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NEWS Tag: Die Sache mit….

Gutes Mädchen, böses Mädchen, Heilige und Hure, heute alles, morgen nichts. Wer gern küsst, aber Single ist, hat ein Problem. Der neigt zu temporärer Geisteskrankheit im Alkoholrausch, schreibt SMS, nach deren Absenden eigentlich nur noch ein Kopfschuss hilft und steckt seine Zunge in Männermünder, die im nüchternen Zustand tendenziell zugeklebt gehören. Egal, weshalb. Zu schöne Exemplare sollte man nicht küssen, weil am Ende immer einer weint, keine, die es richtig ernst meinen und Don‘t fuck the company. Keine Ahnung, wer dann noch übrig bleibt. Im Grunde ist das auch egal, denn gemeinhin gehören Singles eher zur Menschengruppe der schwer Erziehbaren und machen, was sie nicht dürfen, während sie lassen, was sie sollten. Alles Schlampen. Meine Freundinnen und ich.
Nach einer ewigen Beziehung und einer 2-jährigen konnte ich all meine Liebschaften noch an einer einzigen Hand abzählen. Innerhalb eines halben Jahres der Vogel- und Vögelfreiheit haben sich die Kerben in meinem Badezimmerregal in etwa verdreifacht. Ab und an finde ich Handynummern auf biergetränkten Kassenbons, Visitenkarten in Hosentaschen, Party-Sticker auf meiner Haustür und Kaffee Latte am Morgen danach, ich bin in Besitz eines Notizbuches, auf dessen Deckel „Lovers I had and liked“ steht, meine beste Freundin bekam zum Geburtstag einen selbstgemalten Stammbaum geschenkt, der bloß Jungsnamen und dazugehörige Eckdaten enthält. Ein Vertrauensbeweis, die Freude war groß. Sie könnte damit mein Leben ruinieren. Weiterlesen »
Tags: Die Sache mit.... Posted in Allgemein, Leben | 33 Kommentare »
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“Her heart was a secret garden and the walls were very high.”
Dieser Satz wurde mir letztens von einer lieben Freundin rüber gereicht, hingekritzelt auf ein altes Kaugummipapier, mit einem listigen Grinsen im Gesicht während der Übergabe. Was sie mir damit sagen wollte: You’re single, not dead. Danke, das verstehe ich. Und: “Sei doch mal wieder offen für Neues”. Ich erzähle das jetzt nur, weil es eigentlich egal ist, ob es nun um mich geht oder nicht. Denn sowas kennt jeder, der je verlassen wurde oder verlassen hat, diese im Grunde genommen sehr gut gemeinten Ratschläge. Das Problem ist nur: Sowas prallt an Solisten grundsätzlich erst einmal ab.
Viel lieber wirft man sich mit dem Kopf zuerst in die nächste Katastrophe, oder aber man schiebt einen Riegel vor diese ganzen Herzdinge und stellt sich in Anwesenheit von Männern schlichtweg tot und demonstriert peinlich auffällig, wie gern man denn allein ist. Dabei liegt die Wahrheit eigentlich irgendwo dazwischen. Single sein kann sich gut anfühlen, Spaß bringen und heilend wirken. Aber eben nicht für immer. Und dann, wenn eine gewisse Zeit ins Land gegangen ist, dann spalten sich Singles plötzlich in unterschiedliche Kategorien auf. Jene, die wirklich leiden zum Beispiel, voller Hingabe. Meist sind das Langzeitsingles mit der größten Berechtigung zum Jammern. Denen darf man irgendwann ruhig raten, dass man sich auch mal was trauen muss. Dass man sich auch vor dem Glück schützt, wenn man versucht, der Scheiße aus dem Weg zu gehen. Am kompliziertesten ist es aber mit jenen, die darauf beharren, sich rundum wohl zu fühlen. Die gern Eisklotz spielen, aber heimlich von Tatort-Abenden auf dem warmen Sofa in trauter Zweisamkeit träumen. Diese Exemplare stehen sich gerne selbst im Weg, verfluchen knutschende Pärchen in der Ubahn, aber hassen es, allein zu schlafen. Jede Bemühung der externen Hilfe durch aufmunternde Worte bringt das Chaos in deren Köpfen allerdings nur temporär unter Kontrolle. Es dauert meist nur ein paar Stunden, bis das nächste Drama per SOS-SMS zur besten Freundin rüber fliegt. Kopfschütteln ist das Einzige, was hilft. Gruppe Drei lebt getreu dem Motto “Fuck the Pain away”. Alles mitnehmen, was kommt. Spaß und Exzess, aber bloß kein Gefühl. Das kann gut gehen. Oder irgendwann zur inneren Leere führen, in einem Teufelskreis münden, aus dem man nur noch schwer ausbrechen kann. Das ist dann wie Drogen nehmen: Erst Euphorie, dann ein ziemlich mieser Aufprall auf dem Boden der Realität. Irgendwann verliebt man sich nämlich doch. Aber dann hat man längst verlernt, damit umzugehen. Statt im richtigen Moment richtig zu Handeln, handelt man im falschen Moment falsch. Und dann liegt plötzlich alles in Schutt und Asche, bevor es überhaupt einen Anfang gab. Weiterlesen »
Tags: Die Sache mit...., Wochenrückblick Posted in Allgemein, Leben, Wir | 8 Kommentare »

Letztens am Küchentisch, eine dieser typischen Szenen. Wein und selbstgemachte Pasta, plötzlich Melancholie. “Glaubst du, wir provozieren die Dramen in unserem Leben, weil wir Angst haben, sonst zu vertrocknen, weil wir das brauchen, um inspiriert zu sein?” -”Ja.”
Die Antwort fiel mir nicht leicht. Weil das alles so nach Geltungsdrang klingt und Freaktum. Aber ja, verdammt. Nach drei Joints sieht man die Dinge manchmal klarer und plötzlich macht es Boom im Kopf. Die Retrospektive gibt mir recht: Die glücklichsten Momente in meinem Leben waren die einfallslosesten.
Versteht mich nicht falsch, ich rede nicht von Glück im klassischen Sinne, ich meine, was ist das, Glück? Ich bin eigentlich immer glücklich, irgendwie, außer die monatlichen PMS-induzierten Hormonschwankungen verknoten mein Gehirn auf absurde Art und Weise. Scheiße fühlt sich das an. So scheiße, dass ich manchmal geneigt bin, mich wieder an der Uni einzuschreiben. Einfach so, bloß, damit ich drei ganze Tage der Woche einfach so verschlafen könnte und Semester schieben, Vorlesungen online streamen und dabei leiden, flach im Bett liegend, wegen der irren PMS. Die Realität sieht anders aus, aber jeder hat schließlich Träume, das ist wichtig. Meiner Logik zufolge müssten das demnach die produktivsten Tage des Monats sein. Aber auch das ist falsch. Diese Art von Traurigeit bringt uns kein Stück weiter. Wir müssen von innen heraus bluten. Worum sich alles dreht, ist doch die Liebe. Was wir brauchen, ist Drama. Und richtig mieser Herzschmerz. Weiterlesen »
Tags: Die Sache mit...., Drama, Leben Posted in Allgemein, Leben | 15 Kommentare »

Mit dem Gesicht in die Matratze gedrückt liegst du auf dem Bett, die Arme und Beine weit ausgestreckt. Fünf Minuten lang, zehn, dann 15. Nichts passiert. Kein wirkliches Gefühl, nur dieser beschissene Druck auf der Brust, der dich bald zum Platzen bringt. Und Lethargie. Dir dämmert, wie sie sich fühlen müssen, die Irren. Jetzt schweben können und abheben, damit alles ganz leicht wird. Aussichtslos, denn dein Hirn ist tausend Tonnen schwer. Wie eine Bleiente kriechst du ins Bad, um der Realität ins zerknautschte Gesicht zu blicken. Hallo, du. Alles wird gut, irgendwann.
Seit ein paar Tagen fühlst du dich wie dein eigener Geist, der irgendwo an der Decke hängt, um dreckig lachend mit dem Finger auf dich zu zeigen. Jeder deiner Fehler brennt sich langsam ins Bewusstsein, vertreibt den Nebel, der so lange jedes Gefühl betäubt und dir die Sicht auf das versperrt hat, was man Wirklichkeit nennt. Aufwachen aus dem Schockzustand, begreifen, was passiert ist. Die Einsicht kommt immer, aber meistens zu spät.
Mach kaputt, was dich kaputt macht, heißt es. Und daran hast du dich gehalten. Aber Regeln sind zum Brechen da, weißt du noch? Statt zu kämpfen, bist du fort gerannt, statt zu Lieben hast du kapituliert. Vor der Herausforderung und der Versuchung. Der einfache Weg ist nie der bessere, bloß der schnellste. Und du schaust nach vorne statt zurück. Die Zukunft beschwören, nicht in Erinnerungen ertrinken – Vorsätze, die an kläglichen Versuchen scheitern, immer, wenn das Denken einsetzt. Denn jede Mauer stürzt irgendwann ein unter zu viel Last. Das was übrig bleibt, ist das rohe Fundament, das Fangbecken, in dem Gefühle wie tote Fische an der Oberfläche schwimmen. Reanimation. Und plötzlich regnet es Heftzwecken aus verdrängten Gefühlen, die sich kribbelnd in deinen Körper bohren und dich zusammen zucken lassen, bei jedem Schritt.
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Tags: Die Sache mit...., Liebe Posted in Allgemein, Leben | 16 Kommentare »

Gedankenfäden, die im Dreisekundentakt reißen. Ein Donnerwetter im Kopf und Massaker im Herzen. Zu viele Möglichkeiten, zu wenig Meinung. Das Leben kommt dir vor wie einer dieser Kekse aus dem Wunderland. Ein einziger unüberlegter Biss reicht aus und es geht bergab. Im freien Fall verknoten sich Erinnerungen mit Visionen und all die Steine im Magen schütteln dir die Seele aus der Brust. Das Gute daran ist, dass du irgendwann an all dem wachsen wirst. Aber bis es so weit ist, musst du bluten.
Du weißt nicht, was passiert ist und noch nicht einmal wann, geschweige denn warum. Zeiten ändern sich und dich. Wie ein Puzzelteil, das beim wilden Kinderspiel im falschen Karton gelandet ist, suchst du nach Anschluss, nach deinem Platz. Und plötzlich ist da nichts mehr, was dich hält. Bitte gebt mir meinen Verstand zurück, denkst du. Und danke. Tocotronic. Orientierungslos geisterst du durch das Labyrinth, das du dir selbst gebaut hast. Vergiss nur nicht, dass es einen Ausgang gibt, immer. Bloß das Finden fällt manchmal schwer. Do more of what makes you happy, sagen sie. Aber was ist das, dieses happy? Wenn du nicht einmal weißt, was dich in diesem Moment so unglücklich macht. Wir sind zu jung zum Verzweifeln und zu alt für immer-dieselben-Fehler. Trotzdem passiert es schon wieder – Wir verlieren uns, auf der Suche nach dem ultimativen Glück. Mission Impossible, zum Scheitern verurteilt. Wir können nicht alles haben, nicht immer nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Häufig sind wir schlichtweg zur falschen Zeit am richtigen Ort. Wo bleibt der Pause-Knopf, wenn man ihn am meisten braucht? Kassettenrekorder vs. Mensch: 1:0. Weiterlesen »
Tags: Die Sache mit.... Posted in Allgemein, Leben | 16 Kommentare »

Manchmal, mitten am Tag, lässt du alles fallen, auch dich. Auf den Boden, in die Kissen, damit du keine Kraft mehr brauchst zum Stehen. Dein Kopf saugt dir in diesen Momenten alle Energie aus den Gliedern und statt zu denken, träumst du bloß. Von früher. Von dem, was hätte sein können. Wärest du nicht zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen. Oder zur richtigen Zeit genau dort, wo ihr euch zum ersten Mal gesehen habt.
Neue Stadt, neues Glück und mehr Möglichkeiten als Lichter im Club. Hier ein Kuss, da ein Drink und mittendrin dein Herz. Erinnerungen, die im Weltraum kreisen, die das Vergangene fangen, um es dir immer wieder vor die Füße zu schmeißen. Wie ein unsichtbarer Geist lenkt Mister Never Ending Story deine Gedanken. Und egal, was jetzt kommt, du fällst immer wieder zurück. Entfernungen verschwimmen, es ist egal, wo du dich versteckst. Das Gefühl findet dich, ungeachtet dessen wie sehr du dich dagegen wehrst. Der Grund dafür ist einfach, aber wirksam: Was man nicht kriegen kann, das will man haben. Jahrelang das gleiche, ziemlich vorhersehbare Spiel: Verlieben, entlieben, nie wieder lieben. Um am Ende doch betrunkene SMS tippen, an Haustüren klingeln, den Kopf verlieren. Nächtelange Abenteuer, niemals Alltag. Spannung, Spaß und Spiel – nur dass sich diesmal echtes Fleisch unter der glitzernden Verpackung verbirgt, ein schlagendes Herz, das nur darauf wartet, verletzt zu werden. Es sein lassen könnt ihr trotzdem nicht. Ihr seid süchtig nach eurer Story, nach der Never Ending Story, die vielleicht niemals sterben wird. Weiterlesen »
Tags: Die Sache mit...., Leben, Never Ending Story Posted in Allgemein, Leben | 18 Kommentare »
Manchmal hast du Angst davor, dass irgendwann alles zusammen bricht. Dass alles, was du liebst, irgendwann einfach nicht mehr da sein könnte. Deine Freunde, deine Gedanken, das Talent und dein Leben. Deine Gliedmaßen kribbeln als würden tausend Maden auf deinem Körper im Takt des Herzschlags tanzen. Die Stirn heiß, der Nacken feucht. Panik. Weil du weißt, dass du niemanden retten kannst. Sie nicht und dich selbst nicht.
Manchmal zittert deine Stimme und die Knie werden weich. Wie ein krankes Lamm versuchst du dich auf den Beinen zu halten, aber du wirst fallen, egal wie sehr du dich bemühst. Immer dann, wenn das schlechte Gewissen dir mitten ins Gesicht schlägt, wenn dir klar wird, dass nichts vollkommen ist. Weil du nicht da sein kannst, wo man dich braucht, nicht überall zu selben Zeit. Deine Geschwister vermissen dich, während du dich fragst, ob sie dich irgendwann vergessen. Der letzte Besuch in der Heimat ist schon Monate her. Was, wenn jetzt irgendwas passiert, wenn das Schicksal schneller zuschlägt als gedacht oder der Zufall falsche Entscheidungen trifft? Dann schaust du aus der Ferne zu und kannst nichts dagegen tun. In solchen Momenten wünschst du dir, du wärest irgendwann die Erste, die geht; damit du den Schmerz nicht miterleben musst, kein einziges Mal. Wie egoistisch von dir. Weiterlesen »
Tags: Angst, Die Sache mit...., Panik Posted in Allgemein, Leben | 3 Kommentare »
Fotos: Nike van Dinther
Existieren ist anstrengend, manchmal sogar lästig. Die Zeit hört niemals auf zu rasen und meistens überholt sie dich. Wegrennen gilt nicht. Bloß Vergraben, das ist ab und an erlaubt. Aber selbst dann, wenn du zwischen Wolkenkissen und Eiscreme vom Bett aus an die Decke starrst, passiert irgendwas Beschissenes. Urin in der Blase, Telefon-Lärm im Ohr – und alles, was du brauchst scheint viel zu weit weg.
Der Wecker klingelt und dein Herz rast im Takt. Langsam fängt es in deinem Hirn an zu rattern und aus vernebelten Gedanken wird Panik, wird Stress. Dein Kopf ist schwer und müde, will nicht mitkommen in den Tag, sondern weglaufen und vergessen – bis er sich die Beine bricht und am Boden liegt vor lauter Last. 13.00: Meike, 16.00: Lena und Abends noch Paul. Aus Vorfreude wird Verantwortung. Verabredungen zum Pflichtprogramm. Wie Abrissbirnen metzeln Termine durch deinen Alltag und legen sich wie schweres Geröll in deiner Magengrube ab. Verplanen, vertrösten, versetzen. Der Alltag pumpt Botox in deinen Körper, hält ihn aufrecht, bis er völlig gelähmt in der letzten Ecke des Wahnsinns steht. Liegen lernen, sagt man. Aber du kannst nicht mehr stehen. Weiterlesen »
Tags: Die Sache mit...., Leben, Sozialstress Posted in Allgemein, Leben | 13 Kommentare »
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