Schlagwort-Archiv: Just Kids

Dekadente Wünsche am Montag.

19.12.2011 um 13.19 – Allgemein Mode Shopping

Ich könnte jetzt natürlich sagen, dass ich mir nichts aus teuren Geschenken mache. Mach ich auch nicht, wirklich. Jedenfalls nicht, wenn sie von anderen kommen. Ich selbst würde mir ab und an aber doch gern den ein oder anderen überkandidelten Wunsch erfüllen, jedenfalls hätte ich ab und an rein gar nichts gegen einen geheimen Goldesel im Keller einzuwenden. Weil Träume oft zwar Schäume bleiben, aber trotzdem so viel Spaß machen, seht ihr oben ein paar Dinge, die mich glücklich machen würde, die jedoch Geld kosten. Böse Wünsche sozusagen. Unerreichbar obendrein, jedenfalls das meiste davon.

Trotzdem: Wäre ich nicht ich, sondern Tochter von einem Ölprinzen, ich würde angesichts des Stella McCartney Zweiteilers und dieser wuchtigen Jeffrey Campbell Plateaus dahinschmelzen. Ich doofes, doofes Modemädchen. weiterlesen

Buchwunsch: Patti Smith „Just Kids“ – Die Geschichte einer Freundschaft.

23.09.2011 um 14.31 – Allgemein Buch

Heute halte ich endlich mal meinen Schnabel, was Sartre und Jugendbücher betrifft und stelle euch stattdessen ganz fix ein Buch vor, welches ich mir selbst noch nicht zu Gemüte geführt habe. Es ist aber so, dass ich mich, nachdem mir eine Freundin den Link dazu geschickt hatte, fragte, weshalb es verflixt nochmal nicht längst auf meinem Nachttisch liegt. Diesmal handelt es sich also um Patti Smiths biographisches Werk „Just Kids„, das vielmehr ist als ein öffentliches Tagebuch: Nämlich die wunderbare Geschichte einer tiefen Freundschaft, so sagt man.

Patti, die spätere „Godmother of Punk“ und Ikone der Frauenbewegung wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf, brach mit 16 die Schule ab und gab mit 18 ihr erstes Kind zur Adoption frei. Auf ihrem wilden Weg durch New York City, irgendwann im Sommer 1967, lernte sie kurz darauf den jungen Robert Mapplethorpe kennen. Die beiden lebten gemeinsam in den Tag hinein, teilten Gedanken und Ängste und Drogen, fanden sich im anderen wieder, wurden Freunde, hatten nichts außer sich selbst und den gemeinsamen Traum, irgendwann einmal Künstler zu werden. Sie schrieb Gedichte und machte Musik, er fotografierte, und zwar am liebsten Patti. Beide wurden berühmt. Fräulein Smiths erstes Album „Horses“ erschien 75 und ist wohl zumindest rein optisch betrachtet das berühmteste Werk der überzeugten Feministin, schließlich ziert das Cover der Platte eine frühe Aufnahme Mapplethorpes von seiner platonischen Weggefährtin, die sich höchstwahrscheinlich auf Ewig in unser aller Hirne gebrannt hat. Hübsche Momentaufnahmen und Pattis rotzige Stimmgewalt reichten irgendwann nicht mehr aus, und so wurde die legendäre Band Patti Smith Group geboren. Zum Glück, denn sonst hätte die amerikanische wie auch die englische Punk- und New-Wave-Bewegung eventuell ziemlich alt ausgesehen. So viel erstmal zum Hintergrund, der in „Just Kids“ bloß der Nährboden für ein Konstrukt aus Gefühl und Chaos ist. weiterlesen