Schlagwort-Archiv: Copycat

Lookalikes: Topshop vs. Carven

17.09.2013 um 12.44 – Allgemein Mode Shopping

topshop-vs-carvenWann immer man durch Zara, H&M und Co bummelt, oder sich durch die Tiefen der Onlineshops von Topshop und Konsorten klickt, treffen wir auf große Designer, jedenfalls im übertragenen Sinne. Ich würde behaupten, ca 90 % (wenn nicht sogar 100!) der dort hängenden Kleidung sind mehr oder weniger wunderbare Kopien der ganz großen Laufsteg-Trends. Das ist ja nunmal auch Sinn der Sache. Mach einer nennt es „die Demokratisierung der Mode„, andere hingegen dampfen vor Wut. Denn das Ganze führt am Ende dazu, dass die „Urheber“, also diverse Luxusfirmen, die Allerletzten sind, welche die Stücke zum Verkauf anbieten können. In der nächsten Saison erst. Topshop undsoweiterundsofort brauchen im Schnitt gerade einmal zwei Wochen, um das Gesehene recht preiswert umzusetzen. Gemein, aber der ganz normale Wahnsinn, von dem die meisten von uns (leider) profitieren.

Jetzt mal Butter bei die Fische: Das heute gezeigte Leo-Jäckchen soll wohl eine Nachmache des wundervollen Stella McCartney Pieces sein. Das war mir beim Kauf sehr wohl klar und mein Gewissen ließ sich nur dadurch beruhigen, dass ich mir irgendwann schließlich auch mal ein echtes Stella-Teil im Leo-Look angeschafft hatte (jaja, ich weiß: gilt nicht). Neuerdings schaut Topshop allerdings am liebsten bei Carven ab. weiterlesen

Büro 24/7 fragt: Ist das noch Inspiration oder schon Plagiat?

17.04.2013 um 12.01 – Allgemein Mode



Dass vertikal ausgerichtete Unternehmen, also Zara, H&M und Co, sich an extrem erfolgreiche Geschäftsmodelle halten, ist kein Geheimnis. „Extrem erfolgreich“ heißt in diesem Fall: Der Umsatz steigt und steigt – nicht zuletzt, weil Laufsteg-Trends der ganz großen Modeschöpfer bereits binnen weniger Wochen in den Filialen der billigeren Ketten zum Verkauf bereit hängen. Früher also als bei deren eigentlichen Urhebern selbst.

Manch einer befürwortet diese Entwicklung, bezeichnet das Geschäft mit den schnell abgewandelten Designer-Stücken gar als „Demokratisierung der Mode„. Schließlich kann so jeder von uns etwas vom glamourösen Stück Kuchen abhaben, ohne das eigene Konto in den bitteren Tod zu stoßen. weiterlesen

Ganz nach Miu Miu: Die H&M Kopie und die Retromusterliebe

06.09.2012 um 15.08 – Allgemein Mode

Im vergangenen Frühjahr zeigte Miuccia Prada für die jüngere Linie Miu Miu eine komplett retroverliebte Kollektion, mixte auffällige Muster mit schmal geschnittenen Hosenanzügen und wirbelte dunkle, ausdrucksstarke Farben nach Lust und Laune und ganz nach 70s Manier durcheinander. Vielleicht lag es an den wärmeren Temperaturen, an der Sehnsucht nach ruhigeren Tönen und dezenteren Looks, weshalb ich nicht die Fähigkeit besaß, mir ihre Zweiteiler im Alltag vorzustellen. Heute und nach zahlreichen Editorials mit den Kreationen der erfolgreichen Designerin, habe ich mich allerdings so sehr an die Retromuster und die hübschen Zweiteiler gewöhnt, dass ich mir tatsächlich vorstellen könnte, mal wieder im Hosenanzug Weihnachten zu zelebrieren.

Wie praktisch, dass unser verlässlicher Schwede direkt eine kleine Kopie aus dem Ärmel gezaubert hat – sicherlich nicht eins zu eins, die Inspirationsquelle scheint dennoch recht eindeutig. H&M hat bei Miu Miu gemobst und kredenzt uns die recht kostengünstige Variante. Für Miu Miu nichts Neues, denn Jahr um Jahr wird bei dem italienischen Modehaus gemobst. Jetzt stellt sich bloß die Frage, ob wir endlich mal in Protest gehen und auf die günstige Version verzichten sollten, hmm? weiterlesen

Original vs. Kopie – Die Modekette Gina Tricot treibt’s auf die Spitze.

08.08.2012 um 16.45 – Allgemein Mode
Bilder: Style.com, Gina Tricot, Trine’s Wardrobe.

Heute bin ich ganz ehrlich ein wenig sprachlos. Das Thema der altbekannten „Copycats„, die sich wohlig auf dem Modemarkt lümmeln, hatten wir bereits etliche Male durchgekaut – diesmal stoße aber selbst ich an meine moralischen Grenzen. Dabei halte ich es für Gewöhnlich eher so: Das Rad hat in der Stoffwelt schon lange niemand mehr neu erfunden. Designer inspirieren sich seit jeher gegenseitig und wenn Modeketten wie Zara und Co. der breiten Masse die Laufsteg-Looks dieser Erde zugänglich machen, dann ist das vollkommen in Ordnung. So bekommt jeder etwas vom großen Fashion-Kuchen ab, ganz unabhängig vom Einkommen. Eigentlich erfreulich. Schade ist nur, dass die meisten Käufer natürlich überhaupt nicht wissen, welche „Neuinterpretation“ sie da überhaupt am Körper tragen. Aber wie gesagt: Das ist schade, aber keineswegs schlimm.

Dreistigkeit ist aber sehr wohl schlimm – die Modekette Gina Tricot treibt’s neuerdings auf die Spitze. Wenn man Isabel Marants Nummern-Shirts kopiert, dann ist das eine Sache. Oder wenn man einen Rock zerfetzt. Hat man so oder so schon tausend Mal gesehen. Aber Givenchys Puma aus der atemberaubenden Herbstkollektion aus dem vergangenen Jahr, diese Soffträume, die von Roxy Music inspiriert wurden? Bitte nicht. Beim Sterchnchen-Shirt von Acne bin ich nicht ganz so in Rage, denn an Trine sieht’s zugegebener Weise sehr hübsch aus und Sternchen sind eben Sternchen und Stoff ist noch lange kein Leder. Trotzdem frage ich mich: Wie weit darf man gehen? Und wo liegen überhaupt unsere eigenen Grenzen, hm? weiterlesen

Chanel? Nee! Aber die neue Copycat „Upper Class Label“

12.04.2011 um 16.52 – Allgemein Mode

Als ich vor ein paar Tagen zum ersten Mal über die Lookbookbilder des amerikanischen Brands „Upper Class Label“ stolperte, dachte ich natürlich erst einmal an Chanel. Nach einigen Sekunden war allerdings klar, dass das Pariser Luxushaus sicherlich nicht hinter diesen Bildern stecken konnte, jedenfalls käme dieser Imagewandel höchst überraschend.

Und dann dämmerte es auch schon und der kleine Fehler im Logo wurde entdeckt. Dürfen die das?, fragte ich mich. Derart offensichtlich ein Superzeichen klauen? Anscheinend schon. Und was sollen wir nun davon halten? weiterlesen