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„Warum mich der Feminismus anekelt“
– ein trauriger Artikel.

20.04.2015 um 15.25 – box2 Feminismus Gesellschaft

feminismusVergangene Woche las ich einen Artikel, der mich sehr traurig machte, womöglich sogar wütend, aber auf jeden Fall ratlos. Ihr kennt ja bestimmt dieses Gefühl, wenn man auf einen Menschen trifft, dessen Intellekt sich in anderen, etwas seltsamen Sphären bewegt und ich meine damit nicht, dass dieser Jemand blöd wie ein Stück Brotkuchen sein muss, nein, höchstens ein bisschen schwer von Begriff, ganz im Sinne von „ein Wal ist sowas von ein Fisch, der lebt ja schließlich im Wasser.“ In solchen Situationen kann man dann eigentlich nur noch nach Hilfe suchen. Was ich zunächst nicht tat, während ich Ronja von Rönnes Worte zum reißerischen Titel „Warum mich der Feminismus anekelt“ sogar schon zum zweiten mal durchkaute, auf der Jagd nach Ironie, nach dem letzten Hoffnungsschimmer. Ich saß den Schock vielmehr ein paar Tage lang aus.

„Ich bin keine Feministin, ich bin Egoistin. Ich weiß nicht, ob „man“ im Jahr 2015 in Deutschland den Feminismus braucht, ich brauche ihn nicht. Er ekelt mich eher an. Feminismus klingt für mich ähnlich antiquiert wie das Wort Bandsalat“, schreibt Frau von Rönne da nämlich schon im allerersten Satz. Es dauerte also gar nicht lange, bis ich mich (zumindest in Gedanken) heulend auf den Boden schmiss. weiterlesen

And again // Die nächste Folge aus: „Zara und seine schlechten Arbeitsbedingungen“

05.04.2013 um 12.46 – Allgemein Mode

Eigentlich wundert uns diese Nachricht nicht, denn bereits seit Jahren kämpft die spanische Inditex-Kette mit Vorwürfen rund um schlechten Arbeitsbedingungen und sogar Sklavenarbeit: Nun entdeckte wieder einmal eine Razzia in Buenos Aires Arbeiter, die unter menschenunwürdigen Bedingungen in versteckten Nähwerkstätten Stunden über Stunden nähten. Warum sollte das Unternehmen auch damit aufhören, wenn steigende Umsätze monatlich für Profit in Milliardenhöhe sorgen und die Kaufbereitschaft trotz mieser Produktionsbedingungen nicht kleiner wird – ja, sogar  im Gegenteil.

Schuld sind wir alle: Wir Blogger, wir Käufer, wir Trendversierten, wir Fans der preislich günstigeren Kollektionen mit Runway-Charme. Wir könnten damit aufhören, bei Zara einzukaufen und die Umsätze in unendliche Höhen zu schrauben. Aber ist’s damit getan? Was boykottieren wir dann noch alles? Neueste Technologien, alle größeren Modeketten und das eingeflogene Essen aus Übersee? weiterlesen

Du Hipster, Ich Hipster, Wir alle Hipster – Warum ich die Diskussion nicht mehr ertrage.

19.03.2013 um 13.51 – Allgemein Kopfchaos Menschen

Nike Air Max. Beanies. Bomberjacken. Jutebeutel. Wasauchimmer. „Oah, das ist so hipster.“ – Wirklich und wahrhaftig: Ich ertrage diese Diskussion nicht mehr. Der Grund dafür ist einfach: Wer um alles in Welt entscheidet denn gerade, was ein Hipster ist? Und wer ein Hipster ist? Und überhaupt? Ich weiß schon grob, was damit gemeint ist, so groß ist der Nagel in meinem Kopf schließlich auch nicht. Damals, Mitte des 20. Jahrhunderts war das Hipstertum eine in den USA verbreitete Subkultur, quasi die amerikanische Antwort auf die Boheme, ausgelebt von der Beat Generation und Bebop-Anhängern, also vornehmlich schwarzen Musikern, sowie Künstler-Gruppen. Aber der „moderne Hipster“ von heute ist ein seltsames Gespenst, das heute kaum mehr definierbar ist. Da hilft auch der 100. ZEIT-Artikel nicht. Langsam könnten wir also vielleicht alle mal mit der Scheiße aufhören. Es wird anstrengend. Und inzwischen weiß ich auch wirklich nicht mehr, ob Hipster oder Hipster-Hasser nun die nervigeren Zeitgenossen sind. weiterlesen