Schlagwort-Archiv: H&M

Outfits // Saisonwechsel:
4 x Von Sommer bis Herbst

21.08.2017 um 11.25 – Outfit

Ich weiß noch genau wie die Stadt duftete, als ich vor knapp sieben Jahren nach Berlin kam. Es war Ende September, die Luft schmeckte frisch. Eine Portion Unbehagen mischte sich mit Vorfreude, der Sommer war vorbei, der Herbst kam und so schlug ich auch persönlich ein neues Kapitel auf. Nicht, dass ich alles zurückließ, aber ein bisschen eben schon. Meine Familie und meine liebsten Freunde blieben daheim und ich schmiss mich mit Nike Jane in ein Abenteuer, von dem ich nicht wusste, wohin es gehen könnte.

Ich kann dieses Gefühl noch heute abrufen, selbst so viele Jahre später. Immer dann, wenn der Sommer sich verabschiedet und sich der Jahrestag meines Umzugs nähert. Heute weiß ich, dass Berlin eine meiner besten Entscheidungen war, dass an dieser Stadt so viel mehr hängt, als nur ein Wohnortwechsel: Eine kleine, eigene Familie, eine Freundin, die zur Schwester wurde und eigenes Business, das mir viel mehr ermöglicht hat, als ich mir jemals hätte vorstellen können. Glückskinder sind wir, das kann man bloß immer wieder betonen.  weiterlesen

Es ist offiziell: H&M x Erdem // Wird das die schönste Designerkooperation aller Zeiten?

13.07.2017 um 18.30 – Kooperation Mode

Es ist offiziell: Die nächste exklusive Designerkollektion von H&M entsteht in Zusammenarbeit mit dem Londoner Luxuslabel ERDEM. Und jetzt durchatmen. Mir bleibt an dieser Stelle tatsächlich kaum anderes übrig, als eine einzige ernstgemeinte Lobhudelei, denn höchstwahrscheinlich ist jene stoffgewordene Zusammenkunft, die uns im November diesen Jahres ereilen wird, das Schönste, was dem Schweden je passiert ist. Erdem Moralioğlu ist zweifelsohne einer der romantischsten Modeschöpfer des Planeten, er ist hoch talentiert, ein Träumer und Tausendsassa, dessen Kleider für gewöhnlich Stars wie Emma Stone, Ruth Negga oder Keira Knightley über den roten Teppich tragen, ganz zu schweigen von der magnetischen Wirkung einer Veronika Heilbrunner, die in Moralioğlus Kreationen regelmäßig eine ganze Streetstyle-Fotografen-Schar anzieht. Bekannt für üppige Drucke und Designs, die nicht selten von prunkvollen Reminiszenzen der Renaissance geprägt sind, für Stoffe, die floralen Ölgemälden gleichen und für immer wiederkehrende kleine Elemente, wie etwa Spitze und Rüschen, wird der Sohn eines türkischen Vaters und einer englischen Mutter vermutlich die erste Designerkollaboration H&Ms entwerfen, die rundum von gutem Stil geprägt sein könnte. Wobei: Der Grad zwischen Eleganz und Kitsch ist ein schmaler – bleibt also sehr wohl ein Stück weit zu bangen und hoffen, dass die Dessins dieses noch jungen aber großen Meisters nicht der schlecht produzierten Polyester-Falle auf den Leim gehen werden.

ERDEM x H&M wird nämlich eine komplette Ausstattung seiner berühmten femininen Damenmode, eine Auswahl an Accessoires und, zum ersten Mal überhaupt, auch eine Herrenkollektion umfassen. Viel mehr wird noch nicht verraten. Außer: weiterlesen

Erste Eindrücke //
„Arket“ veröffentlicht erste „Sneak Peak“

06.06.2017 um 16.25 – Mode Shopping

Wir hatten es euch selbstverständlich längst verraten, aber jetzt wird’s noch einmal konkreter: ARKET, das Geheimnis um das neue Store Konzept aus dem Hause H&M wird in diesem Spätsommer gelüftet. Nach MONKI, Weekday, COS, Cheap Monday und & other Stories wartet also Shop Nummer 6 auf uns. Was aber versteckt sich hinter ARKET?

Ein Ticken teurer als H&M wird es wohl werden und durch externe Brands ergänzt. Außerdem wartet ein kleines Café mit nordischer Küche auf uns und somit schlägt ARKET ganz eindeutig in die Kerbe „Concept Store“. ARKET bedeutet auf deutsch so viel wie „weißes Blatt Papier“, ein „modern-day market that will offer essential products for men, women, children and home“, das sich durch simples, zeitloses und vor allem funktionales Konzept auszeichnen. Heute nun lüftet der Konzern die ersten Bilder der kommenden Linie: Minimalistisch, skandinavisch und ganz offensichtlich losgelöst von schnelllebigen Trends: weiterlesen

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Outfit // Fernweh.

04.04.2017 um 9.18 – Outfit Wir

Eine meiner besten Freundinnen schrieb mir vor ein paar Tagen in einem Brief, sie sei noch nie so verloren und gleichzeitig so glücklich gewesen. Und ich weiß ganz genau, was sie meint. Wenn man innerlich sprudelt vor vollkommenem Glück, dann ist die Abenteuerlust oft nicht weit. Vielleicht geht es mir gerade sogar ganz ähnlich. Am liebsten würde ich meine kleine wunderbare Familie an die Hand nehmen und ihr die ganze Welt zeigen, die Ferne erkunden, um immer wieder zurückzukommen, mit tausenden von wilden Geschichten. Zwei Flüge sind für dieses Jahr schon gebucht, aber der Sinn steht mir nach noch weiter entfernten Zielen, vielleicht, weil ich das Reisen in den vergangenen Jahren so sehr vernachlässigt habe und mit jedem Besuch in einem anderen Land stets auch Arbeit verbunden war. Ich will das nicht mehr. Nie wieder Hashtags unter der Sonne, vorerst. Stattdessen Nacktbaden im Meer und Rucksäcke vollgepackt mit Müsliriegeln. Ob wir in diesem Jahr noch zu Freunden nach Kanada, in den Oman oder nach La Réunion schaffen, weiß ich nicht. Aber ich weiß, dass ich mein Erspartes künftig nicht mehr für ein Eigenheim beiseite legen werde, sondern für ein Segelboot. Unser Kind darf uns dann während seines Studiums gern überall auf der Welt besuchen kommen. Jaja, ich weiß. Aber wer überhaupt keine Träume hat, der hat doch irgendwie nichts. weiterlesen

It’s Official: H&M’s neues Shoppingkonzept heißt „Arket“

30.03.2017 um 8.00 – box1 Mode Shopping

Seit rund einem Jahr munkelt die Modebranche über H&Ms gut gehütetes Geheimnis um zwei neue Brands, die demnächst auf den Markt kommen sollen – jetzt ließ Business of Fashion ganz exklusiv die Katze aus dem Sacke: ARKET heißt das neue Konzept von H&M, das sich im Spätsommer 2017 zu den anderen Familienmitgliedern MONKI, Weekday, COS, Cheap Monday und & other Stories gesellen wird:

Es soll ein wenig teurer als H&M sein, durch externe Brands ergänzt werden und uns mit einem eigenen Café und nordischer Küche zum Verweilen bringen. ARKET bedeutet auf deutsch so viel wie „weißes Blatt Papier“, ein „modern-day market that will offer essential products for men, women, children and home“, und soll sich durch ein simples, zeitloses und vor allem funktionales Konzept auszeichnen: weiterlesen

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Outfit // Gegen das Gehenlassen

29.03.2017 um 10.31 – Outfit Wir

raffia bag mangoIn Hollywoodstreifen ist es ja oft so: Da wachen die Damen des Hauses stets in zusammenpassender feinster Unterwäsche auf, das Frühstückseiweiß wird im seidenen Morgenrock verspeist und wenn man genau hinschaut, dann lugt außerdem noch irgendwo ein vornehmes Spitzenhemdchen aus dem Revers heraus. Das ist dann meist der Moment, in dem mir die ein oder andere Feierabend-Pommes vor lauter Lachen aus dem Nasenloch schießt. Abends, mit dem Laptop auf den Knien, sehe ich nämlich aus wie morgens, ich trage stets ein Feinripp-Unterhemd, das ich rechts und links an beiden Beinen des ausgewaschenen Schlüpfers, der bestimmt nicht zum BH passt, wie Flügelchen herausziehe, und einen Frottee-Bademantel, in dem ich schon diverse Vorlesungen verschlief.

Wenn ich es mir recht überlege, spiegelt dieser Anblick sogar am ehesten wider, wie ich mich Ende des Winters auch sonst so hinsichtlich meines modischen Feingefühls gesehen habe. Gar nicht speziell. Nur pragmatisch. Ich begrüße dieses vogelfreie Laissez-Faire sehr, bloß schlug es mir so langsam aufs Gemüt, hin und wieder dachte ich sogar darüber nach, mich einem Selbstversuch zu widmen: Ein Jahr, eine Jeans, zwei Pullis – oder so ähnlich. In letzter Sekunde packte mich der Frühlingseinbruch allerdings am Schlafittchen, sodass der Sinn mir mit einem Mal und ganz unverhofft wieder nach ein bisschen Firlefanz stand. Gegen das Gehenlassen sozusagen. Zumindest obendrüber: weiterlesen

Outfit // Mit Popeye-Gedächtnisbluse,
Mom Jeans & roten Boots

27.02.2017 um 9.05 – box1 Outfit Wir

Eigentlich wollte ich in diesem Februar gar nicht in Berlin sein. Ich wollte es meinem gefilterten Instagram-Stream gleich machen und Reißaus nehmen – mindestens zwei Wochen lang. Aber ihr kennt mich: Ich bin eine Urlaubsorga-Niete mit Sternchen und so saß mal wieder hier im grauen Berlin. Während mein Standard-Spruch bei all meinen Freunden mit Hängerchen derzeit an das trübselige Wetter da draußen erinnert und ich versuche, jedes Wehwehchen damit zu rechtfertigen, geht mir selbst so allmählich die Puste aus – ach, wäre ich doch nur in Guadeloupe. Die krönenden Highlights des Wochenendes: Ein fieberndes Kind an beiden Tagen und eine nicht enden wollende Schlange vor dem The XX Konzert, in der uns zarter Sprühregen noch mal daran erinnerte, dass man im Februar am besten gänzlich zuhause bleibt – oder ein Land mit Sonne auf der Karte wählt.

Na gut, genug Miesepeterstimmung: Immerhin sorgte das Trio am Ende noch für Entschädigung und zappelnde Körperteile. Als Schlechtwetter-Durchhalte-Belohnung gönnte ich mir außerdem ein paar orangerote Wildlederboots und kramte meine Popeye-Gedächtnis Bluse im Vichy-Muster heraus, um dem Grau da draußen zu trotzen und folgenden Spruch wirklich mal wieder wortwörtlich zu nehmen: Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur falsche Kleidung. Ha! weiterlesen

Essentials //
Hola Kurzurlaub!

15.02.2017 um 10.39 – Mode Shopping

Eines kalten Morgens, als ich einen müden Blick der Hoffnung nach draußen warf und erneut mit nichts als nebelverschleierten Betonwänden beglückt wurde, war ich fest entschlossen, diesem deprimierenden Winter schon sehr bald zu entkommen. Wenn auch nur für einen kurzen Augenblick. Weil mein Vorsätze-Konto in den kommenden Tagen aber wie gewohnt weiter in die Miesen schlitterte, buchte ich natürlich keinen Kurzurlaub für Mitte Februar, sondern eine Bahnfahrt nach Frankfurt. Der Arbeit wegen. Ich wurde traurig. Und müder als ohnehin schon. Ein zwei, drei aufmunternde Telefonate später sah ich plötzlich wieder Licht am Ende des Tunnels der Tristesse, denn auch wenn der Spätwinter mich mal am Allerwertesten kann, wird der frühe Sommer umso wilder: Ein Geburtstag auf Mallorca, einer in der Heimat, Polterabende, Hochzeiten! Kein Grund zur Beschwerde also, ich muss mich bloß noch etwas gedulden. Praktisch ist das Warten obendrein, so bleibt mir nämlich ausreichend Zeit, in Tagträumen zu versinken und mir schon jetzt die ein oder andere fiktive Wunschliste zusammenzustellen. Ich sehe mich also quasi schon wie dort oben in einer kleinen Finca sitzen, mit ein paar der besten Menschen der Welt, samt Zebra an den Füßen: weiterlesen

OUTFIT // L’AMOUR FOU

24.11.2016 um 11.02 – Outfit Wir

G.KeroDie belgische Künstlerin Marguerite Bartherotte hatte eigentlich überhaupt nicht vor, in der Modebranche zu landen, bis sie sich nach einem Studium der Kunst glücklicherweise doch noch dazu entschloss, ihre wilden Illustrationen vom Papier zu befreien und ein eigenes Label zu gründen: G. Kero. Faire Produktion inklusive. Seither können wir ihr ganz persönliches Kamasutra, etliche Papageien und sogar Pharrell-Aquarelle nicht nur anschauen, sondern auch anziehen. Herrlich ist das, wenn man mich fragt. Denn an ganz besonders spießigen Outfit-Tagen mausert sich die Nackedei-Bluse gerade zu einer Art stillem Kumpanen meines heimlichen Schalks im Nacken. Das Ausführen kann nämlich durchaus zu Verwirrungen in feinen Gesellschaften führen, und auch an Supermarktkassen, aber macht furchtbar viel Spaß. Es ist schon verwunderlich, dass ein paar schelmische Figuren es vermögen, den Leuten in einer übersexualisierten Welt wie der unseren tatsächlich noch rote Bäckchen zu bescheren. Aber auch große Freude.

Dazu trage ich einen 2nd-Hand Fund aus Amsterdam und zwar einen unverhofft wertvollen. Ich wunderte mich im Laden sogar noch über den verhältnismäßig frechen 90-Euro-Preis, entschied mich wegen der perfekten Farben aber trotzdem zum Kauf und wurde ein paar Meter weiter beinahe etwas Bleich und Baff vor Freude. Als ich den Blazer nämlich irgendwann aus der Einkaufstüte zog und überwarf, schielte ich plötzlich auf ein gut verstecktes Christian Dior Logo, was mich besonders aufgrund des aktuellen Debüts von Maria Grazia Chiuri als Chefdesignerin zum Jauchzen brachte. Ich sags mal so: Damit ist mein mein Vintage-Glück für die kommenden zehn Jahre wohl aufgebraucht: weiterlesen

Feminismus und Konsum //
Kann Konsum feministisch sein?

31.10.2016 um 11.53 – box1 Feminismus

feminismus und konsumKann Konsum feministisch sein? Marken wie H&M und Monki wollen uns das glauben machen.

Jahrzehntelang war Feminismus eine soziale Bewegung, ein Kampf für Gleichberechtigung. Feminist*innen galten wahlweise als behaarte Emanzen, lila Latzhosenträger*innen oder frustrierte Furien, die dringend mal flachgelegt werden müssen (weil, wie wir wissen, Sex für alles die Lösung ist). Doch jetzt ist alles anders: Die Zeiten, in denen Feminismus in etwa so attraktiv erschien wie neongrüne Crocks sind vorbei! Feminismus ist offiziell angesagt. Statt soziale Bewegung ist er nun zu einer irgendwie diffusen „Empowerment“-Haltung geworden – und die lässt sich wunderbar für Marketing-Zwecke nutzen. weiterlesen

DESIGNERKOLLABORATION //
KENZO x H&M 🎨

10.10.2016 um 11.21 – Mode

kenzoxHM

Wir ließen schon wieder genervt den Kopf hängen, als H&M den neuesten Kollaborationspartner bekannt gab, rollten mit den Augen und verbuchten die kommende Designerzusammarbeit unter „uninteressant“. Dabei hätten wir uns eigentlich denken können, dass wir mit dieser anfänglichen Arroganz voll daneben liegen sollten, schließlich hat das Erfolgsduo Carol Lim und Huberto Leon diesmal seine Finger mit im Spiel – und genau die schafften es schon einmal, Kenzo aus der Versenkung zurück in den Modekosmos zu schießen. 1970 kam Tenzo Takada als erster asiatische Designer nach Paris, 2011 übernahmen die Opening Ceremony Designer den Laden und polierten ihn ordentlich auf.

Und 2016 geht’s weiter, denn der Beweis für eine ziemlich großartige Kollaboration liegt druckfrisch auf unserem Schreibtisch: KENZO x H&M aka die volle Ladung Maximalismus für den Herbst. Blumenbouquets, Gitterprints, folklore Muster und Zebra-Streifen treffen auf typische Kenzo-Silhouetten um Kimonos, weite Kleider, Palazzo-Hosen und Lagenlooks. Wir verbuchen unsere erste Einschätzung derweil unter „völlig vertan“, rudern zurück und feiern dieses Fest für die Augen mit Standing Ovations. KENZO meldet sich ein zweites Mal zurück – und diesmal wird’s sogar bezahlbarer (furchtbar günstig wird’s nicht, davon ist auszugehen). Was sich Lim und Leon von der Zusammenarbeit erhoffen? „Unser Traumkunde wäre ein neuer Kunde.“ Wir sind gespannt, ob der Plan aufgeht und sind gespannt auf euer Feedback. weiterlesen

H&M Herbst Kampagne – Wann hören wir endlich auf, über Frauenbilder zu reden?

21.09.2016 um 10.45 – box1 Feminismus Gesellschaft Mode

hm autumn campaogn 2016

H&M hat es geschafft, binnen weniger Stunden mehr als 1.000.000 Klicks zu generieren, das gerade erschienene Kampagnenvideo zur Herbstkollektion 2016 scheint demnach ein wahrer Glücksgriff des schwedischen Regisseurs Gustav Johansson geworden zu sein, jedenfalls für die Werbetrommel. Im Netz wird gejubelt, Screenshots des Spots und der dazugehörige Hashtag #Ladylike machen sich auf allen gängigen sozialen Plattformen breit, man dankt dem Moderiesen sogar ganz öffentlich und überaus vielfach. Für das Abstand nehmen vom Propagieren eines immer gleichen Schönheitsideals, für das Zelebrieren der weiblichen Vielfalt und für seinen Mut, es anders zu machen als all die anderen Saftsäcke diverser Megakonzerne, die optisch noch immer fröhlich von einer potentiellen Anorexie zur nächsten stolpern. Auch ich konnte die Füße kaum still halten, als plötzlich das Lion Babe-Remake von „She’s a lady“ samt passendem Lebensgefühl aus dem Lautsprecher dröhnte, während sich die vermeintlichen coolsten Girls des Planeten noch dazu auf meinem Bildschirm tummelten, eine schöner als die andere. Da will man es ihnen alsbald gleichtun, keine Frage. Marketing-Mission geglückt, trotz des berechtigten Vorwurfs des Fame-inismuses, der schon bei Acne Studios auftauchte. Hunger bekomme ich ebenfalls, es gibt da etwa Pommes im Bett, gesunde Körper verschiedenster Coleur und ästhetisches Achselhaar zur Erdbeer-Shake-Tönung. Ich möchte H&M für diese 92 Sekunden küssen, wirklich. Aber nur fast ohne aber. weiterlesen

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Ja, ich bin Teil der „Grazia x H&M New Influencer Award“ Jury.

11.08.2016 um 9.20 – Allgemein

grazia ihm nfluencer awardIch musste heute Morgen tief ein- und wieder ausatmen, einige Male hintereinander sogar, sonst wäre es womöglich bald vorbei gewesen mit meiner Existenz. Vor einigen Wochen stimmte ich nämlich zu, einer Jury beizuwohnen, die schon bald den ersten „New Influencer Award“ gemeinsam mit H&M und der Grazia verleihen sollte. Nicht schlecht, dachte ich schnell, hier geht es nicht um mich, sondern um die Förderung von Nachwuchstalenten, und: Vielleicht wird die Branche durch ein solches Spektakel gestärkt, womöglich bemerkt nun auch die breite Masse, dass solch ein „Beruf“ wahrlich echt ist und Arbeit bedeutet, eventuell findet man dort draußen ja sogar jemanden, der mehr Herzblut und Leidenschaft in sich trägt als viele, die einfach nur mal schnell ein paar über-weißte Instagram-Bilder knipsen oder Tigh Gaps für mehr Follower zeigen. Jemanden, der die Chance bekommt, gesehen und gehört zu werden. Ganz ohne Vitamin B. Jemanden, der für etwas steht, statt einfach nur hübsch auszusehen. Gut könne das werden, nahm ich außerdem an, aber nicht im Geringsten wäre ich auf die Idee gekommen, dass sich ein Regen aus verbalem Hass schon lange vor dem eigentlich Austragungs-Termin über ein Vorhaben wie dieses ergießen könne. Und noch dazu einer, der aus Branchen-internen Gewitterwolken geflogen kommt. weiterlesen

Outfit // Zurück in Berlin.

08.08.2016 um 14.17 – Outfit Wir

hm celine lookalike dress thisisjanewayneKitaferien sind was feines, dachte ich. Da wird man schließlich einfach so zum Urlaub gezwungen, zum Eisenbahnschienen verlegen, Sandburgen bauen und Hasengeschichten lesen. In der Sonne natürlich, irgendwo auf dem Land – so in etwa jedenfalls sah meine romantische Vorstellungen vom gemeinsamen Nichtstun zwischen Traktoren und Johannisbeerfeldern aus. Hätte ich nur nicht den Fehler gemacht, meine eigene Heimat als Kurstädte missbrauchen zu wollen. Mein Korschenbroich-Karma ist nämlich zweifelsohne schon mies seit ich Berlin „Zuhause“ nenne und fragt mich jetzt nicht, weshalb ich diesen Umstand immer wieder gedanklich beiseite schiebe. Setze ich auch nur einen Fuß in dieses Dorf am Niederrhein, fängt es für gewöhnlich an zu regnen. Es wird kalt. Und auch nicht wieder warm. Ich werde krank. Dann wird Lio krank. Und andersherum. Meine Familie hat außerdem meist zu tun, das ganz normale Leben geht nunmal weiter und bleibt nicht stehen, nur weil die Ausreißerin aus der Ferne sich nach langer Zeit mal wieder dazu bequemt, vorbei zu schauen. Logisch. Aber wie gesagt, die Verdrängung. Jedenfalls bin ich seit gestern zurück und ich fühle mich ein bisschen wie Janoschs Bär. „Oh wie schön ist Panama“, haben Lio und ich unter Gewitterwolken gelesen und dabei schnell gemerkt: Es mag ja wunderbar sein dort im Grünen, aber Zuhause ist nunmal wo die Freunde sind und das eigene Bett. Der Lieblingsbäcker. Der Spielplatz mit dem Piratenschiff. Und das Herz. Ich meckere zwar viel über Berlin, aber selten war ich so froh, wieder zurück sein, wirklich wahr.

Wären bloß die Omas und Opas und meine Schwestern nicht so furchtbar weit weg. Und da haben wir schon wieder den Salat, da fängt sie bereits an, besagte Verdrängung und ich weiß schon jetzt, dass ich bald wieder 600 Kilometer gen Südwesten fahre werde, fluchend und schimpfen und liebend, weil das Landei in mir ein Leben lang mit meinem inneren Stadtkind zanken wird. weiterlesen

Budget Buy //
Das Kleid à la Céline von H&M Trend

01.08.2016 um 11.00 – Mode Shopping

celine lookalike budget buy hm thisisjanewayne

Was Phoebe Philo da über die Jahre als Chefdesignerin von Céline erschaffen hat, lässt sich kaum erklären und schwer in Worte fassen. Nennen wir dieses sagenhafte Phänomen rund um ein neues, starkes Frauenbild, um Makel, die Schönheit bedeuten und edle Stoffe vielleicht einfach „modische Hypnose.“ Keine Ahnung nämlich, ob das, was die in Paris geborene Britin anpackt, wirklich ausnahmslos so magisch und schön sein kann, wie es mir und ganz offensichtlich auch dem Rest der Welt vorkommt. Beim Betrachten des obigen Kleides aus der aktuellen Saison schwant mir jedoch einmal mehr, dass dem tatsächlich so ist.

Es grenzt nun zwar an Blasphemie, ein weißes Stück Stoff aus der Schmiede des Fast Fashion Riesen H&M als ebenbürtig zu bezeichnen, aber immerhin lässt sich doch erahnen, bei wem da abgeschaut wurde. Fest steht außerdem: So ein Sommerkleid zu schwarzen Boots und knallrotem Lippenstift ist ohnehin eine Wahnsinns-Idee. Ich schwöre derzeit übrigens auf Lippenfarbe von Topshop: weiterlesen