus wichtig – denn wie es hinter den Kulissen der gehobenen Klasse aussah, das wusste damals eben niemand so genau. weiterlesen