Schlagwort-Archiv: Film

Film Tipp für träge Abende: “Paulette”

– 05.12.2013 um 13.50 – Allgemein box2 Film

film tipp paulette Film Tipp für träge Abende: Paulette Gut möglich, dass meine Heimat, das Rheinland, mich stark geprägt hat. In mir schlummert der Prototyp des dreckigen Humors und zwar par excellence. Ich lache zwar über Monty Phyton, nur selten über freudige Komödien, aber immer dann, wenn’s eher unangebracht ist. Meine Witze-technisch eher sporadisch vorhandene Political Correctness hat mir schon oft genug Ärger eingeheimst (man erinnere sich an dieser Stelle an ein Interview mit ASOS, in dem ich einen Flamingo-Spaß machte, der mich in den Augen vieler Betrachter zum Feindbild und Randgruppen-Rassit machte). Ich gelobte Besserung.

Bis “Paulette” kam und mein Innerstes sich beim Anschauen des französischen Films vor Prusten beinahe auf Links stülpte. Ich habe Tränen gelacht. Und wenn ihr ein bisschen so tickt wie ich, dann solltet ihr ganz schnell einen DVD-Abend samt Plätzchen planen. weiterlesen

Film-Tipp:
Kitsch und Kunst – “Der Schaum der Tage”
mit Audrey Tautou

– 08.10.2013 um 10.41 – Allgemein Film

der schaum der tage 800x610 Film Tipp: <br/> Kitsch und Kunst   Der Schaum der Tage <br/> mit Audrey Tautou

Colin ist Fantast und Tagträumer, er liebt Partys, Jazz und Müsiggang, lebt in einer Welt voll wunderbarem Schnickschnack und doch blutet ihm das Herz. Was nützt ein Piano, das Cocktails kochen kann, eine Wolke, die dich von A nach B bringt und das große Geld, wenn kein Mädchen da ist, um all diese surreal-wundervollen Freuden zu teilen? Überhaupt nichts. Da helfen auch keine kulinarischen Skurrilitäten des allerbesten Freundes. Aber dann, aber dann!

Auf der Geburtstagsparty des Pudels einer Freundin trifft Colin Chloé, gespielt von Audrey Tautou. Päng. Die schrägste Hochzeit des Planeten wird gefeiert und alles scheint ziemlich makellos – würde dort nicht eine Seerose in Chloés Lunge wachsen und ihr zartes Leben bedrohen. “Der Schaum der Tage” ist filmische Zuckerwatte samt Kitsch und Kunst oben drauf. Vermutlich wird es in diesem Jahr also keine schönere Mixtur mehr aus Rehaugen, fantastischer Prosa und wilder Phantasie mehr geben.  weiterlesen

Film-Tipp: “Im Weltall gibt es keine Gefühle”

– 01.10.2013 um 12.46 – Allgemein box3 Film

im weltall gibt es keine gefuehle Film Tipp: Im Weltall gibt es keine Gefühle Ich bin eigentlich ein ziemlicher Film-Spaten. Die Filme, die ich tatsächlich gesehen habe, klingen vielleicht ganz gut, bloß sind es wirklich nicht sonderlich viele, jedenfalls nicht im Vergleich zu der Zahl, die andere so nennen. “Hast du ‘Another Earth’ schon gesehen?” -”Nö.” “‘Lars und die Frauen’ mit Ryan Gosling?” – “Nö.” “Aber ‘Unmade Beds’?” “Ja! Ausnahmsweise.” So in etwa läuft das jedes Mal, wenn irgendwer irgendwas über schöne Streifen erzählen will. Eine ganze Zeit lang hatten DVD-Abende nämlich eine derart einschläfernde Wirkung auf mich, dass meine Freunde es schlichtweg aufgaben, mich für ihre audiovisuellen Schmankerl begeistern zu wollen. Ich habe nun allerdings ein neues Sofa und das will nunmal benutzt werden. Die Mission: Bildungslücke füllen! Den Anfang machte gestern Abend der schwedische Film “Im Weltall gibt es keine Gefühle“. weiterlesen

Kurzfilm: “Once Upon a Time” by Karl Lagerfeld oder: Die Anfänge von Coco Chanel

– 28.05.2013 um 13.33 – Allgemein Film Menschen

chanel once upon a time a film by karl lagerfeld Kurzfilm: Once Upon a Time by Karl Lagerfeld oder: Die Anfänge von Coco Chanel

Huppala, wie konnte uns das nur entgehen? Karl Lagerfeld kredenzt uns das Ergebnis seines Kurzfilms “Once Upon a Time” mit Starbesetzung um Keira Knightley, Lindsey Wixson und Stella Tennant und wir verschlafen den Release zeitgleich zur Präsentation der diesjährigen Cruise Collection doch glatt – dank Mykonos, New York und Cannes. Zugegeben, es gibt wahrlich wichtigeres auf der Welt und doch fasziniert uns die Geschichte dieser geheimnisvollen Coco Chanel immer noch so sehr, dass jedes Fitzelchen, das wir von der Designerin aufschnappen, sofort aufgesogen werden mag.

Nun gut, der Kurzfilm “Once Upon a Time” von Monsieur Lagerfeld ist sicherlich kein Geniestreich, dieses 14minütige Video keine sprudelnde Informationsquelle und doch danken wir Chanel einmal mehr für diesen kleinen Reminder, sich noch einmal genauer mit den Anfängen eines Imperiums und der Arbeit dieser revolutionierenden Designerin auseinander zu setzen. Und das klappt neben zahlreichen Biografien eben auch auch im Spielfilmformat und dank der bezaubernden Audrey Tautou, die in “Coco Before Chanel” eine ganz entzückende Coco Chasnel zum besten gibt. weiterlesen

Film-Tipp: “It’s kind of a funny story”

– 19.02.2013 um 17.20 – Allgemein Film

its kind of funny story Film Tipp: Its kind of a funny story

Manchmal haben wir das Gefühl, verrückt zu werden, obwohl wir immer dachten: Die Verrückten, das sind die anderen. Herzscheiße, Sozialstress, Überarbeitung – Gründe für den emotionalen Breakdown gibt es viele, aber die Wenigsten trauen sich, darüber zu reden. Keiner will ein Weichei sein, niemand gilt gern als labil. Vor allem, weil es immer wieder Menschen gibt, die viel zu gerne leiden und dazu tendieren, aus jeder Mücke einen Elefanten zu machen. Hypochonder im psychischen Sinne. Wir sind anders, wir sind stark. Aber irgendwann wird die Last zu schwer, der Kopf läuft Amok. Dann der Zusammenbruch. Dabei bedeutet “stark sein” nicht zwangsläufig “ertragen können”. Wirklich stark ist, wer auf den eigenen Körper hört und Schwächen eingesteht. Wer die Notbremse zieht und den ersten Schritt wagt, bevor es zu spät ist. Denn “wenn es besser werden soll, muss es anders werden”.

It’s Kind Of A Funny Story” erzählt die skurrile Geschichte eines depressiven Jungens, der nicht länger fortlaufen will. Nach einem Suizidversuch lässt er sich freiwillig in die psychiatrische Anstalt einer Klinik einweisen. Und hier beginnt schließlich eine der schönsten Geschichten, die ich je gesehen habe. weiterlesen

Berlinale: Vote für deinen Lieblingsfilm! Der Samsung Smartfilm Award 2013

– 12.02.2013 um 15.33 – Allgemein Film

Samsung Smartfilm Award Berlinale: Vote für deinen Lieblingsfilm! Der Samsung Smartfilm Award 2013

Die 63. Berlinale ist zu einem etablierten Filmfestival gewachsen und präsentiert in diesem Jahr eine schier unüberschaubare Auswahl an 400 Filmen aus den verschiedensten Genres. Wer diesmal leider nicht in Berlin weilt oder unter Umständen keine Karte mehr für den ein oder anderen Wunschfilm ergattert konnte, für den bekommen wir Dank Samsung dennoch Berlinale-Feeling. Jap, richtig gehört, der Elektronik-Hersteller ruft erstmal den Samsung Smartfilm Award aus und passt damit wie die Faust auf’s Auge zum Berliner Filmfestival:

Dass das Smartphone immer wichtiger wird, müssen wir euch nicht erzählen, dass die Qualität der Kamera aber durchaus gelungene Kurzfilme herausbringt, war uns neu. Und so präsentierten sechs junge Filmemacher am vergangenen Samstag ihre nominierten Smartfilme im Kino Babylon Berlin. Und wie kommt ihr jetzt ins Spiel? Ihr könnt abstimmen und über den Sieger des ersten Samsung Smartfilm Awards entscheiden und selbstverständlich was gewinnen: weiterlesen

Kino: “Oh Boy” mit Tom Schilling auf der Suche nach sich selbst

– 08.10.2012 um 15.44 – Allgemein Film

oh boy 800x663 Kino: Oh Boy mit Tom Schilling auf der Suche nach sich selbst

Es ist natürlich ein Ding der Unmöglichkeit, Film-Tipps zu geben, ohne besagten Film überhaupt je selbst angeschaut zu haben. Jedenfalls behauptet man das gern. Heute sehe ich das ein klein wenig anders, denn wenn “Oh Boy” am 1. November im Kino anläuft, will ich dabei sein. Und ihr ja vielleicht auch.

Oh Boy ist das Spielfilmdebut von Jan Ole Gerster, eine Komödie mit tragischem Hintergrund und eventuell auch eines dieser Werke, in denen man sich so gern verliert. Weil man ahnen kann, was da im Kopf des Protagonisten passiert, weil man in manchen Augenblicken Realität und Fiktion verwechselt, weil man sich wiederfindet in der Geschichte und ihren Pointen. Ich meine, wer kennt das nicht, dieses planlose Gefühl, das Alles-In-Frage-Stellen, das Auf-Der-Suche-Nach-Sich-Selbst-Sein? Nur die allerwenigsten von uns begeben sich allerdings so konsequent auf die Suche nach Antworten wie Niko, gespielt von Tom Schilling (in den wir damals in “Crazy” so sehr verknallt waren) . weiterlesen

Reminder: “The Rum Diary” by Hunter S. Thompson bald im Kino

– 25.07.2012 um 11.56 – Allgemein Buch Film

the rum diary hunter s thompson movie Reminder: The Rum Diary by Hunter S. Thompson bald im Kino

Hunter S. Thompson – seinerzeit einer der wichtigsten Vertreter des New Journalism und Wegbereiter des Gonzo-Journalismus, ein literarischer Held. Irgend eines seiner Bücher, oder zumindest die Buchverfilmung zu Fear and Loathing in Las Vegas, hat wohl jeder von uns zu Hause rumfliegen. Kurzum: Der gute Hunter hat inzwischen Kultstatus erreicht. Wir schätzen ihn nicht zuletzt aufgrund seiner konsequenten Radikalität, dieses immanenten Zynismusses und der abgefahrenen Stories, die er uns zu Lebzeiten auftischte.

Ich wage jetzt einfach mal zu behaupten, dass nicht nur ich endlich wissen möchte, was nun aus der Verfilmung seines Romans The Rum Diary (den er mit gerade einmal 20 Jahren schrieb) geworden ist. Seit viel mehr als einem Jahr ist der Film jetzt schon im Kasten – seither warten wir auf ein offizielles Datum zum Filmstart in Deutschland. Heute erreichte uns dann endlich die erfreuliche Nachricht, dass es schon sehr bald so weit sein wird, nämlich schon am 2. August. weiterlesen

Serien-Tipp: GIRLS by Lena Dunham!

– 24.07.2012 um 13.14 – Allgemein Film

GIRLS Serien Tipp: GIRLS by Lena Dunham!

Eigentlich bin ich überhaupt kein Serienmensch. Nur Chuck Bass, der alte Schlingel, hat mich irgendwann im Winter um den Finger gewickelt, aber das behält man ja normalerweise besser für sich. Ich hatte mir geschworen, niemals irgendetwas zu schauen, das einen gruseligen Titel wie “Gossip Girl” trägt, aber nunja. Am Ende wurde ich schwach und inzwischen fange ich sogar an zu jauchzen, wenn ich auf andere heimliche Fans treffe. Jetzt herrschte allerdings lange Zeit Ebbe – bis GIRLS am Horizont auftauchte.

Leute, das ist in meinen Augen die ultimativ tollste Serie seit hundert Jahren. Das ist das Gegenteil von Glamour, das ist das Leben, wenn man Mitte Zwanzig ist, vollkommen pleite und überfordert mit der eigenen Libido. Seit ich weiß, dass die weltbeste Hauptdarstellerin, nämlich die 26-jährige Lena Dunham, auch noch verantwortlich für’s Drehbuch und die Regie ist, bin ich komplett aus dem Häuschen. Wenn man es auf die Spitze treibt, dann ist GIRLS der intelligente Gegenentwurf zu hirnzerkleinernden Daily Soaps. weiterlesen

Doku-Tipp: “Mods & Rockers” bei Arte

– 14.05.2012 um 14.33 – Film Kultur

Mods Rocker Arte 800x741 Doku Tipp: Mods & Rockers bei Arte

Ein derzeit äußerst häufig verwendeter Satz bezüglich des kunterbunten Modetreibens: Niemals zuvor arbeiteten Designer so eklektisch wie heute. Kein Wunder, schließlich können wir im Jahr 2012 auf eine ganze Bandbreite inspirierender Modejahrzehnte zurück blicken – Inspiration kommt eben nicht von ungefähr. Und auch wir stoßen immer und wieder auf Kollektionen, die nostalgisch in der Vergangenheit schwimmen. Prada zum Beispiel zelebriert in diesem Sommer die 50er Jahre, Marylin Monroes Stil aus The Seven Year Itch, die Pin Up Girls und David Lynchs Heroines. Lala Berlin hingegen liebäugelt mit den 60ern und übersetzt den ewigen Kampf zwischen Mods und Rockern in Stoffträume, denen auch wir verfallen sind.

An dieser Stelle hatten wir schon ein klein wenig ausführlicher über die Modernists und Lala Berlins Inspiration, den “The Who” Film “Quadrophenia” berichtet. Arte setzt aber noch einen oben drauf und füllt mit der Dokumentation “Mods & Rockers” auch die letzte Wissenslücke.  weiterlesen

Wochenrückblick

– 11.03.2012 um 11.36 – Allgemein Wochenrückblick

wochenrückblcik Wochenrückblick

Von Jessica Oemisch.

Letzten Donnerstag, am Weltfrauentag, hatte ich eine wunderbare Begegnung. Auf der Zugfahrt von Berlin nach Hamburg, stieg in Berlin Spandau ein älteres Päärchen zu. Sie trug ihr schulterlanges, voll ergrautes Haar offen und wirkte mit ihren fragilen 1,60 m wie eine gealterte Elfe. Die alte Dame reichte ihm bis zur Brust. Er trug einen schwarzen Hut im Charly-Chaplin-Style und einen marinefarbenen Anzug.

Kaum hatten die beiden ihre Sitzplätze gefunden, half er ihr aus ihrem viel zu langen Wintermantel. Als der Zug langsam anrollte, zauberte er aus seiner Reisetasche zwei Piccolos und eine rote Rose. „Du bist doch verrückt!“, sagte sie mit flattriger Stimme zu ihm, während seine trüben Augen glänzten. „Zum Frauentag!“ Er öffnete die Fläschchen und beide genossen morgens, kurz nach neun, das leichtprozentige Prickeln.

Während der Zugfahrt fiel es mir richtig schwer meine Augen von dem alten Pärchen zu lassen. Wahnsinnig liebevoll gingen die Beiden miteinander um, ein Lächeln da, ein Tätscheln dort. Wie viele Jahre die Zwei wohl schon zusammen verbringen?

Als die Durchsage „In wenigen Minuten erreichen wir Hamburg Hauptbahnhof“ ertönt, hilft er ihr den Mantel und sie versucht nervös die Rose zu verstauen. „Das war eine dumme Idee. Ich weiß doch jetzt gar nicht wohin damit.“ „Nein“, sagt er und küsst sie auf die Stirn. weiterlesen

Wochenrückblick

– 04.03.2012 um 18.17 – Allgemein Wochenrückblick

wochenrückblick Wochenrückblick

Unser Goldstück Jessie, die hübsche Dame, die uns während ihres Praktikums bei uns eifrig unter die Arme greift, hat für euch die vergangene Woche zusammengefasst:

Die Meisten mögen laue Sommernächte. Ich hingegen mag die milden im Winter. Warm genug, um den Wintermantel lässig offen zu tragen und ausreichend kalt, um beim Atmen den eigenen tanzenden Hauch, der in die Luft aufsteigt, zu beobachten. Du kannst die letzten kalten Nächte richtig genießen, weil sich alles in dir auf den Frühling freut.

Gestern war eine dieser Nächte. Dann gibt es nichts Schöneres, als auf die Bahn zu verzichten und zu Fuß zu gehen. Denn immer dann erwacht der „Großstadtcolumbus“ in mir. Auf dem gefühlte „1000 Mal gegangen Weg“ von der Lieblingskneipe zu mir nach Hause entdecke ich in diesen späten Abendstunden immer wieder was Neues. In dem verglasten Altenheim, an dem ich sonst Tag für Tag vorbei fahre, steht ein neues, olivfarbenes Samtsofa. Der freundlich lächelnde Mann aus dem kleinen Zeitungskiosk verkauft jetzt zusätzlich noch Blumen und das backsteinfarbene Haus gegenüber von der U-Bahn ziert ein neuer Graffiti-Schriftzug.In diesen Nächten bin ich aufmerksamer für das, was um mich herum passiert. Ich atme meine Umgebung regelrecht ein und ein unbeschreibliches „Wohlfühlgefühl“ macht sich in meinem  Bauch breit – das Gefühl von vollkommener Zufriedenheit. Zufrieden sind wir auch mit der letzten Woche, denn was an den Tagen vor dieser Nacht in der Jane Wayne Welt passiert ist, könnt ihr jetzt hier lesen:

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Doku-Tipp: “Andy Warhol – Godfather of Pop” bei Arte

– 28.02.2012 um 15.50 – Allgemein Film Kunst

Bildschirmfoto 2012 02 28 um 14.59.58 Doku Tipp: Andy Warhol   Godfather of Pop bei Arte

Wahrscheinlich glauben wir alle zu wissen, wer dieser Andy Warhol war, was seine Kunst ausmachte und heute immer noch ausmacht. Aber begreifen wir  heute, 25 Jahre nach seinem Tod, wirklich den gesamten Umfang, all die Auswirkungen seiner Existenz als Künstler? Jeder kennt sein Abbild von Marylin Monroe und all die Suppendosen, seine Bilder ohne Schatten und ohne Raum, die uns ganz auf die Oberfläche zurückwerfen. Jeder sieht in ihm den großen Mitbegründer der  Pop Art, den Seiltänzer zwischen Kunst und Kommerz, aber nur wenige wissen um seinen enormen Einfluss auf die gesamte amerikanische Kultur. Manch einer geht sogar so weit zu behaupten, dass die wirkliche Nachkriegszeit erst mit Warhol, eigentlich Andrew Warhola, begann, nämlich Ende der 50er Jahre – und das, obwohl die Kunstszene von damals ihn mit Kritik überhäufte, seine Werke sogar als Teufelszeug, als Anti-Kunst bezeichnete.

Und ich, ich gehöre zu jenen, die bisher viel zu wenig über diesen Sonderling wussten. Dass seine Familie aus der heutigen Slowakei stammt, haben wir irgendwann einmal in der Schule gelernt, die Uni erklärte uns, dass Warhol nicht nur ein ernsthafter Künstler war, sondern zunächst als Grafikdesigner startete, um später auch als Filmemacher, Musikproduzent und Autor erfolgreich zu werden. Aber da ist noch so viel mehr zu entdecken. Andy war Pop und Pop war Andy. weiterlesen