Schlagwort-Archiv: Mercedes Benz fashion Week Berlin 2011

Wochenrückblick: Berlin-Stockholm-Copenhagen und wieder zurück!

– 05.02.2012 um 19.22 – Allgemein Wir Wochenrückblick

janes Wochenrückblick: Berlin Stockholm Copenhagen und wieder zurück!

Das ist alles ganz schön verrückt. Noch vor zwei Tagen schlenderten Sarah und ich durch Copenhagen und drehen wir die Zeit noch ein wenig mehr zurück, befinden wir uns sogar noch in Stockholm. Drei Länder in einer Woche: Deutschland-Schweden-Dänemark und wieder zurück. Alles im Schnelldurchlauf. Wieder daheim in Berlin angekommen, kommt uns der ganze Fashion Week Trubel der vergangenen Wochen noch ganz surreal vor, irgendwie so weit weg, als wären wir gar nicht Teil davon gewesen. Vielleicht liegt das daran, dass in unserem Leben ständig zwei ganz unterschiedliche Welten aufeinander prallen: Die eine ist voll mit Liebe und Freunden, von kochenden, musizierenden WGs, sie liegt zwischen der Sonnenallee, mitten in Neukölln und Friedrichshain, zwischen Bierfalschen, Straßenkunst und Konzerten. Aber auch die andere, die Welt der Mode, möchten wir nie wieder missen. Vielleicht ist es sogar gut, dass eben jene unser Leben nicht durch und durch bestimmt – denn ein bisschen Distanz von allem was glänzt ist ganz bestimmt nicht verkehrt, wenn man gerade einmal 24 Jahre jung ist.

Kinder sind wir trotzdem nicht mehr, auch wenn uns diese Erkenntnis manchmal schwer fällt. Die Uni ist passé, stattdessen arbeiten wir. 5,6, oder 7 Tage die Woche. Mit viel Herzblut und aller Energie, die in uns steckt. Beschweren dürfen wir uns darüber nicht: Denn das, was wir lieben, haben wir im Laufe der Jahre zu unserem Beruf gemacht. Freizeit von Arbeitszeit zu trennen, fällt uns deshalb sehr oft schwer, im guten wie im schlechten Sinne. Aber eines, das wissen wir ganz genau: Wir sind Glückspilze. Und das haben wir keinesfalls nur uns selbst zu verdanken – auch ihr, die wirklich verständnisvollsten und tollsten Leser der Erde, unsere Familien und Freunde, ja ihr alle habt einen ganz schön großen Teil dazu beigesteuert. Ohne euch wären wir nicht hier. Wir wären nicht in Stockholm gewesen und nicht in Copenhagen. weiterlesen

Fashion Week Berlin: Verliebt in neue Hosenformen von Mongrels in Common | Do or Don’t?

– 07.07.2011 um 17.50 – Allgemein Mode

mongrels 800x640 Fashion Week Berlin: Verliebt in neue Hosenformen von Mongrels in Common | Do or Dont?

Seit Monaten sehen wir in der weiten Welt der virtuellen Modelandschaft beinahe ausschließlich Hosen, die bis knapp zum Bauchnabel reichen oder eben jenen gar gänzlich verdecken. Hüfthosen waren lange Zeit passé, bloß die Boyfriendjeans durfte bei ganz pingeligen Trendliebhabern etwas tiefer rutschen.

Das Berliner Label mongrels in common geht nun sogar noch einen Schritt weiter und präsentiert uns quasi Baggypants.  Nur eben aus reiner Seide und mit nicht ganz so tiefem Schritt. Mein Herz schlägt höher, denn mit einem Mal kommt mir das Hüftige alles andere als 2008 vor – so darf die Jugendsünde gern ihren Weg zurück in meinen Kleiderschrank finden.

Und noch was: Latzhosen wie diese dort oben rocken. Punkt.

Fashion Week Berlin: Schumacher im Neon-Rausch

– 07.07.2011 um 15.01 – Allgemein Mode


schumacher 800x388 Fashion Week Berlin: Schumacher im Neon Rausch

Die Ampel wird grün, Motoren dröhnen. Der Nebel steht in der Luft, die Sonne verschwindet hinter dicken, grauen Wolken und berührt nur noch selten den heißen Asphalt. Dann ein elektronischer Remix von Feists “My Moon, my Man”. Ein zartes Wesen kreuzt meinen Weg, ein Mädchen mit langem blonden Haar, um dessen Silhouette cremefarbenes Organza schwingt. Sie friert nicht, denn Strick wärmt ihre Brust, ein Kleid zusammengefügt aus zwei Elementen: Urbaner Futurismus – Sportswear prallt auf handwerkliche Couture-Glanzleistung.

Das deutsche Label Schumacher wagt es in der kommenden Sonnensaison 2012 Grenzen zu durchbrechen und sich einer facettenreichen Zukunft voller Kontraste zuzuwenden – eine Hommage an eklektisches Stilwerk, ein Drahtseilakt zwischen Couture-Chic und Utility-Appeal. In meinem Kopf formt sich ein Bild von modernen Großstadt-Nomaden, von Überlebenskünstlern unserer Zeit. Zeit fließt und Stoff fließt, aber irgendetwas muss dich halten, wärmen, erden. Jersey trifft auf Lochstickerei, grob auf zart. Seide formt mit festem Leinen eine Einheit. Sei verrückt, falle auf und leuchte, aber bleib mit beiden Beinen auf dem Boden stehen. Überrasche, aber schockiere nicht. Orangefarbene Paspeln, Neon-Kristalle, Pink und Acid Green, Metallic Blue und dazu Popcorn-Farben, die uns davor bewahren verrückt zu werden und uns auf Hochhaus-Safari begleiten. Pink allerdings darf auch als Solist auftreten, denn weich fließende Stoffe nehmen der Signalfarbe all ihre Härte. weiterlesen

Fashion Week: ein Hochzeitstraum von Lena Hoschek – JA oder NEIN?

– 06.07.2011 um 15.56 – Allgemein Mode

lena hoschek 800x441 Fashion Week: ein Hochzeitstraum von Lena Hoschek   JA oder NEIN?

Bevor wir euch die gesamte Kollektion der 50er Jahre-vernarrten Lena Hoschek zeigen, gibt es zu gegebenem Hochzeitswahn-Anlass ein paar Bilder von ihrem romantisch-folklorischen Traum in Creme. Joa, wenn ich nicht so ein blutjunger Hüpfer wäre, könnte ich mir glatt vorstellen, morgen in ähnlicher Robe vor den Altar zu schreiten.

Oder ist das Ganze vielleicht doch ein wenig zu altbacken?

Fashion Week: Michael Sontag Frühjahr/Sommer 2012 – Kill Bill vs. Star Wars

– 06.07.2011 um 13.51 – Allgemein Mode

ostertag 800x376 Fashion Week: Michael Sontag Frühjahr/Sommer 2012   Kill Bill vs. Star Wars

Ganz kurz mache ich die Augen zu und die Musik beginnt zu spielen. Sanfte Töne, ein bisschen Harfe, ein bisschen Wirrwarr, ein bisschen wie die Anfangsmelodie zur Reise in die Disney-Welt von früher. Der Laufsteg blendet mich, ein Weiß wie aus der Neonröhre. Dann der Schnitt. Das Leuchten wird zur Wüstensonne, Disney zu Saloon-Beschallung. Mein Kopf ist bei John Wayne, irgendwo in der Prärie, im wilden Westen.

Fließende Stoffe, drappiert und klar wie Wasserwellen. Chiffon und Seide schwingen um die Wette, reflektieren das Kunstlicht des Laufstegs als würden sie mit ihm tanzen wollen. Sandtöne, Off-White und Beige werden ganz sanft gebrochen. Hier ein zurückhaltenes Gelb, dort Rosa, dann erdendes Schwarz und kleine Akzente aus hauchdünnem Leder. Nach Mustern sucht man in Michael Sontags Kollektion vergebens, denn das Flächige ist Essenz all dessen, wonach das Auge der Ästhetik sucht. Immer wieder verfällt der Betrachter in Assoziations-Flüsse. Plötzlich läuft Uma Thurman in der Wüste der Kill Bill – Kulisse auf und ab – eine Uma, wie sie hätte aussehen können, wäre sie nicht geradewegs aus ihrem eigenen Grab geflohen. Überlange Hosen bringen Stärke und Männlichkeit in die zebrechlichen Entwürfe, dort blitzt ein Bauchnabel raus wie ihn nur Cowgirls besitzen. Übergroße Capes formen ihre eigene Silhouette, dann ein Outfit aus Weiß, irgendwie statisch, irgendwie instabil, alles in einem. Star Wars Bilder flackern in meinem Kopf auf, ja, so könnte ein Jedi bei seiner Hochzeit aussehen. weiterlesen

Alina bei der MBFWB

– 03.02.2011 um 16.53 – Mirror Mirror

Alina Alina bei der MBFWB

Alina trafen wir vor dem Zelt der Mercedes Benz Fashion Week Berlin und konnten sie noch flott für ein Foto gewinnen.

Wofür man Alina neben der Mode noch so begeistern kann, was sie eigentlich macht und worin wir ganz besonders verliebt sind? weiterlesen

MBFWB: LeVer Couture A/W 2011 lädt zum Träumen ein

– 23.01.2011 um 21.07 – Allgemein Mode

Lever1 MBFWB: LeVer Couture A/W 2011 lädt zum Träumen ein

Wir haben die vergangenen Tage geträumt und in der Fashion-Blase gelebt, haben von tollen Kleidern geschwärmt, gut angezogene Menschen angestarrt, eine Stimmung zwischen Ausgelassen sein und Hektik miterlebt und so gut es ging alles aufgesogen, was uns geboten wurde. Und vor allem eine Show, an die ich gar keine Erwartungen hatte, war sicher die von LeVer Couture. Ohne große Vorstellungen, ohne ein hohes Maß an Anspruch und ohne eine große Vorahnung, was mich dort erwarten könnte – ging es los: Die Schau von LeVer Couture sollte beginnen. Front Row neben Rolfe. Einfach so. Irgendwie. Aber irgendwie aufregend. Der Blick aus der ersten Reihe ist eben doch ein anderer. Man kann bessere Fotos machen, man ist näher dran und man bekommt die Magie, die eine solche Show auslösen kann ungefiltert mit. Die Kollektion von LeVer? Einfach Kunstwerke.

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