Schlagwort-Archiv: Interview

Der Urlaubs-Fragebogen // Mit Cloudy,
Chefredakteurin bei Refinery29

10.08.2016 um 20.21 – Travel

cloudy zakrocki interview thisisjanewayneWeil wir es in diesem Jahr womöglich erneut nicht selbst in den Urlaub schaffen werden, haben wir uns jüngst dazu entschieden, kurzerhand einen Urlaubs-Fragebogen an die spannendsten Frauen in unserem Umfeld auszusenden. Um statt des eigenen Frusts lieber andere sprechen zu lassen, über Sand zwischen den Zehen, Surfstunden und Sonnenschein.

Nach Claire Beerman folgt heute: Cloudy Zakrocki, frisch gebackene Chefredakteurin von Refinery 29 Germany, dem deutschen Ableger eines der erfolgreichsten Online Magazine der U.S.A., das wie kein Zweites den Balanceakt zwischen Hirn und heiterer Leichtigkeit beherrscht. Cloudy selbst ist Stilikone, Lachsack, Bücherwurm und noch dazu überaus gute und kluge Freundin der Jane Wayne Familie, die ebenso gut mit Chucks im Schlamm stehen wie auf High Heels Nächte durchtanzen kann – trotz gefühlter 100-Stunden-Arbeitswoche. Ja, das ist zum Neidischwerden, genau wie das ihr in die Wiege gelegte Haar, dessen perfekte Lage inzwischen als „Cloudy Wave“ für Furore sorgt. Ach, wenn das nur alles wäre. Nein, mit dieser jungen Frau, die übrigens gerade ihren 30. Geburtstag gefeiert hat, ist so gut Kirschen essen, dass eine Woche ohne sie wie das fade Wasser ist, das nach dem Hoch für Bauchweh sorgt. Gegen die Vermissung aufgrund akuter Umtriebigkeit hilft manchmal nur noch Instagram-Stalking. Aber genug gejammert, hier kommt das Holiday Q&A mit Raketenclaudia: weiterlesen

Fashion Week Berlin // Vor der Show mit…
Leyla Piedayesh von lala Berlin

27.06.2016 um 10.29 – Berlin box1 Menschen Mode

lala berlin

16 Jahre ist es her, da entstand aus einer Laune heraus Berlins wohl bekanntestes Modelabel: lala Berlin. Leyla Piedayesh war gerade mit ihrem Studium fertig und wollte mehr, bloß in welche Richtung es gehen sollte, das wusste die Designerin mit den persischen Wurzeln am Anfang eigentlich noch gar nicht. Also strickte sie – und fand auf einem Berliner Flohmarkt den Schlüssel zu ihrem kleinen DiY-Projekt: Mit selbstgestrickten Pulswärmern legte sie los, mir Dreieckstüchern und Kufiya-inspirierten Prints machte sie weiter. Heute arbeiten 50 (!) Mitarbeiter*innen für ihre Designs, für die beste Vermarktung und den Schlüssel zum Ziel, den Vertrieb. Mit Köpfchen, Anspruch, Ehrgeiz und der perfekten Symbiose aus traditionellem Handwerk, großartigem Styling und schönsten Präsentationen hat sie das geschafft, wovon die meisten ihrer Kollegen nur träumen können. Nach Berlin steht Kopenhagen an – und ganz frisch jetzt auch Paris.

Bevor die große Fashion Week Tour diese Woche also startet, haben wir uns mit der ziemlich großartigen Leyla noch flott in ihren frisch bezogenen Büroräumen im Wedding zum kleinen Plausch getroffen. Wer allerdings denkt, so kurz vor der Modewoche würde es bei lala Berlin drunter und drüber gehen, der täuscht: Hier herrscht wunderbare Gelassenheit, Teampower sei dank. Wir hatten also ziemlich viel Zeit, um über Leylas Anfänge zu sprechen, über ihre Definition von Erfolg, über Selbstvertrauen und ihre Pläne für ihr persönliches Lebenswerk. weiterlesen

Wir im Interview mit dem neuen Millenial-Magazin für Deutschland: Hello, Refinery 29!

07.06.2016 um 11.00 – box2 Business Magazin

refinery 29 germany

Unsere Herzen platzen heute vor Stolz, oder besser gesagt: Seit gestern schon. Denn gestern, an diesem wunderbar sonnigen Montag, erblickte ein digitales Millenial-Magazin das Licht der Welt, das längst auf der ganzen Welt bekannt ist, uns hier in Deutschland aber überaus feste fehlte. Eines, das in den USA knapp 200 Millionen Leserinnen und Leser pro Monat erreicht, eines, das leichte Kost und Unterhaltung, sorgfältig recherchierte Beiträge, kritische Stimmen, Mode, und sogar ein bisschen Feminismus unter ein und denselben Hut bringt: Refinery 29 Germany, da bist du ja endlich. Und, das steht außer Frage, du wirst auch hier ganz groß werden.

Inhaltlich bestückt wird das „digitale Zuhause für Fashion, Beauty, Lifestyle, News, Entertainment, Body & Soul“ nämlich unter anderem von zwei unserer engsten Weg-Gefährtinnen: Cloudy Zakrocki darf sich fortan Director of Editorial nennen und leitet gemeinsam mit Nora Beckerhaus das deutsche Team, Katja Schweitzberger hingegen ist für sämtliche Modethemen zuständig. Wie die beiden es bis dorthin geschafft haben und welche Visionen sie mit der Refinery 29 Dependance verfolgen, lest ihr demnächst in einer neuen Folge unserer Creator Stories. weiterlesen

Fashion from the outside //
Was mein bester Freund über Gucci denkt.

07.06.2016 um 7.30 – Mode

gucci resort 2017 alessandro michele thisisjanewayne

Inside Fashion ist eine überaus beliebte Kategorie sämtlicher Online-Magazine. Eine, die uns immer wieder Einblicke in das ermöglicht, was innerhalb der Modebranche passiert und gedacht wird. Manchmal frage ich mich aber: Wie denkt denn nun der ganze Rest über all das? Über so viel Firlefanz wie bei Gucci zum Beispiel. Das Label bietet schließlich schon unter überaus Mode-affinen Zeitgenossen reichlich Stoff für Diskussionen, für Schwärmereien auf der einen und Augenrollen auf der anderen Seite. Ich starrte gerade mit einem Kaffee in der Hand und womöglich leicht sabbernd, aber auf jeden Fall gedankenverloren auf meinem Bildschirm, der mir die Resort Kollektion 2017 besagten italienischen Labels als Slide-Show anzeigte, da klingelte plötzlich das Telefon. Mein 600 Kilometer weit entfernter bester Freund war an der Strippe. Yannick, 29, Psychologie-Student in den letzten Zügen und außerdem der unerschrockenste, feinfühligste und zugleich kernigste Pfleger, den die Psychiatrie je gesehen hat. „Was machst du so?“ flötet es durch den Hörer. „Bilder gucken“, antworte ich. Und: Willste sehen?“ – „Klar“.

Ich bin, ehrlich gesagt, davon ausgegangen, wenige Sekunde nach der abgeschlossenen Übertragung des Links zur Kollektion nichts weiter als schallendes Gelächter am anderen Ende der Leitung zu vernehmen, inklusive nicht weniger verbaler Polemik. Ich hätte es sogar nachvollziehen können. Aber nichts dergleichen geschah. Ziemlich engstirnig gedacht von mir also. Aus einem anschließend via Skype getipptem Hin und Her ward somit eine neue Kategorie geboren: Fashion from the Outside: weiterlesen

Interview // Aurora – „Können wir den Körper des anderen nicht in Ruhe lassen?“

10.02.2016 um 15.49 – box2 Feminismus Musik

interview aurora

Zugegeben, im Zusammenhang mit der Künstlerin Auroa dudelte mir bisher nur ein Lied im Kopf herum, welches nicht nur Freunden von Mobilfunkanbieterwerbung ein Begriff sein dürfte: „Running with the Wolves“ war dabei aber nur die Anlaufbahn für das, was die grade mal 18-jährige Norwegerin da gerade mit einer Familienpackung Melancholie in ihren Texten und leisen, starken Tönen in die Welt versprüht. Ihr Debutalbum ‚All My Demons Greeting Me As A Friend‚ ist noch nicht einmal richtig draußen, da wird sie schon als das nächste große Ding, the Nordlicht Wonderkind, auf Händen durch Europa getragen.

Ich traf die entspannte Nachwuchskünstlerin auf einen Plausch über Feminismus, Girlpower und der Liebe zu Faltern im Haar. weiterlesen

TAGS:

,

INTERVIEW // „Der Terror ist plötzlich ganz nah“ – Prune Antoine über ihre Freundschaft zu einem angehenden Terroristen

07.01.2016 um 12.46 – box1 Gesellschaft

Prune AntoineGenau ein Jahr ist der Anschlag auf das Satiremagazin Charlie Hebdo her, die Anschläge von November sind nur wenige Wochen alt – der Terror ist plötzlich ganz nah. Prune Antoine, französische Journalistin in Berlin, hat einen angehenden Dschihadisten getroffen, sich mit ihm angefreundet und ein Buch drüber geschrieben.

„Das war eine spontane Idee, ich habe erstmal gar nicht drüber nachgedacht. Ich wusste nur, dass ich ihn irgendwie interessant finde“, sagt Prune. Es ist Anfang Dezember und gegen 16 Uhr schon fast dunkel. Wir sitzen im Café Altes Europa in Berlin Mitte: Welcher Ort wäre besser geeignet für ein Treffen zwischen einer Französin und einer Deutschen? Dieses alte Europa, dem wir angehören, ist gerade in den Krieg gezogen, gegen den selbsternannten Islamischen Staat (IS), auch wenn deutsche Politiker im Gegensatz zu französischen lieber nicht von „Krieg“ sprechen wollen. Prune, 34, ist freie Journalistin und lebt seit 2008 in Berlin. Sie hat einen getroffen, der auch in den Krieg ziehen wollte – für den IS. Darüber hat sie ein kleines, feines Buch geschrieben: La fille et le moudjahidine (Das Mädchen und der Mudschahed*). weiterlesen

TAGS:

Interview-Tipp // Li Edelkoort
„Kleidung statt Mode, denn Mode ist tot“

07.12.2015 um 18.18 – Gesellschaft Mode

fashion is dead„Mode wie wir sie kennen ist tot“, behauptet Trendforscherinnen-Urgestein Li Edelkoort. Mit ihrem „Anti-Fashion-Manifesto“ hatte sie Anfang des Jahres für Kopfzerbrechen in der Branche gesorgt, die einen nickten eifrig, andere hingegen distanzierten sich halb eingeschnappt, halb auf bessere Zeiten hoffend von den gewagten Thesen der Niederländerin. Wir warfen unsere Meinung zum Thema bereits an dieser Stelle in Diskussions-Topf, schüttelten hin und wieder den Kopf, verstanden dennoch das Dilemma und blieben am Ende trotzdem optimistisch. Nun stolperten wir allerdings über ein taufrisches Interview, das Edelkoort jüngst einem Schweizer Frauen-Magazin gab – das Fazit: Wir verstehen jetzt ein bisschen besser, worum es dem 1950 geborenen Mutterorakel in ihrem Manifest wirklich geht. „Alles davon ist Provokation. Weil ich will, dass wir uns ändern. Ich glaube, wir haben noch eine Chance auf Genesung“, verrät sie da etwa. Und sie hat Recht. Aus lauter Angst vor dem Ungewissen, vor dem Scheitern und der Wirtschaft, hat die Modebranche irgendwann ihren Mut verloren. Mit der geradezu perfektionierten „Nummer Sicher“ begibt man sich zwar nicht auf Glatteis, ebenso wenig aber auf unbekanntes, neues, visionäres Terrain. So weit, so verständlich. Ganze schweigen von perversen Marketing-Mechanismen, sich beinahe selbst überschlagenden Zeitplänen und dem Muss einer nachhaltigeren Gesellschaft. Aber was ist mit den Alessandro Micheles dieser Welt? Der neue Chefdesigner hinter Gucci macht vieles anders. Seine letzte Kollektion, die das Unternehmen binnen einer 20-minütigen Show auf links krempelte, wirkte wie eine surreale Zusammenkunft zwischen Großmutter Paschulke und Jimmy Hendrix, im besten aller Sinne. Keines der beiden Elemente ist zwar plötzlich aus unbekannten Himmeln zu uns herab geregnet, zusammen genommen waren sie jedoch noch nie so stark. Und irgendwie auch neu, dynamisch, zukunftsweisend, ansteckend und laut. Dennoch: Reden wir hier von Kleidung, statt von Mode?

So sieht es jedenfalls Edelkoort. Wir würden in Vintage und der Sehnsucht nach besseren Zeiten ersaufen. Mode sei, „wenn ein Designer in einer bestimmten Epoche es schafft, den Zeitgeist in Form und Allüre einzufangen. Er transformiert den Körper und damit unser Wesen: wie wir flirten, gehen, sitzen, unsere Haare machen.“ Vielleicht macht Michele also modische Kleidung. Oder kleidsame Mode? Fragt man die Trendforscherin, sucht man zumindest nach modische Menschen vergebens. Die gebe es längst nicht mehr. weiterlesen

Video // Wardrobe Tales Teil I
Mit eBAY zu Besuch in meinem Kleiderschrank

18.11.2015 um 9.58 – Wir


Vor ein paar Wochen öffnete ich für eBay Fashion die Türen zu meiner Wohnung und, in diesem Fall noch viel wichtiger, zu meinem Kleiderschrank, der eigentlich kein Kleiderschrank, sondern ein Gästebad ist. Daraus entstanden sind zwei kleine Filme, in denen ich nicht nur über Lieblingsstücke und Inspirationsquellen schwadroniere, sondern aus mir bis heute unerfindlichen Gründen außerdem auf sämtliche Strumpfhosen verzichtete – das Wetter war offenbar gar nicht so schlecht wie es aussah. Den unverhofft grandiosen eBay-Fund, um den sich aus gegebenem Anlass immerhin eine Szene des ersten Zweiminüters kreist, ein gestreiftes Céline Kleid, hatte ich euch hier bereits zeigen dürfen, ein weiterer COS-Schnapper folgt kurz darauf. Mein Filterkaffeeheld Frank vom Kreuzberger Filterhouse ist in Teil I der „Wardrobe Tales“ ebenfalls kurz zu sehen, genau wie das paradiesische Sammelsurium all meiner Lakritz-Gelüste, nämlich Kadó, ein Fachgeschäft für schwarzes Glück gleich nebenan auf der Graefestraße.

Mein Experiment, den rheinländischen Dialekt der Seriosität wegen ausnahmsweise mal links liegen zu lassen, führte übrigens zu einem undefinierbaren Akzent anderer Art und einer ungewohnt langsamen Sprechweise meinerseits. Wie auch immer, ein gigantischer Dank für so viel Geduld im Kleiderchaos gebührt an dieser Stelle dem gesamten Kamerarteam von Acne Productions und Naked.  weiterlesen

GIRLCRUSH-INTERVIEW //
Bloggerin und Autorin Anouk Jans:
“Sein und Schein ist gerade ein großes Thema“

28.05.2015 um 9.24 – box1 Menschen

anouk jansAls Nike Jane kürzlich wieder den wunderbaren Hashtag #girlcrush unter einen Facebook-Post setzte, war klar: Anouk Jans hat uns erneut ein bisschen sprachlos gemacht, denn die junge Dame, die aus unerfindlichen Gründen stets von einer französischen Aura umgeben ist (obwohl sie unter anderem in Spanien aufwuchs) wird demnächst ihr erstes und bestimmt nicht letztes Buch veröffentlichen. Noch dazu ist Anouk sauschlau, das wissen wir spätestens, seit wir sie zum ersten Mal vor uns sitzen hatten. Bloggerin ist sie außerdem, laut Presse war sie einst sogar die jüngste Deutschlands. Tavi Gevinson als Vorbild, wollte sie schon mit 13 Jahren die Welt entdecken und das Erlebte mit Lesern teilen – der Anfang von Anouk – on the brink, „Anouk – immer auf dem Sprung“.

Ein klares Ziel hatte sie nicht vor Augen, nur das Bedürfnis zu schreiben und alles raus zu lassen. Ein Mädchen, das kurz nach Beendigung des 9. Lebensjahrs samt ihrer Eltern nach Spanien auswandert, um sich irgendwann dann doch noch von New York inspirieren zu lassen und mit 15 schließlich wieder in Deutschland anzukommen, hat nunmal viel zu erzählen. weiterlesen

INTERVIEW // Mit Femtastics im Gespräch
über Kinder & Karriere

12.05.2015 um 7.15 – Wir Wohnen

femtastics nike van dintherDie Welt braucht mehr Girl-Power, da sind wir uns alle einig. Ein bisschen mehr Zusammenhalt, statt sinnfreies Konkurrenzgehabe und auch ein gesundes Selbstbewusstsein ist tausend Mal gesünder als all diese persönlichen Päckchen, die irgendwo an uns baumeln und mit Komplexen gefüllt sind. Drei, die das sehr ähnlich sehen, sind Katharina Charpian, Lisa van Houtem und Anna Weilberg. Gemeinsam haben die Hamburgerinnen während der vergangenen Monate an ihrem Traum der beruflichen Selbstständigkeit gefeilt – seit gestern ist ihr, sagen wir mal Baby – weil so viel Herzblut drin steckt – online: FEMTASTICS. Wir klatschen heute also drei Mal in die Hände, sind mächtig stolz und schicken ganz viel Liebe rüber in die Hansestadt.

Vor ein paar Wochen baten Katha, Lisa und Anna mich außerdem zum Interview, samt Kaffee und Blumen-Überraschung und ich sage euch, ich hätte ewig weiter schnacken können. Fotografin Janna Tode war während dessen mit dem Knipsen einer kleinen Homestory in meinem Dachgeschoss beschäftigt und es ist mir noch immer ein Rätsel, wie sie es geschafft hat, ihre Kamera an meinen Mitbewohnern, den gefürchteten Staubmäusen, vorbei zu jonglieren. Bevor jetzt jemand fragt: Ja, einen kleinen Funken Privatsphäre wahre ich trotzdem noch. Ein paar Kuschelecken, das Kinderzimmer und die Küche bleiben mein Geheimnis. Irgendwo muss es ja chaotisch zugehen, sonst wird man noch plemplem: weiterlesen

Interview //
Corin Tucker über Feminismus, Lena Dunham & Kindererziehung

28.04.2015 um 10.33 – Feminismus

NoCitiesToLove01Wenn ich erzähle, dass ich Feministin bin, kommt das nicht immer nur gut an. Viele denken bei dem Begriff Feminismus leider immer noch an Hass gegen Männer. Mein Feminismus hat damit nichts zu tun. Ich kämpfe gegen Slut- und Body Shaming, für Gleichberechtigung auf allen Ebenen, für die sexuelle Selbstbestimmung der Frau – um nur einige Themen zu nennen. Und natürlich bin ich dabei manchmal auch wütend. Der passende Soundtrack dazu kommt immer wieder von Sleater Kinney, eine der vielleicht wichtigsten Riot Grrrl-Bands der Neunziger. Es war mit darum eine Ehre, Corin Tucker, Sängerin und Gitarristin des Trios, für ein Interview treffen zu dürfen.

Ein Gespräch über Privilegien, Empörung, Lösungsansätze und, natürlich, Feminismus. Und über den neuen Cinderella-Film. weiterlesen

Creator Stories // Mit Life-Coach Lea Vogel
„Kennst Du das Gefühl, dass der Schuh nicht so recht passen will‘?“

22.04.2015 um 11.33 – box3 Business

2015_04_Lea_Vogel_Coach_Berlin_Anna_Wasilewski_Fotografie_007

Ich gebe zu, das Wort „Coaching“ war für mich bisher eher ein Fremd-, vielleicht sogar ein Unwort. So richtig konnte und wollte ich für diesen ominösen Begriff in meinem Wortschatz keinen Platz finden.

Was ich mir unter Coaching vorgestellt habe, ähnelte eher einem Marathon von Gesprächsterminen, Gruppendiskussion mit unzähligen Vorstellungsrunden à la „Hallo ich bin Ann-Kathrin und mein Problem ist…“. Solche Art von Gesprächen, sogenannte tiefenpsychologische Stretchings, deprimieren mich mehr als mir zu helfen. Dachte ich. Es fiel mir jedenfalls schwer, in ihnen eine Art Motivation dafür zu finden, mein Leben anders zu leben. Gebrauchen könnte ich ein solches Coaching allerdings zweifelsohne. Fragen wie „Wer bin eigentlich?“, „Wo gehöre ich hin?“ und „warum kann ich eigentlich nicht ausnahmslos so richtig, richtig glücklich sein kann, wo doch alles eigentlich gut ist?“ treiben mich nicht selten in den Wahnsinn. Aber zum Glück gibt’s ja Lea. weiterlesen

Kaffee, Kuchen und Katzen – Interview mit Katzencafé Besitzerin Lenny Popelier

DSCF6450Wer uns kennt, oder Kay und mir auf Instagram folgt, weiss, dass wir Katzenmenschen sind (wir mögen aber auch Hunde!): der rote Kater Noboru Watya und die kleine Makerel sind unsere Mitbewohner. Nicht jeder, der auch gerne einen haarigen Mitbewohner haben würde hat die Möglichkeit dazu: sei es Platzmangel, Zeitmangel, Bindungsangst, oder ein menschlicher Mitbewohner mit Katzenhaarallergie. In Asien gibt es schon länger Katzencafés: Cafés in denen man Kaffee und Kuchen bestellen und gleichzeitig Katzen beschmusen kann. In London liefen wir erst noch an einem vorbei, um dann in Tokyo eine halbe Stunde in einem Katzencafé voller Rassekatzen zu verbringen. Jetzt bringt uns Lenny Popelier ein Katzencafé nach Amsterdam! Kattencafé Kopjes feiert heute seine große Eröffnung. Gestern Abend durften wir Lenny netterweise noch ein paar Fragen stellen. weiterlesen

GIRLCRUSH-INTERVIEW //
Musikerin Balbina „über das Grübeln“

12.03.2015 um 9.45 – box2 Menschen Musik

balbina girlcrush

Hallo Balbina, hallo Wunder, hallo Welt! Heute haben wir es (mal wieder) mit einem ganz besonderen Girlcrush zu tun. Oft begegnen uns Dinge im Leben, die wir durchaus seltsam finden. Warum? Weil sie eben nicht dem entsprechenden, was wir täglich sehen, fühlen und hören. Genau so etwas brauchen wir im Alltagsgrau und genau dafür brauchen womöglich auch Balbina.

Balbina schafft, was ich sonst sooft vermisse – sie ist mein neues Hörbuch, meine neue Version der Drei ???, sie ist irgendwie anders, zeitgemäß und so wundervoll, dass ich mich beim Reinhören in das neue Album „Balbina über das Grübeln“ dabei ertappt habe, dass ich immer noch wie festgenagelt in meinem Auto sitze, die Einkäufe auf dem Beifahrersitz selig wartend. Und eigentlich wollte ich auch gar nicht mehr aufstehen. Sondern einfach nur noch zuhören. Ganz bedingungslos. Ganz wunderbar. weiterlesen

Feministische Pornos – gibt’s das?
Ein Gespräch mit Regisseurin Erika Lust

05.02.2015 um 9.07 – Feminismus

erika lustIch mochte Pornos lange Zeit gar nicht. Als Teenie führte mich meine Neugier als erstes, klar, zu YouPorn, so ehrlich bi ich jetzt einfach mal. Die Filme, die ich dort fand, enttäuschten mich allerdings über alle Maßen: Ein bisschen Rumrubbeln, ein paar Stellungswechsel, kurz Rein-Raus und am Ende folgt das klebrige Frauengesicht, immer die gleiche Leier. Nicht cool. Mein Interesse verpuffte im Nichts.

Als Feministin störte mich ausserdem die dämliche, oft erniedrigende Darstellungen von der Frau als reinem Sexobjekt und Wackelhäschen, das, natürlich, immer und überall bereit ist. Sämtliche Pornos waren für mich fortan gegessen – bis ich die Erotikfilme von Erika Lust entdeckte. Was ich sah, waren Menschen, die Spaß daran haben, miteinander Sex zu haben und dabei auch noch aussehen, wie normale Menschen eben aussehen, wenn sie miteinander schlafen. Erikas Filme gelten als „feministische Pornos“. Weil sie authentisch sind, Geschichten erzählen und nicht, pardon, ausnahmslos mit einem „glorreichen“ Cumshot enden. Ihr mögt euch jetzt vielleicht fragen, wie Feminismus und Porno überhaupt zusammen passen können, ob das überhaupt möglich ist. Geht mir genau so – deshalb habe ich mir Erika geschnappt, um mit ihr über Stereotypen in Pornos und “50 Shades of Grey” zu sprechen, darüber, warum die Pornobranche Feministinnen dringend braucht. weiterlesen