Schlagwort-Archiv: Mango

Bilder des Tages // Warum Mango
längst nicht mehr hinterher eiert.

27.07.2017 um 10.08 – Mode

Es gab eine Zeit, da verschmähten wir Mango ganz bewusst. Weil Negativschlagzeilen sich häuften, weil der Gang in die Stores eher einem kompletten Grabbeltisch glich und alles zusammen wenig Einkaufslust in uns hervorrief. Überhaupt entsprach das, was der Spanier da fabrizierte, überhaupt nicht unserem Geschmack. Und so fiel uns der Verzicht ehrlicherweise auch gar nicht sonderlich schwer. Das alles änderte sich vor ein paar Saisons allerdings gewaltig: Die Zeichen standen bei Mango nicht bloß auf „Reboot“, sondern auf Neuanfang: Ein blitzender Online Auftritt folgte, eine Kollektion, die nicht mehr hinterher eierte, sondern fortan mitmischte und ein Nachhaltigkeitsversprechen, das zwar nach eigenen Angaben noch in den Kinderschuhen steckt, mit dem aber ganz offen und ehrlich umgegangen wird und das, laut Mango, keinesfalls auf stillstand angelegt sei.  weiterlesen

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Fashion Week Outfit //
Sei doch nicht so pessimistisch.

07.07.2017 um 10.54 – Allgemein

Was habe ich im Vorfeld über die diesjährige Fashion Week Berlin geschimpft. Was man sich denn überhaupt noch anschauen solle, fragte ich mich, es seien ja bloß noch eine Handvoll Schmankerl übrig. Odeeh zeigt nicht mehr, auch Lala Berlin hält sich in diesem Jahr lieber aus dem Tumult heraus, Wood Wood ist längst über alle Berge und ja, was treiben wohl Perret Schaad, die uns mit ihrer Baumarkt-Location einst so sehr verzauberten? Traurig war ich, wehmütig und auch ein wenig enttäuscht und pessimistisch – bis gestern. Da schlug mein Herz gleich dreifach hoch! Wie bezaubernd und zugleich überzeugend unsere übrig gebliebenen deutschen Design-Talente am Ende nämlich sein würden, hätte ich mir niemals zu träumen gewagt. Aber das waren sie, viele. Mein Highlight: William Fan. Aber dazu gleich mehr, versprochen.

In diesem Jahr war jedenfalls schon die Woche vor der eigentlichen Modewoche so trubelig, dass ich keinen einzigen Fitting-Termin wahrnehmen konnte. Was nicht schlimm ist, aber schade. Dachte ich zumindest. Denn wenn man sich ein Outfit der zeigenden Designer und Designerinnen für die jeweilige Show ausleiht, zeigt man sich gleichsam solidarisch. Allerdings macht es genau dieser Umstand in meinen Augen auch furchtbar schwer, objektiv zu bleiben. Und ehrlich. Nach den vergangenen Tagen weiß ich überhaupt nicht mehr, ob es nicht ohnehin viel  besser ist, den eigenen Kleiderschrank zu plündern, sich pudelwohl zu fühlen und entspannt durch die Tage zu gleiten. Ohne Outfit-Wechsel-Wahnsinn. Wer weiß. Ich jedenfalls mochte, was ich trug. Vor allem die Bluse – ein Vintage-Stück vom Markt. Funde wie diese sind mir nämlich noch immer die liebsten: weiterlesen

3 Ways to Wear // Wie man Vintage Pajama Pants im Alltag trägt

27.06.2017 um 13.28 – Outfit Wir

Es gab mal eine Zeit, da hatte ich einen Fimmelfaible für bunte Hosen, für Firlefanz-Modelle und Pluster-Schnitte. Weil ich gerade ohnehin dabei zu sein scheine, mich weniger dem Erwachsenwerden als vielmehr meinen Wurzeln zu widmen, ist es wohl nur logisch, dass mich dieser alte Tick neulich wieder packte, und zwar als ich gerade dabei war, in einem 2nd Laden nach einer praktischen Sommerhose mit Gummizug zu kramen. Da fiel mir nämlich plötzlich dieses güldene oder vielleicht auch rostgelbe Unikat in die Hände. Ein bisschen Dries van Noten, dachte ich noch, während ich liebestrunken gen Kasse taumelte. „Ach herrlich, das ist eine wunderbare Schlafanzughose, nicht?“ stellte auch die Verkäuferin fest. Aha! Ein Pyjama-Unterteil also. Es wundert mich im Grunde ja kein Stück, dass es so kam, schließlich wurde mir schon des Öfteren vorgeworfen, ich bestreite Tage gern in Nacht-Garnitur. Da ist sie also wieder, die seltsame Leidenschaft. Hallöchen! Aber echt jetzt, Freunde. Es gibt kaum freudigeres als 15-Euro-Funde, die nicht nur bequem, sondern auch (wie ich finde!) famos anzuschauen sind. Vielleicht steckt etwas ähnliches sogar in euren Schränken. Falls ja, folgen hier schonmal drei Straßentauglichkeits-Tipps: weiterlesen

Wish List July //
Nur der Park, das Buch & Ich

22.06.2017 um 9.54 – Buch Mode Shopping

Die allermeisten Jahre meines Lebens habe ich in der Annahme verbracht, Alleinsein mache einsam und überhaupt keinen Spaß. Ohne Freunde in den Park? Um Himmels Willen, nahezu undenkbar. Und überhaupt – wie Kaugummi klebte ich am Rudelmenschdasein, je mehr Besuch, desto besser. Ehrlich gesagt ist das bis heute sehr ähnlich, bloß mit dem Unterschied, dass ich inzwischen weiß: Bewusstes Alleinsein kann die reinste Wonne sein! Und manchmal, wenn eine ganze Woche lang viel los war, dann mache ich mich heimlich vom Acker, auf allen Kanälen. „Handy verschlampt“, „Weg nicht gefunden“, „Brechdurchfall“. Obwohl – das war mal. Heute darf es nicht nur ein wenig angenehme Einsamkeit, sondern auch Ehrlichkeit sein: Tschau Leute, ich möchte während der nächsten Stunden mit niemandem außer meinem Buch abhängen. Im Juli brauche ich sogar noch ein wenig mehr Freiheit als gewöhnlich. Das versteht nicht jeder. Freude aber schon. Vor allem, wenn danach doch noch eine gemeinsame Limo winkt.  weiterlesen

Outfit // Für mehr Kontakt-Obst im Alltag

22.06.2017 um 9.28 – Outfit Wir

Ich habe das Gefühl, es ist Zeit für eine neue Runde Fashion Tales. Bald dann! Denn was man alles so erlebt, wenn man lustige, große, beträchtliche oder auch saukomische Ohr-Clips trägt, passt ja auf keine Kuhhaut. Im besten aller Sinne! Die Leute freuen sich, stupsen die Dinger an, finden endlich wieder den Spaß an der Mode wieder (auch man selbst, mit tellergroßen Strohblumen am Ohr kann man sich schließlich nicht allzu ernst nehmen). Aber das Beste ist: Man kommt ins Gespräch – aber mit Leuten, die man gar nicht kennt. Und ich finde ja, das fehlt den Deutschen irgendwie. Während ich bei meinen Besuchen in New York etwa kaum eine Subway-Fahrt ohne netten statt nervigen Smalltalk hinter mich bringe, starren die meisten Berliner Ubahn-Gäste bloß kollektiv auf ihre Smartphones. Vielleicht auch, um ganz bewusst jeden persönlichen Austausch zu vermeiden. Als würden Fremde beißen.

Ein Freund von mir hat mir einst von der sogenannten Kontakt-Zitrone erzählt. Die nahm er immer mit zum Feiern in den Club und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Mit einer Zitronen in der Hand bedarf es keiner schnöden Anmache oder mutiger Sprüche, um temporäre Tresen-Freundschaften zu schließen. Das passierte von ganz allein, es gab ja ohnehin einen gelben Grund zu quatschen. Clever finde ich das, bis heute. Und ich entdecke da durchaus parallelen zu meinen neuen Contact-Clips: weiterlesen

3 Ways to Wear // Erst Arbeit, dann Eis, dann Loco – mit Patchwork & Carmen Bluse

15.06.2017 um 13.25 – Mode Outfit Wir

Ich hätte meinen Allerwertesten darauf verwettet, dass ich diesem omnipräsenten Patchwork-Trend, der trotzdem kein richtiger Hype werden will, niemals auch nur den geringsten Reiz abgewinnen können würde und jetzt habe ich plötzlich den Salat. Dieser Tage überraschte mich das nachhaltige Denim Label Kings Of Indigo (der Name entstand doch tatsächlich bei einem Kings of Convenience Konzert), kurz K.O.I (der Fisch aus seinem Arm ist das Lieblingstattoo des Brand-Gründers), nämlich mit seinem zusammengeflickten Sade-Modell. Erst war ich skeptisch, fast schon entsetzt. Ich schlüpfte trotzdem hinein, zum Glück. Ein unerklärlicher Funke sprang da plötzlich über, ein bisschen wie jedes Mal, wenn ich einen Dackel sehe. Dann fange ich an zu quietschen und jauchzen vor lauter skurriler Niedlichkeit, die mir da entgegen wackelt. Diese Jeans ist jetzt also so etwas wie der Rauhaardackel meines Hosen-Potpourris, eine, die gute Laune macht. Und einen Knackpo sondergleichen (vergessen zu fotografieren, aber von ebenjener Superkraft hatte ich hier bereits geschwärmt).

Wie man mit Sade  aber überhaupt durch den Tag kommt, fragte ich mich kurz darauf, und zwar ohne dabei auszusehen wie ein Auto-Tuner mit Unterbodenbeleuchtung-Fetisch. Zum Beispiel so, wenn man mich fragt: weiterlesen

5 Piece Wardrobe // Eine Çay-Pause
in der Sonne, bitte.

07.06.2017 um 0.39 – Inspiration Mode Shopping

Sobald die Sonne rauskommt, kommt auch Altan aus seinem kleinen Ladengeschäft heraus, um sich schnurstracks auf die kleine Holzbank am Fenster zu setzen und die Nase gen Himmel zu recken. „Den Süden riechen“ nennt er das. Altan ist etwa dreiundachtzig Jahre alt, so genau weiß er das gar nicht mehr, Zahlen waren ihm schon immer egal. Nicht aber die Bedeutung seines Namens, denn Altan ist türkisch und bedeutet „Gold“. Ich finde es nur logisch und reizend, dass dieser alte Mann genauso heißt, denn tatsächlich hat niemand weit und breit Augen, die so goldbraun sind wie die seinen. Nur der heiße türkische Tee, der niemals nicht in einem bunt bemalten Glas mit noch bunterem Untersetzer vor ihm steht, birgt dieselbe tiefwarme Farbe. Manchmal, wenn ich eine Auszeit und Ruhe und alles außer Internet brauche, dann besuche ich Altan, der mir jedes Mal ein eigenes Glas rüber schiebt, meist wortlos, aber mit lachenden Augen und Kopfschütteln. „Ausruhen“, sagt er dann und versteht ohne zu fragen. Ich nicke dann nur, schlage ein Buch auf und tauche unter bis der Çay leer, Altan zufrieden und ich ein kleines bisschen kraftvoller bin. weiterlesen

Outfit // So tun, als ob heut‘ Urlaub wär.

30.05.2017 um 9.40 – Outfit Wir

Noch während meines Heimatbesuches am langen Wochenende bin ich ein faules Loch gefallen und auch zurück in die Vergangenheit. Damals, dachte ich, da war der Sommer bloß vollgestopft mit Johannisbeeren aus Opas Garten, da hat sich niemand drum geschert, was ich nun mache oder nicht, womit ich mein Taschengeld verdiene und ob ich denn auch brav E-Roller statt Mercedes fahre. Also habe ich hier und da über dies und das und das Heute geflucht und schließlich, womöglich als Karma-Knüppel vom Universum, die erste tiefrote Seitenstrangangina meines Lebens mit nach Hause gebracht. Ich fluche jetzt nicht mehr, sondern freue mich über zwei Arme, zwei Beine, über einen wieder fast gesunden Hals und noch viel mehr.

Über die neue Elefantenhaut, die ich mir nun habe wachsen lassen, habe ich heute Morgen außerdem vor allem Leinen gestülpt: Eine Bluse aus dem vergangenen Jahr, um genau zu sein, und einen 2nd-Hand-Fund, der mich neulich ganze 4 Euronen gekostet hat. Noch immer macht mich kaum etwas (in materieller Hinsicht) so glücklich wie das Zusammenwürfeln alter und neuer Schätze. Es ist zwar leicht, auf einen Bestell-Knopf im Internet zu drücken, aber richtige Freude bereitet doch das Suchen und Finden von Stücken, deren Vergangenheit zwar reine Spekulation bleibt, deren Zukunft in unserem eigenen Kleiderschrank aber umso rosiger ausschauen könnte. Die gestreifte Hose jedenfalls habe ich „Karla“ getauft und es ist sehr wahrscheinlich, dass wir noch viele Abenteuer zusammen durchleben werden. Bis es tatsächlich so weit ist, hilft sie mir schonmal dabei, so zu tun, als ob heut‘ Urlaub und nicht Büro wär‘. Einfach so vong Gefühl her. weiterlesen

Bilder des Tages // Die volle Ladung Sommer
mit Mango

17.05.2017 um 14.07 – Allgemein

Seit geraumer Zeit sind wir ein klitzekleines bisschen gelangweilt von der Mode und von den immer gleichen Outfits, die wetterbedingt mit sich kommen. Stattdessen zieht es uns wieder mehr in Vintage und Second Hand Läden, die meist ein Sortiment in petto haben, das mit Stücken aus verrückteren Zeiten aufwartet. Bunte Hosen zum Beispiel, die findet man dort am allerbesten. Ebenso wie Blusen, die nur so vor Verzierungen und Details strotzen. Schmuckstücke, opulent und voller Lebensfreude sowie Seidenschals und Tücher, die jedem Outfit das Krönchen aufsetzen. Ein Gang in die sorgsamsten Fundkisten macht uns dieser Tage also manchmal deutlich mehr Spaß, als hier und dort nach neuen Trends zu gieren, die sich sowieso längst dem xte Revival gewidmet haben.

Und für einen weiteren Second-Hand-Reminder sorgt heute sogar einer, der damit eigentlich gar nichts am Hut hat: Nämlich die Highstreet-Kette Mango, die mit ihrem neuesten Lookbook genau in unser Herz trifft: Dank Blusen aus den 70ern und 80ern, Prints, die an Thomas Magnum erinnern und dazugehörige Urlaubsbilder aus Thailand. Ich bin jedenfalls so angefixt, dass der verfrühte Feierabend heute durchaus in Betracht gezogen wird, um doch gleich mal wieder bei den liebsten Second Hand Adressen meines Vertrauens nachzuschauen.  weiterlesen

5 Piece Wardrobe //
Heute hab ich Urlaub.

05.04.2017 um 11.06 – Buch Inspiration Mode Shopping

Ich finde, jeder von uns müsste sich mindestens drei Tage pro Monat frei nehmen dürfen, einfach so, weil manchmal das Wetter zu gut ist, um es drinnen zu verpassen, weil die Laune irgendwo im Keller hängt, die Gebärmutter zwickt oder das Hirn protestiert. Gestern zum Beispiel, da wäre mir so ein bisschen Müßiggang gut rein gegangen; erst wollte der Kopf sich nach einem verknoteten Brezel-Schlaf nicht mehr nach rechts drehen, dann die Ideen nicht fließen, die Nase hingegen aber umso mehr. Für einen kurzen Augenblick habe ich mir deshalb nichts sehnlicher herbei gewünscht, als für die kommenden Stunden einfach so tun zu können, als säße ich gerade unter Zitrusfruchbäumen auf Sizilien fest, mit Diva-Brille auf der Nase und leichter Lektüre im Gepäck. In meinen kühnsten Träumen hätte ich dabei wie dort oben ausgesehen. Zuzüglich eines gigantischen Antipastitellers, der sich immer wieder selbst auffüllt: weiterlesen

Outfit // Gegen das Gehenlassen

29.03.2017 um 10.31 – Outfit Wir

raffia bag mangoIn Hollywoodstreifen ist es ja oft so: Da wachen die Damen des Hauses stets in zusammenpassender feinster Unterwäsche auf, das Frühstückseiweiß wird im seidenen Morgenrock verspeist und wenn man genau hinschaut, dann lugt außerdem noch irgendwo ein vornehmes Spitzenhemdchen aus dem Revers heraus. Das ist dann meist der Moment, in dem mir die ein oder andere Feierabend-Pommes vor lauter Lachen aus dem Nasenloch schießt. Abends, mit dem Laptop auf den Knien, sehe ich nämlich aus wie morgens, ich trage stets ein Feinripp-Unterhemd, das ich rechts und links an beiden Beinen des ausgewaschenen Schlüpfers, der bestimmt nicht zum BH passt, wie Flügelchen herausziehe, und einen Frottee-Bademantel, in dem ich schon diverse Vorlesungen verschlief.

Wenn ich es mir recht überlege, spiegelt dieser Anblick sogar am ehesten wider, wie ich mich Ende des Winters auch sonst so hinsichtlich meines modischen Feingefühls gesehen habe. Gar nicht speziell. Nur pragmatisch. Ich begrüße dieses vogelfreie Laissez-Faire sehr, bloß schlug es mir so langsam aufs Gemüt, hin und wieder dachte ich sogar darüber nach, mich einem Selbstversuch zu widmen: Ein Jahr, eine Jeans, zwei Pullis – oder so ähnlich. In letzter Sekunde packte mich der Frühlingseinbruch allerdings am Schlafittchen, sodass der Sinn mir mit einem Mal und ganz unverhofft wieder nach ein bisschen Firlefanz stand. Gegen das Gehenlassen sozusagen. Zumindest obendrüber: weiterlesen

Wish List //
Wenn jetzt Urlaub wär.

07.03.2017 um 9.30 – Mode Shopping

Ich habe mir für dieses Jahr erstmals seit dem Verlassen meines Elternhauses eine ganz schön mächtige Ferienportion verordnet, mindestens zwei Wochen lang werde ich im Sommer planschen, wandern, Karten spielen und Schach, nichtstun oder vielleicht auch einfach aufs offene Meer starren. Wo, das weiß ich noch nicht, aber ich werde es tun, ganz einfach darum. Und weil ich keine Lust mehr habe, ständig irgendeiner verpassten Reise hinterher zu jammern. Selbst Schuld. Da hilft also nichts, außer: Prioritäten setzen, ab sofort und besser heute als morgen. Oder auch schon gestern.

Da habe ich mir endlich einen Flug gen Mallorca gebucht, wo ein lieber Freund seinen runden Geburtstag zum Besten geben wird, in kleiner feiner Runde. Wenn doch jetzt schon Juni wär. Und Urlaub. Und Sommer. Ich würde zwar eigentlich rein gar nichts tragen, höchstens einen Badeanzug samt Strohhut vielleicht, aber wenn es denn unbedingt sein müsste, könnte ich mich an Abenden voller frischer Brisen durchaus auch zu dieser rosafarbenen Jeans dort oben durchringen. Und schaut euch nur die Tasche an! Man mag ja kaum glauben, dass sie von Mango stammt. Eine potenzielle Sommersandalen wäre mit Joseph quasi auch schon gefunden und ohne „Bonjour Simone“ verlasse ich das Land ohnehin nicht mehr: weiterlesen

Nachhaltigkeit //
Das „Fair Fashion“-Debüt von Mango

06.03.2017 um 12.16 – Fair Fashion Mode Nachhaltigkeit

Es ist keine Frage des Wohlwollen, es ist eine unabdingliche Einstellung, sich dem Thema „Nachhaltigkeit“ im Jahr 2017 zu widmen: Das fängt bei unserem eigenen Konsum an, bei Mehrweg-Kaffeebechern mit denen wir zum unserem liebsten Café tingeln, geht mit dem Verzicht von Plastiktüten weiter und hört wahrscheinlich nirgendwo auf: Dass wir an unserem Konsum schrauben müssen, ist klar wie Kloßbrühe, dass wir uns öfter auf die Finger hauen sollten und strenger zu uns sein müssten auch. Nachhaltigkeit umfasst nicht bloß einen einzigen einen Bereich, Nachhaltigkeit muss überall stattfinden, ist miteinander verzweigt und spätestens auf den zweiten Blick recht ungemütlich und komplex. Umso erschreckender ist die Tatsache, dass sich die meisten Modeketten noch immer komplett vor diesem Thema verschließen. Warum das so ist? Weil der Fokus woanders liegt. Weil wir zwar glauben, Fair Fashion interessiere jeden, die Realität wohl leider eine ganz andere ist. Weil ein Riesenkonzern vielleicht ähnlich bequem ist wie wir und lieber auf hohe Margen als auf komplexere Umsetzungen setzt. Weil hinter verschlossenen Türen Mächte herrschen, deren Gewalt wir nicht einmal ausmalen können. Weil der Bedarf so hoch ist, dass eine nachhaltige Produktion gar nicht gewährleistet werden kann. Rechtfertigungsversuche für andere, Ende.

Eine weitere Modekette, die sich 2017 allerdings ENDLICH dem Thema annimmt, ist Mango. Und auch wenn wir uns im Klaren darüber sind, dass es sich hier vielleicht im ersten Moment um Greenwashing handelt, sollten wir den Schritt ins nachhaltige Business nicht gleich abwinken, denn genau dieser schafft im besten Fall Bewusstsein bei Konsument*innen, die sich bislang davor verschlossen haben. Mango selbst spricht von einem ersten Anfang – und genau der wurde mit der nachhaltigen Linie „Commited“ im März gemacht: weiterlesen

Essentials //
Hola Kurzurlaub!

15.02.2017 um 10.39 – Mode Shopping

Eines kalten Morgens, als ich einen müden Blick der Hoffnung nach draußen warf und erneut mit nichts als nebelverschleierten Betonwänden beglückt wurde, war ich fest entschlossen, diesem deprimierenden Winter schon sehr bald zu entkommen. Wenn auch nur für einen kurzen Augenblick. Weil mein Vorsätze-Konto in den kommenden Tagen aber wie gewohnt weiter in die Miesen schlitterte, buchte ich natürlich keinen Kurzurlaub für Mitte Februar, sondern eine Bahnfahrt nach Frankfurt. Der Arbeit wegen. Ich wurde traurig. Und müder als ohnehin schon. Ein zwei, drei aufmunternde Telefonate später sah ich plötzlich wieder Licht am Ende des Tunnels der Tristesse, denn auch wenn der Spätwinter mich mal am Allerwertesten kann, wird der frühe Sommer umso wilder: Ein Geburtstag auf Mallorca, einer in der Heimat, Polterabende, Hochzeiten! Kein Grund zur Beschwerde also, ich muss mich bloß noch etwas gedulden. Praktisch ist das Warten obendrein, so bleibt mir nämlich ausreichend Zeit, in Tagträumen zu versinken und mir schon jetzt die ein oder andere fiktive Wunschliste zusammenzustellen. Ich sehe mich also quasi schon wie dort oben in einer kleinen Finca sitzen, mit ein paar der besten Menschen der Welt, samt Zebra an den Füßen: weiterlesen

Wish List //
Frühlingsboten im Februar

06.02.2017 um 12.07 – Mode Shopping

february wish listMensch Meyer, ich versuche jetzt überhaupt nichts über das Wetter zu sagen, das Gemeckere, auch mein eigenes, geht mir selbst schon gehörig auf die Nerven. Stattdessen übe ich mich in Vorfreude und stelle virtuell die ein oder andere Frühlings-Wunschliste zusammen, um dann, wenn es so weit ist, nicht Gefahr zu laufen, vor lauter Euphorie Geld an den falschen Stellen zu verprassen. An ein wenig Verschwendung komme ich allerdings auch diesmal nicht umher, ich meine, schaut sie euch an, diese Drop Ohrringe von J.W. Anderson. Wie kleine Bonbons könnten sie am Ohrläppchen hin und her baumeln und jedes noch so triste Outfit aufmöbeln. Aber das steht noch in den Sternen – der Preis, urghs. Das Fritten-Shirt hingegen ist so gut wie geritzt, genau wie der Ringel Sweater, der mein persönliches Farb-Traumpaar endlich groß raus bringt. Und so weiter und so fort. Achja, und: Popcorn. Oder doch „You are the Universe?“: weiterlesen