Schlagwort-Archiv: Folk

Musik: Album-Pre-Listening – Band of Horses „Mirage Rock“

11.09.2012 um 12.03 – Allgemein Musik

Eigentlich ist’s erst am 14. September so weit, dank Tape.tv kommen wir allerdings schon jetzt in den Genuss des neuesten und damit 4. Studioalbums von „Band of Horses„, dem Folkrock-Kollektiv aus Seattle rund um Ben Bridwell. „Mirage Rock“ ist in meinen Augen zwar kein sonderlich gelungener LP-Titel, dafür erscheint mir der darin verpackte Klang umso besser.

Mit dem Opener-Track „Knock Knock“ bekamen wir vor einiger Zeit schon einen kleinen Appettitmacher geliefert, beim ersten Durchhören der insgesamt elf neuen Werke bestätigt sich die Hoffnung auf gute neue Töne dann tatsächlich. Fernweh und Melancholie, Euphorie und Gegenwind. So klingt das nämlich. Ob “ The Funeral“ Ohrwurm- und Dramatechnisch jemals übertroffen wird, bleibt zwar fraglich, aber das sollte uns nicht weiter kümmern. In erster Linie geht es den Pferdejungens nämlich um Qualität und ein Gesamtwerk, das im besten Fall so gut ist, dass wir es anfassen wollen, statt uns bloß digital daran zu erfreuen. weiterlesen

Nach Island mit Bon Iver “ Holocene“

19.08.2011 um 17.28 – Allgemein Musik

BON IVER „Holocene“ from nabil elderkin on Vimeo.

Vor gar nicht allzu langer Zeit schwelgten wir in einer Welt voll Sehnsucht und Wehmut und Glück. Justin Vernons Stimme katapultierte uns geradewegs in dermaßen gefühlsbetonte Musiklandschaften, dass sich unsere Armhaare beim Anhören des kompletten Albums „Bon Iver“ gegen den Wind stellten.

Nun wurde eines der Stücke, „Holocene“ zur neuesten Single auserkoren und noch dazu aufs großartigste visualisiert. Gedreht wurde das Video von niemand geringerem als Nabil Elderkin, der seineszeichens Spezialist für Naturaufnahmen ist und es mit seinem Werk vermag, uns den Sommer vollends aus den Köpfen zu spülen. Island, du bist so schön. weiterlesen

Wir können heute nicht leben ohne… Edward Sharpe & The Magnetic Zeros

17.08.2011 um 18.10 – Allgemein Musik

Edward Sharpe and the Magnetic Zeros „Home“ from Ryan Gall on Vimeo.

Man schrieb das Jahr 2009, als Alex Ebert und seine Hippie-Freunde das Album Up from Below auf den Markt schmissen, um eine ganze Folkrocker-Generation in die Knie zu zwingen. Psycholdelische Verspultheit wickelte jeden noch so bärtigen Mann um den Finger, jede Frau leckte sich selbige nach all den posivien Funkensprüher-Klängen. Gestern dann spielten Edward Sharpe & The Magnetic Zeros, wie sich das Kollektiv auf der Bühne und im Business nennt, im Festsaal Kreuzberg und wir leiden noch immer unter unserer Nicht-Präsenz. Gut ist aber die Tatsache, dass wir erneut infiziert sind und der gute Edward nun rauf- und runter gespielt wird. weiterlesen

Musik: We Are Trees – I don’t believe in love

07.06.2011 um 15.34 – Allgemein Musik

We Are Trees – I Don’t Believe In Love from Illusive Media on Vimeo.

… die Sarah hat’s ja bereits verraten: ich bin krank, ganz einfach krank. Eine fette Grippe mitten im sommerlichen Frühling. Manno. Mit ein bisschen Glück bin ich aber morgen zurück.

Bis dahin lasse ich euch We Are Trees mit ihrem neuen Track „I don’t believe in love“ da, der jetzt ganz frisch visualisiert wurde. Das Kollektiv aus Viginia Beach mischt Lo-Fi Pop mit Folk und das irgendwie richtig gut. Und? Glaubt ihr denn an die Liebe, hm? weiterlesen

Angehört: Radical Face – Welcome Home

04.02.2011 um 17.38 – Allgemein Musik

Ben Chopper aka Radical Face veröffentlichte bereits im Jahr 2007 sein einmaliges Werk „Ghosts“. Dieses dritte Album des bärtigen Herrn aus den USA ist aber viel mehr als nur eine Aneinanderreihung guter Songs. Es ist eine Sammlung kleiner, wunderbarer Kurzgeschichten und melancholisch-verträumter Texte. „Was wäre, wenn unsere Häuser Erinnerungen hätten und unsere Ideen und unser Wirken sie lange nach unserer Präsenz als Geister heimsuchen würden?“

Inzwischen ist etwas ruhig um den Musiker, Maler und Poeten aus Florida geworden, wenn es denn überhaupt irgendwann mal laut war. So richtig passen würde das ohnehin nicht, denn seine Melodien sind alles andere als ohrenbetäubend. Ein bisschen hört er sich an wie Elliott Smith, beruhigend und auch ein wenig traurig. Folk-Elemente erhellen immer wieder die Stimmung, lassen seine Songs unbeschwert werden, fast schweben und nach Barfußgängen durch warmen Regen klingen. „Welcome Home“ gehört definitiv zu all jenen Liedern, die dem Gehör auch nach dreijährigem Rauf- und Runterhören noch verdammt gut tun. weiterlesen

Angehört: Horse Feathers – „Curs in the Weeds“

01.02.2011 um 16.43 – Allgemein Musik

Alter Falter, ich werd verrückt. Erstens: Bands, die ich mag haben meist ein Tier im Namen, aber das stellte ich bereits fest, obwohl ich mich noch kürzlich über dieses Hipster-Phänomen brüskierte. Zweitens: Es ist wie ein Fluch, aber gefühlte 80% der Musiker, dessen Klänge meine Ohren bezirzen stammen zudem aus Portland. Anscheinend ein wahres Künstler-Nest, diese Stadt im amerikanischen Oregon. Heute mag ich euch die Jungs von „Horse Feathers“ wärmstens ans Herz legen. Was sie da fabrizieren ist überaus beruhigend, ohne auf die Stimmung zu drücken. Ein bisschen wie ein warmes Bad an regnerischen Arschlochtagen.

Listenting to: Johnny Flynn

04.10.2010 um 16.29 – Allgemein Musik

Einigen von euch müsste Johnny Flynn spätestens seit der Mumford & Sons Tour im April im Gedächtnis geblieben sein. Einerseits, weil er zweifelsohne schön ist. Andererseits, weil seine Stimme es verdammt nochmal vermag, dem Bubi-Image der Indiemusiker entgegenzuhalten. Man mag gar nicht glauben, dass dieser in Südafrika geborene Brite erst 1989 das Licht der Welt erblickt haben soll. weiterlesen