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TINY DIARY // Zurückspulen, bitte! Das erste Jahr als Mama

28.10.2016 um 13.05 – Diary Tiny Jane

Ein einziger Mann* hat mir in meiner Schwangerschaft prophezeit, dass alles immer nur noch schöner wird. Dass diese kleinen Menschen, die von heute auf morgen einfach da sind, zwar alles auf den Kopf stellen werden, aber jeder Tag eben besser wird. Erst können sie gar nichts, dann schlafen sie nur und langsam aber sicher formen sie sich zu ganz eigenen Charakteren. Ich fand diese Worte so schön und so einprägsam, weil ich fast ausschließlich von „Schlaf vor, es wird so anstrengend“, „Warte mal ab, du schaffst gar nichts mehr“ und „Genieß die Zeit alleine noch“ umgeben war.

Längst wollte ich euch ein Update geben, ein Update über das Leben mit Kind, über das erste Jahr, über Donnerwetter-Tage und Sonnenschein-Momente – aber der Alltag und die Arbeit für Jane Wayne kamen mir einfach dazwischen. Wenn man schwanger ist, hat man eine ungefähre Vorstellungen, wie das Leben mit Kind sein könnte. Oder man hat gar keine. In der Schwangerschaft zählte ich mich immer zur ersteren Riege, immerhin bekam ich bei Nike alles hautnah mit, bei meiner Schwester auch und an die Säuglingszeit meiner jüngsten Schwester meine ich mich auch in etwa noch zu erinnern. Ich dachte, ich wüsste, wie es wäre, demnächst mit Kind durch die Welt zu wuseln. Aber im Grunde genommen hatte ich keine Ahnung. Wie auch? Schließlich ist jedes Kind anders, jedes Paar völlig unterschiedlich und jede Lebensrealität sowieso. Wie sich das neue Leben also wirklich anfühlen wird, kann niemand vorher sagen. Man kann wohl nur versuchen, es zu ungefähr zu skizzieren. Bloß hilft der positive Blick in die Zukunft uns wohl eher, als nett gemeinte, wappnende Ratschläge. Und so war’s also bei mir: weiterlesen

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Baby Jane //
Die ersten Wochen als Mama

18.11.2014 um 16.15 – Baby Jane Wir

nike van dintherEin Baby zu haben ist schön und nervig, überwältigend, strapaziös und total krass, krass toll, krass einschränkend, krasser Wahnsinn, pures Glück. Fragen, die man gestellt bekommt, wenn man ein Baby hat: Merkst du schon den Schlafentzug, wie ist das so, wie machst du das alles, wann wurde er noch gleich geboren und wie ist er denn so drauf? Weil ich meist wenig Lust habe, bis ins letzte Detail über Babykotze und Babykacka zu reden, antworte ich meist nur: Zwischen sechs und sieben Wochen alt, es ist nicht so schlimm wie alle sagen, das mit der Müdigkeit regeln auch irgendwie die Hormone und keine Ahnung was für ein Typ er ist, wir kennen uns noch nicht so lange und es lag auch keine Gebrauchsanweisung dabei.“ Meist kommt dann nur noch ein „hihihi, ok“ hinterher.

Das ist angenehm, denn viele viele Menschen, die einst einmal ganz locker unterwegs waren, mutieren angesichts eines Milchmäuschens zu unangenehmen Ratgebern, die in Wahrheit niemandem einen Rat geben sollten. Neulich zum Beispiel, als ich in der Feinkostabteilung des KaDeWes an der Kasse stand, um meinen Karamellkäse zu bezahlen, da knurrte mir meine Warteschlangennachbarin so etwas wie „Ja, erstickt das Kind denn nicht da drin?!“ entgegen. Ich konnte nicht anders als „Doch, doch, ich höre es schon schnappatmen“ zu erwidern, während „das Kind“ in seinem Tragesack wohlig angelehnt an meine Doppel-D-Still-Brust schlummerte und bester Dinge war. weiterlesen