Schlagwort-Archiv: Beziehungsweise New York

OUTFIT // Schief gewickelt.

19.09.2016 um 11.01 – Outfit Wir

weekday press collection

Wer schief gewickelt ist, der befindet sich normalerweise auf dem falschen Dampfer, der liegt daneben und täuscht oder irrt sich gewaltig. Auf mich trifft diesmal allerdings bloß ersteres zu und zwar im haptischen Sinne, jedenfalls wenn es nach mir und meinem persönlichen Geschmack geht, der natürlich durchaus streitbar ist. Ich frage mich im Gegensatz zu vielen anderen zum Beispiel immer wieder, wann und wieso Wickelröcke eigentlich aus der Mode geraten sind, es gibt schließlich kaum ein anderes Kleidungsstück, das so schön-subtil mit zufälligen Bein-Blitzern umgeht. Deshalb liebe ich meinen Vintage-Fund von Dries van Noten womöglich so bedingungslos, nur Radlerhosen sollte man bei mäßigem Wind vorsichtshalber drunter tragen. Auch obenrum könnte es im halbwarmen Spätsommer offenbar kaum gewitzter zugehen, man nannte mich bereits Kermes, der Speerwerfer. Was gefühlt gar nicht so falsch ist, mein rechter Arm ist durch das Einseite Tragen meines geh-faulen Sohnes tatsächlich zum Pfunds-Kerl angewachsen. Ein bisschen Asymmetrie hat ja aber glücklicherweise noch niemandem geschadet. Genau so wenig wie ein Hauch Wickel-Volumen. Achja, und: Tschüssi, New York. Das war schön mit dir. weiterlesen

Vorgemerkt: L’Auberge Espagnole 3 –
Beziehungsweise New York mit
Audrey Tautou + Romain Duris

27.11.2013 um 10.43 – Film

beziehungsweise new york

Dass wir eine Schwäche für Audrey Tautou haben, müssen wir eigentlich nicht noch mal erwähnen. Dass Romain Duris uns seit „Der Schaum der Tage“ nun ebenfalls nicht mehr aus dem Kopf geht, kann sicher auch der ein oder andere verstellen. Nun kehren die zwei schon nach kurzer Abstinenz wieder auf die Leinwand zurück – und es sieht ganz so aus, als würden sie wieder eines der schönsten Liebespaare Frankreichs spielen. Aber erstmal zurückspulen, bitte.

L’Auberge Espagnole ist das American Pie der Franzosen, nur vielleicht charmanter, intelligenter und eben nicht ganz so platt. Regisseur Cédric Klapisch formte einen Hauptdarsteller, der alles andere als perfekt ist, der in Teil 1 (L’Auberge Espagnole – Barcelona für ein Jahr) den chaotischen Erasmus Studenten mimt, mit dem wir in Teil 2 (L’Auberge Espagnole – unterwegs in St. Petersburg) erneut auf Reisen gegangenen sind und der uns im kommenden Teil 3, L’Auberge Espagnole – Beziehungsweise New York, durchaus beweisen will, dass er sein Leben eben doch auf die Kette bekommen will – mit mittlerweile 40 Jahren und als dreifacher Vater, der erneut vor der Baustelle seines Lebens steht. weiterlesen