Schlagwort-Archiv: Laurie Penny

Lektüre für unsichere Zeiten // Laurie Pennys
neues Buch „Bitch Doctrine“.

07.08.2017 um 9.00 – Buch


Die britische Journalistin und Feministin Laurie Penny hat diese ganz besondere Art zu schreiben: präzise, wütend und dann doch immer wieder überraschend poetisch. Eine wahre Poetik der Wut die bewirkt, dass man fast jeden von Pennys Sätzen unterstreichen und mit Ausrufezeichen versehen möchte. Das ist auch in ihrem neuen Buch Bitch Doctrine: Essays for dissenting adults nicht anders. Es versammelt Essays und Artikel, die Penny in den letzten Monaten und Jahren geschrieben hat: Texte über Donald Trump, Abtreibung, Gewalt, political correctness, Geschlecht, Utopien und Liebe. In ihrer Einleitung macht Penny klar: „There is a sense of urgency to the writings collected here. Urgency is appropriate. We are trying to change the world for the better in the middle of stacking crises, and this is no time to go on the defensive, no time to capitulate, to accept a diluted definition of freedom.”
weiterlesen

INTERVIEW // Mit Autorin Laurie Penny
“Beim Feminismus gehts nicht nur um Frauen!”

laurie penny feminismus“Beim Feminismus gehts nicht nur um Frauen!”

Die britische Autorin Laurie Penny hat mit ihrem neuen Buch Unsagbare Dinge einen inspirierenden und provokanten Leitfaden zum modernen Feminismus geschrieben. Wir haben uns mit der 28-Jährigen, die derzeit übrigens als eine der wichtigsten Feministinnen unserer Zeit gehandelt wird, über Aktivismus und Geschlechterrollen unterhalten – und darüber, wie sich Männer für den Feminismus engagieren können.

Laurie, unter jungen Frauen scheint es heute einen Backlash zu geben: Viele wollen jung heiraten, Kinder bekommen und zuhause bleiben anstatt Karriere zu machen. In deinem Buch beschreibst du diese Frauen als “50ies-Cupcake-Moms” – was ist falsch an dieser Entscheidung?

Es ist wichtig, einen Unterschied zu machen zwischen dem Kritisieren von Trends und dem Beleidgen von individuellen Personen. Es steht mir nicht zu, über das Leben von anderen Menschen zu urteilen – so lange sie mit ihren Entscheidungen ihre Mitmenschen nicht verletzen. Aber ich habe das Gefühl, dass die Entscheidung zwischen Job und Familie viele junge Frauen überfordert. Für viele ist das immer noch ein unmachbares Dilemma, es ist einfach zu ermüdend. Dazu kommt, dass die traditionelle “Arbeit der Frau” – also der Haushalt, die Kinderbetreuung, und so weiter – schon immer nicht genügend anerkannt und geschätzt wurde. Sie wird als einfach angesehen, nur weil sie von Frauen gemacht wird. Dabei ist das Arbeit, die für uns alle, für die Gesellschaft überlebenswichtig ist! Ich finde, Hausarbeit und Kinderbetreuung sollten im gleichen Mass geschätzt und vor allem bezahlt werden wie Erwerbsarbeit. Vielleicht würden sich dann mehr Männer überlegen, der Frau zuhause unter die Arme zu greifen. weiterlesen

TAGS: