Schlagwort-Archiv: Michael Murphy

Filmtipp: Woody Allens „Manhattan“ von 1979

05.03.2012 um 15.24 – Allgemein Film

Im wahren Leben funktioniert die Liebe nur selten wie im Film. Du triffst den Einen und es macht „Peng“ und das für’s ganze Leben. Einer der Gründe, warum man Woody Allen lieben muss. In seinen Filmen, wie auch in „Manhattan“ geht es weniger um die Person, in die sich die Hauptprotagonisten verlieben, als um das anbetungswürdige Gefühl, die Liebe zu empfinden.

Isaac Davis, gespielt von Allen selbst,  ist ein neurotischer Freigeist, der eine Affäre mit der 17-jährigen Tracy (Mariel Hemingway) hat. Aufgefressen von seinen Skrupeln, mit einer so jungen, naiven Schülerin zu verkehren, kann Isaac das „Techtel Mechtel“ kaum genießen. Dass Tracy einen Kopf größer als Isaac ist, visualisiert die Unterschiede der Beiden – eine Zuspitzung der Tatsache, dass er 25 Jahre älter als sie ist und dass die Zwei auf Dauer nicht zusammen gehören können.

Während seiner Beziehung zu Tracy, lernt er die Liaison seines besten Freundes Yale (Michael Murphy) kennen. Die super-intellektuelle  Journalistin Mary (Diane Keaton) scheint auf den ersten Blick arrogant, ist aber am Ende bloß auf der Suche nach sich selbst. Genau das zieht Isaac an. Er verbringt viel Zeit mit ihr, nachdem Yale die Affäre mit Mary beendet hat und fühlt sich mehr und mehr zu ihr hingezogen. In ihr findet er das, was er in Tracy aktuell nicht hat: einen Gesprächspartner auf Augenhöhe. Die tiefgründigen, pseudointellektuellen Dialoge erotisieren ihn, ihr geht es ähnlich und die Zwei kommen zusammen.

weiterlesen