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Outfit: Verliebt in Cordhosen

18.09.2012 um 14.47 – Allgemein Mode

Es ist Mitte September, die Weihnachstschokolade flutet die Supermärkte, die Sommerkollektionen wurden restlos im Sale ergattert und wir frieren jetzt schon wieder so sehr, dass wir nicht verstehen können, wie wir durch den vergangenen Winter gekommen sind. Der Herbst klopft an die Türe und hat uns vollends in seinen Bann gezogen. Nicht nur die erste Übergangsjacke wurde bereits ergattert, auch das Lieblings-Cordmodell wurde aus dem Schrank gekramt: Die ziemlich locker sitzende Breitcordhose von Weekday aus dem vergangenen Jahr. 2011 gab’s den ersten Impuls fortan wie Opi herumzulaufen, in diesem Jahr soll das Ganze ausgereizt werden. Passend zur Steppjacke und dem Wollpulli kann dem gemütlichen Jagdlook dann auch nichts mehr im Wege stehen und schon fühlen wir uns gerüstet für die frostigen Temperaturen.

Warum Cord und Samt gerade schwer unser Herz höher schlagen? Weil die Stücke Gemütlichkeit assoziieren und so schön unkompliziert daher kommen, wie sonst kaum ein Hosenmodell. Aussehen wie Opi? Jawoll! weiterlesen

Danke, ebay! Und wieso es nicht immer das Original sein muss.

09.05.2012 um 13.55 – Allgemein Shopping

Würde ich behaupten, ganz und gar frei zu sein von jeglicher Beeinflussung durch Brands, die uns mit ihren Namen und dem dazugehörigen Image den Kopf vernebeln, dann würde  ich schlichtweg lügen. Für gewisse Dinge gibt man eben gern ein bisschen mehr aus, bloß weil das richtige Label dahinter steht. Und es ist egal, in welchen Preissegment wir uns hier bewegen: Ein Herschel-Rucksack taugt uns manchmal eben mehr als die H&M-Alternative. Und um das ganze Ausmaß der geistigen Verwirrung etwas anschaulicher zu gestalten, darf man auch gerne meinen OCxChloe Sevigny Kauf als Beispiel hinzufügen: Plateau Sneaker gibt es gerade nämlich wie Sand am Meer, es hätte also definitiv auch ein günstigeres Exemplar in meinen Schuhschrank wandern können. Nun ist es aber meist so, dass wir unsere Reumütigkeit allein mit der Gewissheit etwas qualitativ hochwertiges gekauft zu haben, beruhigen können. Denn natürlich spielen solcherlei Faktoren neben dem großen Namen dahinter auch in den Preis ein – aber eben nicht immer. Und hier lohnt es sich dann und wann dann eben doch, abzuwägen. Ganz kopflos verblendet wollen wir schließlich auch nicht im Modeteufelskreis zugrunde gehen.

Schon lange liebäugle ich nämlich mit dieser pinken Hose dort oben. Die dänische Designerin Stine Goya verlangt derzeit 190 Euronen für das gute Stück. An sich ein Preis, der relativ in Ordnung scheint, aber jetzt mal ehrlich: Eine pinke Cordhose, die fällt wie ein Sack muss wirklich nicht aus einer Designerschmiede stammen. Was lange als Zeichen des schlechten Geschmacks galt, muss schließlich irgendwo auf dem Flohmarkt zu finden sein. Oder eben bei Ebay. Der einzige Haken: Man muss sich in Geduld üben. Zwei Monate hat es gedauert, bis ich fündig wurde, aber dafür bin ich jetzt nur 2 Euro los. Sollte die Hose also nicht sitzen, bleibt ja sogar noch ein wenig für die Schneiderin übrig. Die Erkenntnis des Tages: Niemals wahllos kaufen, sondern erst einmal abwegen, ob das Objekt der Begierde wirklich so besonders ist. Und ab und an ein wenig Zeit in die Suche nach Alternativen investieren.