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Buch-Wunsch: Rainald Goetz – „Irre“

11.05.2012 um 14.17 – Allgemein Buch

Von Rainald Goetz hatte ich bisweilen nur „Rave“ gelesen. Es geht um die Nacht, um Drogen, Musik und die ewige Sinnsuche. Klingt platt, ist es aber auf eine verstörende Art und Weise alles andere als das. Weiß der Teufel, weshalb ich mich daraufhin also nicht intensiver mit den literarischen Ergüssen des 1954 geborenen Wahlberliners beschäftigt habe. Schließlich schrieb der eigentlich studierte Mediziner, Theaterwissenschaftler und Geschichtler  sein Werk „Irre“ schon viel, viel früher, nämlich irgendwann in den 80ern.

Erst jetzt, sehr viele Jahre später, wurde ich durch eine ungeplante Ubahnfahrt auf sein offensichtlich grandioses Lektüre „Irre“ aufmerksam. Mir gegenüber saß nämlich eine junge Dame, die eben jenes tiefblaue Taschenbuch in den Händen hielt. Den Urheber konnte ich allerdings beim besten Willen nicht ausfindig machen, ich Blindschleiche. Bloß die fetten Letter auf dem Buchrücken „DON’T CRY – WORK:“ konnte ich entziffern und eben jene waren es auch, die mich in sekundenschnelle vom sofortigen Kauf überzeugten – ohne dass ich überhaupt geahnt hätte, dass es sich hier um den grandiosen Herrn Goetz handelt. Natürlich kann ich euch beim besten Willen nicht sagen, ob dieses Werk es wert ist, gelesen zu werden. Aber ich gehe schwer davon aus. Denn im Groben geht es laut Kurzbeschreibung um folgende Fragen: „Wie, bitteschön, geht das Leben? Muß man wirklich so zerrissen und zerfetzt sein?“ weiterlesen