Schlagwort-Archiv: Chanel

Frühjahrs-Must-Haves: Leder Espadrilles – Chanel vs. Lika Mimika

– 25.02.2013 um 17.26 – Allgemein Do or Don't Schuhe

leder espadrilles Frühjahrs Must Haves: Leder Espadrilles   Chanel vs. Lika Mimika

Verzeiht mir die Ausdrucksweise, aber: Ich habe keine Lust mehr auf die Scheiße da draußen. Da findet man sich kurz vor März noch in einer Winterdepression wieder, obwohl es doch langsam bergauf gehen müsste und jeder Versuch, die Heizung endlich runter zu drehen, scheitert spätestens dann, wenn man bibbernd aus der Dusche steigt. Es reicht. Wir wollen die Sonne zurück, wir brauchen Vitamin D geben keinen Cent mehr für warme Kleidung aus.

Stattdessen schwelgen wir in Gedanken schon in Open Air Rave- und Frühlingsträumen, inklusive der dazugehörenden Outfits. Leder-Espadrilles, da sind wir uns einig, sind unser persönliches (achtung, fieses Wort) MUST-HAVE der kommenden Saison. Die obigen sollte man zwar eindeutig vor zu viel Matsch verschonen, für das alltägliche Leben scheinen sie uns allerdings bestens geeignet. weiterlesen

Haute Couture Beauty-Trend: Die neuen Smokey-Eyes

– 25.01.2013 um 15.53 – Allgemein Beauty Make-Up Trend

Smokey Eyes 800x800 Haute Couture Beauty Trend: Die neuen Smokey Eyes

Sicherlich gehören Nike und ich nicht zu den allergrößten Beauty-Experten und doch ist ein Trend der Couture-Schauen nicht zu übersehen: Schwarz bepinselte Augen mit kleinen Details. Seien es die Augen von Chanel, die mit dramatischen Netz-Applikationen noch imposanter wirken oder Versaces Smokey Eyes, die mit Neon-Farben akzentuiert wurden, Christian Diors geschwungener schwarzer Lidstrich oder aber Armani Privés exzentrisch geometrischer Strich in der Lidfalte – Schwarz muss diesen Sommer bei allen festlichen Aktivitäten nicht dezent, sondern äußert auffällig daher kommen.

Sind die Ready-to-Wear Beauty-Tipps stets etwas experimentierfreudiger und farbiger, darf es bei den Couture Schauen ruhig etwas klassischer, wenngleich mindestens genauso extravagant zugehen. Vergangenen Sommer hieß das: Dunkles Blau trifft zarte Akzente um schmale Lidstriche oder güldenen Schimmer. Diesmal, so sind sich derzeit scheinbar alle einig, wird’s vor allem schwarz, schwarz, schwarz – und nicht zu zurückhaltend, bitte! weiterlesen

Zwei Bräute auf dem Laufsteg bei Chanel Haute Couture – Karl Lagerfeld setzt ein Statement

– 25.01.2013 um 15.50 – Kultur Menschen Mode

chanel haute couture Zwei Bräute auf dem Laufsteg bei Chanel Haute Couture   Karl Lagerfeld setzt ein Statement

Schon vor ein paar Tagen zeigte Karl Lagerfeld das obige Abschlussbild seiner Haute-Couture-Schau im Pariser Grand Palais: Zwei Kleider, zwei Frauen, ein Kind – ein politisches Statement, das uns nach der in Frankreich frisch entfachten Debatte über die gleichgeschlechtliche Ehe gerade recht kommt. Die Zeit kommentiert ein bisschen frech, aber sehr passend: “Das dürfte doch eine Sprache sein, die man in Frankreich versteht“. Auch Meltem hat sich bereits ganz öffentlich über das Homo-Paar auf dem Catwalk gefreut. Und wir? Wir applaudieren natürlich auch, wollen aber dennoch nicht so recht fassen, dass zwei Haute-Couture-Kleider in diesem Kontext für so viel Aufruhr sorgen.

Wir sind hin und her gerissen zwischen glückseligem Jauchzen und der großen Frage: “Wann hören die Menschen endlich auf, Homosexualität auf diese Art und Weise zum Thema zu machen?“. Denn leider zeigen uns Artikel und Debatten wie die zuvor genannten trotz all des Gutwillens, dass wir immer noch nicht in einer Gesellschaft leben, die auf Schubladen verzichtet. Ich meine: Dann stehen da eben zwei Bräute. Schön ist das. Aber wieso bloß immer mit dem Finger drauf zeigen, wieso kommt uns das noch immer so besonders vor? weiterlesen

Haute Couture: Chanel 2013 | Schwan oder hässliches Entlein?

– 23.01.2013 um 16.26 – Allgemein

Chanel haute couture ss13 Haute Couture: Chanel 2013 | Schwan oder hässliches Entlein?

Unsere liebste Praktikantin Marisol (sie ist 18 und lebt eigentlich in Barcelona) schaut uns einen ganzen Monat lang über die Schulter, hat aber auch selbst jede Menge zu tun – während der Fashion Week kümmerte sie sich unter anderem um die Streetstyles und tippte fleißig Interviews, heute hat sie bei Chanels Haute Couture Schau einen eventuellen Trend entdeckt:

Es wundert uns nicht, dass Karl Lagerfeld sich auch bei der Haute Couture Frühjahrskollektion 2013 von Chanel in gewisser Weise selbst übertroffen hat und vielleicht sogar einen neuen Trend setzt.

Auch wenn schulterfreie Kleider und T-Shirts immer mal wieder out sind, so verlieren sie nie wirklich ihre Straßentauglichkeit. Aber etwas drunter zu ziehen, damit die freie Schulter doch wieder bedeckt ist? Das scheint mir neu zu sein. Oder sollte ich doch eher sagen: total alt. Ja, richtig gelesen. Unserer Karl schwelgte wohl mal wieder in Nostalgie und Erinnerungen an die alten, wirklich sehr alten Zeiten. Er selbst nennt seine Kreation „Neo-klassisch“. Seine Gedanken machten einen Ausflug ins späte 18te Jahrhundert und in den deutschen Romantizismus, in dem Goethe und Schiller lebten. Schillers Theaterstück „Mary Stuart“ war seine diesmalige Inspiration. weiterlesen

CHANEL PRE FALL 2013 – KÖNIG KARL SCHICKT UNS INS SPÄTMITTELALTER.

– 17.12.2012 um 13.19 – Allgemein Mode

 CHANEL PRE FALL 2013 – KÖNIG KARL SCHICKT UNS INS SPÄTMITTELALTER.
Herr Lagerfeld, der alte Schlingel. Wenn alle andere “A” sagen, sagt König Karl “B”. Zum Glück, denn sonst ginge es in der Modewelt manchmal ziemlich überraschungslos zu. Für die kommende Prefall Saison sollten wir mit einer großen Portion Mut ausgerüstet sein, denn ansonsten könnte uns diese optische Zeitreise einen kleinen Schrecken versetzen. Ganze 700 Jahre wird an der Uhr gedreht, wir befinden uns also irgendwie im Spätmittelalter (als ein Drittel der Europäer an der Pest starb und zwischen England und Frankreich der Hundertjährige Krieg ausbrach).

Frankreich gewann allerdings einen Verbündeten, nämlich Schottland. Die gemeinsame Geschichte der beiden Länder verbindet Karl auch auf den ersten Blick ziemlich geschickt miteinander: Traditionelle schottische Muster liebäugeln mit französischer Grazie. Ein bisschen aktueller Zeitgeist schwingt aber natürlich ebenso mit, schließlich geht es hier um Mode, nicht um Kostümierungen. Immenses Layering, Materialmixe, hier und da ein unerwarteter, moderner Kontrast. Und wer genau hinsieht, entdeckt sogar ein klein wenig Boy George-Attitüde im New Romantics-Look oder Grunge Reloaded. Der König hat also gesprochen und wir folgen ihm. Vielleicht. Im nächsten Jahr, kurz bevor die Blätter fallen. weiterlesen

Video-Interview von Julia Freitag – Chanel in Berlin “The Little Black Jacket”

– 22.11.2012 um 14.24 – Allgemein Berlin Event Menschen Mode

 Video Interview von Julia Freitag   Chanel in Berlin The Little Black JacketBild via Chanel.

Ein Jäckchen, dass um die Welt geht – nicht erst seit der Wander-Ausstellung “The Little Black Jacket“, sondern bereits seit Jahrzehnten gefeiert wird – es ist dieser wunderbar geheimnisvolle Coco Chanel-Mythos, die Verbindung von Tradition und überlieferter Handwerkskunst, der zeitlose Charme und der moderne Transfer, warum die Tweed-Jacke aus dem Traditonshaus ein Objekt der Begierde war und bleibt.

Karl Lagerfeld und Carine Roitfeld wissen um diesen Schatz und kleideten 109 Stars der obersten A-Prominenz in ikonische Erbe ein – das Ergebnis: Eine Fotoausstellung die durch Eleganz, Charme und Indivdualität brilliert. Nike durfte sich bereits einen ersten Blick bei der dazugehörigen Party machen und kommt nicht mehr aus dem Schwärmen heraus – und auch wir sollten schleunigst den Weg zu dieser 14-tägigen, kostenlosen Ausstellung machen. Wer noch immer ein paar Argumente braucht, für den war Styleproofed-Redakteurin Julia Freitag offiziell für Chanel an dem Presseabend unterwegs und holte ganz entzückende Gäste vor die Kamera: weiterlesen

Reminder: Chanels “The Little Black Jacket”-Ausstellung in Berlin

– 12.11.2012 um 15.40 – Allgemein Berlin Fotografie Mode

Das ikonische Tweed-Jäckchen von Chanel geht bereits seit einigen Monaten auf Reisen und bezaubert die großen Metropolen: Nach Tokyo, New York, Taipeh, Hong Kong, London, Moskau, Sydney und Paris ist kommende Woche, am 23. November, für drei Wochen nach Berlin.

Karl Lagerfeld hat für diese Ausstellung selbstverständlich tatkräftige Hilfe mit ins Boot geholt und Madame der Stunde Carine Roitfeld gebeten, sich um das Styling der 109 Celebrities zu kümmern, während Monsieur Lagerfeld selbstredend wieder einmal hinter der Kamera stand. Wir freuen uns jetzt schon wie kleine Kinder auf diese Ausstellung und können euch “The Little Black Jacket” nur wärmstens ans Herz legen – die bereits erschienenen Fotografien jedenfalls sprechen ganz klar für diese Ausstellung! weiterlesen

Interview mit Karl Lagerfeld – Chanel für den Sommer 2013

– 05.10.2012 um 13.58 – Allgemein Mode

chanel Interview mit Karl Lagerfeld   Chanel für den Sommer 2013 Fotos by Olivier Saillant via Chanel.

“Using nearly nothing what Chanel is known for and still make it look Chanel.” Dass Karl Lagerfeld bei seinen neuesten Genie-Streich für das Traditionshaus einiges anders gemacht hat und doch so Chanel bleibt, dürfte dem ein oder anderen bereits bei ersten Bildern der Kollektion aufgefallen sein. Typische Essentials der Couture-Schmiede wurden einfach missachtet und dennoch hat Monsieur Karl ihn wieder kreiert, diesen unnachahmlichen Mix aus Tradition, Moderne und Zeitlosigkeit. Entgegen der 90s Manier gibt’s auf seinen Stücken diesmal auch keine Logos – “It looks very Chanel without having all those very lovely common places.”

Und wenn der Catwalk aus Solarzellen besteht und gesäumt wird von riesigen Windrädern, dann geht’s ganz offensichtlich um einen neuen und frischen Wind, genauer gesagt: Um “New Energy” – Wind, Luft und Leichtigkeit und die drückt sich vor allem in ganz viel Baumwolle aus, in zarter Transparenz und schulterfreien Kleidern. Kleidung für den Tag, versteht sich, “easy, approachable and wearable”. Für die Nacht gibt’s ja schließlich auch die Couture.

Aber hört am besten selbst, was der Meister zu seiner kommenden Spring/Summer Kollektion zu sagen hat – im sehr sympathischen Interview: weiterlesen

Resort Saison 2013 ist eröffnet – und Karl Lagerfeld nimmt uns mit auf eine königliche Zeitreise

– 15.05.2012 um 11.18 – Allgemein Mode

chanel resort Resort Saison 2013 ist eröffnet   und Karl Lagerfeld nimmt uns mit auf eine königliche ZeitreiseAlle Fotos © Olivier Saillant via Chanel News.

Die Resort Saison ist eröffnet! Bereits vergangene Woche sorgte Bottega Venetta für den Auftakt und gestern wanderten unsere Augen auch schon fix nach Paris – Karl Lagerfeld lud nach Versaille, um seine königliche Zwischenkollektion standesgemäß zu präsentieren. Das alljährliche Chanel-Spektakel entführt uns immer wieder zu den schönsten Schauplätzen, denn Kreativköpfchen Karl lässt sich für eine jede Resort-Kollekti0n von den traumhaftesten Orten inspirieren: Vergangenes Mal noch führte er uns zum Hotel du Cap an die Riviera und an die luxuriöse Promenade nach St. Tropez.

Er kreiert seine Cruise Collection passend nach den Schauplätzen, um sie schließlich dort einem höchst exklusiven Kreis vorführen zu lassen. Und was Cara DelevingneLindsey WixsonSaskia de Brauw und andere Topmodels da kredenzten, lässt sich unschwer auf den ersten Blick deuten: Irgendwo zwischen Punk Rock, Marie Antoinette und prinkvollen sowie herrschaftlichen Zeiten des Sonnenkönigs Ludwig  XIV, ist es nicht zuletzt das überladene Make-Up und die typischen Haarkreationen samt Perücke und Schleife im Haar, die darauf deuten lassen – nur eben modern umgesetzt: Pastellige Töne, Plateau-Schuhe, bonbonfarbene Pumps und neben Chanels liebstem Stoff, dem Tweed, auch ganz viel Jeans! weiterlesen

Klassiker in Schwarz – Lohnt sich langes sparen oder sind sie einfach überbewertet?

– 07.05.2012 um 17.22 – Accessoire Allgemein Do or Don't

classic bags Klassiker in Schwarz   Lohnt sich langes sparen oder sind sie einfach überbewertet?

Es gibt eine Hand voll Klassiker, dich ich irgendwann einmal mein Eigen nenne möchte. Kleine, viel zu überteuerte Marken-Lieblinge, die seit Jahrzehnten durch die Modesphäre geistern und ihr Unwesen treiben. Auf Wartelisten machen sie es sich bequem und sind so überdurchschnittlich kostspielig, dass der Erwerb in die weite Ferne rückt. Ein Erbstück von Omi, ein wunderbarer Flohmarktfund oder vielleicht sogar mal ein Ebay-Schnäppchen würden mir da deutlich weiterhelfen, doch leider konnte ich weder in diversen Kleiderschränken fündig werden, noch traue ich kleinen Bildchen beim Auktionshaus ob ihrer Originalität. Heißt es am Ende also doch, ein bisschen mehr sparen, um sich irgendwann einmal das Objekt der Begierde leisten zu können?

In diesem kleinen Klassiker-Spezial geht’s mir persönlich um die allseits beliebte 2.55 aus dem Hause Chanel. Das kleine Schätzchen, das seit dem Februar 1955 eine Erfolgsgeschichte schreibt. Eine kleine Flap Bag aus schwarzem Leder, gestepptem Muster und Kettenriemen, die mein Herz höher schlagen würde. Ein Klassiker eben, genauso wie es sie in den Häusern Céline, Hermès, Proenza Schouler oder Mulberry gibt. Aber was sagt ihr? Sparen für eine trendunabhängige Liaison oder sich doch lieber kostengünstigen und modernen Begleitern widmen? weiterlesen

Inspiration: Dreadlock-Liebe bei Chanel – Do or Don’t?

Chanel Dreadlocks Inspiration: Dreadlock Liebe bei Chanel   Do or Dont?Alle Bilder via style.com.

Das Problem ist ja immer folgendes: Es gibt Menschen, die werden alt, weil sie alt werden wollen. Und es gibt Menschen, die überhaupt nicht merken, dass sie älter werden, weil die Jahre zwischen damals und heute wie im Nichts verpufft sind. Ich hatte mir an dieser Stelle bereits eingestanden, dass ich wohlmöglich noch ein wenig Zeit brauche, um mich selbst mit meinen frisch gebackenen 24 Jahren als ernsthaft erwachsene Frau zu fühlen. Und wir hatten auch schon festgestellt, dass das eigentlich gar nicht schlimm ist. Aber schade, manchmal. Also nicht das Nicht-Erwachsen werden, sondern das altern. Das merke ich ganz besonders in Momenten wie diesem.

Gerade eben habe ich mich ein wenig durch aktuelle Prefall-Kollektionen geklickt, um prompt bei Chanel hängen zu bleiben. Hatte ich mich damals ausschließlich auf den indischen Einfluss der Looks konzentriert, fiel mir diesmal auf: Die Models tragen Dreadlocks. Zwar keine waschechten, monatelang verfilzten, aber kurzweilig gedrehte. Und ich bin neidisch. Denn ich gestehe eine kleine Schwäche zu haben für Haarprachten dieser Art – auch wenn die meisten von euch wohl überhaupt nichts mit dem Hänger-Look anfangen können. Früher, es ist wirklich schon lange her, da trug ich ganz kurz auch mal Haare wie diese. Passend dazu wurde im Orient-Shop in der nächsten Stadt eingekauft und viel Reggae gehört. Und gerade stelle ich mir vor, wie es wohl aussehen würde, hätte ich die langen Dreadlocks von früher, aber meine Garderobe von heute. Stilbruch, auf jeden Fall. Irgendwie gut. Aber gut, ich habe so oder so zu kurzes Haar – und die liebe Sarah Jane würde mich zudem auch mit aller Kraft von jeglichen Dreadlook-Plänen abbringen, fürchte ich. Trotzdem: Träumen darf man ja mal. Und bei Chanel macht sogar das Anschauen Spaß.

Video: “The Secrets of the Little Black Jacket by Chanel” & Photoshoot

– 21.03.2012 um 18.07 – Allgemein Mode

Ich weiß überhaupt nicht, wie oft ich jetzt schon über dieses Video gestolpert bin. Jedenfalls waren es einige Male. Bis gerade eben war ich vom Anblick der Produktion eines Chanel Jäckchens allerdings eher gelangweilt als begeistert. Schließlich sind wir alle ja nicht vollends auf den Kopf gefallen – dass ein 1000€ Stück im besten Fall eben sehr detailverliebt und mit äußerster Präzision hergestellt wird, war uns doch zumindest im weitesten Sinne klar. Aber heute, da hat es mich gepackt. Das ist schon wirklich verdammt viel Arbeit. Und bewundernswert obendrein. Oder sagen wir eher: All jenen, die das kleine Filmchen bisher noch nicht gesehen haben, möchten wir es auf keinen Fall vorenthalten.

Da werden sorgfältig Linien gezogen, Nadeln gesetzt, es wird vorgenäht und ausgeschnitten. Und irgendwann ist das kostbare Wunderwerk vollbracht: Das traditionsreiche Jäckchen ist bereit für den Verkauf. Seit Mitte der 20er war es noch Madame Coco höchstselbst, die Hand anlegte an ihren Entwürfen, heute erlernen die talentiertesten Schneiderinnen weltweit das Geheimnis des französischen Luxushauses, so sagt man. Da schließen wir uns doch gleich mal Maries Frage an: Wären wir nach dieser kurzen Einführung in das Handwerk Chanels bereit so viel Geld für eine einzige Jacke auszugeben? Ich fürchte, Nachdenken hilft da nicht. Denn wer ein derartiges Budget in petto hat, den kümmern wohlmöglich auch noch höhere Preise nicht die Bohne. Für alle anderen gilt: Weiterträumen. Was uns aber doch sehr interessiert: Nehmen wir den Machern dieses Clips die uns suggerierte perfekte Atelier-Welt wirklich ab? Ich weiß ja nicht. Aber ich bin auch manchmal viel zu skeptisch. Vertrauen wir dem Medienwirbel heute also einfach mal ganz widerstandslos und erfreuen uns an den unerreichbar schönen Dingen des Lebens. weiterlesen

Alice Dellal für Chanel Boy Handbags – und wie sich das Luxushaus langsam wieder verändert.

– 19.03.2012 um 14.55 – Allgemein Menschen Mode

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Als das französische Modeunternehmen Chanel im Jahr 1914 geboren wurde, ahnte noch niemand, dass Gründerin Gabrielle Bonheur Chanel, genannt Coco, die Kleiderwelt schon bald auf den Kopf stellen würde. Ihr Ziel war die Befreiung der Frau, deren Unabhängigkeit von einer maskulin dominierten Gesellschaft. Um ihren Traum von der selbstbestimmten Dame des 20. Jahrhunderts umsetzen zu können, benötigte sie kaum mehr als ein cleveres Köpfchen, ein bisschen Geschick und eine Prise Mut.

Statt aber auf extreme Rebellion zu setzen, leitete La Mademoiselle ihren Siegeszug äußerst galant ein: Sie setzte zwar voll und ganz auf eleganten Chic, bediente sich dabei aber an der Garderobe des Mannes. Uniformknöpfe, Tweed und kragenlose Jäckchen – Chanels Look spielte ganz subtil mit den Geschlechterrollen, war bequem und vor allem eins: robust. Die in Cocos Entwürfen gekleidete Frau war zwar höchst attraktiv (und das sollte sie auch sein, schließlich liebte die Modeschöpferin selbst lockere Verbindungen mit diversen Herren sehr), musste ihren Körper dabei aber nicht unter den Scheffel der Fleischbeschauung stellen. weiterlesen