Oh my god, this is so Ryan Gosling. Was Jessie in ihrem Reisetagebuch bereits ausgeplaudert hat, kann ich hier nur ein weiteres Mal bestätigen: Mit unserer Ankunft in Cannes hat sich mein Gehirnvolumen gefühlt auf ein Minimum herunter geschraubt, was einerseits an der frischen Küstenluft lag, die mir ordentlich durch den Kopf blies und andererseits an den etlichen Schockzuständen, an denen unter anderem Liv Tylers Präsenz Schuld war. So wurde Ryan zum ultimativen Adjektiv und ich zum Fangirl.
Aber erst einmal zurück zum Anfang: Cannes und Nizza sind traumhafte Städte – wenn nicht gerade Ausnahmezustand herrscht. Das Entlangschlendern an der Croisette mag einem von Außen betrachtet glamourös erscheinen, innerlich kann die Bummelei aber tatsächlich einen kleinen Schaden anrichten. Zu viele Plastikgesichter, zu viele halbnackte Boohnenstangenkörper, zu viel Fake. Erst knautscht das Selbstbewusstsein zusammen wie ein altes Stück Papier, dann wünscht man sich plötzlich Scheuklappen herbei und würde sich liebend gern ein bisschen schütteln. Hallo Mädchens, alles gut. Es ist so oder so nichts so schön wie Sonnenschein, ein dickes Magnum-Eis mit Schokoglasur – und Liv Tyler. Weiterlesen »
Man kann vom Daggering halten was man will, man kann es übertrieben, sexistisch oder gar völlig daneben finden, Fakt ist allerdings: Ich bin höchst neidisch auf jedes weibliche Wesen dieses Planeten, das im Stande ist, derartigen Moves auf’s Pakett zu legen. In Jamaica, der Heimat des erotischsten aller Tanzstile, ist die ganze Thematik noch ein wenig komplizierter. Da stellt sich die Regierung komplett auf den Kopf und wettert mit Verboten gegen diese Frivolität. All jene, die sich allerdings der Daggering Kultur und der dazugehörigen Musik verschrieben haben, wackeln sich die Selle aus dem Leib. Free Speech, Free Dance, lautet das Motto.
Das Brand Insight hat sich deshalb dieser Tage meine höchste Anerkennung verdient, denn ich kann mich kaum daran erinnern, dass eine Jeanswerbung mich jemals so sehr hat schmunzeln lassen. Ich feiere seit der ersten Sichtung nicht nur Insight und Daggering, sondern auch die zwei Girls im Kurzfilm “Split Your Jeans, But Don’t Break Your Dick“, für den wiederum die beiden Filmemacher Mike Piscitelli und George Gorrow verantwortlich zeichnen. Ich verbleibe hinternwackelnd und kläglich scheiternt, aber dafür mit ganz viel Liebe für Werbefilme, die mich aus dem Siebenschläferschlaf erwachen lassen. Danke Marcus aka DT64 für’s Teilen. Weiterlesen »
Die Mercedes-Benz Fashion Week Berlin ist zwar schon längst vorbei und die kommenden Schauen in Kopenhagen, Stockholm, New York, London und Paris stehen langsam, aber sicher in den Startlöchern – wir wollen dennoch einen Blick zurückwerfen: Denn dank Jonas Lindström und seinem Team von Dazed Digital erwartet uns eine sehr selektierte Review im Videoformat, die großartigerweise gleich zwei unserer Highlights featured: Die Show von Hyères Gewinner Steven Tai und die Kollektionen der Jungtalente der Universität der Künste. Dazed war zum allerersten Mal in Berlin und gleich überall unterwegs: Auf dem Catwalk, im Interview mit den Designerin, auf dem Runway und beim Fitting. Ein wunderbarer Rundumblick ausgewählter Nachwuchstalente, der ebenso das schwedische Label Ubi Sunt einmal genauer unter die Lupe nimmt.
Das Dazed Team zauberte uns in 4:20 Minuten einen kaleidoskopartigen Film, der mit Close-Ups, Details und einer feinen persönlichen Note auf uns wartet. Reinschauen lohnt sich! Weiterlesen »
Während die meisten von uns mit zarten 14 Jahren irgendwo auf Dachböden rumlungerten, um ganz heimlich die erste Zigarette des Lebens zu paffen, abwesend im Klassenzimmer an die Decke starrten und hundert Mal den Namen des süßen Jungens aus der Oberstufe auf rosa Papier schrieben oder wild herum pubertierten, gibt es auch jene ganz besonderen Teenager, die sich statt Unfug zu treiben, viel lieber der Kunst widmen. Die in Herz und Kopf vor allem eines mit sich herumtragen: Leidenschaft – zum Beispiel für Film und Fotografie.
So auch Amber Ortolano. Die New Yorkerin stibitzte ihrem gerade aus dem Irak zurückgekehrten Vater irgendwann heimlich eine Kamera, die sie fortan nicht mehr aus den Händen gab – damals war sie elf. Heute, drei Jahre später, finden sich nicht bloß melancholisch-verträumte Aufnahmen in ihrem Portfolio, sondern auch Stop-Motion-Filme und kleine Videos, die genau so gut von einem Erwachsenen stammen könnten. Wir wissen nicht, ob uns das Angst machen sollte, oder ob wir schlichtweg sprachlos sind. Bloß eines ist sicher: Dieses kleine Mädchen ist kein einfaches Mädchen, sondern ein Genie – mit einem ausgezeichneten Musikgeschmack.Weiterlesen »
Manchmal glaube ich, dass wir alten oder neuen Stadtmenschen irgendwie sozial verkommen sind. Und generell ein bisschen unromantisch. Wir socialisen tagein, tagaus, machen uns neue Fast-Freunde und noch mehr Gedanken um Nichtigkeiten. Nicht umsonst zieht es so viele uns irgendwann dann, wenn die Sonne ihre ersten Wärmewellen losschickt, raus aufs’s Land, zumindest für ein paar Tage. Um den Kopf frei zu kriegen, um einfach nur zu sein, um die wirklich wichtigen Dinge im Leben wieder wertschätzen zu können. Nun gut, wir wollen unser Hauptstadtdasein nun wirklich nicht überdramatisieren, schließlich gefällt es uns hier bisweilen am besten. Ein kleines Stückchen sollten wir uns aber vielleicht doch von den genügsamen Bewohnern der obigen Idylle irgendwo in Südtirol abschneiden.
Es kommt mir beinahe ein wenig befremdlich vor, Menschen tatsächlich niedlich zu finden, wo doch sonst so viel Missmut herrscht. Aber diese drei Folgen, die ignant.tv gemeinsam mit unserer liebsten i-ref Posse auf die Beine gestellt hat, kehren irgendwie das Gute im Herzen hervor. Ganz zu schweigen von all dem Grün der Wiesen und der Berge, von der Wärme der Portraitierten und ihrer Liebe zu den Dingen, die sie umgeben. Well done, ihr Tollen – So erfrischend unhipsterlich.Weiterlesen »
Wie oft habe ich als kleines Mädchen auf dem Fahrrad gesessen und rote Ampeln hypnotisiert, wie oft habe ich sie mir doch grün zaubern wollen. Wie oft habe ich mit zusammen gekniffenden Augen auf den Löffel in meiner Hand gestarrt, obwohl aus mir keineswegs eines dieser Orakel-Kinder aus der Matrix werden wollte. Und wie traurig war ich doch, damals, als ich feststellte, dass ich keine Mary Poppins bin. Als mein Regenschirm sich einklappte, als ich vom Scheunendach sprang. Alles was mir blieb, war der angeknackste Knöchel.
Der Norwegische Grammy-Gewinner Kristoffer Borgli scheint für diese Tragik durchaus Verständnis zu haben. Sein neuestes Werk erzählt die erdrückend-düstere Geschichte eines jungen Mädchens, das all die wunderbar überirdischen Fähigkeiten besitzt, von denen wir bloß träumen. Sonderlich zufriedenstellend scheint diese Begabung aber keineswegs, denn trotz fliegender Gläser wird das Leben der Protagonistin durch all die Magie keineswegs schöner. Nein, vielmehr bitterböse: Nach Glücksmomenten sehnt sie sich vergebens, stattdessen kommt es, wie es kommen muss, wenn man ein derartiger Sonderling ist: Sie wird ausgenutzt. Und irre. Wir sollten also vielleicht gar nicht erst versuchen, über unseren geistigen Tellerrand hinüber zu klettern und uns stattdessen an unseren Spartenhirnen erfreuen.
Man achte jedoch bitte nicht bloß auf die Ästhetik dieses wunderbaren Werks, sondern ebenso auf dessen musikalische Untermalung: Verantwortlich hierfür zeichnet nämlich das New Yorker Duo The Golden Filter, das erst einmal den Soundtrack zum Film lieferte, bevor dieser überhaupt existierte. Kurzerhand kontaktierte man also Mister Bogli, welcher sich von all den Tönen und Klängen begeistert zeigte und prompt die visuelle Umsetzung dazu lieferte. Et voilà, die liebe Wenke hatte mal wieder den richtigen Riecher und beschert uns mit ihrem Fund ein paar gruselige, aber sehenswerte 10 Minuten.
Die Nase juckt, der Hals kratzt und der Kopf fühlt sich an, als sei er vollgestopft mit Schnodder. Kranksein ist blöde, aber dafür hat man arg viel Zeit, die Gedanken ein wenig auf Reisen zu schicken. Noch besser ist’s aber, wenn man tatsächlich alle sieben Sachen packt und den Alltag für kurze Zeit links liegen lässt.
Beim Blick auf das modrig-feuchte Wetter hier in Berlin, verspürte ich heute Morgen nämlich nicht zum ersten Mal den Drang, alles stehen und liegen zu lassen. Um doch noch ein bisschen Luft vom sonnigeren Teil der Erdkugel einatmen zu können, um die Sinne mit neuen Eindrücken zu füttern und den eigenen Horizont wachsen zu sehen. Schuld daran sind drei charmante Kurzfilme, die eindeutig der Kategorie “Fernweh vorprogrammiert” zuzuordnen sind. In “Move“, “Learn” und “Eat” lehren uns die drei Weltenbummler Rick Mereki, Tim White und Andrew Lees, dass Erlebnisse kostbarer sind, als alles Gold dieser Welt. Man muss sich bloß stets auf Neues einlassen – zum Beispiel eine Weltreise. Weiterlesen »
Gestern erst berichteten wir über Chanel und ihre alljährliche Cruise Collection, die am Montag im französischen Antibes unter hübschem Sonnenschein präsentiert wurde. Aber nicht nur diese Sommerkollektion sollte Premiere feiern, sondern auch Lagerfelds neuester Kurzfilm “The tale of a Fairy“, der anlässlich der 2011/12 Cruise Collection produziert wurde. Stars des langen Kurzfilms: Anna Mouglalis, Amanda Harlech, Kristen McMenamy, Freja Beha Erichsen, Bianca Balti, Lagerfelds Muse Baptiste Giabiconi und Freunde des Hauses. Weiterlesen »
Lange Nächte sind schön. Nicht immer hat man nach dem allwöchentlichen Geschufte oder der Uni-Lernerei aber noch Lust auf großes Tamtam. Nein, wir werden nicht alt, wir brauchen bloß ab und an eine kleine Auszeit – schon allein der Leber zuliebe.
Eine nette Alternative zu freitaglichen Szene-Putzereien bietet uns seit geraumer Zeit die Kurzfilm-Reihe “Shorts Attack“. Ein Mal im Monat wird hierzu neben der Berlinerischen Kinolandschaft auch der Rest der deutschen Popcorn-Säle aufgwirbelt. Im März (heute zum Beispiel im Babylon Berlin Mitte um 20 Uhr) dreht sich alles um das Sein in der Stadt, um Visionen, Spieltrieb und Urbanität.
“Putzmunter gehen die Helden vor: Die einen machen das Urbane zur Projektionsfläche, andere sind sportlich oder politisch, ordnungsversessen oder verträumt. Graffity zeigt sich als Kür, Wahlkampf wird ironisch beobachtet, Kinder arbeiten, und jede Menge durchgeknallte Ideen freuen sich auf die Begeisterung der Massen. Ob als Realfilm, Animation, Kunst oder Dokumentarfilm, die weit über ein Dutzend Beiträge zeugen vom Mut, den öffentlichen Raum zu erobern. Mitmachen, reclaim your streets!” Weiterlesen »
Monsieur Spencer Susser ist vielen von uns nur aufgrund seines aktuellen Films “Hesher” ein Begriff – und zwar nicht zuletzt, weil die fabelhafte Natalie Portman in selbigem die Rolle der Kassiererin Nicole spielt. Um die Geschichte des 13-Jährigen TJs geht es heute allerdings nicht. Vielmehr legen wir heute das Augenmerk auf Sussers Kurzfilm “I love Sarah Jane“, der eigentlich schon 2008 vorgestellt wurde - demnächst soll er aber zu einem abendfüllenden Werk werden.
Es handelt sich hierbei allerdings keineswegs um einen dieser morbiden, mit Gedärmen um sich werfenden Trash-Streifen, die gern auf schlechte Kulissen und miese Schauspieler setzen. Nein, das düstere Kurzwerk ist sogar geradezu unblutig. Seelische Abgründe sind das, was es nährt. Und Mia Waiskoska, das blonde Mädchen mit der fahlen Haut, das Mädchen, das uns als Tim Burton’s neue Alice bereits in die Tiefen des Kaninchenbaus geleitete – wohin es wohl diesmal geht? Weiterlesen »
This is Jane Wayne ist ein Herzprojekt. Ein Projekt aus Berlin für die Janes allerorts, das News, Features, Blogs, Interviews und Streetstyles zu einer umfangreichen Präsenz vereint. This is Jane Wayne sind Nike & Sarah. Zwei Autorinnen, die sinnieren und informieren über Mode, Musik und Menschen, Kunst und Kultur und im Eigenversuch Getestetes. Mehr
fashionpuppe.com wurde von Anna Frost 2007 ins Leben gerufen und richtet sich an Mode-Süchtige, Beauty-Lover und Schuh-Fanatiker, die nicht das Gewöhnliche suchen. Mit Ecken und Kanten aber immer mit einer gewissen Portion Charme und einem Augenzwinkern. Mehr
Shopping-Guides, Jungdesigner-Portraits, Outfits und Event-Berichte - wenn Katharina Charpian nicht gerade die Seiten von bekannten Modemagazinen wie COUCH, BLONDE oder Material Girl füllt, postet die 26-jährige Modejournalistin auf ihrem Blog I♥PONYS Magazine fast täglich aus ihrem persönlichen, oft skandinavischen, Modekosmos. Mehr
TEA&TWIGS ist das virtuelle Zuhause von Isabella und Jasmin und beherbergt unter anderem die Dokumentation des persönlichen Stils der Damen, Beauty-Videos und einfache DIY Ideen: von den pinken Haarspitzen bis zur selbstgemachten Marmelade. Mehr