Schlagwort-Archiv: Celine

All eyes on // Céline Resort 2017: Ein ungekünstelter Flickenteppich

10.11.2016 um 11.24 – Mode

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Seine Resort-Kollektion am Tag der Wahl zum neuen Präsidenten der USA zu lancieren, lässt im ersten Moment schlechtes Timing und fehlendes Plangeschick vermuten, kann mit völliger Kopflosigkeit gleichgesetzt werden – oder ist ein ziemlich lang geplanter, präzise verfolgter Schachzug und schmeckt ganz offensichtlich nach Phoebe Philo. Die Designerin versucht nämlich schon seit jeder die Lookbooks für französische Modehaus Céline ohne viel Tohuwabohu zu veröffentlichen – und packte die Chance in diesem Jahr am Schopf. Ihr Ziel? Die Kundin soll sich mit den kommenden Kreationen intimer auseinandersetzen, fühlen, anziehen, am eigenen Körper spüren und erst dann entscheiden, ob das Objekt der Begierde eingetütet werden darf – oder nicht.

Was Phoebe Philo über die Jahre als Chefdesignerin von Céline erschaffen hat, lässt sich schwerlich in Worte fassen: Es ist nicht bloß eine Ansammlung an Kleidungsstücken, die sie viermal im Jahr auf den Markt bringt. Ihre Kleidung ist Zeitzeuge, ein starkes Frauenbild und Phänomen zugleich, bedeutet radikaler Umbruch und Lebensgefühl, steckt voller Makel, Visionen und stofflicher Träume. Und so geht’s auch für ihre Resort Kollektion 2017 weiter: Dafür webte Phoebe Philo einen Flickenteppich aus den radikalen Einflüssen eines Demna Gvasalias für Vetements und Balenciaga zusammen, aus Jacquemus‘ Spiel mit den Proportionen, aus der Präzision und Volumenpower von Jil Sander, aus dem No-Make-Up-Trend und natürlich aus Phoebes Selbstverständnis, unseren Blick Saison für Saison umzugewöhnen, zu verwirren, zu schärfen und in eine andere Richtung, fernab des bereits Bekannten, zu lenken. weiterlesen

Mode und Investment –
Wie passt das zusammen?

26.10.2016 um 8.01 – Mode Shopping

Investment Pieces

Es kommt vor, dass wir die verrücktesten Gründe auftischen, um unsere kostspieligen Errungenschaften vor uns selbst zu rechtfertigen, um uns vor dem schlechten Gewissen zu bewahren oder aus Selbstschutz-Gründen, damit wir in der kommenden Woche nicht gleich wieder losziehen, wenn das Portemonnaie ausnahmsweise locker sitzt. Das können Belohnungen aller Art sein oder Geschenke zu verschiedensten Anlässen, die wir nur uns selbst machen – ganz selten, dafür aber ausgewählt. Wer Mode von Herzen wertschätzt, der weiß an dieser Stelle vielleicht, wovon ich spreche – und der gebraucht auch zu gern das (Un)Wort Investition. Ja, es wird oft geschmunzelt, wenn wir unsere hochpreisigen Einkäufe als Investition betiteln, schaue ich mir allerdings meine ausgewählten „Investitionen“ aus der Vergangenheit an, dann weiß ich sehr wohl, dass mich der Großteil von ihnen ein Leben lang begleiten werden: Weil sie für mich, ganz unabhängig vom Preis, einen wahnsinnigen Wert haben, an Meilensteine erinnern (Stichwort Belohnung!) oder ich felsenfest behaupte, dass sich ihre Anschaffung auszahlen wird und ich mit meiner eigenen Einschätzung und eventuell der des Marktes, Goldrichtig liege.

Wenn wir in unserem modischen Kosmos also von einer Investitionen sprechen (die Wirtschaftswissenschaftler werden das anders sehen), dann meinen wir nicht selten Designer-Stücke, deren Wert (in erster Linie für uns selbst) hoffentlich niemals schwindet, sondern stabil bleibt oder sich im besten Fall sogar erhöht. Eine kleine Glücksformel steckt am Ende zwar in jedem Kauf, ein Schnellcheck kann trotzdem nicht schaden – und genau dafür haben wir uns heute Vestiaire Collective, die Designer-Plattform für Vintage- und „Second Hand“-Stücke mit ins Boot geholt, um euch zu zeigen, welche Investment-Pieces sich, rein wirtschaftlich betrachtet, in der Vergangenheit wirklich gelohnt haben. weiterlesen

OUTFIT // Heute so: Alltagsunfähig.

21.09.2016 um 12.50 – box3 Outfit Wir

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Eigentlich wollte ich längst zum Schneider mit meiner neuen, plötzlich reinverknallten BOSS Hose, die beim Fitting-Termin für die Show in New York als kleines Extrabonbon unbedingt mit musste. Aber wie das im Moment so ist, komme ich zu nichts. Nicht mal die Brotkrümmel werden dieser Tage vom Tisch gewischt, der Papierkorb quirlt über und sogar der Kinderarzttermin wurde fast verpasst. Alltagsunfähig nennt man das wohl – und die Liste der To-Dos ist unaufhörlich lang. Ich weiß nicht einmal, woran es genau liegt, aber ich bin im Moment so langsam im Kopf, dass jede noch so langsame Schnecke mich wohl überholen würde. Es sind diese Wochen voller Versprechen, die man anderen macht und die einem manchmal das Genick brechen wollen. Wilmas erster Geburtstag steht an, Meetings und Konzeptabgaben sitzen uns im Nacken, eine Abschiedsparty hätte eigentlich organisiert werden müssen und der tägliche Wahnsinn kommt noch dazu. Die Eingewöhnung der Kleinsten ist bereits geschafft, es kann also nur bergauf gehen. Und heute ist schon Mittwoch – fast Wochenende also. Es wird, ich bin mir da ganz sicher.

Und so laufe ich heute mit viel zu langem Hosenbein durch die Gegend, wähle meine Schritte mit Bedacht, damit das adrette Modell nicht gleich am Saum zerfetzt und mache mich auf die Suche nach einem Schneider, damit ich die Anzugshose demnächst auch mal mit flacherem Schuhwerk kombinieren kann. Wenn nicht, wird’s ein Schrankhüter – und das will hier keiner. Also Beine in die Hand und völlig banale Dinge des Alltags regeln. weiterlesen

OUTFIT // Bergfest in Orange

17.08.2016 um 10.57 – box1 Outfit Wir

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Ich weiß selbst manchmal gar nicht, wie wir alles unter einen Hut kriegen: Kinder glücklich machen, sich nicht vergessen und unseren Laden am Laufen halten, unser erstes Baby sozusagen, das nicht minder viel Aufmerksamkeit verlangt. Was von Außen betrachtet wie ein kinderleichtes Spiel wirkt, zerrt dann und wann ganz schön an unseren Kräften. Ich will an dieser Stelle gar nicht in Jammerstimmung verfallen, zwischendurch bloß mal aufräumen mit dem ganzen Glitzi-Schein. Unsere Tage sind momentan durchgetaktet bis zum Geht-nicht-mehr, starten derweil schon um 5 Uhr und enden gegen Mitternacht. Diese Woche ist’s noch dazu besonders wild: Kita-frei, Meetings en masse (für wirklich außerordentlich schöne Projekte in der Zukunft, aber psst) und ein Trip nach München stehen auf dem Plan und sorgen hier mal wieder für Chaos deluxe. Durchhhalten ist an dieser Stelle angesagt und schielen bis zum Umfallen, geht euch ja sicher auch manchmal kein Stückchen anders so.

Immerhin ist heute bereits Mittwoch, Bergfest sozusagen, und das zelebrieren auch wir hier trotz persönlichem Traumjob hin und wieder. Zeit, um stehen zu bleiben, sich mal wieder auf die Schulter zu klopfen und zu wissen, dass ganz viel Besserung in Sicht ist. Zum Beispiel zwei Hochzeiten an den kommenden Wochenende, Toskana-Urlaub für beide von uns und hoffentlich ein minibisschen Entspannung dazwischen. Ach, was red‘ ich: Selbstverständlich! Schließlich gibt’s einen Pool an unserem kleinen, italienischen Häuschen.  weiterlesen

Budget Buy //
Das Kleid à la Céline von H&M Trend

01.08.2016 um 11.00 – Mode Shopping

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Was Phoebe Philo da über die Jahre als Chefdesignerin von Céline erschaffen hat, lässt sich kaum erklären und schwer in Worte fassen. Nennen wir dieses sagenhafte Phänomen rund um ein neues, starkes Frauenbild, um Makel, die Schönheit bedeuten und edle Stoffe vielleicht einfach „modische Hypnose.“ Keine Ahnung nämlich, ob das, was die in Paris geborene Britin anpackt, wirklich ausnahmslos so magisch und schön sein kann, wie es mir und ganz offensichtlich auch dem Rest der Welt vorkommt. Beim Betrachten des obigen Kleides aus der aktuellen Saison schwant mir jedoch einmal mehr, dass dem tatsächlich so ist.

Es grenzt nun zwar an Blasphemie, ein weißes Stück Stoff aus der Schmiede des Fast Fashion Riesen H&M als ebenbürtig zu bezeichnen, aber immerhin lässt sich doch erahnen, bei wem da abgeschaut wurde. Fest steht außerdem: So ein Sommerkleid zu schwarzen Boots und knallrotem Lippenstift ist ohnehin eine Wahnsinns-Idee. Ich schwöre derzeit übrigens auf Lippenfarbe von Topshop: weiterlesen

OUTFIT // In Knallfarbe unterwegs

01.07.2016 um 8.24 – Outfit

Sich in der Schwangerschaft Kleidung für die Zeit danach zu kaufen, macht eigentlich ziemlich wenig Sinn. Wenn der Kopf aber mal wieder aus geht, und nur noch der Bauch spricht, dann kann es allerdings doch mal passieren, dass man unvernünftig wird. Als ich im vergangenen Jahr auf Pressereise mit Veja durch das Centre Commercial Wunderland stolperte, war ziemlich schnell klar, dass ich den Einteiler von Margaux Lonnberg nicht einfach zurück lassen konnte. Er passte so grade noch und da meine Kugel so mini war, hatte ich keinen Zweifel daran, dass ich die kommenden Wochen darin auch noch durch den Kiez ziehen würde.

Leider falsch, denn kurz nachdem ich wieder in Berlin war, machte es auch schon plopp und ich spazierte als kleines Walross durch die Gegend. Margaux musste also warten, sollte bereits mehrfach verkauft werden und versank irgendwann in meiner Schublade. Von den Nervenzusammenbrüchen während der Fashion Week habe ich bereits gestern geklagt, bis mir auch an Tag zwei ein längst vergessenes Schätzchen wieder vor die Füße viel. Dich geb‘ ich nie wieder her, du hübsche Sonne. weiterlesen

OUTFIT // MBFWB
Mit Blumen & Oldies unterwegs

30.06.2016 um 8.03 – Outfit

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Die Fashion Week löst auch nach 5 1/2 Jahren noch immer leichte Panik in mir aus: Nicht, weil der Terminkalender auch in diesem Jahr wieder unrealistisch vollgepackt wurde, sondern weil die Outfit-Wahl mich regelmäßig an meine Grenzen bringt. Völlig bekloppt auf der einen, völlig normal auf der anderen Seite. Sich „schick“ zu machen, statt verlottert von Event zu Event zu schluffen, versteht sich da mittlerweile von selber. Das war nicht immer so, aber wenn man schräg auf die 30 zugeht, dann darf man sich an dieser Stelle eigentlich auch mal ein paar mehr Gedanken machen, schon klar.

Bloß waren die vergangenen Wochen hier so turbulent, die Zeit so knapp, dass das First World Problem „Was ziehe ich an?“ galant vor mir her geschoben wurde. Und so zog ich am Montag noch flott zwei Stunden Wilma-frei los, um auf die schnelle doch noch was Hübsches zu kaufen – und fand nichts. Nada. Niente. Ich schob das Problem also eine weitere Nacht vor mir her, um an Tag 1 der Fashion Week morgens um 6 Uhr noch einmal einen Blick in den Schrank zu werfen. Und so fand ich auf die allerletzte Minute doch noch was: Ein rosagrünes Irgendwas, ein grünes Crop Top, einen Blumenmantel, der eigentlich mal ein Kleid war und liebste Schuhe für liebste Anlässe. Weniger Nachdenken, einfach machen. Check! weiterlesen

Outfit // Mit Carmen, Twiggy,
Céline & Chuck

09.06.2016 um 8.36 – box1 Outfit

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Immer wieder werden wir im Interview gefragt, ob sich unser Kleidungsstil seit dem Mamasein verändert habe. Ob wir fortan auf Praktisches setzen, uns ausschließlich in Gemütlichkeit wälzen und High Heels längst an den Nagel hängen würden. Ein kurzes „Nö“ folgt auf diese Fragen, ein merkwürdig enttäuschter Blick unterstreicht das Ganze. Es ist vielmehr so, dass wir uns wie gewohnt für uns anziehen und erst im Laufe des Tages feststelle, voller Flecken herumzulaufen. Aber daran gewöhnt man sich. Die praktischen Teile werden schließlich auch dreckig und wandern in die Waschmaschine, der Seide geht’s dagegen an die Handwäsche und der Filzpulli lebt mit seinen neuen Details. Es sind also nicht die Kleidungsstücke, die sich durch das Prädikat „praktisch“ auszeichnen, es ist vielmehr der Umgang mit dem neu gewonnenen Fleckenteufel auf dem Arm. Und der denkt praktisch, praktisch gelassen.

Und so trägt mein Wildlederrock mittlerweile auch ein paar Spuren des Lebens mehr mit sich herum und ist trotzdem nicht weniger schön, sondern wird vielleicht gerade deshalb noch häufiger ausgeführt. Mit Wilma auf dem Arm, Carmen im Gepäck und Chucks an den Füßen.  weiterlesen

Outfit // The Shirt-Skirt.

06.06.2016 um 7.30 – Outfit Wir

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Ich behaupte ja gern, (Mode)mädchen-Klischees und ich, wir hätten im Grunde nur ein paar weniger Überschneidungs-Punkte, ganz harmlose natürlich, und dass ich trotz all des schönen Zwirns, der mir täglich begegnet, zumindest noch über eine Hirnhälfte verfügen würde, die klar zu denken in der Lage ist. Manchmal liege ich mit dieser optimistischen Überzeugung aber leider arg daneben. Wenn es plötzlich so heiß draußen wird, dass ich am liebsten als Nackedei das Haus verlassen würde und von gestern auf heute eine gefühlt ganz andere Jahreszeit das Ruder übernimmt. Dann habe ich nichts mehr zum Anziehen und frage mich beim Blick in meinen leer-vollen Kleiderschrank, wie ich überhaupt durch den letzten Sommer gekommen bin. Wahrscheinlich im Badeanzug.

Weil jedenfalls auch gestern kein Rock luftig genug erschien, oder schmeichelnd, oder schön, habe ich mich am Ende für die gute alte Shirt-Skirt-Alternative entschieden, für die man nichts weiter tun muss, als ein wenig zu knoten. Das spart nicht nur Geld für viele Eisrunden, sondern auch Nerven. Statt eines engen Träger-Tops wählte ich außerdem ein schlabbriges, gegen das Kleben. Fertig. weiterlesen

Jane Wayne Outfit //
3 x Alltag zwischendurch

01.06.2016 um 8.32 – box1 Outfit Wir

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Eine merkwürdige Woche ist das. Eine, die unfassbar unstrukturiert abläuft, uns vergessen lässt, wo oben und unten ist, unseren Terminkalender völlig zerreißt und vor lauter Fragezeichen nur so strotzt. Ist heute Mittwoch oder erst Dienstag? Gibt’s diese Woche einen Feiertag – und wenn nicht: Wieso nicht? Und wo sollten wir eigentlich noch mal genau heute Nachmittag sein? Wir Zwei gehören ja sonst schon nicht zu den geplantesten Geschöpfen dieses Planeten, aber KW 22 sorgt für völlige Orientierungslosigkeit. Ich schieb’s auf gar nichts, Freunde, einfach auf uns. Vielleicht braucht’s nämlich einfach mal wieder eine Nacht Schlaf ohne Winzling in der Mitte, einen Urlaub, der geradewegs immer weiter in die Ferne rückt oder einfach eine Portion Gelassenheit auf alles.

Während ich also weiter nach Gründen und Lösungen suche, gibt’s für euch 3 x praktisch gemütlichen Alltag zwischendurch: Vom Lieblingshemd über sonnengelbe Schläppchen bis hin zum Kornblumen-Sonntagslook – zwischen gemütlich, praktisch und gut:  weiterlesen

OUTFIT // Schief geknotet.

11.05.2016 um 11.40 – Outfit Wir

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Das obige Kleid ist wieder ein hervorragendes Beispiel dafür, dass mir hinsichtlich der Gabe räumlicher Vorstellungskraft offenbar ein paar wichtige Gehirnzellen fehlen. Zum Binden der gerade einmal drei notwendigen Schleifen benötigte ich insgesamt mehr als zehn Minuten und vier Anläufe, nur um am Ende, und zwar erst nach dem Schießen dieser schnellen Fotos, festzustellen, dass ich es trotz reichlicher Überlegungen geschafft habe, besagte Cut-Out-Herausforderung verkehrt herum anzuziehen. Vorne ist eigentlich hinten und hinten ist vorne und außerdem muss das Ganze eigentlich symmetrisch zusammen geschnürt werden. Ja, nun. Ich finde, dass kann man schon so lassen.

Dazu trage ich eine Pompom-Tasche vom Markt, eure Lieblings-Schuhe, die Céline Babouches, und Eiskaffee: weiterlesen

OUTFITS //
4x Zwischendurch

18.04.2016 um 11.47 – Outfit Wir

outfits nike van dintherIch würde mir am liebsten eine Ananas auf den Kopf setzen vor Freude darüber, dass der Regen uns bald am Allerwertesten kann, go Frühling, ich weiß, du schaffst das, los! Aber darum geht es hier jetzt gar nicht und eigentlich auch sonst um nichts, mit Ausnahme von gleich vier Outfits, die mich durch die vergangene Woche brachten, auffällig ist daran vor allem meine neu entdeckte Schwäche für Karl Lagerfelds Alptraum, der Jogginghose. Bloß ist besagtes Modell gar nicht mal so unschick und noch dazu ein Alleskönner, der mir nicht nur bei diversen Meetings zur Seite stand, sondern auch beim Dandy Diner Opening. War übrigens wirklich, wirklich lecker, und noch besser: Ist gleich mir ums Eck, nämlich auf der Karl Marx Straße 9 in Neukölln.

Und jetzt, 4 x (fast) Alltag: weiterlesen

Shop the Look //
Rosa Brille mit Pandora Sykes!

04.04.2016 um 15.45 – Shopping

shop the look pandora sykesPandora Sykes mausert sich immer mehr zu meiner persönlichen Stil-Heldin, jedenfalls vermag sie es auffallend häufig, mir angesichts der von ihr gezeigten Kleiderpracht ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Ich meine schaut euch das an, Rot-Rosa, sowas geniales. Schon hundert Mal gesehen und dann wieder vergessen, bis heute. Dazu ein paar derbe Boots (Phoebe Philo, die Wichtin, lässt mich aufgrund dieser nahezu unbezahlbaren Traum-Stiefelchen schon an diversen DIY-Ideen tüfteln), Lederjacke drüber und raus aus der Tussi-Ecke.

Wer von euch wirklich, wirklich noch auf der Suche nach einer Wildleder-Jacke ist, dem lege ich das obige Modell von Isabel Marant Étoile ganz wärmstens ans Herz. Eine Freundin von mir trägt selbiges seit Wochen stolz wie Oskar durch die Stadt und zwickt sich wahrscheinlich ins Knie, sollte sie erfahren, dass das gute Ding gerade im 50%-Sale gelandet ist. Aber nochmal kurz zurück zu Pandora, der Wardrobe Mistress der Sunday Times – ihr Instagram-Feed ist mir einer der liebsten. Sowas wie eine tägliche Motivations-Spritze, die mich dazu bringt, häufiger im eigenen Kleiderschrank nach vergessenen Schätzen zu kramen, statt ständig nur nach Neuem zu gieren. Aber wie dem auch sei, hier alle Details zum Milzshake-Shop-The-Look: weiterlesen

OUTFIT //
Magic Cleaning & Céline Babouches 🌴

15.03.2016 um 11.09 – Outfit

celine babouchesHeute Nachmittag mache ich mich auf den Weg gen Paris und weil der Tag bis dahin noch mit einer ganzen Handvoll To-Dos gespickt ist, schlurfe ich schon seit der Früh im Dinner-Outfit für das abendliche Frankreich durch Neukölln, einmal angekommen wird nämlich auch nicht mehr viel Zeit zum Trödeln übrig sein. Was genau ich dort treiben werde, erfahrt ihr natürlich noch, am Donnerstag bin ich jedenfalls schon wieder zurück. Gepackt habe ich auch noch nicht, aber das ist nichts neues, ich reise ständig mit nichts als einer Handtasche und frischer Unterwäsche. Je weniger Ballast, desto besser.

So war das nicht immer, aber irgendwann machten sämtliche Bekannte mich so mürbe, dass ich es ihnen gleichtat und mir schließlich ebenfalls dieses omnipräsente Buch namens „The magic cleaning“ zulegte. Es ist fürchterlich aus dem Japanischen übersetzt und steckt voller Floskeln, am Ende hat es aber eingeschlagen wie der Blitz, fragt mich nicht weshalb. Seither türmen sich die aussortierten Kisten in meiner Abstellkammer, ein nächster Tictail-Schwung steht demnach schon in den Startlöchern. Die Quintessenz des Ganzen lautet: Umgebe dich mit wenigen, aber dafür von Herzen geliebten Stücken. Und: Kaufe nichts, das dir nur zu 99% Prozent gefällt, es müssen stets volle 100 sein. Aus den erst jüngst ausgemisteten 30 Kleidungsstücken, die ich noch immer mochte, aber nicht anbetete, machte ich in der vergangenen Woche also quasi ein einziges. Nun gut, es sind schließlich Schuhe geworden, aber was für welche. Hätte ich eine Vitrine, ich würde sie dort jeden Abend hinein stellen, diese völlig überteuerten zarten Babouches von Céline: weiterlesen

PFW // 5 Dinge, die wir uns dank Céline
für den Winter merken sollten

07.03.2016 um 9.19 – Mode

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Noch nie diskutierten wir so viel über Moden wie in den vergangenen Saisons, über Krisen in der Branche, über die Kannibalisierung eines Marktes. Wir versuchten uns an Prognosen, berichteten über neue Absatzmöglichkeiten und hatten immer wieder Li Edelkoort im Ohr – und dann sahen wir Céline. Wie es dieser Phoebe Philo im Halbjahrestakt gelingt, textile Träumchen und Zeitgeschehen so spielend leicht miteinander zu vermählen, bleibt uns wohl ein Rätsel, dass sie es schafft, bleibt allerdings außer Frage: Die nächste it-Bag ist in sicheren Tüchern, der neueste Whaow-Schuh auch, während Madame Philo eine Kollektion mitliefert, die nicht nur in der Gegenwart funktioniert, sondern auch im Winter 2016 noch mehr als aktuell sein dürfte: „Die Welt ist in Bewegung“ – und so ist es ihre gestern gezeigte Linie auch: Fließende Stoffe, weite Silhouetten, Nomaden-inspirierte Looks und wieder von innen nach außen herumgedrehte Entwürfe. Kaum ein_e andere_r Designer_in nimmt sich der aktuellen wirtschaftlichen und politischen Lage inhaltlich so an, holt uns so sehr im Hier und Jetzt ab und schafft es dabei so selbstverständlich tragbar zu bleiben.

Was wir uns von Céline abschauen sollten: Unerschrocken zu bleiben, mit der Femininität auf unterschiedlichste Art und Weise zu spielen und unsere Augen nicht vor Neuem zu verschließen – zum Beispiel auch nicht davor: weiterlesen