Schlagwort-Archiv: lese-Tipp

Welt.de hat einen Artikel über meinen Instagram Account geschrieben

18.03.2015 um 11.04 – box1 Gesellschaft

11008004_619002618201241_1143163672_nNatürlich gehe ich nicht wirklich davon aus, dass mein Account namens @nikejane der Welt Online Autorin Laura Ewert tatsächlich als Vorlage für ihren brillanten Kommentar „Instagram macht uns alle zu Psychopathen“ diente, möglich wäre es aber durchaus, vielleicht sogar wahrscheinlich, mindestens aber denkbar. Vollkommen sicher bin ich mir ehrlich gesagt noch immer nicht, denn wenn an so will, dann bin ich das ultimative Paradebeispiel eines bloggenden Users der „kaputtesten App der Welt“. Womöglich bin ich aber auch bloß ein Klon, denn das, was ich da tagtäglich betreibe, zieht sich durch die Instagram-Landschaft wie ein lang gezogenes Kaugummi. Was heute Morgen wiederum dazu führte, dass ich beim mobilen Lesen jeder einzelnen Laura-Zeile so schallend lachen musste, dass sich mein weißes iPhone beinahe in das ordentlich drapierte Egg Benedict Eigelb vor blauem Wandhintergrund verabschiedet hätte. Dabei hätte ich ebenso gut heulen können (oder sollen) während dieser Achterbahnfahrt der erfüllten Klischees. 

„(…)bis man sich über einen Kommentar einer weiteren Person in ein anderes fremdes Leben klickt. In eine andere fremde Wohnung, in einer anderen Stadt, wo ein hübscher Kelim unter einem Sofa von Bolia liegt, neben dem ein Couchtisch von Hay steht.“, heißt es zum Beispiel. Volltreffer. weiterlesen

Lese-Tipp: Susie Bubble verteidigt den Streetstyle-Zirkus

07.02.2014 um 9.38 – Allgemein Gesellschaft Mode

Susie Bubble
Manchmal bedarf es nicht vieler Worte, um den Nagel auf den Kopf zu treffen und sämtlichen Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen. Eine Handvoll treffender Argumente genügen – zumindest im Fall der Susie Lau. Die Stylebubble-Bloggerin ist zweifelsohne einer der buntesten Vögel am Modehimmel, bekannt für knallbunte, ironische Outfits und ihre unerschöpfliche Experimentierfreude. Es war also nur eine Frage der Zeit, wann sie für das Phänomen „Street Style“ in die Bresche springen würde. Denn während diverse Stimmen aus der Branche ob des „lächerlichen Treibens“ mit Augen rollen und Hasstiraden vom Zaun brechen, schreibt Bubble auf Vogue.com eine kurze, aber knackige Verteidigungsschrift. Street Style sei ein Zirkus geworden, vollgestopft mit Clowns, heißt es nämlich. Und: Street style isn’t “real” anymore.

Bubble fragt: „But who is presiding over this council of stern judgment that decrees one outfit to be genuine or not? And what exactly is wrong with showcasing the more outré side of your personal style during Fashion Week—a time when we are all present to celebrate the most outré and directional collections that will shape our seasons?“ weiterlesen

Lese-Tipp: „Das visionäre Paar“ – vom Flirt zwischen der Kunst und der Mode

10.04.2012 um 15.20 – Allgemein Buch Kultur Kunst Mode

Ich weiß überhaupt nicht mehr, wie oft ich mich der folgenden Diskussionen schon stellen musste: Ist Mode ein ernstzunehmendes kulturelles Phänomen, beeinflusst Mode die Kunst und Kunst die Mode? Leistet Mode selbst vielleicht sogar selbst einen künstlerischen Beitrag, ist sie selbst Kunst? Und dürfen wie sie nun endlich ernst nehmen? Ja, ja und nochmals ja. Ich danke der Zeit sehr dafür, dass mir an dieser Stelle das Fusselig-Reden meines Mundes erspart bleibt und ich all jenen modefeindlichen (aber sehr geliebten) Sturköpfen im meinem näheren Umfeld demnächst schlichtweg den passenden Artikel zum Thema zustecken kann: „Das visionäre Paar“ nämlich, ein Text über den „Flirt von Kunst und Mode“. Allen Zweifeln wird in unprätentiösen Worten der Garaus gemacht und das, was wichtig ist auf den Punkt gebracht: Mode beinhaltet viel, viel mehr als das stupide Diskutieren über die Trendfähigkeit von V-Ausschnitten, Neonfarben und Ugg Boots.

Wir erfahren zum Beispiel, dass die Liebesbeziehung zwischen den vielleicht schönsten künstlerischen Disziplinen aller Zeiten schon vor etwa hundert Jahren ihren Lauf nahm, dass die große Elsa Schiaparelli gemeinsam mit dem Surrealisten Salvador Dalí an einem Anzug mit lippenförmigen Taschen arbeitete, dass Andy Warhols berühmte Dosensuppendrucke irgendwann ihren Weg in die Kleiderwelt fanden, dass die Grenzen zwischen den Genres immer und immer mehr verschwimmen. Kollaborationen unterschiedlichster Kreativschaffender wachsen und gedeihen seit jeher, Zusammenarbeiten zwischen Modehäusern und dem Künstlern wie Olafur Eliasson, zwischen Designern, Architekten und Grafikdesignern. weiterlesen

Buch-Tipp: Das Mädchen, mit dem Kinder nicht verkehren durften

22.08.2011 um 12.35 – Allgemein Buch

Ja, das Cover dieses Buches verrät es bereits: Wir haben es diesmal mit einem Uralt-Schinken aus dem Jahr 1936 zu tun – dafür aber mit einem höchst charmanten.

Das Mädchen, mit dem die Kinder nicht verkehren durften“ landete für gerade einmal 50 Cent in meiner Einkaufstasche und zwar ohne jegliche Erwartungen auf ein literaisches Meisterwerk. Bloß Titel und Buchdeckelinschrift machten mich ein wenig neugierig, denn schon zu Schulzeiten waren es zumeist die ungehobelten Lausbubmädchen, welche mir schnöde Nachmittage mit einem Mal in kleine Abenteuer verwandeln konnten. Mir stand der Sinn also nach leichter Kost, die mich vor meinem eigenen geistigen Erwachsenwerden schützen könnte. Irmgard Keun traf mit ihrem Jugendroman demnach genau ins Schwarze und beschert mir seither neckische Leseminuten. weiterlesen

Lese-Tipp: „Ich habe einen Traum“ – Zeit.de

02.02.2011 um 16.23 – Allgemein Buch

Eigentlich gibt es die Rubrik „Ich habe einen Traum“ schon seit über zehn Jahren. Trotzdem stellte ich erst jüngst fest, dass das nicht zwangsläufig bedeuten muss, dass jeder davon weiß. Deshalb hier ein kleiner Reminder.

Im  ZEITmagazin erzählen Musiker, Schauspieler, Künstler und andere interessante Persönlichkeiten uns von ihren ganz persönlichen Lebensträumen. Damit aber nicht genug, denn obendrein werden viele der Befragten auch noch von Starfotografen portraitiert – und zwar passend zur Traumtänzerei mit geschlossenen Augen. Mit dabei waren bisher unter anderem Yoko Ono, Moritz Beibtreu, Woody Allen, Günter Grass, Sofia Coppola, Sarah Kuttner, Erlend Øye und viele mehr. Diesmal ist der begnadete Brian Eno, über den wir bereits berichteten, an der Reihe.

„Ich bekam Lachgas, der Zahnarzt drehte seine Musik auf und legte los“ Hier lang, bitte.

Buch-Tipp: „Das Weisse Buch“ von Rafael Horzon

24.01.2011 um 17.12 – Allgemein Buch

Zum ersten Mal empfehle ich euch an dieser Stelle ein literarisches Werk, aus welchem ich selbst noch keine einzige Zeile selbst gelesen habe. Ein riskantes Unterfangen also. Ausschlaggebend für meine Sympathie bezüglich Rafael Horzons Werk ist die mehrtägige Beobachtung meines Freundes, während dieser sich eben jenes zu Gemüte führte. Einmal saß er sogar laut lachend neben mir in der Ubahn. Immer wieder wurden mir Sätze, Zeilen, ja ganze Seiten vorgelesen, völlig aus dem Kontext gerissen war das, was ich hörte, aber es war gut. Seltsam gut, denn die Sprache ist einfach, nicht vertrackt, geradeaus. Ich habe den Eindruck, der gute Horzon hat alles richtig gemacht. Er ist Möbelmagnat, Originalgenie und Apfelkuchentycoon, Student, Paketfahrer und Galerist. Einer, der noch Träume hat, sie aber nicht ignoriert, sondern tatsächlich umsetzt. Jeden einzelnen. Und genau darum geht es in seinem „Weissen Buch“.

Ich werde es mir schnappen, sobald es Philipp, Philipp 2, Leni undundund auch gelesen haben, denn irgendwie scheine nicht nur ich mitbekommen zu haben, dass Rafael Horzon gute Laune macht. Hier lang geht’s zum Shop.

Lese-Tipp: Was war der Hipster?

14.01.2011 um 17.15 – Allgemein Buch

„Nach der Irak-Invasion wirken Feinripp-Unterhemden nicht mehr subversiv.“

Passend zur Feierabendlaune gibt es an dieser Stelle einen Lese-Tipp: Wer den Artikel „Was war der Hipster?“ von Mark Greif noch nicht auf Papier gedruckt im Feuilleton der Süddeutschen vom letzten Freitag in den Händen hielt, kann das Konsumieren von selbigem jetzt online nachholen – ein amüsanter und zugleich mit viel Wissen gespickter Text über den Untergang der Hipster-Subkultur von damals und die Geburt des weißen primitiven Hipsters von heute.

Den kompletten Text findet ihr hier.