Schlagwort-Archiv: Film

Film-Tipp | Granny-Fashion: “Advanced Style” – Der Trailer

– 15.02.2012 um 11.57 – Allgemein Film Mode

Es gibt Frage, die nerven, die tun weh und werden immer und immer wieder gestellt. “Wieso um Gottes Willen scherst du dich so sehr um Mode? Weißt du denn nicht, dass es Wichtigeres gibt? Der Planet liegt in Schutt und Asche und beschäftigst dich mit banalen Kleidern, findest du das richtig?” Wisst ihr was? Ja, ja und nochmal ja. Danke, ich lese Tageszeitung, ich weiß, was da draußen passiert. Und gerade deshalb bin ich so dankbar über meinen Beruf – ich darf mich nämlich mit den schönen Dingen der Welt beschäftigen. Und trotzdem weiß ich ganz genau, worauf es im Leben ankommt. Für mich erschließt sich diese ewige Aufwiegelei nicht, der ständige Vergleich zwischen “Relevantem” und “Unrelevantem”. Mit Kunst darf man  sich befassen, das ist klug und so furchtbar elitär. Dass Mode nicht von minderem kulturellem Interesse ist , scheinen ein paar Spezialisten nicht zu begreifen. Sei’s drum – sollte ich irgendwann noch einmal nach der Daseinsberechtigung der modischen Designwelt befragt werden, werde ich als Antwort folgenden Trailer absenden: “Advanced Style“.

Vor einiger Zeit hatten wir euch bereits den dazugehörigen Streetstyle Blog ans Herz gelegt – auf genau jenem dokumentiert ein gewisser Ari Seth Cohen nämlich das stilsichere Treiben der New Yorker Bewohner jenseits der 50. “Omis und Opis très, très chic eben. Im herannahenden Frühjahr soll nun endlich der daraus entstandene Dokumentarfilm erscheinen – im Trailer gibt’s schonmal einen Vorgeschmack. weiterlesen

Der grausigste Film, den ich je bei Arte sah: “Reich und verdorben”

– 16.01.2012 um 14.51 – Allgemein Film

Bildschirmfoto 2012 01 16 um 13.29.26 Der grausigste Film, den ich je bei Arte sah: Reich und verdorben

Gestern war einer dieser Sonntagabende, die halb verschlafen, halb hellwach an einem vorbei rauschen. Denn während der Körper eigentlich ein bisschen müde ist von der Tanzerei durch lange Nächte, will der Kopf noch nicht so recht verstehen, dass das Wochenende schon bald vorüber ist. Kaputter Schlaf-Wach-Rhythmus eben, vom zu späten Ins-Bett-Gehen. Und so kommt es dann, dass man irgendwann auf die Uhr schaut und feststellt, dass nur noch wenige Stunden bis zum Montag bleiben. Die Folge: Man schaut dumme Filme, um endlich richtig müde zu werden.

Fragt mich nicht weshalb, aber ganz mädchenmäßig bin ich gestern an “Reich und verdorben” kleben geblieben – einem italienischen Film, der jedem Zuschauer ganz deutlich vor Augen hält, wie niemand von uns jemals sein möchte. Grauenhafte reiche Gören, die zu wenig Zuneigung von ihren Eltern erfahren und schrecklich gehässig lachen, führen durch das Debüt des 25-jährigen Filmemachers Matteo Rovere. Besonders Elena, 17 Jahre jung, schwer narzisstisch und eine Egomanin sondergleichen, trieb mir mit ihrer außerordentlich bösartigen Intriganz etliche Kotzbröckchen in den Rachen. Gefühlte 20 Mal war ich kurz davor, diese nicht sehr schlaffördernde Scheiße auszuschalten, aber ich tat es nicht. Vielleicht weil der Film, basierend auf Andrea Cottis gleichnamigen Roman, irgendwie doch gut ist – aber eben beinahe nicht zum Aushalten.  weiterlesen

Film-Tipp für verregnete Tage: “Little Miss Sunshine” von Jonathan Dayton & Valerie Faris

– 12.01.2012 um 16.57 – Allgemein Film

little miss sunshine Film Tipp für verregnete Tage: Little Miss Sunshine von Jonathan Dayton & Valerie Faris

Little Miss Sunshine” ist ein Sundance Festival Juwel, der zwar schon im Jahr 2006 über die Leinwände flimmerte, aber trotzdem: Wer diesen zugleich kitschig-tragischen und äußerst amüsanten Indiependant Film noch nicht gesehen hat, der sollte dies bei diesem Mistwetter da draußen ganz schnell nachholen. Worum es geht:

Opa schnupft seit neuestem Heroin, Papa ist ein vollidiotischer, fehlgelenkter Idealist, der nihilistische Bruder hat ein Schweigegelübde abgelegt und hasst sowieso erstmal jeden, Onkel Frank scheint geistig zunächst am klarsten, überlebte aber gerade erst einen Suizidversuch und schlendert chronisch liebeskummrig durch die Welt, Mama versucht die ganze Kiste zusammen zu halten und mittendrin steckt die moppelige Olive, die little Miss Sunshine, die ganz unbedingt Schönheitskönigin werden will. weiterlesen

Angeschaut: Christian Ulmen in “Jonas” – STELL DIR VOR, ES IST SCHULE UND DU MUSST WIEDER HIN!

– 21.11.2011 um 14.58 – Allgemein Film

jonas der Film 513x367  Angeschaut: Christian Ulmen in Jonas   STELL DIR VOR, ES IST SCHULE UND DU MUSST WIEDER HIN!© Delphi Filmverleih

Jonas ist 18, ein bisschen groß gewachsen und bereits zweimal sitzen geblieben. Seine letzte Chance für einen Schulabschluss: eine neue Schule, genauer gesagt: 10. Klasse der  Brandenburger Gesamtschule Paul-Dessau. Leicht dusselig, verplant, manchmal echt daneben, irgendwie doch wahnsinnig sympathisch und voller Ideen versucht sich Jonas in seiner sechs-monatigen Probezeit, in der viel jüngeren Klasse und auf dem Pausenhof mitsamt seiner Noten und seinem Verhalten durchzuschlagen. Dass Jonas sich noch dazu in seine Musiklehrerin verliebt und eine Schulband gründet, macht die schulische Herausforderung nicht unbedingt leichter – schwer wird’s für ihn, soviel darf verraten werden.

Jonas ist kein normaler Film, wie wir ihn anfangs erwartet hätten – der Film “Jonas” ist eine Mockumentary, eine fiktive Doku, die vor allem eines zeigt: den 36-jährigen Christian Ulmen in seiner beliebtesten Rolle. Denn was lieben wir sie, die vielen facettenreichen Persönlichkeiten des Herrn Ulmen, in die er chamäleonartig und mit solch einer Authentizität hineinschlüpft, dabei andere auf die Schippe nimmt und so bei fast jedem Lachtränen rauspressen lässt. Wir erinnern uns an seine beliebteste TV-Serie “Mein neuer Freund” und rufen nun am 5.01.2012 zum Kinobesuch auf weiterlesen

Kurzfilme & Fotografie von der 14-jährigen Amber Ortolano

– 14.11.2011 um 14.22 – Allgemein Film Fotografie

Während die meisten von uns mit zarten 14 Jahren irgendwo auf Dachböden rumlungerten, um ganz heimlich die erste Zigarette des Lebens zu paffen, abwesend im Klassenzimmer an die Decke starrten und hundert Mal den Namen des süßen Jungens aus der Oberstufe auf rosa Papier schrieben oder wild herum pubertierten, gibt es auch jene ganz besonderen Teenager, die sich statt Unfug zu treiben, viel lieber der Kunst widmen. Die in Herz und Kopf vor allem eines mit sich herumtragen: Leidenschaft – zum Beispiel für Film und Fotografie.

So auch Amber Ortolano. Die New Yorkerin stibitzte ihrem gerade aus dem Irak zurückgekehrten Vater irgendwann heimlich eine Kamera, die sie fortan nicht mehr aus den Händen gab – damals war sie elf. Heute, drei Jahre später, finden sich nicht bloß melancholisch-verträumte Aufnahmen in ihrem Portfolio, sondern auch Stop-Motion-Filme und kleine Videos, die genau so gut von einem Erwachsenen stammen könnten. Wir wissen nicht, ob uns das Angst machen sollte, oder ob wir schlichtweg sprachlos sind. Bloß eines ist sicher: Dieses kleine Mädchen ist kein einfaches Mädchen, sondern ein Genie – mit einem ausgezeichneten Musikgeschmack. weiterlesen

Film: Mit ignant & i-ref ein bisschen frische Landluft schnuppern.

– 25.10.2011 um 16.06 – Allgemein Film

I.TV: Südtirol Teil 1 ‘Handwerk’ from iGNANT on Vimeo.

Manchmal glaube ich, dass wir alten oder neuen Stadtmenschen irgendwie sozial verkommen sind. Und generell ein bisschen unromantisch. Wir socialisen tagein, tagaus, machen uns neue Fast-Freunde und noch mehr Gedanken um Nichtigkeiten. Nicht umsonst zieht es so viele uns irgendwann dann, wenn die Sonne ihre ersten Wärmewellen losschickt, raus aufs’s Land, zumindest für ein paar Tage. Um den Kopf frei zu kriegen, um einfach nur zu sein, um die wirklich wichtigen Dinge im Leben wieder wertschätzen zu können. Nun gut, wir wollen unser Hauptstadtdasein nun wirklich nicht überdramatisieren, schließlich gefällt es uns hier bisweilen am besten. Ein kleines Stückchen sollten wir uns aber vielleicht doch von den genügsamen Bewohnern der obigen Idylle irgendwo in Südtirol abschneiden.

Es kommt mir beinahe ein wenig befremdlich vor, Menschen tatsächlich niedlich zu finden, wo doch sonst so viel Missmut herrscht. Aber diese drei Folgen, die ignant.tv gemeinsam mit unserer liebsten i-ref Posse auf die Beine gestellt hat, kehren irgendwie das Gute im Herzen hervor. Ganz zu schweigen von all dem Grün der Wiesen und der Berge, von der Wärme der Portraitierten und ihrer Liebe zu den Dingen, die sie umgeben. Well done, ihr Tollen – So erfrischend unhipsterlich. weiterlesen

Tipp zum Zeitvertreib: “Glamour Daze” – Vintage Fashion TV

– 21.10.2011 um 18.10 – Allgemein Film Mode

Dass wir in einer Welt leben, in der gefühlt jeder Zweite alten Zeiten nachtrauert, thematisiert nicht bloß Woody Allens neuestes Werk “Midnight in Paris“, nein auch diverse Zeitungsartikel machen uns auch im Hier und Jetzt immer wieder auf diesen Zustand der Unzufriedenheit aufmerksam und hinterfragen unsere Generation. Wieso sind Programme wie “Instagram” so beliebt bei uns jungen Menschen und weshalb gibt es gerade nichts schöneres, als in alten Plattensammlungen zu stöbern, auf Vintage-Märkten nach Schmuckstücken Ausschau zu halten und den analogen Film aus der Kamera zu fummeln? Wer weiß das schon. Ich würde Woody Allen allerdings zustimmen, denn ich glaube nicht, dass dieses Phänomen ein Neues ist, nein, ich schätze, es war schon immer so, dass das Früher eine ganz besondere Anziehungskraft auf den Menschen ausübte. Weil die Vergangenheit uns so romantisch erscheint, weil wir niemals wirklich dabei waren und Bilder und Erzählungen verklärt werden von unserer Phantasie.

Es wäre zwar empfehlenswert, sich des öfteren auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren, aber das was war, sollte man eben auch niemals nie ausblenden. Glamour Daze“, ein Onlineportal bei Youtube, entführt uns mit kurzen Filmchen in Zeiten vor unserer Existenz und zeigt, wie niedlich doch der Mensch sein kann. weiterlesen

Trailer: “My Week with Marilyn” mit Michelle Williams

– 14.10.2011 um 12.15 – Allgemein Film

Marilyn Monroe Trailer: My Week with Marilyn mit Michelle WilliamsEs gibt Ikonen und berühmte Persönlichkeiten, die uns durch ihre außergewöhnliche Erscheinung noch lang nach ihrem Tod begleiten – Marilyn Monroe gehört zu eben diesen Niemalstotgesagten und es scheint nichts Spannenderes zu geben, als jeden kleinsten Raum ihres Lebens zu entdecken, publik zu machen und kommerziell auszuschlachten. Und ja, der neueste Streich kündigt sich auch schon wieder an: “My Week with Marilyn” läuft ab dem 4. November in den USA an und schildert die autobiografische Geschichte des jungen Colin Clark (Eddie Redmayne), der eine Woche lang mit der gefeierten Schauspielerin aus ihrem Showbizdasein ausbricht und sich Hals über Kopf in die Diva verliebt.

Gespielt von der wunderbaren Michelle Williams werden wir auf eine Reise mitgenommen, die manch einer vielleicht gar nicht sehen will: Es geht um Depressionen, ums Alleinsein und um die Suche nach Liebe und wirklicher Aufmerksamkeit. “My Week with Marilyn” skizziert dabei nicht das gesamte Wirken dieser weltbekannten Ikone, sondern fokussiert nur ein kurzes Kapitel ihres recht tragischen Lebens. weiterlesen

DVD-Tipp: “Bill Cunningham New York” von Richard Press

– 06.10.2011 um 13.42 – Allgemein Film Fotografie Menschen

Bill Cunningham DVD Tipp: Bill Cunningham New York von Richard Press

Bill Cunningham lebte rund 60 Jahre in der berühmten Carnegie Hall in New York in einem kleinen Zimmer voll von Aktenschränken, die all seine Aufnahmen für die Times beherbergten. Irgendwo dazwischen: Ein Klappbett auf dem manch einer nicht einmal für eine Nacht schliefe. Sein geliebtes Heim jedoch musste er räumen und bekam stattdessen ein luxuriöseres Appartement mit einmaligem Blick auf New Yorks Herzstück – den Central Park. Viele von uns würden dafür sprichwörtlich töten – nicht so “Bill”, dem ist dieser “Luxus” unangenehm und unbehaglich.

Überhaupt ist dieser Mann der genügsamste Mensch, den ich bisher kennengelernt habe und dabei könnte er durchaus in Saus und Braus leben und das New Yorker Celebrity Dasein voll auskosten. Denn wer der New York Times Fotograf überhaupt ist und die beliebten Rubriken wie On the Street” und “Evening Hours” mit Streetstyles versorgt, kann sich praktisch doch alles erlauben, oder nicht? weiterlesen

Bald im Kino: “Extrem laut und unglaublich nah” – der Trailer

– 30.09.2011 um 12.34 – Allgemein Film

Bildschirmfoto 2011 09 30 um 12.04.55 800x396 Bald im Kino: Extrem laut und unglaublich nah   der Trailer

Jonathan Safran Foer ist ein Genie der Worte, ein Grübler und Melancholiker, einer der hervorragendsten Schriftsteller der Jetztzeit. Mit gerade einmal 25 Jahren erschien sein Debütroman “Alles ist erleuchtet” – ein Buch, das mehr ist als ein fader Hype, mehr als ein massenkompatibler Bestseller. Mit seiner Geschichte über den urainischen Übersetzer und “Helden” Alex, der sich auf die Suche nach jener Frau begibt, die seinem Großvater während des zweiten Weltkriegs das Leben gerettet hatte, schrieb er sich an die Spitze der begabtesten Wortkünstler, die nicht nur mir bisher auf den Nachttisch kamen. Foer gilt als Liebling der Kritiker. Spätestens nach seinem zweiten Werk “Extrem laut und unglaublich nah” kam man nicht umher, geradezu nach weiteren Ergüssen des Amerikaners mit jüdischen Wurzeln zu gieren. Und auch “Tiere essen” konnte den Zauber nicht zerstören.

Anfang nächsten Jahres, vorraussichtlich im Januar, wird es nun die zweite Foer-Geschichte auf Leinwand zu bestaunen geben. “Alles ist erleuchtet” mit Elijah Wood in der Hauptrolle kam nah an das Gefühl des dazugehörigen Romans an, diesmal kommen wir ob des Trailers allerdings ins Zweifeln. weiterlesen

Film-Tipp: El Bulli – Cooking in Progress

– 20.09.2011 um 14.17 – Accessoire Allgemein Film Menschen

El Bulli  Cooking in Progress Film Tipp: El Bulli   Cooking in Progress

Als absoluter Liebhaber von Reportagen und Dokus und zugleich kleine Raupe Nimmersatt kann ich euch den Film “El Bulli – Cooking in Progress” nicht länger vorenthalten. Mehr als ein Jahr lang begleitete der Münchner Regisseur Gereon Wetzel den sicherlich verrücktesten, vielleicht innovativsten, devinitiv “besten Koch der Welt”, den 3-Sterne Meister Ferran Adrià, der mit seiner Molekularküche sechs Monate im Jahr seine Gäste glücklich bekocht. Wobei, von bekochen kann an dieser Stelle eigentlich nicht die Rede sein, denn seine Rezepturen gleichen Zaubereien, Kunstwerken und können in 25 bis 33 Gänge Menüs wahrlich magische Momenter hervorzaubern und Wohlvertrautes auflösen.

Schiebt Kochtöpfe und Pfannen beseite und taucht ein in die Welt des flüssigen Stickstoffs und der Vakuumzubereitung – denn das Avantgarderestaurant El Bulli  und die Versuchsküche El Taller empfangen euch im Kino. weiterlesen

Doku: “Ecstasy Bandits” mit Alexander ‘Sasha’ Shulgin

– 16.09.2011 um 16.57 – Allgemein Film

3959028752 2008d14edc Doku: Ecstasy Bandits mit Alexander ‘Sasha’ Shulgin

Wenke, diese unfassbare Wenke. Da gräbt sie doch wirklich immer wieder Schätzchen aus der Versenkung aus. So auch heute:

Wo früher LSD, Marihuana und Woodstock eine Generation einten, so heißt es, stünde nun irgendwo am Rande der Gesellschaft eine Fusion zwischen MDMA und Rave-Szene in der Ecke, um aus engstirnigen Workaholics endlich ein wenig Lebenslust herauszukitzeln. um ihnen das Gefühl von Zusammenhalt und Wärme zurück ins Gedächtnis zu schleudern. Aber wo hat alles angefangen, wer hat all die heute kursierenden psychdelischen Verbindungen erfunden, wer hat sie gemacht oder entdeckt? Bei über 200 von ihnen lautet die Antwort: Alexander ‘Sasha’ Shulgin. Der amerikanische Pharmakologe und Chemiker hat sich im Laufe seines seit 1925 vortwährenden Lebens besonders auf die Entwicklung von Halluzinogenen aus den Strukturklassen der Phenethylamine und Tryptamine, die wir heute als Designerdrogen kennen, spezialisiert und natürlich auch so gut wie alle am eigenen Leibe getestet. Nun könnte man den Herrn einen Genie nennen. Oder lebensmüde. Oder ihn schlichtweg verfluchen. Aber diese Entscheidung überlassen wir euch ganz allein. Fakt ist: Der Dokumentarfilm “Ecstasy Bandits” ist interessant, lehrreich und sicherlich auch nicht ganz unspannend. (Ich empfehle euch an dieser Stelle diesen Text.) Danke, Wenki. weiterlesen

Filmikonen-Zusammenschnitt: Iconatomy by George Chamoun

– 12.09.2011 um 19.24 – Allgemein Kunst Menschen

Iconatomy Filmikonen Zusammenschnitt: Iconatomy by George Chamoun

Dass es auch Ähnlichkeiten zwischen zwei Personen gibt, obwohl kein verwandtschaftlicher Grad vorliegt, soll vorkommen und dient nicht selten als zweites finanzielles Standbein für Double um Elvis und Co. Was der 26jährige Schmuckdesign Student George Chamoun uns da aber nun aus dem Hut gezaubert hat, ist wirklich einfach beeindruckend:

In seinem Projekt Iconatomy hat er zwei Filmikonen aus verschiedenen Jahrzehnten miteinander verschlungen und so zu einem neuen Portrait zusammengefügt. Und wenn wir seinen Behauptungen trauen dürfen, hat er das Ganze ohne digitale Hilfsmittel hingekriegt. Eine spannende Aufgabe, denn wann findet man schon einmal so ähnlich aussehende Filmstars, die auch noch in selbiger Pose abgelichtet wurden? Für Chamoun jedenfalls kein Problem und die Ergebnisse sind wirklich großartigst geworden, könnte es sich auf oben und unten abgebildeten Collagen doch wirklich nur um bloß eine Person handeln! Habt ihr die eins gewordenen Traumpärchen denn alle erkannt?  weiterlesen

Kino-Doku: “Taste the Waste” – “Wir sollten uns mäßigen”

– 07.09.2011 um 16.01 – Allgemein Film Leben

taste of waste Kino Doku: Taste the Waste   Wir sollten uns mäßigen

“Warum schmeißen wir unser Essen auf den Müll? Allein in Deutschland werden jedes Jahr 15 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Die Halbierung des Lebensmittelmülls würde ebenso viele Klimagase vermieden wie die Stillegung jedes zweiten Autos weltweit.” Der Trailer des DokumentarfilmsTaste the Waste” beginnt mit seinen fettgedruckten Schriftzügen beinahe pathetisch. Ein Moralapostelfilm, denkt sicher manch einer. Aber irgendwie scheinen wir es nicht anders zu begreifen.

Es fängt früh morgens an, wenn wir unseren Kühlschrank öffnen, nach dem Erdbeerjoghurt greifen und das Haltbarkeitsdatum checken, bevor wir den Aluminiumdeckel überhaupt abgezogen haben. Ich kenne viele, viele Menschen, denen eigentlich sehr bewusst ist, welche Katastrophen sich tagtäglich auf der Welt ereignen und das gerade wir eine Mitschuld an vielem, vor allem der Zerstörung unserer Umwelt, tragen. Und trotzdem: Zeigt der Becher das Datum des selbigen Morgens, landen im Schnitt 200 Gramm Milchspeise einfach so im Müll. Der Ekel vor verdorbener Nahrung ist zu groß, als dass man das Risiko eingehen würde, einem verdorbenen Quark ins Auge zu sehen. Dabei müsste doch jedes Kind wissen, dass “Mindesthaltbarkeit” ungleich “Abgelaufen” ist. Und dass die meisten Lebensmittel auch Tage nachher nicht an Qualität verlieren. Die Nahung befindet sich schlitweg nicht mehr in ihrem alten Zustand, was bei Vanillepudding in etwa so viel heißt, wie: Einmal durchrühren, damits wieder cremig ist, fertig, weiterlesen

Fimtipp für Herbsttage: Restless mit Henry Hopper & Mia Wasikowska

– 17.08.2011 um 18.03 – Allgemein Film

restless Fimtipp für Herbsttage: Restless mit Henry Hopper & Mia Wasikowska

Zwei Schicksale verbinden sich zu einer Hoffnung und schlagen dem grausamen, immer näher kommenenden Tod mit aller Stärke und geballten Fäusten ins lachene Gesicht. Bangend und zitternd. Dennoch: zwei sind stärker als einer allein.

Wenn Annabel Cotton, gespielt von Mia Wasikowska, auf den emotional angeschlagenen Henry Hopper in der Rolle des Enoch Brae trifft, dann sind es eben solche Schicksale, die fortan zu zweit kämpfen: Annabel hat Krebs im Endstadium, lässt sich ihre schwere Krankheit durch ihre wahnsinnige Leidenschaft, ihre Stärke und ihre Liebe zur Natur aber nicht auf den ersten Blick anmerken, sondern wirkt anmutend schön, gesund und voller Lebensfreude. Der hübsche Enoch dagegen verkriecht sich nach dem Tod seiner Eltern immer und immer mehr und liebt es, die Zeit mit seinem besten Freund, dem Geist und Kamikaze-Pilot Hiroshi zu verbringen. Er versteht ihn und seine Trauer, er beratschlagt und ist immerzu an seiner Seite.

Aus einem flüchtigen Blick bei einer Beerdigung wird aufrichtige Liebe, gemeinsamer Kampf und größer werdende Hoffnung. Enoch setzt fortan alles daran, Annabels wenige Tage zu den schönsten ihres Lebens werden zu lassen – und wir werden mit auf eine Reise voller kindlicher Träume, Herzblut und Liebe genommen, lassen uns von Schmerz und Leiden treffen, als erfahren wir sie am eigenen Leib und müstsen der Ausweglosigkeit ins Gesicht blicken. Schon der Trailer treibt uns Tränen in die Augen. weiterlesen