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Kunst: Reminder – Ai WeiWeis Geschichte & Ausstellung im Gropius Bau | Berlin

02.11.2011 um 12.51 – Allgemein Berlin Kunst

Auf einer Sympathie-Skala von eins bis Benjamin Blümchen erreichte der autoritäre Staat China mit seiner maroden Parteiführung in diesem Jahr den unterirdischen Punktestand -10. Gut, das ist nichts neues, denn wer eine „Große Firewall“ zur Bekämpfung der digitalen Informationsbeschaffung sein Eigen nennt, wer seine Bürger einschüchtert, einfängt und einsperrt, der hat keine große Mühe, zum Hassobjekt zu avancieren. Wer nicht artig ist, wird bestraft. Artig ist, wer tut, was man von ihm verlangt und niemals blöde Fragen stellt.

Ai Weiwei ist neben Persönlichkeiten wie Liu Xiaobo, seineszeichens Schriftsteller und Staatsfeind Nummer 1, und Aktionskünstler Chen Li  nur einer von vielen Schikanierten, die für ihre Redefreiheit büßen müssen. Doch die Geschichte des chinesischen Konzeptkünstlers und überzeugten Regimekritikers ist um die Welt gegangen; sie gehört zu den prominentesten Beispielen diktatorischer Gewalt. Noch bis März nächsten Jahres zeigt der Martin-Gropius-Bau Berlin nun erstmals rund 220 Fotografien aus seiner Schaffensphase von 1983 bis 1993 Ai Weiwei lebte damals in New York. Mit seiner Kamera fing er das politisch und künstlerisch aufregende Leben der Stadt ein, wahrgenommen mit den Augen eines Künstlers aus China. weiterlesen