Nike Air Max. Beanies. Bomberjacken. Jutebeutel. Wasauchimmer. “Oah, das ist so hipster.” – Wirklich und wahrhaftig: Ich ertrage diese Diskussion nicht mehr. Der Grund dafür ist einfach: Wer um alles in Welt entscheidet denn gerade, was ein Hipster ist? Und wer ein Hipster ist? Und überhaupt? Ich weiß schon grob, was damit gemeint ist, so groß ist der Nagel in meinem Kopf schließlich auch nicht. Damals, Mitte des 20. Jahrhunderts war das Hipstertum eine in den USA verbreitete Subkultur, quasi die amerikanische Antwort auf die Boheme, ausgelebt von der Beat Generation und Bebop-Anhängern, also vornehmlich schwarzen Musikern, sowie Künstler-Gruppen. Aber der “moderne Hipster” von heute ist ein seltsames Gespenst, das heute kaum mehr definierbar ist. Da hilft auch der 100. ZEIT-Artikel nicht. Langsam könnten wir also vielleicht alle mal mit der Scheiße aufhören. Es wird anstrengend. Und inzwischen weiß ich auch wirklich nicht mehr, ob Hipster oder Hipster-Hasser nun die nervigeren Zeitgenossen sind. Weiterlesen »
Zugegeben, Berlin gehört nicht ohne Grund einer derHipster Metropolen weit und breit. In kaum einer anderen deutschen Stadt sonst treffen so viele Modeverrückte zur gleichen Zeit aufeinander, tummeln sich die Nerdbrillen-, Skinny-Jeans- und Apple-Fanatiker auf einem Fleck wie in unserer Hauptstadt. “Was einst als ironischer Ausdruck des eigenen Individualismus begann, ist in vielen Berliner Innenstadtbezirken mittlerweile längst zum Breitensport geworden.” Ein kleiner Hipster steckt wohlmöglich mittlerweile in jedem modeinteressierten Menschen und so gilt es doch, gerade hier in Berlin, mit den Klischees vom Röhrenjeans-Wahn bis hin zum Jutebeutel-Kult ein bisschen ironischer umzugehen und sich augenzwinkernd die ein oder andere Hipster-Attitude einzugestehen.
Am Sonntag soll dem Freak deshalb eine Olympiade gewidmet werden und alle hippen Nerds rund um Berlin sind zum Mitmachen aufgefordert. Das Hipster-Olympiaden-Programm ist zum Kringeln und sollte jeden motivieren, sich dort noch fix anzumelden. Denn wer hätte nicht Lust auf Disziplinen wie Club-Mate-Kisten-Wettrennen, Iphone-Stoßen (Iphones müssen selbst mitbringen) oder Jutebeutel-Sackhüpfen? Weiterlesen »
“I’m here to make a point and prove that hipsters aren’t original, they’re just trying to be like dear old dad.”
Heute ist ein Tag zum Stöbern. In alten Bildern zu Beispiel – ob online oder ganz nostalgisch mit dem alten Familienalbum auf dem Schoß, das bleibt euch überlassen. Für jene, deren reales Buch-Repertoire allerdings keinerlei peinliche Bild-Anekdödchen hergeben mag, gibt es da jedoch diverse Alternativen. Zum einen berichteten wir erst jüngst von der phänomenalen Seite “My Parents Were Awesome“, zum anderen tat sich uns heute eine erneute Offenbarung in Form des Blogs “Dads – The Original Hipsters” auf. Weiterlesen »
Ich entschuldige mich vorab bei all meinen Freunden und Lesern, deren Wayfarer entweder im Etui oder auf dem Kopfhaar schlummert. Ich mag euch immer, auch wenn ihr eine solche Brille spazieren tragt. Aber es tut mir leid. Ich kann den Namen Ray Ban nicht mehr hören, das 1952 ins Leben gerufene typischste Gestell “Wayfarer” nicht mehr sehen und überhaupt, ich könnte kotzen ob der bunt-bebrillten, gelfrisierten, V-Ausschnit-tragenden Hipsterbrigade.
Eine ganze Generation hat das Image eines einzigen Brillenmodells zu Boden geworfen und anschließend noch mals kräftig draufgespuckt. Denn eigentlich ist sie schön, die Wayfarer, ebenso wie ihre Geschichte. 50 Jahre lang galt sie Symbol für Jugendlichkeit, Kunst und Kreativität. John Lennon, Andy Warhol, John F. Kennedy, ja alle mochten sie. So auch ich. Bis ich irgendwann, nach einem Stadtspaziergang, traumatisiert nach Hause kam. Anscheinend hatte sich eine Ray-Ban-Armee gegründet, denn wohin das Auge auch reichte, wer auch immer mir entgegen trat, alle sahen sie gleich aus im Gesicht, alle trugen sie dieses eine Modell – gut, manches war schwarz, manches rot, blau oder grün, aber das machte es nicht besser. Schockzustand. Und Fragezeichen im Kopf. Was war denn bloß passiert?
Es mag an der zweifellos hübschen Optik gelegen haben, dass die Wayfarer so beliebt wurde. An den richtigen Leuten, welche sie im richtigen Moment trugen, aber vor allem am Hype. Was ich daraus gelernt habe: Hype zerstört jeden Zauber, es ist eben wie sooft im Leben. Und so bange ich schon jetzt um die Ray Ban Clubmaster (links im Bild). Ist sie nicht hübsch anzusehen? Fragt sich nur, wie lange noch. Weiterlesen »
Deerhunter, Seabear, Minus The Bear, Wolfmother, und wie sie nicht alle heißen. Der Trend zu Musikern, die sich Tiernamen geben, hat sich spätestens mit Animal Collective in Hipster-Kreisen (wenn man das so sagen darf) etabliert. Plötzlich fällt das “The” vor dem Namen als Kennzeichen für “waschechten Indie” weg, denn der Kommerz hat inzwischen Überhand genommen. Nein, jetzt werden auf Konzerten und Festivals Masken ausgepackt, cool ist, wer Pinguinkostüme oder Eulen-Gesichter trägt. Ich klinge zynisch, dabei muss ich an dieser Stelle die weiße Flagge hissen und mich zu eben jenen musizierenden Hipster-Leitbildern bekennen.
Ebenso gut gefallen mir auch die Fotografien von Jessica Tremp, die ihre Kindheitsträume auf ihren Bildern lebendig werden lässt. Und sie ist sicher nicht die einzige von uns, die davon phantasierte, Fuchs, Wolf und Rehkitz ihre Freunde nennen zu können. Weiterlesen »
“Nach der Irak-Invasion wirken Feinripp-Unterhemden nicht mehr subversiv.”
Passend zur Feierabendlaune gibt es an dieser Stelle einen Lese-Tipp: Wer den Artikel “Was war der Hipster?” von Mark Greif noch nicht auf Papier gedruckt im Feuilleton der Süddeutschen vom letzten Freitag in den Händen hielt, kann das Konsumieren von selbigem jetzt online nachholen – ein amüsanter und zugleich mit viel Wissen gespickter Text über den Untergang der Hipster-Subkultur von damals und die Geburt des weißen primitiven Hipsters von heute.
Aus alt wird neu, aus neu wird alt. Wir adaptieren, interpretieren, ahmen nach. Reale Welt versus Fluchtmöglichkeit. Exzess, die Suche nach dem Ich, das Bedürfnis, dazu zu gehören. Rollenspiel versus Selbstfindung. Der ewige Konflikt: Wo hören Subkulturen auf, wo fängt das Hipstertum an?
This is Jane Wayne ist ein Herzprojekt. Ein Projekt aus Berlin für die Janes allerorts, das News, Features, Blogs, Interviews und Streetstyles zu einer umfangreichen Präsenz vereint. This is Jane Wayne sind Nike & Sarah. Zwei Autorinnen, die sinnieren und informieren über Mode, Musik und Menschen, Kunst und Kultur und im Eigenversuch Getestetes. Mehr
fashionpuppe.com wurde von Anna Frost 2007 ins Leben gerufen und richtet sich an Mode-Süchtige, Beauty-Lover und Schuh-Fanatiker, die nicht das Gewöhnliche suchen. Mit Ecken und Kanten aber immer mit einer gewissen Portion Charme und einem Augenzwinkern. Mehr
Shopping-Guides, Jungdesigner-Portraits, Outfits und Event-Berichte - wenn Katharina Charpian nicht gerade die Seiten von bekannten Modemagazinen wie COUCH, BLONDE oder Material Girl füllt, postet die 26-jährige Modejournalistin auf ihrem Blog I♥PONYS Magazine fast täglich aus ihrem persönlichen, oft skandinavischen, Modekosmos. Mehr
TEA&TWIGS ist das virtuelle Zuhause von Isabella und Jasmin und beherbergt unter anderem die Dokumentation des persönlichen Stils der Damen, Beauty-Videos und einfache DIY Ideen: von den pinken Haarspitzen bis zur selbstgemachten Marmelade. Mehr