Recap: Die Jägermeister Wirtshaustour – Glitter, Herzrasen und Kartoffelsalat
Gestern Abend bin ich explodiert. Ich war wie einer dieser glühenden Silvesterlöffel, auf denen heißes Blei ganz sanft hin und her schwappt, bis das kalte Wasser alles Zusammengehörende mit einem Mal auseinander sprengt. In tausend Schweißperlen zerklirrt stand ich regungslos vor der Bühne, zu schwach um nach noch mehr zu schreien. Ich bin im Skrillex-Fiebertraum, das Gehirn ist gelähmt und die Beine kleben am Boden. Nicht fliegen, sondern einbrechen, mit dem Bass zu Grunde gehen. Versinken und vergessen, dass die Nacht noch einen Morgen hat.
Vor dem Sturm war die Ruhe, grüne Wiesen und alles, was dazu gehört. Heinzelmännchen, die dem blauen Himmel mit roten Mützen trotzen und Enten aus Holz, statt Wachhunde. Ein Minigolfwunderland, irgendwo in Hamburg, wo niemand uns vermutet: Die fabulöse Isa, Oh yeah! – Sara, Thangdidang, Joshi, Prinz Thomas, der muskulöse Marcel, ich und die Jägermeister Wirtshaustour. So hat also alles angefangen. Ganz harmlos und harmonisch und irgendwie auch niedlich. Die digitale Jugend und die große weite Welt der kleinen Schrebergärten. Es gibt Schläger und Bälle und Hindernisse und Früchte und Bier und Kräuterlikör in Cola und dann fühlt es sich so an, als würden wir zu Kindern, die vergessen haben, was Sommer ist. Wir kichern und sehen doof aus beim Versagen, schimpfen über verpatzte Schläge und sind am Ende ganz erschöpft. Zeit für den Energiesparmodus, Zeit für Völlerei. Steak, Würstchen, totes Tier – ich bleibe bei Folienkartoffel auf Brot mit Ketchup und Senf. Weiterlesen »





