Alice Dellal für Chanel Boy Handbags – und wie sich das Luxushaus langsam wieder verändert.
Als das französische Modeunternehmen Chanel im Jahr 1914 geboren wurde, ahnte noch niemand, dass Gründerin Gabrielle Bonheur Chanel, genannt Coco, die Kleiderwelt schon bald auf den Kopf stellen würde. Ihr Ziel war die Befreiung der Frau, deren Unabhängigkeit von einer maskulin dominierten Gesellschaft. Um ihren Traum von der selbstbestimmten Dame des 20. Jahrhunderts umsetzen zu können, benötigte sie kaum mehr als ein cleveres Köpfchen, ein bisschen Geschick und eine Prise Mut.
Statt aber auf extreme Rebellion zu setzen, leitete La Mademoiselle ihren Siegeszug äußerst galant ein: Sie setzte zwar voll und ganz auf eleganten Chic, bediente sich dabei aber an der Garderobe des Mannes. Uniformknöpfe, Tweed und kragenlose Jäckchen – Chanels Look spielte ganz subtil mit den Geschlechterrollen, war bequem und vor allem eins: robust. Die in Cocos Entwürfen gekleidete Frau war zwar höchst attraktiv (und das sollte sie auch sein, schließlich liebte die Modeschöpferin selbst lockere Verbindungen mit diversen Herren sehr), musste ihren Körper dabei aber nicht unter den Scheffel der Fleischbeschauung stellen. Weiterlesen »





