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Interior //
Für viel mehr Pizza & Leben am Esstisch

22.02.2017 um 12.16 – Allgemein

Was nützt einem schon ein hübsch gedeckter Tisch, wenn man ihn viel zu selten mit Freunden teilt? Über ebenjenes Phänomen der materiellen Unersättlichkeit aufgrund ganz anderer unerfüllter Wünsche, hat unsere einstige Gastautorin Pi bereits an dieser Stelle philosophiert. Was sie dort schreibt, ist leider viel zu wahr. Wann immer wir unzufrieden mit unseren eigenen vier Wänden sind, sollten wir also womöglich zu allererst darüber nachdenken, ob es nicht vielmehr an ganz anderer Stelle hapert. An der sozialen eben. Kein Zuhause kann doch je so richtig gemütlich sein, wenn zu wenig reales Leben in der Bude steckt, zum Glücklichsein braucht es schließlich keine einzige Vase und schon gar kein güldenes Besteck. Herzenswärme aber umso mehr. Ich will uns allen überhaupt kein Einsiedlerkrebsdasein unterstellen, ganz im Gegenteil, Ich-Zeit ist wichtig, aber ich weiß ganz genau, wie das ist, wenn der Winter sich einfach nicht verziehen will. Und man sich hin und wieder selbst zu den feinsten Verabredungen zwingen muss, Netflix macht ja auch Spaß. Dieser Post soll also vielmehr als kleiner Motivations-Schubser diener, auch für mich selbst. Mehr Pizza für alle. Ab sofort. Oder Brotzeit. Dann ist eine neue Butterdose nämlich plötzlich auch gar keine so verschwenderische Idee mehr: weiterlesen

Interior // Investment-Pieces
10 Stuhl-Wünsche

03.12.2015 um 12.00 – Wohnen

invetsment design chairsEs wird ja häufig behauptet, man könne die Menschheit in Katzen- und Hunde-Personen einordnen. Sollte dem wirklich so sein, verhält es sich mit Einrichtungsgegenständen womöglich sehr ähnlich, ich wäre jedenfalls definitiv ein Sitzmöbelmensch. Zwischen Federbett und Wolkenkissen träume ich nämlich nicht nur von einem zukünftigen Zuhause wie der Antivilla von Arno Brandlhuber, sondern auch von einer endlos langen Tafel mitsamt einem bunt zusammen gewürfelten Stuhl-Potpourri.

Nun bieten sich Flohmärkte natürlich ganz hervorragend zum Erschnüffeln kleiner Wünsche an, ab und an schleichen sich aber irrationale Gelüste in mein Herz, die man glücklicherweise trotzdem als schlaue Investitionen verbuchen könnte, Modelle von Design-Legenden wie Eiermann, Arne Jacobsen oder Thonet  verlieren schließlich nur selten an Wert und lassen sich noch dazu ganz hervorragend an Kinder, Enkel und Urenkel vererben, so jedenfalls bin ich auch ich irgendwann zu einer Chaiselounge von Le Corbusier gekommen, die zwar nicht wirklich in unsere Wohnung passt, dafür aber hundert Geschichten erzählt. Die einen sammeln eben Eisenbahnen, andere Handtaschen und ich, wenn ich groß bin, vielleicht also vierbeinige Klassiker. Zehn Wunschmodelle stehen bereits auf meiner Liste und wer weiß, vielleicht erbarmt sich ja mein persönliches Christkind. Unwahrscheinlich, aber so ist das eben mit den lieben Träumen – ein Hoch auf die Vorfreude, wann auch immer sie sich in akute Glückseligkeit verwandeln mag: weiterlesen