Schlagwort-Archiv: Daniela Tiedt

Britische Berliner Klangkultur. Und wie Bad Life zum guten Leben beiträgt.

04.08.2015 um 0.04 – London

Geschwister im Geiste, beide getrieben vom Leben auf der Überholspur, während es ihren Einwohnern doch dabei stets und jeden Tag Rückzug vom ständigen, weltstädtischen Treiben bietet, es ihnen ermöglicht, sich dem Leben, den Klängen und seinen Kulturen hinzugeben; das sind Berlin und London für mich. Beäugt man Stadtstrukturen, Architektur, Geschichte oder Statistiken zu Lebenshaltungskosten, ist ein Vergleich kaum haltbar. Doch schaut man den beiden Metropolen ins Herz und hört ihre Stimme, verbindet sie nicht nur ihre Weltoffenheit und ihr rhythmisch, lebensbejahender Puls, sondern vor allem ihre Liebe zur Musik.

Und obwohl sich die beats der Städte nur bedingt ähneln – ist die Insel doch insbesondere für ihre Fingerfertigkeiten an Gitarrensaiten und das wundervolle Berlin für ihr Talent an den Plattentellern bekannt -, ist den beiden Hauptstädten in keinster Weise ein Stempel aufzudrücken, vielmehr haben sich insbesondere in den letzten Jahren Synergien entwickelt, die Künstler aus beiden Richtungen zunehmend über den Ärmelkanal schickten, um ihre Sounds mit den Einflüssen anderer Musikrichtungen zu bereichern, die Mentalitäten und Erlebnisse der jeweils fremden Stadt aufzunehmen und Klänge zu schaffen, die schlichtweg berauschend sind, ohne sich starrsinnig in ein Genre drängen zu lassen. Und wenn dann eine Band, deren Musik ich seit ihrem ersten offiziellen Gig im Oktober 2013 am liebsten jedem an mir vorübergehenden Passanten ans Herz legen möchte, von diesem Zusammenspiel akustischer Energien meiner beiden Lieblingsstädte profitiert, komme ich natürlich auch nicht umher, dies schriftlich hier kundtun zu wollen.

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Life’s a bread // a really good bread.

09.09.2014 um 14.06 – London

 IMG_4101Zeit ist eigentlich eine physikalische Größe. In Theorie beschrieben als die Abfolge von Ereignissen, umunkehrbar und kontinuierlich. 24 Stunden an jedem einzelnen Tag, abseits der Schaltjahre 365 Tage per annum. Manchmal dauern Sekunden eine kleine Ewigkeit, Stunden ziehen sich wie Leim zwischen Holzleisten, doch meistens rennen uns die Tage einfach so davon. Ganze Wochen verschwinden im Kontinuum der Zeit, vor allem wenn wir glücklich sind, vor allem wenn wir unsere Tage mit Lachen füllen und das Leben genießen, vor allem im Sommer. Gerade pigmentierten sich noch gleichzeitig Rundhals-, V-Neck- und Bandeauabdrücke auf meiner Haut, eben war der nächtliche Sommerregen und der dunstige, warme Film, den er auf nackten Armen und Gesicht hinterließ, eine erfrischende Abwechslung, vorhin noch barfuß durch die Marshes gelaufen und Brombeeren gepflückt, beschwipst in der Sonne im Hyde Park Arcade Fire und Future Islands gelauscht, gestern bis nachts um zwei im Garten bei Kerzenschein gesessen. Vorhin, gestern, eben noch. Präteritum und Perfekt. Vergangenheit. Denn plötzlich haben uns Temperaturen unter 20 Grad wieder fest im Griff und lassen uns Sommerkleider mit Strumpfhosen auftragen. 

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Ohren- und Gaumengenuss zum Sommer

29.05.2014 um 19.40 – London

IMG_0784Sonntagmorgen vor zwei Wochen in Stoke Newington. Eine Idylle aus Vogeltschirpen und Apfelbaumblätterrauschen, die zum noch einmal umdrehen einlud. Ich wälzte mich also seelig lächelnd noch ein wenig auf der Matratze, doch als mir die pralle Sonne durchs offene Fenster plötzlich auf den blanken Arsch schien, lichtet sich die morgendliche Geistesvernebelung…summer had arrived!

Sonne. Nackter Popo. Fenster offen. Es war warm und das schon morgens um acht. Tatsächlich hätte dieser glorreiche erste richtige Sommermorgen nicht so wirklich überraschen sollen, spazierte ich doch in der Nacht zuvor mit der Jacke unter den Arm geklemmt durch die Straßen und atmete das Geplapper, und Gelächter all der Menschen ein, die auf den Bürgersteigen vor Pubs und Bars die laue Dunkelheit bei ein paar Pints genossen. weiterlesen

More Bloglove //
Meet Sophia & Maria, Dana & Joyce und Dani

17.03.2014 um 13.18 – box1 Janes Wir

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Versprochen ist versprochen: Unser Mikro-Blog-Netzwerk tristete lange ein viel zu unübersichtliches Dasein – doch damit ist ab sofort Schluss. Ganz in der Mitte unserer Seite wartet ab sofort das Neueste aus unserem Blognetzwerk – von unseren Perlentauchern für euch. Kay & Evelyn, die bezaubernde Maria und Liv kennt ihr längst – Sophia & Maria, Dana & Joyce und Dani liefern die nächste Ladung Girl Power, erzählen uns ihre Geschichten und nehmen uns mit in ihr ganz persönliches Universum. Aber nun erstmal der Reihe nach:

Dürfen wir vorstellen? Partners in Crime Dana & Joyce aus Berlin, die liebste Weltenbummlerin Dani aus London und die furchtbar großartigen Zwillinge, Sophia & Maria, aus Berlin: weiterlesen