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Doku-Tipp & Stream //
“Die Ära der Supermodels”

– 18.08.2014 um 14.14 – Allgemein Film

die aera der supermodels arte doku Doku Tipp & Stream //  <br/> Die Ära der Supermodels

Für weniger als 10 000 $ am Tag stehen wir gar nicht erst auf.“ – einer der berühmtesten Sätze Linda Evangelistas, der heute kaum mehr verwunderlich klingt. Models verdienen unverschämt viel Geld, gelten als Ikonen, It-Girls und Musen. Das war allerdings nicht immer so. Lange sprach man bis auf wenige Ausnahmen bloß von “lebendigen Kleiderständern”, die Mode sollte schließlich im Vordergrund stehen, nicht das Gesicht oder gar der Körper, der selbige über den Laufsteg trug. Dann aber, während der 80er Jahre, wurde der Mythos “Supermodel” geboren. Nicht zuletzt dank des wundervollen Peter Lindberghs, der es als erster Fotograf schaffte, Christy Turlington, Cindy Crawford, Tatjana Patitz, Naomi Campbell und Linda Evangelista gemeinsam auf das Cover der VOGUE Cover zu bringen und ein neues, modernes Frauenbild zu etablieren, fernab vom amerikanischen Blingbling. 

Kerngesunde Superbeautys wurden beinahe wichtiger als die Designer, dessen Kreationen sie zeigten, Claudia Schiffer, Nadja Auermann & auch Kate Moss hielten plötzlich die Zepter des Modeolymps in den Händen und wurden zu Stars, die für ähnlich viel Aufsehen sorgten wie die Boybands ihrer Zeit, sie  lösten sämtliche Schauspieler der Anti-Glamour-Ära ab und wuchsen zu Sehnsuchtsfiguren der Nation – bis Ende der 90er Jahre der “Heroin Chic” folgte und man sich satt gesehen hatte an gesunden, strahlenden Körpern, an starken, sexy Frauen, die vor allem eins waren: Selbstbestimmt.  weiterlesen

Doku-Tipp: “Teen Models” auf Arte

– 14.05.2013 um 11.20 – Allgemein Film

teen model Doku Tipp: Teen Models auf Arte

“Mit 12 ist ein Mädchen ja in einer sensiblen Phase – Wenn man es in diesem Alter gewinnt, kann man es besser lenken.”

Der Mann, der hier spricht, sagt, er handle aus religiösen Gründen, er sieht sich als Retter der mittellosen Mädchen und ist doch nichts weiter als ein moderner Menschenhändler. Auf der ganzen Welt sucht er nach mageren Körpern, die er später an die Modelindustrie verkaufen wird. Bevorzugt an die japanische, denn dort giert man nach frischen, jungen Schülerinnen, nach Silhouetten, die noch nicht von der Pubertät entstellt wurden und nach gutgläubigen Kindern aus ärmlichen Verhältnissen, die von einer besseren Welt träumen. Am Ende landen die meisten von ihnen in der Hölle. weiterlesen

Doku-Tipp: “Andy Warhol – Godfather of Pop” bei Arte

– 28.02.2012 um 15.50 – Allgemein Film Kunst

Bildschirmfoto 2012 02 28 um 14.59.58 Doku Tipp: Andy Warhol   Godfather of Pop bei Arte

Wahrscheinlich glauben wir alle zu wissen, wer dieser Andy Warhol war, was seine Kunst ausmachte und heute immer noch ausmacht. Aber begreifen wir  heute, 25 Jahre nach seinem Tod, wirklich den gesamten Umfang, all die Auswirkungen seiner Existenz als Künstler? Jeder kennt sein Abbild von Marylin Monroe und all die Suppendosen, seine Bilder ohne Schatten und ohne Raum, die uns ganz auf die Oberfläche zurückwerfen. Jeder sieht in ihm den großen Mitbegründer der  Pop Art, den Seiltänzer zwischen Kunst und Kommerz, aber nur wenige wissen um seinen enormen Einfluss auf die gesamte amerikanische Kultur. Manch einer geht sogar so weit zu behaupten, dass die wirkliche Nachkriegszeit erst mit Warhol, eigentlich Andrew Warhola, begann, nämlich Ende der 50er Jahre – und das, obwohl die Kunstszene von damals ihn mit Kritik überhäufte, seine Werke sogar als Teufelszeug, als Anti-Kunst bezeichnete.

Und ich, ich gehöre zu jenen, die bisher viel zu wenig über diesen Sonderling wussten. Dass seine Familie aus der heutigen Slowakei stammt, haben wir irgendwann einmal in der Schule gelernt, die Uni erklärte uns, dass Warhol nicht nur ein ernsthafter Künstler war, sondern zunächst als Grafikdesigner startete, um später auch als Filmemacher, Musikproduzent und Autor erfolgreich zu werden. Aber da ist noch so viel mehr zu entdecken. Andy war Pop und Pop war Andy. weiterlesen

Doku: “Vice & Marshall Headphones” präsentieren “On The Road” Episode 2 – mit “Les Savy Fav”, den “Black Angels” und dem ältesten Roudie der Welt”

– 02.12.2011 um 9.36 – Allgemein Film

Wenn du aus einer Stadt kommst, in der es keine Musikszene gibt für das, was dich interessiert, dann startest du eine.” Die Texanischen”Black Angels” scheinen das ganz genau so zu sehen wie Tim Harrington, Frontmann der Post Hardcore Band Les Savy Fav. Es ist nämlich noch gar nicht so lange her, da gelang es ihnen aus einem kleinen Gig in einer winzigen Bar irgendwo am Ende der Welt, gleich eine waschechte Musikströmung hervorgehen zu lassen: Die Geburtsstunde des Psych Festivals in Austin. Und hier wären wir auch schon bei Folge Drei der zweiten Episode von On the Road angekommen: Einer Dokureihe von Marshall Headphones in Zusammenarbeit mit der Vice, die all jenen geheimen Helden huldigt, die Entwicklungen wie diese erst möglich machen und einen Blick hinter die Kulissen wagt.

Warum man sich für Mister Harrington als Host der aktuellen Folge entschieden hat, ist schnell erklärt: Der bärtige Held in bunter Weste ist vollstens durchgeknallt. Und talentiert. Seine Band “Les Savy Fav” ging 1995 aus einer Jungsclique hervor, die sich irgendwann an der Rhode Island School of Design in Providence, zusammenfand. Eine weitere Kunstschulband also, die es weit gebracht hat und heute als wahres Live-Wunder durchgeht. Mit wem könnten sich also die außerdem im Video gefeatureten “Black Angels” besser unterhalten als mit einem Ebenbürtigen? Und dann auch noch in vertrauter Psych Fest Umgebung? Auch Ben Dorc III aka “Lovely“, seineszeichens der älteste Roadie der Welt, plaudert da gern mit. Er siniert über seine 53-Jährige Arbeitserfahrung, seine Erlebnisse mit Willy Nelson und Johnny Cash. Dann gesellt sich auch noch Randy Rogers, ebenfalls Texaner, hinzu und erklärt den guten Ben zu einem “Piece of history, whose eyes have seen millions of miles and things that no other human alive has seen.” weiterlesen

Doku: “Ecstasy Bandits” mit Alexander ‘Sasha’ Shulgin

– 16.09.2011 um 16.57 – Allgemein Film

3959028752 2008d14edc Doku: Ecstasy Bandits mit Alexander ‘Sasha’ Shulgin

Wenke, diese unfassbare Wenke. Da gräbt sie doch wirklich immer wieder Schätzchen aus der Versenkung aus. So auch heute:

Wo früher LSD, Marihuana und Woodstock eine Generation einten, so heißt es, stünde nun irgendwo am Rande der Gesellschaft eine Fusion zwischen MDMA und Rave-Szene in der Ecke, um aus engstirnigen Workaholics endlich ein wenig Lebenslust herauszukitzeln. um ihnen das Gefühl von Zusammenhalt und Wärme zurück ins Gedächtnis zu schleudern. Aber wo hat alles angefangen, wer hat all die heute kursierenden psychdelischen Verbindungen erfunden, wer hat sie gemacht oder entdeckt? Bei über 200 von ihnen lautet die Antwort: Alexander ‘Sasha’ Shulgin. Der amerikanische Pharmakologe und Chemiker hat sich im Laufe seines seit 1925 vortwährenden Lebens besonders auf die Entwicklung von Halluzinogenen aus den Strukturklassen der Phenethylamine und Tryptamine, die wir heute als Designerdrogen kennen, spezialisiert und natürlich auch so gut wie alle am eigenen Leibe getestet. Nun könnte man den Herrn einen Genie nennen. Oder lebensmüde. Oder ihn schlichtweg verfluchen. Aber diese Entscheidung überlassen wir euch ganz allein. Fakt ist: Der Dokumentarfilm “Ecstasy Bandits” ist interessant, lehrreich und sicherlich auch nicht ganz unspannend. (Ich empfehle euch an dieser Stelle diesen Text.) Danke, Wenki. weiterlesen

Doku: Peter Lindbergh | Der Fotograf, der Supermodels erfand

– 11.04.2011 um 19.12 – Allgemein Fotografie

Naomi Cambell, Kate Moss, Keith Richards, Julia Roberts. Fotomodels, Schauspieler, Musiker – sie alle standen schon vor seiner Kamera. Und sie alle lieben ihn. Sie lieben diese kleine Brechung, die jedes Bild echter aussehen lässt. Sie lieben es, wie er ihrer Persönlichkeit gerecht wird, ohne voyeuristisch zu sein. Und sie lieben es, wie er sie geschminkt ungeschminkt aussehen lässt. Die Rede ist von Peter Lindbergh – einem deutschen Fotografen der Hollywood erobert hat. Irgendwann musste ich einmal eine Semesterarbeit über ihn schreiben und ich erinnere mich noch genau daran. Plötzlich war auch ich dem mir zuvor etwas unsympathischen Kamera-Künstler erlegen. Arte zeigt nun eine Doku über den Mann, der absichtlich Makel zeigt. weiterlesen