Schlagwort-Archiv: Fashion Week Berlin

Fair Friday // Green Fashion Week
– Highlights & Enttäuschungen

20.01.2017 um 13.18 – Fair Fashion Nachhaltigkeit

KW03_Fair Friday_Fashion Week Rückblick

Vielleicht liegt es am Jahreswechsel, vielleicht an eisigen Minustemperaturen in der Hauptstadt, aber mein Geduldsfaden entspricht seit dieser Woche einem kaum mehr sichtbaren Faden. Ich spreche von den Auswirkungen der Fashion Week auf mein Nervensystem. Der Hauptgrund: Die grüne und nachhaltige Fashion Week, die es sich auch in diesem Jahr wieder mal nicht nehmen ließ, die sich mühsam aufbauende Mainstreamtauglichkeit von Slow und Ethical Fashion stark zurück zu werfen.

Wie auch in den vergangene Jahren habe ich nach dieser Woche das Gefühl, die nachhaltige Szene kann wieder von vorne beginnen und zwar als allererstes mit ordentlichter Grundlagenarbeit. Der Eindruck, den 80 Prozent der Brands bei den Besuchern gemacht haben müssen, lässt mich gruseln: Eco, das scheint immer noch viel zu häufig gleichbedeutend mit grünen Logos, Filz und vollständig an der Realität vorbeidesignten Super-GAUs. Mehr als sonst bin ich den wenigen Brands und Vordenkern dankbar, die den grüngrauen Ökoschleier dieser Szene für kurze Momente hell erleuchten konnten. weiterlesen

Dear Photo Diary // Schnappschüsse
aus dem „Berliner Mode Salon“

19.01.2017 um 12.26 – Mode

diary

Es gibt wohl nach wie vor keinen schöneren und besseren Ort, um mit den Designer*innen über ihre Kollektionen zu plaudern, als auf dem Berliner Mode Salon. Es ist ein Potpourri aus bekannten Gesichtern, aus etablierten Labels und Neuentdeckungen und zum vierten Mal in Folge beweist das Konzept, dass Mode deutscher Kreateure unbedingt mehr Beachtung verdient: Speziell William Fan und Nobi Talai haben es in kürzester Zeit geschafft, nicht nur unsere Herzen, sondern auch die der Fachpresse und Einkäufer im Sturm zu erobern: Mit spannenden Kreationen, dem Blick für’s Detail und einer ganz eigenen Handschrift. Das unübertrefflich Schöne an dieser Veranstaltung: Wir erfahren von den Macher*innen selbst, was hinter ihren Entwürfen steckt, wie sich welche Stücke zusammen setzen und worauf es ihnen wirklich ankommt. Und das Konzept geht auf: Im Januar 2015 startete das Konzept der Vogue erstmals und gehört längst zur festen Größe der Berliner Mode Woche, wenn nicht sogar zur Wichtigsten.

41 deutsche Brands standen gestern Nachmittag zum vierten Mal im Mittelpunkt, um genau eines zu beweisen: Wir können auf diese Menschen, diese Kollektionen und den Standort Berlin wahrlich wirklich stolz sein. Und ein paar Schnappschüsse haben wir natürlich mitgebracht: weiterlesen

MBFWB // 5 Dinge, die wir uns bei Odeeh abschauen sollten

18.01.2017 um 10.28 – Mode

odeeh

Würden wir hier und dort den Auftrag erteilen, deutsche Mode zu visualisieren oder zu beschreiben, so würde manch einer oder eine mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit puristische Entwürfe skizzieren, dabei an Hugo Boss und vielleicht noch an Jil Sander denken und natürlich klare Linien, uniforme Looks und minimalistische Kühle hervorheben. Dass Mode made in Germany allerdings mindestens genauso facettenreich ist, wie dieses Land selber, darauf kommen die wenigsten. Schublade auf, Schublade zu. Aber wie soll’s auch anders sein, verzeichnen Marken wie Gerry Weber und Co hierzulande noch immer die höchsten Absätze. Und außerdem: Auch die jungen Wilden wurden irgendwann ausgebremst, müssen sie am Ende des Tages nämlich in erster Linie verkaufen, um irgendwie mitschwimmen zu können. Das Ergebnis? Die Ecken und Kanten sind ab, das Ganze ist zwar tragbar, aber auch oft auch gähnend langweilig.

Wer an deutsche Mode denkt, der erinnert sich vielleicht aber auch an Odeeh und an das, was Jörg Ehrlich und Otto Drögsler da in ihrem Atelier in der Nähe von Würzburg seit rund neun Jahren kreieren: Seit zwei Saisons zeigen die beiden Designer nun endlich wieder in Berlin und quartierten sich zum wiederholten und wohl letzten Mal in den Rohbau des Berliner Stadtschlosses ein, um uns erneut das Highlight des ersten Tages zu kredenzen. Harter Beton und Berliner Kälte im Kontrast zu verspielten Looks, zu warmen Tönen, Layering, wie wir es lieben und einem Hauch Gucci-Attitüde, „Alles kann, alles darf“-Mentalität und offenbar ganz viel Spaß am eigenen Job. Was wir uns definitiv schon jetzt von Odeehs Herbst/Winter Kollektion 2017 abschauen sollten? weiterlesen

FASHION WEEK BERLIN // Shopping:
Die schönsten deutschen Kreationen

17.01.2017 um 9.00 – Mode

shopping german brands

It’s on, Ladies & Gentleman: Zum 13. Mal in Folge gehen wir für euch auf die Berliner Modewoche, um nicht nur direkt von den schönsten Schauen zu berichten, sondern natürlich auch den Trubel vom Zwischendurch einzufangen. Was heute auf dem Plan steht? Dorothee Schumacher zeigt pünktlich um 10 Uhr im Kaufhaus Jandorf – und wir sind gespannt, was die neue Location des offiziellen Sponsors, nämlich Mercedes-Benz, so zu bieten hat. Weitere Highlights des Tages? Hien Le und zwei Schauen im Rohbau des Berliner Schlosses: Odeeh und MALAIKARAISS. Dazwischen geht’s noch fix zu einem Fitting und zum neuen Nachwuchsförderprogramm initiiert vom German Fashion Council und H&M.

Das ganze Chichi und Tête-à-Tête klingt zwar jedes Jahr aufs Neue wieder furchtbar spannend, am Ende des Tages bringt es aber wenig, wenn die deutschen Designer ausschließlich für die Presse und Instagram Papier, Schere und Garn in die Hand nehmen. Was die kreativen Macher*innen Berlins eigentlich viel mehr brauchen? Einkäufer, die die Kollektionen ordern – und gerade davon gibt’s leider noch immer zu wenig. Ein paar Stores haben wir aber natürlich trotzdem gefunden: Neben den internationalen Shops Luisa Via Roma, MyTheresa und Stylebop sollte ein Blick in die jeweiligen Stores der deutschen Designer selbst natürlich nicht fehlen. Eine kleine Auswahl zur Einstimmung gefällig?  weiterlesen

Flashback // Unsere Fashion Week Schnappschüsse mit dem Huawei P9

11.07.2016 um 18.55 – Menschen Wir

huawei p9 thisisjanewayne

Vier Tage Fashion Week liegen seit vergangener Woche hinter uns – und was sollen wir sagen: Es war diesmal so furchtbar schön, dass wir bei dem Gedanken daran, dass jetzt schon wieder alles vorbei ist, fast ein kleines Tränchen verdrücken. Was haben wir in den vergangenen Jahren über Berlin geschimpft, was haben wir Berlin verteidigt. Was waren wir aus der Puste und völlig geschafft. In diesem Jahr war alles anders. Warum? Ein Erklärungsversuch: Weil ein Haufen Lieblingsmenschen der Branche vier Tage Trubel zur schönsten Veranstaltung des Jahres haben werden lassen. Weil die Mode so schön wie lang nicht mehr war. Weil es Momente gab, in denen wir im Berliner Mode Salon vor Stolz zum Lieblingsdesigner rannten und die Freude auf beiden Seiten so riesig war, dass man sich gegenseitig durch die Luft wirbelte. Weil Berlin endlich entspannt mit dem „nicht sein müssen wie die anderen Modemetropolen“ umgeht. Und weil wir eine richtige Mädels-Crew geworden sind, die sich morgens einsammelt, mittags Spätzle vertilgt und abends dafür sorgt, dass auch alle fein ins Taxi huschen. Berliner Modewoche bedeutet für uns vor allem: Herzmenschen und Freunde treffen, mitfiebern und mitfeiern und die Supportkeule schwingen. Und wir haben auch diesmal wieder alles gegeben, um euch in gewohnter Manier mit an die Hand zu nehmen:

Es gab sogar noch ein Bonbon obendrauf: Das Meckern über vollgepackte Taschen aufgrund zu schwerer Kameras hatte endlich ein lang ersehntes Ende. In Kooperation mit Huawei haben wir das neue Huawei P9 Smartphone mit integrierter Dual-Kamera von Leica auf Herz und Nieren testen dürfen und sind mit dieser „Zwei Fliegen mit einer Klappe“-Innovation ein ganzes Stück unbeschwerter und -bepackter von Event zu Event gerast. Wir wollten es ja selbst nicht wahr haben, aber dieses lieb gewonnene Multitalent geben wir vorerst wirklich nur sehr ungern wieder ab, vor allem Nike Jane ist aufrichtig erstaunt und entzückt ob all der Funktionen. Womöglich müssen demnächst sogar unsere alten Telefone dran glauben – ihr hingegen habt sowieso Glück, ein Gewinnspiel wird alsbald folgen, bei so einer Geschichte lassen wir euch natürlich nicht leer ausgehen. Aus unseren persönlichen Test-Tagen ist jedenfalls ein Diary entstanden, vollgepackt mit gestochen scharfen Bildern, mit Selfies, deren integrierter „Schönmachfilter“ uns erst einmal ganz baff gemacht hat, und Schnappschüssen von Früh bis Spät – ein Potpourri aus den schönsten Menschen, ganz viel Liebe und ein bisschen Realität zwischendurch, powered by Huawei, wenn man so will. Und zwar ganz Filter-los: weiterlesen

3 Fashion Week Highlights // William Fan,
Perret Schaad & Dorothee Schumacher

04.07.2016 um 13.41 – Mode

highlights fashion week berlin ss 17 thisisjanewayne

Jetzt sind wir fast durch mit der Berichterstattung zur Fashion Week Berlin, dabei kommen wir vor lauter unerwarteter Highlights kaum mehr mit. Wer noch immer daran festhält, in unsere Hauptstadt gäbe es nichts zu holen und kaum etwas zum Verlieben, der ist spätestens seit dieser Saison ganz schön schief gewickelt. Berlin muss und will nicht Paris sein, das ist inzwischen hoffentlich auch dem letzten Schwarzmaler klar. Verstecken sollten sich unsere Designer aber auch nicht, das Gegenteil ist der Fall. Wir wünschen uns mehr Stolz, mehr Attitüde und Hoffnung. Und mehr Lob vonseiten der Presse. Denn wer diesmal genau hingeschaut hat, kommt im kommenden Sommer wohl nicht umher, in eine Handvoll Lieblingsstücke aus dem Berliner Modekosmos zu investieren. Es muss nicht immer Acne Studios sein, oder Theory oder J.Crew – wie wäre es stattdessen zum Beispiel mit William Fan, Perret Shaad oder Dorothee Schumacher? Na bitte: weiterlesen

Fashion Week Berlin // EDITED Pre-Fall Collection 2016 „Laid Back Luxury“

04.07.2016 um 10.18 – Berlin Mode

edited pre fall

Von Null auf Hundert katapultierte sich der Hamburger Online Shop EDITED vor knapp zwei Jahren auf unsere Mattscheibe – und ist seither nicht mehr wegzudenken. Ein Sortiment, das gefühlt im Wochenturnus wächst, ein paar kleine Labels, die kräftig unterstützt werden und nicht zu vergessen EDITED the Label, die In-House Marke unter der Leitung von Designerin Clarissa Labin, die sich wunderbar am Hier und Jetzt orientiert und unsere Garderobe regelmäßig für den schmalen Taler um ein paar besondere Stücke ergänzt. Eine hübsche Kollektion allein sorgt aber natürlich längst nicht für den gewünschten Absatz und klingelnde Kassen. Dafür braucht’s mehr. Und an dieser Stelle schalten sich Franziska, Elena und ihr Team ein, die jedem Store Opening und jeder Präsentation so viel Herzblut einhauchen, jedes noch so kleine Detail mit ganz viel Liebe ins Gesamtkonzept einflechten und dafür sorgen, dass die Eigenmarke im perfekten Licht erstrahlt.

Und so organisierten die Beiden während der Fashion Week nicht bloß irgendeine Präsentation in irgendwelchen Räumlichkeiten, sondern luden zum entspannten Barbecue in die eigenen vier Wände ein – in den EDITED Store in Berlin: Zwischen Pre-Fall Collection (ausgewählt übrigens schon online), Kimchi-Wraps und Sorbeteis:  weiterlesen

FASHION WEEK BERLIN //
Bauchkribbeln dank Odeeh

30.06.2016 um 17.11 – Mode

odeeh

Schon als die Einladung in mein Postfach trudelte, war klar, das dies die beste Show der Fashion Week werden könnte – und Otto Drögsler und Jörg Ehrlich haben uns nicht enttäuscht: Im Rohbau des Berliner Stadtschlosses zwischen Betonwänden, Bauzäunen und Absperrband in einer der großen, meterhohen Säle fand sie statt: Die Odeeh Perfektion, die wir uns hier in Berlin so sehr wünschten – und mit rund 40minütiger Verspätung kurz vor 22 Uhr endlich stattfand.

Odeeh ist pure Liebe, die so groß ist, dass ich beim Re-See im Berliner Mode Salon wirklich leicht feuchte Augen kriegen sollte, furchtbar aufgeregt über die Materialien Strich und fast wie versteinert vor den beiden Machern stand, um nichts als Lobeshymnen hervorzubringen. Wie ein kleines Kind sitze ich jetzt noch immer vor dem Bildschirm und begutachte dieses Odeeh-Wunderland, das zwischen Kindheitsträumen und Omas Schätzen liegt und dem immer schicker werdenden Berlin ein Hauch Gucci-Attitüde um die Nase bläst. weiterlesen

Malaikaraiss S/S 17 // Beaches!

30.06.2016 um 15.38 – Mode

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Rastafari fyah dance, sex, music, hip-hop – It’s bigger than religion – wenn Erykah Badus Track „The Healer“ den Kronprinzenpalais erfüllt, schon während das erste Model in das blendend helle Licht des Runways tritt, dann befinden wir uns gefühlt nicht nur in einer eklektischen Komposition aus pompösen Eitelkeiten und der reduzierten Schönheit karibischer Strände, sondern auch inmitten der Welt von Malaika, dort, wo zurückhaltende Eleganz stets auf subtile Rebellion trifft. Auf stille Freiheit, wenn man so will, die diesmal vor allem von den Verstecken der Musik-Bohéme auf Mustique, Aruba oder St.Barts inspiriert wurde. „Beaches“ nennt sich die Frühjahr/Sommer Kollektion von Malaikaraiss, die ebenso filigran wie selbstbewusst im Zeichen der Töchter des Rocksteady steht. Ganz so, als wären die Karibik-Amazonen in der Großstadt gestrandet, im feinsten Zwirn, stets eine Muschel aus der fernen Heimat in den Hosentaschen tragend – ein Sinnbild, das sich wie die kontrastierenden roten Streifen und Details durch die gesamte Kollektion zieht. Dazu poröse Texturen wie aus Sand gelegt, Muschel-Formen und transluzente Blüten und Malaika ist mit ihren Entwürfen endlich dort angekommen, wo wir sie uns immer gewünscht haben: Ganz bei sich selbst.

Besser hätte das erste Defilée im Rahmen des Berliner Mode Salons samt Unterstützung der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung wohl nicht ausfallen können – wir hoffen auf noch mehr Lorbeeren, Support und viele Jahre Malaikaraiss.

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MBFWB: Hien Le Spring/Summer 2017 // Teva Sandals & Stripes forever

29.06.2016 um 11.21 – Mode

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Für die Schauen des Berliner Designers Hien Le müsste es meiner Meinung nach interaktive Möglichkeiten der digitalen Begutachtung geben, einen 360° Betrachtungswinkel zum Beispiel, einen in den Bildschirm integrierten Ventilator, der lauen Sommerwind durch die Fotos bläst und einen Touchscreen, der Haptik fühlbar macht. Weil es all das (noch) nicht gibt, kann ich an dieser Stelle nur an eure Phantasie appellieren, das reine Anschauen der Bilder kommt dem Gefühl, dass da mit der Frühjahr/Sommer Kollektion 2017 am gestrigen Morgen mitschwang, nämlich nur sehr sporadisch nahe. Schön war es, das zum einen. Aber auch hoffnungsvoll, tragbar und unbeschwert, ganz so als stünde die gezeigte Mode für die Befreiung von der momentan herrschenden gesellschaftlichen Dunkelheit. Wolkenweiß und Glasblau, ein bisschen Puder und Mauve, mehr braucht es nicht, wenn bildhauerische Schaffensprozesse durch Überlagerungen, Aussparungen und changierende Transparenzen zu Kleidung geformt werden. Und dann ist da ja noch Teva.

Ihr erinnert euch vielleicht, vor zwei Jahren und auch vor einem noch, hagelte es für unsere neu entdeckte Leidenschaft für alteingesessene Alltags-Sandeln mehr Hohn als Lob. Wir gaben unserem Freund Hien in Gedanken also selbstredend mehr als hundert High Fives, als das erste Model in ebendiesen Objekten der ultimativen Geschmacks-Diskussion den Runway betrat. Kein Schuh hätte besser gepasst, nicht nur der Optik wegen, sondern vor allem aufgrund der Botschaft: Macht euch locker, macht euch frei, geht raus und entdeckt die Welt. weiterlesen

Fashion Week Berlin //
Über den Dächern mit lala Berlin

29.06.2016 um 10.31 – Mode

lalaberlin

Wer seit 16 Jahren im Geschäft ist, der lässt die Sache ein bisschen angehen, der weiß, was gut ist, wonach der Sinn steht und was wirklich nötig ist, um nach all den Saisons immer noch für die richtige Portion Würze zu sorgen. Dass Leyla Piedayesh einer dieser entspannten Profis ist, steht außer Frage – und genau deshalb lud sie auch nur einen kleinen Kreis in das private Penthouse über den Dächern Berlins ein, um mit 200 ihrer engsten Freunde, liebsten Sternchen und anderen Herzmenschen, auf die sie wirklich Lust hatte, anzustoßen und ihnen die kommende lala Berlin Kollektion zu zeigen. So gelassen wirkte sie längst nicht immer, aber die 46jährige ist ruhiger geworden und scheint mittlerweile aufs genaueste zu wissen, was sie will und was sie kann: Eine hervorragende Gastgeberin, die ihre Mode ganz subtil einfließen lässt

Und so fanden wir uns gestern Abend beim Sonnenuntergang urromantisch auf besagter Dachterrasse wieder, hatten endlich mal wieder ganz viel Zeit zu plaudern, Häppchen hinterher zu jagen und durch diese einmalige Location zu schlendern. Vier Kollektionen gibt’s ab sofort im Hause lala Berlin und gestern widmete Leyla sich den ersten Highlights der Spring Collection 2017 – oder auch: Hypnotic Nights.  weiterlesen

Fashion Week Berlin // Vor der Show mit…
Leyla Piedayesh von lala Berlin

27.06.2016 um 10.29 – Berlin box1 Menschen Mode

lala berlin

16 Jahre ist es her, da entstand aus einer Laune heraus Berlins wohl bekanntestes Modelabel: lala Berlin. Leyla Piedayesh war gerade mit ihrem Studium fertig und wollte mehr, bloß in welche Richtung es gehen sollte, das wusste die Designerin mit den persischen Wurzeln am Anfang eigentlich noch gar nicht. Also strickte sie – und fand auf einem Berliner Flohmarkt den Schlüssel zu ihrem kleinen DiY-Projekt: Mit selbstgestrickten Pulswärmern legte sie los, mir Dreieckstüchern und Kufiya-inspirierten Prints machte sie weiter. Heute arbeiten 50 (!) Mitarbeiter*innen für ihre Designs, für die beste Vermarktung und den Schlüssel zum Ziel, den Vertrieb. Mit Köpfchen, Anspruch, Ehrgeiz und der perfekten Symbiose aus traditionellem Handwerk, großartigem Styling und schönsten Präsentationen hat sie das geschafft, wovon die meisten ihrer Kollegen nur träumen können. Nach Berlin steht Kopenhagen an – und ganz frisch jetzt auch Paris.

Bevor die große Fashion Week Tour diese Woche also startet, haben wir uns mit der ziemlich großartigen Leyla noch flott in ihren frisch bezogenen Büroräumen im Wedding zum kleinen Plausch getroffen. Wer allerdings denkt, so kurz vor der Modewoche würde es bei lala Berlin drunter und drüber gehen, der täuscht: Hier herrscht wunderbare Gelassenheit, Teampower sei dank. Wir hatten also ziemlich viel Zeit, um über Leylas Anfänge zu sprechen, über ihre Definition von Erfolg, über Selbstvertrauen und ihre Pläne für ihr persönliches Lebenswerk. weiterlesen

Ein ziemlich subjektiver Bericht über die Fashion Week Berlin.

09.07.2012 um 14.51 – Allgemein Berlin Event Kopfchaos Wir

Die Fashion Week ist vorbei. Das heißt aber nicht, dass auch wir schon mit ihr abgeschlossen haben. Eine Hand voll Designer warten noch auf ihren verdienten Beitrag, aber in meinem Kopf herrscht ein totaler Overdose an Eindrücken. Seit gestern findet man in jedem großen Magazin, in jeder relevanten Zeitung ein Resümee über die vermeindlich aufregendsten Tage der Saison. Was aber, wenn mich selbst jemand fragt, wie es denn so war, das „bunte Treiben“? Mein Geist befand sich während der gesamten Zeit unter einer dumpfen Glasglocke. Vollgepumpt mit Bildern aus den Schauen, von den Präsentationen und Parties, liegt er jetzt irgendwie zusammengefallen in der Ecke. Nichts funktioniert mehr. Und mit jeglichem Thema, was die MBFWB betrifft, treibt man mir derzeit Schweißperlen auf die Stirn. Natürlich hatte ich Spaß, rosarote Momente und ab und an auch Glückskribbeln im Bauch. Und trotzdem wünsche mir ganz einfach mehr Zeit für die Dinge. Aber diese Vorstellung ist für unsere rasante Gesellschaft schlichtweg zu romantisch. Der Schauen-Kalender war diesmal so vollgepackt wie noch nie.

Alles beginnt, natürlich, mit einem Facebook-Status: „Liebe Nicht-Modefreunde, wir sind dann mal weg. Geistig. Seid nicht böse.“ Tatsache. Vier Tage bleibt für nichts Zeit, was etwas mit wahrhaftiger Freizeit zu tun hätte (Gut, da sind noch die wirklich phantatsischen Parties am Abend, aber selbst die werden nach gefühlten hundert getippten Artikeln und Bildschirm-verstrahlten Augen ein klein wenig anstrengend). Das klingt erstmal ziemlich erträglich, denn vier Tage, was ist das schon. Außerdem wartet die große Liebe, die Mode, auf etlichen Laufstegen auf unsere Zuneigung und Bewunderung. Will man aber im Zweier-Team all das einfangen, was interessant für den Leser sein könnte, dann verformt sich die Fashion Week vom lustigen Zirkus zur Härteprobe für die Nerven. Wir Armen, richtig? Ich verstehe jeglischen Zynismus hinsichtlich unserer Jammerei durhaus sehr gut. Aber ich bestehe auf das Recht zu jammern, weil dieser Blog ein persönlicher ist. Ich muss nicht so tun, als fände ich alles, was mit Mode zu tun hat, immer allererste Sahne. Was nicht bedeutet, dass ich ich sie nicht über alles liebe. Aber es gibt Zeiten, in denen muss man sich dazu zwingen, 24 Stunden am Tag euphorisch sein. weiterlesen

MBFWB: Vladimir Karaleev Spring Summer 2013 – Perfektion?

05.07.2012 um 2.36 – Allgemein Mode

Es ist schon spät und eigentlich sollte ich schlafen, um morgen ein bisschen weniger müde zu sein als heute. Aber Vladimir Karaleev raubt mir den Schlaf. Mit seinen Entwürfen für den kommenden Sommer spricht der gebürtige Bulgare mir aus der Seele. Perfektion gibt es nicht und darf es nicht geben. Mit der Mode verhält es sich ein bisschen so wie mit Menschen, denen wir begegnen. Es gibt schöne Menschen, makellose Wesen, die uns kurz entzückt aufseufzen lassen und es gibt Charakterköpfe, die wir nie wieder vergessen. Es sind die kleinen Unfertigkeiten, dieser kleine Hauch Laissez-Faire, offene Nähte und lose Silhouetten, die für mich all das verkörpern, wonach wir uns vielleicht so sehr sehnen. Freiheit, ohne verloren zu gehen. Einen eigenen Willen haben, aber doch irgendwie dazu gehören.

Zum jetzigen Zeitpunkt habe ich keine Ahnung, was Vladimir selbst zu seiner Kollektion sagt. Jegliches Pressematerial habe ich liegen lassen, ich kenne nicht einmal den Namen der Kollektion, die im nächsten Sommer durch die Straßen getragen werden wird. Sicher ist aber schon jetzt, dass sie zu meinen Favoriten der diesjähirgen Fashion Week zählen wird. Die seidig fallende Haptik, diese sandige Farbwelt mit ihren satten Akzenten, die Muster – sollte so etwas wie Perfektion am Ende doch existieren, dann haben wir es hier definitiv mir ihrer modischsten Form zu tun. weiterlesen

Preview: Backstage bei Michalsky mit Wella Professionals

04.07.2012 um 18.23 – Allgemein Beauty Event

Weil kein Outfit der Welt uns so richtig bezirzen kann, solang das Haar uns irgendwie unglücklich stimmt, haben wir uns diesmal dazu entschieden, ein klein wenig genauer auf das Styling zu achten. Auf das, was während der Schauen auf dem Kopf der Models passiert, schließlich lässt sich genau das quasi sofort nachstylen – außer, man hat es mit Michalskys Frisur-Visionen zu tun. Schwierigkeitsgrad: Hoch.

Mit offenem Mund starrte ich wärend der ziemlich langwierigen Prozedur auf die flinken Finger der Wella Professionals Stylistinnen, um mir am Ende einzugestehen, dass ich daheim höchstens eine eher spärliche Version des „wild-child“-Looks zustande bringen würde. Aber: Inspiration ist alles. Wir dürfen euch das Endergebnis zwar erst später präsentieren, so viel kann allerdings verraten werden: Mädels, wir sollten mutiger werden. weiterlesen