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Kino: “Oh Boy” mit Tom Schilling auf der Suche nach sich selbst

08.10.2012, 15.44 von

oh boy 800x663 Kino: Oh Boy mit Tom Schilling auf der Suche nach sich selbst

Es ist natürlich ein Ding der Unmöglichkeit, Film-Tipps zu geben, ohne besagten Film überhaupt je selbst angeschaut zu haben. Jedenfalls behauptet man das gern. Heute sehe ich das ein klein wenig anders, denn wenn “Oh Boy” am 1. November im Kino anläuft, will ich dabei sein. Und ihr ja vielleicht auch.

Oh Boy ist das Spielfilmdebut von Jan Ole Gerster, eine Komödie mit tragischem Hintergrund und eventuell auch eines dieser Werke, in denen man sich so gern verliert. Weil man ahnen kann, was da im Kopf des Protagonisten passiert, weil man in manchen Augenblicken Realität und Fiktion verwechselt, weil man sich wiederfindet in der Geschichte und ihren Pointen. Ich meine, wer kennt das nicht, dieses planlose Gefühl, das Alles-In-Frage-Stellen, das Auf-Der-Suche-Nach-Sich-Selbst-Sein? Nur die allerwenigsten von uns begeben sich allerdings so konsequent auf die Suche nach Antworten wie Niko, gespielt von Tom Schilling (in den wir damals in “Crazy” so sehr verknallt waren) . Weiterlesen »


Reminder: “The Rum Diary” by Hunter S. Thompson bald im Kino

25.07.2012, 11.56 von

the rum diary hunter s thompson movie Reminder: The Rum Diary by Hunter S. Thompson bald im Kino

Hunter S. Thompson – seinerzeit einer der wichtigsten Vertreter des New Journalism und Wegbereiter des Gonzo-Journalismus, ein literarischer Held. Irgend eines seiner Bücher, oder zumindest die Buchverfilmung zu Fear and Loathing in Las Vegas, hat wohl jeder von uns zu Hause rumfliegen. Kurzum: Der gute Hunter hat inzwischen Kultstatus erreicht. Wir schätzen ihn nicht zuletzt aufgrund seiner konsequenten Radikalität, dieses immanenten Zynismusses und der abgefahrenen Stories, die er uns zu Lebzeiten auftischte.

Ich wage jetzt einfach mal zu behaupten, dass nicht nur ich endlich wissen möchte, was nun aus der Verfilmung seines Romans The Rum Diary (den er mit gerade einmal 20 Jahren schrieb) geworden ist. Seit viel mehr als einem Jahr ist der Film jetzt schon im Kasten – seither warten wir auf ein offizielles Datum zum Filmstart in Deutschland. Heute erreichte uns dann endlich die erfreuliche Nachricht, dass es schon sehr bald so weit sein wird, nämlich schon am 2. August. Weiterlesen »


Kultur-Tipp Berlin: Low Budget Kinoreihe im HBC | Heute “Frontalwatte”

29.11.2011, 11.46 von

Bildschirmfoto 2011 11 29 um 11.39.071 800x561 Kultur Tipp Berlin: Low Budget Kinoreihe im HBC | Heute Frontalwatte

Kino ist anstrengend geworden. Also dieses große Kino-Ding, in großen Sälen mit großen Filmen. Massenhaft Leute, zu süßes Popkorn, zu hohe Preise. Alles ist laut und schnell und nach eineinhalb Stunden brennen die Augen. Reizüberflutung bis sich einem der Magen umdreht. Nur noch die allerwenigsten von uns tun sich das freiwillig an – Die schönsten Abende beschert uns nämlich nicht das Große, sondern das Kleine. Mini-Kinos eben. Programmkinos, die muckelig nach Apfelkuchen riechen, gemütlich ausschauen und den stressgetränkten Alltag hinter tiefroten Vorhängen verschwinden lassen.

Eine schöne Nachricht also, dass während der kommenden zwei Monate gleich jeder Dienstag eingeplant werden kann: Vom 29. November 2011 bis zum 31. Januar 2012 zeigt das Berliner Campingplatzkino nämlich an jedem zweiten Tag der Woche um 20 Uhr einen Low-Budget-Film. Und zwar für schlappe drei Euronen Eintrittspreis. Veranstaltungsort ist der HBC-Club im Balázs Kino am Alexanderplatz und wem das nicht reicht, dem sei außerdem verraten, dass auch diverse Regisseure und Schauspieler anwesend sein werden. Und mit denen lässt sich bestimmt auch noch nach der Vorstellung prima über das Gesehene herumphilosophieren – falls der eigene Sitznachbar vor lauter Gemütlichkeit dann doch mal ausversehen wegpennt. Weiterlesen »


Angeschaut: Christian Ulmen in “Jonas” – STELL DIR VOR, ES IST SCHULE UND DU MUSST WIEDER HIN!

21.11.2011, 14.58 von

jonas der Film 513x367  Angeschaut: Christian Ulmen in Jonas   STELL DIR VOR, ES IST SCHULE UND DU MUSST WIEDER HIN!© Delphi Filmverleih

Jonas ist 18, ein bisschen groß gewachsen und bereits zweimal sitzen geblieben. Seine letzte Chance für einen Schulabschluss: eine neue Schule, genauer gesagt: 10. Klasse der  Brandenburger Gesamtschule Paul-Dessau. Leicht dusselig, verplant, manchmal echt daneben, irgendwie doch wahnsinnig sympathisch und voller Ideen versucht sich Jonas in seiner sechs-monatigen Probezeit, in der viel jüngeren Klasse und auf dem Pausenhof mitsamt seiner Noten und seinem Verhalten durchzuschlagen. Dass Jonas sich noch dazu in seine Musiklehrerin verliebt und eine Schulband gründet, macht die schulische Herausforderung nicht unbedingt leichter – schwer wird’s für ihn, soviel darf verraten werden.

Jonas ist kein normaler Film, wie wir ihn anfangs erwartet hätten – der Film “Jonas” ist eine Mockumentary, eine fiktive Doku, die vor allem eines zeigt: den 36-jährigen Christian Ulmen in seiner beliebtesten Rolle. Denn was lieben wir sie, die vielen facettenreichen Persönlichkeiten des Herrn Ulmen, in die er chamäleonartig und mit solch einer Authentizität hineinschlüpft, dabei andere auf die Schippe nimmt und so bei fast jedem Lachtränen rauspressen lässt. Wir erinnern uns an seine beliebteste TV-Serie “Mein neuer Freund” und rufen nun am 5.01.2012 zum Kinobesuch auf Weiterlesen »


Film-Tipp: I’m not a fucking princess | nach der Geschichte von Eva Ionesco

07.11.2011, 12.54 von

im not a fucking princess Film Tipp: Im not a fucking princess | nach der Geschichte von Eva Ionesco

Es war die 10-Jährige Thylane Lena-Rose Blondeau, die vor einigen Monaten eine gigantische Mediendebatte auslöste: Man sah ein kleines französisches Mädchen zum Supermodel werden, man sah sie lasziv posend in der Vogue abgelichtet, geschminkt und gekleidet wie eine Erwachsene, wie ein Lustobjekt daliegend. Man philosophierte über den Stellenwert der Kindheit in unserer Gesellschaft, fürchtete die Pädophilie und wähnte den Jugendwahn nun vollends außer Kontrolle. Hinzu kam das LOVE Magazine, welches die drei Jungschauspielerinnen Hailee Steinfeld, Chloë Moretz und Elle Fanning zu ihren Titelgesichtern machte. Zwar bezeichnete man diese Aufnahmen auf höchst ästhetisch und keineswegs obszön, doch fragte man sich, wie sich die viel ältere Zielgruppe der Zeitschrift mit diesen Mädchen bloß identifizieren sollte. Das Phänomen der Kinderstars und Teenagermodels ist allerdings kein neues – für noch mehr viel Wirbel sorgten in den 70ern zum Beispiel The Runaways-Frontfrau Joan Jett und Eva Ionesco, die bis heute das jüngste Model in der Geschichte des Playboy ist – mit elf Jahren posierte sie nackt vor der Kamera.

I’m not a f**king Princess” erzählt ihre Geschichte.

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Trailer: “My Week with Marilyn” mit Michelle Williams

14.10.2011, 12.15 von

Marilyn Monroe Trailer: My Week with Marilyn mit Michelle WilliamsEs gibt Ikonen und berühmte Persönlichkeiten, die uns durch ihre außergewöhnliche Erscheinung noch lang nach ihrem Tod begleiten – Marilyn Monroe gehört zu eben diesen Niemalstotgesagten und es scheint nichts Spannenderes zu geben, als jeden kleinsten Raum ihres Lebens zu entdecken, publik zu machen und kommerziell auszuschlachten. Und ja, der neueste Streich kündigt sich auch schon wieder an: “My Week with Marilyn” läuft ab dem 4. November in den USA an und schildert die autobiografische Geschichte des jungen Colin Clark (Eddie Redmayne), der eine Woche lang mit der gefeierten Schauspielerin aus ihrem Showbizdasein ausbricht und sich Hals über Kopf in die Diva verliebt.

Gespielt von der wunderbaren Michelle Williams werden wir auf eine Reise mitgenommen, die manch einer vielleicht gar nicht sehen will: Es geht um Depressionen, ums Alleinsein und um die Suche nach Liebe und wirklicher Aufmerksamkeit. “My Week with Marilyn” skizziert dabei nicht das gesamte Wirken dieser weltbekannten Ikone, sondern fokussiert nur ein kurzes Kapitel ihres recht tragischen Lebens. Weiterlesen »


Bald im Kino: “Extrem laut und unglaublich nah” – der Trailer

30.09.2011, 12.34 von

Bildschirmfoto 2011 09 30 um 12.04.55 800x396 Bald im Kino: Extrem laut und unglaublich nah   der Trailer

Jonathan Safran Foer ist ein Genie der Worte, ein Grübler und Melancholiker, einer der hervorragendsten Schriftsteller der Jetztzeit. Mit gerade einmal 25 Jahren erschien sein Debütroman “Alles ist erleuchtet” – ein Buch, das mehr ist als ein fader Hype, mehr als ein massenkompatibler Bestseller. Mit seiner Geschichte über den urainischen Übersetzer und “Helden” Alex, der sich auf die Suche nach jener Frau begibt, die seinem Großvater während des zweiten Weltkriegs das Leben gerettet hatte, schrieb er sich an die Spitze der begabtesten Wortkünstler, die nicht nur mir bisher auf den Nachttisch kamen. Foer gilt als Liebling der Kritiker. Spätestens nach seinem zweiten Werk “Extrem laut und unglaublich nah” kam man nicht umher, geradezu nach weiteren Ergüssen des Amerikaners mit jüdischen Wurzeln zu gieren. Und auch “Tiere essen” konnte den Zauber nicht zerstören.

Anfang nächsten Jahres, vorraussichtlich im Januar, wird es nun die zweite Foer-Geschichte auf Leinwand zu bestaunen geben. “Alles ist erleuchtet” mit Elijah Wood in der Hauptrolle kam nah an das Gefühl des dazugehörigen Romans an, diesmal kommen wir ob des Trailers allerdings ins Zweifeln. Weiterlesen »


Film-Tipp: El Bulli – Cooking in Progress

20.09.2011, 14.17 von

El Bulli  Cooking in Progress Film Tipp: El Bulli   Cooking in Progress

Als absoluter Liebhaber von Reportagen und Dokus und zugleich kleine Raupe Nimmersatt kann ich euch den Film “El Bulli – Cooking in Progress” nicht länger vorenthalten. Mehr als ein Jahr lang begleitete der Münchner Regisseur Gereon Wetzel den sicherlich verrücktesten, vielleicht innovativsten, devinitiv “besten Koch der Welt”, den 3-Sterne Meister Ferran Adrià, der mit seiner Molekularküche sechs Monate im Jahr seine Gäste glücklich bekocht. Wobei, von bekochen kann an dieser Stelle eigentlich nicht die Rede sein, denn seine Rezepturen gleichen Zaubereien, Kunstwerken und können in 25 bis 33 Gänge Menüs wahrlich magische Momenter hervorzaubern und Wohlvertrautes auflösen.

Schiebt Kochtöpfe und Pfannen beseite und taucht ein in die Welt des flüssigen Stickstoffs und der Vakuumzubereitung – denn das Avantgarderestaurant El Bulli  und die Versuchsküche El Taller empfangen euch im Kino. Weiterlesen »


Kino-Doku: “Taste the Waste” – “Wir sollten uns mäßigen”

07.09.2011, 16.01 von

taste of waste Kino Doku: Taste the Waste   Wir sollten uns mäßigen

“Warum schmeißen wir unser Essen auf den Müll? Allein in Deutschland werden jedes Jahr 15 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Die Halbierung des Lebensmittelmülls würde ebenso viele Klimagase vermieden wie die Stillegung jedes zweiten Autos weltweit.” Der Trailer des DokumentarfilmsTaste the Waste” beginnt mit seinen fettgedruckten Schriftzügen beinahe pathetisch. Ein Moralapostelfilm, denkt sicher manch einer. Aber irgendwie scheinen wir es nicht anders zu begreifen.

Es fängt früh morgens an, wenn wir unseren Kühlschrank öffnen, nach dem Erdbeerjoghurt greifen und das Haltbarkeitsdatum checken, bevor wir den Aluminiumdeckel überhaupt abgezogen haben. Ich kenne viele, viele Menschen, denen eigentlich sehr bewusst ist, welche Katastrophen sich tagtäglich auf der Welt ereignen und das gerade wir eine Mitschuld an vielem, vor allem der Zerstörung unserer Umwelt, tragen. Und trotzdem: Zeigt der Becher das Datum des selbigen Morgens, landen im Schnitt 200 Gramm Milchspeise einfach so im Müll. Der Ekel vor verdorbener Nahrung ist zu groß, als dass man das Risiko eingehen würde, einem verdorbenen Quark ins Auge zu sehen. Dabei müsste doch jedes Kind wissen, dass “Mindesthaltbarkeit” ungleich “Abgelaufen” ist. Und dass die meisten Lebensmittel auch Tage nachher nicht an Qualität verlieren. Die Nahung befindet sich schlitweg nicht mehr in ihrem alten Zustand, was bei Vanillepudding in etwa so viel heißt, wie: Einmal durchrühren, damits wieder cremig ist, fertig, Weiterlesen »


Verliebt in: Woody Allens “Midnight in Paris”

29.08.2011, 14.02 von

Midnight in Paris Verliebt in: Woody Allens Midnight in Paris

Sind wir nicht alle einmal verliebt in eine Zeit, in die wir uns hinein wünschten? Sei es in die Zukunft mitsamt abgespaceter Fantasien um fliegende Autos und sprechenende Roboter, sei es in die Gegenwart und die Entdeckung einer anderen Welt oder eben in die Vergangenheit, in träumerische Jahre und ein völlig anderes Leben. Nicht selten ist es die Illusion, die Reise verspreche ein besseres, aufregenderes Leben. Und genau darum geht es in Woody Allens neuestem Streifen “Midnight in Paris“.

Denn dieses Verlangen hat auch Protagonisten Gil, gespielt von Owen Wilson, der in die Welt der 20iger eintauchen will. In Paris und im Regen. Für einen Kurztrip geht es für ihn samt seiner Verlobten Inez und ihren Eltern in die Stadt der Liebe. Eine Geschichte voller Witz und Klischees um amerikanische Engstirnigkeit und künstlerische Leichtigkeit beginnt und wird zu einer surrealen Komödie. Gil findet irgendwann seinen Weg, vorbei an der oberflächlichen, amerikanischen Sippe, die ihn weder ernst nimmt, noch etwas zutraut – und wir dürfen ihn auf seinem märchenhaft lustigen Abenteuer begleiten. Weiterlesen »


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