Schlagwort-Archiv: Label to watch

Ace & Jig //
Slow Fashion Label Love

21.07.2017 um 13.08 – Fair Fashion Mode

Man muss sich das in etwa so vorstellen: Es waren einmal zwei junge Frauen, Cary Vaughan und Jenna Wilson, die sich irgendwo in SoHo als Modedesign-Praktikantinnen über den Weg liefen und dicke Freundinnen wurden. Trotzdem ging jede für sich ihres eigenen Weges, aus den Augen verloren sie sich jedoch nie. Irgendwann bekamen beide Kinder, die eine die kleine Alice und die andere James. Man nahm also die Initialen der Sprösslinge und machte mir nichts dir nichts Ace & Jig daraus, ein Slow Fashion Label, das aussieht, als hätte man all die wunderbaren Textilien, die normalerweise in bunt zusammen gewürfelten Interior-Läden zu finden sind, in Kleidung übersetzt. Weil aber nicht nur hübsche Äußerlichkeiten bei der Planung der Marke wichtig waren, sondern umso viel Herz, setzen Cary und Jenna mit Ace&Jig außerdem hohe Maßstäbe in Sachen Produktionsbedingungen und Nachhaltigkeit. Denn gefertigt wird in Indien – in geringen Stückzahlen und von einem Familienunternehmen, das der japanischen Kaizen Philosophie folgt, in deren Zentrum das Streben nach kontinuierlicher und unendlicher Verbesserung steht. So wird etwa das für die Waschvorgänge verwendete Wasser reycled und für die Wiederverwendung aufbereitet, auf faire Löhne bestanden und für frisches Obst und Gemüse aus der Region und Kinderbetreuung gesorgt. Ihren Hauptsitz hat das Label in Brooklyn – von hier aus geht es hin und wieder auf Mitarbeiter-Road-Trips im blauen VW-Bus.

Klingt fast ein bisschen zu gut, ist aber offenbar wahr. Warum ich also erst jetzt über Ace&Jig stoße, kann ich mir selbst nicht erklären. Aber spätestens als meine Heldin aus Teenager Zeiten, nämlich Sleater Kinney-Gitarristin Carrie Brownstein, die einige von euch vielleicht aus „Portlandia“ kennen, in einer Bluse der beiden Designerinnen durch meinen Instagram-Feed sprang, machte es Klick. Mein Urlaus-Kleid -Wunsch wäre damit schlussendlich so gut wie gebongt. weiterlesen

#Labellove // Neues von Rouje:
Von Samt, Grobcord & Jeanne Damas

19.10.2016 um 15.04 – Mode

rouje

Als Jeanne Damas 2014 zum allererstem Mal über unseren Bildschirm tänzelte, war’s im gleichen Moment auch schon um uns geschehen: Wir waren verknallt bis in die Fußspitzen – und das aus einem einfachen Grund: Jeanne Damas ist nicht nur ein bisschen verrückt, so natürlich schön, dass wir Grün werden könnten vor Neid, spielt gekonnt mit ihrer lasziven Seite, wirkt so leichtfüßig und trotzdem stark, sondern strahlt auch das Bild einer Französin von nebenan aus, mit der wir uns bei Rotwein und Parisiennes am liebsten jeden Abend verquatschen möchten. Vor gut einem halben Jahr launchte die schöne Brünette mit den stets übermalten Lippen und den ungekämmten Haaren ihr eigenes Modelabel Rouje – und schon damals überzeugte sie mit Kreationen, die uns seither ein Stück näher zu ihren schlichten, sehr weiblich geschnittenen Outfits bringen.

Jetzt geht’s in Runde zwei und bei Rouje wurde aufgestockt: Mit Grobcord, Samt und zarten Transparenzen. Ein Blick in den Online Shop verrät: Hier finden wir klassische Zweiteiler, Mini-Röcke, glitzernde Blusen und vor allem taillierte Midi-Kleider, die so sehr die Handschrift einer Jeanne Damas tragen, dass man gar nicht anders kann, als plötzlich verliebt zu sein. Welch ein geschickter Schachzug! weiterlesen

our label to watch MINNA PARIKKA aus Finnland

24.09.2014 um 11.22 – WALD GIRLS

Minna Parikka

Es gibt Labels, die muss man sich nicht 2 mal anschauen und überlegen.

Mit Minna Parikka aus Finnland ging es uns vor 1 Jahr bei der Paris Fashionweek genau so. Es gibt kaum ein innovativeres Schuhlabel mit mehr Humor und Mut sein eigenes Ding zu machen.

Pelzbommel, Hasenohren oder Hahnentritt- Muster sind alles Dinge, die eigentlich nichts auf einem Schuh zu suchen haben, aber genau das sind die signifikanten Design Elemente von Minna Parikka.

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