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Britische Berliner Klangkultur. Und wie Bad Life zum guten Leben beiträgt.

04.08.2015 um 0.04 – London

Geschwister im Geiste, beide getrieben vom Leben auf der Überholspur, während es ihren Einwohnern doch dabei stets und jeden Tag Rückzug vom ständigen, weltstädtischen Treiben bietet, es ihnen ermöglicht, sich dem Leben, den Klängen und seinen Kulturen hinzugeben; das sind Berlin und London für mich. Beäugt man Stadtstrukturen, Architektur, Geschichte oder Statistiken zu Lebenshaltungskosten, ist ein Vergleich kaum haltbar. Doch schaut man den beiden Metropolen ins Herz und hört ihre Stimme, verbindet sie nicht nur ihre Weltoffenheit und ihr rhythmisch, lebensbejahender Puls, sondern vor allem ihre Liebe zur Musik.

Und obwohl sich die beats der Städte nur bedingt ähneln – ist die Insel doch insbesondere für ihre Fingerfertigkeiten an Gitarrensaiten und das wundervolle Berlin für ihr Talent an den Plattentellern bekannt -, ist den beiden Hauptstädten in keinster Weise ein Stempel aufzudrücken, vielmehr haben sich insbesondere in den letzten Jahren Synergien entwickelt, die Künstler aus beiden Richtungen zunehmend über den Ärmelkanal schickten, um ihre Sounds mit den Einflüssen anderer Musikrichtungen zu bereichern, die Mentalitäten und Erlebnisse der jeweils fremden Stadt aufzunehmen und Klänge zu schaffen, die schlichtweg berauschend sind, ohne sich starrsinnig in ein Genre drängen zu lassen. Und wenn dann eine Band, deren Musik ich seit ihrem ersten offiziellen Gig im Oktober 2013 am liebsten jedem an mir vorübergehenden Passanten ans Herz legen möchte, von diesem Zusammenspiel akustischer Energien meiner beiden Lieblingsstädte profitiert, komme ich natürlich auch nicht umher, dies schriftlich hier kundtun zu wollen.

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