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Editor’s Letter // Hello, march.

03.03.2016 um 14.30 – box2 Wir

Die vergangenen acht Wochen fühlten sich an wie ein wackeliger Kamelritt durch unwegsames Gelände. Zwar wussten wir, dass wir irgendwann am Ziel ankommen würden, bloß nicht wie. Und wo genau wollten wir überhaupt hin? Es ist nicht immer ein Ort, nach dem man sucht, sondern vielmehr ein geistiger Zustand, so etwas wie innerer Frieden vielleicht. Das Finden desgleichen kann zuweilen mühsam sein, denn es gibt ja noch dieses Außen, das stets mit will. Der eigene Körper, die Welt. Wenn alles Kopf steht, macht manch einer Meditation und anderen einfach weiter. Während Sarah nach einem schmerzhaften Verlust also langsam wieder laufen lernt, übe ich mich im Liegen bleiben. Veränderungen bedeuten Arbeit und erfordern Mut, sie sind aber vor allem eins: Eine riesengroße Chance.

2016 hat uns bisher schon mehr gelehrt als all die 365 Tage zuvor. Loslassen zum Beispiel, ab und zu sogar den Schreibtisch, und Vertrauen haben. In andere, in sich selbst und das Leben. Dazu gehört auch, genau das zu tun, was man selbst für goldrichtig hält. In der Freizeit, am Wochenende, im Alltag. weiterlesen

Editor’s Letter //
Über Bananenzeiten.

16.09.2015 um 12.23 – box1 Wir

editors letterAm vergangenen Mittwoch durfte ich während der VOGUE Fashion’s Night Out ganz unverhofft ein paar unserer Leserinnen persönlich treffen, ohne Bildschirm dazwischen, das war pures Glück. Allesamt schlau und schön und wahnsinnig herzensgut, ich konnte kaum reden und wenn, dann viel zu viel, es ist nämlich ein bisschen verrückt, wenn aus virtuellen Klicks plötzlich echte Menschen werden. Eine von ihnen, Julia (hallohallo!), klopfte mir kurz auf die Schulter und gab mir ein ernst gemeintes verbales High Five für das, was wir hier seit fünf Jahren nieder tippen. Das war lieb, aber komisch, denn: Vor ein paar Tagen, da warf man uns hier vor, diese Seite würde, wie so viele andere, allmählich zur unreflektierten Konsumhölle verkommen. Was soll ich sagen – wenn man nicht ganz genau hinschaut, dann ist an dieser Kritik sogar was Wahres dran. Komplimente anzunehmen fällt da schwer, denn es gibt nur eine Instanz, dessen Schlagkraft noch etwas heftiger wirkt, als fremde Meinungen: der eigene Anspruch.

Ab und zu bleibt einem dennoch nichts anderes übrig, als Dinge, die sich nicht ändern lassen, zu akzeptieren – vor allem, wenn es das Leben ist, was dazwischen funkt. Und wenn Durststrecken der Neusortierung dienen. weiterlesen